Elfenkrokusse

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Die frostigen Tagen liegen hinter uns und die ersten Frühlingsboten kommen heraus. Schneeglöcken, Winterlinge, aber auch die zarten Elfenkrokusse. Auf manchen Wiesen kann man sogar ganze Blütenteppiche erspähen. Daher würfen sie auf unserem Jahrezeitentisch auch nicht fehlen.

Die Anleitung für das Krokusslicht kommt von @waldorfbastelei auf Instagram und auch kleine Kinder können hier gut mitbasteln.

Benötigt werden:

  • weißes Papier
  • Schere
  • Wachsmalstifte oder -blöcke in lila und orange
  • geruchsneutrales (Salat-)Öl (ich habe Rapsöl genommen) und ein Küchentuch
  • Kleber
  • Teelicht

So wird es gemacht:

Ein Blütenblatt auf das Papier aufmalen, ausschneiden und als Vorlage für die nächsten Blütenblätter benutzen. Meine Blütenblätter sind ca. 6 cm hoch und an der breitesten Stelle ca. 5 cm breit. Mit Bleistift die Blütenblätter abzeichnen und mit lila Wachsmalstiften ausmalen. Dann ausschneiden und das Öl mit einem Küchentuch auftragen, damit das Papier transparent wird und das Kerzenlicht besser durchscheinen kann. Kurz antrocknen lassen. Mit der Schere die Blätter von unten zu 2/3 einschneiden. Die Blütenblätter leicht versetzt überlappend aneinander kleben und die Enden zum Kreis schließen.

Blütenstempel aufmalen, mit orangenen Wachsmalstift ausmalen und auschneiden. Oben kleine Schnitte ins Papier machen. Einen Papierstreifen ausschneiden in Höhe und Länge der Teelichtkerzentülle. Papierstreifen zu einem Kreis legen und verkleben, so dass das Teelicht hineinpasst. Blütenstempel auf den Papierkreis kleben.

Als Dekoration für das Krokusslicht habe ich eine Astscheibe (noch von unserem Tannenbaum) genommen, Birkenzweige, die ich zum Kranz gewunden habe (eine Anleitung dafür gibt es hier) und ein wenig Moos. Zuerst das teelicht aufstellen, dann den Papierkreis mit Blütenstempel drumherum legen, zuletzt die Blüten und die restliche Dekoration. Bitte aufpassen beim Anzünden und niemals das Licht unbeaufsichtigt lassen!

Ich wünsche euch sonnige Vorfrühlingstage!

Liebe Grüße ♥

Leni

Eismond

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Dieser Januar ist so anders als die vielen Januare zuvor. Nein, ich möchte mich nicht beschweren. Jeder geht anders mit dieser aussergewöhnlichen Situation des Lockdowns um, jeder hat sein Päckchen zu tragen, wie groß oder klein es sein möge. Eine Fähigkeit, in der ich mich versuche zu üben, ist, den schweren Phasen des Lebens, den Durststrecken, den schwierigen Zeiten, etwas Gutes abgewinnen zu können. Denn ich glaube, dass man gerade in diesen Zeiten wächst. Krisen und Schwellen weisen einem den Fokus auf das, was einem wichtig und heilig ist. Sie leisten so gar große Hilfe, wenn man glaubt vom Weg abgekommen zu sein.

Wieder steht König Winter auf unserem Jahreszeitentisch, die Figur nachempfunden aus Elsa Beskows Buch „Olles Reise zu König Winter“. Er symbolisiert den Winter. Gemeinsam mit seinem Gehilfen Väterchen Frost bringt er Schnee, Kälte und Frost über das Land. Er deckt die Natur, die sich schlafen gelegt hat, mit einem weißen Mäntelchen zu. Er bringt Ruhe und Stille in die Zeit. Und in diesem Januar habe ich das erste Mal seit langem diese Ruhe auch gespürt, habe König Winter noch bewusster wahrgenommen, seit dem alles hier langsamer läuft als gewohnt. Was für ein Glück es doch ist, an einem Ort zu leben, an dem es Jahreszeiten gibt. Den Rhythmus vom Werden und Vergehen, vom großen Ein- und Ausatmen nachempfinden zu können, ja, im Blut zu haben. Und was für ein Geschenk, jetzt die Möglichkeit zu haben, tief in das Geschehen hinein spüren zu können.

Verborgen unter dem Schnee liegen die Pflanzen und Tiere, wartend auf den Frühling und das große Wachsen. Das Schneeglöckchen macht den Anfang und deshalb bekommt es an Lichtmess (2. Februar) seinen großen Auftritt. Doch heute begrüßen wir den ersten Vollmond des Jahres, den Eismond.

Der Name „Monat“ verrät bereits die etymologische Verwandschaft mit dem Mond; die ersten Kalender waren Mondkalender. Ob der Mond nun tatsächlich Einfluss auf die menschliche Physiologie, Lebenswelt oder unser Gemüt hat, darüber scheiden sich die Geister. Doch gilt der Mond seit vielen Jahrhunderten als Orientierungswerkzeug, als Phasen- und Rhythmusgeber.

Mit dem Eismond beginnt ein neuer Abschnitt, ein neuer Zyklus. Und eine neue Möglichkeit mit allem hier in Einklang zu kommen, sich neu zu verbinden.

Ich wünsche Euch eine wunderbare Vollmondnacht!

Liebe Grüße ♥

Leni

Herbstdrache

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Mit der Herbst-Tag-und-Nacht-Gleiche beginnt bei uns die Michaeli-Woche (wie wir und warum wir Michaeli feiern, könnt ihr auch hier nachlesen). Der Jahreszeitentisch füllt sich mit Herbstschätzen, Äpfel von der Streuobstwiese, den ersten Kastanien, Eicheln und Nüssen. Mit dem letzten Regen ging der warme Spätsommer vorüber, die dunkle Jahreshälfte erobert jeden Tag ein Stück mehr von der Helligkeit. Der Drache, dem wir uns tapfer in den Weg stellen sollen, kann viele Gesichter haben, und das Schwert, dass uns von Ballast trennen und Klarheit schaffen soll, ist so scharf, wie wir es schmieden. Mir gibt Michaeli die Möglichkeit meine Gedanken zusortieren, mein Tun zu strukturieren, über mich selbst hinauszuwachsen und Mut zufassen, um über meinen Schatten zuspringen.

Auch die Kinder merken jetzt, das die Leichtigkeit des Sommers vorüber ist. Die Natur zieht sich zurück, das Aufstehen am Morgen in der Dunkelheit ist noch ungewohnt und fällt schwer. Die Zugvögel sammeln sich zum Abflug, die Temperaturen sinken nachts tief hinab, Socken und Jacke (und morgens sogar schon die Mütze) gehören wieder zur Garderobe. Der Abschied vom Sommer fällt schwer – und trotzdem gehen wir mutig voran! Denn das schwindene Sonnenlicht finden wir in unserem inneren Licht wieder.

Aus den ersten bunten und gepressten Herbstblättern habe ich zusammen mit den Kindern einen Drachen gelegt. Der hat uns so gut gefallen, dass wir ihn auf ein Stück Pappe geklebt haben, als Bild für unseren Jahreszeitentisch.

Ich wünsche Euch eine wunderbare Michaeli-Zeit!

Liebe Grüße ♥

Leni

Wunderbare Verwandlungen

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schmetterlinghand

Drei Wochen ist es jetzt her, dass mit der Post ein kleines Päckchen kam, in dem sich 5 minikleine Raupen befanden. Mit der Schmetterlingsaufzucht haben wir Erfahrung, schließlich nahmen wir über die Jahre immer mal ein paar Kohlweißlingsraupen aus den Beeten mit ins Haus. Und einmal fanden wir im Winter eine Raupe im gekauften Brokkoli, die wir aufzogen. Doch dieses Jahr wollte ich nicht auf Zufälle oder Raupenbefall auf dem Kohl warten, sondern die Zeit des „Homeschoolings“ dafür nutzen, die wunderbare Verwandlung von Raupe zu Schmetterling mit Ruhe und voller Aufmerksamkeit mit den Kindern beobachten zu können.

distelfalterraupe

Mit dem Aufzuchtsset aus dem Internet ist die Futterfrage bereits geklärt – täglich frisches Futter oder die Reinigung des Raupernbehältnisses ist weder nötig noch erwünscht (was die Raupenaufzucht auf der einen Seite sehr erleichtert, auf der anderen Seite aber auch uns nur zu reinen Beobachtern werden lässt).

Täglich ging der erste Blick nach dem Aufstehen zu den Raupen, deren schnelles Wachstum erstaunlich ist. Oft musste ich mit meinem Vierjährigen „die Raupe Nimmersatt“ lesen, und daran denken, dass dieses Buch nur die halbe Wahrheit zeigt:  Die Mengen an Futter, die die Raupe zu sich nimmt, kommt auch in scheinbar gleichen mengenmässigen Anteilen und Farbe hinten wieder heraus.

Als das Futter anfing knapp zu werden und die Raupen sich verfünffacht hatten, ging es los mit der Verpuppung. Lange hingen sie kopfüber in einer „J“-Haltung, bis sie sich plötzlich und blitzschnell in den Kokon hüllten und wir sie in den Schmetterlingstunnel bringen konnten. Dann hieß es wieder warten. Das spontane Dunkeln der Puppe kündigt das Schlüpfen der Schmetterlinge an und wir hatten das Glück, tatsächlich einen Schmetterling dabei beobachten zu können (die anderen schlüpften alle in der Nacht).

schmetterlingegschlüpft

Das altgriechische Wort für Schmetterling ist übrigens „psyche“‚ also Hauch, Atem, aber auch Seele. Die alten Griechen sahen in den Schmetterlingen ein Sinnbild der menschlichen Seele. Zuerst gebunden an die Erde und den Körper, später befreit schwebend in höhere Sphären. Aber auch ein anderes Sinnbild fiel mir zu der Schmetterlingsaufzucht ein. Es hat etwas von Elternschaft. Man bewundert jeden neuen Entwicklungsschritt, fiebert und bangt, freut sich, ist stolz und staunt, und muss sie am Ende in die große, weite Welt entlassen.

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Eins meiner Kinder hielt im Garten für einen Moment Zwiesprache mit dem Schmetterling auf seiner Hand. Und ich hatte das Gefühl, dass zwischen ihnen für eine kurze Zeit eine Verbindung bestand. Ein kostbarer Augenblick.

Liebe Grüße ♥

Leni

Die schnellste Bohne der Stadt

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Schon als Kind habe ich gerne Bohnenrennen veranstaltet. Bohnen keimen nämlich unheimlich schnell und man kann ihnen beim Wachsen förmlich zusehen. Dieses Jahr sind die Kinder gegeneinander angetreten; es galt zu beweisen, wer den grünsten Daumen besitzt. Jedes bekam einen Topf, Erde und eine Feuerbohne. Dann ging es los. Zunächst ungeduldig, später staunend, standen die Kinder jeden Tag ein paar Mal vor ihrem Topf.

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Das große Thema des Frühlings ist Wachsen. Erneuerung. Neues Leben. Man kann es draußen in der Natur sehen und erleben. Und man kann es auch zuhause im Kleinen erschaffen. Mit jedem Samenkorn, den man in die Erde bringt.

Diese Bücher haben mir und meinen Kindern viele Anregungen und Ideen an die Hand gegeben:

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wachsenbücher

Ihr Lieben, bleibt gesund und frohen Mutes!

Liebe Grüße ♥

Leni

Gefilzte Blütenköpfe

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Die ersten Frühlingsboten läuten (im wahrsten Sinne des Wortes) den Vorfrühling ein. Und sie sind endlich da – die Schneeglöckchen. Aber auch die ersten Krokusse und Winterlinge recken ihr Haupt aus der kalten Erde und begrüßen das immer stärker werdene Licht.

Für den Jahreszeitentisch, als Schmuck für die kahlen Zweige oder als Kette, haben wir ein paar Glöckchenblüten gefilzt. Und das geht so:

Ungesponnene Wolle, so wie eine Murmel bereit legen. Außerdem ein rauhes Handtuch, eine Schüssel mit sehr warmen Wasser und ein Stück Seife.

Die Wolle auseinanderziehen, mehrere Schichten Wolle über einander legen, die Murmel einbetten und mit der Wolle fest umschließen.

Die Wollkugel in das warme Wasser eintauchen, Hände einseifen und vorsichtig in der Hand bewegen, erst streicheln, dann fester reiben und wenn sich alles gut um die Murmel gelegt hat, auf dem Handtuch rollen bis sich die Wolle verfilzt (wie auch bei den gefilzten Äpfeln).  Wenn alles fest ist, im klaren Wasser ausspülen und trocknen lassen.

Die trockene Kugel kreuzförmig einschneiden, die Murmel entfernen.

Für eine Glöckchenkette benötigt man jetzt noch ein Glöckchen und ein Band.

Auf der gegenüberliegenden Seite der Öffnung einen kleinen Einschnitt machen und den Aufhänger des Glöckchens durchschieben. Das Band an der Aufhängung anbringen. Fertig!

Natürlich kann man auch statt einer Kette einen Anhänger oder ähnliches daraus basteln. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt ;-).

Habt ihr sie auch schon entdeckt, die Vorfrühlingsboten?

Habt ein schöne Wochenende!

Liebe Grüße ♥

Leni

Eichelhütchenkerzenhalter

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Was für ein langes Wort: Eichelhütchenkerzenhalter. Aber mir fiel auf die Schnelle keine bessere Beschreibung ein. Vielleicht Wäscheklammerbaumkerzen? Die Inspiration dazu verfolgt mich schon ein paar Jahre lang, seit ich das erste Mal den Martinimarkt der Waldorfschule besuchte. Jedes Jahr erinnert mich eine Skizze in meinem kleinen Weihnachtsbüchlein daran, dieses kleine DIY doch einfach mal umzusetzen. Jetzt ist es endlich so weit!

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Man braucht:

  • Eichelhütchen
  • Holzwäscheklammern
  • Baumkerzen
  • Heißkleber
  • eventuell eine kleine Säge

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So geht es:

Die Eichelhütchen werden mittig oder ganz vorne auf die Wäscheklammer geklebt. Haben die Eichelhütchen wie bei mir noch einen kleinen Stiel, muss man diesen erst einmal absägen, so dass das Eichelkäppchen schön glatt ist.

Klebt das Hütchen an der Wäscheklammer gut fest und ist der Kleber erkaltet, gibt man einen Klecks Heisskleber in das Hütchen, um die Baumkerze dort zu befestigen. Fertig!

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Zur Wintersonnenwende feiern wir Waldweihnacht, dann kommen die Kerzen mit nach draußen. Bis dahin schmücken sie die Tannenzweige in der Vase.

Ich wünsche Euch weiterhin einen zauberhaften Advent!

Liebe Grüße ♥

Leni

Ein einfacher, adventlicher Türkranz

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Nach dem Ewigkeitssonntag beginne ich jedes Jahr mit den Vorbereitungen für den Advent. Ich denke mir Geschichten für unseren Adventswichtel Rudi aus, binde einen Adventskranz, ziehe, rolle und gieße duftende Bienenwachskerzen, suche mir meine Lieblingsplätzchenrezepte raus und schmücke unsere Eingangstür mit einem Türkranz. Wie unser diesjähriger Türkranz entstanden ist, zeige ich euch hier und jetzt.

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Von den dichten Weintraubenreben am Haus habe ich mir ein paar lange Zweige abgeschnitten und zu einem Ring gelegt. Wenn man die Rebenzweige ineinander verflechtet (wie hier bei den Birkenreisig-Kränze), halten sie auch ohne Draht. Natürlich kann man auch andere biegsame Zweige nehmen. Zum Beispiel Clematisranken oder Haselnussruten.

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Desweiteren habe ich Tannenzweige, Zieräpfel und Ilex (leider ohne die typischen roten Beeren – die hatten sich schon die Vögel stibizt) aus dem Garten geholt; die Erlenzapfen stammen von Spaziergängen.

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Mit dünnen Bastedraht habe ich zuerst die Zweige an einem Stück des Rebenrohlings befestigt und dann nach und nach die anderen Naturschätze.

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Ich wünsche Euch einen guten Start in die letzte Novemberwoche!

Liebe Grüße ♥

Leni

Novemberhighlights

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Herbstgold

Ziemlich ruhig hier auf dem Blog, hm? Hinter den Kulissen laufen gerade so viele Projekte, Ideen und natürlich der (nicht ganz unbeachtliche) Alltag. Die Weihnachtszeit steht schon vor Tür, mit all den Terminen und Verpflichtungen, kleinen Zaubereien und großen magischen Momenten, während alles um uns herum eigentlich auf Rückzug bedacht ist. Die Natur, der Garten, der Körper. Aber bevor es mit Tannenzweigen und Plätzchen, Adventswichteln und Weihnachtswerkstatt los geht, zeige ich Euch noch schnell ein paar Bilder aus den letzten Wochen.

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Unser diesjähriges Kürbiswichtelhaus.

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Der Blick auf das Kürbishaus im Dunkeln.

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Und natürlich Sankt Martin. Laternen, Weckmänner, Martinslieder.

Ich hoffe, bis ganz bald!

Liebe Grüße ♥

Leni

Herbstfreuden

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michaelidrache

Der Herbst steht für mich im Element der Luft. Die feinen Herbstwinde, die jetzt die Drachen nach oben steigen und die Nüsse und Kastanien nach unten fallen lassen, die Blätter zum Rascheln bringen und so gerne an den Haaren ziehen. Doch dann kommen auch hier und da die strengen Böen, die uns zeigen, dass wir es mit Urgewalten zu tun haben, gegen die der sich für so machtvoll und erhaben haltende Mensch, doch in Wirklichkeit hilflos und klein ist.

Die Tag-und-Nacht-Gleiche ist überschritten, die Tage werden jetzt merklich kürzer und wir feiern den Michaelstag, Michaeli. Dieses Fest ist kein Jahreszeitenfest im eigentlichen Sinne, es markiert keinen kosmischen Punkt auf unserer Reise um die Sonne. Bei Michaeli geht es tatsächlich um die Seelenstimmung, daher zähle ich es zu den Seelenfesten, wie auch Sankt Martin oder zum Beispiel Nikolaus, aber auch Karneval. Wie und warum wir den Michaelstag feiern, habe ich hier schon einmal beschrieben.

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Die Mutproben für dieses Jahr waren vor allem nass und matschig, aber ein Riesenspass, denn der Regen der letzten Tage hatte uns einige Pfützen beschert.

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Immer wieder gehen wir gerne zu den Streuobstwiesen und den Feldwegen, wo wild Walnussbäume wachsen. Die meist noch feuchten Nüssen breiten wir Zuhause dann zum Trocknen aus, bevor sie später gelagert werden. Das ist wichtig, denn sonst fangen sie an zu schimmeln. Ebenso wie die Kastanien, die meine Kinder vom Schulweg auflesen. Oft kommen die Jungs jetzt mit schweren Ranzen zurück nach Hause und präsentieren dann freudig ihre glänzenden Herbstschätze.

kastaniennüsse

So langsam beginnen sich jetzt auch die Blätter zu verfärben. Aber das große Blätterfarbenfeuerwerk erwartet uns im Oktober!

Apfelbäumeherbst

Ich wünsche Euch wunderbare Herbsttage!

Liebe Grüße ♥

Leni