Bunte Blümchenbutter

blümchenbutterhand

Der Juli zeigt sich im Garten und auf den Wiesen von seiner bunten Seite: Ringelblumen und Hibiskus, Borretsch und Malven und sogar die ersten Sonnenblumen blühen jetzt. Um ein wenig von der Pracht zu konservieren, machen wir Blütenbutter.

blümchenbutterquer

Zutaten:

125 gr Butter

2 Hände voll Blüten, z.B. von

  • Kapuzinerkresse
  • Malven
  • Ringelblume
  • Borretsch
  • Klee
  • Gänseblümchen
  • Löwenzahn
  • Rosen
  • Hornveilchen
  • Taglilien
  • Taubnessel
  • Sonnenblumen

Salz und ein paar Tropfen Zitronensaft

blümchenbutter1

Zubereitung:

Butter weich werden lassen und in eine Schüssel geben. Blütenblätter abzupfen und wenn nötig zerkleinern. Blütenblätter, Salz und Zitronensaft zur Butter geben und cremig rühren.

Die Butter kann man sehr gut in kleine Gläser portionieren oder in einen Eiswürfelbehälter und einfrieren.

blümchenbutterbrot

„Konfettibutter“ nennen es meine Kinder, und sie schmeckt wirklich jedem hier richig gut ;-).

Liebe Grüße ♥

Leni


Kräutersommer

mittsommerblumen

Die meisten Kräuter und Wildpflanzen stehen jetzt, an den längsten Tagen im Jahr, in ihrer vollen Pracht auf den Wiesen, Waldrändern und im Garten. Ein guter Zeitpunkt, um die Pflanzen zu konservieren, denn nun ist ihre Heilkraft am grössten.

Aus Johanniskraut gewinne ich Rotöl, ein Öl, dass bei Sonnenbrand, aber auch bei Gelenkschmerzen hilft. Und bei von Wachstumsschmerzen geplagten Kindern.

Spitzwegerich und Ringelblumen geben ebenfalls ihre Heilkraft in das Öl ab, das später zu unseren Salben für „wilde Kinder“ verarbeitet wird. Gerade die Heilkraft des Spitzwegerichs finde ich immer wieder faszinierend. Letztens hatte ich mir bei Umgrabearbeiten eine offene Blase an der Handinnenfläche zu gezogen, die höllisch brannte. Ein Klecks Spitzwegerichsalbe darauf – und die Schmerzen waren innerhalb einer Minute einfach wie weggeblasen.

Viele Kräter nutze ich getrocknet als Würz- oder Teekräuter. Die heiße Luft der vergangene Woche haben die Pflanzenteile zum Glück schnell trocknen lassen.

Kräutertrocknen

Wenn sie dann rascheln oder sich leicht reiben lassen, sind die bereit in Gläsern verstaut zu werden. Neben verschiedenen Minz- und Salbeisorten, Verbene, Malven-, Korn-, und Ringelblumenblüten, lohnt es sich auch die Blätter von Himbeeren, Johannisbeeren und Brombeeren für Teekreationen zu trocknen.

Teekräuter (2)

Aus Königskerze, Salbei, Beifuß und Rosmarin binde ich jetzt außerdem meine Smudge Sticks, meine Rücherbündel. Auch sie müssen gut durchtrocknen und werden dann dunkel gelagert, bis sie zu den Rauhnächten und zur Frühjahrsreinigung gebraucht werden.

Räuchersticks2

Und zu letzt, wenn er für die Bienen nicht mehr interessant ist, zieht der Lavendel in unser Haus. Als Duftstoff gegen die Motten und Beruhigungssäckcheninhalt für aufgewühlte Nerven.

Wenn man einmal in die wunderbare Welt der Kräuter- und Heilpflanzen eingestiegen ist, eröffnet sich einem ein ganz anderer Blick auf unsere heimischen Pflanzen. Eine Kräuterwanderung oder ein Pflanzenseminar ist ein guter Einstieg oder auch eine sinnvolle Vertiefung in das Thema, und wird mittlerweile an vielen Orten angeboten.

Liebe Grüße

Leni


Hallo Juli!

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Der Juli strahlt in allen Blautönen. Blau wie das Wasser im Meer, der wolkenlose Himmel, die Blaubeeren und die Kornblumen, der Rittersporn, der Lavendel. Das Leben ist im Juli so herrlich leicht. Die Ferienzeit ist für viele bereits da oder fängt im Juli an. Jetzt werden große Abenteuer geplant oder es wird einfach nur in den Tag hinein gelebt.
Die Gemüsebeete sind jetzt üppig gefüllt, die Vielfalt an Obst aus dem Garten, vom Markt oder aus südlicheren Ländern ist im Juli überwältigend. Wir versuchen den süßen Geschmack des Sommers zu konservieren, in dem wir die Opulenz des Juli in Gläser abfüllen. Und sind am und im Wasser. Ob im Kleinen, in Eimern, Gießkannen, in Bewegung im Bach oder Fluß oder im ganz Großen am See oder Meer – Wasser hat für Kinder etwas magisches an sich.

Wir freuen uns im Juli auf:

* Ferien! Ferien! Ferien! Hier in NRW ist es Mitte des Monats soweit.

* Wasser. In jeglicher Form. Meer, Fluss, See, Teich, Bach, Planschbecken, Rasensprenger, Zinkwanne. Denn statistisch gesehen hat der Juli die meisten Sonnenstunden und die heißesten Tage.

* Blaubeeren, Wassermelonen, Pfirsiche, Aprikosen, Nektarinen.

* Korn- und Strohballenfelder.

* lange, laue Nächte.

* Gemüse! Bohnen, Zucchini, Brokkoli, Mangold, Gurken, Fenchel, rote Beete, Salate und die ersten Tomaten (habe ich was vergessen?)!

* selbstgemachtes Eis. Geht so einfach – ist so lecker!

* die ersten Kartoffeln.

* die letzten Sommerfeste vor den Ferien.

* Kirschen. Die schmecken jetzt im Juli einfach so richtig gut. Und fordern uns auch athletisch heraus: im Kirschkern-Weitspuck-Wettbewerb. Wenn man die Kerne wieder einsammelt, abkocht und trocknet, kann man sie übrigens noch für selbstgemachte Kirschkern-Kissen verwenden (und hat so auch wieder ein Stück Sommer konserviert).

* Sonnenblumen, Zinnien, Cosmeen, Löwenmäulchen, Rittersprorn, Phlox und Hortensien. Und noch viele andere Sommerblumen stehen jetzt in voller Blüte.

* Schätze vom Strand. Muscheln, Steine, Treibholz. Für den Jahreszeitentisch oder zum Basteln.

* Urlaubsplanungen, Ferienabenteuer und Sommerglück.

* aufs Einmachen. Natürlich Marmelade und Gelee, aber auch rote Beete und kleine Einlegegurken kommen jetzt ins Glas.

* Lagerfeuer und Sternenhimmel.

Ich wünsche Euch einen wunderbaren Juli!

Liebe Grüße

Leni


Mittsommer und Johanni

Mittsommer2

Der Jahreskreis ist nun zur Hälfte beschritten, die Sonne hat ihren höchsten Stand. Sie steht dann senkrecht über dem nördlichsten Wendekreis und wir erleben die längsten Tag und die kürzeste Nacht des Jahres. Der kalendarische Sommer beginnt jetzt erst, und was wir heute vielleicht nur noch als astronomische Fakten ansehen und vielleicht bewußt gar nicht mehr wahrnehmen, hatte schon zu jeder Zeit große Bedeutung für unsere Ahnen. So feierten schon die Kelten und Germanen den höchsten Stand der Sonne und die damit einhergehende Fülle der Natur mit zahlreichen Ritualen und Bräuchen. Im Zuge der Christianisierung wurden über die ausgelassenen, heidnischen Sommersonnenwendenfeste der Geburtstag des Täufers Johannes gelegt. Das Johannisfest liegt der „heiligen Nacht“, dem „Heiligabend“ am 24. Dezember, im Jahreskreislauf genau gegenüber. Im christlichen Brauchtum ist das Johannisfest aber ein wenig in Vergessenheit geraten.

Johannisbeerenpflücken

Seit ein paar Jahren feiern wir mit unseren Kindern den längsten Tag des Jahres mit einem kleines Fest, laden Freunde ein, binden Blumenkränze, pflücken zusammen Johannisbeeren und kochen Gelee daraus, backen ein Sonnenbrot (ja, das soll die Sonne sein ;-)) und entfachen ein Lagerfeuer. Wenn die Glut am Ende klein geworden ist, dürfen die mutigsten Kinder einen Sprung darüber wagen.


In Legenden und Märchen erscheinen in der Johannisnacht Elfen, Feen und Zwerge und Liebende finden zueinander – deshalb gehen wir in der Dämmerung los, um Glühwürmchen zu suchen, die so magisch am Waldesrand leuchten. In meiner Kindheit sah ich die vielen kleinen Lichter sehr oft auf den Wiesen (ich dachte, es seien Feenlichter), heute sind sie seltener geworden.

Ein schönes Kinderbuch, was wir gerne um Mittsommer herum lesen, ist „das Blumenfest“ von Elsa Beskow (unbezahlte, unbeauftragte Werbung * Amazon Partnerprogramm Link).

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Mit dem höchsten Stand der Sonne, öffnet das Johanniskraut seine gelben Blüten. Aus ihnen lässt sich ein heilsames Rotöl herstellen, das (äußerlich angewendet) bei einer Vielzahl von Beschwerden Linderung bewirkt (Sonnenbrand, Verstauchung). Wir setzen es unter anderem sehr erfolgreich bei Wachstumsschmerzen der Kinder ein.

Und auch bei vielen andere Kräuter ist die Heilkraft nun am stärksten. Es lohnt sich, sie jetzt zu ernten, zu verarbeiten oder zu trocknen.

Kräuterbündel

Ich wünsche Euch eine schöne Sommersonnenwende, einen schönen Mittsommer, Johanni oder den schönsten längsten Tag im Jahr!

 

Liebe Grüße ♥

Leni


Die tollste Kleidung für Naturkinder und Abenteurer plus Verlosung (enthält Werbung)

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Kleidung ist so viel mehr als ein Stück Stoff, der unsere Nacktheit verbirgt. Kleidung kann uns ein Gefühl von Geborgenheit geben, uns begleiten, bei unseren Abenteuern und gleichzeitig ein ökologisches und politisches Zeichen setzen. Dann nämlich, wenn wir nicht bei einem großen, gesichtslosen Konzern einkaufen und ihm dabei helfen, Natur und Menschen auszubeuten, sondern kleine Läden unterstützen, die ganz offen angeben, von wem, wo und unter welchen Umständen ihre Produkte hergestellt werden.

Und das ist auch der Grund, warum ich mich so darüber freue (fast so sehr wie meine Jungs bei dem Anblick einer geöffneten Eisdiele), wenn ich kleine, feine Kinderlabels entdecke, die hochwertige, aus ökologischen Naturstoffen hergestellte Kleidung anbieten, die uns einfach ein gutes Gefühl geben. Weil aber diese kleinen Labels oft nicht über ein großes Budget für Werbung und Marketing verfügen, sind sie oft gar nicht so präsent. Auf der Suche nach einer neuen Walkjacke für meinen Sohn, entdeckte ich das geheimtippverdächtige Kinderlabel „Ulalü“ – und über Instagram auch die zwei Frauen, die dahinter steht und die ich Euch gerne vorstellen möchte.

„Ulalü“, das ist Ulla Lüer, Mutter zweier Kinder, gelernte Bekleidungstechnikerin, mit langjähriger Erfahrung als Modedesignerin, die nicht nur die Kleidung für ihr Label selber entwirft, sondern auch jedes Stück selber näht, verpackt und versendet. Unterstützt wird Ulla im Bereich Marketing von Karolina Habermann und aushilfsweise von einer lieben Nachbarin in der Werkstatt.Aus hochwertigen und ökologischen Rohstoffen hergestellt, deren Betriebe nach Möglichkeit mit dem Siegel BEST oder GOTS oder dem BEST-Zertifikat zertifiziert sind (hier werden die höchsten Ansprüche an die textile Produktion und Umwelt/- wie auch Sozialstandards gestellt), entsteht Kleidung für Waldkinder, Abenteurer und Naturforscher.

Und als wäre das nicht schon genug: Ulla hat außerdem auch eine kleine Hühnerschar im Garten und ist mega sympathisch – aber lest selbst, denn ich habe sie um ein kleines Interview gebeten.

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Liebe Ulla, wie macht man das so, ein eigenes Kinderbekleidungslabel gründen?

Die Gründung meiner Firma geht natürlich auf meine persönliche Situation zurück. Ich bin ich gelernte Bekleidungstechnikerin und mag die Arbeit mit Stoffen und Schnitten, konnte aber nach der Elternzeit nicht mehr zurück ins Arbeitsleben, da es meinen Arbeitgeber nicht mehr gab. Aufgrund unserer sehr ländlichen Lebenssituation wäre eine neue Arbeitsstelle viele Kilometer weit weg gewesen. Zudem war damals die Betreuungssituation für Kinder noch sehr schlecht, so dass ich gezwungenermaßen eine sehr lange Babypause hatte, in der ich noch ein weiteres Kind bekam. Diese Jahre habe ich dann für Experimente und ein Offline- Leben mit meinen Kindern genutzt: Wir waren viel draußen im Wald und im Garten, haben Kekse gebacken, Lagerfeuer gemacht, Kräutersuppe gekocht und alle Nachbarschaftskinder mitversorgt. Ein erneuter Einschnitt in das Berufsleben meines Mannes hat uns gezeigt, dass wir langfristig gesehen unsere Geschicke besser auf zwei Säulen stellen. Eine kleine Erbschaft ermöglichte es mir dann 2010 die Stoffe und die Fertigung einer ersten kleinen Serie zu bezahlen. Sie half mir auch dabei die ersten Beulen im Geschäftsleben zu verdauen und verschaffte mir die nötige Zeit, um mich für die Selbstständigkeit fit zu machen.

Was ist das besondere an Kleidung von UlaLü?

Kleidung soll uns schützen und ist quasi eine Art Zuhause, das man mit sich herumträgt. Fast jeder Tag ist anders: Mal regnet es, mal schneit es, mal ist es sonnig und kalt und mal heiß und schwül oder wohlig sonnig warm. Jeder Tag setzt sich anders zusammen. Auch die täglich anstehenden Unternehmungen sind immer verschieden. Es macht also großen Sinn, sich mit den Kleidungsstücken im eigenen Kleiderschrank auseinanderzusetzen, denn schöne und funktionierende Kleidung ist so wertvoll.

Wenn man Kleidungsstücke entwirft und sich mit den bestmöglichen Materialien dafür auseinandersetzt, werden auf jeden Fall Lieblingsstücke herauskommen. Die Entscheidung für diese wertvolle Kleidung kann sich nicht am Preis orientieren (womit nicht Wirtschaftlichkeit gemeint ist), sondern am maximalen Nutzen, also daran wie viele Gelegenheiten sich wahrscheinlich ergeben, diese Kleidung zu tragen.

Gesunde Materialien, faire Produktionsweise und Rücksicht auf Ressourcen gehören für mich selbstverständlich einfach dazu. Das aber sollte auch für jeden erschwinglich sein.

Auf welches Produkt bist Du besonders stolz?

Besonders stolz sind wir auf unsere Produkte aus EtaProof in Verbindung mit Wollwalk oder Wollfleece. EtaProof ist das vielgerühmte Schweizer Baumwolltuch, von der Weberei Stotz entwickelt. Es ist ein hoch atmungsaktive Gewebe, gefertigt aus Baumwolle, die aus kontrolliert biologischem Anbau stammt und auch von z.B. Polarforschern eingesetzt wird. Der Stoff ist so dicht gewebt, dass die Fasern bei Kontakt mit Feuchtigkeit aufquellen und Wassertropfen an der Oberfläche abperlen.

UL-612-021-500 Kinder Matschhose Karamel

Bleiben wir bei den Stoffen. Was viele Menschen ja leider nicht wissen, ist, dass sich bei Kleidung aus Polyester (also zum Beispiel den Kinderfleecejacken) bei jedem Waschgang Mikroplastik löst und mit ins Wasser gespült wird. Deshalb ist es so sinnvoll auf natürliche Materialien zu setzten. UlaLü bietet Wollwalk- und Wollfleecejacken für Kinder an – was ist der Unterschied?

Wolle ist generell schmutzabweisend und nimmt im Gegensatz zu anderen Fasern kaum Gerüche an. Durch ihre natürliche selbstreinigende Funktion werden Gerüche an die Luft abgegeben und nach kurzer Zeit an frischer Luft riecht sie wieder neutral und frisch. Bei Wollfleece handelt es sich um eine aufgeraute Wollfrottee-Maschenware, die besonders anschmiegsam und kuschelig weich ist (das kann mein Sohn übrigens bestätigen –  er liebt seine kuschelige Jacke). Maschenware zeichnet sich im Vergleich zum Gewebe durch eine höhere Dehnbarkeit, Elastizität und Anschmiegsamkeit aus. Walkstoffe werden auch aus einem Gestrick hergestellt. Aber der Ausgangsstoff wird dann mittels Walken und Schlagen unter Zuhilfenahme von Wärme, Wasser und Seifenlaufe gefilzt und erhält so eine dichtere und festere Oberfläche. Somit wird die natürliche Dehnungs- und Scheuerbeständigkeit der Wolle wesentlich erhöht.

Bei schöner und ökologischer Kleidung für Babys wird man schnell fündig. Aber sind die Kinder erst einmal im Entdeckeralter wird es schwierig. Welches Alter deckt UlaLü ab? Welche Größen hast Du im Sortiment?

Ulalü gibt es für Babys und Kleinkinder im Alter von 0-etwa 6 Jahren (Größe 56-128)

 Wie sieht ein normaler Arbeitstag bei Dir aus?

Das ist schwer zu sagen. Meine Arbeit wechselt zwischen Werkstatt, Atelier und Büro. Es gibt so vieles zu tun, von der Bildbearbeitung über die Fertigung bis hin zur Buchhaltung ist so ziemlich alles vertreten.

Und Du machst alles selbst? Was fordert Dich am meisten heraus?

Für mich ist die Organisation der Firma das was mich am meisten fordert. Kein Aufgabenbereich darf vernachlässigt werden. Darum freue ich mich darüber, dass Ulalü wächst und die einzelnen Aufgabenbereiche nach und nach Menschen finden, die diese mehr und mehr übernehmen können. Die Zusammenarbeit im Team mag ich sehr.

Nachhaltige, faire Kleidung ist ja auch oft eine Frage des Preises. Viele Eltern wünschen sich zwar ökologische Kinderkleidung, scheuen sich jedoch den Preis dafür zu zahlen. Was würdest Du ihnen sagen, um sie letztendlich zu überzeugen?

Für uns ist Slow Fashion unser Oberthema. Hochwertige Materialien aus fairen Quellen, mit optimalen Trageeigenschaften die lange hält und so designed ist, dass sie oft, gerne und lange getragen wird. Krempel- und Knöpfmöglichkeiten ermöglichen eine lange Tragezeit. Daraus ergibt sich von ganz alleine Kinderkleidung, deren Anschaffung sich auch dann lohnt, wenn der Preis etwas höher ist.

Vielen lieben Dank für das Interview, liebe Ulla. Ich wünsche Dir weiterhin viel Erfolg mit UlaLü!

Kleidung von UlaLü könnt Ihr übrigens direkt bei UlaLü oder auch über den Avocadostore und Greenpicks bestellen.

Das ist aber noch nicht alles. Jetzt kommts:

Weil ich dachte, dass Ihr bestimmt auch ein Lieblingsstück von Ulalü haben möchtet, habe ich Ulla noch schnell um ein Stück aus ihrer Wettersachen-Kollektion gebeten, dass Ihr hier und jetzt gewinnen könnt! Alles was Ihr tun müsst, um in den Lostopf zu hüpfen, ist bei www.ulalue.de vorbei schauen und uns in den Kommentaren bis zum 12.06.2019 sagen, welches Kleidungsstück Ihr aus der Wettersachen-Kollektion von Ullas Shop am liebsten hättet. Mimachen könnt Ihr außerdem auch auf Instagram und Facebook.

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Eine Teilnahme ist ab 18 Jahren möglich. Eine Auszahlung in bar ist nicht möglich und der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Mitmachen könnt Ihr bis zum 12.06.2019 24.00 Uhr. Der/die Gewinner/in wird aus allen Teilnehmern ein paar Tage später ausgelost, auf den Netzwerken und hier an dieser Stelle benachrichtigt. Für den Versand im Gewinnfall werden Eure Daten benötigt und nach dem Gewinnspiel wieder gelöscht. Mehr dazu seht Ihr findet ihr auch in der Datenschutzerklärung. Dieser Post und die Verlosung entstanden mit Unterstützung vom Ulalü, die mir freundlicher Weise die tollen Wollfleecejacken zur Verfügung gestellt haben. Vielen lieben Dank dafür.

Viel Glück!

Liebe Grüße ♥

Leni

*********** Das Gewinnspiel ist beendet. Gewonnen hat @annekaffesahne mit ihrem Kommentar auf Instagram. Auf Facebook und Instagram könnt Ihr ein Video von der Auslosung sehen. Es ist so schwer unter den vielen lieben Menschen hier und ihren Kommentaren nur einen/eine heraus losen zu müssen – ich danke Euch ganz herzlich für Eure Teilnahme und UlaLü für die Bereitstellung des Gewinns ♥ ***********************

 

 

 


Aus dem Fichtenwald

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Zu unserem Grundstück in der Eifel gehört auch ein kleiner Fichtenwald. Im Winter düster und immer ein wenig unheimlich, wirkt er im Frühling Dank der leuchtend grünen Triebe wieder freundlicher und ist einen wahrer Schatz in Sachen Heilmittel.  Die weichen, biegsamen Wipfeln die im Mai erscheinen (und deshalb auch Maiwipfel genannt werden) sind reich an einem ätherischen Öl, das zur Behandlung von Bronchitis, Erkältungskrankheiten, aber auch rheumatischen Beschwerden und Muskelkater eingesetzt werden kann. Eingelegt, z.B. in Zucker lässt sich aus den Wipfeln ein heilsamer Sirup herstellen.

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Für den Sirup sammelt man die Triebspitzen (immer nur wenig pro Baum) und schichtet jeweils die Fichtenspitzen und den Zucker abwechseln in ein voher sterilisiertes Einmachglas. Die letzte Schicht sollte Zucker sein. Ein Schuß Zitronensaft hinzugeben, verschließen und für zwei bis drei Wochen in der Sonne stehen lassen.

Zusehens verflüssigt sich der Zucker im Laufe der Wochen, bis er dann durch ein feines Sieb oder Tuch abgeseiht werden kann. In eine Flasche abgefüllt, hält er einige Monate.

Übrigens kann man die Maiwipfel auch einfach essen: Über den Salat gestreut oder in Essig eingelegt zu Käse, schmecken sie ganz köstlich.

Wenn ich im Fichtenwäldchen unterwegs bin und die Maiwipfel pflücke, schaue ich auch gleich nach Baumharz. Die zähe Flüssigkeit, die so unbarmherzig an den Fingern kleben bleibt, tritt bei einer Verletzung der Baumes aus der Rinde aus und schützt den Baum vor dem Eindringen von Schädlingen, Bakterien, Pilzen und Wasser. Frisches Harz ist flüssig und verfestigt sich dann langsam zu Klumpen. Diese Klumpen schneide ich vorsichtig ab (auch hier gilt: Nicht zu viel nehmen und dem Baum keinen Schaden zufügen) und nutze sie für ein sehr wirkungsvolle Salbe.

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Die Herstellung der Salbe erfolgt im Prinzip wie die der anderen „Salben für wilde Kinder“, deren Rezepte ihr hier und hier findet. Einzig das Lösen des Harzes geht anders vonstatten. Hierfür nimmt man einen alten Topf und ein altes Sieb (oder Tuch), die beide nicht mehr gebraucht werden, denn das Harz lässt sich in der Regel nicht mehr entfernen. In Öl (100 ml auf 40 gr Harz) wird das Harz mit Hilfe von Wärme langsam im Topf gelöst und von den restlichen Bestandteilen getrennt, bis es durch das Sieb (oder Tuch) gefiltert wird.

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Mit seiner antibakteriellen und wundheilungsfördernden Wirkung, setzte ich die wunderbar duftende Pechsalbe (das Baumharz wird oft auch Baumpech genannt) vor allem bei kleinen Wunden wie Schnitten und Abschürfungen ein.

Übrigens: Wenn Ihr Euch nicht sicher seid, ob Ihr eine Fichte oder Tanne vor Euch habt, ist das in diesem Fall nicht schlimm. Lediglich der Geschmack ist ein wenig anders – die Tannenspitzen schmecken bitterer als die Fichtenspitzen.

Liebe Grüße ♥

Leni


Hallo Juni!

Mittsommer

Die Fenster stehen jetzt den ganzen Tag weit offen, Vogelgezwitscher ist allgegenwärtig. Socken werden in den Kleiderschrank verbannt. Die Natur quillt förmlich über vor Pflanzenfülle und bietet uns jetzt leckere Beeren und Kirschen, knackige Bohnen, Spargel, Kohlrabi, Salate und vieles mehr. Alles wächst und reift. Mit dem Juni ist der Sommer da, der Jahreskreis ist nun zur Hälfte beschritten. Die Tage sind jetzt am längsten und laden uns ein unsere Zeit draußen zu verbringen und zu feiern, auf Sommerfesten, Grillabenden, Hochzeiten und Picknicks. Der Juni hat so viel zu bieten und will genossen werden. Bei allen Terminen und Verpflichtungen, die der Alltag mit sich bringt, zeigt uns der Juni auf besonders eindrückliche Weise: das Leben lässt sich nicht verschieben oder vertagen. Jetzt ist die Zeit dafür!

Wir freue uns im Juni auf:

*Beeren! Jetzt werden die Johannisbeeren, Himbeeren und Stachelbeeren reif, und die Erdbeeren schmecken noch fruchtiger. Und alles, was jetzt nicht direkt in den Mund wandert, wird einfach zu Marmelade, Sirup, Gelee oder Chutney verarbeitet.

* Pfingsten/Pfingstferien. Freie Tage um den Juni zu genießen.

*duftende Rosen, farbenprächtige Lupine, Rittersporn, Phlox, Glockenblumen, Mohn und all die anderen wunderschönen Blumen und Stauden, die sich jetzt in ihrem schönsten Kleid zeigen.

*Mittsommer. Oder den Johannistag. Oder die Sommersonnenwende. Oder einfach den längsten Tag im Jahr.

*Glühwürmchen. Als Kind dachte ich, es sind Feen, die im Dunkeln leuchten. Heute sind sie selten geworden. aber mit etwas Glück findet man sie jetzt im Juni auf Wiesen in Waldnähe.

*Kräuter. Kurz vor dem höchsten Stand der Sonne sind ihre Heilkräfte am größten. Also jetzt am besten die Tee- und Gewürzvorräte wieder auffüllen!

*Holunderblüten. Anfang Juni kann man jetzt noch ernten. Für Sirup, im Teig ausgebacken oder getrocknet als Tee.

*Sommerfeste! Einen Grund zum Feiern findet man jetzt ganz einfach 🙂

*dicke Bohnen, Kohlrabi, Salate, Fenchel und den letzten Spargel und Rhabarber (am 24. ist Schluß)!

*Mohn, Margeriten, Kornblumen und andere Weges-, und Wiesenblumen, die sich so wunderbar zu einem ländlichen Blumenstrauß binden lassen.

*Sonnenstrahlen, die uns wecken. Und die schönen lauen Abende.

Ich wünsche Euch einen wunderbaren Juni!

Liebe Grüße

Leni


Im Seifenblasen-Fieber

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Der Magie der Seifenblasen kann man sich nur schwer entziehen. Diese bunt schillernden, federleichten, tanzenden Gebilde üben auf Kinder wie auf Erwachsene gleichermaßen Faszination aus. Daher ist eine kleine Flasche Seifenblasen auch immer ein schönes, kleines Mitbringsel. Noch schöner, und ganz ohne Plastikmüll, ist es allerdings, wenn man die Seifenlauge selber herstellen kann.

Es gibt viele Seifenblasenrezepte, einige mit Glyzerin (wird allerdings aus Erdöl/Palmöl hergstellt), einige mit recht abenteuerlichen Zutaten wie Maissirup oder Guarkernmehl. Ich habe keins der Rezepte ausprobiert, kann also nicht berichten, ob eines dieser Rezepte wirklich den Erfolg bringt, den es verspricht. Aber die Rezeptur, die bei uns auf Anhieb funktioniert hat, ist folgende:

900 ml (eventuell destilliert, falls zu kalkhaltig) Wasser

4 El (etwa 60 ml) Spülmittel

1 TL Kleister (in Pulverform)

Die Mischung eine halbe Stunde ruhen lassen. In der Zeit haben wir aus Draht Schlingen gebogen und sie an Stöcken befestigt – und schon ging es los!

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Ich weiß übrigens nicht, was meinen Kindern mehr Spaß macht: das Pusten oder das Zerplatzen lassen der Blasen 😉

Liebe Grüße ♥

Leni


Ein neuer Hühnerstall

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Nachdem unser alter Hühnerstall zu klein geworden war (schließlich kamen in den letzten Jahren stetig mehr Hühner dazu) und auch hier und da immer mehr kaputt ging, musste ein neuer Stall her. Wir haben im Vorfeld viel hin und her überlegt. Komplett selber bauen, ein gebrauchtes Spiel- oder Gartenhäuschen kaufen und umbauen oder doch einen Fertigbausatz nehmen? Letztendlich haben wir uns (auch um die Nerven meines Mannes zu schonen, der unsere Ideen handwerklich umsetzten muss) auf einen Kompromiss geeinigt. Der Hüherstall ist gekauft und musste nur aufgebaut werden, die Innenausstattung (z.B. Sitzstangen aus Birkenästen haben) die Jungs selbst geplant und gebaut. Auch den Standort des Hühnerstalls haben wir gewechselt – hoffentlich kann sich der alte Platz jetzt erholen und wieder ergrünen. Die Jungs haben sich als Farbe für den Stall ein „Schwedenrot“ gewünscht, und so haben wir jetzt ein Stück von Bullerbü in unserem Garten ;-).

Liebe Grüße ♥

Leni

 

 

 

 

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Hallo Mai!

Maibaum

Kein Monat wird von Dichtern und Liederschreibern so umworben wie der Mai. Unzählige Bräuche, Lieder, Tänze und Gedichte heißen ihn willkommen. Vielleicht ist es die Freude über das frische Grün (das sogar einen eigenen Namen hat: Maigrün), das Bäume und Sträucher schmückt oder die Leichtigkeit und Wärme, die uns in Feierlaune versetzt oder einfach diese unbändige Lebenslust, die der Mai mit sich bringt.

Der Mai ist ein Monat zum Genießen. Junge Birkenweige stehen bei uns im Haus und duftende Blumen aus dem Garten auf dem Esstisch. Die Jungs ernten die Radieschen und die ersten Kohlrabi aus dem Garten. Sonnenstrahlen kitzeln im Gesicht. Und selbst der Mairegen ist sanft und erfrischend. Ach Mai…

Wir freuen uns im Mai auf:   

* bunt geschmückte Birken. Hier in der Region stellen die jungen Männer den Mädels einen Maibaum unter das Fenster als Zeichen für ihre Liebe.

* Spargel, Rhabarber, frische Salate und Kräuter, Maiwirsing und Mairübchen. Und nicht zu vergessen: die ersten Erdbeeren!

* den Muttertag!

* Radtouren entlang blühender Rapsfelder.

* die Verwandlung der Löwenzahnwiesen in ein Meer aus Pusteblumen. So viele Wünsche, die sich in die Luft erheben können.

* Maibowle und Rhabarberschorle.

* Schmetterlinge und Marienkäfer. Und mit etwas Glück (oder Hilfe) kann man ihre spannende Verwandlung miterleben. So wie hier.

* Holunderblüten (Ende Mai). Für Sirup, in Teig gebacken oder als Tee getrocknet.

* Ausflüge jeder Art. Der Mai lockt uns nach draußen.

* Flieder, Pfingstrosen, Akelei, Schneeball und viele andere Blütenschönheiten. Und nicht zu vergessen: das Maiglöckchen!

Ich wünsche Euch einen wunderbaren Mai!

Liebe Grüße ♥

Leni