Wettermännchen

wettermännchen

Eigentlich spricht man ja dem April eine gewisse Launigkeit zu, was das Wetter betrifft. „Der April macht was er will“, heißt es so schön. Doch dieses Jahr will wohl der März die Rolle des Unsteten übernehmen und hat sich die letzten Tagen richtig ins Zeug gelegt: kurze Regenschauer, gefolgt vom schönsten Sonnenschein, Sturmböen, Graupel, Regenbögen und Schnee. Und das alles binnen einer Stunde.

Das brachte uns auf die Idee uns mal wieder näher mit dem Wetter zu beschäftigen und Wetterwichtel zu basteln.

wettermännchenanleitung

Für die Wichtel benötigt man Holzspielfiguren (die findet man in zum Beispiel in Bastelgeschäften), Filz, Stickgarn, Sticknadel und Kleber. Jeder Wichtel bekommt ein Mäntelchen und einen Hut. Auf das Mäntelchen wird das jeweilige Wettersymbol gestickt und dann entweder auf den Holzkörper geklebt oder hinten mit einfachen Stichen geschlossen. Die Hüte sind alle ein wenig verschieden geworden – jedes Kind (und auch ich) hatte da seine ganz eigene Technik ;-).

wettermännchen1

Meine großen Kinder finden es sehr spannend mehr über das Wetter und Wetterphänomene zu erfahren. Letztes Jahr habe ich mit ihnen eine kleine Messstation im Garten aufgebaut, bestehend aus einem Becher, mit dem man die gefallene Regenmenge messen kann, einem Thermometer, einem gebastelten Windrad und einem Barometer. Über einem Monat haben wir jeden Tag unsere Messungen und Beobachtungen in ein Wettertagebuch eingetragen. Wir haben uns vorgenommen dieses Jahr wieder zur gleichen Zeit die Wetterdaten aufzuschreiben, die Daten so vergleichen und auch den Zusammenhang von Vegetation und Wetter nachvollziehen zu können (dabei lerne ich als Hobbygärtnerin übrigens genau so viel wie sie).

Für meinen Dreijährigen sind jetzt die Wetterwichtel sozusagen der Einstieg ins Thema Wetter. Passend zum Wetter draußen, darf immer das Männchen mit dem dazugehörigen Symbol auf einem Holzklotz stehen. Vieler Erklärung bedarf es bei kleinen Kindern ja nicht – ganz im Gegenteil. Für ihn machen bei uns Frau Holle und Herr Petrus das Wetter. Und wenn man sich als Erwachsener auch noch mal auf die Welt der (kleinen) Kinder einlässt, hat man vielleicht das Glück auch wieder die Magie zu sehen, die in jeder Schneeflocke und jedem Regenbogen steckt. Oder wie John Ruskin einmal sagte: “ Sonnenschein ist köstlich, Regen erfrischend, Wind fordert heraus, Schnee macht fröhlich; im Grunde gibt es kein schlechtes Wetter, nur verschiedene Arten von gutem Wetter“.

Liebe Grüße ♥

Leni

 

Verlinkt mit dem Creadienstag


5 Dinge

HochbeetSalat

5 Dinge, die mich gerade glücklich machen:

1.Salat. Ich liebe Blattsalate. Und wer dabei an lieblose Lollo Rosso – Tellerdekoration oder in Plastik eingepackten Supermarkt-Kopfsalat denkt und sich gerade schüttelt, dem sei gesagt: Salat kann so viel mehr sein. Über die Jahre hinweg habe ich einige Blattsalate probiert und immer wieder neu zusammengestellt, bis es passte – im Beet, wie auf dem Teller. Knackiger Romana, Laibacher Eis und Batavia, würzige Ruccola, milder Goldforellenkopfsalat und Hirschzunge. Dazu ein paar Radieschen, Schnittlauch, Dill oder Wildkräuter und Himbeeressig – fertig ist der Frühlingssalat.

Salat

Viele Salate, die Köpfe bilden kann man übrigens ebenso wie Pflücksalat behandeln. Ich nehme hier und da ein paar (äußere) Blätter weg und mische so die einzelnen Sorten für meine Salatschüssel.

Jahreszeitentischmai

2. Jahreszeitentische. An andere Stelle habe ich schon einmal erzählt, dass wir eigentlich keinen „klassischen“ Jahreszeitentisch haben, sondern jedes Kind hat in seinem Zimmer eine Stelle, um Fundstücke und andere Sachen dem Monat entsprechend zu dekorieren. Während das bei den beiden größeren Kindern hauptsächlich Steine und Kuriositäten sind (zum Beispiel letztens ein plattgefahrener Frosch – bäh, den habe ich sofort wieder entfernt), sind es bei den beiden jüngeren Jungs auch Püppchen, Karten, Zwerge und Bilder. Bei dem einen Kind ist der Jahreszeitenplatz die Fensterbank, beim anderen die Kommodenfläche, beim dritten Kind das Spielhaus. Für eben jenes habe ich Anfang Mai zusammen mit den zwei kleineren Kindern einen Mini-Maibaum gebastelt.

Mit Buchs und Draht habe ich einen kleinen Kranz gebunden, den die Kinder mit Krepppapierstreifen bestückt haben. Die Stange des Maibaums ist ein Papierstrohhalm, den ich oben kreuzförmig eingeschnitten habe.

Es ist so schön zu sehen, wie fantasievoll die Kinder ihre Tische schmücken, damit spielen und ständig neue Dinge ergänzen. Die gefilzten Bienen sind noch vom letzten Jahr, die Maiglöckchen aus unserem Garten und die blauen Bilder sind Solardrucke.

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3. Pusteblumen. Die Löwenzahnwiese hat sich nun in ein Pusteblumenmeer verwandelt und lädt ein sich etwas zu wünschen. Und wenn einem gerade nichts einfällt, kann man die Samenstände ja auch einfach so lange in einem Wunschglas sammeln.

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4. Unser Garten zu Gast bei „Was für mich“! Claudias Blog ist immer eine Inspiration für mich, ihre Fotos und Geschichten sind immer so stimmungsvoll. Umso mehr habe ich mich darüber gefreut, unseren Garten und Tipps für Neugärtner dort wiederzufinden (juhu).

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5. Holunderblüten. Der Holunder steht seit gestern in Blüte und das bedeutet, es gibt endlich Nachschub an Holünderblütensirup. Der ist nämlich wiederum die Hauptzutat in meinem Lieblingssommerdrink, dem Hugo. Die lauen Sommernächte dürfen jetzt kommen. Cin – Cin!

Holunder

Was macht Euch gerade glücklich?

Ich wünsche Euch ein sonniges Wochenende!

Liebe Grüße

Leni

 

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