Mittsommer und Johanni

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Der Jahreskreis ist nun zur Hälfte beschritten, die Sonne hat ihren höchsten Stand. Sie steht dann senkrecht über dem nördlichsten Wendekreis und wir erleben die längsten Tag und die kürzeste Nacht des Jahres. Der kalendarische Sommer beginnt jetzt erst, und was wir heute vielleicht nur noch als astronomische Fakten ansehen und vielleicht bewußt gar nicht mehr wahrnehmen, hatte schon zu jeder Zeit große Bedeutung für unsere Ahnen. So feierten schon die Kelten und Germanen den höchsten Stand der Sonne und die damit einhergehende Fülle der Natur mit zahlreichen Ritualen und Bräuchen. Im Zuge der Christianisierung wurden über die ausgelassenen, heidnischen Sommersonnenwendenfeste der Geburtstag des Täufers Johannes gelegt. Das Johannisfest liegt der „heiligen Nacht“, dem „Heiligabend“ am 24. Dezember, im Jahreskreislauf genau gegenüber. Im christlichen Brauchtum ist das Johannisfest aber ein wenig in Vergessenheit geraten.

Johannisbeerenpflücken

Seit ein paar Jahren feiern wir mit unseren Kindern den längsten Tag des Jahres mit einem kleines Fest, laden Freunde ein, binden Blumenkränze, pflücken zusammen Johannisbeeren und kochen Gelee daraus, backen ein Sonnenbrot (ja, das soll die Sonne sein ;-)) und entfachen ein Lagerfeuer. Wenn die Glut am Ende klein geworden ist, dürfen die mutigsten Kinder einen Sprung darüber wagen.


In Legenden und Märchen erscheinen in der Johannisnacht Elfen, Feen und Zwerge und Liebende finden zueinander – deshalb gehen wir in der Dämmerung los, um Glühwürmchen zu suchen, die so magisch am Waldesrand leuchten. In meiner Kindheit sah ich die vielen kleinen Lichter sehr oft auf den Wiesen (ich dachte, es seien Feenlichter), heute sind sie seltener geworden.

Ein schönes Kinderbuch, was wir gerne um Mittsommer herum lesen, ist „das Blumenfest“ von Elsa Beskow (unbezahlte, unbeauftragte Werbung * Amazon Partnerprogramm Link).

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Mit dem höchsten Stand der Sonne, öffnet das Johanniskraut seine gelben Blüten. Aus ihnen lässt sich ein heilsames Rotöl herstellen, das (äußerlich angewendet) bei einer Vielzahl von Beschwerden Linderung bewirkt (Sonnenbrand, Verstauchung). Wir setzen es unter anderem sehr erfolgreich bei Wachstumsschmerzen der Kinder ein.

Und auch bei vielen andere Kräuter ist die Heilkraft nun am stärksten. Es lohnt sich, sie jetzt zu ernten, zu verarbeiten oder zu trocknen.

Kräuterbündel

Ich wünsche Euch eine schöne Sommersonnenwende, einen schönen Mittsommer, Johanni oder den schönsten längsten Tag im Jahr!

 

Liebe Grüße ♥

Leni


Die tollste Kleidung für Naturkinder und Abenteurer plus Verlosung (enthält Werbung)

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Kleidung ist so viel mehr als ein Stück Stoff, der unsere Nacktheit verbirgt. Kleidung kann uns ein Gefühl von Geborgenheit geben, uns begleiten, bei unseren Abenteuern und gleichzeitig ein ökologisches und politisches Zeichen setzen. Dann nämlich, wenn wir nicht bei einem großen, gesichtslosen Konzern einkaufen und ihm dabei helfen, Natur und Menschen auszubeuten, sondern kleine Läden unterstützen, die ganz offen angeben, von wem, wo und unter welchen Umständen ihre Produkte hergestellt werden.

Und das ist auch der Grund, warum ich mich so darüber freue (fast so sehr wie meine Jungs bei dem Anblick einer geöffneten Eisdiele), wenn ich kleine, feine Kinderlabels entdecke, die hochwertige, aus ökologischen Naturstoffen hergestellte Kleidung anbieten, die uns einfach ein gutes Gefühl geben. Weil aber diese kleinen Labels oft nicht über ein großes Budget für Werbung und Marketing verfügen, sind sie oft gar nicht so präsent. Auf der Suche nach einer neuen Walkjacke für meinen Sohn, entdeckte ich das geheimtippverdächtige Kinderlabel „Ulalü“ – und über Instagram auch die zwei Frauen, die dahinter steht und die ich Euch gerne vorstellen möchte.

„Ulalü“, das ist Ulla Lüer, Mutter zweier Kinder, gelernte Bekleidungstechnikerin, mit langjähriger Erfahrung als Modedesignerin, die nicht nur die Kleidung für ihr Label selber entwirft, sondern auch jedes Stück selber näht, verpackt und versendet. Unterstützt wird Ulla im Bereich Marketing von Karolina Habermann und aushilfsweise von einer lieben Nachbarin in der Werkstatt.Aus hochwertigen und ökologischen Rohstoffen hergestellt, deren Betriebe nach Möglichkeit mit dem Siegel BEST oder GOTS oder dem BEST-Zertifikat zertifiziert sind (hier werden die höchsten Ansprüche an die textile Produktion und Umwelt/- wie auch Sozialstandards gestellt), entsteht Kleidung für Waldkinder, Abenteurer und Naturforscher.

Und als wäre das nicht schon genug: Ulla hat außerdem auch eine kleine Hühnerschar im Garten und ist mega sympathisch – aber lest selbst, denn ich habe sie um ein kleines Interview gebeten.

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Liebe Ulla, wie macht man das so, ein eigenes Kinderbekleidungslabel gründen?

Die Gründung meiner Firma geht natürlich auf meine persönliche Situation zurück. Ich bin ich gelernte Bekleidungstechnikerin und mag die Arbeit mit Stoffen und Schnitten, konnte aber nach der Elternzeit nicht mehr zurück ins Arbeitsleben, da es meinen Arbeitgeber nicht mehr gab. Aufgrund unserer sehr ländlichen Lebenssituation wäre eine neue Arbeitsstelle viele Kilometer weit weg gewesen. Zudem war damals die Betreuungssituation für Kinder noch sehr schlecht, so dass ich gezwungenermaßen eine sehr lange Babypause hatte, in der ich noch ein weiteres Kind bekam. Diese Jahre habe ich dann für Experimente und ein Offline- Leben mit meinen Kindern genutzt: Wir waren viel draußen im Wald und im Garten, haben Kekse gebacken, Lagerfeuer gemacht, Kräutersuppe gekocht und alle Nachbarschaftskinder mitversorgt. Ein erneuter Einschnitt in das Berufsleben meines Mannes hat uns gezeigt, dass wir langfristig gesehen unsere Geschicke besser auf zwei Säulen stellen. Eine kleine Erbschaft ermöglichte es mir dann 2010 die Stoffe und die Fertigung einer ersten kleinen Serie zu bezahlen. Sie half mir auch dabei die ersten Beulen im Geschäftsleben zu verdauen und verschaffte mir die nötige Zeit, um mich für die Selbstständigkeit fit zu machen.

Was ist das besondere an Kleidung von UlaLü?

Kleidung soll uns schützen und ist quasi eine Art Zuhause, das man mit sich herumträgt. Fast jeder Tag ist anders: Mal regnet es, mal schneit es, mal ist es sonnig und kalt und mal heiß und schwül oder wohlig sonnig warm. Jeder Tag setzt sich anders zusammen. Auch die täglich anstehenden Unternehmungen sind immer verschieden. Es macht also großen Sinn, sich mit den Kleidungsstücken im eigenen Kleiderschrank auseinanderzusetzen, denn schöne und funktionierende Kleidung ist so wertvoll.

Wenn man Kleidungsstücke entwirft und sich mit den bestmöglichen Materialien dafür auseinandersetzt, werden auf jeden Fall Lieblingsstücke herauskommen. Die Entscheidung für diese wertvolle Kleidung kann sich nicht am Preis orientieren (womit nicht Wirtschaftlichkeit gemeint ist), sondern am maximalen Nutzen, also daran wie viele Gelegenheiten sich wahrscheinlich ergeben, diese Kleidung zu tragen.

Gesunde Materialien, faire Produktionsweise und Rücksicht auf Ressourcen gehören für mich selbstverständlich einfach dazu. Das aber sollte auch für jeden erschwinglich sein.

Auf welches Produkt bist Du besonders stolz?

Besonders stolz sind wir auf unsere Produkte aus EtaProof in Verbindung mit Wollwalk oder Wollfleece. EtaProof ist das vielgerühmte Schweizer Baumwolltuch, von der Weberei Stotz entwickelt. Es ist ein hoch atmungsaktive Gewebe, gefertigt aus Baumwolle, die aus kontrolliert biologischem Anbau stammt und auch von z.B. Polarforschern eingesetzt wird. Der Stoff ist so dicht gewebt, dass die Fasern bei Kontakt mit Feuchtigkeit aufquellen und Wassertropfen an der Oberfläche abperlen.

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Bleiben wir bei den Stoffen. Was viele Menschen ja leider nicht wissen, ist, dass sich bei Kleidung aus Polyester (also zum Beispiel den Kinderfleecejacken) bei jedem Waschgang Mikroplastik löst und mit ins Wasser gespült wird. Deshalb ist es so sinnvoll auf natürliche Materialien zu setzten. UlaLü bietet Wollwalk- und Wollfleecejacken für Kinder an – was ist der Unterschied?

Wolle ist generell schmutzabweisend und nimmt im Gegensatz zu anderen Fasern kaum Gerüche an. Durch ihre natürliche selbstreinigende Funktion werden Gerüche an die Luft abgegeben und nach kurzer Zeit an frischer Luft riecht sie wieder neutral und frisch. Bei Wollfleece handelt es sich um eine aufgeraute Wollfrottee-Maschenware, die besonders anschmiegsam und kuschelig weich ist (das kann mein Sohn übrigens bestätigen –  er liebt seine kuschelige Jacke). Maschenware zeichnet sich im Vergleich zum Gewebe durch eine höhere Dehnbarkeit, Elastizität und Anschmiegsamkeit aus. Walkstoffe werden auch aus einem Gestrick hergestellt. Aber der Ausgangsstoff wird dann mittels Walken und Schlagen unter Zuhilfenahme von Wärme, Wasser und Seifenlaufe gefilzt und erhält so eine dichtere und festere Oberfläche. Somit wird die natürliche Dehnungs- und Scheuerbeständigkeit der Wolle wesentlich erhöht.

Bei schöner und ökologischer Kleidung für Babys wird man schnell fündig. Aber sind die Kinder erst einmal im Entdeckeralter wird es schwierig. Welches Alter deckt UlaLü ab? Welche Größen hast Du im Sortiment?

Ulalü gibt es für Babys und Kleinkinder im Alter von 0-etwa 6 Jahren (Größe 56-128)

 Wie sieht ein normaler Arbeitstag bei Dir aus?

Das ist schwer zu sagen. Meine Arbeit wechselt zwischen Werkstatt, Atelier und Büro. Es gibt so vieles zu tun, von der Bildbearbeitung über die Fertigung bis hin zur Buchhaltung ist so ziemlich alles vertreten.

Und Du machst alles selbst? Was fordert Dich am meisten heraus?

Für mich ist die Organisation der Firma das was mich am meisten fordert. Kein Aufgabenbereich darf vernachlässigt werden. Darum freue ich mich darüber, dass Ulalü wächst und die einzelnen Aufgabenbereiche nach und nach Menschen finden, die diese mehr und mehr übernehmen können. Die Zusammenarbeit im Team mag ich sehr.

Nachhaltige, faire Kleidung ist ja auch oft eine Frage des Preises. Viele Eltern wünschen sich zwar ökologische Kinderkleidung, scheuen sich jedoch den Preis dafür zu zahlen. Was würdest Du ihnen sagen, um sie letztendlich zu überzeugen?

Für uns ist Slow Fashion unser Oberthema. Hochwertige Materialien aus fairen Quellen, mit optimalen Trageeigenschaften die lange hält und so designed ist, dass sie oft, gerne und lange getragen wird. Krempel- und Knöpfmöglichkeiten ermöglichen eine lange Tragezeit. Daraus ergibt sich von ganz alleine Kinderkleidung, deren Anschaffung sich auch dann lohnt, wenn der Preis etwas höher ist.

Vielen lieben Dank für das Interview, liebe Ulla. Ich wünsche Dir weiterhin viel Erfolg mit UlaLü!

Kleidung von UlaLü könnt Ihr übrigens direkt bei UlaLü oder auch über den Avocadostore und Greenpicks bestellen.

Das ist aber noch nicht alles. Jetzt kommts:

Weil ich dachte, dass Ihr bestimmt auch ein Lieblingsstück von Ulalü haben möchtet, habe ich Ulla noch schnell um ein Stück aus ihrer Wettersachen-Kollektion gebeten, dass Ihr hier und jetzt gewinnen könnt! Alles was Ihr tun müsst, um in den Lostopf zu hüpfen, ist bei www.ulalue.de vorbei schauen und uns in den Kommentaren bis zum 12.06.2019 sagen, welches Kleidungsstück Ihr aus der Wettersachen-Kollektion von Ullas Shop am liebsten hättet. Mimachen könnt Ihr außerdem auch auf Instagram und Facebook.

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Eine Teilnahme ist ab 18 Jahren möglich. Eine Auszahlung in bar ist nicht möglich und der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Mitmachen könnt Ihr bis zum 12.06.2019 24.00 Uhr. Der/die Gewinner/in wird aus allen Teilnehmern ein paar Tage später ausgelost, auf den Netzwerken und hier an dieser Stelle benachrichtigt. Für den Versand im Gewinnfall werden Eure Daten benötigt und nach dem Gewinnspiel wieder gelöscht. Mehr dazu seht Ihr findet ihr auch in der Datenschutzerklärung. Dieser Post und die Verlosung entstanden mit Unterstützung vom Ulalü, die mir freundlicher Weise die tollen Wollfleecejacken zur Verfügung gestellt haben. Vielen lieben Dank dafür.

Viel Glück!

Liebe Grüße ♥

Leni

*********** Das Gewinnspiel ist beendet. Gewonnen hat @annekaffesahne mit ihrem Kommentar auf Instagram. Auf Facebook und Instagram könnt Ihr ein Video von der Auslosung sehen. Es ist so schwer unter den vielen lieben Menschen hier und ihren Kommentaren nur einen/eine heraus losen zu müssen – ich danke Euch ganz herzlich für Eure Teilnahme und UlaLü für die Bereitstellung des Gewinns ♥ ***********************

 

 

 


Aus dem Fichtenwald

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Zu unserem Grundstück in der Eifel gehört auch ein kleiner Fichtenwald. Im Winter düster und immer ein wenig unheimlich, wirkt er im Frühling Dank der leuchtend grünen Triebe wieder freundlicher und ist einen wahrer Schatz in Sachen Heilmittel.  Die weichen, biegsamen Wipfeln die im Mai erscheinen (und deshalb auch Maiwipfel genannt werden) sind reich an einem ätherischen Öl, das zur Behandlung von Bronchitis, Erkältungskrankheiten, aber auch rheumatischen Beschwerden und Muskelkater eingesetzt werden kann. Eingelegt, z.B. in Zucker lässt sich aus den Wipfeln ein heilsamer Sirup herstellen.

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Für den Sirup sammelt man die Triebspitzen (immer nur wenig pro Baum) und schichtet jeweils die Fichtenspitzen und den Zucker abwechseln in ein voher sterilisiertes Einmachglas. Die letzte Schicht sollte Zucker sein. Ein Schuß Zitronensaft hinzugeben, verschließen und für zwei bis drei Wochen in der Sonne stehen lassen.

Zusehens verflüssigt sich der Zucker im Laufe der Wochen, bis er dann durch ein feines Sieb oder Tuch abgeseiht werden kann. In eine Flasche abgefüllt, hält er einige Monate.

Übrigens kann man die Maiwipfel auch einfach essen: Über den Salat gestreut oder in Essig eingelegt zu Käse, schmecken sie ganz köstlich.

Wenn ich im Fichtenwäldchen unterwegs bin und die Maiwipfel pflücke, schaue ich auch gleich nach Baumharz. Die zähe Flüssigkeit, die so unbarmherzig an den Fingern kleben bleibt, tritt bei einer Verletzung der Baumes aus der Rinde aus und schützt den Baum vor dem Eindringen von Schädlingen, Bakterien, Pilzen und Wasser. Frisches Harz ist flüssig und verfestigt sich dann langsam zu Klumpen. Diese Klumpen schneide ich vorsichtig ab (auch hier gilt: Nicht zu viel nehmen und dem Baum keinen Schaden zufügen) und nutze sie für ein sehr wirkungsvolle Salbe.

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Die Herstellung der Salbe erfolgt im Prinzip wie die der anderen „Salben für wilde Kinder“, deren Rezepte ihr hier und hier findet. Einzig das Lösen des Harzes geht anders vonstatten. Hierfür nimmt man einen alten Topf und ein altes Sieb (oder Tuch), die beide nicht mehr gebraucht werden, denn das Harz lässt sich in der Regel nicht mehr entfernen. In Öl (100 ml auf 40 gr Harz) wird das Harz mit Hilfe von Wärme langsam im Topf gelöst und von den restlichen Bestandteilen getrennt, bis es durch das Sieb (oder Tuch) gefiltert wird.

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Mit seiner antibakteriellen und wundheilungsfördernden Wirkung, setzte ich die wunderbar duftende Pechsalbe (das Baumharz wird oft auch Baumpech genannt) vor allem bei kleinen Wunden wie Schnitten und Abschürfungen ein.

Übrigens: Wenn Ihr Euch nicht sicher seid, ob Ihr eine Fichte oder Tanne vor Euch habt, ist das in diesem Fall nicht schlimm. Lediglich der Geschmack ist ein wenig anders – die Tannenspitzen schmecken bitterer als die Fichtenspitzen.

Liebe Grüße ♥

Leni


Hallo Juni!

Mittsommer

Die Fenster stehen jetzt den ganzen Tag weit offen, Vogelgezwitscher ist allgegenwärtig. Socken werden in den Kleiderschrank verbannt. Die Natur quillt förmlich über vor Pflanzenfülle und bietet uns jetzt leckere Beeren und Kirschen, knackige Bohnen, Spargel, Kohlrabi, Salate und vieles mehr. Alles wächst und reift. Mit dem Juni ist der Sommer da, der Jahreskreis ist nun zur Hälfte beschritten. Die Tage sind jetzt am längsten und laden uns ein unsere Zeit draußen zu verbringen und zu feiern, auf Sommerfesten, Grillabenden, Hochzeiten und Picknicks. Der Juni hat so viel zu bieten und will genossen werden. Bei allen Terminen und Verpflichtungen, die der Alltag mit sich bringt, zeigt uns der Juni auf besonders eindrückliche Weise: das Leben lässt sich nicht verschieben oder vertagen. Jetzt ist die Zeit dafür!

Wir freue uns im Juni auf:

*Beeren! Jetzt werden die Johannisbeeren, Himbeeren und Stachelbeeren reif, und die Erdbeeren schmecken noch fruchtiger. Und alles, was jetzt nicht direkt in den Mund wandert, wird einfach zu Marmelade, Sirup, Gelee oder Chutney verarbeitet.

* Pfingsten/Pfingstferien. Freie Tage um den Juni zu genießen.

*duftende Rosen, farbenprächtige Lupine, Rittersporn, Phlox, Glockenblumen, Mohn und all die anderen wunderschönen Blumen und Stauden, die sich jetzt in ihrem schönsten Kleid zeigen.

*Mittsommer. Oder den Johannistag. Oder die Sommersonnenwende. Oder einfach den längsten Tag im Jahr.

*Glühwürmchen. Als Kind dachte ich, es sind Feen, die im Dunkeln leuchten. Heute sind sie selten geworden. aber mit etwas Glück findet man sie jetzt im Juni auf Wiesen in Waldnähe.

*Kräuter. Kurz vor dem höchsten Stand der Sonne sind ihre Heilkräfte am größten. Also jetzt am besten die Tee- und Gewürzvorräte wieder auffüllen!

*Holunderblüten. Anfang Juni kann man jetzt noch ernten. Für Sirup, im Teig ausgebacken oder getrocknet als Tee.

*Sommerfeste! Einen Grund zum Feiern findet man jetzt ganz einfach 🙂

*dicke Bohnen, Kohlrabi, Salate, Fenchel und den letzten Spargel und Rhabarber (am 24. ist Schluß)!

*Mohn, Margeriten, Kornblumen und andere Weges-, und Wiesenblumen, die sich so wunderbar zu einem ländlichen Blumenstrauß binden lassen.

*Sonnenstrahlen, die uns wecken. Und die schönen lauen Abende.

Ich wünsche Euch einen wunderbaren Juni!

Liebe Grüße

Leni


Im Seifenblasen-Fieber

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Der Magie der Seifenblasen kann man sich nur schwer entziehen. Diese bunt schillernden, federleichten, tanzenden Gebilde üben auf Kinder wie auf Erwachsene gleichermaßen Faszination aus. Daher ist eine kleine Flasche Seifenblasen auch immer ein schönes, kleines Mitbringsel. Noch schöner, und ganz ohne Plastikmüll, ist es allerdings, wenn man die Seifenlauge selber herstellen kann.

Es gibt viele Seifenblasenrezepte, einige mit Glyzerin (wird allerdings aus Erdöl/Palmöl hergstellt), einige mit recht abenteuerlichen Zutaten wie Maissirup oder Guarkernmehl. Ich habe keins der Rezepte ausprobiert, kann also nicht berichten, ob eines dieser Rezepte wirklich den Erfolg bringt, den es verspricht. Aber die Rezeptur, die bei uns auf Anhieb funktioniert hat, ist folgende:

900 ml (eventuell destilliert, falls zu kalkhaltig) Wasser

4 El (etwa 60 ml) Spülmittel

1 TL Kleister (in Pulverform)

Die Mischung eine halbe Stunde ruhen lassen. In der Zeit haben wir aus Draht Schlingen gebogen und sie an Stöcken befestigt – und schon ging es los!

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Ich weiß übrigens nicht, was meinen Kindern mehr Spaß macht: das Pusten oder das Zerplatzen lassen der Blasen 😉

Liebe Grüße ♥

Leni


Ein neuer Hühnerstall

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Nachdem unser alter Hühnerstall zu klein geworden war (schließlich kamen in den letzten Jahren stetig mehr Hühner dazu) und auch hier und da immer mehr kaputt ging, musste ein neuer Stall her. Wir haben im Vorfeld viel hin und her überlegt. Komplett selber bauen, ein gebrauchtes Spiel- oder Gartenhäuschen kaufen und umbauen oder doch einen Fertigbausatz nehmen? Letztendlich haben wir uns (auch um die Nerven meines Mannes zu schonen, der unsere Ideen handwerklich umsetzten muss) auf einen Kompromiss geeinigt. Der Hüherstall ist gekauft und musste nur aufgebaut werden, die Innenausstattung (z.B. Sitzstangen aus Birkenästen haben) die Jungs selbst geplant und gebaut. Auch den Standort des Hühnerstalls haben wir gewechselt – hoffentlich kann sich der alte Platz jetzt erholen und wieder ergrünen. Die Jungs haben sich als Farbe für den Stall ein „Schwedenrot“ gewünscht, und so haben wir jetzt ein Stück von Bullerbü in unserem Garten ;-).

Liebe Grüße ♥

Leni

 

 

 

 

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Hallo Mai!

Maibaum

Kein Monat wird von Dichtern und Liederschreibern so umworben wie der Mai. Unzählige Bräuche, Lieder, Tänze und Gedichte heißen ihn willkommen. Vielleicht ist es die Freude über das frische Grün (das sogar einen eigenen Namen hat: Maigrün), das Bäume und Sträucher schmückt oder die Leichtigkeit und Wärme, die uns in Feierlaune versetzt oder einfach diese unbändige Lebenslust, die der Mai mit sich bringt.

Der Mai ist ein Monat zum Genießen. Junge Birkenweige stehen bei uns im Haus und duftende Blumen aus dem Garten auf dem Esstisch. Die Jungs ernten die Radieschen und die ersten Kohlrabi aus dem Garten. Sonnenstrahlen kitzeln im Gesicht. Und selbst der Mairegen ist sanft und erfrischend. Ach Mai…

Wir freuen uns im Mai auf:   

* bunt geschmückte Birken. Hier in der Region stellen die jungen Männer den Mädels einen Maibaum unter das Fenster als Zeichen für ihre Liebe.

* Spargel, Rhabarber, frische Salate und Kräuter, Maiwirsing und Mairübchen. Und nicht zu vergessen: die ersten Erdbeeren!

* den Muttertag!

* Radtouren entlang blühender Rapsfelder.

* die Verwandlung der Löwenzahnwiesen in ein Meer aus Pusteblumen. So viele Wünsche, die sich in die Luft erheben können.

* Maibowle und Rhabarberschorle.

* Schmetterlinge und Marienkäfer. Und mit etwas Glück (oder Hilfe) kann man ihre spannende Verwandlung miterleben. So wie hier.

* Holunderblüten (Ende Mai). Für Sirup, in Teig gebacken oder als Tee getrocknet.

* Ausflüge jeder Art. Der Mai lockt uns nach draußen.

* Flieder, Pfingstrosen, Akelei, Schneeball und viele andere Blütenschönheiten. Und nicht zu vergessen: das Maiglöckchen!

Ich wünsche Euch einen wunderbaren Mai!

Liebe Grüße ♥

Leni


Im Garten Ende April

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Die Kaulquappen tummeln sich im Wasser, die Erdhummeln brummen wie alte Propellermaschinen und die Vögel singen in den Bäumen ihr schönstes Balzlied – endlich ist es auch in der Eifel Frühling geworden.

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Nicht nur der April ist fast schon vorüber, auch die Osterferien neigen sich dem Ende. Und letztere haben wir genutzt, um die Beete in der Froschhütte (unserem Eifelgrundstück) wieder herzurichten. Weil den Komposthaufen seit letztem Jahr eine Kreuzotter ihr Zuhause nennt, und wir seit dem einen großen Bogen um ihn machen, mussten wir frischen Kompost vom Hof holen, um die angelegten Beete mit Dünger zu versorgen.

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In die Erde kamen vor allem die Kartoffeln. Natürlich nicht ohne unser kleines Ritual: wir legen zu jeder Kartoffel ein Blatt Beinwell mit in den Boden. Ob es wirklich hilft, oder wir nur dem Aberglauben erlegen sind, weiß ich nicht. Aber – wir hatten noch nie, nicht nur einen Kartoffelkäfer auf dem Kartoffelkraut.

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Dieses Jahr haben wir mal wieder auf bereits erprobte Kartoffelsorten, aber auch auf ein paar (für uns) Neuentdeckungen gesetzt. Das sind neben „La Ratte“ und dem „Bamberger Hörnchen“, noch die blaue Sorte „Vitolette“, die „Highland Burgundy red“ und der Klassiker, die „Belana“.

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Mit den Kartoffeln und Zwiebeln haben wir auch allerlei Jungpflanzen in die Erde gebracht, Gurken und Zucchini ins Gewächshaus gesetzt und jede Menge Blumen und Gemüse ausgesät. Dadurch, dass wir im Herbst die Beete mit Laub bedecken (alter Permakultut-Trick), bleibt die Erde im Frühjahr wunderbar krümmelig, feucht und lebendig. Wie eine Schutzschicht beschützt das Herbstlaub die Erde vor dem Austrocknen, hält das Unkraut zurück und lässt die vielen kleinen Lebewesen im Boden ungestört ihre Arbeit tun.

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Nach der Arbeit gab es für jeden Helfer noch ein Fußbad – sehr entspannend für kleine, dreckige Füße ;-).

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Wie sieht es bei Euch im Garten aus?

Tanzt gut in den Mai!

Liebe Grüße ♥

Leni


5 Dinge zum Osterfest

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Das große Frühlingsfest steht vor der Tür – Zeit die letzten Vorbereitungen zu treffen und sich auf das Fest einzustimmen.

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1. Was bedeutet uns Ostern?

Wenn ich an Ostern denke, kommen mir direkt ein paar Kindheitserinnerungen in den Sinn. Und ich muss an den Super 8- Film von mir als Kleinkind denken, den mein Vater nur zu gerne in meiner Jugend zeigte. Wie ich mich (ungefähr zweijährig) über jedes gefundene Ostereier mächtig freue, es in mein Körbchen lege und so schwungvoll weiter gehe, dass die gesammelten Eier hinten wieder aus meinem Körbchen kullern. Was ich aber nicht bemerke. Und so freue ich mich über die vermeintlich neue Eier. Ja, Ostern ist ein tolles, magisches Fest (ein Hase der Eier versteckt, hallo?!).  Ich finde es eigentlich immer schade, wenn ich von Familien höre, die mit dem Osterfest so gar nichts anfangen können. Oder umgekehrt, es auf eine kommerzielle Art feiern, ohne echte Bedeutung für sich. Dabei kann Ostern uns im Jahreskreis so viel Kraft und Sinn geben – aber nur wenn wir auch mit unserer geistigen Haltung dahinter stehen.

Während in den meistern Sprachen die Bezeichnung für das große Frühlingsfest an das hebräische Pessachfest angelehnt ist, ist die etymologische Herkunft von „Ostern“ wohl der altgrieschische Name der (göttlichen) Morgenröte oder vielleicht auch die germanische Frühlingsgöttin Ostara. Letztere wird übrigens mit einem Hasen auf ihrem Arm dargestellt, das Symbol der Fruchtbarkeit. Unumstritten hingegen ist, das unsere Osterbräuche heidnische Wurzeln haben, die wiederum ihrerseits die Bilder in den gerade vorherrschenden Naturgegebenheiten widerspiegeln. So ist auch die christliche Umdeutung der heidnischen Frühlingsfeste in die Auferstehung Jesus Christus zu verstehen: er hat den Tod überwunden, so wie im Frühling die scheinbar tote Samen und ruhenden Bäume und Pflanzen zu neuem Leben erwachen.
Wir können jetzt in der Natur beobachten, wie die Vögel ihre Nester vorbereiten, wie die neu geborenen Lämmchen und Zicklein auf den Weiden um ihre Mütter herumspringen und die Kröten sich auf die Wanderung begeben. Die Knospen der Bäume öffnen sich und unter dem toten Laub des Waldes streckt sich neues Leben empor. Wenn wir in der Natur nach solchen Frühlingsboten Ausschau halten, helfen diese Bilder den Kindern, und auch uns Erwachsene, das Fest und seine Symbole, seine Metaphern zu verstehen, und die geistige Haltung dahinter für uns selber einzunehmen.

Die sich zeigende und auf das Neue entfachte Lebenskraft, das Wiederaustreiben des vermeintlich Toten, die Fruchtbarkeit, der Beginn des immer wiederkehrenden Kreislaufs – wenn ich nicht den Glauben an die christliche Auferstehungsgeschichte teile, so kann mir vielleicht die jahreszeitliche Spiritualität, der Einklang mit der Mutter Erde, Grund zum Feiern geben.

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2. Ostereier

Fast jedes Volk hat andere Vorstellungen von der Entstehung der Welt entwickelt. Das Ei als Urbild des Lebens zwischen Himmel und Erde, ist Teil vieler Schöpfungsmythen, und  an Ostern, gilt ihm unsere ganze Bewunderung.

Schmuckvoll verziert, jedes Ei als kleines Kunstwerk, so kennt man zum Beispiel die sorbisches Eier. Aber auch die alten Ägypter (davon geht man heute aus), haben schon gefärbte Eier als Grabbeigabe gespendet.

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Neben den ausgeblasenen Eiern, die meine Kinder auf ganz unterschiedliche Art und Weise verzieren, und die ich jedes Jahr aufhebe, färbe ich die gekochten Eier am liebsten mit natürlichen Farben. Für blaue Eier nehme ich Rotkohl, Kurkuma für gelbe, und rote Beete für rötliche Eier. Auf 1 1/2 Liter Wasser kommen 1/4 vom Rotkohlkopf, zwei kleine Beete oder 1 EL Kurkuma, zusammen mit einem Schuß Essig. Ich reibe die Eier außerdem auch mit Essig ab, bevor ich sie im Färbebad aufkoche und langsam wieder abkühlen lasse. Die intensivste Farbwirkung bekommt man, wenn man die Eier über Stunden (vielleicht sogar über Nacht) im Sud ziehen lässt.

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3. Osterhase

Der Hase steht natürlich auch für Fruchtbarkeit und bringt, sowie versteckt die bunten Ostereier im Garten. Besonders gerne mag ich „das Ostermärchen“ von Christian Morgenstern, das nicht nur die Geschichte des Osterhasen erzählt, sondern auch die des (heidnischen) Osterfestes.

Erinnert Ihr Euch noch an die Knospenmäntelchen der Magnolien, die ich gefunden hatte? Sie sahen ja schon aus wie kleine, flauschige Hasenohren, da lag es nahe, sie auch als solche zu verwenden. Zusammen mit zwei unterschiedlich großen Holzkugeln und einem Stück Band ist der Hase dann auch perfekt für den Osterstrauch.

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4. Ostergras

Das Samenkorn, das beerdigt und zur Ruhe gebettet wird und dadurch zum Leben erwacht –  das ist die starke Symbolik, die hinter der Tradition des Ostergrases steckt. Besonders schön finde ich aber den Jahreszeitenbogen, den wir durch das Getreide über das Jahr hinweg spannen. Vom Samenkorn, das vom Herbst über den Winter ruht,  zur Pflanze im Frühjahr und Sommer, von der reifen Ähre im Spätsommer zum Mehl im Herbst und schlussendlich zum Brot. Damit der Zusammenhang den Kindern begreiflich wird, pflanzen wir den Osterweizen nach Ostern in den Garten und lassen ihn Getreideähren bilden.

 

5.  Osterfeuer

Bei (fast) jedem germanisch-heidnischen Fest oder den Festen alter Kulturen spielt das Feuer eine große Rolle. Als Huldigung der Sonne, Reinigung, Vertreibung des Bösen oder Begrüßung bzw. Verabschiedung einer Jahreszeit. Das christliche Osterfeuer entstammt den heidnischen Frühlingsfeuern, die als Begrüßung der erstarkenden Frühlingssonne angezündet wurden.

Ich mag die Tradition des Osterfeuers, zu dem wir jedes Jahr zu Freunden eingeladen sind. Wenn alle schweigend in das gerade entfachte Feuer schauen, die Wärme des Feuers der kalten Frühlingsnächte trotzt und selbst die Kinder für einige Momente einfach nur innehalten und staunen.

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Wie feiert ihr das große Frühlingsfest?

Ich wünsche Euch frohe Ostern und sonnige Frühlingstage!

Liebe Grüße ♥

Leni

 


Wildkräutersuppe

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Der Frühling, wenn alles wieder anfängt zu sprießen, ist ein guter Zeitpunkt für eine Wildkräuterwanderung. Eine ganze Zeit lang, so schien es, waren Wildpflanzen in Vergessenheit geraten, doch in den letzten Jahren haben sie gerade wegen ihrer kulinarischen Bereicherung eine Renaissance erfahren. Doch welches Kraut kann ich essen und wo finde ich Wildkräuter? Die oberste Regel lautet: Was Du nicht hundertprozentig bestimmen kannst, das lass stehen! Denn ebenso wie im Reich der Pilze, gibt es auch schmackhafte Wildpflanzen, die ungenießbare oder gar giftige Doppelgänger haben. Und aus diesem Grund empfiehlt es sich, wenn man noch wenig oder keine Erfahrung mit Wildkräutern hat, eine geführte Wildkräuterwanderung mitzumachen. Die gibt es oft auch für Familien, so dass auf das Tempo und die Neugierde der Kinder besonders eingegangen wird.
Ansonsten gilt für „Anfänger“ (wie mich) nur Allerweltskräuter zu sammeln, die man auch wirklich ganz genau kennt. Was sich jetzt vielleicht etwas langweilig anhört (Allerweltskräuter), ist es keineswegs. Denn unter den vielen Wildkräutern, die man manchmal auch als Unkraut kennt, stecken wahre Schätzchen. Da wären zum Beispiel die Brennessel, die wegen ihren beeindruckenden Inhaltsstoffen auch gerne als Königin der Wildkräuter bezeichnet wird. Oder die Wegerich-Brothers, die jedem Wehwehchen etwas entgegenzusetzen haben. Oder Taubnessel, Gundermann, Giersch, Gänseblümchen, Knoblauchsrauke und Nelkenwurz, um nur mal ein paar zu nennen.

Am besten sucht man sie dort, wo die Natur am wenigsten berührt ist, wo am besten keine Autos fahren und wo sich keine bekannten Hunde-Ausführ-Strecken befinden. Sonnige Tage nach Regenwetter bieten sich an, um mit einem Korb auf die Suche zu gehen. Und nur die hellen Frühjahrstriebe sollte man pflücken, und niemals ganze Pflanzen ausreißen.

Es gibt eine ganze Reihe an Möglichkeiten, die Wildkräuter zu verarbeiten. Das sollte man möglichst zügig und schonend machen, um die wertvollen Inhaltsstoffe nicht zu verlieren. Wie wäre es also mit einem Wildkräutersuppe?

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Das Rezept:

  • 2 (große) mehlig oder vorwiegend festkochende Kartoffeln
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 l Gemüsebrühe
  • 1 EL Öl
  • 2 Bund Kräuter, z.B. Bärlauch, Brennessel, Giersch, Löwenzahn (nur wenig nehmen, er kann recht bitter schmecken), Sauerampfer, Spitzwegerich, Kerbel

Zwiebel und Knoblauch würfeln und im Öl anschwitzen, mit Gemüsebrühe löschen und die gewürfelten Kartoffeln hinein geben. 10 min. bei mittlerer Temperatur köcheln lassen. Kräuter waschen, grob hacken und mit in die Suppe geben. Ein, zweimal  umrühren, dann den Topf vom Herd nehmen und die Suppe pürieren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken – fertig! Wer möchte, kann die Suppe noch mit Gänseblümchen, Veilchen oder anderen essbaren Blumen dekorieren.

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„Mama, bist Du eigentlich eine Hexe?“, fragte mich mein Sechsjähriger als ich die Suppe gestern zubereitete. „Wieso?“ fragte ich zurück. “ Na, weil nur Hexen so fiese Sachen wie Brennnessel in Suppen werfen. Die brennen doch ganz doll, wenn man sie isst!“, antwortete er. Und wahrscheinlich kann ich für ihn jetzt tatsächlich hexen. Denn die Wildkräutersuppe hat nicht nur kein bißchen gebrannt, sie hat auch (nach anfänglicher Skepsis aller Kinder plus Mann) wirklich jedem geschmeckt.

Vielleicht Euch ja auch ;-)!

Liebe Grüße ♥

Leni