5 Dinge

schmetterling

(Der Beitrag enthält unbezahlte, unbeauftragte, aber ehrliche Werbung)

5 Dinge, die mich gerade glücklich machen:

1.Schmetterlinge

Die Sommerblumen und die Sommerfliedersträucher im Garten blühen und versammeln die Schmetterlinge um und an sich. Kohlweißlinge, Zitronenfalter, Pfauenaugen, Distelfalter und sogar Landkärtchen, Kaisermäntel, Schwalbenschwänze und Admirale. Selbst mein wildestes Kind bleibt minutenlang wie gebannt stehen und beobachtet wie die Schmetterlinge ihren Rüssel flink von einer Blüte in die nächste tauchen – so faszinierend sind die bunten Falter. Und wer sich (wie ich) nicht sicher ist, welchen hübschen Schmetterling er gerade betrachtet, dem hilft diese Liste vom Nabu bestimmt weiter.

Beerentarte

2. Beerentarte

Die letzten Johannisbeeren, Stachelbeeren und Himbeeren zusammen mit den ersten Heidelbeeren aus dem Garten machen sich ganz hervorragend auf meinem Lieblingsbeerenkuchen. Und weil diese Beerentarte schon über Jahre hinweg der Hit bei uns zur Beerenzeit ist, gibt es hier noch einmal das Rezept dazu ;-).

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3. Naturkindmagazin

Was, wenn es ein kostenloses Familien-Magazin geben würde für alle Naturliebhaber, Momentesammler, Selbermacher, Jahreszeitenzelebrierer, Natürlichkeitsbewunderer, Bio-Symphatisanten, Tierfreunde, Achtsamkeitsanhänger, Weltverbesserer und Kinderlachenverehrer? Es hätte einen Riesenerfolg! Und das freut mich sehr. Nicht nur, weil die Menschen, die hinter dem „Naturkindmagazin“ stehen (wie die liebe Rebecca) einfach total sympathisch sind oder die Mütter, die in der ersten Ausgabe zur Wort kommen einfach viel zu erzählen haben (wie die liebe Aline von http://www.urnaturaen.de), sondern auch weil alles in diesem Magazin einfach meinen Nerv trifft. Vielleicht auch Euren? Das „Naturkindmagazin“ gibt zum Mitnehmen bei vielen Bioläden oder Online unter http://www.naturkindmagazin.de.

Naturkindmagazin

erbsen

4. Erntefreuden

Jeden Tag mit meinem Korb in den Garten zu ziehen und eigenes Gemüse in die Küche zu bringen: ein Riesengeschenk! Und auch wenn es bei uns nicht wirklich ganz zur Selbstversorgung reicht, so hat sich unser Einstellung zu Lebensmitteln im Allgemeinen so grundlegend in den letzten Jahren dahin gehend verändert, dass wir sie viel bewußter konsumieren, verarbeiten und essen. Im Kindergarten sprechen die Kinder vor jeder Mahlzeit den schönen Spruch von Hans Christian Andersen auf: „Erde, die uns dies gebracht, Sonne die es reif gemacht. Liebe Sonne, liebe Erde, Euer nie vergessen werde.“ Und jedes Jahr, wenn ich das Obst und Gemüse heranreifen sehe, sehe wie aus einem kleinen Samen eine prächtige Pflanze heranwächst, dann empfinde ich genau diese Dankbarkeit.

erntekorb

5. Ferienbeginn

Morgen ist es so weit. Wer hätte gedacht, dass man dieses kribbelige Gefühl der Vorfreude auf die Sommerferien auch noch als Eltern haben kann? Zumindest geht es mir so. Unser To-Do-Liste hängt am Kühlschrank (ein paar Dinge darauf sind sogar schon abgehakt), die Wetterprognose kündigt ein Sommerhoch an und die Wassermelonen, Eis und selbstgemachte Limo lagern im Kühlschrank – wir sind bereit!

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Und damit verabschiede ich mich in die Sommerpause! Ich wünsche ich Euch eine wunderbare Ferien- und Urlaubszeit! Ich hoffe, Ihr könnt richtige viele tolle Momente sammeln, Sonne und Freude tanken und Zeit mit Eurer Familie verbringen. Und ich hoffe, dass wir uns bald wiedersehen! Entweder auf Instagram oder ab Ende August auch wieder hier. Bis bald!

 

Liebe Grüße

Leni

 

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Im Garten Anfang Juli

bunteKartoffeln

Herzliche Grüße aus dem Garten! Das Wochenende haben wir größtenteils dort verbracht. So viel was wir im April und Mai in die Erde gebracht haben, belohnt uns jetzt mit reichlicher Ernte (und das obwohl der Juni so trocken war) und will entweder sofort gegessen oder eingelagert, eingekocht und eingelegt werden.

einlegen

Während die Jungs draußen damit beschäftigt waren die Beete (und sich selber) ordentlich zu wässern, habe ich einen Teil der Gartenschätze in die Gläser gebracht. Für die Einlegegurken, die bunten Beete und vieles andere mehr (z.B. Bohnen, Zwiebeln, Blumenkohl) habe ich ein ganz einfaches (Mixed-Pickles-) Rezept:

1 l Wasser, 1/2 l Essig, 4 EL Zucker, 2 EL Salz und Gewürze (z.B. Senfkörner, Dillblüten, Pfeffer, Nelken) nach Geschmack. Den Essigsud aufkochen, Gläser sterilisieren, Gemüse und Gewürze in die Gläser schichten, Sud heiß darüber geben, Deckel draufdrehen und die Gläser stürzen.

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Ich liebe den Anblick des sich füllenden Vorratsregals. Auch wenn es für uns heute vielleicht keine so große Bedeutung mehr hat Vorräte für den Winter anzulegen, da uns zu jeder Zeit Lebensmittel zur Verfügung stehen, so löst dieses halbvolle Vorratsregal in mir doch ein Gefühl der Zufriedenheit und der Sicherheit aus. Vielleicht steckt in uns doch noch viel von unseren Vorfahren (oder vielleicht ein animalischer Eichhörnchen Instinkt?).

gurkensalat

Alles, was bereits an Einlegegurken zu groß geworden war (unter den Gurkenblättern verstecken sich die Früchte nur zu gerne) und nicht mehr in Gläser passte, habe ich zu einem Gurkensalat verarbeitet. Mit Joghurt, Dill und Borretsch – so herrlich erfrischend.

tomatenhand

Was nun (sehr zur Freude der Kinder) auch endlich reif geworden ist, sind die Tomaten. Vor einer Woche dachte ich noch, sie werden nie reif. So lange hingen sie grün (oder dunkel lila) an den Pflanzen. Doch dann schimmerte plötzlich bei den ersten Früchten die Farbe durch und es ging ruppdiwupp.

Selten schafft es übrigens eine von den kleinen Tomaten in die Küche – gerade die Wildtomaten und die Kirschtomaten sind so süß und aromatisch, dass sie von der Hand direkt in den Mund wandern. Und das muss auch so sein, finde ich. Tomatensoße und Sugo lassen sich eh viel besser aus den dicken Strauch- und Fleischtomaten herstellen.

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Bei Erbsen kann man den richtigen Zeitpunkt für die Ernte sehr leicht erkennen (die Erbsen zeichnen sich unter Schote dann ein wenig ab). Den richtigen Zeitpunkt um (Früh-)Kartoffeln zu ernten, kann ich mir nie merken. Muss das Kraut gelb sein? Oder reicht es, wenn die Blüten verwelkt sind? Oder muss die Pflanze noch blühen? So kommt es, dass wir jedes Jahr spätestens Anfang Juli anfangen ein paar Kartoffeln auszugraben, um nach zu schauen, ob sie schon groß genug sind (Geduld ist nicht so unsere Stärke). Sind die Jungs dann einmal in Goldgräberstimmung gekommen, ist es immer schwer sie zu bremsen. So auch dieses Wochenende. Ist es doch fast wie Magie, dass an der Stelle, an der wir die eine Kartoffel im Frühjahr vergraben haben, im Juli plötzlich 5 oder 8 Kartoffeln liegen, und darauf warten wie ein Schatz aus der Erde gehoben zu werden.

Kartoffelernte

So viel mehr könnte ich Euch noch aus dem Garten erzählen und zeigen. An jeder Stelle poppt gerade irgendetwas auf oder hoch. Blumen, Bohnen, Zucchini. Oder ist von heute auf morgen verschwunden. So wie mein Knoblauch. Dort wo er gestanden hat, sind jetzt nur noch Löcher (ich habe sehr stark Familie Wühlmaus in Verdacht). Die Jungs werden sich sicher auf die Lauer legen…

Wie sieht es bei Euch gerade im Garten aus? Ich würde mich sehr über Eure Berichte und Geschichten freuen. Oder habt Ihr einen Blog? Dann hinterlasst doch einfach einen Link in den Kommentaren, so dass wir alle vorbei schauen können :-)!

 

Liebe Grüße

Leni

 

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Johannisfest

Mittsommer2

Unser Wochenende stand im Zeichen der Sommersonnenwende. Der Jahreskreis ist nun zur Hälfte beschritten, die Sonne hat ihren höchsten Stand. Die längsten Tage und kürzesten Nächte im Jahr haben die Menschen schon vor Hunderten von Jahren zum Feiern angeregt. Mit dem 24. Juni legte die Kirche über die heidnischen Sommersonnenwendenfeste den Geburtstag des Täufers Johannes. Das Johannisfest liegt der „heiligen Nacht“, dem „Heiligabend“ am 24. Dezember, im Jahreskreislauf genau gegenüber.

Blumenkränze für die Kinder, Sonnenbrot, Lagerfeuer, Kräuterbuschen, Glühwürmschensuche und Johannisbeeren. Wir feiern jedes Jahr unser eigenes kleines Johannisfest und laden uns liebe Freunde dazu ein. Dieses Jahr mussten wir das Johanni-Feuer und die Glühwürmchensuche leider absagen, genauso wie das gemeinsame Essen im Garten (das Essen fand dann einfach im Haus statt) – der Regen machte uns einen Strich durch die Rechnung.

Johannisbeeren

Was aber auf jeden Fall blieb, war unsere traditionelle Johannisbeerenernte. Die schon dunkelroten, süßen Beeren, haben wir während einer Regenpause geerntet und zusammen verarbeitet.

Johannisbeerenpflücken

Fast 3 kg Johannisbeeren wanderten durch die Hände (und in die Münder) der Kinder. Den größten Teil kochten wir als Gelee ein. Mit dem süßen Duft dampfender Beeren in der Nase, erinnerten wir uns daran, wie viel Freude uns im Winter der Geschmack des Sommers in Form von Marmeladen und Gelees doch macht. Ach, wenn man doch den ganzen Sommer irgendwie konservieren könnte…

Johannisbeergelee

Der andere Teil der Johannisbeeren wanderte auf den Kuchen. Das Rezept dafür ist ganz einfach, die Kombination aus süßen Mandel und säuerlichen Beeren einfach mhhhh.

Johanisbeerkuchen

Für den Teig:
250gr Sahne
150 gr Zucker
1 EL (oder 1/2 Päckchen) Vanillezucker
300gr Mehl
4 Eier
1 Prise Salz
Zitronensaft
Alles verrühren, auf ein gefettetes Backblech streichen und bei 200 Grad Umluft 15 Minuten backen.
Für den Belag:
125 gr Butter
150 gr Zucker
1 El Vanillezucker (oder 1/2 Päckchen)
4 EL Milch
200 gr gehobelte Mandeln
200-300 gr Johannisbeeren
Belag auf den vorgebackenen Kuchenteig streichen, Johannisbeeren verteilen und abermals bei 200 Grad 10-15 Minuten im Ofen backen.

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Um die Sommersonnenwende herum ernten wir auch viele Kräuter aus dem Garten als Gewürzmittel, für  Teemischungen, Salben und Räucherbündel. In einem der nächsten Beiträge erzähle ich Euch mehr darüber :-).

Liebe Grüße

Leni

 

Wie andere Familien das Sommersonnenwen-Wochenende verbracht haben,
kann  man bei WiB nachlesen.

 


Mhh, Radieschenschoten! Plus zwei leckere Varianten sie zu essen.

Rattenschwanzradieschen

Wir haben im Frühjahr wirklich viele Radieschen in diesem Jahr geerntet. Milde, scharfe, weiße, senfgelbe, violette, rosa-weiße, dicke runde und längliche. Auch bei den Radieschen findet man eine große Vielfalt, wenn man danach sucht (und gerne Radieschen isst ;-). Als aber der Mai mit seinen wunderschönen und heißen Tagen ins Land zog, konzentrierten sich die Radieschen nicht mehr auf die Knollenbildung, sondern fingen an Blütenstengel gen Himmel zu schieben. Damit ist das Radieschen an sich futsch, schließlich befindet sich in der Erde jetzt keine saftige Knolle, sondern nur eine holzige Wurzel. Aber: es gibt drei Gründe die Radieschenpflanze jetzt trotzdem im Beet stehen zu lassen.

1. Die schönen weißen und rosa farbenden Radieschenblüten sind überaus beliebt bei Bienen, Schmetterlingen und anderen Insekten.

2. Lässt man die Pflanze sich versamen, hat man direkt Saatgut für das nächste Jahr.

3. Radieschenschoten sind super lecker! Sobald die Blüten verblüht sind, wachsen an deren Stelle grüne Schoten. Diese sind erst lang und dünn, bevor sie später knubbelig werden. Und genau dann, wenn sie nicht mehr ganz dünn, aber auch noch nicht knubbelig und gelb sind, dann schmecken sie richtig knackig. Wonach? Na, nach Radieschen!

Wir verwenden sie einmal roh im Salat, zum Snacken für zwischendurch oder kurz angedünstet. Und das sind meine zwei Lieblingsrezepte mit Radieschenschoten:

Bulgursalat mit Radieschenschoten

Bulgursalat

Den Bulgur nach Packungsanweisung zu bereiten, den Spargel blanchieren, das übrige Gemüse klein schneiden. Für das Dressing 3 EL Öl (ich nehme gerne Raps-, oder Olivenöl) mit 2 EL Weißweinessig, 1 TL Senf, Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker verrühren und abschmecken. Ich nehme den Salat gerne im Glas mit zum Picknicken oder gebe ihn meinen Mann mit für die Mittagspause. Dafür fülle ich unten das Dressing rein und schichte dann angefangen mit dem Bulgur die Zutaten in das Glas. Kurz vorm Verzehr einfach das Glas schütteln und den Salat dadurch vermischen.

SalatimGlas

Reispfanne mit Radieschenschoten

Reispfannezutaten

Den Reis nach Packungsangabe zubereiten. Alle anderen Zutaten in einer Pfanne mit Olivenöl und ein wenig Wasser andünsten. Mit dem garen Reis die Pfanne auffüllen und mit Salz, Pfeffer und (wer mag) ein wenig Soja-Sauce abschmecken.

Reispfanne1

Beide Gerichte sind vegan und genauso wie sie sind super lecker. Zum Bulgursalat passen aber auch prima ein paar Fetawürfel und in die Reispfanne gebe ich gerne noch ein Ei dazu (wenn wir gerade eins da haben ;-)).

Radieschenblüten

Also: nicht mehr ärgern über im Beet vergessene oder plötzlich geschossene Radieschen, sondern sich einfach Radieschenschoten knabbern 🙂

 

Liebe Grüße

Leni

 

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Gartenglück

 


5 Dinge

Badesee

In den letzten Wochen vor den Sommerferien ist unser Terminkalender immer prall gefüllt. Sommerfeste von Schule, Kindergarten und Verein, Grillabende mit Freunden und Verwandten, Sporttuniere, und, und, und. Ich will nicht sagen, dass diese Zeit sehr stressig ist, denn eigentlich freuen wir uns auf jede einzelne Feier. Und doch: die Zeit vergeht gerade viel schneller, oft muss ich mich daran erinnern kurz innezuhalten. Da helfen die 5 Dinge, die mich gerade glücklich machen:

1.ein Vorgeschmack auf die Sommerferien

Seetag

Wunderbare, warme, sonnige Tage liegen hinter uns. Und wenn uns das Wetter so schöne Sommertage schenkt, lassen wir alles stehen und liegen (wortwörtlich – von dem Geschirr bis zur Wäsche, ähem) und fahren zum See. Nichts macht meine Kinder seliger, als stundenlang planschen, schwimmen und buddeln zu können und nichts entpannt mich mehr, als beschäftigte Kinder (win-win).

2. Garten

Erntehochbeet

Natürlich.

Täglich gibt es gerade etwas zu ernten. Die letzten Radieschen, die erste rote Beete und dazwischen immer wieder Salat und Kräuter.

Himbeeren

In der Beerenecke in unserem Garten reifen gerade die ersten Himbeeren und Johannisbeeren heran. Nicht so viel, dass es für Marmelade reichen würde, aber genau die richtige Menge, dass jedes Kind hier täglich eine Hand Beeren voll pflücken und essen kann.

Vorfreude kommt auf, wenn ich die Tomatenpflanzen sehe. Das warme und trockene Wetter bekommt ihnen ganz hervorragend.

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3. Abenteuer für Jungs

In unserem Waldorfkindergarten habe dieses Buch entdeckt, was sofort meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen hat (allein wegen des Titel). Gefunden habe ich darin viele tolle Anregungen und Anleitungen, von einfachen Kostümen über allerlei Geschnitztes bis zu Lagerfeuer-Leckereien. Alles genau das, was meine Jungs lieben. Ursprünglich dachte ich, ich könnte mir einfach ein paar Seiten heraus kopieren. Da es aber immer mehr und mehr Seiten wurden, die ich mit einen Post-it als unbedingt-zu-kopieren markiert hatte, entschied ich mich dazu mir einfach ein eigenes Exemplar zu kaufen (Zettelwirtschaft habe ich hier schließlich schon genug ;-)).

AbenteuerJungs

Viele Projekte aus dem Buch liegen jetzt auf meinem Tisch. Schwerter und Schilde wollen wir selber machen, eine Ritterburg schnitzen und uns Sammler-Beutel nähen. Das muss zwar bis zu den Sommerferien warten – aber die (kreative) Vorfreude ist schon da.

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4. Marienkäfer und Schmetterlinge

Gerade erst im letzten Post habe ich über darüber geschrieben, was für ein wunderbares Ereignis es doch ist (nicht nur für Kinder), einem Schmetterling beim Schlüpfen zu zusehen und wie erstaunlich die Verwandlung von der Larve zum Marienkäfer vonstatten geht, da entdecke ich am Blumenkohl die ersten Raupen in diesem Jahr. Und auch Marienkäferlarven und Puppen fanden die Jungs am Wochenende in den Radieschenblüten und auf dem Mangold. Nicht so viele wie im letzten Jahr, aber genug um die Blattläuse im Zaum zu halten.

 

Wie man mit Kindern Schmetterlinge und Marienkäfer aufziehen kann (auch ohne Garten) kann man hier noch einmal nachlesen.

Spargel

5. Spargelflammkuchen

Die Tage des Spargels sind gezählt – zumindest für dieses Jahr. Am 24. Juni ist die Saison vorbei und wir genießen die leckeren Stangen hier noch einmal in Form von  Spargelflammkuchen. Der Teig besteht aus 300 Gramm Mehl (Typ 550), einem halben Würfel Hefe, Salz, einer Prise Zucker , 1 EL Olivenöl und ca. 125 ml warmen Wasser und darf 30 – 45 Minuten gehen, bevor er ausgerollt, mit Creme fraiche bestrichen und mit halbierten Spargelstangen, in Röllchen geschnittenen Frühlingszwiebeln und geriebenen Gruyere Käse belegt wird (wer mag, nimmt noch Speckwürfel). Bei Umluft 180 Grad oder Ober-/Unterhitze 200 Grad ca. 15 Minuten backen – fertig!

Spargelflammkuchen

So, tief durchatmen und genießen. Die herrlichen Frühsommertage, die nächtlichen Gewitter, bei denen wir alle im Bett zusammenrücken, den Beginn der Beerenzeit und längsten Tage und kürzesten Nächte in diesem Jahr. Ich wünsche Euch eine wunderbare Zeit!

 

Liebe Grüße

Leni

 

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Gänseblümchensalbe

Gänseblümchensalbe

Wenn 15 Gänseblümchen unter einem Fuß passen ist es Frühling – und die beste Zeit  Gänseblümchensalbe herzustellen! Was nach einem Balsam für süße, niedliche und sanfte Kinder anhört, ist in Wirklichkeit etwas für die ganz Wilden: Gänseblümchen stehen in Sachen Heilwirkung gegen Stöße, Prellungen und Blutergüsse der Arnkia (wer kennt sie nicht, die Arnika-Globuli?) in nichts nach und bilden somit eine gute Grundlage für eine Salbe gegen blaue Flecken. Während die Arnika-Pflanze jedoch bei uns in Deutschland (und auch in einigen anderen Ländern) auf der roten Liste der bedrohten Pflanzenarten steht, wächst das Gänseblümchen ganz ungeniert auf (fast) jedem Rasen.

Gänseblümchen

Was man braucht:

  • 2 – 3 Hände voll Gänseblümchen
  • 100 ml gutes Olivenöl
  • 15 gr Bienenwachs
  • 3 gr Lanolin (Wollwachs)
  • wenn man möchte, noch ein paar Tropfen eines ätherischen Öls (Lavendel, Orange, oä.)

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Wie man es macht:

Zuerst stellt man einen Ölauszug her. Das kann man auf zwei Wegen machen:

Für den kalten Ölauszug:

Die Gänseblümchenköpfe ein paar Tage trocknen lassen und dann in ein Glas legen und mit gutem Olivenöl auffüllen, bis alles bedeckt ist.  Auf der Fensterbank dann die Gläser für ca. 4 Wochen stehen lassen (täglich schütteln). Der kalte Auszug ist schonender, aber auch zeitaufwendig und birgt die Gefahr, dass die Pflanzenteile anfangen zu schimmeln.

Für den warmen Ölauszug:

Die Gänseblümchenköpfe liegen lassen, bis alle möglicherweise mit eingesammelten Tierchen fliehen konnten. Dann die Gänseblümchen in ein Glas füllen und mit Öl übergießen. Das Glas in ein heißes Wasserbad für 60 – 90 Minuten (bei 40 – 80 Gard) stellen. Danach noch einmal 2-3 Tage verschlossen nachziehen lassen.

Das Öl, nach dem Kalt-, oder Warmauszug,  wird dann durch ein Baumwolltuch (z.B. ein Moltontuch) abgeseiht, das bedeutet, man trennt jetzt gründlich die Pflanzenteile von dem Öl. Anschließend wiegt man das Öl und das Bienenwachs ab. Auf 100 ml Öl kommen ca. 15 gr (reiner) Bienenwachs. Öl und Bienenwachs werden dann im Wasserbad erwärmt, bis der Wachs flüssig geworden ist. Ich füge gerne noch etwas (ca. 3 Gramm) Wollwachs hinzu, der die Salbe etwas geschmeidiger macht. Allerdings verkürzt er auch die Haltbarkeit der Salbe. Unter Rühren lässt man das Gemisch wieder abkühlen und kann ganz zuletzt ein paar Tropfen von einem ätherischen Öl hinzufügen, bevor man es in Tiegel abfüllt und aushärten lässt. Die Tiegel, die nicht sofortigen Gebrauch bestimmt sind, werden beschriftet und dann kühl, trocken und dunkel gelagert und sind ca. 1 Jahr haltbar.

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Anwendung:

Die Gänseblümchensalbe wird äußerlich angewendet bei blauen Flecken, Quetschungen und Prellungen.

Gänseblümchensalbe1

Neben der Gänseblümchensalbe gehört zu unserem Salbentrio für wilde Kinder auch noch die Spitzwegerichsalbe bei Brennesselquaddeln, Insektenstiche und Wunden und die Ringelblumensalbe für Schürfwunden und rissige Haut. Beide Rezepte gibt es hier.

So, wir sind gerüstet – für die kurze-Hosen-draußen-Abenteuer-Erlebnistage!

Liebe Grüße

Leni

 

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Unser Lieblingsgetränk im Frühling: Rhabarberschorle!

Rhabarberschorle

Das ist er wieder – der Rhabarber! Er gehört bei uns mit zum Frühling wie der Spargel, der Bärlauch und die ersten Erdbeeren. Ich freue mich schon im März über die ersten roten Knospen, die sich durch den kalten Boden schieben, immer dann wenn ich denke, dass der Rhabarber es diesen Winter nicht geschafft hat und erfroren ist (ein wenig Stroh schützt ihn aber vor dem strengen Frost). Mittlerweile haben wir 5 Rhabarberpflanzen im Garten, die jedes Jahr üppiger wachsen und genügend Stangen bilden, um uns mit Kompott, Kuchenbelag und Saft zu versorgen.

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Und gerade der Rhabarbersaft, bzw, die Schorle, die wir daraus machen, ist bei meinen Jungs heiß begehrt (allein schon wegen der tollen Farbe). Das Rezept dafür ist ganz einfach:

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Für 2 Liter Saft drehe ich 4 – 5 Stangen aus, schneide die Blätter ab, wasche sie und schneide sie in Stücke. Zusammen mit 1, 5 l Wasser und 200 Gramm Zucker (wer es süßer mag, nimmt mehr Zucker) kommen sie in einen Topf und dürfen nach dem Aufkochen noch 15 Minuten weiterköcheln. Danach den Saft abseihen (durch ein Sieb oder Mulltuch) und in saubere Flaschen abfüllen. Fertig!

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Der Saft hält sich im Kühlschrank ungefähr 2 Tage und schmeckt als Schorle mit Mineralwasser gemischt absolut erfrischend und leicht herb-säuerlich.

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Diese Apriltage gerade sind wirklich traumhaft. Es duftet nach Frühling und fühlt sich an wie Frühsommer. Die frisch gewaschene Wäsche weht im Wind, unsere Hühner nehmen ein Sonnenbad und die Kinder laufen barfuß durch den Garten. Und mir bleibt nur eins übrig: genießen!

Ich wünsche Euch ein wunderbar entspanntes Wochenende!

Liebe Grüße

Leni

 

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Im Frühlingswald plus selbstgemachte Kräuterbutter

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Heute haben wir den Kindergarten (für meinen kleinen „Großen“) mal ausfallen lassen (schade, dass das mit der Schule nicht geht) und haben die Buschwindröschen im Wald besucht. Elfengleich recken sie Köpfe aus dem Grün und schmücken den noch kahlen Wald in frischem Frühlingsgrün. Die Jungs bemühten sich auf keines drauf zu treten (bei diesen riesigen Blütenteppichen eine echte Kunst).

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Aber nicht nur die Buschwindröschen breiten sich um diese Zeit im Wald aus, sondern auch der Bärlauch. Und da mittlerweile auch einige andere Kräuter in unserem Garten den Ruf des Frühlings gehört haben und innerhalb von Tagen neu gesprossen sind, habe ich heute direkt mal Kräuterbutter gemacht.

Neben dem Bärlauch nehme ich gerne Schnittlauch, wenige Blätter Sauerampfer, Pimpinelle, Dill und (der war allerdings gekauft) und Schnittknoblauch. Aber butterkompatibel sind auch noch ganz viele andere Frühlingsgesellen. Letztes Jahr haben die Kinder mal eine Blümchenbutter gemacht mit Löwenzahnblüten und Gänseblümchen (auch sehr lecker).

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Für die Kräuterbutter die Butter in Würfel schneiden und bei Zimmertemperatur weich werden lassen. Die Kräuter (gegebenenfalls) waschen, abtrocknen und fein hacken. Zusammen mit Salz und Pfeffer mit der Butter vermengen.

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Ich mache immer gleich zwei Portionen (500 Gramm Butter), fülle sie dann in Gläser ab und friere einen Teil für den Sommer ein.

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Wenn man die Gläser mit einem Etikett versieht, hat man außerdem ein kulinarisches Mitbringsel für Freunde. Zusammen mit einem Bund frischer Frühlingskräuter toppt es garantiert jeden Blumenstrauß ;-).

 

Liebe Grüße

Leni

 

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Im Eifel-Garten plus eins der leckeresten Bärlauchrezepte!

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Auch in der Eifel ist an diesem Wochenende der Frühling angekommen. Die Jungs hatten Freunde eingeladen mit in unseren Eifelgarten zukommen. Während die „großen“ Kinder den Wald erkundeten, hatte ich zwei kleine Helfer im Gemüsegarten (hilfreiche Tipps zum Gärtnern mit Kindern gibt es übrigens hier). Die Beete, auf denen im Winter noch Grünkohl, Rosenkohl und Feldsalat gestanden hatten mussten jetzt wieder für die neuen Pflanzen hergerichtet werden.

Das Gewächshaus brauchte neue Erde (und saubere Scheiben), bevor die ersten Gurkenjungpflanzen einziehen durften. Und auch der Kohlrabi und der Salat haben bereits einen Platz im Beet bekommen. Noch sehen die Pflanzen recht kümmerlich aus, aber in ein paar Wochen können wir wahrscheinlich schon die ersten Knollen und Blätter ernten.

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Mit leeren Händen mussten wir aber trotzdem nicht nach Hause gehen. Der Bärlauch sprießt und ziert den Wald mit einem grünen Teppich. Einen Korb voll haben wir mitgenommen, einmal für Kräuterbutter und zum anderen für  eins der leckersten Bärlauch-Gerichte, die ich kenne: Bärlauch-Quinoa-Puffer!

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Die Puffer sind wirklich ganz einfach und schnell zubereitet und schmecken auch Kindern (wichtig ;-)). Der Rotkohl gibt dem ganzen Gericht eine herrliche Farbe, aber ehrlicherweise wollte keins der Kinder auch nur ein Fitzelchen davon auf seinem Teller haben. Banausen.

Hier kommt das Rezept:

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Bärlauch-Quinoa-Puffer (für 3 Personen und 6 Kinder)

  • 150 gr Quinoa
  • 180 gr Feta (bei uns ist das eine Packung)
  • 1 Bund Bärlauch
  • 3 Eier
  • Rotkohl
  • Joghurt
  • Zitronensaft
  • Salz/Pfeffer

Den Quinoa nach Packungsanleitung kochen und in einer Schüssel mit dem zerkleinerten Feta, dem in kleinen Streifen geschnittenen Bärlauch und drei Eiern vermengen. Salzen und Pfeffern. In einer Pfanne Öl heiss werden lassen und die zu kleinen Küchlein geformte Quinoa-Masse hineingeben. Nach ca. drei Minuten von beiden Seiten ausbraten. Derweil den Rotkohl in dünne Scheiben schneiden und mit Salz und Zitronensaft einmal durchkneten. Den Joghurt in eine kleine Schüssel geben und mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken. Alles zusammen auf einem Teller anrichten. Guten Appetit!

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Es tut so gut, die warmen Sonnenstrahlen endlich wieder auf der Haut zu spüren. Ich hoffe, Ihr habt die Frühlingssonne an diesem Wochenende auch genießen können!

Liebe Grüße

Leni

 

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Aus dem Garten auf den Tisch: Wintersalat mit Orangendressing

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Wer bei Wintersalat nur an Feldsalat, Endivie oder Radiccio denkt, dem sei gesagt, es wächst gerade schon oder noch viel mehr im Garten, was sich prima für einen winterlichen Salat eignet :-).

Wobei ich gestehen muss, dass der Feldsalat schon mein Lieblingssalat im Winter ist. Nein, nicht der zarte, kleine Treibhaussalat, sondern diese knackigen, tiefgrünen, duftenden, in Rosetten wachsenden Blätter, die diesen richtigen Feldsalatgeschmack besitzen. Aber auch der Postelein (oder Winterportulak) ist ein richtiges Wintergewächs und darf mit in die Salatschüssel, genauso wie der Spinat, dessen junge Blätter ganz wunderbar roh schmecken. Der Mangold steht bei mir an einer recht geschützten Stelle, weshalb er dem Frost und Schnee gut trotzen kann und ein paar junge, bunte Blätter zum Salat beisteuert, ebenso wie der Fenchel, der im Sommer geschossen war, im Beet bleiben durften (da er wunderhübsche Schwalbenschwanzraupen beherbergte) und jetzt neu austreibt. Und dann wäre da auch noch der Blattsenf. Bei mir wachsen mehrere Sorten, u.a. eine japanische Sorte mit Blättern, die dem Friseesalat ähneln („Mizuna“ heißt sie). Ich hatte den Blattsenf im Spätsommer ausgesät und jetzt im Februar kann man hier und da immer noch ein paar Blätter ernten.

Das Dressing für den Salat ist ganz leicht gemacht. Man braucht:

  • Orangensaft einer Orange
  • eine halbe, ganz fein geschnittene rote Zwiebel
  • 6 EL Olivenöl (alternativ Rapsöl)
  • 3 EL Balsamico – Essig
  • 1 TL (recht flüssigen) Honig (alternativ zwei Prisen Zucker)
  • 1 TL Senf
  • Salz und Pfeffer

Alles wird miteinander gut verrührt und über den Salat gegeben. Gut schmecken dazu auch noch Walnusskerne (und Ziegenkäse)!

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Ich freue mich, wenn schon bald aus dem Wintersalat ein Frühlingssalat wird; der Sauerampfer, Kerbel, Rucola und all die anderen Kräuter aus den Boden schießen. Aber nun erst einmal: Guten Appetit!

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Liebe Grüße

Leni

 

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