Im Garten Mitte August

Mirabellenernte

Der August belohnt uns so reichlich. Nach den drei Wochen, die wir in Schweden waren, lief ich zu allererst in den Garten, um zu sehen was reif war, was wir verpasst hatten oder was die Sommerhitze nicht überlebt hatte. Und zum Glück mussten wir nur ein Todesopfer beklagen: den Rasen. Aber da man ihn nicht essen kann, was soll´s. So müssen wir ihn auch nicht mähen (und säen einfach im Herbst nochmal nach).

Kürbisleiter

Den Kürbissen hatten wir im Mai eine Leiter gebaut. Mit etwas Hilfe, klettern sie jetzt bis ganz nach oben und lassen ihre Früchte dekorativ baumeln. Das weckt in mir die Vorfreude auf den Herbst und auf Kürbissuppe.

Mangold

Wirsing

Die Fülle des Sommers. Mangold, Bohnen, Gurken, Möhren, Zwiebeln, Knoblauch und der erste Wirsing. Über einen Teil des Rot- und Weißkohls haben sich die Raupen so sehr darüber hergemacht, dass kein Blatt mehr übrig geblieben ist. Dafür schwirren jetzt sehr viel mehr Kohlweißlinge durch die Luft als vor unserem Urlaub ;-).

Und Mirabellen. Letztes Jahr trug unser Baum nicht eine einzige Frucht – dieses Jahr hängt er proppenvoll. Neben Kuchen und Kompott fehlt mir einfach die Zeit zur Verarbeitung (die Tomaten hängen ebenfalls in der Warteschleife), so dass ich wohl einen Teil einfrieren muss. Dachte ich. Bis meine Jungs eine Geschäftsidee hatten…

Mirabellen1

Aus einer alten Weinkiste und Kantholz bauten sie sich einen Mirabellen-Verkaufsstand!

obststandbauen

obstand

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Mit dem selbstgebauten Stand, den Mirabellen in Pappschachteln und viel Geduld setzten sie sich vor unser Haus auf die Straße und warteten auf Kundschaft (hier kommt nicht oft jemand vorbei). Und tatsächlich: ein paar Schachteln wurden sie los, wenn auch mehr verschenkt als verkauft. Aber es machte ihnen viel Spaß und zur Belohnung gab es dann warmen Mirabellenkuchen (mit Schlagsahne, yumyum).

Mirabellenkuchen

Neben dem Obst und Gemüse freue ich mich auch gerade sehr über die Blumen, Kräuter und die ersten Samen. Die Zinnien und Ringelblumen blühen unermüdlich und in immer neuen Farbvariationen. Damit ich für das nächste Jahr genügend Saatgut habe, sammele ich jetzt schon die trockenen Schoten von den Wicken, Radieschen und den Bohnen, den Samen von Dill und Fenchel, Kapuzinerkresse und Rucola und vielem mehr ein. Die Kräuter bündele ich zum Trocknen oder lege sie ausgebreitet auf ein Küchentuch. Bei den sommerlich-trockenen Wetter dauert es nur wenige Tage bis sie durchgetrocknet sind.

Sommerblumen

Zinnie1

Kräuter

Der August gehört definitiv dem Garten. So viel was abgeerntet und verarbeitet werden will (oder einfach direkt gegessen wird). So viel was gerade heranreift. Habe ich Euch schon von den Brombeeren erzählt oder den jetzt schon reifen Trauben (viel zu früh)? Ach, ich könnte hier noch so viel schreiben – aber die Küche wartet auf mich. Oder genauer gesagt, die Tomaten wollen zu Soße und Ketchup verarbeitet werden. Und dann ist heute auch wieder eine Sternschnuppen-Nacht. Das wird ein langer Abend…:-)

Ich wünsche Euch einen schönen Sonntagabend!

 

Liebe Grüße

Leni

 

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Gartenglück

Sternschnuppen-Nächte

Draußenschlafen

Wir hatten hier letzte Woche viele heiße Tage und tropische Nächte. So warm war es nachts, dass es uns allen schwer fiel zu schlafen (unser Schlafzimmer ist außerdem auch noch unter dem Dach). Also haben wir kurzerhand das Bettlager nach draußen auf die Terrasse verlegt. Hier geht stetig ein leichter Wind und es ist bedeutend kühler als im aufgeheizten Haus. Und: es war ein richtiges, kleines Abenteuer.

Statt der weißen, schnöden Schlafzimmerdecke, die wir sonst vor dem Einschlafen erblicken, schmückten nun unendlich viele funkelnde Sterne den Nachthimmel und ließen uns erahnen, wie klein wir eigentlich im Vergleich zum Universum sind.

Schon seit einiger Zeit habe ich die Stellarium App (unbezahlte, unbeauftragte Werbung) auf meinem Telefon. Das ist ein Planetarium, mit der Funktion Sternbezeichnungen, Sternbilder, Sternkonstellationen, Planeten und Satelliten für Deinen Standort anzuzeigen (auf dem Rechner ist die Anwendung kostenlos, als App leider nicht – aber es lohnt sich).  Und der Clou an der App ist, dass sich der Sternenhimmel immer wieder neu ausrichtet, je nachdem wohin ich mein Telefon halte. Außerdem kann man auch Planeten und Sterne heranzoomen. Mit Hilfe der App konnten wir die Sterne am Himmel zu Sternbildern zusammenfügen (und uns darüber wundern, was die Menschen damals am Himmel zu glauben sahen) und haben sogar Mars und Jupiter gefunden.

draußen schlafen

Jedes Jahr, um den 12. August herum, lohnt sich der Blick in den nächtlichen Himmel noch mehr. Man kann dann nämlich besonders viele Sternschnuppen sehen. Das sind die „Tränen des Laurentius“ oder auch Perseiden. Eigentlich sind die Sternschnuppen eine Staubspur, die ein Komet hinterlässt, und die jedes Jahr von der Erde gekreuzt wird. Sichtbar werden diese Staubteilchen als Sternschnuppen von Mitte Juli bis Ende August, doch jetzt, an diesem Wochenende, erreicht der Strom den Höhepunkt mit bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde. Der (vermeintliche) Ursprung der Sternschnuppen liegt im Sternbild Perseus (daher der Name Perseiden). Die Stellarium App braucht man übrigens nicht, um die Sternschnuppen zu finden. Es reicht, einfach in den (wolkenlosen) Nachthimmel zu blicken. Aber wer schon immer mal sein Tierkreiszeichen am Himmel erkennen wollte und wissen wollte, welche Satelliten über seinen Kopf kreisen – dem sei die App oder auch die Rechner-Version hiermit noch einmal empfohlen.

Wenn es das Wetter zu lässt, übernachten wir also am Wochenende wieder draußen. Und überlegen uns schon einmal, was man sich alles wünschen könnte 😉

Draußenschlafen

Ich wünsche Euch wunderbar sternenklare Wochenend-Sommernächte!

 

Liebe Grüße

Leni

 

 

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Samstagsplausch

 

 


Postkarte aus Schweden

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Elch

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Wohnmobile

Drei Wochen waren wir (zusammen mit Freunden) im Wohnmobil (gemietet) in Schweden und Dänemark unterwegs.

„Nehmt lange Sachen mit“, haben alle gesagt, die schon mal einen Sommer in Schweden verbracht haben. Und Mückenspray. So viele Mücken. Und die Seen dort sind so schön, aber viel zu kalt, um darin zu schwimmen. Doch dann kommt da dieser außergewöhnliche Sommer um die Ecke. Ein Rekordsommer. Viel zu heiß, viel zu trocken. Mit verheerenden Folgen für die Natur  – aber er bescherte uns einen wunderbaren Sommer voller Abenteuer und Freiheit. Das sind dann wohl die beiden Seiten einer Medaille. Wir hatten im Süden Schwedens nicht einen Tag Regen, keine Mücken und badeten in den schönsten Seen (selbst die Ostsee hatte Badewannentemperatur), die man sich vorstellen kann, während viele Wälder weiter nördlich in Flammen standen.

Michel

Sprung

Wikinger und Ronja Räubertochter, Elche und Burgen, Schiffe und Kletterbäume – ich glaube, wir hatten alles dabei was wilde Kinder begeistert. Und dazu die Freiheit der Ferien: barfuß den Tag verbringen, den Grillen beim allabendlichen Konzert lauschen, Schwimmen gehen beim Sonnenuntergang, den Sternenhimmel bestaunen, so lange schlafen wie man will. Und die Freiheit des Reisens: (fast) jede Nacht standen wir mit dem Wohnmobil an einem anderen Ort. Und immer am Wasser.

baden

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Wir fuhren über Dänemark die Ostküste Schwedens bis Stockholm hoch, dann zwischen dem Vänern und dem Vätternsee Richtung Göteburg und anschließend über die Westküste zurück nach Dänemark. So groß und so schön ist Schweden, wir hätten noch drei (sechs, zwölf?) Monate mehr gebraucht, um auch nur ansatzweise alles zu sehen, was dieses Land zu bieten und zu zeigen hat. Mitgenommen haben wir auf jeden Fall das Lebensgefühl. Das Sommergefühl. Die Unbeschwertheit, die Natürlichkeit, die Einfachheit.

sonnenuntergang

Ganz frei von Drama war der Urlaub dann aber doch nicht (wäre doch auch zu schön gewesen, oder?). Ein Sturz, eine fiese Platzwunde, eine Nacht in der Göteburger Kinderklinik. Mit der Erkenntnis, dass die Schweden, dich ich währenddessen kennengelernt habe, äußerst hilfsbereit und freundlich waren und man sich mit Englisch (und Händen und Füßen) überall verständigen kann. Und zum Glück dann doch nicht mehr als nur eine kleine Narbe zurückbleiben wird.

Knapp drei Wochen Sommerferien liegen jetzt noch vor uns (juhuu!). Zeit, die Schätze des Urlaubs zu sortieren, die Ferientagebücher fertig zu schreiben und die Freuden des Sommers weiterhin zu genießen!

 

Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende!

Liebe Grüße

Leni


5 Dinge

schmetterling

(Der Beitrag enthält unbezahlte, unbeauftragte, aber ehrliche Werbung)

5 Dinge, die mich gerade glücklich machen:

1.Schmetterlinge

Die Sommerblumen und die Sommerfliedersträucher im Garten blühen und versammeln die Schmetterlinge um und an sich. Kohlweißlinge, Zitronenfalter, Pfauenaugen, Distelfalter und sogar Landkärtchen, Kaisermäntel, Schwalbenschwänze und Admirale. Selbst mein wildestes Kind bleibt minutenlang wie gebannt stehen und beobachtet wie die Schmetterlinge ihren Rüssel flink von einer Blüte in die nächste tauchen – so faszinierend sind die bunten Falter. Und wer sich (wie ich) nicht sicher ist, welchen hübschen Schmetterling er gerade betrachtet, dem hilft diese Liste vom Nabu bestimmt weiter.

Beerentarte

2. Beerentarte

Die letzten Johannisbeeren, Stachelbeeren und Himbeeren zusammen mit den ersten Heidelbeeren aus dem Garten machen sich ganz hervorragend auf meinem Lieblingsbeerenkuchen. Und weil diese Beerentarte schon über Jahre hinweg der Hit bei uns zur Beerenzeit ist, gibt es hier noch einmal das Rezept dazu ;-).

blaubeeren2

3. Naturkindmagazin

Was, wenn es ein kostenloses Familien-Magazin geben würde für alle Naturliebhaber, Momentesammler, Selbermacher, Jahreszeitenzelebrierer, Natürlichkeitsbewunderer, Bio-Symphatisanten, Tierfreunde, Achtsamkeitsanhänger, Weltverbesserer und Kinderlachenverehrer? Es hätte einen Riesenerfolg! Und das freut mich sehr. Nicht nur, weil die Menschen, die hinter dem „Naturkindmagazin“ stehen (wie die liebe Rebecca) einfach total sympathisch sind oder die Mütter, die in der ersten Ausgabe zur Wort kommen einfach viel zu erzählen haben (wie die liebe Aline von http://www.urnaturaen.de), sondern auch weil alles in diesem Magazin einfach meinen Nerv trifft. Vielleicht auch Euren? Das „Naturkindmagazin“ gibt zum Mitnehmen bei vielen Bioläden oder Online unter http://www.naturkindmagazin.de.

Naturkindmagazin

erbsen

4. Erntefreuden

Jeden Tag mit meinem Korb in den Garten zu ziehen und eigenes Gemüse in die Küche zu bringen: ein Riesengeschenk! Und auch wenn es bei uns nicht wirklich ganz zur Selbstversorgung reicht, so hat sich unser Einstellung zu Lebensmitteln im Allgemeinen so grundlegend in den letzten Jahren dahin gehend verändert, dass wir sie viel bewußter konsumieren, verarbeiten und essen. Im Kindergarten sprechen die Kinder vor jeder Mahlzeit den schönen Spruch von Hans Christian Andersen auf: „Erde, die uns dies gebracht, Sonne die es reif gemacht. Liebe Sonne, liebe Erde, Euer nie vergessen werde.“ Und jedes Jahr, wenn ich das Obst und Gemüse heranreifen sehe, sehe wie aus einem kleinen Samen eine prächtige Pflanze heranwächst, dann empfinde ich genau diese Dankbarkeit.

erntekorb

5. Ferienbeginn

Morgen ist es so weit. Wer hätte gedacht, dass man dieses kribbelige Gefühl der Vorfreude auf die Sommerferien auch noch als Eltern haben kann? Zumindest geht es mir so. Unser To-Do-Liste hängt am Kühlschrank (ein paar Dinge darauf sind sogar schon abgehakt), die Wetterprognose kündigt ein Sommerhoch an und die Wassermelonen, Eis und selbstgemachte Limo lagern im Kühlschrank – wir sind bereit!

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Und damit verabschiede ich mich in die Sommerpause! Ich wünsche ich Euch eine wunderbare Ferien- und Urlaubszeit! Ich hoffe, Ihr könnt richtige viele tolle Momente sammeln, Sonne und Freude tanken und Zeit mit Eurer Familie verbringen. Und ich hoffe, dass wir uns bald wiedersehen! Entweder auf Instagram oder ab Ende August auch wieder hier. Bis bald!

 

Liebe Grüße

Leni

 

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Im Garten Anfang Juli

bunteKartoffeln

Herzliche Grüße aus dem Garten! Das Wochenende haben wir größtenteils dort verbracht. So viel was wir im April und Mai in die Erde gebracht haben, belohnt uns jetzt mit reichlicher Ernte (und das obwohl der Juni so trocken war) und will entweder sofort gegessen oder eingelagert, eingekocht und eingelegt werden.

einlegen

Während die Jungs draußen damit beschäftigt waren die Beete (und sich selber) ordentlich zu wässern, habe ich einen Teil der Gartenschätze in die Gläser gebracht. Für die Einlegegurken, die bunten Beete und vieles andere mehr (z.B. Bohnen, Zwiebeln, Blumenkohl) habe ich ein ganz einfaches (Mixed-Pickles-) Rezept:

1 l Wasser, 1/2 l Essig, 4 EL Zucker, 2 EL Salz und Gewürze (z.B. Senfkörner, Dillblüten, Pfeffer, Nelken) nach Geschmack. Den Essigsud aufkochen, Gläser sterilisieren, Gemüse und Gewürze in die Gläser schichten, Sud heiß darüber geben, Deckel draufdrehen und die Gläser stürzen.

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Ich liebe den Anblick des sich füllenden Vorratsregals. Auch wenn es für uns heute vielleicht keine so große Bedeutung mehr hat Vorräte für den Winter anzulegen, da uns zu jeder Zeit Lebensmittel zur Verfügung stehen, so löst dieses halbvolle Vorratsregal in mir doch ein Gefühl der Zufriedenheit und der Sicherheit aus. Vielleicht steckt in uns doch noch viel von unseren Vorfahren (oder vielleicht ein animalischer Eichhörnchen Instinkt?).

gurkensalat

Alles, was bereits an Einlegegurken zu groß geworden war (unter den Gurkenblättern verstecken sich die Früchte nur zu gerne) und nicht mehr in Gläser passte, habe ich zu einem Gurkensalat verarbeitet. Mit Joghurt, Dill und Borretsch – so herrlich erfrischend.

tomatenhand

Was nun (sehr zur Freude der Kinder) auch endlich reif geworden ist, sind die Tomaten. Vor einer Woche dachte ich noch, sie werden nie reif. So lange hingen sie grün (oder dunkel lila) an den Pflanzen. Doch dann schimmerte plötzlich bei den ersten Früchten die Farbe durch und es ging ruppdiwupp.

Selten schafft es übrigens eine von den kleinen Tomaten in die Küche – gerade die Wildtomaten und die Kirschtomaten sind so süß und aromatisch, dass sie von der Hand direkt in den Mund wandern. Und das muss auch so sein, finde ich. Tomatensoße und Sugo lassen sich eh viel besser aus den dicken Strauch- und Fleischtomaten herstellen.

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Bei Erbsen kann man den richtigen Zeitpunkt für die Ernte sehr leicht erkennen (die Erbsen zeichnen sich unter Schote dann ein wenig ab). Den richtigen Zeitpunkt um (Früh-)Kartoffeln zu ernten, kann ich mir nie merken. Muss das Kraut gelb sein? Oder reicht es, wenn die Blüten verwelkt sind? Oder muss die Pflanze noch blühen? So kommt es, dass wir jedes Jahr spätestens Anfang Juli anfangen ein paar Kartoffeln auszugraben, um nach zu schauen, ob sie schon groß genug sind (Geduld ist nicht so unsere Stärke). Sind die Jungs dann einmal in Goldgräberstimmung gekommen, ist es immer schwer sie zu bremsen. So auch dieses Wochenende. Ist es doch fast wie Magie, dass an der Stelle, an der wir die eine Kartoffel im Frühjahr vergraben haben, im Juli plötzlich 5 oder 8 Kartoffeln liegen, und darauf warten wie ein Schatz aus der Erde gehoben zu werden.

Kartoffelernte

So viel mehr könnte ich Euch noch aus dem Garten erzählen und zeigen. An jeder Stelle poppt gerade irgendetwas auf oder hoch. Blumen, Bohnen, Zucchini. Oder ist von heute auf morgen verschwunden. So wie mein Knoblauch. Dort wo er gestanden hat, sind jetzt nur noch Löcher (ich habe sehr stark Familie Wühlmaus in Verdacht). Die Jungs werden sich sicher auf die Lauer legen…

Wie sieht es bei Euch gerade im Garten aus? Ich würde mich sehr über Eure Berichte und Geschichten freuen. Oder habt Ihr einen Blog? Dann hinterlasst doch einfach einen Link in den Kommentaren, so dass wir alle vorbei schauen können :-)!

 

Liebe Grüße

Leni

 

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Ferientagebücher für Schweden

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(Beitrag enthält unbezahlte, ehrliche Werbung)

Wenn ich an die Ferien aus meinen Kindertagen denke, dann fällt mir als erstes Italien ein. Viele Jahre sind wir dort jeden Sommer hingefahren. Eine gefühlt endlos lange Fahrt war das damals in unserem weißen VW Passat, mit dem Gummi-Geruch der rot-blauen Luftmatratze im Kofferraum, ohne Klimaanlage, aber mit Sonnencremeduft auf der Haut. Als ich älter war, ging es jedes Jahr auf einen Reiterhof in den Westerwald. Erst ohne, später sogar mit eigenem Pferd. Das Leben kann eben doch ein Ponyhof sein. Zumindest für eine oder zwei Wochen. Der Abschied davon fiel immer schwer, doch es blieben viele, lange Brieffreundschaften und Erinnerungen an Abenteuern, Nachtwanderungen und Lagerfeuern (neben Pferdebissen und Blasen an den Fingern, weil die Reithandschuhe schon am ersten Tag verschwunden waren). Ja, Ferien sind die tollste Zeit im Jahr. Ich könnte Euch nicht mehr sagen, wie meine Religionslehrerin in der Grundschule hieß, oder der Erdkundelehrer auf dem Gymnasium, aber mein allererstes Pflegepferd im Urlaub war ein kleiner, rotzfrecher Schimmel namens Nero.

Für uns geht es dieses Jahr mit Freunden und zwei Wohnmobilen durch Südschweden. Und damit diese Zeit auch wirklich „unvergessen“ bleibt, gibt es dieses Jahr wieder Ferientagebücher für die Jungs.

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Hier werden Fotos eingeklebt, Bilder gemalt, Eintrittskarten und Souvenirs gesammelt. Und schon einmal vorab notiert, was auf jeden Fall mit muss. Fehlt eigentlich nur noch die Zahnbürste…

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Was auch auf jeden Fall mit muss, sind natürlich Bücher. Wenn wir nun bald ins Land der wilden Blaubeeren aufbrechen, darf „Lasse im Blaubeerland“ nicht fehlen. Genauso wenig wie die tollen Geschichten von Astrid Lindgren.

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So hip wie in diesem Buch wird es irgendwie nicht aussehen, wenn wir unterwegs sind, aber die Rezepte sind einfach toll (ich sag nur Popcorn über dem Lagerfeuer).

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Für uns alle ist es das erste Mal, dass wir mit einem Wohnmobil unterwegs sein werden. Und das erste Mal in Schweden. Auf unsere Tourplanung steht das Wikingermuseum in Malmö, Vimmerby, Stockholm und Göteburg. Wenn Ihr noch Tipps habt für uns Camping-Frischlinge und Schweden-Ersttouristen, dann bitte immer her damit!

Liebe Grüße ♥

Leni


Hallo lieber Juli!

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Der Juli strahlt in allen Blautönen. Blau wie das Wasser im Meer, der wolkenlose Himmel, die Blaubeeren und die Kornblumen, der Rittersporn, der Lavendel. Das Leben ist im Juli so herrlich leicht. Die Ferienzeit ist für viele bereits da oder fängt im Juli an. Jetzt werden große Abenteuer geplant oder es wird einfach nur in den Tag hinein gelebt.
Die Gemüsebeete sind jetzt üppig gefüllt, die Vielfalt an Obst aus dem Garten, vom Markt oder aus südlicheren Ländern ist im Juli überwältigend. Wir versuchen den süßen Geschmack des Sommers zu konservieren, in dem wir die Opulenz des Juli in Gläser abfüllen. Und sind am und im Wasser. Ob im Kleinen, in Eimern, Gießkannen, in Bewegung im Bach oder Fluß oder im ganz Großen am See oder Meer – Wasser hat für Kinder etwas magisches an sich.

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Wir freuen uns im Juli auf:

* Ferien! Ferien! Ferien! Hier in NRW ist es Mitte des Monats soweit.

* Wasser. In jeglicher Form. Meer, Fluss, See, Teich, Bach, Planschbecken, Rasensprenger, Zinkwanne. Denn statistisch gesehen hat der Juli die meisten Sonnenstunden und die heißesten Tage.

* Blaubeeren, Wassermelonen, Pfirsiche, Aprikosen, Nektarinen.

*Korn- und Strohballenfelder.

* lange, laue Nächte.

* Gemüse! Bohnen, Zucchini, Brokkoli, Mangold, Gurken, Fenchel, rote Beete, Salate und die ersten Tomaten (habe ich was vergessen?)!

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* selbstgemachtes Eis. Geht so einfach – ist so lecker!

* die ersten Kartoffeln.

* die letzten Sommerfeste vor den Ferien.

* Kirschen. Die schmecken jetzt im Juli einfach so richtig gut. Und fordern uns auch athletisch heraus: im Kirschkern-Weitspuck-Wettbewerb. Wenn man die Kerne wieder einsammelt, abkocht und trocknet, kann man sie übrigens noch für selbstgemachte Kirschkern-Kissen verwenden (und hat so auch wieder ein Stück Sommer konserviert).

* Sonnenblumen, Zinnien, Cosmeen, Löwenmäulchen, Rittersprorn, Phlox und Hortensien. Und noch viele andere Sommerblumen stehen jetzt in voller Blüte.

* Schätze vom Strand. Muscheln, Steine, Treibholz. Für den Jahreszeitentisch oder zum Basteln.

* aufs Einmachen. Natürlich Marmelade und Gelee, aber auch rote Beete und kleine Einlegegurken kommen jetzt ins Glas.

* Lagerfeuer und Sternenhimmel.

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Meine Kinder haben für die Ferien immer „große“ Pläne. Deshalb schreiben wir jedes Jahr eine Sommerferien-To-Do-Liste. Aber nicht alles auf die Liste muss unbedingt gemacht werden, wir sammeln einfach gerne Ideen und freuen uns so noch mehr auf die Ferienzeit. Unsere Liste vom letzten Jahr ist hier.

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Ich wünsche Euch einen wunderbaren Juli!

 

Liebe Grüße

Leni

 

 

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Sonntagsglück

Kräuterzeit

Kräuterbündel

Auf der einen Seite genießen wir die Fülle des Sommers, die bunten Blumen, das reichliche Angebot an Obst und Gemüse, die vielen verschiedenen Kräuter, auf der anderen Seite müssen wir jetzt schon ein wenig an den Winter denken. Das erinnert mich an die Maus Frederick von Leo Lionni (muss ich das jetzt als Werbung kennzeichnen? – also gut: Werbung, unbezahlt), die, während alle anderen Mäuse Essen für den Winter horten, Farben und Erinnerungen sammelt. Vielleicht ist gut, sich einen Vorrat von beidem anzulegen. Und vor allem auch an Kräutern.

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Überall bei uns verteilt hängen und trocknen gerade Kräuter. Für meinen Gewürzschrank – z.B. Liebstöckl (für Wintersuppen), Rosmarin, Bohnenkraut, Thymian, Oregano (Pizza), Minze und Salbei, Estragon im Essig.  Für meine Teemischungen – z.B. Ringelblumen, Malven, Kornblumen, Beerenblätter, Zitronenverbene, Minze, Fenchel, Frauenmantel.

Da es gerade jetzt im Sommer so viele Kräuter sind, die ich konservieren möchte, habe ich mir aus Stöcken (wenn wir eins durch die Jungs immer im Garten haben, dann sind das Stöcke) und Haken zum Eindrehen mehr Platz zum Trocken von Kräutern geschaffen.

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Für Ölauszüge, Salben und Tinkturen – z.B. Johanniskraut, Ringelblumen, Spitzwegerich.

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Und für Räucherbündel. Das mache ich allerdings zum allerersten Mal. Aus dem Garten und von der Wiese hinter unserem Haus habe ich mir eine Königskerze, Beifuß, Rosmarin und Salbei besorgt und mit Naturfaserschnur zu länglichen Bündeln zusammengeschnürt (mit ein wenig Übung sehen sie vielleicht bald noch besser aus).

Räuchersticks

Nun trocknen die Bündel hängend, werden danach bis zum Winter aufgehoben und dann zur Reinigung zwischen den Jahren oder zum Jahresanfang geräuchert. Ich bin gespannt!

Kräuterstrauß

Wenn man einmal in die Welt der Kräuter, ihre Heilwirkungen und ihren Geschmack eingetaucht ist, kommt man aus dem Staunen (und dem Sammeln) kaum wieder heraus. Zumindest geht mir das  so. Denn nicht nur unsere Gemüsebeete werden jedes Jahr größer, auch die Kräuter bekommen jedes Jahr mehr Platz.

Ich wünsche Euch ein traumhaftes Sommerwochenende!

Liebe Grüße

Leni

 

 

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Caros Grünzeug

Johannisfest

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Unser Wochenende stand im Zeichen der Sommersonnenwende. Der Jahreskreis ist nun zur Hälfte beschritten, die Sonne hat ihren höchsten Stand. Die längsten Tage und kürzesten Nächte im Jahr haben die Menschen schon vor Hunderten von Jahren zum Feiern angeregt. Mit dem 24. Juni legte die Kirche über die heidnischen Sommersonnenwendenfeste den Geburtstag des Täufers Johannes. Das Johannisfest liegt der „heiligen Nacht“, dem „Heiligabend“ am 24. Dezember, im Jahreskreislauf genau gegenüber.

Blumenkränze für die Kinder, Sonnenbrot, Lagerfeuer, Kräuterbuschen, Glühwürmschensuche und Johannisbeeren. Wir feiern jedes Jahr unser eigenes kleines Johannisfest und laden uns liebe Freunde dazu ein. Dieses Jahr mussten wir das Johanni-Feuer und die Glühwürmchensuche leider absagen, genauso wie das gemeinsame Essen im Garten (das Essen fand dann einfach im Haus statt) – der Regen machte uns einen Strich durch die Rechnung.

Johannisbeeren

Was aber auf jeden Fall blieb, war unsere traditionelle Johannisbeerenernte. Die schon dunkelroten, süßen Beeren, haben wir während einer Regenpause geerntet und zusammen verarbeitet.

Johannisbeerenpflücken

Fast 3 kg Johannisbeeren wanderten durch die Hände (und in die Münder) der Kinder. Den größten Teil kochten wir als Gelee ein. Mit dem süßen Duft dampfender Beeren in der Nase, erinnerten wir uns daran, wie viel Freude uns im Winter der Geschmack des Sommers in Form von Marmeladen und Gelees doch macht. Ach, wenn man doch den ganzen Sommer irgendwie konservieren könnte…

Johannisbeergelee

Der andere Teil der Johannisbeeren wanderte auf den Kuchen. Das Rezept dafür ist ganz einfach, die Kombination aus süßen Mandel und säuerlichen Beeren einfach mhhhh.

Johanisbeerkuchen

Für den Teig:
250gr Sahne
150 gr Zucker
1 EL (oder 1/2 Päckchen) Vanillezucker
300gr Mehl
4 Eier
1 Prise Salz
Zitronensaft
Alles verrühren, auf ein gefettetes Backblech streichen und bei 200 Grad Umluft 15 Minuten backen.
Für den Belag:
125 gr Butter
150 gr Zucker
1 El Vanillezucker (oder 1/2 Päckchen)
4 EL Milch
200 gr gehobelte Mandeln
200-300 gr Johannisbeeren
Belag auf den vorgebackenen Kuchenteig streichen, Johannisbeeren verteilen und abermals bei 200 Grad 10-15 Minuten im Ofen backen.

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Um die Sommersonnenwende herum ernten wir auch viele Kräuter aus dem Garten als Gewürzmittel, für  Teemischungen, Salben und Räucherbündel. In einem der nächsten Beiträge erzähle ich Euch mehr darüber :-).

Liebe Grüße

Leni

 

Wie andere Familien das Sommersonnenwen-Wochenende verbracht haben,
kann  man bei WiB nachlesen.

 


Mhh, Radieschenschoten! Plus zwei leckere Varianten sie zu essen.

Rattenschwanzradieschen

Wir haben im Frühjahr wirklich viele Radieschen in diesem Jahr geerntet. Milde, scharfe, weiße, senfgelbe, violette, rosa-weiße, dicke runde und längliche. Auch bei den Radieschen findet man eine große Vielfalt, wenn man danach sucht (und gerne Radieschen isst ;-). Als aber der Mai mit seinen wunderschönen und heißen Tagen ins Land zog, konzentrierten sich die Radieschen nicht mehr auf die Knollenbildung, sondern fingen an Blütenstengel gen Himmel zu schieben. Damit ist das Radieschen an sich futsch, schließlich befindet sich in der Erde jetzt keine saftige Knolle, sondern nur eine holzige Wurzel. Aber: es gibt drei Gründe die Radieschenpflanze jetzt trotzdem im Beet stehen zu lassen.

1. Die schönen weißen und rosa farbenden Radieschenblüten sind überaus beliebt bei Bienen, Schmetterlingen und anderen Insekten.

2. Lässt man die Pflanze sich versamen, hat man direkt Saatgut für das nächste Jahr.

3. Radieschenschoten sind super lecker! Sobald die Blüten verblüht sind, wachsen an deren Stelle grüne Schoten. Diese sind erst lang und dünn, bevor sie später knubbelig werden. Und genau dann, wenn sie nicht mehr ganz dünn, aber auch noch nicht knubbelig und gelb sind, dann schmecken sie richtig knackig. Wonach? Na, nach Radieschen!

Wir verwenden sie einmal roh im Salat, zum Snacken für zwischendurch oder kurz angedünstet. Und das sind meine zwei Lieblingsrezepte mit Radieschenschoten:

Bulgursalat mit Radieschenschoten

Bulgursalat

Den Bulgur nach Packungsanweisung zu bereiten, den Spargel blanchieren, das übrige Gemüse klein schneiden. Für das Dressing 3 EL Öl (ich nehme gerne Raps-, oder Olivenöl) mit 2 EL Weißweinessig, 1 TL Senf, Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker verrühren und abschmecken. Ich nehme den Salat gerne im Glas mit zum Picknicken oder gebe ihn meinen Mann mit für die Mittagspause. Dafür fülle ich unten das Dressing rein und schichte dann angefangen mit dem Bulgur die Zutaten in das Glas. Kurz vorm Verzehr einfach das Glas schütteln und den Salat dadurch vermischen.

SalatimGlas

Reispfanne mit Radieschenschoten

Reispfannezutaten

Den Reis nach Packungsangabe zubereiten. Alle anderen Zutaten in einer Pfanne mit Olivenöl und ein wenig Wasser andünsten. Mit dem garen Reis die Pfanne auffüllen und mit Salz, Pfeffer und (wer mag) ein wenig Soja-Sauce abschmecken.

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Beide Gerichte sind vegan und genauso wie sie sind super lecker. Zum Bulgursalat passen aber auch prima ein paar Fetawürfel und in die Reispfanne gebe ich gerne noch ein Ei dazu (wenn wir gerade eins da haben ;-)).

Radieschenblüten

Also: nicht mehr ärgern über im Beet vergessene oder plötzlich geschossene Radieschen, sondern sich einfach Radieschenschoten knabbern 🙂

 

Liebe Grüße

Leni

 

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Gartenglück