Im Garten Anfang Dezember

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Mit dem ersten Dezember kam der Schnee. Dicke Flocken fielen (zur Freude aller hier) aus den Wolken und zauberten aus dem Garten eine wunderbare Schneelandschaft.

Am Samstag stellten wir Vogelfutter-Küchlein her aus Kokosfett und einer Vogelfutter-Mischung (die Anleitung von vorletztem Jahr findet Ihr hier ). Mittlerweile füttern wir die Vögel das ganze Jahr über, bzw. lassen die Samenstände von Sonnenblumen, Brokkoli, Radieschen und anderen Pflanzen für die Vögel einfach stehen. Letztens erst machte der Bericht eines Ornithologen in den Medien die Runde, der das Füttern der Vögel im Garten für unbedingt notwendig hält. Und nicht nur im Winter oder erst dann wenn Schnee liegt, da die Gartenvögel sonst einfach nicht genug Nahrung finden würden um sich und ihre Brut zu ernähren. Wir machen die Vogelfutterküchlein (oder die gefüllten Tannenzapfen) daher auch gerne auf Vorrat und als kleine Mitbringsel oder Geschenke, wenn wir irgendwo eingeladen sind.

Der Schnee lässt die Welt so wunderbar zur Ruhe kommen. Und auch unseren Garten. Alle Geräusche werden gedämpft, die Tiere ziehen sich zurück in ihren Winterschlaf, das Unkraut ist erst einmal verschwunden (was ein Glück). Das letzte Gemüse im Beet, der Kohl, Sellerie, Feldsalat, Spinat und Poree halten tapfer der weißen Bedeckung stand und dürfen nach und nach den Weg in unsere Küche antreten (gestern gab es Linsensuppe, mhh).

Die Jungs haben gestern bereits nach einem passenden Tannenbaum für Weihnachten gesucht. Auf unserem Grundstück stehen viele junge Fichten und große Tannen. Und auch die kleinen Tannenbäume der Kinder haben wir (fast) jedes Jahr erfolgreich wieder in den Boden eingepflanzt. Ich denke, nächstes Wochenende schlagen wir dann auch schon unseren Weihnachtsbaum.

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Heute haben wir uns erst einmal etwas anderes in Haus geholt. Unser Adventswichtel (die Kinder haben ihm den Namen „Rudi“ gegeben) hat heute morgen schon zwei Obstbaumzweige hereingeholt, denn heute ist Barbara-Tag!

Ich hoffe, Ihr hattet ein wunderbares (verschneites) Wochenende und wünsche Euch einen schönen Montag!

 

Liebe Grüße ♥

Leni

 

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Wochenende in Bildern

Im Garten Anfang November

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Wir sind dieses Jahr wirklich gesegnet mit einem milden, sonnigen Herbst. Selbst der November, der sonst so trübe, dunkle Monat, schenkt uns zu Beginn so viele schöne Tage. Keine Spur von Novemberblues. Und wo lässt sich die Zeit gerade besser verbringen als draußen, im Wald, in der Natur (die kuscheligen, regnerischen Tage auf dem Sofa können noch warten ;-)). Dieses Wochenende, das letzte Herbstferienwochenende, haben wir größenteils im Garten verbracht.

 

 

Über die Hälfte der Beete sind jetzt leer, abgeerntet. Und damit die Erde und ihre Bewohner vor Trockenheit und Frost geschützt sind, decken wir die Beete mit Laub ab. Dafür befreiten wir (oder besser gesagt meine fleissigen Helfer) die Rasenflächen und Wege von den Blättern und verteilten sie (etwa 5 cm) locker über den Boden der Beete. Das übrige Laub sammelten wir (nach einer ausgiebigen Laubschlacht natürlich) in einer geschützen Ecke im Garten für die Igel. Bis auf Eichenlaub, das zu viele Gerbstoffe enthält, eignen sich übrigens meines Wissens alles Laub zum Abdecken der Erde. Und das Ergebnis im Frühling ist verblüffend: unter den schon fast zersetzten Blättern konnten die Mikroorganismen und Kleinstlebewesen ungestört während des Winters aktiv bleiben. Schiebt man im Frühjahr das Laub zur Seite, findet man feinkrümelige, gut riechende, dunkle Erde darunter. Oder es ist eben nicht verblüffend, würde mein Bekannter jetzt sagen, ein Permakulturexperte, der selber ein großes Stück Land (als Schaugarten seines Permakulturvereins) pflegt. Denn alle Böden, auf denen Pflanzen und Bäume (in der freien Natur) wachsen, sind stetig bedeckt. Das ist der biologische Kreislauf.

 

 

Was sich gerade in meiner Küche stapelt, ist der Kohl (wer hätte gedacht, dass die Raupen soviel übrig lassen?). Weißkohl und Rotkohl. Letzteren friere ich gekocht ein oder lasse ihn (genauso wie den Weißkohl) in Gläsern fermentieren (wenn es was geworden ist, stelle ich Euch mein Rezept dafür mal ein). Vom Grünkohl zupfe ich immer nur die unteren Blätter ab, z.B. für Smoothies, so kann man ihn fast den ganzen Winter über wachsen lassen. Ansonsten ernten wir gerade den ersten Feldsalat (juhuu), weiterhin Spinat (auch immer gerne für Smoothies) und die letzten Möhren (nein, die sind nicht verkrüppelt, sondern das sind runde Möhren der Sorte „Pariser Markt“). Und dazu jede Menge Samen. Radieschen, Blumenkohl und Brokkoli, Ringelblumen, Buschbohnen und Sonnenblumenkerne (die können sich die Vögel im Winter aus den Samenständen picken).

 

 

Jetzt ist der Garten fertig für die Winterruhe (der Frost wird sicherlich nicht lange auf sich warten lassen). Das Gartenjahr neigt sich dem Ende.

Ich wünsche Euch einen schönen Sonntagabend!

Liebe Grüße

Leni

 

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Geborgen Wachsen
Karminrot

Im Garten Anfang Oktober

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Die letzten Wocen waren (relativ) warm und regenreich, und boten damit nicht nur ein ideales Wetter für Pilze, sondern auch für die letzten Bewohner der Gartenbeete. Jeder warme Tag mahnte mich daran, die Beete weiter aufzuräumen, die Beerensträucher zurückzuschneiden und zu düngen, den Knoblauch endlich zu stecken und die Salate und Bohnen abzuernten, bevor der erste Frost kommt.

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Wieviel Knoblauch man über das Jahr braucht, wieviele Zehen (oder Knollen) man also im Herbst in die Erde versenkt, damit man immer ausreichend davon in der Küche hat, ist ein Erfahrungswert. In den ersten Jahren hatten wir so viel Knoblauch – wir hätten die ganze Straße damit versorgen können (okay, das ist vielleicht übertrieben, aber es war viel). In den letzten Jahren reichte die Ernte nur für 2 Monate. Mittlerweile stecken wir im Herbst Zehen von drei Knollen in die Beete,verteilen noch einmal 2- 3 Knollen zwischen den Erdbeerreihen und pflanzen noch einmal ein paar Zehen im Frühjahr zwischen den ersten Salat – und haben (wenn alles gut läuft) genau die richtige Menge für unseren Bedarf. Wir pflanzen übrigens keine Saatknollen, sondern Knoblauch vom Markt. Der stammt zwar oft aus Frankreich oder Spanien, aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass er auch mit unserem Klima gut zurecht kommt, wenn man ihn im Spätherbst mit einer Mulchschicht (zum Beispiel aus Laub) zudeckt.

 

Jetzt, wo die Nächte schon richtig kalt sind, und ich morgens und abends gerne mit einer Tasse Tee in der Hand am Tisch sitze, pflücke ich noch schnell die letzten Kräuter und Blätter aus dem Garten. Himbeerblätter, Melisse, Salbei, Tymian, Zitronenverbene, aber auch Hagebutten und Ringelblumen. Denn diese kalten Nächte erinnern mich auch immer daran, dass der Frost all das bald wieder vergehen lässt. Also, rasch an die Arbeit!

 

 

* * *

Wie sieht es in Eurem Garten, auf Eurem Balkon aus? Wenn Ihr auch Fotos oder Geschichten aus Eurem Garten sammelt, teilt sie doch mit mir/uns. Hinterlasst einfach einen Link zu Eurem Blog/ zu Eurer Seite in den Kommentaren, so dass wir auch einen Blick in Euren Garten werfen können. Oder habt Ihr Tipps oder Erfahrungen zu einem Gemüse (Obst, Kraut, Nützling, Schädling, etc) oder ein Rezept? Immer her damit 😉

 

Liebe Grüße

Leni


Tomaten!

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Vor Jahren habe ich mal eine Tomatenfarm in Dänemark gesehen. Riesige Gewächshäuser, meterhohe Tomatenpflanzen und Kinder, die mit ihren kleinen Schubkarren durch die Reihen kurvten und die bunten Tomaten einsammelten. Auf der Farm wurden (ich glaube es waren) 80 verschiedene Sorten Tomaten angebaut, von fast kürbisgroß (na gut, ein kleiner Kürbis) bis johannisbeerenklein, von zartgelb über saftiggrün, von rosarot bis violett-schwarz, von würzig und säuerlich bis süß. Das hat mich so beeindruckt, dass ich seit dem jedes Jahr selber Tomaten aus Samen ziehe und anbaue. Natürlich in einem viel (sehr viel) bescheideneren Rahmen.

Von vielen Tomaten, die bei uns wachsen, weiß ich den Namen. Aber es sind auch einige dabei, die wir geschenkt bekommen haben oder die ich auf Wochenmärkten oder im Urlaub gekauft und die Samen aufbewahrt habe. Die heißen dann „Capri“ oder „Peters Tomate“.

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Das tolle an der Tomatenvielfalt ist, dass es für jedes Gericht auch die passende Tomate gibt. Jedes Jahr mit dabei in unserem Garten sind die „wilden“ Tomaten. Tomaten, die tatsächlich nur so groß sind wie Johannisbeeren, aber sehr süß schmecken, super robust sind und einen sehr hohen Ertrag haben. Nur wenig größer sind „Yellow Current“ (oder auch „Red Current“). Mein Liebling ist das „gelbe Birnchen“, einfach wegen ihrer schönen Form und des fruchtigen Geschmacks. Alle diese recht kleinen Tomaten finden ihren Weg in die Küche nur sehr selten (nein, eigentlich nie). Meistens werden sie vom Strauch gepflückt und landen direkt im Mund.

Die Cherrytomaten nehmen wir vor allem für Salate. Neben den roten und gelben Sorten, haben wir auch die gestreiften (wie z.B. „Red Boar“) und die violetten (in der so viele Bioflavonoide, also besonders gesunde sekundäre Pflanzenstoffe, stecken sollen), einfach damit es auf dem Teller nachher bunter ist.

Strauchtomaten (wie z.B. „Zebra“ und „Ceman“) sind super für Bruschetta, die Pizza, oder den Caprese-Salat.

Für Tomatensoßen und Ketchup (aber auch Chutney) heißt unser Favorit „San Marzano“ (eine Flaschen-, oder Eiertomate), einfach weil sie so ergiebig ist und würzig-fruchtig schmeckt.

„Ochsenherz“, die „Berner Rose“ und „Oaxacan“ (die dicken Fleischtomaten) sind dagegen perfekt für Tomatensuppe.

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Und ich finde für eine richtig gute Tomatensuppe braucht es auch gar nicht viel drumherum – wenn man aromatische Tomaten hat. Ein, zwei Zehen Knoblauch, eine rote Zwiebel, gutes Olivenöl, Salz, Pfeffer und Basilikum (das pflanze ich übrigens gerne zwischen die Tomaten). Alles (bis auf den Basilikum) im Öl anschwitzen, und dann köcheln lassen. Pürieren, passieren, servieren, genießen 😉

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Jetzt im September ist das Angebot an Tomaten groß. Eine gute Gelegenheit vielleicht auf dem nächsten Wochenmarkt, im Hofladen oder im Garten von Freunden eine neue (Lieblings-)Sorte zu entdecken :-)!

Liebe Grüße ♥

Leni

 

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Caros Grünzeug

Im Garten Anfang September

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Die (Haupt-) Gartensaison ist schon fast wieder vorbei  – kommt es nur mir so vor, dass der Sommer so schnell vorbei gezogen ist? Und während die Luft schon deutlich kühler geworden ist, und die Farben langsam wechseln, gibt es noch so viel Obst und Gemüse, das geerntet werden will (und irgendwie ist der Herbst auch wie ein zweiter Frühling, säe und pflanze ich doch gerade noch einmal Kohlrabi-Jungpflanzen und Salate).

Ein paar Beete haben wir schon geräumt. Der Brokkoli, der uns so lange und so viele Röschen dieses Jahr gebracht hat (schneidet man den Hauptstrunk zur Ernte heraus, bilden sich viele kleine Seitentriebe), der Blumenkohl, der Mais, Zwiebeln und die Kartoffeln sind bereits abgeerntet und haben Platz gemacht für den Rosenkohl, Grünkohl, Spinat und Feldsalat.

Und ja, es ist bereits Zeit an das nächste Gartenjahr zu denken. Die schönsten Stangenbohnenschoten dürfen an der Pflanze bleiben und dienen als Samen für die nächste Aussaat, ebenso die Radieschen und der Brokkoli (ich lasse immer ein oder zwei Exemplare blühen). Die Samen der Ringelblumen, Malven und Kapuzinerkresse, die Kerne der Tomaten und die Samenstände der Salate und dem Dill (ich habe bestimmt noch einige andere vergessen) sind jetzt schon bereit zum eintüten und verwahren.

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Zum Glück gibt es aber auch im September noch so viel zu ernten. Allen voran die Tomaten, aber auch die vielen Kräuter und Salate. Zucchini, Gurken, Bohnen.

An den Möhren und dem Fenchel haben die Jungs diese herrlichen Kerle entdeckt:

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Schwalbenschwanzraupen. Bald müssten sie sich verpuppen (dick genug haben sie sich ja schon gefressen;-)). Allerdings werden sie wohl erst nächstes Jahr schlüpfen, denn die letzte Generation im Jahr überwintert im Garten.

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Wie sieht es mit Eurem Obst und Gemüse im Garten, auf dem Feld, Balkon oder im Kübel aus?

Liebe Grüße und ein schönes Wochenende!

Leni


Beeren, Beeren, Beerentarte

Die Beerensaison geht hier gerade in die nächste Runde. Während wir uns von den Johannisbeeren und Stachelbeeren aus unserem Garten jetzt so langsam verabschieden müssen, können wir jetzt die Blaubeeren endlich begrüßen. Und die sind hier bei allen sehr beliebt (besonders bei den Hühnern, leider). Deshalb ist es auch gar nicht so einfach ein paar Beeren für meinen Kuchen zusammen zu bekommen (oder für das Müsli am Morgen). Aber zum Glück schmeckt diese Tarte immer richtig lecker (und immer ein wenig anders) – egal mit welchen Beeren (und in welcher Mischung)!

Für den Teig:

100 gr Zucker
250 gr Mehl
125 gr kalte Butter
1 Ei
Prise Salz

Alle Zutaten zu einem Teig verkneten, in eine Tarteform drücken und kalt stellen.

Für den Belag:

80 gr geschmolzene Butter
2 Eier (Eigelb vom Eiweiß trennen)
50 gr Zucker
250 gr Quark
25 gr Mehl
1 El Vanillezucker
Prise Salz

Beeren (z.B. Johannisbeeren, Heidelbeeren, Stachelbeeren, Himbeeren)

Alles bis auf die Eiweiße miteinander verrühren (ein wenig Butter zurücklassen). Die Eiweiße steif schlagen und vorsichtig unterheben. Die Quarkmasse auf dem Teig verteilen, Beeren darüber streuen und mit der restlichen Butter übergießen.

Bei 180 Grad (vorgeheizt) für ca. 40 Minuten in den Ofen schieben. Nach dem Abkühlen (wer mag) mit Puderzucker bestäuben.

Die Wald-Heidelbeeren sind hier übrigens auch schon fast reif  – ich denke, wir werden in der nächsten Zeit mal den Eifelwald besuchen (es muss ja nicht immer Schweden sein ;-))

Guten Appetit!

Liebe Grüße
Leni

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Caros Grünzeug 
Freutag 


Sommersonnenwende im Garten

Im Juni steht im Garten allen im Zeichen des Wachstums. Die Kürbispflanze streckt sich täglich mehrere Zentimeter in alle Richtungen, der Mais und die Bohnen bieten sich einen Wettkampf im Wachsen und an den Tomaten-, und Gurkenpflanzen erscheinen die ersten Früchte. Die Kartoffeln blühen (und ich kann verstehen, warum man sie in früheren Zeiten als „Zierpflanze“ nach Europa brachte – sie blühen ganz prächtig),  die ersten Klaräpfel zeigen sich am Baum und ja, passend zum bevorstehenden Johannistag, wandern hier die ersten reifen Johannisbeeren, Himbeeren und Stachelbeeren direkt vom Strauch in den Mund.

Jetzt, kurz vor der Sommersonnenwende, ist der beste Zeitpunkt um Kräuter, Blätter und Blüten für Tinkturen, Tees und als Gewürz zusammeln. Die Heilkraft der Pflanzen ist jetzt am größten. Und so trocknen hier bereits büschelweise Kräuter wie Liebstöckel (so lecker zu deftigen Suppen), Rosmarin und Salbei. Malvenblüten, Himbeerblätter (super gegen Durchfall), Brennessel und die letzten Holunderblüten (gegen Erkältungen) lasse ich auf einem Ständer mit Platten trocknen, um später meine eigene Teemischung herzustellen. Das Johanniskraut sonnt sich im Öl (und wird gegen leichten Sonnenbrand und Insektenstichen verwendet) und der Beinwell löst sich langsam im Wasser als Jauche auf und stärkt dann die Tomaten, Kürbisse und den Kohl.

Der Juni ist einfach nur zum Genießen da. Diese Blütenpracht, die herrlichen Düfte und der Beerengenuss, dazu lange, laue Abende und nackte Füße.
Ein Hoch auf die längsten Tage im Jahr!
Liebe Grüße
Leni
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Was wächst wo? Selbstgemachte Pflanzschilder!

Ich bin ein großer Fan von Pinterest. So viele tolle Ideen, Inspiration und wunderschöne Bilder auf einer Plattform – ich könnte (wenn ich Zeit hätte) stundenlang Pinnwände durchstöbern. Die Ideen, die mich am meisten begeistern, landen aber nicht nur auf meiner Pinterest-Pinnwand, sondern ausgedruckt in meinem, naja, sagen wir mal „Projektbuch“. Obwohl das Digitale so allgegenwärtig und auch praktisch, wie platzsparend ist – ich brauche etwas für die Hand. Etwas zum Anfassen. Vielleicht ist das der Tatsache geschuldet, dass ich nicht mit den neuen Medien aufgewachsen bin. Vielleicht bin ich einfach altmodisch. Aber für meine Termine habe ich ein Kalenderbuch. Für meine Fotos ein Album oder Fotobuch. Ein Journal mit einer To-Do-Liste und täglichen Gedanken. Sogar für jedes meiner Kinder schreibe ich Bücher in Briefform. Und ich habe eben jenes Buch, in das ich Dinge die mich inspirieren, einklebe und reinschreibe. Wie auch diese Haselnussrutenstecker, die ich bei Pinterest entdeckte und sie sich dann kurze Zeit später ausgedruckt in meinem Projektbuch wiederfanden. Nicht, dass ich nicht wüßte, was in meinem Garten wächst. Nur eben weiß ich oft nicht wo.
Wenn die Pflanzen groß sind, erkennt man eigentlich sofort, mit wem oder was man es zu tun hat. Habt ihr aber schon mal Kohl-Jungpflanzen gesehen? Ob Kohlrabi, Weißkohl, Wirsing oder Rosenkohl – die sehen sich alle sehr ähnlich. Zudem passiert es mir häufig, dass ich noch ein paar Samentütchen in der Tasche habe und mal schnell ein leere Stelle im Beet fülle. Und wenn dann nach Tagen (oder Wochen) endlich kleine grüne Blätter zusehen sind, habe ich schon wieder vergessen welche Samentüte ich denn dort ausgeleert hatte (ich habe auch schon mal übrig gebliebene Saatkartoffeln schnell im Garten verteilt und mich dann Wochen später gewundert, wo überall das Kartoffelkraut herauskam). Damit ist aber jetzt Schluss – die Beete sind jetzt beschildert 😉

Alles was man für die Stecken braucht sind Stöcke (entweder man hat sowieso immer Stöcke vor der Tür von Kindern, die von jedem Spaziergang welche mit nach Hause bringen oder schneidet sich Ruten von z.B. Haselnusssträuchern), ein Schnitz- oder Taschenmesser und einen Brandmalkolben (alternativ einen Permanentmarker). 

Bei dem heißen und sonnigen Wetter wächst und gedeiht im Froschhütten-Garten (und auch daheim) alles ganz wunderbar. Und zum Glück hatten wir immer mal auch Regen zwischen den Frühsommertagen. Wie sieht es bei Euch im Garten gerade aus?

Ich wünsche Euch einen schöne Dienstag!
Liebe Grüße
Leni

P.S.: Wenn Ihr mögt, schaut mal auf der Familienjahr-Pinnwand auf Pinterest vorbei!

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Creadienstag
Caros Grünzeug
HoT


Aus dem Garten auf den Teller: Spargel-Kartoffelsalat

Wenn man mich fragen würde, was man unbedingt im Garten oder Hochbeet anbauen sollte, hmm, mich da festzulegen, würde mir schwer fallen. Es gibt so vieles an Kräutern und Gemüse, auf das ich nicht mehr verzichten möchte. Besonders freue ich mich im April und Mai auf den Schnittlauch, Ruccola, Dill und die Radieschen. Sie sind alle recht anspruchslos und unkompliziert im Anbau, blühen wunderschön und verleihen jedem Salat, jedem Kräuterquark und jedem Butterbrot das gewisse Etwas.

Die Jungs und ich lieben Kartoffelsalat (natürlich am liebsten mit unseren eigenen Kartoffeln aus dem Garten). Und mittlerweile sind wir recht kreativ, was die Kartoffelsalatvariationsmöglichkeiten betrifft. Mal mit Gurken und Dill, mit dicken Bohnen und Bohnenkraut, mit Brokkoliröschen oder Blumenkohl, ja sogar mit Wirsing und Linsen. Und jetzt im Mai, wo der Spargel Hochsaison hat, natürlich mit grünem Spargel und Radieschen, Schnittlauch und Ruccola.

Wir nehmen für eine Schüssel Kartoffelsalat:
1,5 kg festkochende Kartoffeln
1 Bund (500 gr. ) grünen Spargel
1 Bund Radieschen
1 Handvoll Ruccola
Schnittlauch oder Frühlingszwiebel, gerne auch Dill
Weißweinessig
Olivenöl
150 ml Gemüsebrühe
eine Prise Zucker (alternativ Agavendicksaft, Honig, oä.)
ein Tl Senf 
Salz und Pfeffer

Zubereitung:
Die Kartoffeln kochen, pellen und in Scheiben schneiden. Die Enden des Spargels abschneiden (gegebenenfalls das untere Drittel schälen) und die Stangen blanchieren. Radieschen waschen und schneiden, ebenso den Schnittlauch (und/oder die Frühlingszwiebel).  Das Dressing aus Essig, Öl, Salz, Pfeffer, Zucker (oder Agavendicksaft, Honig, etc.), Senf und Gemüsebrühe mischen. Alles zusammen in eine Schüssel geben und ein wenig ziehen lassen. Zuletzt den Ruccola dazu geben und noch einmal durchmischen.

Guten Appetit!

Ich wünsche Euch einen schönen Feiertag!

Liebe Grüße
Leni


Auf dem Pflanzenmarkt

Es ist schon fast eine Tradition, der Besuch Ende April auf dem Jungpflanzenmarkt bei Apfelbachers in Bornheim. Und jedes Jahr kommen mehr Besucher, die sich für Kräuter, Beerensträucher, vorgezogenes Gemüse und einjährige Blumen, Stauden und eine große Auswahl an Tomaten interessieren und den Garten dort genießen.
Wir kommen vor allem wegen den Kürbissen. Kürbisse kreuzen sich gerne untereinander (und auch gerne mit Zucchini), weshalb ich von unseren Kürbissen im Garten keine sortenreinen Samen entnehmen kann. Und außerdem haben wir schlicht und ergreifend zu wenige Fensterbänke im Haus um neben den Tomaten, Salaten, dem Kohl, Fenchel und Kohlrabi noch mehr Gemüse vorzuziehen. Umso mehr freue ich mich auf die Vielfalt, die auf dem Pflanzenmarkt angeboten wird. Aber natürlich ist es nicht bei Kürbissen (und einjährigen Blumen) geblieben – was anderen Menschen bei Ikea passiert, passiert mir hier. Ich gehe immer mit mehr nach Hause als ich auf meiner Einkaufsliste stehen habe (am Ende mit zwei grünen Klappkisten).

In das Gewächshaus durften am Wochenende die Gurken einziehen, die Salate, Fenchel, Brokkoli und Blumenkohl stehen jetzt in den Beeten und auch die Kürbisse sind bereits in der Erde (dank der kleinen helfenden Hände). Noch sind die Jungspflanzen so klein, dass, falls es noch einmal frostige Nächte geben sollte, man ihnen ein Glas gegen die Kälte überstülpen kann (ich nehme dafür große Einmachgläser).

„Erde, die uns dies gebracht,
Sonne, die es reif gemacht,
liebe Sonne, liebe Erde,
euer nie vergessen werde!“, murmelte das Kind zu den Händen oben auf dem Foto, während es den Salat pflanzte. Das ist der Spruch zum gemeinsamen Essen im Kindergarten (übrigens von Christian Morgenstern). Wie passend, oder? 😉

Ich wünsche Euch einen guten Start in die neue Woche!
Liebe Grüße
Leni