Wochenende in Bildern

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Ein herrliches Herbstwochenende. Der Oktober schenkt uns für ein paar Tage den Spätsommer, den der September uns verwehrt hat. Und das, mit einer großartigen Kulisse aus buntem Laub (sind die Farben nicht der Wahnsinn?).

 

Solche Tage locken mich zur Gartenarbeit nach draußen. Alles das, was bisher noch nicht an Frühlingsblühern (und Knoblauch) in Erde gekommen ist, habe ich gestern noch schnell gesteckt. Der Kohl bekommt durch die warmen Tage nochmal einen richtigen Schub und in unserem Korb landeten neben Kohlrabi noch Salat, Spinat, Wirsing und Weißkohl. Letzteren verarbeite ich die nächsten Tage zu Sauerkraut, alles andere kam auf den Mittagstisch.

 

Währenddessen halfen die Kinder dabei das Laub aufzurechen und fütterten die Ziegen vom Nachbarn (bewaffnet mit Schwertern und Schilden – Jungs eben :-)). Mit einem Teil des Laubes haben wir auch unser Igelhaus wieder ausgestattet, in der Hoffnung, dass wir diesen Winter einen stacheligen Gast dort haben werden.

 

Die Krönung für so einen Bilderbuch-Herbsttag ist natürlich: ein Lagerfeuer! Und noch schöner, wenn Freunde vorbeikommen.

 

Ich wünsche Euch einen schönen Sonntagabend!

Liebe Grüße
Leni

 

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Geborgen wachsen
Karminrot

Ein kleines Strickprojekt

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Mein (kleines) Lieblingsstrickprojekt gerade. Stulpen! So herrrlich einfach zustricken, wenn man ansonsten wenig Zeit zum Stricken findet (und man kann die Wollreste aufbrauchen). Nachdem die Jungs bereits eine (ordentliche) Auswahl an selbstgestrickten Mützen und Schals haben, fehlen eigentlich nur noch Stulpen und Pulswärmer. Und da meine Jungs es „schlicht“ mögen, stricke ich sie ohne Muster, Bommel oder anderen Verzierungen. Nur am oberen und unteren bekommen sie Bündchen, damit sie besser halten. Das erste paar Beinstulpen für meinen Kleinsten ist vor einer Woche fertig geworden, und seit dem müssen die „Tulpen“, wie er es ausspricht, immer mit.

 

Habt einen schönen Freitag!

Liebe Grüße

Leni

 

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Maschenfein

Herbstschätze – und was man daraus machen kann!

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Kein Spaziergang, kein auch nur kurzer Gang nach draußen, ohne das Sammeln von Herbstschätzen. Die Kinder (und auch Erwachsene :-)) werden magisch angezogen von den glänzenden Kastanien, den herunterfallenden Nüssen, den bunten Blättern und leuchtend roten Hagebutten. Ob in den Hosentaschen, den Gummistiefel (wirklich) oder einem Korb –  wir bringen immer etwas mit nach Hause. Doch, was kann man eigentlich mit den gesammelten Schätzen machen?

Die schönsten Herbstschätze und was wir daraus machen:

  • bunte Blätter

An Ort und Stelle machen wir gerne Laubkronen aus den Blättern (funktioniert gut mit großen Ahorn- oder Platanenblättern). Möchte man die Blätter länger aufheben, muss man sie pressen, um ihre Farbe und Form zu erhalten. Das dauert allerdings (bis sie völlig durchgetrocknet sind) ein-, bis zwei Wochen. Sind die Blätter dann gepresst, kann man sie wunderbar in einer Leuchtbox wie hier austellen oder Tiere daraus basteln wie hier. Schneller geht es jedoch indem man die Blätter in einem Tauchbad in (Bienen-)Wachs konserviert (wie nehmen dafür geschmolzene Kerzenreste). Dann kann man die Blätter zu einer Girlande binden wie zum Beispiel hier.

 

  • Eicheln und Eichelhüte

Die Hütchen von den Eicheln haben es mir jedes Jahr besonders angetan. Die fehlende Eicheln werden einfach gefilzt, gehäkelt oder durch eine Murmel ersetzen und als Kette tragen. Oder, wenn man richtig viele Hütchen gesammelt hat, lassen sich mit den Hütchen ganze Bilder oder Bilderrahmen gestalten.

  • Stöcke und Äste

Die Stöcke und Äste (die bei uns nach jedem Spaziergang vor unserer Tür zu finden sind) trocknen wir zunächst einmal. Danach werden sie in kleinere Stücke zersägt (in Scheiben und Stücke). Aus ihnen lässt sich zum Beispiel ein Postkartenhalter machen (das geht übrigens auch mit einer Handsäge ;-)). Oder ein Diorama.

  • Lampionblumen

Leider findet man diese Herbstschönheiten nicht so einfach im Wald und auf der Wiese. Aber es lohnt sich ihnen einen kleinen Platz im Garten zu überlassen (gerne im Schatten). Sie sind äußerst genügsam und langlebig. Und mit ihren leuchtend orangefarbenen Lampions lassen sich schöne Gestecke und Kränze binden. Aber auch einfach auf den Jahreszeitentisch oder in einer Schale drappiert, bringen sie Herbstfarben ins Haus.

 

  • Ahornnasen

Sehr süß ist die Idee mit den Ahornnasen-Libellen. Man kann sie aber auch gut auffädeln und als Girlande aufhängen.

  • Haselnüsse

Frische Haselnüsse sollte man am besten trocknen lassen (ausgebreitet), sonst fangen sie an zu schimmeln (gilt genauso für Walnüsse und Kastanien). Die beste Verwendung für die Haselnüsse ist natürlich sie zu essen. Vielleicht geröstet für Nuss-Nougat-Creme?  Oder gemahlen für die Weihnachtsbäckerei? Wer dann noch ein paar Nüsse abzweigen kann, bastelt diese Haselnuss-Pfeifenreiniger-Eichhörnchen.

 

  • Hagebutten

Habt Ihr schon mal Hagebuttenmarmelade probiert? Göttlich. Finde ich. Da man sie häufig nur im Feinkostladen findet (zu entsprechenden Preisen), lohnt es sich sie selbst herzustellen. Ein praktisches Rezept gibt es hier. Und auch Hagebuttentee (kein Vergleich zum Schullandheimtee aus Kindertagen) lässt sich ganz einfach aus den roten Früchten machen. Ob mit oder ohne Kerne ist Geschmackssache (ich puhle sie immer raus), wichtig ist nur, dass man die Früchte gut durchtrocknen lässt (z.B. im Backofen).

  • Walnüsse

Auch hier lautet natürlich der Verwendungszweck: knacken und essen. Manchmal sitzen wir alle ganze Winterabende bei Kerzenschein zusammen am Tisch, erzählend und Nüsse knackend. Wenn man die Nüsse vorsichtig knackt, so dass man zwei halbe Nussschalen hat (das kann bei uns nur meine Mann), lassen sich niedliche Betten für Wichtelkinder oder Eulenhöhlen herstellen. Oder man füllt Bienenwachs in die Schalen und hat kleine (schwimmende) Kerzen.

 

 

  • Zapfen

Ob groß oder klein, länglich oder oval. Zapfen sehen an sich schon so herbstlich/winterlich aus. Wir lagern sie gerne in einem großen Korb oder verknoten sie zu einer Girlande. Hat man dazu noch ein paar Kerzenreste übrig, eignen sich die Kiefernzapfen auch gut als Kaminanzünder.

  • Bucheckern und Bucheckerhülsen
  • Erlenzapfen

Aus Zapfen, Eicheln, Nüssen und Stöcken lassen sich kleine Tiere (oder ein ganzes Tiergehege) und Männchen basteln, Kürbisse verzieren oder ganze Feen- und Wichtelhäuser einrichten.

 

  • Zieräpfel und kleine Äpfel

Wir haben gleich mehrere Zieräpfelbäumchen in unserem Garten. Nicht nur weil sie im Frühling so wunderbar duftend blühen oder man aus den Früchten (habe ich zumindest mal gelesen) Zierapfelgelee machen kann, sondern weil diese kleinen Äpfel bis in den Januar am Baum hängen bleiben und den Vögeln als Futter dienen. Ein paar Äpfelchen pflücken wir uns aber dennoch,  z.B. als Schmuck für Gestecke und Kränze.

  • Samenstände von Mohn, Clematis

Die wilden Clematis-Ranken findet man recht häufig am Wegesrand, oft verwoben mit Sträuchern. Ein einfache, wie zauberhafte Idee, ist daraus ein Windlicht zu machen. Sehr keck sehen dagegen kleine Gesichter auf den Samenständen des Mohns aus, die  Mohn-Blumenfrauen. Überhaupt sehen die Mohnkapseln außergewöhnlich aus, und machen sich hervorragend als Naturstempel.

  • Kastanien

Oh ja, um Kastanien kommt man im Herbst nicht drumherum. Der Glanz und die Haptik verleiten uns einfach dazu sie mitzunehmen. Bis sie ganze Körbe füllen. Leider verlieren sie aber auch schnell wieder ihren Glanz; nachhelfen kann man dann mit etwas Öl. Und will man nicht Horden von Kastanienmännchen auf dem Fensterbrett stehen haben, bleiben einem noch folgende Möglichkeiten: Mandalas legen (sehr entspannend), Kastanien-Raketen basteln, Kastanienketten auffädeln oder Waschmittel daraus machen (aus eigener Erfahrung muss ich aber leider sagen, dass die Kastanien keine Super-Flecken-Entfernungskraft haben, aber für leichten Schmutz durchaus brauchbar, kostenlos und öko). Und bevor die Kastanien zu schimmeln anfangen: Wildparks freuen sich in der Regel über (nicht schimmelige) Kastanien und Eicheln für die Tiere.

 

Vielleicht war ja die ein oder andere Idee für Euch dabei?

 

Liebe Grüße

Leni

 

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Creadienstag
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Caros Grünzeug

 


Wochenende in Bildern

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Unser Wochenende war reich an Regen und Wind, mit wunderbar blauem Himmel und sanften Licht. Durch und durch herbstlich.

Immer mit Korb und Taschenmesser unterwegs. Auf der Suche nach Herbstschätzen.

Es ist die frühe Dunkelheit und die Kälte am Morgen und am Abend, die uns daran erinnert, dass der Winter naht. Aber der Nachmittag, mit seiner Wärme und der Sonne, erinnert uns an den Sommer (und meine Jungs nehmen das wortwörtlich). Und es sind diese Bilder, diese Freude, dieses wunderschöne Licht, diese Farben, die uns einhüllen und die uns als Erinnerung bleiben. Für die langen, kalten Winterabende.

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Da ist so viel Schönheit um uns herum, die wir manchmal in alltäglichen Hektik nicht sehen. Soviel zum Innehalten, Genießen, Erinnern (frei nach Soulemama) 🙂

Habt einen guten Start in die neue Woche.

Liebe Grüße

Leni

 

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Im Garten Anfang Oktober

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Die letzten Wocen waren (relativ) warm und regenreich, und boten damit nicht nur ein ideales Wetter für Pilze, sondern auch für die letzten Bewohner der Gartenbeete. Jeder warme Tag mahnte mich daran, die Beete weiter aufzuräumen, die Beerensträucher zurückzuschneiden und zu düngen, den Knoblauch endlich zu stecken und die Salate und Bohnen abzuernten, bevor der erste Frost kommt.

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Wieviel Knoblauch man über das Jahr braucht, wieviele Zehen (oder Knollen) man also im Herbst in die Erde versenkt, damit man immer ausreichend davon in der Küche hat, ist ein Erfahrungswert. In den ersten Jahren hatten wir so viel Knoblauch – wir hätten die ganze Straße damit versorgen können (okay, das ist vielleicht übertrieben, aber es war viel). In den letzten Jahren reichte die Ernte nur für 2 Monate. Mittlerweile stecken wir im Herbst Zehen von drei Knollen in die Beete,verteilen noch einmal 2- 3 Knollen zwischen den Erdbeerreihen und pflanzen noch einmal ein paar Zehen im Frühjahr zwischen den ersten Salat – und haben (wenn alles gut läuft) genau die richtige Menge für unseren Bedarf. Wir pflanzen übrigens keine Saatknollen, sondern Knoblauch vom Markt. Der stammt zwar oft aus Frankreich oder Spanien, aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass er auch mit unserem Klima gut zurecht kommt, wenn man ihn im Spätherbst mit einer Mulchschicht (zum Beispiel aus Laub) zudeckt.

 

Jetzt, wo die Nächte schon richtig kalt sind, und ich morgens und abends gerne mit einer Tasse Tee in der Hand am Tisch sitze, pflücke ich noch schnell die letzten Kräuter und Blätter aus dem Garten. Himbeerblätter, Melisse, Salbei, Tymian, Zitronenverbene, aber auch Hagebutten und Ringelblumen. Denn diese kalten Nächte erinnern mich auch immer daran, dass der Frost all das bald wieder vergehen lässt. Also, rasch an die Arbeit!

 

 

* * *

Wie sieht es in Eurem Garten, auf Eurem Balkon aus? Wenn Ihr auch Fotos oder Geschichten aus Eurem Garten sammelt, teilt sie doch mit mir/uns. Hinterlasst einfach einen Link zu Eurem Blog/ zu Eurer Seite in den Kommentaren, so dass wir auch einen Blick in Euren Garten werfen können. Oder habt Ihr Tipps oder Erfahrungen zu einem Gemüse (Obst, Kraut, Nützling, Schädling, etc) oder ein Rezept? Immer her damit 😉

 

Liebe Grüße

Leni


Hallo Oktober!

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Wenn das Jahr ein Musikstück wäre, wäre der September das Crescendo, das allmähliche Lauterwerden der Musik. Die ersten Blätter verfärben sich, das satte Grün des Frühlings und des Sommers weicht den Farben des Herbstes. Der Oktober aber ist der Höhepunkt des Stückes, laut, bunt und wild. Manche Bäume sehen aus als stünden sie in Flammen – so spektakulär ist ihr Laubwerk in rot, orange und gelb. Ebenso leuchten uns die Hagebutten, Vogelbeeren und Schlehen und Sanddorn entgegen. Der Herbstwind rüttelt an den Bäumen und schmückt die Wege mit einem raschelnden Blätterteppich. Die Natur zündet ein letztes Feuerwerk ab, bevor im November die Töne wieder ruhiger werden.

Die kalten Temperaturen in der Nacht mahnen uns, dass der Winter naht. Wir machen es uns mit Kerzen und Decken gemütlich. Die milden Temperaturen am Tag schicken uns raus in die Natur. Vor allem in den Wald. Aber der Oktober hat noch so viel mehr zu bieten.

Wir freuen uns auf:

  • das Erntedankfest! Und es gibt so viel für das wir dankbar sind 🙂
  • den Tag der deutschen Einheit.
  • Kerzenlicht und Gemütlichkeit
  • einen Kindergeburtstag. Einen magischen! 7 Jahre wird unser wilder Kerl.
  • den Besuch eines Kürbisfeldes. Ein unwirklicher Anblick, wenn diese leuchtend orangenen, großen Kürbisse auf dem Boden verstreut liegen (und oft veranstalten die Höfe dazu ein Kürbisfest!).
  • Astern und Dahlien.
  • Kürbissuppe. In allen Variationen. Mal asiatisch angehaucht, mal scharf, mal pur.
  • Pilze. Immer noch. Und immer gerne.
  • den Frühling. Ja, richtig gelesen. Denn jetzt kommen noch schnell die Zwiebeln der Frühlingsblüher in den Boden (wenn sie denn dort nicht schon sind).
  • auf das Knoblauchstecken. Für eine frühe Ernte im nächsten Jahr.
  • Spaziergänge im Wald mit Blättergeraschel unter den Füßen.
  • Kohl aus dem Garten.
  • Lagerfeuer, Stockbrot und Marshmellows.
  • den Weltspartag. Zeit die Spardosen zu leeren und zur Bank zu bringen.
  • Herbstferien!
  • Halloween! Die gruseligste Nacht im Jahr.

 

Ich wünsche Euch einen wunderbaren Oktober!

Liebe Grüße

Leni

 

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Sonjas Monatsmotto
Caros Grünzeug

Selbstgemachte Salben für wilde Kinder

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Blaue Flecken, Kratzer, Schürfwunden, Brennesselquaddeln, Insektenstiche – gehören zu Kindern, die viel im Wald, auf den Wiesen, im Garten oder einfach „draußen“ sind natürlich dazu. Gut, wenn man schnelle Hilfe (und Trost) für alle Wehwehchen dabei hat. So sind in unserer Tasche neben Pflastern, Arnika Globuli und der Pinzette um Zecken zu entfernen, auch Ringelblumen-, und Spitzwegerichsalbe.

Die Ringelblumen säen wir jedes Jahr in unseren Garten aus und verwenden sie hauptsächlich für Tee und Ringelblumenöl. Die Inhaltsstoffe der Ringelblume wirken wundheilend und entzündungshemmend, weshalb sie sich für die Herstellung einer Salbe zur Behandlung von (kleinen) Wunden und Abschürfungen (aber auch rissiger Haut und Windeldermatitis) sehr gut eignet.

Der Spitzwegerich ist ein echtes Superkraut, das ein weit gefächertes Wirkungsspektrum besitzt. Als Tee oder Sirup eingenommen hilft er bei Husten-, Lungen-, und Bronchialleiden, äußerlich angewendet wirkt er antibakteriell und schmerzlindernd. Er stoppt sofort das Brennen nach einer Berührung mit einer Brennessel und das Jucken eines Mückenstiches. Und weil er an vielen Stellen in der Natur wild wächst, ist er schnell zu Hand und kann, leicht zerrieben, sofort genutzt werden. Noch besser ist es aber, ihn immer dabei zu haben – in Form einer Tinktur oder Salbe.

 

Das Rezept:

  • Spitzwegerich
  • Ringelblumenblüten
  • gutes Bio-Olivenöl
  • reines Bienenwachs
  • optional: Wollwachs (Lanolin)
  • ein ätherisches Öl (z.B. Lavendel)

Für den kalten Ölauszug: Den Spitzwegerich (trocken und leicht welk) zerkleinern, in ein Glas füllen und mit gutem Olivenöl auffüllen, bis alle Blätter bedeckt sind. Die Ringelblumenblüten (ich habe sie vorher getrocknet, das minimiert die Schimmelgefahr) ebenfalls in ein Glas füllen und mit Öl übergießen. Auf der Fensterbank dann die Gläser für ein paar Wochen stehen lassen (täglich schütteln). Der kalte Auszug ist schonender, aber auch zeitaufwendig und birgt die Gefahr, dass die Pflanzenteile anfangen zu schimmeln. Daher ist auch ein warmer Ölauszug möglich.

Für den warmen Ölauszug:

Ebenfalls die Blätter und Blüten in ein Glas füllen und mit Öl übergießen. Das Glas in ein heißes Wasserbad für 30- 60 Minuten stellen. Danach noch einmal 2-3 Tage an einem warmen Ort nachziehen lassen.

Das Öl wird dann durch ein Baumwolltuch (z.B. ein Moltontuch) abgeseiht, das bedeutet, man trennt jetzt gründlich die Pflanzenteile von dem Öl. Anschließend wiegt man das Öl und das Bienenwachs ab. Auf 100 ml Öl kommen ca. 15 gr (reiner) Bienenwachs. Öl und Bienenwachs werden dann im Wasserbad erwärmt, bis der Wachs flüssig geworden ist. Ich füge gerne noch etwas (ca. 3 Gramm) Wollwachs hinzu, der die Salbe etwas geschmeidiger macht. Allerdings verkürzt er auch die Haltbarkeit der Salbe. Unter Rühren lässt man das Gemisch wieder abkühlen und kann ganz zuletzt ein paar Tropfen von einem ätherischen Öl hinzufügen, bevor man es in Tiegel abfüllt und aushärten lässt. Die Tiegel, die nicht sofortigen Gebrauch bestimmt sind, werden beschriftet und dann kühl, trocken und dunkel gelagert und sind ca. 1 Jahr haltbar.

 

Bei uns sind diese kleinen Verletzungen an der Tagesordnung. Bei vier (lebhaften) Kindern gibt es immer irgendeine Schürfwunde oder Beule. Die Salben lindern den Schmerz der Verletzung und fördern die Wundheilung. Aber: Nichts geht über den Trost, die Berührung, das in-den-Arm-nehmen, beruhigende Worte. Mein Vater hat mir als Kind die Schmerzen immer „weggepustet“. Und ja, ich konnte tatsächlich den Schmerz wegfliegen sehen. Ich denke, es ist die Kraft des Glaubens, der Vorstellungskraft, der Liebe, die uns schnell wieder gesunden lässt.

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Die vielen, kleinen Narben und Blessuren erzählen von Abenteuern. Vom Leben. Bleibt wild Kinder, bleibt wild ♥!

Liebe Grüße

Leni

 

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Caros Grünzeug
HoT

 

 


Herbst-To-Do-Liste

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Jackentaschen voller Kastanien, jeden Tag mehr bunte Blätter an den Bäumen, Nebel und Kälte am Morgen, sanftes, goldenes Licht am Nachmittag, rotbäckige Äpfel an den Bäumen und der würzig-erdige Geruch des Bodens – der Herbst ist über das Land gezogen. Und das nicht erst seit heute. Aber da heute der Herbst erst offiziell (astronomisch) mit der Tag-und-Nacht-Gleiche beginnt, kommt auch erst heute unsere To-Do-Liste für den Herbst raus. Und hier ist sie, zum Ausdrucken, Abhaken, Ergänzen 🙂

Dinge, die wir im Herbst machen wollen:

  • Apfelpflücken gehen
  • in den Blätterregen stellen (oder in einen Laubhaufen springen) und die schönsten Herbstblätter mit nach Hause nehmen
  • Drachen steigen lassen
  • ein Lagerfeuer machen
  • Pilze sammeln gehen
  • eine Laubkrone basteln
  • Dahlien und Astern für die Vase abschneiden
  • noch schnell ein paar Kräuter, Blumen und Blätter aus dem Garten für Tee trocknen (z.B.: Salbei, Zitronenmelisse, Ringelblumen, Hagebutten, Thymian)
  • Blumenzwiebeln für den nächsten Frühling einpflanzen
  • einen Platz für Igel im Garten einrichten (oder ein Igelhaus bauen)
  • Sankt Michael feiern (Michaelsfest) mit Brot und Ritterspielen (und Prinzessin)
  • Kastanien, Eicheln, Bucheckern, Nüsse und all die anderen Herbstschätze sammeln
  • Erntedank feiern und Freunde zum Essen einladen
  • einen Herbstkranz binden und an die Tür hängen
  • im Morgennebel spazieren gehen
  • einen Wildpark besuchen (und dir übrig gebliebene Kastanien und Eicheln als Futter mitnehmen)
  • Apfelkuchen backen
  • die Urlaubsfotos und Erinnerungsstücke sortieren
  • Kerzen selber ziehen oder rollen

 

  • ein Kürbisfeld besuchen und den dicksten Kürbis finden
  • eine Kürbislaterne schnitzen (Jack O´Lantern)
  • Halloween feiern und sich verkleiden
  • unter Decken eingekuschelt Gruselgeschichten erzählen
  • an Allerheiligen den Toten gedenken
  • Kürbissuppe kochen
  • ein Maislabyrinth besuchen (und sich darin verlieren)
  • einen Schal stricken
  • Laternen basteln
  • Sankt Martin feiern (und vorher noch mal die Lieder üben)

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Dieser Sommer war bei uns dieses Jahr tatsächlich mit einem Mal zuende. Quasi über Nacht hat der Herbst den Sommer abgelöst (mit viel Regen und Kälte). Doch ich glaube, die schönen Herbsttage liegen noch vor uns. Die warmen, goldenen Tage, die die Blätter an den Bäumen so strahlen lassen und die Welt in einen wunderbaren Glanz tauchen.

Ich wünsche Euch herrliche Herbsttage!

Liebe Grüße

Leni

 

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Caros Grünzeug
Freutag

Tomaten!

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Vor Jahren habe ich mal eine Tomatenfarm in Dänemark gesehen. Riesige Gewächshäuser, meterhohe Tomatenpflanzen und Kinder, die mit ihren kleinen Schubkarren durch die Reihen kurvten und die bunten Tomaten einsammelten. Auf der Farm wurden (ich glaube es waren) 80 verschiedene Sorten Tomaten angebaut, von fast kürbisgroß (na gut, ein kleiner Kürbis) bis johannisbeerenklein, von zartgelb über saftiggrün, von rosarot bis violett-schwarz, von würzig und säuerlich bis süß. Das hat mich so beeindruckt, dass ich seit dem jedes Jahr selber Tomaten aus Samen ziehe und anbaue. Natürlich in einem viel (sehr viel) bescheideneren Rahmen.

Von vielen Tomaten, die bei uns wachsen, weiß ich den Namen. Aber es sind auch einige dabei, die wir geschenkt bekommen haben oder die ich auf Wochenmärkten oder im Urlaub gekauft und die Samen aufbewahrt habe. Die heißen dann „Capri“ oder „Peters Tomate“.

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Das tolle an der Tomatenvielfalt ist, dass es für jedes Gericht auch die passende Tomate gibt. Jedes Jahr mit dabei in unserem Garten sind die „wilden“ Tomaten. Tomaten, die tatsächlich nur so groß sind wie Johannisbeeren, aber sehr süß schmecken, super robust sind und einen sehr hohen Ertrag haben. Nur wenig größer sind „Yellow Current“ (oder auch „Red Current“). Mein Liebling ist das „gelbe Birnchen“, einfach wegen ihrer schönen Form und des fruchtigen Geschmacks. Alle diese recht kleinen Tomaten finden ihren Weg in die Küche nur sehr selten (nein, eigentlich nie). Meistens werden sie vom Strauch gepflückt und landen direkt im Mund.

Die Cherrytomaten nehmen wir vor allem für Salate. Neben den roten und gelben Sorten, haben wir auch die gestreiften (wie z.B. „Red Boar“) und die violetten (in der so viele Bioflavonoide, also besonders gesunde sekundäre Pflanzenstoffe, stecken sollen), einfach damit es auf dem Teller nachher bunter ist.

Strauchtomaten (wie z.B. „Zebra“ und „Ceman“) sind super für Bruschetta, die Pizza, oder den Caprese-Salat.

Für Tomatensoßen und Ketchup (aber auch Chutney) heißt unser Favorit „San Marzano“ (eine Flaschen-, oder Eiertomate), einfach weil sie so ergiebig ist und würzig-fruchtig schmeckt.

„Ochsenherz“, die „Berner Rose“ und „Oaxacan“ (die dicken Fleischtomaten) sind dagegen perfekt für Tomatensuppe.

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Und ich finde für eine richtig gute Tomatensuppe braucht es auch gar nicht viel drumherum – wenn man aromatische Tomaten hat. Ein, zwei Zehen Knoblauch, eine rote Zwiebel, gutes Olivenöl, Salz, Pfeffer und Basilikum (das pflanze ich übrigens gerne zwischen die Tomaten). Alles (bis auf den Basilikum) im Öl anschwitzen, und dann köcheln lassen. Pürieren, passieren, servieren, genießen 😉

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Jetzt im September ist das Angebot an Tomaten groß. Eine gute Gelegenheit vielleicht auf dem nächsten Wochenmarkt, im Hofladen oder im Garten von Freunden eine neue (Lieblings-)Sorte zu entdecken :-)!

Liebe Grüße ♥

Leni

 

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Caros Grünzeug

Im Garten Anfang September

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Die (Haupt-) Gartensaison ist schon fast wieder vorbei  – kommt es nur mir so vor, dass der Sommer so schnell vorbei gezogen ist? Und während die Luft schon deutlich kühler geworden ist, und die Farben langsam wechseln, gibt es noch so viel Obst und Gemüse, das geerntet werden will (und irgendwie ist der Herbst auch wie ein zweiter Frühling, säe und pflanze ich doch gerade noch einmal Kohlrabi-Jungpflanzen und Salate).

Ein paar Beete haben wir schon geräumt. Der Brokkoli, der uns so lange und so viele Röschen dieses Jahr gebracht hat (schneidet man den Hauptstrunk zur Ernte heraus, bilden sich viele kleine Seitentriebe), der Blumenkohl, der Mais, Zwiebeln und die Kartoffeln sind bereits abgeerntet und haben Platz gemacht für den Rosenkohl, Grünkohl, Spinat und Feldsalat.

Und ja, es ist bereits Zeit an das nächste Gartenjahr zu denken. Die schönsten Stangenbohnenschoten dürfen an der Pflanze bleiben und dienen als Samen für die nächste Aussaat, ebenso die Radieschen und der Brokkoli (ich lasse immer ein oder zwei Exemplare blühen). Die Samen der Ringelblumen, Malven und Kapuzinerkresse, die Kerne der Tomaten und die Samenstände der Salate und dem Dill (ich habe bestimmt noch einige andere vergessen) sind jetzt schon bereit zum eintüten und verwahren.

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Zum Glück gibt es aber auch im September noch so viel zu ernten. Allen voran die Tomaten, aber auch die vielen Kräuter und Salate. Zucchini, Gurken, Bohnen.

An den Möhren und dem Fenchel haben die Jungs diese herrlichen Kerle entdeckt:

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Schwalbenschwanzraupen. Bald müssten sie sich verpuppen (dick genug haben sie sich ja schon gefressen;-)). Allerdings werden sie wohl erst nächstes Jahr schlüpfen, denn die letzte Generation im Jahr überwintert im Garten.

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Wie sieht es mit Eurem Obst und Gemüse im Garten, auf dem Feld, Balkon oder im Kübel aus?

Liebe Grüße und ein schönes Wochenende!

Leni