Herbstdrache

Mit der Herbst-Tag-und-Nacht-Gleiche beginnt bei uns die Michaeli-Woche (wie wir und warum wir Michaeli feiern, könnt ihr auch hier nachlesen). Der Jahreszeitentisch füllt sich mit Herbstschätzen, Äpfel von der Streuobstwiese, den ersten Kastanien, Eicheln und Nüssen. Mit dem letzten Regen ging der warme Spätsommer vorüber, die dunkle Jahreshälfte erobert jeden Tag ein Stück mehr von der Helligkeit. Der Drache, dem wir uns tapfer in den Weg stellen sollen, kann viele Gesichter haben, und das Schwert, dass uns von Ballast trennen und Klarheit schaffen soll, ist so scharf, wie wir es schmieden. Mir gibt Michaeli die Möglichkeit meine Gedanken zusortieren, mein Tun zu strukturieren, über mich selbst hinauszuwachsen und Mut zufassen, um über meinen Schatten zuspringen.

Auch die Kinder merken jetzt, das die Leichtigkeit des Sommers vorüber ist. Die Natur zieht sich zurück, das Aufstehen am Morgen in der Dunkelheit ist noch ungewohnt und fällt schwer. Die Zugvögel sammeln sich zum Abflug, die Temperaturen sinken nachts tief hinab, Socken und Jacke (und morgens sogar schon die Mütze) gehören wieder zur Garderobe. Der Abschied vom Sommer fällt schwer – und trotzdem gehen wir mutig voran! Denn das schwindene Sonnenlicht finden wir in unserem inneren Licht wieder.

Aus den ersten bunten und gepressten Herbstblättern habe ich zusammen mit den Kindern einen Drachen gelegt. Der hat uns so gut gefallen, dass wir ihn auf ein Stück Pappe geklebt haben, als Bild für unseren Jahreszeitentisch.

Ich wünsche Euch eine wunderbare Michaeli-Zeit!

Liebe Grüße ♥

Leni


Wunderbare Verwandlungen

schmetterlinghand

Drei Wochen ist es jetzt her, dass mit der Post ein kleines Päckchen kam, in dem sich 5 minikleine Raupen befanden. Mit der Schmetterlingsaufzucht haben wir Erfahrung, schließlich nahmen wir über die Jahre immer mal ein paar Kohlweißlingsraupen aus den Beeten mit ins Haus. Und einmal fanden wir im Winter eine Raupe im gekauften Brokkoli, die wir aufzogen. Doch dieses Jahr wollte ich nicht auf Zufälle oder Raupenbefall auf dem Kohl warten, sondern die Zeit des „Homeschoolings“ dafür nutzen, die wunderbare Verwandlung von Raupe zu Schmetterling mit Ruhe und voller Aufmerksamkeit mit den Kindern beobachten zu können.

distelfalterraupe

Mit dem Aufzuchtsset aus dem Internet ist die Futterfrage bereits geklärt – täglich frisches Futter oder die Reinigung des Raupernbehältnisses ist weder nötig noch erwünscht (was die Raupenaufzucht auf der einen Seite sehr erleichtert, auf der anderen Seite aber auch uns nur zu reinen Beobachtern werden lässt).

Täglich ging der erste Blick nach dem Aufstehen zu den Raupen, deren schnelles Wachstum erstaunlich ist. Oft musste ich mit meinem Vierjährigen „die Raupe Nimmersatt“ lesen, und daran denken, dass dieses Buch nur die halbe Wahrheit zeigt:  Die Mengen an Futter, die die Raupe zu sich nimmt, kommt auch in scheinbar gleichen mengenmässigen Anteilen und Farbe hinten wieder heraus.

Als das Futter anfing knapp zu werden und die Raupen sich verfünffacht hatten, ging es los mit der Verpuppung. Lange hingen sie kopfüber in einer „J“-Haltung, bis sie sich plötzlich und blitzschnell in den Kokon hüllten und wir sie in den Schmetterlingstunnel bringen konnten. Dann hieß es wieder warten. Das spontane Dunkeln der Puppe kündigt das Schlüpfen der Schmetterlinge an und wir hatten das Glück, tatsächlich einen Schmetterling dabei beobachten zu können (die anderen schlüpften alle in der Nacht).

schmetterlingegschlüpft

Das altgriechische Wort für Schmetterling ist übrigens „psyche“‚ also Hauch, Atem, aber auch Seele. Die alten Griechen sahen in den Schmetterlingen ein Sinnbild der menschlichen Seele. Zuerst gebunden an die Erde und den Körper, später befreit schwebend in höhere Sphären. Aber auch ein anderes Sinnbild fiel mir zu der Schmetterlingsaufzucht ein. Es hat etwas von Elternschaft. Man bewundert jeden neuen Entwicklungsschritt, fiebert und bangt, freut sich, ist stolz und staunt, und muss sie am Ende in die große, weite Welt entlassen.

tillischmetterlingoben

Eins meiner Kinder hielt im Garten für einen Moment Zwiesprache mit dem Schmetterling auf seiner Hand. Und ich hatte das Gefühl, dass zwischen ihnen für eine kurze Zeit eine Verbindung bestand. Ein kostbarer Augenblick.

Liebe Grüße ♥

Leni


Die schnellste Bohne der Stadt

bohnenrennenfrontal

Schon als Kind habe ich gerne Bohnenrennen veranstaltet. Bohnen keimen nämlich unheimlich schnell und man kann ihnen beim Wachsen förmlich zusehen. Dieses Jahr sind die Kinder gegeneinander angetreten; es galt zu beweisen, wer den grünsten Daumen besitzt. Jedes bekam einen Topf, Erde und eine Feuerbohne. Dann ging es los. Zunächst ungeduldig, später staunend, standen die Kinder jeden Tag ein paar Mal vor ihrem Topf.

vierbohnen

Das große Thema des Frühlings ist Wachsen. Erneuerung. Neues Leben. Man kann es draußen in der Natur sehen und erleben. Und man kann es auch zuhause im Kleinen erschaffen. Mit jedem Samenkorn, den man in die Erde bringt.

Diese Bücher haben mir und meinen Kindern viele Anregungen und Ideen an die Hand gegeben:

(* Affiliate Links/ Werbung)

wachsenbücher

Ihr Lieben, bleibt gesund und frohen Mutes!

Liebe Grüße ♥

Leni


Gefilzte Blütenköpfe

IMG_8003

Die ersten Frühlingsboten läuten (im wahrsten Sinne des Wortes) den Vorfrühling ein. Und sie sind endlich da – die Schneeglöckchen. Aber auch die ersten Krokusse und Winterlinge recken ihr Haupt aus der kalten Erde und begrüßen das immer stärker werdene Licht.

Für den Jahreszeitentisch, als Schmuck für die kahlen Zweige oder als Kette, haben wir ein paar Glöckchenblüten gefilzt. Und das geht so:

Ungesponnene Wolle, so wie eine Murmel bereit legen. Außerdem ein rauhes Handtuch, eine Schüssel mit sehr warmen Wasser und ein Stück Seife.

Die Wolle auseinanderziehen, mehrere Schichten Wolle über einander legen, die Murmel einbetten und mit der Wolle fest umschließen.

Die Wollkugel in das warme Wasser eintauchen, Hände einseifen und vorsichtig in der Hand bewegen, erst streicheln, dann fester reiben und wenn sich alles gut um die Murmel gelegt hat, auf dem Handtuch rollen bis sich die Wolle verfilzt (wie auch bei den gefilzten Äpfeln).  Wenn alles fest ist, im klaren Wasser ausspülen und trocknen lassen.

Die trockene Kugel kreuzförmig einschneiden, die Murmel entfernen.

Für eine Glöckchenkette benötigt man jetzt noch ein Glöckchen und ein Band.

Auf der gegenüberliegenden Seite der Öffnung einen kleinen Einschnitt machen und den Aufhänger des Glöckchens durchschieben. Das Band an der Aufhängung anbringen. Fertig!

Natürlich kann man auch statt einer Kette einen Anhänger oder ähnliches daraus basteln. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt ;-).

Habt ihr sie auch schon entdeckt, die Vorfrühlingsboten?

Habt ein schöne Wochenende!

Liebe Grüße ♥

Leni


Eichelhütchenkerzenhalter

eichelkerzenhalter2

Was für ein langes Wort: Eichelhütchenkerzenhalter. Aber mir fiel auf die Schnelle keine bessere Beschreibung ein. Vielleicht Wäscheklammerbaumkerzen? Die Inspiration dazu verfolgt mich schon ein paar Jahre lang, seit ich das erste Mal den Martinimarkt der Waldorfschule besuchte. Jedes Jahr erinnert mich eine Skizze in meinem kleinen Weihnachtsbüchlein daran, dieses kleine DIY doch einfach mal umzusetzen. Jetzt ist es endlich so weit!

eichelkerzenhalter

Man braucht:

  • Eichelhütchen
  • Holzwäscheklammern
  • Baumkerzen
  • Heißkleber
  • eventuell eine kleine Säge

eichelkerzenhalter1

So geht es:

Die Eichelhütchen werden mittig oder ganz vorne auf die Wäscheklammer geklebt. Haben die Eichelhütchen wie bei mir noch einen kleinen Stiel, muss man diesen erst einmal absägen, so dass das Eichelkäppchen schön glatt ist.

Klebt das Hütchen an der Wäscheklammer gut fest und ist der Kleber erkaltet, gibt man einen Klecks Heisskleber in das Hütchen, um die Baumkerze dort zu befestigen. Fertig!

eichekerzenhalter

Zur Wintersonnenwende feiern wir Waldweihnacht, dann kommen die Kerzen mit nach draußen. Bis dahin schmücken sie die Tannenzweige in der Vase.

Ich wünsche Euch weiterhin einen zauberhaften Advent!

Liebe Grüße ♥

Leni


Ein einfacher, adventlicher Türkranz

rebenkranz (2)

Nach dem Ewigkeitssonntag beginne ich jedes Jahr mit den Vorbereitungen für den Advent. Ich denke mir Geschichten für unseren Adventswichtel Rudi aus, binde einen Adventskranz, ziehe, rolle und gieße duftende Bienenwachskerzen, suche mir meine Lieblingsplätzchenrezepte raus und schmücke unsere Eingangstür mit einem Türkranz. Wie unser diesjähriger Türkranz entstanden ist, zeige ich euch hier und jetzt.

reben

Von den dichten Weintraubenreben am Haus habe ich mir ein paar lange Zweige abgeschnitten und zu einem Ring gelegt. Wenn man die Rebenzweige ineinander verflechtet (wie hier bei den Birkenreisig-Kränze), halten sie auch ohne Draht. Natürlich kann man auch andere biegsame Zweige nehmen. Zum Beispiel Clematisranken oder Haselnussruten.

rebenkranzmaking

Desweiteren habe ich Tannenzweige, Zieräpfel und Ilex (leider ohne die typischen roten Beeren – die hatten sich schon die Vögel stibizt) aus dem Garten geholt; die Erlenzapfen stammen von Spaziergängen.

rebekranzmaking1

Mit dünnen Bastedraht habe ich zuerst die Zweige an einem Stück des Rebenrohlings befestigt und dann nach und nach die anderen Naturschätze.

rebenkranzmaking1

Ich wünsche Euch einen guten Start in die letzte Novemberwoche!

Liebe Grüße ♥

Leni


Novemberhighlights

Herbstgold

Ziemlich ruhig hier auf dem Blog, hm? Hinter den Kulissen laufen gerade so viele Projekte, Ideen und natürlich der (nicht ganz unbeachtliche) Alltag. Die Weihnachtszeit steht schon vor Tür, mit all den Terminen und Verpflichtungen, kleinen Zaubereien und großen magischen Momenten, während alles um uns herum eigentlich auf Rückzug bedacht ist. Die Natur, der Garten, der Körper. Aber bevor es mit Tannenzweigen und Plätzchen, Adventswichteln und Weihnachtswerkstatt los geht, zeige ich Euch noch schnell ein paar Bilder aus den letzten Wochen.

kürbiswichtelhaushenni

Unser diesjähriges Kürbiswichtelhaus.

kürbiswichtelhausnacht1

Der Blick auf das Kürbishaus im Dunkeln.

jahreszeitentischnov

Und natürlich Sankt Martin. Laternen, Weckmänner, Martinslieder.

Ich hoffe, bis ganz bald!

Liebe Grüße ♥

Leni


Herbstfreuden

michaelidrache

Der Herbst steht für mich im Element der Luft. Die feinen Herbstwinde, die jetzt die Drachen nach oben steigen und die Nüsse und Kastanien nach unten fallen lassen, die Blätter zum Rascheln bringen und so gerne an den Haaren ziehen. Doch dann kommen auch hier und da die strengen Böen, die uns zeigen, dass wir es mit Urgewalten zu tun haben, gegen die der sich für so machtvoll und erhaben haltende Mensch, doch in Wirklichkeit hilflos und klein ist.

Die Tag-und-Nacht-Gleiche ist überschritten, die Tage werden jetzt merklich kürzer und wir feiern den Michaelstag, Michaeli. Dieses Fest ist kein Jahreszeitenfest im eigentlichen Sinne, es markiert keinen kosmischen Punkt auf unserer Reise um die Sonne. Bei Michaeli geht es tatsächlich um die Seelenstimmung, daher zähle ich es zu den Seelenfesten, wie auch Sankt Martin oder zum Beispiel Nikolaus, aber auch Karneval. Wie und warum wir den Michaelstag feiern, habe ich hier schon einmal beschrieben.

pfützensprung2

Die Mutproben für dieses Jahr waren vor allem nass und matschig, aber ein Riesenspass, denn der Regen der letzten Tage hatte uns einige Pfützen beschert.

herbstwalk

Immer wieder gehen wir gerne zu den Streuobstwiesen und den Feldwegen, wo wild Walnussbäume wachsen. Die meist noch feuchten Nüssen breiten wir Zuhause dann zum Trocknen aus, bevor sie später gelagert werden. Das ist wichtig, denn sonst fangen sie an zu schimmeln. Ebenso wie die Kastanien, die meine Kinder vom Schulweg auflesen. Oft kommen die Jungs jetzt mit schweren Ranzen zurück nach Hause und präsentieren dann freudig ihre glänzenden Herbstschätze.

kastaniennüsse

So langsam beginnen sich jetzt auch die Blätter zu verfärben. Aber das große Blätterfarbenfeuerwerk erwartet uns im Oktober!

Apfelbäumeherbst

Ich wünsche Euch wunderbare Herbsttage!

Liebe Grüße ♥

Leni


Äpfel filzen

gefilzteäpfelhand

September ist Apfelzeit. Unsere Apfelwimpelkette flattert wieder im Baum und gerade erst am Wochenende waren wir (wie jedes Jahr) auf der Plantage zum Äpfel pflücken. Ein paar Tage zuvor habe ich mit allen Kindern im KiGa Äpfel gefilzt und weil die so schön geworden sind und ich so viele Anfragen für eine Anleitung danach hatte, habe ich mich zu Hause noch einmal mit meinem großen Sohn ans Werk gemacht, einen Apfel nachgefilzt, die Arbeitsschritte fotografiert und für Euch beschrieben. Los geht´s!

Man benötigt:

naturbelassene Rohwolle * Filzwolle, rot, gelb oder grün *braune Filzwolle für den Stiel* eine kleine Filzplatte in Grün für das Blatt* ein Stück  Kernseife * ein Handtuch * eine Schüssel warmes Wasser * Nadel (sehr lang) und braunen Faden

apfelfilzen3

1. Den Kern des Apfels bildet die naturbelassene Rohwolle. Sie ist günstiger im Preis als die gefärbte Filzwolle oder Märchenwolle. Ein Strang dieser Wolle wird im ersten Schritt ein wenig auseinander gezupft und zu einem Ball aufgerollt.

2. Um den weißen Rohwollball werden jetzt (möglichst straff) Stränge von farbiger Wolle gelegt. Nimmt man mehrere Farben oder melierte Wolle wirkt der Farbverlauf besonders natürlich.

3. Der Ball wird nun in die Schüssel mit warmen Wasser getaucht. Es fängt an zu blubbern, Blasen steigen nach oben, die Luft in dem Ball entweicht. Sind keine Blasen mehr zu sehen, wird der Ball herausgenommen und ganz sanft ausgedrückt. Jetzt werden die Hände eingeseift und das eigentliche Filzen beginnt.

4. Vorsichtigt wird die Wolle glatt gestrichen, von einer Hand zu anderen Hand gereicht, leicht gedrückt, gestreichelt, umfasst und gerieben. Erst ganz sanft, dann langsam mit mehr mit Druck. Immer wieder dabei die wollige Kugel befeuchten und die Hände einseifen.

5. Hat sich die Wolle verschoben, so dass noch weiße Stellen zu sehen sind, oder haben sich Falten oder Knubbel gebildet, so kann man jetzt noch einen kleinen Strang farbige Wolle auseinanderziehen und erneut um den Ball legen. Wieder vorsichtig und langsam in den Händen kneten und streicheln und dann das Tempo und die Intensität steigern.

6. Hat sich alles gut miteinander verbunden, kann man nun den Ball mit Druck auf der Handfläche über das Handtuch kreisen lassen. Der Ball schrumpft dadurch ein wenig ein und nimmt an Festigkeit zu.

7. Die einzelnen Arbeitschritte brauchen Geduld, aber am Ende hält man einen festen und gut verfilzten Ball in der Hand. Dieser wird jetzt mit klaren Wasser ausgewaschen,  so dass keine Seifenrückstände zurückbleiben. Man kann auch einen Schuß Essig ins Wasser geben, um die Seife zu neutralisieren. Den Ball vorsichtig ausdrücken und trocknen lassen.

8. Aus einem Strang brauner Filzwolle wird der Stiel des Apfels gefilzt. Die Wolle und die Hände befeuchten und einseifen, und erst vorsichtig, dann mit Druck gleichmässig über das Handtuch rollen lassen (wie man eine Schlange aus Knete oder Teig rollen würde). Hat sich alles gut verfilzt, kann der Stiel abgewaschen werden.

9. Aus einem Stück grünem Filz ein Blatt ausschneiden. Den Stiel auf die gewünschte Länge kürzen.

10. Noch hat der Ball keine Apfelform. Diese kommt erst mit dem letzten Schritt. Mit einer (über-)langen Nadel und braunen Garn wird der Stiel und das Blatt angenäht, in dem immer von oben durch den ganzen Apfel durch nach unten gestochen wird. Das ist (je nachdem wie fest der Apfel gefilzt wurde) leider ein wenig mühsam. Außerdem muss man darauf achten, den Faden immer möglichst fest zu ziehen, während man einige Stiche von oben nach unten und umgekehrt durch den Apfel durchführt, damit die Form schön herausgearbeitet wird. Der letzte Stich endet auf der unteren Seite, wo man mit ein einigen Stichen noch den Blütenansatz andeuten kann.

gefilzteäpfel

Viel Freude beim Filzen!

Wenn noch etwas unklar ist, bitte einfach Fragen 😉

Liebe Grüße ♥

Leni


Hallo September!

StreuobstwieseDie Kälte am Morgen, der Tau im Garten, auf den Wiesen und den Feldern, die immer früher einsetzende Dämmerung, die ersten fallenden Blätter – alle Weichen sind auf Herbst gestellt. Nach den vielen herrlichen, warmen, leichten und unbeschwerten Tagen und Wochen fällt es schwer den Sommer gehen zu lassen, gleichzeitig freue ich mich auf die farbliche Pracht und kulinarische Fülle des Herbstes. Der September macht uns den Übergang zwischen Sommer und Herbst ein wenig leichter. Die Tage sind noch warm, das Licht so schön golden, der Garten steht in voller Pracht. Wie könnte man da den September nicht mögen?

Wir freuen uns im September auf:

* unser Apfelfest. Die Wimpelkette mit dem Apfeldruck hängt bald wieder im Kinderzimmer, der Duft von Apfelkuchen im ganzen Haus. Unser Apfelbauer lädt zur Selbsternte ein, genau so wie die Streuobstwiese hinter unserem Haus. Wir freuen uns auf Apfelmus, Apfelsaft, Apfelstrudel.
* den Weltkindertag am 20. September. Auf Instagram zeigen viele Menschen auf der ganzen Welt, wie sie diesen Tag mit ihren Kindern feiern. So inspirierend.
* Drachen steigen lassen. Jedes Jahr wieder spannend. Welcher Drache wohl dieses Jahr am höchsten steigt (und wer lässt seinen Drachen aus Versehen los)?
* die ersten Walnüsse oder auch Schälnüsse genannt (die mag ich so gerne).
* Pilze. Im August haben wir bereits einige Pilze gefunden – hoffentlich geht es genau so im September weiter!
* Weinfeste. Die Trauben sind jetzt reif und das wird (hier in der Gegend) gebührend gefeiert.
* neues Bastelmaterial, wie Kastanien, Eicheln und Bucheckern. Was man Schönes aus den Herbstschätzen machen kann, könnt Ihr hier nachlesen.
* Pflaumen /Zwetschgen, Birnen, Weintrauben, Haselnüsse, Quitten, rote Beete, Kartoffeln, die letzten Tomaten und noch vieles mehr.
* die Herbst-Tag-und-Nacht-Gleiche. Jetzt stehen bei uns die Kerzen wieder auf dem Tisch (und der Bienenwachsduft kehrt zurück).
* die ersten bunten Blätter. Die schönsten nehmen wir mit nach Hause und pressen sie oder überziehen sie mit Bienenwachs um sie zu konservieren.
* die Kartoffelnachlese bei den Bauern.
* Das Michaelsfest. Am 29. September feiern wir „Michaeli“, mit kleinen Mutproben und einem Brot in Schwert- (oder Drachen-) Form.
* Herbstblumensträuße mit Dahlien, Ringelblumen, Astern, Sonnenblumen, Lampionblumen, und Zinnien.

Die Sommerpause ist vorbei! Ab jetzt gibt es hier wieder regelmässig Beiträge :-)!

Ich wünsche Euch einen wunderbaren September!

Liebe Grüße ♥

Leni