Teezeit

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Als erstes mal ein Geständnis: ich trinke keine Kaffee. Ich weiß, ich bin da in der Minderheit, und der stetig steigenden Anzahl an Coffeeshops zufolge, werden wir (Nicht-Kaffeetrinker) auch immer weniger. Ich mochte übrigens auch noch nie Kaffee. Weder mit Milch, noch mit Zucker, noch mit beiden. Weder bei Müdigkeit, bei Stress oder in geselliger Runde. Aber Tee. Ja, Tee trinke ich hin und wieder gerne. Nicht täglich mehrere Tassen. Aber wie heimelig ist es doch, mit einer Tasse Tee in der Hand auf dem Sofa zu sitzen und zu lesen, während es draußen kalt ist und der Regen an die Scheibe prasselt. Als ich ein Kind war, hatten wir immer Teedosen mit herrlich duftenden Teemischungen in der Küche stehen. Mittlerweile ist meine „das-muss-ich-nicht-kaufen-sondern-kann-es-selber-machen“- Vorliebe auch beim Tee angekommen und so experimentiere ich seit zwei Jahren an meinen eigenen Teemischungen mit Kräutern, Blättern und Früchten aus dem Garten.

Sommerblumen

Und das mache ich so: zu den ein bis zwei Hauptkräutern (die für den Anlass, die Beschwerde oder die Wirkung entscheidend sind) gebe ich für den Geschmack ein paar Lieblingskräuter dazu und fülle mit Beerenblättern oder Blumenblüten (Rose, Malve) auf. Unten habe ich die Kräuter aufgelistet, die ich immer wieder für verschiedene Mischungen nehme. Die Auflistung ist so zu verstehen, dass nicht alle Kräuter und Früchte auf einmal in den Tee kommen (müssen), sondern immer nur ein oder zwei Komponenten je Kategorie.

Teekräuter (2)

Meine Favoriten sind:

Erkältungstee

Hauptkräuter: Salbei, Oregano, Thymian, Holunderblüten

Geschmackskräuter:  Zitronenmelisse, Kamille, Zitronenverbene

Füllkräuter: Brombeer,- oder Himbeerblätter, Kamille

Magen/Darmtee 

Hauptkräuter: Fenchel, Anis, Dill (Samen)

Geschmackskräuter: Apfelstücke

Füllkräuter: Rosen,- oder Malvenblüten

Wintertee         

Hauptkräuter: Ringelblumenblüten, Melisse, Ananassalbei,

Geschmackskräuter: Zimt, Vanille, Hagebutte, Orangenschalen

Füllkräuter: Kornblumen, Erdbeerblätter

Frühlingstee    

Hauptkräuter: Minze, Hibiskus, Apfel

Geschmackskräuter: Waldmeister (nur in kleinen Mengen), Erdbeeren

Füllkräuter: Gänseblümchen, Frauenmantel

Kindertee          

Hauptkräuter:   Apfelstücke, Hagebutte, Hibiskus, Pfefferminze 

Füllkräuter: Brombeer-, Himbeerblätter, bunte Blüten

Teezeit

Was ist Euer Lieblingstee?

Liebe Grüße ♥

Leni

 

Verlinkt mit Caros Grünzeug!

 

 

 

 


Sankt Martin

Laterne

(Der Beitrag enthält unbezahlte, unbeauftragte Werbung)

Bei uns hat die Martinswoche begonnen und damit eine wunderbare Zeit, denn wir alle mögen die stimmungsvollen Tage um den Sankt Martinstag sehr. Die Natur zieht sich zurück, die bunten Blätter fallen zu Boden, das Licht schwindet. Wie beglückend ist es jetzt ein Licht in dunkler Nacht vor sich zu tragen, unter Gesang und Stille, durch die Straßen und über die Felder.

Laternen. Die Laternen werden bei uns bereits im Kindergarten und in der Schule gebastelt. Eine schöne und einfache Laterne, auch für Zuhause, ist die „Waldorf-Laterne“. Die Kinder malen mit Aquarellfarben auf rechteckiges (Aquarell-) Papier, das nach dem Trocknen mit ein wenig Öl (z.B. Babyöl) eingerieben und in „Käseschachteln“ eingeklebt wird. Mit Draht wird die Laterne dann an einen Stock befestigt. Möchte man auf die Käseschachteln verzichten, kann man mit der gleichen Technik auch eine Faltlaterne basteln. Eine anderes Modell ist die runde Laterne (ähnlich wie diese hier), die mit Hilfe eines Luftballons und Kleister hergestellt wird. Verziert mit Herbstlaub oder Sternen, wird sie ebenfalls mit Draht an einem Stock befestigt. Wir nehmen immer echte Kerzen, um die Laternen zu illuminieren. Dadurch leuchten die Laternen wunderbar warm und die Kinder gehen viel achtsamer mit ihnen um.

Weckmänner

Gebäck. Hier, in meiner Heimat, bekommt jedes Kind zu Sankt Martin einen Weckmann. Und der (warum auch immer), trägt immer eine Pfeife aus Ton. Mittlerweile haben wir eine ganz stattliche Tonpfeifensammlung, so dass wir gleich an mehreren Tagen Weckmänner backen und die Pfeifen immer wieder benutzen können. Ein Rezept für die Weckmänner findet ihr hier.

Es muss ja keine echte Gans zu Sankt Martin sein (ganz im Gegenteil) – diese Martinsgänse von Tanja retten (Gänse-)Leben und schmecken bestimmt total lecker!

Liedertext

Lieder. Es gibt richtig viele schöne Sankt Martins-, und Laternenlieder (hier im Rheinland sogar auf Kölsch). Neu entdeckt habe ich Eveline auf Youtube, die Herbstlieder wunderschön singt (auf deutsch, englisch und niederländisch). Bisher findet man sechs Lieder bei ihr – hoffentlich werden es noch mehr!

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Die Legende. Die Legende, des römischen Soldaten Martin, der seinen Mantel mit einem frierenden Bettler teilt, steht (neben dem Laternenlicht) im Mittelpunkt des Festes. Bei uns zu Hause stehen bereits seit einigen Tagen die beiden Protagonisten in Holz auf dem Jahreszeitentisch, zusammen mit diesem kleinen Martinsbüchlein. Beim, oder nach dem Lesen, spielen die Kinder immer gerne die Mantelszene mit den Figuren nach und verinnerlichen so das, was dieses Fest uns an Geisteshaltung mitgeben soll.

Helfen und Teilen. Nächstenliebe und Barmherzigkeit.

 

Ich wünsche Euch ein schönes Sankt Martins-, oder Laternenfest.

Liebe Grüße ♥

Leni


Hallo November!

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Herbstblätter bedecken den Boden wie ein großer, heller Teppich und lassen die Bäume nackt zurück. Das grüne Gras verblasst zu braun und die Nächte bringen den Raureif über das Land, der alles verzaubert. Die Natur legt sich zur Ruhe, die Dunkelheit nimmt sich jeden Tag ein Stück mehr vom Licht. Der November ist voll Melancholie, so still und oft auch trüb, und weckt in uns das Bedürfnis nach Rückzug, Gemütlichkeit und Geborgenheit. Er erlaubt es uns sich zu besinnen. Zur Ruhe zu kommen. Bevor der Weihnachtstrubel beginnt.

Wir freuen uns im November auf:
* Allerheiligen und Allerseelen. Zeit sich zu besinnen. Wir zünden eine Kerze für jeden von uns gegangenen lieben Menschen an und schwelgen in Erinnerungen bei der Durchsicht alter Bilder.
* Sankt Martin, Laternen, Lieder und Weckmänner.
* Spaziergänge im Wald. Hier findet man die schönste Dekoration für den bevorstehenden Advent.
* Amaryllis. Wir holen Mitte November die dicken Knollen wieder aus dem Keller und stellen sie ans Fenster. Am Anfang geben wir der Amaryllis nur wenig Wasser, sonst treibt sie nur Blätter und keine Blüten. Mit etwas Glück blüht sie pünktlich zum Weihnachtsfest.
* Frostverzierte Blätter.
* Stricken. Auf der Couch mit einer Tasse Lieblingstee.
* Kaminabende und Kerzenlicht.
*Feldsalat und Mandarinen. Und Hagebuttenmarmelade.
* Kunst- und Handarbeitsbasare. Wie zum Beispiel von den Waldorfschulen. Die sind immer so zauberhaft und schön gestaltet.
* Waffeln mit heißen Kirschen und Sahne und Früchtepunsch.
* schon auf Weihnachten. Jetzt ist die beste Zeit in Ruhe Wunschlisten und Plätzchenrezepte, Weihnachtskarten und Adventskalender zusammenzustellen.
* den ersten Frost, der Rosenkohl und Grünkohl so richtig gut schmecken lässt.

 

 

Ich wünsche Euch einen wunderbaren November!

 

Liebe Grüße

Leni

 

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Letzte Vorbereitungen für Halloween

Kürbislaterne

Wie jedes Jahr, haben wir auch dieses Jahr wieder alle zusammen ein kleines Kürbishaus gestaltet. Jetzt, wo nach der Zeitumstellung die Dunkelheit früher in den Tag hereinbricht, steht er, illuminiert von einem Teelicht, draußen vor dem Fenster. So heimelig.

Wichtelhaus

Meinen beiden großen Kinder sind morgen zu Halloweenpartys eingeladen, aber ich hoffe doch sehr, dass danach noch ein bißchen Zeit für unser kleines Samhainfest bleibt.

Um die Beutel für die Partygeschenke der Feierlichkeit anzupassen (wir verpacken ja nicht so gerne in Geschenkpapier), haben wir einfach ein paar Jack O´Laterns auf die Beutel gestempelt.

Kürbisstempel

Das ging ganz einfach – als Stempel haben wir einen halben Apfel genommen, den wir mit dem Messer Augen, Nase und das gruseligen Grinsen eingeschnitzt haben. Danach haben wir mit Stofffarbe erst in Orange den Kürbis gedruckt, und dann später mit brauner Farbe noch freihändig den Stiel aufgemalt. Nach dem Bügeln ist die Farbe fixiert und jetzt sind die Beutel fertig für ihren Einsatz morgen.

Und natürlich darf das Original nicht fehlen. Was wäre Halloween ohne die Kürbislaterne?!

Jackolatern

Ich wünsche Euch ein gruseliges Halloween und einen magischen Samhain!

Liebe Grüße

Leni

 

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Postkarte aus Holland

Holland

Wir haben für ein paar Tage unseren herbstlichen Wald gegen Strand und Meer, Tee gegen Chocomel met Slagroom, den Nebel auf den Wiesen gegen Sonnenaufgänge hinter Windmühlen und unsere Hühner gegen kreischende Möwen getauscht. Kurz: wir waren über ein langes Wochenende in Holland.

Mittlerweile ist es schon so etwas wie eine Tradition, dass wir uns (fast) jedes Jahr in den Herbstferien mit Freunden in Zeeland treffen, um zusammen die Sonnenuntergänge am Meer zu verbringen. Wir hatten bisher immer Glück mit dem Wetter, mal etwas wärmer, mal kälter, aber immer tagsüber sonnig und nachts sternenklar.

amstrand

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Die wenige Zeit, die wir hier in Zeeland verbringen, will gut eingeteilt sein. Drachen steigen lassen, das Maislabyrinth besuchen, Sandburgen bauen, eine kleine Stadt besuchen (dieses Jahr Veere), den leckersten, frisch gepressten Apfelsaft des Landes probieren und natürlich Vla essen (pfui, Spinne – aber die Jungs lieben es).

In unserer Unterkunft ist ein Pizza-Ofen vorhanden, der abends im Mittelpunkt steht und leckere, dampfende, (sehr Käse -lastige) selbstgemachte Pizza für alle zaubert.

Man könnte meinen, der Himmel ist über dem Meer viel größer. Alles hier ist so viel weiter. In Decken gehüllt sitzen wir kuschelnd nebeneinander und sehen zu, wie die Sonne im Meer versinkt und der Himmel kurz danach seine Unendlichkeit preis gibt. Wenn ich wüßte, wie man mit der Kamera einen Sternenhimmel fotografiert, so dass die Sterne zu erkennen sind, hätte ich Euch es gerne gezeigt.

Sonnenuntergang

Ich wünsche Euch einen guten Start in die (Herbstferien-) Woche!

Liebe Grüße ♥

Leni

 

Mehr Wochenenden gibt es bei WiB.


Das große Werkbuch für Kinder (Werbung)

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Wir bekommen nicht oft Pakete. Umso aufregender ist es, wenn mal eins auf unserer Fußmatte liegt. „Tut mir leid, Jungs, das ist für mich“, musste ich meine Kinder enttäuschen als das sehnlichst erwartete Buchpaket vom Haupt Verlag bei unserer Rückkehr nach Hause vor der Tür lag, und ich es schon ausgepackt hatte, noch bevor wir wirklich im Haus waren. „Aber das ist gar nicht für dich“, empörte sich mein Ältester, „da steht drauf, dass es für Kinder ist!“. Und grinsend meinte er dann „also bekommen wir es!“, und zog mit dem Buch in der Hand und seinen Brüder im Schlepptau ab in den Garten.

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Nach einiger Zeit kamen sie dann zurück ins Haus und verkündeten, dass sie unbedingt Töpfern wollten und fragten, ob wir jetzt bitte Ton besorgen könnten. Und außerdem bräuchten sie Holz. Und so eine große Batterie. Und Pappe. Die sei doch im Keller, oder? Ein wenig perplex nickte ich, als sie mir das Buch zurückgaben und ich kurz danach Trippelschritte auf der Kellertreppe vernahm. Jetzt war ich neugierig. Neugierig auf das Buch, dass sie so in Tatendrang versetzt hatte.

„Das grosse Werkbuch für Kinder“ von Claudia Huboi & Claudia Scholl ist eine Sammlung von Grundwissen über die verschiedensten Materialien und der zugehörigen Techniken, mit denen Kinder aus Grundstoffen ihre eigenen Projekte umsetzen können. Dazu kommen noch jeweils 3 bis 7 einfache bis knifflige DIY-Ideen zu jedem Material, an denen noch einmal gezeigt wird, wie die verschiedenen Methoden zur Gestaltung angewendet werden. Aber vor allem macht dieses Buch eins: Lust selber kreativ zu werden!

Wir entschieden uns dann zuerst einmal tatsächlich fürs Töpfern (dem Gebiet in der weiten Gestaltungslandschaft, auf dem ich so ziemlich am ahnungslosesten bin). Dank der Materialkunde im Buch konnten wir uns im Bastelladen ziemlich sicher bewegen und den richtigen (der zig verschiedenen) Ton-Sorten auf Anhieb finden. Erst ärgerte ich mich ein wenig darüber, dass der Ton nur in 10 kg-Säcken verkauft wurde (was sollte ich nur mit den ganzen Ton anfangen?), später war ich darüber sehr froh – wir sind nämlich gerade so damit ausgekommen. Töpfern macht süchtig.

Den Ton, den wir verwendet haben, nennt man Aufbauton. Er wird später im Brennofen bei ca. 900 – 1100 Grad gebrannt (Schrühbrand) und kann danach noch glasiert und ein zweites Mal gebrannt werden (Glasurbrand). Als Werkzeuge nahmen wir das, was in unserer Küche vorhanden war: ein Nudelholz zum Ausrollen des Ton, Messer, Gabel und Löffel zum Aushöhlen der Figuren (das geht natürlich professioneller mit richtigen Tonwerkzeugen). Und ganz wichtig: eine Unterlage für den Tisch, an der der Ton nicht kleben bleibt. Wir haben dafür (übrigens für alle Bastelarbeiten) eine Wachstischdecke, die zwar nicht besonders hübsch ist, aber schon seit Jahren ihren Zweck bestens erfüllt.

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Bei der Herstellung der Schüsseln, Tassen, Vasen, Igel, Fische, Kerzenhalter, dem Schneemann und der Bilder haben wir uns an die Techniken gehalten, die in dem Buch beschrieben sind – und es hat wunderbar geklappt. Dazu haben wir selbst auch ein wenig experimentiert. Zum Beispiel mit der Kartoffelpresse, für die Stacheln der Igel, oder mit Plätzchenausstecher für die Kerzenständer.

Töpfern

Die fertigen Kunstwerke haben wir wieder zurück in die Bastelladen gebracht; neben dem Verkauf von Ton bieten sie auch einen Brennservice und die Lasur für kleines Geld an.

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Das Töpfern hat den Kindern so viel Spaß gemacht, dass wir uns vorgenommen haben, einen Töpferkurs zusammen zu besuchen und die Techniken zu verfeinern und auszuweiten. Und ich glaube, genau das ist es auch, was das große Handwerkbuch als umfangreiches Nachschlagewerk ausmacht. Es ermöglicht Kindern den leichten Einstieg in die Welt des kreativen Gestaltens. Es gibt Mut sich an Projekte heran zu trauen. Es beschreibt genau, welches für Material und Werkzeug benötigt wird, wie es funktioniert und was auch mögliche Gefahren sein können (z.B. in Hinsicht auf die Benutzung eines Cutters).

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Und falls Ihr jetzt Interesse am Werkbuch habt, könnt Ihr Euer Glück hier versuchen:

Der Haupt-Verlag verlost 10 Exemplare des Handwerkbuches!

Mehr Projekte aus dem Buch und Rezensionen findet Ihr auf den teilnehmenden Blogs der Blogtour:

Werkbuch-für-Kinder-BlogtourBanner

Diese Buchvorstellung entstand in freundlicher Zusammenarbeit mit dem Haupt Verlag im Rahmen der Blogtour. Das Buch durfte ich behalten. Die Worte und Ansichten im Beitrag sind meine eigenen.

Liebe Grüße ♥

Leni

 

 

 


Herbstblätter und Quitten

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War das nicht ein herrliches Herbstwochenende? Wir konnten uns kaum an den herrlichen Herbstfarben satt sehen. Daher konnten wir eigentlich nur eins machen, eine Wanderung durch den Herbstwald. Wandern mit Kindern ist ja immer so Ding. Entweder sie finden Stöcke, Pilze, gefährliche Abhänge oder Wurzeln zum Klettern, dann ist alles prima und sie schaffen 6 bis 8 km oder Gemurre oder aber der Wanderweg führt über breite asphaltierte Strassen oder kinderwagentaugliche Wege und man kann (im besten Fall) übel gelaunte Kinder hinter sich her ziehen. Will sagen: die Auswahl des Wanderwegs will gut durchdacht sein!

Essigbäume

Noch ein Tipp. Immer einen Beutel (oder ein Körbchen) mitnehmen. Wir kommen nie, aber auch wirklich nie ohne Herbstschätze aus dem Wald wieder. Und mit piksigen Bucheckerschalen oder einigen Zapfen in den Hosentaschen lässt es sich nicht mehr ganz so gut wandern (autsch).

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Mein liebstes Sammelobjekt sind gerade bunte Blätter. An denen kann ich nur schwer vorbei gehen. Letztes Jahr haben wir die Blätter in Wachs konserviert, dieses Jahr presse ich sie einfach in der Blumenpresse. Die ersten fertigen Blätter hat mein Sechsjähriger mit Nadel, Faden und seinem Lieblingsstock zu einem kleinem Mobile verarbeitet (und ist super stolz darüber. Und ich erst ;-)).

Blätter-Mobile

Das zweite Vorhaben an diesem Wochenende war die Quitten endlich zu verarbeiten. Mehrer Körbe voller zitronengelben, wohlriechenden Früchten warteten schon ungeduldig darauf entsaftet zu werden. Eigentlich kann man Quitten recht lange lagern. Da aber die Jungs fürs Ernten zuständig waren, und sie die Früchte mehr runtergeschüttelt haben als gepflückt (geht ja schließlich auch schneller, meinten sie), dachte ich mir, dass eine zügige Weiterverarbeitung wohl sinnvoll wäre.

Quitten

Die beste (und einzige?) Methode den Quitten ihren leckeren Saft zu entlocken ist das Entsaften im Dampfkochtopf. Denn obwohl die Quitten den Äpfeln ähnlich sehen – sie sind ganz das Gegenteil, nämlich knüppelhart.

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Quitte

Alle Quitten haben wir dieses Wochenende noch nicht geschafft zu entsaften (immerhin wollten diese ungewöhnlich warmen und sonnigen Oktobertagen genossen werden) – aber immerhin können wir einige Gläser mit dem glibberigen und absolut köstlichen Quittengold jetzt für den Winter einlagern.

Quittengelee

Wie war Euer Wochenende?

Liebe Grüße

Leni

P.S.: Liebe Gesa, das Quittengelee geht diese Woche noch auf die Reise ;-)!

P.P.S.: Mehr Wochenenden gibt es bei WiB nachzulesen.


Herbstkönig

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Ich liebe diese Herbstfarben. Den Nebel am Morgen. Das Rascheln der Blätter unter den Füßen. Die schönsten Herbstblätter nehmen wir mit nach Hause, pressen sie in der Blumenpresse oder konservieren sie in flüssigem Wachs. Für Girlanden und Mobiles, Bilder und einfach so zum Basteln. Aus den großen Ahornblättern machen wir jedoch etwas besonderes: Blätterkronen.

Dafür falten wir das Ahornblatt und entfernen den Stengel. Diesen benutzen wir dann als Verbindung zweier Blätter miteinander, in dem wir den Stengel durch beide Blätter zweimal stecken. Eine ähnliche Anleitung für die Blätterkrone  habe ich auch hier gefunden.

Blätterkrone3

Wir haben hier gleich zwei Herbstkönige gekrönt – vielleicht kommt ja noch der ein oder andere dazu ;-)!

Liebe Grüße

Leni

 

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Creadienstag

HoT

Caros Grünzeug

 


Wir feiern Erntedank

DahlienundKastanien2

Ich glaube, wenn man Obst und Gemüse (wenn auch nur im Kleinen) selber anbaut, bekommt man erst ein Gefühl dafür, wie wunderbar das Zusammenspiel von Sonne und Regen, Erde und Pflanzen, Nützlingen und Schädlingen funktioniert, und wie abhängig der Mensch doch eigentlich davon ist, dass sich alles so gut zusammenfügt. Wenn man einen feinen, kleinen Samen im Frühjahr in die Erde brachte, hegte und pflegte bis eine stattliche Pflanze daraus wuchs, und im Spätsommer dann die wortwörtlichen Früchte der ganzen Arbeit genießen durfte, wird man tatsächlich ein wenig demütig. Und vor allem dankbar. Für den Reichtum der uns umgibt. Für die Sorglosigkeit. Sicher, selbst durch Ernteausfälle ist unsere Existenz hier nicht wirklich bedroht, und die Supermarktregale sind täglich voll mit allen möglichen Nahrungsmitteln. Daher mag das Erntedankfest für viele Menschen vielleicht die Bedeutung verloren haben. Für uns aber stand das vergangene Wochenende fest im Zeichen von Erntedank.

Quittentransport

Romanesco

Trauben

Am den Tagen vorher, haben wir die Quitten (so viele Früchte hatten wir noch nie am Baum) und Trauben, die noch verbliebenen Kürbisse und Kohlköpfe gepflückt und geerntet, die letzten Dahlien vom Selberpflück-Feld geschnitten und sind noch einmal über die Wiesen gezogen, um Kastanien und Nüsse zu sammeln (egal wieviel Körbe voll Kastanien wir schon zu Hause haben, an diesen glänzenden Handschmeichlern können wir einfach nicht vorbei gehen).

Oktobermagie

Am Samstag waren wir dann noch auf dem Herbstmarkt von Schloss Dyck. Meine Schwiegermutter wohnt ganz in der Nähe, weshalb wir, wann immer wie bei ihr zur Besuch sind, einmal durch den Schlosspark spazieren und zu diesem Zweck eine Dauerkarte besitzen. Jetzt im Herbst bildet das bunte Laub der vielen verschiedenen Bäume eine traumhafte Kulisse für den Markt.

Kürbisse

Während wir das Herbstfest Michaeli im kleinen, familiären Rahmen und mehr für uns zelebrieren, feiern wir das zweite Herbstfest, Erntedank, mit Freunden, der Gemeinde und dem ganzen Dorf.  Die Kinder bringen ihre Körbchen mit Herbst- und Ernteschätzen mit, die später zusammen um den Altar herum drapiert werden, die Blaskapelle spielt „Alle Guten Gaben“ und nach dem Gottesdienst sitzen alle noch bei Apfel- und Pflaumenkuchen beieinander, während die Kinder nach dem größten Kürbis und der größten Zucchini suchen.

Dankbarkeit, für das was uns die Natur schenkt oder (wenn man es von der christlichen Seite her sieht) für die Gaben, die von Gott kommen. Das ist der Gedanke von Erntedank, dem Fest, das schon in der vorchristlichen Zeit gefeiert wurde. Und diesen Gedanken tragen wir in der Spätsommer-, und Herbstzeit, in der wir entweder selber Obst und Gemüse, Nüsse und Pilze geerntet und gesammelt haben oder einfach die Vielfalt an Nahrungsmittel sehen und schmecken dürfen, mit uns im Herzen.

 

Liebe Grüße

Leni

 

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Wochenende in Bildern

 

 

 

 


Hallo Oktober!

Oktober

Wenn das Jahr ein Musikstück wäre, wäre der September das Crescendo, das allmähliche Lauterwerden der Musik. Die ersten Blätter verfärben sich, das satte Grün des Frühlings und des Sommers weicht den Farben des Herbstes. Der Oktober aber ist der Höhepunkt des Stückes, laut, bunt und wild. Manche Bäume sehen aus als stünden sie in Flammen – so spektakulär ist ihr Laubwerk in rot, orange und gelb. Ebenso leuchten uns die Hagebutten, Vogelbeeren und Schlehen und Sanddorn entgegen. Die Herbstwinde rütteln an den Bäumen, lassen die Blätter wild durch Luft wehen und schmücken die Wege mit einem raschelnden Blätterteppich. Die Natur zündet ein letztes Feuerwerk ab, bevor im November die Töne wieder ruhiger werden.

Die kalten Temperaturen in der Nacht mahnen uns, dass der Winter naht. Wir machen es uns mit Kerzen und Decken gemütlich. Die milden Temperaturen am Tag schicken uns raus in die Natur. Vor allem in den Wald. Aber der Oktober hat noch so viel mehr zu bieten.

Wir freuen uns auf:

  • das Erntedankfest! Während Michaeli das Herbstfest ist, welches wir nur für uns in der Familie zelebrieren, feiern wir Entedank mit der Gemeinde und sogar dem ganzen Dorf.
  • den Tag der deutschen Einheit.
  • Kerzenlicht und Gemütlichkeit. Stricken und Lesen. Tee und Kakao.
  • Herbstmärkte. Schlösser, Parks und hübsche Altstädte bieten oft die Kulisse für Kunst-, Handwerks-, und Gartenmärkte im Herbst.
  • Herbstferien!
  • Kürbissuppe. In allen Variationen. Mal asiatisch angehaucht, mal scharf, mal pur.
  • Pilze. Hoffentlich. Endlich.
  • den Frühling. Denn jetzt kommen noch schnell die Zwiebeln der Frühlingsblüher in den Boden (wenn sie denn dort nicht schon sind).
  • Spaziergänge im Wald mit Blättergeraschel unter den Füßen.
  • Herbstschätze.
  • Astern und Dahlien.
  • Laubhaufenspringen.
  • auf das Knoblauchstecken. Für eine frühe und gute Knoblauch-Ernte im nächsten Jahr.
  • Unser kleines Kürbishaus.
  • Halloween/Samhain! Die gruseligste Nacht im Jahr. Wie und warum wir sie feiern, steht hier.

 

 

Ich wünsche Euch einen magischen Oktober!

Liebe Grüße ♥

Leni

 

Verlinkt mit Der Zitronenfalterin/Oktobermotto