Tomatenanzucht in Eierschalen

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Ich weiß gar nicht, wen ich jedes Jahr mehr vertrösten muss, die Kinder oder mich. Wir würden alle am liebsten schon im Januar mit der Tomatenanzucht beginnen – aber, wir starten hier erst nach Karneval. So ist die Regel. Meine Regel. Wie gut, dass Karneval dieses Jahr recht früh gefeiert wurde!

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Es gibt mittlerweile so viele Möglichkeiten der Anzucht, von Quelltöpfchen über Zeitungspapierpotts, von (wiederbenutzbaren) Plastikbechern bis ausgehöhlten Zitronen. Bei uns aber haben sich Eierschalen bewährt. Unsere Hühner als treue Lieferanten bieten uns sogar farblich unterschiedliche Anzuchtstöpfchen, so dass wir die einzelnen Tomatensorten besser unterscheiden können :-). Nichtsdestotrotz beschrifte ich die Schalen außen auch noch einmal bevor sie auf die Fensterbank kommen.

Wir lieben vor allem die Tomatensorten mit kleinen und vielen Früchten, wie Wildtomaten oder Massenträger, die meist auch sehr gut ohne Gewächshaus oder Regenschutz auskommen.

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Sobald die Tomaten gekeimt sind, stelle ich sie dann kühler, bevor sie (ab einer gewissen Größe) einen richtigen Topf mit gedüngter Erde bekommen.

Übrigens ziehen wir auch viele andere Pflanzen in den Eierschalen vor, hier seht Ihr kleine (Feld-)Salatpflänzchen aus dem letzten Jahr:

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Seid Ihr schon in die Gartensaisson gestartet?

Ich wünsche Euch eine Woche!

Liebe Grüße

Leni

 

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Freutag
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Aus dem Garten auf den Tisch: Wintersalat mit Orangendressing

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Wer bei Wintersalat nur an Feldsalat, Endivie oder Radiccio denkt, dem sei gesagt, es wächst gerade schon oder noch viel mehr im Garten, was sich prima für einen winterlichen Salat eignet :-).

Wobei ich gestehen muss, dass der Feldsalat schon mein Lieblingssalat im Winter ist. Nein, nicht der zarte, kleine Treibhaussalat, sondern diese knackigen, tiefgrünen, duftenden, in Rosetten wachsenden Blätter, die diesen richtigen Feldsalatgeschmack besitzen. Aber auch der Postelein (oder Winterportulak) ist ein richtiges Wintergewächs und darf mit in die Salatschüssel, genauso wie der Spinat, dessen junge Blätter ganz wunderbar roh schmecken. Der Mangold steht bei mir an einer recht geschützten Stelle, weshalb er dem Frost und Schnee gut trotzen kann und ein paar junge, bunte Blätter zum Salat beisteuert, ebenso wie der Fenchel, der im Sommer geschossen war, im Beet bleiben durften (da er wunderhübsche Schwalbenschwanzraupen beherbergte) und jetzt neu austreibt. Und dann wäre da auch noch der Blattsenf. Bei mir wachsen mehrere Sorten, u.a. eine japanische Sorte mit Blättern, die dem Friseesalat ähneln („Mizuna“ heißt sie). Ich hatte den Blattsenf im Spätsommer ausgesät und jetzt im Februar kann man hier und da immer noch ein paar Blätter ernten.

Das Dressing für den Salat ist ganz leicht gemacht. Man braucht:

  • Orangensaft einer Orange
  • eine halbe, ganz fein geschnittene rote Zwiebel
  • 6 EL Olivenöl (alternativ Rapsöl)
  • 3 EL Balsamico – Essig
  • 1 TL (recht flüssigen) Honig (alternativ zwei Prisen Zucker)
  • 1 TL Senf
  • Salz und Pfeffer

Alles wird miteinander gut verrührt und über den Salat gegeben. Gut schmecken dazu auch noch Walnusskerne (und Ziegenkäse)!

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Ich freue mich, wenn schon bald aus dem Wintersalat ein Frühlingssalat wird; der Sauerampfer, Kerbel, Rucola und all die anderen Kräuter aus den Boden schießen. Aber nun erst einmal: Guten Appetit!

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Liebe Grüße

Leni

 

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Kunterbunte Faltkreise

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Karneval steht kurz vor der Tür, die Kostüme für die Jungs sind (fast) fertig. Fehlt nur noch etwas frische und bunte Deko für unsere Räume. Auf Pinterest habe ich eine Anleitung für „Watercolour Paper Pinwheels“ gefunden, die nicht nur Farbe an die Wände zaubern, sondern auch ganz leicht (auch für kleine Kinder) zu machen sind.

Wir haben uns heute direkt an die Arbeit gemacht. Während draußen noch ein paar zarte Schneeflocken fielen, wurde es auf unserem Tisch bunt…

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…und wenig später dann auch an der Wand!

So, ich setzte mich jetzt noch eine Runde an die Nähmaschine (am Donnerstag ist immerhin schon Weiberfastnacht hier im Rheinland) – und wünsche Euch einen schöne Woche!

Liebe Grüße

Leni

 

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Hallo Februar!

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Februar. Sein Name ist wohl abgeleitet von dem lateinischen Wort „februare“ = reinigen. Da muss ich sofort an Mütterchen Tau denken, die Figur aus „Olle reist zu König Winter“ von Elsa Beskow, die mit ihrem Besen den Schnee tauen lässt und die Erde auf die Ankunft es Frühlings vorbereitet. „Ihr Besen wirbelte das welke Laub vom Vorjahr auf, und alle Leute bekamen Schnupfen“, so heißt es dort. Und nicht nur die Natur sieht nach dem Schnee irgendwie unaufgeräumt aus. Jetzt, wo an Lichtmess die Tage wieder länger werden, und die Sonne an Kraft gewinnt, tut es uns gut uns selbst und unser Zuhause „zu reinigen“; sei es durch Fasten (oder den Verzicht auf Alkohol, Fleisch, Zucker, etc.), Räuchern oder einem Frühlingsputz. Und auch die Natur stellt uns im Februar die ersten Kräuter für eine Reinigung von Innen zur Verfügung: zum Beispiel den Bärlauch, mit seiner Blut reinigenden Wirkung, der jetzt bereits aus dem Boden schießt.

Und ja, der Februar ist ein Schnupfenmonat. Vielleicht kommt sein Name ja auch von dem lateinischen Wort für „Fieber“= febris? Aber ob reinigend oder fiebrig, der Februar hält noch eine ganze Menge mehr für uns bereit.

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Wir freuen uns im Februar auf:

  • Lichtmess oder Imbolc. Licht und Erneuerung.
  • dicke Bohnen. Die dürfen nämlich schon im Februar raus in die Erde!
  • Karneval! Die fünfte Jahreszeit im Rheinland. Dieses Jahr mit dabei: ein Eichhörnchen, ein Römer, eine grüne Raupe und eine Hummel 🙂
  • reichlich Schmalzgebäck. Ob Mutzen oder Berliner, Krapfen oder Quarkbällchen – lecker sind sie alle.
  • die ersten Kräuter. Neben dem Bärlauch kommt bei uns im Garten auch schon der Schnittlauch und Fenchel durch die Erde. Kresse, Dill und Kerbel haben jetzt einen Platz an der Fensterbank.
  • Valentinstag ♥! Der fällt dieses Jahr auf den Aschermittwoch und versüßt uns damit den ersten Tag der Fastenzeit.
  • Schneeglöckchen, Winterlinge und Krokusse.
  • unseren Mini-Garten. Den vom letzten Jahr könnt Ihr hier sehen.
  • eine neue Gartenbuch-Verlosung!

Ich wünsche Euch einen wunderbaren (und schnupfenfreien) Februar!

Liebe Grüße

Leni

 

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Sonjas Monatsmotto
Freutag

Zwei schöne Bastelideen für Kinder zum Schneeglöckchenfest

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Im „Jahreszeitenbuch“ von Christiane Kutik gibt es eine Geschichte über ein Schneeglöckchen. Dieses war so neugierig und konnte es kaum erwarten endlich auszutreiben und seine Blumenfreunde wieder zutreffen. Als es sich aber nun durch eine Schneelücke nach oben hin aufmachte, musste es traurigerweise feststellen, dass es alleine dort über der Erde war. Da kam dem Schneeglöckchen der Wind zu Hilfe und ließ es erklingen. Und durch das Läuten des Schneeglöckchens wurden auch die anderen Blumen aufgeweckt.

Diese Geschichte ist, vor einigen Jahren schon, meinen Kindern im Gedächtnis geblieben und hat sie dazu angeregt, selber mit Glöckchen um den Hals im Garten die Blumen zu wecken, wenn sie sahen, dass die Schneeglöckchen anfingen zu blühen. Irgendwann bastelte ich ihnen aus Filz kleine Blütenketten mit einem Glöckchen im Innern und wir fingen an, das Aufblühen der Schneeglöckchen (meistens Anfang Februar), das Zeichen zum Beginn des Vorfrühlings, der Erneuerung der Natur, so auf unsere Art zu feiern und in das Lichtmess-Fest zu integrieren.

Und bei diesem Fest darf das Schneeglöckchen als Schmuck für unser Zuhause natürlich nicht fehlen. Daher begegnet es uns im Haus als von den Kindern gebastelte Figur auf dem Jahreszeitentisch, als gefilzte Blüte, gemalt und an der Wand – in Holzringen.

Für die Schneeglöckchen an der Wand braucht Ihr:

  • Gardinenringe aus Holz (gibt es im Baumarkt in verschiedenen Größen oder auch hier *)
  • Wolle + Häkelnadel
  • Draht + Floristenkreppband in grün
  • Filz in weiß und (dunkel-) grün
  • Bastelkleber, Schere

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Die Gardinenringe werden umhäkelt. Das geht wirklich ganz einfach – auch wenn man vorher noch nie eine Häkelnadel in der Hand hatte 😉

Zuerst macht man einen einfachen Knoten. Unter den Knoten durch schiebt man die Häkelnadel und holt sich den Faden (und hat somit eine Masche auf der Nadel). Den faden führt man jetzt durch den Ring und holt ihn durch die Masche (im Prinzip eine Luftmasche). Dann zieht man den Faden wieder durch den Ring auf die andere Seite und wiederholt das ganze. Entweder man umhäkelt so den ganzen Ring oder nur ein Stück. Übrigens: mit Moos statt Wolle, würde es bestimmt auch schön aussehen!

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Der Draht wird auf die richtige Länge geschnitten und dann mit dem Floristenkrepp umwickelt. Ein Stück Draht sind die Stiele für 2 Schneeglöckchen. Den Draht einfach biegen und durch die Wolle am Ring ziehen. Aus dem weißen Filz schneidet man die Blüte, die mit dem grünen Filz oben geschlossen wird und an den umwickelten Draht geklebt wird. Zuletzt fügt man noch die Blätter dazu -fertig!

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Für die Schneeglöckchenfiguren benötigt man:

  • eine Holzspielfigur (z.B. von Rayher oder auch hier *)
  • Filz in weiß und grün
  • Draht und Floristenkrepp
  • Bastelkleber, Schere

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Aus weißem Filz werden für die Figur das Kleid und die Blüten (2x) ausgeschnitten, aus dem grünen Filz das Mäntelchen und das Käppchen, so wie die Blüten, Kappe und Blätter für den Blumenstab. Die Blüten werden versetzt auf den Kopf geklebt, dann kommt das Käpplein darauf (man schneidet einen Kreis aus und dreht das ganze zu einem Hütchen).

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Wenn irgendetwas an den Anleitungen noch unverständlich ist – bitte einfach Fragen 🙂

Ich wünsche Euch einen schönen Dienstag!

Liebe Grüße

Leni

 

*der Link ist ein Amazon Partnerlink. Das bedeutet, dass Dich das Produkt, wenn Du es über den Link bestellst, nicht mehr kostet als ohne Bestellung über den Link. Ich bekomme lediglich ein paar Cent Provision. Wenn eine bestimmte Summe erreicht ist, bestelle ich von der Provision ein Buch, das ich wiederum hier auf dem Blog verlose (wie z.B. jetzt bald im Februar). Ich danke Dir ♥

 

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Kampf den Februarblues

Im Botanischen Garten (+ Gewinner der Gartenbuch- und Saatgutverlosung)

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Wenn der Winter wieder lauwarm und nass daherkommt, machen wir einen Abstecher in tropische Gefilden, zu Palmen und Farnen, Orchideen und Kakteen. Die sind nämlich gar nicht so weit weg – jedenfalls dann, wenn man dem botanischen Garten einen Besuch abstattet.

Nirgendwo sonst kann man so viel Pflanzenvielfalt auf einem Fleck sehen (übrigens: nur ein Prozent der Pflanzenvielfalt unserer Erde wächst in Deutschland, 90 Prozent dagegen in den Tropen), erfährt so viel über das Ökosystem und lernt die Pflanzenwelt als unermessbaren Schatz für die menschliche Existenz kennen (für meine Kinder und mich steht da der Kakaobaum sicherlich ganz weit oben ;-)).

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Während die feuchte, warme Luft, die in den Gewächshäusern vorherrscht, der süßliche Duft einiger Blütenpflanzen und die imposanten Blattformationen die Sinne anregen, ist das Interesse meiner Jungs an einer Pflanzengattung besonders groß. Karnivoren, oder auch „fleischfressende Pflanzen“. Etwas enttäuschend sehen sie dann doch aus, die Karnivoren, finden meine Kinder. Sie sind weder riesig, noch haben sie eine Zunge oder spitze Zähne. Umso erstaunlicher, dass sie Einzeller und Insekten bis hin zu Fröschen und kleinen Säugetieren fangen und verdauen können.

Aber nicht nur diese Pflanzen besitzen aussergewöhnliche Eigenschaften, auch der Titanwurz und die Victoria-Seerose, die beide hier im botanischen Garten in Bonn zu bestaunen sind, besitzen solche. Leider konnten sie uns diese heute nicht zeigen (sie sind beide nicht in der Blütezeit) – aber wir sind bald wieder da. Denn sobald es Frühling ist, lohnt es sich auch das Außengelände mit seinen vielen Frühlingsblühern zu besuchen.

Falls ihr auch mal Lust habt für ein paar Stunden in ein anderes (Pflanzen-) Reich abzutauchen (der Eintritt ist übrigens oft kostenlos), hier findet Ihr eine Übersicht über alle botanischen Gärten in Deutschland.

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Und dann durfte ich dieses Wochenende auch noch einen Gewinner für die Gartenbuch- und Saatgutverlosung bestimmen. Ich habe so sehr über die vielen Kommentare hier auf dem Blog, bei Instagram und bei Facebook gefreut und es ist mir wahnsinnig schwer gefallen nur einen Gewinner auszulosen (ich hätte es jedem vom Euch wirklich so gegönnt).

Hier nun aber zu dem Gewinner (der durch den Zufallsgenerator gezogen worden ist). Herzlichen Glückwunsch liebe Nicole/paulemari! Ich habe Dir eine Nachricht geschickt.

Und für alle die jetzt enttäuscht seufzen: im Februar verlose ich ein weiteres tolles Gartenbuch!! Ich hoffe, Ihr seid dann wieder mit dabei!

 

Ich wünsche Euch noch einen schönen Sonntag!

Liebe Grüße

Leni

 

 

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Gartenglück
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Gefilze Schneemänner

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Jedes meiner Kinder hat einen Platz in seinem Zimmer, an dem sich sein eigener kleiner Jahreszeitentisch befindet. Eine Kommode, ein Stück Fensterbank, ein Regal, das mit farbigen Tüchern (als Untergrund), Fundstücken aus der Natur, Blumen, Holzfiguren, Karten, Püppchen und vielem mehr je nach Jahreszeit und Fest gestaltet wird. Als alle Kinder sich noch ein Kinderzimmer teilten, stand auch dort der Jahreszeitentisch. Jetzt, wo jedes Kind ein eigenes Zimmer hat, und wir in unserem Wohnzimmer auch keine passende Stelle gefunden haben, sind es eben vier kleine Jahreszeitentische geworden. Die großen Figuren, wie König Winter oder Mutter Erde wandern von einem Zimmer zum anderen; ansonsten sind die Tische ganz unterschiedlich, ganz nach dem Geschmack des Kindes eingerichtet. Jetzt im Winter glitzern vor allem die Geoden und Steine von den Tischen und in den Vasen stehen Zweige von der Haselnuss, die hier und da schon angefangen haben zu blühen (sehr zum Leid aller Heuschnupfengeplagten, ich weiß) . Und seit unserem (schneereichen) Wochenende haben außerdem gefilzte Schneemänner dort Platz genommen.

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Wir hatten im Sommer einen Sack Rohwolle bekommen, selber gewaschen (eine Heidenarbeit – aber den Kindern hat es Spass gemacht) und verschiedene Dinge daraus gemacht. Einen kleines Rest hatten wir jetzt davon noch übrig, gerade so viel, dass die Jungs ein paar Bälle nass filzen konnten. Meine zwei großen Jungs setzten dann die Bälle mit Hilfe der Filznadel zu einem Schneemann zusammen, filzten noch mit schwarzer Filzwolle Knöpfe und mit gelber und roter Wolle die Nase darauf, klebten dem Schneemann eine Eichelkappe als Hut auf und Erlenzapfen als Arme. Zuletzt bekam er noch einen kleinen Schal – dann durfte er (oder besser gesagt dann durften sie) in der Winterlandschaft Platz nehmen.

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Ich wünsche Euch einen (kreativen) Dienstag!

Liebe Grüße

Leni

 

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Im Schnee

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Als letzte Woche die Temperaturen so weit gestiegen waren, dass wir ganz ohne Schal und Mütze das Haus verlassen konnten, die Pfützen auf der Straße immer größer wurden und sie Sonne sich für Tage so gar nicht zeigen wollte, dafür aber der Nieselregen stetig und permanent vom Himmel fiel – ja, da habe ich mir den Frühling herbei gesehnt. Ich habe mir neue Ideen für Ostern auf Pinterest angeschaut,  die Beete in meinem Garten neu geplant und mir auf dem Markt ein paar Kirschblütenzweige gekauft. Aber dann war er wieder da. Der Schnee, der den Winter so wundervoll macht, die Welt so zauberhaft verwandelt und die Kinder nicht länger im Haus sitzen lässt.

Ich glaube, ich werde mich nie satt sehen an den gepuderten Tannen (auch wenn es hier Fichten sind), den Glitzern des Schnees, wenn die Sonnenstrahlen darauf fallen und den Anblick der roten Wangen der Jungs, genauso wie es den Kindern nie langweilig wird Schneemänner zu bauen, mit dem Schlitten die Abhänge runter zu rodeln und Schneeballschlachten zu veranstalten.

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Und wenn der Winter uns so schön Tage schenkt wie an diesem Wochenende, dann darf der Frühling ruhig noch etwas warten, oder?

Ich wünsche Euch einen guten Start in die neue Woche!

Liebe Grüße

Leni

 

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Januar im Garten plus Verlosung

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Die Schneeglöckchen recken schon ihre Stängel aus der Erde und der Duftschneeball verströmt gerade schon den ersten Duft vom Frühling. Kein Wunder also, dass ich (gedanklich) schon mitten in der neuen Gartensaison bin und gerade mit Vorliebe Gartenbücher wälze. Vor einer Woche lag bei uns dann der erste Saatgutkatalog im Briefkasten und erinnerte mich daran, dass es Zeit wird mein Saatgut zu sortieren, alles was im Sommer und Herbst bis jetzt lose und unbeschriftet in Tütchen und Gläsern (und Hosentaschen, ähem) steckt zu beschriften und neu zu ordnen.

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Wovon habe ich ausreichend dieses Jahr (Tomaten!) und was muss ich nachbestellen? Was will ich dieses Jahr wohin pflanzen? Seit ein paar Jahren führe ich ein Garten(tage)buch, in dem ich Aussaattermine, Anbaupläne, Sorten und Erträge, Schädlinge, Düngergaben und eine Klimatabelle eintrage – ich kann das jedem Gärtner nur empfehlen; es erleichtert die Planung ungemein.

Letztes Jahr habe ich an dieser Stelle ein kleines Samenpaket verlost  – und es hat mir eine große Freude bereitet! Es war nicht nur schön, all die lieben und interessanten Kommentare dazu zu lesen, ich habe von den Gewinnern des Saatgutes ein paar Monate später auch Bilder von den angebauten Radieschen, Tomaten und der Kapuzinerkresse zugeschickt bekommen (und mich so gefreut)!

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Viele, die letztes Jahr mitgemacht hatten, schrieben, dass sie sozusagen „Gartenanfänger“ seien, gerade einen Garten oder eine Parzelle im Schrebergarten erworben/gepachtet hätten. Deshalb habe ich mir für dieses Jahr überlegt, nicht nur Samen, sondern auch noch ein Gartenbuch dazu zuverlosen! In dem Gartenbuch findet alles wissenswerte zum Thema Gartengestaltung, Pflanzenprofile, Bodenpflege und (was ich richtig klasse finde) einen Arbeitskalender für jeden Monat.

 

Ihr könnt das Gartenbuch „Gartenjahr“ vom GU Verlag gewinnen plus ein Saatgutpaket, bestehend aus folgenden Samen von:

1. bunten Radieschen (rote, gelbe, violette, weiße und weiß-rote)
2. Kapuzinerkresse in unterschiedlichen Variationen
3. unserer Lieblings-Tomatensorte (leider namenlos, aber es ist eine kompakt wachsende Sorte mit kleinen, süßen Früchten),
die alle mit viel Liebe in unserem (ökologisch) bewirtschaften Garten gewachsen sind ♥!

Radieschen, Kapuzinerkresse und Tomaten gedeihen im Garten (die Tomaten auch ohne Regenschutz) oder auf dem Balkon und sind so pflegeleicht, das sie ganz hervorragend von und mit Kindern gepflanzt und gepflegt werden können.

Wenn Ihr mitmachen möchtet, hinterlasst doch einfach hier auf dem Blog, auf Facebook oder Instagram bis zum 26.02.2018 einen Kommentar und (falls Ihr anonym schreibt) eine Emailadresse, damit ich Euch im Falle des Gewinns auch benachrichtigen kann.

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Übrigens habe ich mir auch gerade die Termine für die Saatgutbörsen und -festivals dieses Jahr in meinen Terminplaner eingetragen (viele Termine findet man z.B. unter http://www.nutzpflanzenvielfalt.de) und bin erfreut darüber, dass jedes Jahr mehr Veranstaltungen dieser Art dazu kommen. Das zeigt doch, dass das Interesse am Garten, am eigenen Gemüse- und Obstanbau und an (Heil-)Kräutern weiterhin steigt. Wie wunderbar!

 

Liebe Grüße ♥

Leni

 

 


Mein Erkältungsbalsam

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Nachdem wir so viele schöne Tage im Schnee hatten, hat uns seit dieser Woche nicht nur wieder der Alltag fest im Griff (sollte es nicht anders herum sein?), sondern auch eine Erkältung. Schniefende Nasen, Husten und Heiserkeit. Als ich klein war, gab es in solchen Fällen abends vor dem Schlafengehen Wick Vaporup auf die Brust und den Rücken. Kennt Ihr diese weiße Erkältungssalbe? Wenn ich die auf der Haut spürte (es wurde erst einbisschen warm, dann kalt, dann prickelnd), meine Nase nach ein paar Mal einatmen frei wurde und meine Eltern mir beim Einreiben sagten, dass ich morgen bestimmt schon wieder gesund sei, dachte ich immer, das wäre eine Zaubersalbe. Heute weiß ich, dass es Kampher, Eukalyptusöl und Menthol waren, die diesen Effekt auf Haut und Nase haben – und stelle einfach meinen ganz eigenen („Zauber-„) Erkältungsbalsam her.

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Man braucht:

  • 1/4 Tasse (etwa 70 ml oder 75 gr) gutes (extra virgin) Olivenöl
  • 2 Teelöffel (7 gr) Bienenwachs
  • 20Tropfen Pfefferminzöl (schmerzstillend, desinfizierend)
  • 10 Tropfen Rosmarin-Kampferöl (gibt es zum Beispiel von Pimavera als Kombination)  – alternativ: 10 Tropfen Eukalyptus (wirkt desinfizierend und schleimlösend) oder 5 Tropfen Kampfer (schleimlösend) oder 10 Rosmarin (antibakteriell, antiviral, krampflösend)
  • Tiegel zum Abfüllen (am besten dunkles Glas)

Wie es geht:

Olivenöl und Bienenwachs im Wasserbad langsam erwärmen, bis sich die Wachsplättchen aufgelöst haben. Die Mischung abkühlen lassen und dann die Tropfen der ätherischen Öle dazu geben und in die Tiegel abfüllen.

Jetzt hat man ein geschmeidiges Erkältungsbalsam, das sich gut verreiben lässt, Dank dem Pfefferminzöl diese wohltuende kalte, leicht prickelnde Gefühl auf der Haut hinterlässt und mit Hilfe von Kampfer und Rosmarinöl die Atemwege befreit und die Erkältung löst. Und das ohne irgendeinen ungewollten Zusatz.

Das Erkältungsbalsam hält sich mindestens 6 Monate (eher mehr) und wird vor dem Schlafengehen auf die Brust (und wer möchte auch auf den Rücken) aufgetragen. Allein das Auftragen des Balsams – und die damit verbundenen Berührungen und der Duft – lassen meine Kinder immer sofort entspannen.

ACHTUNG: Auf keinen Fall für Kinder unter 3 Jahren geeignet, besser erst bei Kindern ab 5 Jahren verwenden.  Der Kontakt mit selbst so verdünnten ätherischen Ölen kann bei Kindern (und Erwachsenen) mit sehr empfindlicher Haut Hautreizungen hervorrufen. Also besser erst an einer kleinen Stelle testen, bevor man große Hautflächen einreibt (die Warnhinweise findet man übrigens auch auf jedem industriell hergestellten Erkältungsbalsam).

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Der Winter und die Erkältungszeit bleiben uns wohl noch mindestens bis zum März erhalten – um so wichtiger ist es da das Immunsystem zu stärken, die wenigen Sonnenstrahlen zu genießen, die Winterfreuden zu nutzen und auf den kommenden Frühling hoffen!

 

Liebe Grüße

Leni

 

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