5 Dinge

HochbeetSalat

5 Dinge, die mich gerade glücklich machen:

1.Salat. Ich liebe Blattsalate. Und wer dabei an lieblose Lollo Rosso – Tellerdekoration oder in Plastik eingepackten Supermarkt-Kopfsalat denkt und sich gerade schüttelt, dem sei gesagt: Salat kann so viel mehr sein. Über die Jahre hinweg habe ich einige Blattsalate probiert und immer wieder neu zusammengestellt, bis es passte – im Beet, wie auf dem Teller. Knackiger Romana, Laibacher Eis und Batavia, würzige Ruccola, milder Goldforellenkopfsalat und Hirschzunge. Dazu ein paar Radieschen, Schnittlauch, Dill oder Wildkräuter und Himbeeressig – fertig ist der Frühlingssalat.

Salat

Viele Salate, die Köpfe bilden kann man übrigens ebenso wie Pflücksalat behandeln. Ich nehme hier und da ein paar (äußere) Blätter weg und mische so die einzelnen Sorten für meine Salatschüssel.

Jahreszeitentischmai

2. Jahreszeitentische. An andere Stelle habe ich schon einmal erzählt, dass wir eigentlich keinen „klassischen“ Jahreszeitentisch haben, sondern jedes Kind hat in seinem Zimmer eine Stelle, um Fundstücke und andere Sachen dem Monat entsprechend zu dekorieren. Während das bei den beiden größeren Kindern hauptsächlich Steine und Kuriositäten sind (zum Beispiel letztens ein plattgefahrener Frosch – bäh, den habe ich sofort wieder entfernt), sind es bei den beiden jüngeren Jungs auch Püppchen, Karten, Zwerge und Bilder. Bei dem einen Kind ist der Jahreszeitenplatz die Fensterbank, beim anderen die Kommodenfläche, beim dritten Kind das Spielhaus. Für eben jenes habe ich Anfang Mai zusammen mit den zwei kleineren Kindern einen Mini-Maibaum gebastelt.

Mit Buchs und Draht habe ich einen kleinen Kranz gebunden, den die Kinder mit Krepppapierstreifen bestückt haben. Die Stange des Maibaums ist ein Papierstrohhalm, den ich oben kreuzförmig eingeschnitten habe.

Es ist so schön zu sehen, wie fantasievoll die Kinder ihre Tische schmücken, damit spielen und ständig neue Dinge ergänzen. Die gefilzten Bienen sind noch vom letzten Jahr, die Maiglöckchen aus unserem Garten und die blauen Bilder sind Solardrucke.

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3. Pusteblumen. Die Löwenzahnwiese hat sich nun in ein Pusteblumenmeer verwandelt und lädt ein sich etwas zu wünschen. Und wenn einem gerade nichts einfällt, kann man die Samenstände ja auch einfach so lange in einem Wunschglas sammeln.

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4. Unser Garten zu Gast bei „Was für mich“! Claudias Blog ist immer eine Inspiration für mich, ihre Fotos und Geschichten sind immer so stimmungsvoll. Umso mehr habe ich mich darüber gefreut, unseren Garten und Tipps für Neugärtner dort wiederzufinden (juhu).

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5. Holunderblüten. Der Holunder steht seit gestern in Blüte und das bedeutet, es gibt endlich Nachschub an Holünderblütensirup. Der ist nämlich wiederum die Hauptzutat in meinem Lieblingssommerdrink, dem Hugo. Die lauen Sommernächte dürfen jetzt kommen. Cin – Cin!

Holunder

Was macht Euch gerade glücklich?

Ich wünsche Euch ein sonniges Wochenende!

Liebe Grüße

Leni

 

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5 Dinge

Radieschen

5 Dinge, die mich gerade glücklich machen:

1.Die ersten Radieschen aus unserem Garten in diesem Jahr. Am schnellsten (und unglaublich platzsparend, da sie sich weniger in die Breite und mehr in die Höhe streckt) wächst tatsächlich die Sorte „French Breakfast“. Und sie schmeckt schön mild (gerade für Kinder).

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2. Geburtstage. Der Duft von Flieder aus dem Garten vermischt mit einer feinen Note Geburtstagskuchen- und Bienenwachskerzengeruch. So riechen bei uns die Geburtstage Ende April und Anfang Mai. Und immerhin dürfen wir gleich drei davon feiern! Wie liebe ich die strahlenden Augen der Geburtstagskinder am Morgen.

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2. Bienen. Unser Wildbienenhotel im Garten ist fast ausgebucht und auch die Honigbienen bestäuben hier fleissig unsere Obstbäume. Wie willkommen war da die Nachricht vom Wochenende, dass die EU drei bienenschädigende Neonicotinoide entgültig verboten hat. Ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.

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4. Kleine Bäume. Jedes Jahr im zeitigen Frühjahr stecken wir Apfel- und Zitronenkerne, Nüsse, Eicheln und Kastanien (also alle Schätze aus dem vergangenen Herbst) in die Erde und schauen mal was sich tut. Mal klappt es, mal nicht. Dieses Jahr haben wir nicht nur einen kleinen Apfelbaum (oben auf dem Bild) und eine Mini-Walnuss, sondern auch noch einen Pfirsichbäumchen, das (völlig wider erwartend) aus einem getrockneten Kern empor gestiegen ist. Jedes mal ein kleines Wunder.

Wiesenschaumkraut

5. Walpurgisnacht. Jetzt heißt es Abschied nehmen vom April, der uns so viele schöne Tage beschert hat. Aber bevor dem Mai die Bühne gehört, feiern wir noch den Übergang vom launischen in den wonnigen Monat. Am Abend gehen wir mit den Kindern spazieren und folgen den Spuren der Geister und Hexen und den Kleinigkeiten (Murmeln, Glitzersteinen und kleinen Süßigkeiten), die sie uns hinterlassen haben. Unser Weg führt dann weiter ins Dorf, wo das Mai-ansingen stattfinden und der Maibaum aufgestellt wird. Kleine Traditionen muss man pflegen 😉

 

Ich wünsche Euch einen guten Start in die neue Woche und einen schönen Maifeiertag!

Liebe Grüße

Leni

 

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Kartoffeln setzen (dieses Jahr in Unterhose)

Garten

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Kartoffeln anbauen ist irgendwie magisch. Man steckt eine Kartoffel im Frühling in die Erde und – simsalabim – holt im Sommer/Herbst ganze Hände voll wieder heraus. Vielleicht sind deshalb auch meine Kinder immer gleich so Feuer und Flamme, wenn es wie jetzt im April wieder los geht mit den Kartoffeln. Und eigentlich sogar schon früher, denn „La Ratte“, „Rosa Tannenzapfen“, „Blauer Schwede“, Mayan Twilight“, „Vitelotte“ und „Charlotte“ liegen bereits seit drei Wochen zum Keimen in ihren Kisten. Falls Ihr Euch gerade wundert, warum wir die Kartoffeln schon im April in die Erde bringen und nicht noch die Eisheiligen abwarten: Unser Grundstück liegt in einem kleinen Kessel, umgeben von Wald. Selbst wenn es im Mai noch einmal kalt wird (was in den letzten Jahren hier nicht der Fall war), so muss es wirklich richtig, richtig kalt sein, bevor der Frost unseren Garten erreicht. Für diesen Fall halten wir immer ein Vlies bereit, was aber, wie schon gesagt, in den letzten Jahren nie zum Einsatz gekommen ist.

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Am Morgen gingen wir den Beinwell einsammeln, der rund um unser Grundstück in rauhen Mengen wächst. Den Beinwell legen wir immer zusammen mit den Kartoffeln in die Erde; er dient als Dünger, aber vor allem soll er den Kartoffelkäfer fern halten (bis jetzt hatten wir noch nicht einen Käfer auf dem Kartoffellaub – toi, toi, toi).

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Die Beete hatten wir letzte Woche schon vorbereitet. Da, wo letztes Jahr noch Kohlrabi, Salate, Erbsen und Blumen wuchsen, dürfen dieses Jahr die Kartoffeln blühen. Und Freunde haben wir uns dieses Jahr auch wieder eingeladen. Allerdings stand bei diesem herrlichen, heißen Aprilwetter nicht die Arbeit im Garten im Vordergrund, sondern der Spaß, der wiederum mit reichlich Wasser verbunden war.

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Und so kam es auch, dass die Kinder dieses Jahr die Kartoffeln in Unterhosen in die Erde gebracht haben ;-). Wenn ich so auf die Fotos, der letzten Jahre zurückblicke, in denen wir Mitte April immer in dicken Westen und langen Hosen im Garten standen, wird dieses Jahr uns sicher alle ganz besonders in Erinnerung bleiben.

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Drei Kisten mit vorgekeimten Kartoffeln versenkten wir in drei Beete. Und nachdem die Kartoffeln mit Erde bedeckt worden waren, wurde gewässert. Wer mehr Wasser abbekommen hat, die Beete oder die Kinder vermag ich allerdings nicht zu sagen.

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Ich hoffe, Ihr habt ein ebenso so sonniges wie schönes Wochenende hinter Euch und wünsche Euch einen guten Start in die neue Woche!

Liebe Grüße

Leni

 

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Unser Lieblingsgetränk im Frühling: Rhabarberschorle!

Rhabarberschorle

Das ist er wieder – der Rhabarber! Er gehört bei uns mit zum Frühling wie der Spargel, der Bärlauch und die ersten Erdbeeren. Ich freue mich schon im März über die ersten roten Knospen, die sich durch den kalten Boden schieben, immer dann wenn ich denke, dass der Rhabarber es diesen Winter nicht geschafft hat und erfroren ist (ein wenig Stroh schützt ihn aber vor dem strengen Frost). Mittlerweile haben wir 5 Rhabarberpflanzen im Garten, die jedes Jahr üppiger wachsen und genügend Stangen bilden, um uns mit Kompott, Kuchenbelag und Saft zu versorgen.

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Und gerade der Rhabarbersaft, bzw, die Schorle, die wir daraus machen, ist bei meinen Jungs heiß begehrt (allein schon wegen der tollen Farbe). Das Rezept dafür ist ganz einfach:

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Für 2 Liter Saft drehe ich 4 – 5 Stangen aus, schneide die Blätter ab, wasche sie und schneide sie in Stücke. Zusammen mit 1, 5 l Wasser und 200 Gramm Zucker (wer es süßer mag, nimmt mehr Zucker) kommen sie in einen Topf und dürfen nach dem Aufkochen noch 15 Minuten weiterköcheln. Danach den Saft abseihen (durch ein Sieb oder Mulltuch) und in saubere Flaschen abfüllen. Fertig!

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Der Saft hält sich im Kühlschrank ungefähr 2 Tage und schmeckt als Schorle mit Mineralwasser gemischt absolut erfrischend und leicht herb-säuerlich.

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Diese Apriltage gerade sind wirklich traumhaft. Es duftet nach Frühling und fühlt sich an wie Frühsommer. Die frisch gewaschene Wäsche weht im Wind, unsere Hühner nehmen ein Sonnenbad und die Kinder laufen barfuß durch den Garten. Und mir bleibt nur eins übrig: genießen!

Ich wünsche Euch ein wunderbar entspanntes Wochenende!

Liebe Grüße

Leni

 

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Freutag
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10 Tipps für ein erfolgreiches Gärtnern mit Kindern

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Der Frühling ist da, und damit beginnt die Gartensaison. Und Gärtnern liegt voll im Trend: Schrebergärten sind gefragt wie nie, Hochbeete boomen und jedes Jahr stehen noch mehr neue Saatgut- und Pflanzenmärkte in den Veranstaltungskalendern der Städte und Gemeinden. Wie wunderbar! Toll ist auch, dass besonders viele Familien den Anbau von eigenem Obst und Gemüse für sich entdecken, denn gerade Kindern profitieren sehr vom Gärtnern.

Als ich mit meinen Kindern angefangen haben unseren Ziergarten in einen essbaren Garten umzuwandeln, wußte ich nicht viel über den Anbau, die Pflege und Ernte von Nutzpflanzen. Und ich glaube, viele Eltern sind in der gleichen Situation wie ich damals. Wie soll man sich den richtigen Umgang mit den Pflanzen erlernen und zur gleichen Zeit den Kindern etwas darüber beibringen und sie inspirieren? Damit das Gartenerlebnis für Kinder (UND für die Eltern) nicht in Frustration oder Ärger endet, habe ich meine Erfahrungen zusammengeschrieben, die ich über die Jahre gemacht habe. Hier sind meine 10 Tipps für ein erfolgreiches Gärtnern mit Kindern:

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  1. Geduld haben. Kinder, gerade wenn sie noch kleiner sind, sind keine wirkliche Hilfe im Garten. Die Gartenarbeit dauert mit ihnen doppelt so lange und sie rupfen mit ziemlicher Treffsicherheit eher junges Gemüse aus als Unkraut. Also bloß nicht zu viel erwarten. Wenn sie nach einiger Zeit schon nicht mehr quer über die Beete laufen, hat man viel erreicht ;-).

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2. Wenn es möglich ist, gib dem Kind ein eigenes Stück Beet, um das es sich ganz alleine kümmert und das es nach seinen Vorstellungen bepflanzen kann. Das motiviert und lehrt es gleichzeitig Verantwortung zu übernehmen (aber unbedingt Punkt 4 durchlesen). Wenn man keinen Garten oder keinen ausreichenden Platz hat, reicht aber auch ein eigener großer Kübel, eine Kiste oder eine ausrangierte Wanne.

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3. Pflanzen wählen, die recht anspruchslos sind, schnell wachsen und zeitig reif werden. Neben den Kräutern und Blumen (Punkt 7), sind das hier unsere Favoriten:

  • Radieschen. Wachsen schnell, überall (auch in Kisten und Kübeln) und schmecken lecker auf dem Brot oder im Salat. Für Kinder gibt es leckere, milde Sorten (z.B. „Riesenbutter“).
  • Ruccola und Schnittsalate. Man kann sie auch prima im Balkonkasten anbauen und immer die Menge ernten, die man gerade braucht. Die Vielfalt unter den Salaten ist riesig und mittlerweile gibt es verschieden Schnittsalate bereits bunt gemischt auf Saatbändern. Der Ruccola ist mehrjährig und schmeckt (dank seiner Senföle) ein wenig nussiger und schärfer. Milder ist da die Salatrauke.
  • Erdbeeren. Wenn man sie in Beet setzt, verbreiten sie sich in windeseile durch Ableger. Daher pflanzen wir sie auch lieber in eine Wanne oder in Töpfe. Tolle Sorten gibt es auch für Balkonampeln. Reife Früchte sieht man bei uns jedoch nicht so oft an den Pflanzen – sobald eine Erdbeere auch nur den Hauch von Röte besitzt, wird sie von meinen Kindern auch schon verspeist 😉
  • Tomaten. Hat man nicht den Platz mehrere Sorten anzubauen oder fehlt ein Regenschutz, empfiehlt es sich Wildtomaten (z.B. „rote Murmel“, „red Currant“) oder Massenträger (z.B. „gelbe Million“) oder spezielle Balkonsorte („Balkonstar“, Tumbling Tom“) zu nehmen. Sie sind sehr robust und produzieren enorm viele und süße Tomaten.
  • Kohlrabi. Besonders schön sind die violetten Sorten.
  • Erbsen und Bohnen. Leicht anzubauen, brauchen allerdings eine Rankhilfe und sind roh giftig (Bohnen). Erbsen, Buschbohnen, Stangenbohnen und Puffbohnen punkten zudem mit ihren schönen Blüten. Und junge, frisch gepflückte Erbsen schmecken zuckersüß.
  • Kartoffeln. Sind schon irgendwie märchenhaft. Man gräbt ein Loch, legt eine Kartoffel rein und schüttet das Loch wieder zu. Und simsalabim: ein paar Monate später gräbt man erneut und findet (je nach Sorte) 10-15 Kartoffeln vor. Probieren sollte man auf jeden Fall mal ein paar außergewöhnliche Kartoffeln, wie Hörnchenkartoffel oder blaue/rote Sorten. Hat man kein Beet, reichen den Kartoffeln auch eine Kiste, Sack oder Kartoffelturm.
  • Zucchini. Brauchen ein wenig Platz (wobei ein großer Topf auch geht), sind anspruchslos und sehr ergiebig. Nicht umsonst spricht man von der „Zucchini-Schwemme“ ;-).

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4. Eine (unsichtbare) helfende Hand. Kinder haben oft ganz unterschiedliches Interesse am Garten und der Natur. Während das eine Kind sich leidenschaftlich um die Pflanzen kümmert, sucht das andere Kind lieber nach dem längsten Regenwurm in der Erde oder sammelt Schnecken. Damit aber das „Kinderbeet“ ein Erfolg für jedes Kind wird, sollte man als Eltern ab und zu mal eingreifen und ohne viel Aufsehen schnell etwas Unkraut wegrupfen oder eine Pflanze vor dem Verdursten retten ;-).

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5. Wer mitmachen will, ist herzlich willkommen. Aber es ist auch okay, wenn die Kinder nicht wollen. Denn manchmal gibt es viel spannendere Dinge im Garten zu tun als Knoblauch zu stecken oder Bohnenrankhilfen zu bauen – wenn zum Beispiel die Beerdigung einer toten Hummel ansteht oder sich ein neues Matschloch aufgetan hat. Alles hat seine Zeit. Umgekehrt muss man aber auch die Kinder oft zur Geduld anhalten. Vom Samenkorn bis zum reifen, verzehrfertigen Obst oder Gemüse dauert es nun mal auch seine Zeit.

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6. Kleine Lehrstunden einbauen. Warum sind Marienkäfer Nützlinge? Warum stehen Möhren und Zwiebeln gerne nebeneinander? Warum brauchen einige Pflanzen viel Wasser und andere nicht? Und wer frisst eigentlich immer die rote Beete von unten an? Bei der Gartenarbeit kann man mit Kindern zusammen staunen und kommt ganz selbstverständlich ins Gespräch. Das wiederum lässt sich prima dafür nutzen, Zusammenhänge in der Natur, Kreisläufe und Abläufe zu erklären oder noch besser, gemeinsam mit dem Kind Erklärungen zu finden.

Bei kleinen Kindern reichen allein schon die Sinneseindrücke. Der Geruch von nasser Erde, die pelzige Schote einer Puffbohne, das Zwitschern der Vögel, der Geschmack von süßen Tomaten direkt vom Strauch und der Anblick all der Farben von Blumen, Blüten und Knospen – all das trägt dazu bei, die Natur erfahrbar zu machen.

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7. Blumen und Kräuter nicht vergessen. Mein Fünfjähriger liebt Blumen und stellt im Sommer immer neue Blumenstrauss-Kreationen zusammen. Schöne und recht anspruchslose einjährige Blume sind unter anderen Wicken, Zinnien, Löwenmäulchen und Sonnenblumen. Letzteren kann man beim Wachsen fast zu sehen. Und wie toll ist es, wenn aus so einem kleinen Sonnenblumenkern nach und nach eine Pflanze heranwächst, die einen um einen halben Meter überragt! Unbedingt sollte man auch einen Platz für Ringelblumen finden. Die sind echte Tausendsassa. Wir nehmen sie für Salbe, Öl und für den Tee. Aber auch Kräuter sollten nicht fehlen. Gerade Minze (für Getränke und Quark), Schnittlauch, Garten- und Kapuzinerkresse, Borretsch, Dill, Basilikum und Oregano (für die Pizza) lassen sich gut hier und da dazwischen pflanzen und stehen in Sachen Blüte den Blumen in nichts nach.

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8. Pflanzenschilder anbringen. Wo haben wir die Radieschen ausgesät und ist das dort Unkraut oder Salat? Abhilfe schaffen Beschriftungen (und schmücken die noch kahlen Töpfe und Beete). Wir haben letztes Jahr diese hier gebastelt, für kleine Kinder, die noch nicht lesen können, bieten sich bebilderte Pflanzenschilder an, wie zum Beispiel diese hier oder hier.

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9. Die richtigen Gartengeräte wählen. Kleine Hände brauchen Gartengeräte in ihrer Größe. Also kleine Schaufeln, Spaten und Harken – damit fällt die Gartenarbeit viel leichter. Wachsen Brennesseln oder andere Pflanzen, die Hautreaktionen hervorrufen können in den Beeten, sind Gartenhandschuhe in Kindergröße wichtig. Nicht unbedingt nötig, aber trotzdem eine gute Anschaffung: eine kleine Schubkarre.

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10. Ein Gartentagebuch anlegen. Notiert wird, was wann wohin gepflanzt wurde, wann es geerntet wurde, wie es geschmeckt hat. So hat man einen Überblick darüber, welche Sorten ein Erfolg waren und nächstes Jahr wieder dort wachsen dürfen und was vielleicht einen anderen Standort braucht oder ganz rausfliegt. Meine Kinder malen außerdem gerne die Tiere auf die Seiten, die sie im Garten entdeckt haben oder kleben gepresste Blumen, Kräuter und Blätter und Fotos rein. Mit den größeren Kindern führe ich jedes Jahr eine Tabelle, in die sie Wetterdaten eintragen. Eine kleine „Wetterstation“ dafür, bestehend aus einem Messbecher für Regen und einem Thermometer, ist schnell im Garten aufgebaut.

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Will man Kinder etwas über die Natur und unser Essen beibringen, schafft man das nicht mit einer CD über Vogelstimmen, einem Film über Insekten oder Schautafeln zum gesunden Essen. Um etwas tatsächlich zu begreifen, muss man es „Greifen“ können; es muss mit allen Sinnen aufgenommen werden – es muss erlebt werden. Wie aus einem kleinen Korn eine riesige Kürbispflanze wird oder aus einer unscheinbaren Raupe ein bunter Schmetterling. Staunen, erforschen, erklären. Und die positiven Effekte, die das Gärtnern mit Kindern mich sich bringen, gehen weit über das bloße Lernen hinaus. Was in der Wissenschaft immer wieder durch neue Studien belegt wird, kann man als Eltern recht schnell erkennen: Gärtnern stärkt das Selbstbewusstein, die Selbstdiziplin und die Selbstständigkeit von Kindern und wirkt sich positiv auf ihr Wohlbefinden aus. Und zu guter Letzt erleben die Kinder die Natur und den Anbau des eigenen Essens als etwas Positives, etwas Schönes. So entsteht eine gefühlsmäßige Verbundenheit mit all dem, was gepflegt und erhalten werden möchte. Oder anders (und einfacher) ausgedrückt: was man liebt, das schützt man.

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Und jetzt ran an die Töpfe und Beete!         Gärtnernmit Kindern

Liebe Grüße ♥

Leni

 

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Im Eifel-Garten plus eins der leckeresten Bärlauchrezepte!

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Auch in der Eifel ist an diesem Wochenende der Frühling angekommen. Die Jungs hatten Freunde eingeladen mit in unseren Eifelgarten zukommen. Während die „großen“ Kinder den Wald erkundeten, hatte ich zwei kleine Helfer im Gemüsegarten (hilfreiche Tipps zum Gärtnern mit Kindern gibt es übrigens hier). Die Beete, auf denen im Winter noch Grünkohl, Rosenkohl und Feldsalat gestanden hatten mussten jetzt wieder für die neuen Pflanzen hergerichtet werden.

Das Gewächshaus brauchte neue Erde (und saubere Scheiben), bevor die ersten Gurkenjungpflanzen einziehen durften. Und auch der Kohlrabi und der Salat haben bereits einen Platz im Beet bekommen. Noch sehen die Pflanzen recht kümmerlich aus, aber in ein paar Wochen können wir wahrscheinlich schon die ersten Knollen und Blätter ernten.

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Mit leeren Händen mussten wir aber trotzdem nicht nach Hause gehen. Der Bärlauch sprießt und ziert den Wald mit einem grünen Teppich. Einen Korb voll haben wir mitgenommen, einmal für Kräuterbutter und zum anderen für  eins der leckersten Bärlauch-Gerichte, die ich kenne: Bärlauch-Quinoa-Puffer!

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Die Puffer sind wirklich ganz einfach und schnell zubereitet und schmecken auch Kindern (wichtig ;-)). Der Rotkohl gibt dem ganzen Gericht eine herrliche Farbe, aber ehrlicherweise wollte keins der Kinder auch nur ein Fitzelchen davon auf seinem Teller haben. Banausen.

Hier kommt das Rezept:

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Bärlauch-Quinoa-Puffer (für 3 Personen und 6 Kinder)

  • 150 gr Quinoa
  • 180 gr Feta (bei uns ist das eine Packung)
  • 1 Bund Bärlauch
  • 3 Eier
  • Rotkohl
  • Joghurt
  • Zitronensaft
  • Salz/Pfeffer

Den Quinoa nach Packungsanleitung kochen und in einer Schüssel mit dem zerkleinerten Feta, dem in kleinen Streifen geschnittenen Bärlauch und drei Eiern vermengen. Salzen und Pfeffern. In einer Pfanne Öl heiss werden lassen und die zu kleinen Küchlein geformte Quinoa-Masse hineingeben. Nach ca. drei Minuten von beiden Seiten ausbraten. Derweil den Rotkohl in dünne Scheiben schneiden und mit Salz und Zitronensaft einmal durchkneten. Den Joghurt in eine kleine Schüssel geben und mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken. Alles zusammen auf einem Teller anrichten. Guten Appetit!

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Es tut so gut, die warmen Sonnenstrahlen endlich wieder auf der Haut zu spüren. Ich hoffe, Ihr habt die Frühlingssonne an diesem Wochenende auch genießen können!

Liebe Grüße

Leni

 

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Im Garten Ende März

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Ah, Wärme und Sonnenstrahlen haben uns an diesem Wochenende wieder zur Gartenarbeit gelockt. Nachdem die WetterApp für die nächsten 10 Tage keinen Frost mehr verspricht, durften endlich die Radieschensamen und die Salat- und Kohlrabijungpflanzen raus in die Erde.

Schon vor ein paar Wochen hatten wir die ersten Pflänzchen im Haus vorgezogen – und ziehen immer noch weitere im Abstand von jeweils zwei Wochen. Diese hier auf dem Bild sind von der letzten Aussaat (rechts die Kohlrabi, links der Salat). Mittlerweile sind unsere Fensterbänke fast alle mit Pflanzkästen belegt, in denen die Tomaten, Gurken, Kürbisse, diverse Kohlsorten, Kräuter und einjährige Blumen vom Samenkorn zu kleinen Pflänzchen heranwachsen. Und damit alle die besten Bedingungen bekommen, trage ich die Kästen mit den Jungpflanzen tagsüber raus in den Garten und am Abend wieder ins Haus (mein Mann hält mich wahrscheinlich für übergeschnappt, ständig die Pflanzen von A nach B und von drinnen nach draußen zu schleppen, aber ohne Frühbeet oder geeignetes Gewächshaus, ist das der beste und günstigste Weg). So bekommen sie mehr Licht und gleichzeitig weniger Wärme, was sie zu kompakten und robusten Pflanzen wachsen lässt.

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Viel zu entdecken gibt sonst zur Zeit noch nicht im Garten, außer dem Bärlauchteppich unter den Hortensien, der so wunderbar duftet, wenn die Hühner durch laufen und diese kleinen Farbtuper: der Rharbarber steht in den Startlöchern.

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Die Jungs haben unterdessen schon einmal die Sträucher mit Ostereiern geschmückt, ihr Holzschiff sauber gemacht und sich einen Platz für ihr Apfelbäumchen gesucht. Der Apfelkern, den wir im Februar in einen Topf gepflanzt hatten, ist sehr schnell gekeimt und in kurzer Zeit zu einem Mini-Baum herangewachsen. Bis der irgendwann mal Äpfel tragen wird (wenn er es denn überhaupt macht), werden viele, viele Jahre vergehen. Aber man pflanzt ja schließlich die Bäume nicht für sich selbst, sondern für seine Kinder und Enkelkinder. Ein kleines Versprechen für die Zukunft sozusagen.

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Was macht Euer Garten und Eure grünen Projekte?

Ich wünsche Euch einen guten Start in die Karwoche!

Liebe Grüße

Leni

 

 

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5 Dinge

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5 Dinge, die mich gerade glücklich machen:

  1. Die Hände in der Erde haben.

Temperaturen um 15 Grad, Sonnenschein und Regen. Perfekt für Gartenarbeit am Wochenende.

Nicht nur unsere Hühner lieben den Kompost (wegen den Würmern) – es gibt keinen besseren und günstigeren Dünger.  Jetzt im Frühjahr bringen wir ihn auf die Beete, unter die Sträucher und Obstbäume aus.

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Auch die Hochbeete haben wir wieder mit Kompost aufgefüllt (letztes Jahr haben wir sie neu geschichtet – sie sacken innerhalb eines Jahres ein ganzes Stück ab). Und die ersten Hochbeetbewohner durften auch schon einziehen.

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2. Der Sonnenschein bringt es wortwörtlich ans Tageslicht: der Frühjahrsputz ist nötig.

Das ist irgendwie ein natürlicher Drang im Frühling, alles wieder frisch, sauber und geordneter zu haben, oder? Und wenn man einmal anfängt, machen alle Kinder von ganz alleine und mit größtem Vergnügen mit. Regelmäßig setzte ich (Bio) Orangenschalen (von unseren Smoothies) in Essig  an – ein Spitzenallzweckreiniger. Und mit Zeitungspapier bekommt man tatsächlich die Fenster streifenfrei sauber. Was man sonst noch alles kostengünstig und ökologisch selber an Reinigungsmitteln herstellen kann, habe ich hier gefunden.

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3. Wenn Du etwas Schönes liest, erzähle es weiter.

Bei unserem Frühlingsputz habe ich die „Floh“- Beilage „Hallo Welt“ (eine Kinderzeitschrift) zwischen den Sofakissen gefunden und dort einen Artikel über Ollie und Harry gelesen. Ollie und Harry sind zwei Jungs aus Schottland, 8 und 5 Jahre alt und haben ganz besondere Wochenenden. Sie versuchen nach und nach ihre To Do-Liste abzuarbeiten auf der (mittlerweile) 500 verschiedene, große und kleine Abenteuer stehen, die die Jungs zusammen mit ihren Eltern erleben wollen bevor sie 18 Jahre alt sind. Angefangen von im Wald übernachten und Gold aus einem Bach sieben über einen Tag wie Menschen aus der Steinzeit leben bis zu einem Ausflug ins Weltall. Letzteres geht nicht? Doch! Statt selbst in den Weltraum zufliegen, hat die Familie einfach zwei Legomännchen mit einem Ballon ins All geschickt (und ein Video davon gedreht, schaut mal hier).

Warum ich die Gschichte über Olli und Harry so schön finde? Weil sie mich motiviert. Inspiriert. Weil ich auch einen To Do-Liste habe (Überraschung, bei meinem Listenfaible;-)) mit Dingen, die ich in meinem Leben noch tun möchte und erleben will. Mit den Menschen, die ich liebe. Und diese, besagte Liste liegt einfach irgendwo in einer Kiste herum. Und egal ob geschrieben oder im Kopf, ich glaube, jeder hat irgendwie so eine Liste. Mal kürzer, mal länger. So viel, was man auf die lange Bank schiebt. Zeit, es anzupacken! Also habe ich mich mit den Jungs am Wochenende zusammengesetzt und unsere gemeinsame Abenteuer-Liste (allerdings vorerst mal nur mit 20 Punkten) geschrieben und an den Kühlschrank gepinnt. Es kann losgehen!

Von der Liste der Fergusons haben wir uns einiges abgeguckt – schaut sie Euch doch auch mal (hier) an :-).

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4. Weidenkätzchen und Frühlingsdeko.

Unser (sehr entfernter) Nachbar hatte vor zwei Wochen seine Weiden beschnitten und die Weidenkätzchenzweige an die Straße gestellt. Jetzt stehen sie in unserer Vase. Erst recht nackig (wenn Weidenkätzchen überhaupt nackig sein können) und jetzt geschmückt mit kleinen gefilzten Blütenanhängern.

 

Die sind übrigens ganz schnell gemacht und auch für kleine Kinderhände kein Problem. Man braucht nur Murmeln, Filzwolle, Seife und (sehr) warmes Wasser zum Filzen und später eine Garnschnur zum Aufhängen. Die Filzwolle wird um die Murmel gelegt und mit Wasser und Seife erst vorsichtig, später dann mit Kraft in den Händen (und auf einer rauen Unterlage, wie einem Handtuch) immer wieder gerollt, geknetet, gerieben und geformt, bis die fluffige Wolle ein fester Ball geworden ist. Dann wird die Kugel unter klaren, warmen Wasser ausgewaschen und getrocknet. Am nächsten Tag schneidet man die trockene Kugel kreuzförmig ein und holt die Murmel heraus. Mit einem Schnur, die man mit der Nadel durch den Filz zieht, kann man die Blume nun aufhängen.

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Ich habe die Blüten noch mit einer Holzperle verziert. Man kann aber zum Beispiel auch ein kleines Glöckchen in die Blume einnähen.

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5.   Der Bärlauch sprießt. Aus einem kleinen Pflänzchen, dass ich vor vielen Jahren unter die Hortensien setzte, ist ein kleiner Bärlauchteppich geworden, der jedes Jahr noch größer wird.

 

Die Blätter riechen herrlich frisch und angenehm nach Knoblauch und verfeinern bei uns gerade Quark, Dip und Butter. Und das Beste: ich muss dafür nur in den Garten gehen.

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Was macht Euch gerade glücklich?

Ich wünsche Euch einen guten Start in die neue Woche!

Liebe Grüße

Leni

 

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Eiskunst für den Garten

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Sonnige Tage, frostige Nächte – davon hatten wir jetzt viele. In der letzten Nacht sogar – 8 Grad (für das Rheinland arktische Verhältnisse). Sehr zum Leid der Hühner, die jetzt im Stall noch näher aneinander rücken müssen, aber auch sehr zur Freude der Kinder, da sich jetzt wunderbar Eiskunstwerke herstellen lassen.

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Man braucht dafür nur viele kleine und große Gefäße, je nachdem wie groß die Werke werden sollen. Wir haben Eimer und Töpfe, Sandförmchen und eine Backform genutzt. Die werden mit Wasser gefüllt. Mit Regenwasser, destilliertem Wasser oder aber abgekochtem Wasser ist das Eis übrigens nachher klarer als mit Leitungswasser. Für die Dekoration haben wir einfach alles genommen, was so im Garten zu finden war: Rosmarin, Hagebutten, Farn und Schneeglöckchen, Blätter und Moos. Für die kleinen Eisbilder haben wir außerdem noch Schnüre mit ins Wasser gegeben, damit wir sie in den Bäumen aufhängen konnten und dann alles über Nacht draußen stehen gelassen.

Um das Eis aus den Töpfen wieder herauszubekommen, haben wir Wasser im Wasserkocher heiß gemacht und dann im Garten von außen über die Gefäße geschüttet. Danach ließ sich das Eis ganz einfach raus klopfen. Hat man übrigens noch ein paar Pappteller zu Hause, kann man auch damit schöne, runde Eisbilder zaubern, die sich noch einfacher später lösen lassen (habe ich letztens auf Instagram gesehen ;-)).

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Tagsüber fällt die Wintersonne auf das Eis und bringt es zum Strahlen – und abends sorgen Kerzen für die Illumination.

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Ich wünsche Euch einen schönen (frostigen) Sonntag!

Liebe Grüße

Leni

 

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Saatgutfestival + Verlosung

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Das Interesse am eigenen Anbau von Obst- und Gemüse, an der Landwirtschaft und an unseren Lebensmitteln im Allgemeinen wird beständig größer. Und damit auch die Erkenntnis, dass das, was wir im Supermarkt oder Marktstand an Gemüse kaufen können, nur ein verschwindend kleiner Teil der Vielfalt ist, die tatsächlich an Nutzpflanzen existiert. Denn ob rosa Kartoffeln, purpurne Bohnen, geringelte Beete, Erdbeeren mit Walderdbeerenaroma oder Urmöhren – in den Genuss all dieser Varietäten und Raritäten kommt man (in der Regel) nur, wenn man sie selber anbaut.

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Sobald man sich für ein eigenes Gartenprojekt entschieden hat, stellt sich die Frage nach dem Saatgut. Im Gartencenter wird man schnell fündig, mit etwas mehr Mühe auch bei Saatgutherstellern im Internet. Aber das ist so ein bißchen wie früher in den Musikgeschäften. Mainstream-Platten und CDs bekam man dort immer zu kaufen, aber die wirklichen Schätze, die wirklich tollen Platten, nach denen musste man schon mal länger suchen und man fand sie dann meistens auf dem Flohmarkt. Mit Saatgut verhält es sich ähnlich. Gemüseraritäten, die genau in deiner Region gut wachsen und von dem du selber wieder Saatgut gewinnen kannst, findest du (zum Tausch oder für kleines Geld) vor allem auf regionalen Saatgutbörsen, wie z.B. den Saatgutfestivals. Und oben drauf, viele Gärtner, Landwirte und Aktivisten, die mit großem Wissen und viel Leidenschaft über ihre Pflanzen und Kräuter, Autarkie, Naturschutz, die Sicherung von Biodiversität und Naturkreisläufen, (Saatgut-)Politik und den freien Zugang zu Saatgut referieren und diskutieren.

 

 

Letztes Wochenende besuchten wir das Saatgutfestival in Bonn. Die letzten Jahren pilgerten wie nach Düsseldorf, auf das dortigen Festival – Bonn liegt da für uns deutlich näher (und steht Düsseldorf fast in nichts nach). Ins Gespräch kam ich mit vielen Personen. Über Freilandtomaten, „freie“ Tomaten“ (mit der unglaublich engagierten  Dorothea Wamper vom VEN),  Kartoffel- und Knoblauchraritäten, Heilkräutern aus aller Welt und Schafen (ob drei bis vier Schafe in unserem Garten noch Platz hätten?). Mit nach Hause habe ich einige Samentütchen (nach Tomaten und Radieschen sind Bohnen meine heimlichen Lieblinge), Kartoffeln, Kräuter und die Erkenntnis genommen, dass hier etwas im Umbruch ist, dass hier eine (kleine) Revolution im Gange ist, die immer mehr Anhänger findet und die von Jedermann unterstützt werden kann!

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Passend dazu verlose ich heute für Euch eins meiner Lieblingsgartenbücher, das „Große Buch der Selbstversorgung“ von Dick & James Strawbridge. Das Werk ist sehr umfassend, von Energiegewinnung über Nutztierhaltung, von der Herstellung von Naturkosmetik und Putzmitteln bis zum Bier brauen. Aber selbst wenn man gar nicht so weit autark leben kann oder möchte, dieses Buch ist auch ein hervorragender Ratgeber für den Anbau von Obst, Gemüse und Kräutern und der Verarbeitung und Konservierung dieser.

Ihr könnt ein Exemplar des Buches gewinnen! Dafür müsst Ihr nur hier, unter diesem Post, einen Kommentar (und eventuell eine E-Mail-Adresse, damit ich Euch im Falle des Gewinns auch kontaktieren kann) bis zum 4. 3. 2018 hinterlassen. Das Los entscheidet. Für das Teilen des Beitrages auf Instagram oder Facebook gibt es ein zusätzliches Los, genauso wie für das Folgen von „Familienjahr“ über Instagram, Facebook oder direkt über E-Mail/Wordpress, so dass ihr letztendlich mit 3 Losen in den Glückstopf springen könnt.

Ich wünsche Euch viel Glück!!

Liebe Grüße

Leni ♥

P.S.: Weitere Termine für Saatgutfestivals und -börsen findet Ihr hier.

 

 

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Die Verlosung ist beendet! Gewonnen hat Sophia – Herzlichen Glückwunsch!

Vielen lieben Dank für die Teilnahme ♥