Mein Erkältungsbalsam

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Nachdem wir so viele schöne Tage im Schnee hatten, hat uns seit dieser Woche nicht nur wieder der Alltag fest im Griff (sollte es nicht anders herum sein?), sondern auch eine Erkältung. Schniefende Nasen, Husten und Heiserkeit. Als ich klein war, gab es in solchen Fällen abends vor dem Schlafengehen Wick Vaporup auf die Brust und den Rücken. Kennt Ihr diese weiße Erkältungssalbe? Wenn ich die auf der Haut spürte (es wurde erst einbisschen warm, dann kalt, dann prickelnd), meine Nase nach ein paar Mal einatmen frei wurde und meine Eltern mir beim Einreiben sagten, dass ich morgen bestimmt schon wieder gesund sei, dachte ich immer, das wäre eine Zaubersalbe. Heute weiß ich, dass es Kampher, Eukalyptusöl und Menthol waren, die diesen Effekt auf Haut und Nase haben – und stelle einfach meinen ganz eigenen („Zauber-„) Erkältungsbalsam her.

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Man braucht:

  • 1/4 Tasse (etwa 70 ml oder 75 gr) gutes (extra virgin) Olivenöl
  • 2 Teelöffel (7 gr) Bienenwachs
  • 20Tropfen Pfefferminzöl (schmerzstillend, desinfizierend)
  • 10 Tropfen Rosmarin-Kampferöl (gibt es zum Beispiel von Pimavera als Kombination)  – alternativ: 10 Tropfen Eukalyptus (wirkt desinfizierend und schleimlösend) oder 5 Tropfen Kampfer (schleimlösend) oder 10 Rosmarin (antibakteriell, antiviral, krampflösend)
  • Tiegel zum Abfüllen (am besten dunkles Glas)

Wie es geht:

Olivenöl und Bienenwachs im Wasserbad langsam erwärmen, bis sich die Wachsplättchen aufgelöst haben. Die Mischung abkühlen lassen und dann die Tropfen der ätherischen Öle dazu geben und in die Tiegel abfüllen.

Jetzt hat man ein geschmeidiges Erkältungsbalsam, das sich gut verreiben lässt, Dank dem Pfefferminzöl diese wohltuende kalte, leicht prickelnde Gefühl auf der Haut hinterlässt und mit Hilfe von Kampfer und Rosmarinöl die Atemwege befreit und die Erkältung löst. Und das ohne irgendeinen ungewollten Zusatz.

Das Erkältungsbalsam hält sich mindestens 6 Monate (eher mehr) und wird vor dem Schlafengehen auf die Brust (und wer möchte auch auf den Rücken) aufgetragen. Allein das Auftragen des Balsams – und die damit verbundenen Berührungen und der Duft – lassen meine Kinder immer sofort entspannen.

ACHTUNG: Auf keinen Fall für Kinder unter 3 Jahren geeignet, besser erst bei Kindern ab 5 Jahren verwenden.  Der Kontakt mit selbst so verdünnten ätherischen Ölen kann bei Kindern (und Erwachsenen) mit sehr empfindlicher Haut Hautreizungen hervorrufen. Also besser erst an einer kleinen Stelle testen, bevor man große Hautflächen einreibt (die Warnhinweise findet man übrigens auch auf jedem industriell hergestellten Erkältungsbalsam).

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Der Winter und die Erkältungszeit bleiben uns wohl noch mindestens bis zum März erhalten – um so wichtiger ist es da das Immunsystem zu stärken, die wenigen Sonnenstrahlen zu genießen, die Winterfreuden zu nutzen und auf den kommenden Frühling hoffen!

 

Liebe Grüße

Leni

 

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Hallo Januar!

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Ah, das neue Jahr. Die ersten Tage im Januar fühlen sich immer so besonders an. So frei. So voller Möglichkeiten, voller Tatendrang und Inspiration. Eben weil in jedem Anfang ein Zauber innewohnt. Und so weiß wie der Schnee und die leeren Kalenderseiten, fühlt sich auch der Januar an. Weiß, die Nicht-Farbe, steht für die Möglichkeiten, die noch schlummern und sich erst im Laufe des Jahres zuerkennen geben. Und auch Janus, der römische Gott und Namensgeber für den ersten Monat im Jahr (und meinem alten Schul-Lateinbuch), steht für den Anfang (und das Ende), für Türen und Tore. Er wird mit zwei Gesichtern dargestellt, das eine Gesicht blickt nach vorne, das andere nach hinten. Und es ist genau diese Zeit, am Anfang des Januars, wo man das letzte Jahr noch in der Seele hat, aber der Kopf bereits durch eine neue Tür geschritten ist, oder?

Wir freuen uns im Januar auf:

  • noch eine Woche Ferien
  • die Sternsinger am Dreikönigstag (6.1.)
  • Motivation. Die ist jetzt am größten – also schnell die wichtigen Dinge angehen.
  • die Stunde der Wintervögel (vom 5.-7.1.). Der Nabu ruft wieder dazu auf, eine Stunde lang sich auf die Lauer zu legen und sich zu notieren, welche und wieviele Vögel in dieser Zeit zu sehen sind. Das kann man entweder im eigenen Garten oder auch gemeinsam mit anderen Vogelfreunden an einem Treffpunkten machen. Weitere Informationen dazu gibt es hier.
  • Schnee. Statistisch gesehen fällt im Januar der meiste Schnee. Und den braucht man zum Rodeln, für die Schneeballschlacht, zum Schneemann bauen,…
  • die Planung des neuen Gartenjahres. Jetzt, wo es im Garten ruhig ist, sortieren wir die Samen und planen die Beete. Da kommt Vorfreude auf!
  • Zimtschnecken.
  • Hyazinthen, Amaryllis, Tulpen – alles, was jetzt schon einen Hauch Farbe und Frühling ins Haus zaubert.
  • das Abhaken der Punkte auf unserer Winter-To-Do-Liste

Ich wünsche Euch ein frohes, neues Jahr! Möge 2018 für Euch viel Gutes bereit halten.

Liebe Grüße

Leni

 

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Sonjas Monatsmotto
der Plaudertasche

 


Frohe Weihnachten!

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Wir bringen noch schnell die letzten kleinen Aufmerksamkeiten den Nachbarn hinüber (selbstgerollte Bienenkerzen und Plätzchen), hängen die letzten Kugeln an den Weihnachtsbaum (der dieses Jahr von unserem Eifelgrundstück kommt) und lauschen der weihnachtlichen Musik. Und obwohl sich das jetzt so entspannt anhört – die Anspannung und Aufregung ist den Kindern anzumerken. Es ist nichts geringeres als die Vorfreude, die hier alle packt.

Eine kleine Weihnachtstradition bei uns ist es, den Tieren im Garten auch ein kleine Freude zubereiten, mit Äpfeln und Samen, Nüssen und Rosinen. Unsere kleine „Gartenweihnacht“ sozusagen.

Der Duft von Plätzchen und Orangen, kleine Hände die fleissig Sterne und Engel basteln, die schönen Weihnachts- und Winterbücher, die wir hier jeden Tag lesen – all diese Sinnensfreuden begleitet uns schon die ganze Adventszeit und finden nun in Weihnachten ihren Höhepunkt.

Ich wünsche Euch ein entspanntes, sinnliches, freudenreiches und wunderbares Weihnachtsfest im Kreise Eurer Lieben. Meine Gedanken und Gebete sind aber vor allen bei denen, die nicht so viel Glück haben. Ich wünsche Euch, dass Euch das Licht der Weihnacht erreicht und Euch Hoffnung und Liebe bringt.

********** Frohe Weihnachten! **********

Eure

Leni ♥

 


Winter-To-Do-Liste

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Am 21. Dezember ist nicht nur Wintersonnenwende, der kürzeste Tag im Jahr, sondern morgen ist auch der kalendarische oder astronomische Winteranfang. Und (zumindest bei uns) der letzte Schultag vor den Weihnachtsferien. Die letzten Winter waren hier im Rheinland außerordentlich mild, Schnee eine Ausnahme. Doch dieses Jahr hat es im Dezember bei uns doch tatsächlich schon drei Mal (!) geschneit (sehr zur Freude aller Kinder), weshalb wir jetzt schon ein paar Punkte darauf abhaken können (was ja nicht heißt, dass man die Dinge nicht so oft man will wiederholen kann). Nichtsdestotrotz kommt sie erst heute (die Zeit rennt förmlich), unsere Liste für die kalten Monate, zum Ausdrucken, Ergänzen, Abhaken und Inspirieren lassen 🙂

Winter-To-Do-Liste

  • einen Schneemann bauen. Machen Kinder sowieso instinktiv wenn Schnee fällt 😉
  • Schlittschuh laufen gehen
  • Zimstschnecken backen
  • einen Schnee-Engel machen
  • Schlittenfahren
  • ein Museum besuchen
  • Eiskugeln oder Eislaternen machen
  • einen Spieleabend veranstalten
  • Schneesterne aus Papier basteln und ans Fenster kleben
  • ein Fondue-Abend machen
  • die Vögel füttern und sie dabei beobachten
  • eine Schneeballschlacht machen
  • Zeit in den warmen Gewächshäuser des botanischen Gartens verbringen
  • warme Suppe in eine Thermoskanne füllen und draußen essen
  • Tierspuren im Schnee suchen
  • den Schnee mit Lebensmittelfarbe colorieren (wie zum Beispiel hier aus Sprühflaschen)
  • Seifenblasen gefrieren lassen
  • ein Theaterstück anschauen
  • einen Pyjama-Tag einlegen
  • von Frost verzauberte Gräser, Blätter oder Blütenstände suchen und bestaunen
  • einen Bauernhof besuchen und den Tieren im Stall vom Frühling erzählen (frei nach Tomte Tumetott)
  • Frühjahrsblüher ins Haus holen, um schon einmal einen Hauch von Frühling zu zu sehen und zu riechen
  • Schneegirlanden aus Wollpompoms oder Watte basteln
  • sofort raus gehen, wenn die Sonne scheint
  • Eiszapfen lutschen
  • mit Wintergemüse kochen

 

Der Winter hat seine ganz eigene Magie. Das Knirschen des Schnees, der Zauber des Frostes, die strenge Kälte, die tiefstehende Sonne. Und selbst wenn es mal nicht schneit, die Tage trüb, kalt, nass und nebelig sind, so strahlen doch die Kerzen im Zimmer, kuschelige Decken und Kissen und Kisten voller Bücher eine Gemütlichkeit aus, die nur im Winter zu finden ist.

 

Ich wünsche Euch eine wundervollen Winterzeit!

Liebe Grüße

Leni

P.S.: wenn Ihr noch Ergänzungen zur Liste habt, schreibt sie mir gerne!

 

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Dinge, die nur im Winter schmecken

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Ich finde, es gibt so ein paar Dinge, die schmecken noch besser, wenn es draußen richtig kalt ist oder noch besser: wenn es schneit. Glühwein zum Beispiel. Oder Linseneintopf. Oder Zimtschnecken (besonders wenn sie noch warm sind). Und: Christstollen. Vor ein paar Jahren habe ich ein wunderbares Rezept für Mini-Christstollen gefunden, es ein wenig abgeändert (mehr Marzipan, weniger Orangeat, kein Rum) und seit dem steht es (neben den obligatorischen Plätzchen)  auf unser Winter-Weihnacht-To-Do-Liste ganz weit oben.

 

Zutaten:

  • 275 gr Mehl
  • 100 gr. gehackte Mandeln
  • 125 gr Butter für den Teig , 50 gr Butter zum Einpinseln
  • 30 gr. frische Hefe
  • 60 ml Milch
  • 80 gr. Korinthen (oder Rosinen)
  • 1 Bio-Orange
  • 50 gr. Zucker
  • 30 gr. Orangeat
  • 80 gr. Marzipan
  • 1 Vanilleschote
  • Prise Salz
  • Puderzucker zum Bestäuben

So geht´s:

  1. Die Orange auspressen. Korinthen (oder Rosinen) in Orangensaft einweichen.
  2. Mandeln in der Pfanne kurz anrösten.
  3. Milch erwärmen, Schale der Orange fein abreiben, Vanillemark der Schote herauskratzen (die Schote kann man danach noch zum Aromatisieren von Zucker verwenden).
  4. Das Mehl in eine Schüssel geben, eine Mulde reindrücken und mit Milch, kleingebröselter Hefe (noch besser: die Hefe in der warmen Milch auflösen), Zucker, Orangenschalen und Vanillemark auffüllen. Mit etwas Mehl vom Rand verrühren und zugedeckt 15 Minuten gehen lassen.
  5. Dann die restlichen Zutaten hinzufügen (weiche Butter, geröstete Mandeln, Orangeat, eingeweichte Rosinen, zerkleinertes (gezupftes) Marzipan) und zu einem Teig verkneten und nochmals 30 Minuten gehen lassen.
  6. Den Ofen auf ca. 190 Grad (Umluft) vorheizen. Den Teig in kleine Portionen abteilen und Kugeln oder Mini-Stollen daraus formen. Entweder direkt auf das Backblech setzen oder in Muffinförmchen legen und für 10-15 Minuten in den Backofen schieben.
  7. Den fertigen Stollen mit flüssiger Butter bepinseln und mit Puderzucker bestreuen. Fertig!

Die kleinen Stollen schmecken nach ein paar Tagen (und Wochen) sogar noch besser. Und machen sich auch neben Plätzchen als Geschenk ganz prima.

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Habt ein schönes Wochenende!

Liebe Grüße

Leni

 

 

 

 


Sein Huhn

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Als wir uns vor 1 1/2 Jahren auf dem Tiermarkt Hühner aussuchten, gab es ein Huhn, das meinem (jetzt) 5jährigen Sohn sofort auffiel und welches er unbedingt mit nach Hause nehmen wollte. Ein kleine Sperber-Henne, ganz jung und noch ohne Kamm. Dieses Huhn musste es sein, und kein anderes. Nun gut. Sie machte sich mit zwei weiteren Hühnern auf die Reise zu uns und wohnt seit dem in unserem Garten. Bei der Namensgebung seines Huhnes ließ mein Sohn zum Glück mit sich reden und wir überzeugten ihn, dass „Motorrad“ kein schöner Name für ein Huhn sei. Kurzum: sie bekam den Namen Tilla. Tilla ist heute zahm, lässt sich auf dem Arm herumtragen und sogar kuscheln. Und weil mein Sohn sein Huhn am liebsten mit ins Haus (und sicher auch mit ins Bett) nehmen würde zum Kuscheln, schenkte seine Patentante ihm zum Geburtstag ein Ebenbild von Tilla zum Kuscheln und Schmusen (im Haus).

Normalerweise stelle ich hier auf meinem Blog nur (DIY-) Projekte vor, die ich auch wirklich selber angefertigt habe und schmücke mich nicht mit fremden Federn (Entschuldigt bitte den doofen Wortwitz ;-)). In diesem Fall musste ich aber unbedingt eine Ausnahme machen, so klasse finde ich dieses Strickhuhn.

Die Anleitung zu dem Huhn stammt aus der Landlust und Ihr findet sie hier. Der Kamm und die Kehllappen sind entgegen der Anleitung jedoch gehäkelt, der obere Teil des Huhnes (ab der Fransenwolle) gestrickt. Der Körper ist zur Hälfte mit Kirschkernen und zu anderen Hälfte mit Füllwatte gefüllt.

 

Ich wünsche Euch einen (kreativen) Dienstag!

Liebe Grüße

Leni

 

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Im Garten Anfang Dezember

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Mit dem ersten Dezember kam der Schnee. Dicke Flocken fielen (zur Freude aller hier) aus den Wolken und zauberten aus dem Garten eine wunderbare Schneelandschaft.

Am Samstag stellten wir Vogelfutter-Küchlein her aus Kokosfett und einer Vogelfutter-Mischung (die Anleitung von vorletztem Jahr findet Ihr hier ). Mittlerweile füttern wir die Vögel das ganze Jahr über, bzw. lassen die Samenstände von Sonnenblumen, Brokkoli, Radieschen und anderen Pflanzen für die Vögel einfach stehen. Letztens erst machte der Bericht eines Ornithologen in den Medien die Runde, der das Füttern der Vögel im Garten für unbedingt notwendig hält. Und nicht nur im Winter oder erst dann wenn Schnee liegt, da die Gartenvögel sonst einfach nicht genug Nahrung finden würden um sich und ihre Brut zu ernähren. Wir machen die Vogelfutterküchlein (oder die gefüllten Tannenzapfen) daher auch gerne auf Vorrat und als kleine Mitbringsel oder Geschenke, wenn wir irgendwo eingeladen sind.

Der Schnee lässt die Welt so wunderbar zur Ruhe kommen. Und auch unseren Garten. Alle Geräusche werden gedämpft, die Tiere ziehen sich zurück in ihren Winterschlaf, das Unkraut ist erst einmal verschwunden (was ein Glück). Das letzte Gemüse im Beet, der Kohl, Sellerie, Feldsalat, Spinat und Poree halten tapfer der weißen Bedeckung stand und dürfen nach und nach den Weg in unsere Küche antreten (gestern gab es Linsensuppe, mhh).

Die Jungs haben gestern bereits nach einem passenden Tannenbaum für Weihnachten gesucht. Auf unserem Grundstück stehen viele junge Fichten und große Tannen. Und auch die kleinen Tannenbäume der Kinder haben wir (fast) jedes Jahr erfolgreich wieder in den Boden eingepflanzt. Ich denke, nächstes Wochenende schlagen wir dann auch schon unseren Weihnachtsbaum.

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Heute haben wir uns erst einmal etwas anderes in Haus geholt. Unser Adventswichtel (die Kinder haben ihm den Namen „Rudi“ gegeben) hat heute morgen schon zwei Obstbaumzweige hereingeholt, denn heute ist Barbara-Tag!

Ich hoffe, Ihr hattet ein wunderbares (verschneites) Wochenende und wünsche Euch einen schönen Montag!

 

Liebe Grüße ♥

Leni

 

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Hallo Dezember!

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Der Dezember ist sinnlich. Der Duft von Tannengrün und Plätzchen, der Glanz der Kugeln und Lichter, der Geschmack von heißer Schokolade und Bratäpfeln, die Wärme des Feuers und der Bienenwachskerzen während draußen Frost, Kälte und (vielleicht auch) Schnee vorherrschen, gemeinsames Lesen und Backen. Den Dezember umhüllt Magie, Staunen und Funkeln, Erwartungen und Vorfreude, aber auch Trubel und Geselligkeit. Und der Dezember ist besinnlich. Gleich drei Heilige bringen gute Gaben und jede Adventskerze, die angezündet wird, bringt uns mehr Licht. Der dunkle, karge November wird abgelöst durch die frohen Erwartungen die der Dezember mit sich bringt. Wir feiern schließlich an Weihnachten nichts geringeres als die Rückkehr des Lichtes und das (neue) Leben!

Wir freuen uns im Dezember auf:

* die 24 Tage des Advents, die dieses Jahr bei uns durch einen Wichtel begleitet werden
* den Barbara-Tag (die heilige Barbara steht für Hoffnung) am 04.12. An diesem Tag schneiden wir Zweige von Obstbäumen und Forsythie und stellen sie in warmes Wasser. Die Wärme weckt die (unsichtbare) Kraft des Lebens, die in den blattlosen Zweigen steckt. Vielleicht blühen sie pünktlich zum Weihnachtsfest!
* den Nikolaus-Tag! Stiefel und Strümpfe werden in der Nacht zum 6. 12. mit allerlei Leckereien gefüllt.
* den Lucia-Tag (die heilige Lucia bringt das Licht in der dunklen Zeit) am 13.12. Wir kleben oder gießen kleine Kerzen in Walnussschalen uns setzen sie ins Wasser (als Symbol für Lucia, deren Legende besagt, sie habe ein Schiff voller Lebensmittel zu einer Stadt voller hungernder Menschen gebracht.
* warme Strickpullis, Kerzenschein und Christstollen.
* den Weihnachtsmarkt. Besonders schöne Weihnachtsmärkte findet man oft auf Burgen oder Schlössern und im Freilichtmuseum!
* das Wunschzettel schreiben (und malen).
* Bratapfel- Essen mit Freunden (das hat schon Tradition).
* Plätzchen backen und Weihnachtslieder singen.
* den Tannenbaum aussuchen (ein Bekannter von uns hat eine Tannenbaum-Plantage).
* das Schmücken des Hauses.
* Schnee!!
* die Vogelfütterung im Garten.
* das Adventsgärtlein im Kindergarten (so schön!).
* die Weihnachts- und Winterbücher, die endlich wieder in das Bücherregal dürfen.
* Geschenke basteln, Weihnachtskarten verschicken und lieben Menschen eine Freude machen.
* die längste Nacht im Jahr. Winter-Sonnenwende.
* Heiligabend und Weihnachten.
* die ruhige Zeit zwischen den Tagen.
* Silvester

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Ich wünsche Euch einen wunderbaren Dezember ♥!

 

Liebe Grüße

Leni

 

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Freutag

Der Adventswichtel und andere Vorbereitungen

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Der Advent naht mit großen Schritten (schon wieder so plötzlich, oder nicht?) – am Freitag ist bereits der erste Dezembertag. Zeit um den Adventskalender zu befüllen (aber noch nicht aufzuhängen; 2jährige sind einfach viel zu neugierig). Dieses  Jahr gibt es wieder eine Mischung aus Süßem und „Aktions“-Gutscheinen (also zum Beispiel Eislaufen gehen, Plätzchen backen, einen Weihnachtsmarkt besuchen, etc.) und zwei neuen Büchern (die sind auch bald in der neuen Bücherliste rechts dabei). Und: dieses Jahr haben wir einen Adventswichtel zu Besuch. Inspiriert durch die amerikanische, naja, Tradition, dem „Elf on the shelf“ zieht dieses Jahr ein Wichtel am ersten Dezember in unser Haus. Dieser Wichtel (der oben auf dem Bild zusehen ist und eher eine Waldorf-Ausgabe des Original-Wichtel ist) führt aber keine Liste darüber, wer nett ist oder immer sein Zimmer aufräumt und berichtet das dann dem Christkind, sondern begleitet uns einfach den Advent hindurch mit kleinen Rätseln und Aufgaben (zum Beispiel für die Nachbarn Plätzchen backen, jemandem ein Kompliment machen, etwas spenden, usw.). Und weil Wichtel von Natur aus gerne Schabernack machen, taucht unser Wichtel jeden Morgen woanders auf und verknotet mal die Schnürsenkel oder versteckt ein Adventskalendersäckchen. Die Jungs freuen sich schon sehr auf seine Ankunft und dürfen ihm dann auch einen Namen geben.

 

Durch die windigen Tagen vor dem Wochenende kamen viele Tannenzweige (und Bäume) runter – ein Spaziergang im Wald brachte uns somit den ersten adventlichen Schmuck (und Duft) ins Haus.

 

Und drei Dinge, die unweigerlich für uns zur Winter und Weihnachtszeit gehören, haben an diesem Wochenende auch schon Einzug gehalten: Zimtschnecken (das Rezept gibt es hier), das Waldschattenspiel (meine Jungs lieben es) und bunte Fenstersterne.

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Der kleine Wichtel darf sich bis Freitag noch in meinem Kleiderschrank ausruhen, dann ist sie wieder da. Die schöne Adventszeit.

 

Ich wünsche Euch einen guten Start in die Woche!

 

Liebe Grüße

Leni

 

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Montagsfreuden

Lieblings-Spielzeug

IMG_9946Mitte, Ende November. Es ist immer noch Herbst, aber der Übergang zum Winter, dem Advent, der Weihnachtszeit ist schon spürbar. Diese Zeit, diese letzten Tage im November, sind so angenehm ruhig. Alles läuft ein wenig langsamer und man kann sich auf das besinnen, was einem im Advent und in der Weihnachtszeit wichtig ist, um was es eigentlich geht. Nein, das sind nicht die Geschenke. Trotzdem machen wir uns so viele Gedanken darüber, wem wir mit was eine Freude machen können. Und das gehört auch einfach dazu, denn natürlich wäre Weihnachten ohne Geschenke kein „richtiges“ Weihnachten. Genauso wie sich der Beschenkte über ein tolles Geschenk freut, ist es für den Schenkenden beglückend zu sehen, dass er jemandem eine Freude gemacht hat. Doch was macht ein tolles Geschenk aus? Für uns Erwachsene mag die Antwort darauf recht, nun ja, individuell ausfallen. In der Regel wissen wir ja was wir uns wünschen und können unseren Wunsch äußern. Bei (kleinen) Kindern ist es etwas anderes. Das, was sie sich gerade im Moment wünschen (wenn sie sich überhaupt dahingehend äußern können), kann morgen wieder etwas anderes sein. Aber Geschenke wie Spielzeug sollten Kindern möglichst lange (oder nachhaltig) Freude bereiten. Gerade Eltern von kleinen Kindern stellen sich oft die Frage, was für Spielzeug sich für die Kleinen den besonders eignet. Jetzt, da mein viertes Kind aus dem Babyalter raus ist (seufz) und (oft) wunderbar mit den anderen Kindern mitspielt, kann ich tatsächlich sagen, es gibt einiges, mit dem meine Kinder eine lange Zeit gespielt haben und mit dem sie immer noch gerne spielen. Spielzeug, das die Fantasie anregt, zum Rollenspiel einlädt. Eins davon ist der Kaufladen und die Kinderküche.

Gefunden haben wir unseren Kaufladen damals in den Kleinanzeigen, als wir eigentlich einen gebrauchten Fahrradanhänger suchten. Er ist nicht besonders groß, nicht originell oder gar selbstgebaut, aber, mein Gott, ich weiß nicht wieviel imaginäres Geld ich dort schon gegen gefilzte Äpfel oder gestrickte Kürbisse eintauschen musste. Direkt neben dem Kaufladen steht die Kinderküche, mittlerweile schon die zweite, nachdem das Vorgängermodell (Marke Eigenbau) eine Matschküche (der Renner: Küche + Matsch) wurde. Wie und aus was man alles Kinderküchen bauen kann (sogar aus einem Stuhl!), kann man übrigens immer wieder staunend auf Pinterest bewundern.

Im Kaufladen und der Küche wird tatsächlich das Leben nachgeahmt. Wenn alle meine vier Kinder zusammen spielen, eröffnen sie wieder „ihr“ Restaurant. Die Schulkinder schreiben die Speisekarte, der Kellner nimmt die Bestellung auf, der Küchenchef kauft die Lebensmittel im Kaufladen und der Koch bereitet die Speisen zu. Gast, ist der, der gerade zur Verfügung steht (meistens der Opa). Oder sie veranstalten ein Picknick und bereiten einen Korb mit Essen und Trinken vor.

Die Utensilien der Küche und des Kaufladens sind peu à peu dazu gekommen. Mal habe ich ein paar Äpfel und Birnen genäht, mal Kürbisse gestrickt oder Porree gefilzt. Zu Weihnachten oder zum Geburtstag kamen dann ein Rührgerät und eine Kasse aus Holz dazu und jede Menge Holz-Klett-Gemüse. Im Frühling haben wir Holz-Eier für den Kaufladen bemalt, im Herbst kleine (recht bruchsichere) Fläschchen mit selbst gemalten Traubensaft- und Apfelsaft-Etiketten beklebt, und im Advent stehen Bienenwachskerzen und Nüsse zum Verkauf im Kinderkaufladenregal.

Es ist immer wieder eine Freude Kindern beim Spielen zu zusehen. Wie sie alles um sich herum vergessen, sich ganz dem Spiel widmen. Und wie phantasiereich sie doch sind. Eigentlich bräuchten sie wohl gar keinen Kaufladen um „Kaufladen“ zu spielen. Sondern nur ein paar Stühle und Tücher. Aber stellen wir uns doch nur einmal vor, unsere Kinder würden einen Stuhl und ein Tuch als Geschenk unter dem Tannenbaum auspacken. Nein, lieber nicht ;-).

 

Was sind Eure Spielzeugfavoriten?

Liebe Grüße ♥

Leni