Teezeit

Teekräuter3

Als erstes mal ein Geständnis: ich trinke keine Kaffee. Ich weiß, ich bin da in der Minderheit, und der stetig steigenden Anzahl an Coffeeshops zufolge, werden wir (Nicht-Kaffeetrinker) auch immer weniger. Ich mochte übrigens auch noch nie Kaffee. Weder mit Milch, noch mit Zucker, noch mit beiden. Weder bei Müdigkeit, bei Stress oder in geselliger Runde. Aber Tee. Ja, Tee trinke ich hin und wieder gerne. Nicht täglich mehrere Tassen. Aber wie heimelig ist es doch, mit einer Tasse Tee in der Hand auf dem Sofa zu sitzen und zu lesen, während es draußen kalt ist und der Regen an die Scheibe prasselt. Als ich ein Kind war, hatten wir immer Teedosen mit herrlich duftenden Teemischungen in der Küche stehen. Mittlerweile ist meine „das-muss-ich-nicht-kaufen-sondern-kann-es-selber-machen“- Vorliebe auch beim Tee angekommen und so experimentiere ich seit zwei Jahren an meinen eigenen Teemischungen mit Kräutern, Blättern und Früchten aus dem Garten.

Sommerblumen

Und das mache ich so: zu den ein bis zwei Hauptkräutern (die für den Anlass, die Beschwerde oder die Wirkung entscheidend sind) gebe ich für den Geschmack ein paar Lieblingskräuter dazu und fülle mit Beerenblättern oder Blumenblüten (Rose, Malve) auf. Unten habe ich die Kräuter aufgelistet, die ich immer wieder für verschiedene Mischungen nehme. Die Auflistung ist so zu verstehen, dass nicht alle Kräuter und Früchte auf einmal in den Tee kommen (müssen), sondern immer nur ein oder zwei Komponenten je Kategorie.

Teekräuter (2)

Meine Favoriten sind:

Erkältungstee

Hauptkräuter: Salbei, Oregano, Thymian, Holunderblüten

Geschmackskräuter:  Zitronenmelisse, Kamille, Zitronenverbene

Füllkräuter: Brombeer,- oder Himbeerblätter, Kamille

Magen/Darmtee 

Hauptkräuter: Fenchel, Anis, Dill (Samen)

Geschmackskräuter: Apfelstücke

Füllkräuter: Rosen,- oder Malvenblüten

Wintertee         

Hauptkräuter: Ringelblumenblüten, Melisse, Ananassalbei,

Geschmackskräuter: Zimt, Vanille, Hagebutte, Orangenschalen

Füllkräuter: Kornblumen, Erdbeerblätter

Frühlingstee    

Hauptkräuter: Minze, Hibiskus, Apfel

Geschmackskräuter: Waldmeister (nur in kleinen Mengen), Erdbeeren

Füllkräuter: Gänseblümchen, Frauenmantel

Kindertee          

Hauptkräuter:   Apfelstücke, Hagebutte, Hibiskus, Pfefferminze 

Füllkräuter: Brombeer-, Himbeerblätter, bunte Blüten

Teezeit

Was ist Euer Lieblingstee?

Liebe Grüße ♥

Leni

 

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Letzte Vorbereitungen für Halloween

Kürbislaterne

Wie jedes Jahr, haben wir auch dieses Jahr wieder alle zusammen ein kleines Kürbishaus gestaltet. Jetzt, wo nach der Zeitumstellung die Dunkelheit früher in den Tag hereinbricht, steht er, illuminiert von einem Teelicht, draußen vor dem Fenster. So heimelig.

Wichtelhaus

Meinen beiden großen Kinder sind morgen zu Halloweenpartys eingeladen, aber ich hoffe doch sehr, dass danach noch ein bißchen Zeit für unser kleines Samhainfest bleibt.

Um die Beutel für die Partygeschenke der Feierlichkeit anzupassen (wir verpacken ja nicht so gerne in Geschenkpapier), haben wir einfach ein paar Jack O´Laterns auf die Beutel gestempelt.

Kürbisstempel

Das ging ganz einfach – als Stempel haben wir einen halben Apfel genommen, den wir mit dem Messer Augen, Nase und das gruseligen Grinsen eingeschnitzt haben. Danach haben wir mit Stofffarbe erst in Orange den Kürbis gedruckt, und dann später mit brauner Farbe noch freihändig den Stiel aufgemalt. Nach dem Bügeln ist die Farbe fixiert und jetzt sind die Beutel fertig für ihren Einsatz morgen.

Und natürlich darf das Original nicht fehlen. Was wäre Halloween ohne die Kürbislaterne?!

Jackolatern

Ich wünsche Euch ein gruseliges Halloween und einen magischen Samhain!

Liebe Grüße

Leni

 

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Das große Werkbuch für Kinder (Werbung)

Promo

Wir bekommen nicht oft Pakete. Umso aufregender ist es, wenn mal eins auf unserer Fußmatte liegt. „Tut mir leid, Jungs, das ist für mich“, musste ich meine Kinder enttäuschen als das sehnlichst erwartete Buchpaket vom Haupt Verlag bei unserer Rückkehr nach Hause vor der Tür lag, und ich es schon ausgepackt hatte, noch bevor wir wirklich im Haus waren. „Aber das ist gar nicht für dich“, empörte sich mein Ältester, „da steht drauf, dass es für Kinder ist!“. Und grinsend meinte er dann „also bekommen wir es!“, und zog mit dem Buch in der Hand und seinen Brüder im Schlepptau ab in den Garten.

Promo1

Nach einiger Zeit kamen sie dann zurück ins Haus und verkündeten, dass sie unbedingt Töpfern wollten und fragten, ob wir jetzt bitte Ton besorgen könnten. Und außerdem bräuchten sie Holz. Und so eine große Batterie. Und Pappe. Die sei doch im Keller, oder? Ein wenig perplex nickte ich, als sie mir das Buch zurückgaben und ich kurz danach Trippelschritte auf der Kellertreppe vernahm. Jetzt war ich neugierig. Neugierig auf das Buch, dass sie so in Tatendrang versetzt hatte.

„Das grosse Werkbuch für Kinder“ von Claudia Huboi & Claudia Scholl ist eine Sammlung von Grundwissen über die verschiedensten Materialien und der zugehörigen Techniken, mit denen Kinder aus Grundstoffen ihre eigenen Projekte umsetzen können. Dazu kommen noch jeweils 3 bis 7 einfache bis knifflige DIY-Ideen zu jedem Material, an denen noch einmal gezeigt wird, wie die verschiedenen Methoden zur Gestaltung angewendet werden. Aber vor allem macht dieses Buch eins: Lust selber kreativ zu werden!

Wir entschieden uns dann zuerst einmal tatsächlich fürs Töpfern (dem Gebiet in der weiten Gestaltungslandschaft, auf dem ich so ziemlich am ahnungslosesten bin). Dank der Materialkunde im Buch konnten wir uns im Bastelladen ziemlich sicher bewegen und den richtigen (der zig verschiedenen) Ton-Sorten auf Anhieb finden. Erst ärgerte ich mich ein wenig darüber, dass der Ton nur in 10 kg-Säcken verkauft wurde (was sollte ich nur mit den ganzen Ton anfangen?), später war ich darüber sehr froh – wir sind nämlich gerade so damit ausgekommen. Töpfern macht süchtig.

Den Ton, den wir verwendet haben, nennt man Aufbauton. Er wird später im Brennofen bei ca. 900 – 1100 Grad gebrannt (Schrühbrand) und kann danach noch glasiert und ein zweites Mal gebrannt werden (Glasurbrand). Als Werkzeuge nahmen wir das, was in unserer Küche vorhanden war: ein Nudelholz zum Ausrollen des Ton, Messer, Gabel und Löffel zum Aushöhlen der Figuren (das geht natürlich professioneller mit richtigen Tonwerkzeugen). Und ganz wichtig: eine Unterlage für den Tisch, an der der Ton nicht kleben bleibt. Wir haben dafür (übrigens für alle Bastelarbeiten) eine Wachstischdecke, die zwar nicht besonders hübsch ist, aber schon seit Jahren ihren Zweck bestens erfüllt.

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Bei der Herstellung der Schüsseln, Tassen, Vasen, Igel, Fische, Kerzenhalter, dem Schneemann und der Bilder haben wir uns an die Techniken gehalten, die in dem Buch beschrieben sind – und es hat wunderbar geklappt. Dazu haben wir selbst auch ein wenig experimentiert. Zum Beispiel mit der Kartoffelpresse, für die Stacheln der Igel, oder mit Plätzchenausstecher für die Kerzenständer.

Töpfern

Die fertigen Kunstwerke haben wir wieder zurück in die Bastelladen gebracht; neben dem Verkauf von Ton bieten sie auch einen Brennservice und die Lasur für kleines Geld an.

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Das Töpfern hat den Kindern so viel Spaß gemacht, dass wir uns vorgenommen haben, einen Töpferkurs zusammen zu besuchen und die Techniken zu verfeinern und auszuweiten. Und ich glaube, genau das ist es auch, was das große Handwerkbuch als umfangreiches Nachschlagewerk ausmacht. Es ermöglicht Kindern den leichten Einstieg in die Welt des kreativen Gestaltens. Es gibt Mut sich an Projekte heran zu trauen. Es beschreibt genau, welches für Material und Werkzeug benötigt wird, wie es funktioniert und was auch mögliche Gefahren sein können (z.B. in Hinsicht auf die Benutzung eines Cutters).

Töpfern5

Und falls Ihr jetzt Interesse am Werkbuch habt, könnt Ihr Euer Glück hier versuchen:

Der Haupt-Verlag verlost 10 Exemplare des Handwerkbuches!

Mehr Projekte aus dem Buch und Rezensionen findet Ihr auf den teilnehmenden Blogs der Blogtour:

Werkbuch-für-Kinder-BlogtourBanner

Diese Buchvorstellung entstand in freundlicher Zusammenarbeit mit dem Haupt Verlag im Rahmen der Blogtour. Das Buch durfte ich behalten. Die Worte und Ansichten im Beitrag sind meine eigenen.

Liebe Grüße ♥

Leni

 

 

 


Herbstblätter und Quitten

fallenderblätter

War das nicht ein herrliches Herbstwochenende? Wir konnten uns kaum an den herrlichen Herbstfarben satt sehen. Daher konnten wir eigentlich nur eins machen, eine Wanderung durch den Herbstwald. Wandern mit Kindern ist ja immer so Ding. Entweder sie finden Stöcke, Pilze, gefährliche Abhänge oder Wurzeln zum Klettern, dann ist alles prima und sie schaffen 6 bis 8 km oder Gemurre oder aber der Wanderweg führt über breite asphaltierte Strassen oder kinderwagentaugliche Wege und man kann (im besten Fall) übel gelaunte Kinder hinter sich her ziehen. Will sagen: die Auswahl des Wanderwegs will gut durchdacht sein!

Essigbäume

Noch ein Tipp. Immer einen Beutel (oder ein Körbchen) mitnehmen. Wir kommen nie, aber auch wirklich nie ohne Herbstschätze aus dem Wald wieder. Und mit piksigen Bucheckerschalen oder einigen Zapfen in den Hosentaschen lässt es sich nicht mehr ganz so gut wandern (autsch).

itsme

Mein liebstes Sammelobjekt sind gerade bunte Blätter. An denen kann ich nur schwer vorbei gehen. Letztes Jahr haben wir die Blätter in Wachs konserviert, dieses Jahr presse ich sie einfach in der Blumenpresse. Die ersten fertigen Blätter hat mein Sechsjähriger mit Nadel, Faden und seinem Lieblingsstock zu einem kleinem Mobile verarbeitet (und ist super stolz darüber. Und ich erst ;-)).

Blätter-Mobile

Das zweite Vorhaben an diesem Wochenende war die Quitten endlich zu verarbeiten. Mehrer Körbe voller zitronengelben, wohlriechenden Früchten warteten schon ungeduldig darauf entsaftet zu werden. Eigentlich kann man Quitten recht lange lagern. Da aber die Jungs fürs Ernten zuständig waren, und sie die Früchte mehr runtergeschüttelt haben als gepflückt (geht ja schließlich auch schneller, meinten sie), dachte ich mir, dass eine zügige Weiterverarbeitung wohl sinnvoll wäre.

Quitten

Die beste (und einzige?) Methode den Quitten ihren leckeren Saft zu entlocken ist das Entsaften im Dampfkochtopf. Denn obwohl die Quitten den Äpfeln ähnlich sehen – sie sind ganz das Gegenteil, nämlich knüppelhart.

Quittengelee1

Quitte

Alle Quitten haben wir dieses Wochenende noch nicht geschafft zu entsaften (immerhin wollten diese ungewöhnlich warmen und sonnigen Oktobertagen genossen werden) – aber immerhin können wir einige Gläser mit dem glibberigen und absolut köstlichen Quittengold jetzt für den Winter einlagern.

Quittengelee

Wie war Euer Wochenende?

Liebe Grüße

Leni

P.S.: Liebe Gesa, das Quittengelee geht diese Woche noch auf die Reise ;-)!

P.P.S.: Mehr Wochenenden gibt es bei WiB nachzulesen.


Herbstkönig

Blätterkrone6

Ich liebe diese Herbstfarben. Den Nebel am Morgen. Das Rascheln der Blätter unter den Füßen. Die schönsten Herbstblätter nehmen wir mit nach Hause, pressen sie in der Blumenpresse oder konservieren sie in flüssigem Wachs. Für Girlanden und Mobiles, Bilder und einfach so zum Basteln. Aus den großen Ahornblättern machen wir jedoch etwas besonderes: Blätterkronen.

Dafür falten wir das Ahornblatt und entfernen den Stengel. Diesen benutzen wir dann als Verbindung zweier Blätter miteinander, in dem wir den Stengel durch beide Blätter zweimal stecken. Eine ähnliche Anleitung für die Blätterkrone  habe ich auch hier gefunden.

Blätterkrone3

Wir haben hier gleich zwei Herbstkönige gekrönt – vielleicht kommt ja noch der ein oder andere dazu ;-)!

Liebe Grüße

Leni

 

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HoT

Caros Grünzeug

 


Brotboxen-Mantra und poppige Power-Muffins

Brotboxenmantra

Drei Schulkinder haben wir jetzt. Auch mein wildester, kleiner Kerl sitzt jetzt am Vormittag in seiner Klasse und lernt Lesen, Schreiben und Rechnen. So unterschiedlich wie die Kinder sind, so leicht oder schwer fällt ihnen auch der Schulalltag. Das frühe Aufstehen, für den einen überhaupt kein Problem, für den anderen jeden Tag eine Überwindung, egal wie früh man am Vorabend ins Bett gegangen ist. Das Lerntempo in der Schule, das soziale Gefüge, die Hausaufgaben und vieles mehr, nehmen meine Kinder ganz unterschiedlich wahr. Wenn ich dann merke, dass es für eins meiner Kinder ein „schwerer“ Tag wird, stecke ich in seine Brotbox ein kleines Kärtchen. Für die Kinder, die schon lesen können, mit einem lieben Satz auf der einen und einem kleinen Rätsel oder einer Aufmunterung auf der anderen Seite (geschrieben mit Bleistift, damit ich immer wieder etwas Neues darauf schreiben kann), für meinen Erstklässler mit Symbolen und Bildern.

Angefangen hatte ich damit vor zwei Jahren, nur mit einem kleinen Zettelchen in der Brotbox, als mein ältester Sohn sein erstes Referat halten sollte und ganz aufgeregt war. Weil er sich so riesig darüber gefreut hatte, schrieb ich ihm immer wieder mal kleine Nachrichten und Rätsel (er knobelt so gerne und irgendwann lösten auch seine Mitschüler die kleinen Rätsel begeistert mit). Und auch bei meinen anderen Kindern merke ich, dass es ihnen hilft, liebe und aufbauende Worte immer wieder zu lesen und auch so ein bißchen zu einem Mantra werden zu lassen, gerade wenn sie sich im Schulalltag mal verlassen oder gestresst fühlen.

Brotboxen (2)

Den längsten Tag haben an unserer Schule alle Kinder mittwochs mit 5 bzw. 6 Schulstunden.  Damit meinen Jungs der Tag nicht zu lang wird, bekommen sie dann immer Obst-Nuss-Muffins in die Brotbox. Die lassen sich prima schon am Dienstagabend vorbereiten, schmecken wirklich lecker (auch wenn nicht so schön wie „richtige“ Muffins aussehen, sagt mein Sohn ;-)) und liefern einiges an Energie.

Knusprige Muffins:

6 große oder 10 kleine Muffins:

60 gr Mehl (Dinkel-, oder Weizenvollkornmehl)

50 gr gemahlene Haselnüsse

20 gr Rohrohrzucker oder Honig

25 gr Amarant Pops

1 großes oder zwei kleine Eier

50 gr Rapsöl

1 Prise Salz

1 Prise Zimt oder Vanille

150 gr Obst (z.B. Blaubeeren oder Äpfel oder Pfirsiche oder Obstsalat)

Zubereitung:

Alle Zutaten bis auf die Amarant Pops und das Obst verrühren. Obst klein schneiden (die Beeren nicht) oder zusammen mit den Amarant Pops unter die Teigmasse geben. In kleine Portionen auf das Backblech oder in Muffinförmchen geben und bei 180 Grad Umluft 20 (kleine Portion) oder 30 Minuten backen.

Herbstmood

Liebe Grüße

Leni

 

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HoT

Im Garten Mitte August

Mirabellenernte

Der August belohnt uns so reichlich. Nach den drei Wochen, die wir in Schweden waren, lief ich zu allererst in den Garten, um zu sehen was reif war, was wir verpasst hatten oder was die Sommerhitze nicht überlebt hatte. Und zum Glück mussten wir nur ein Todesopfer beklagen: den Rasen. Aber da man ihn nicht essen kann, was soll´s. So müssen wir ihn auch nicht mähen (und säen einfach im Herbst nochmal nach).

Kürbisleiter

Den Kürbissen hatten wir im Mai eine Leiter gebaut. Mit etwas Hilfe, klettern sie jetzt bis ganz nach oben und lassen ihre Früchte dekorativ baumeln. Das weckt in mir die Vorfreude auf den Herbst und auf Kürbissuppe.

Mangold

Wirsing

Die Fülle des Sommers. Mangold, Bohnen, Gurken, Möhren, Zwiebeln, Knoblauch und der erste Wirsing. Über einen Teil des Rot- und Weißkohls haben sich die Raupen so sehr darüber hergemacht, dass kein Blatt mehr übrig geblieben ist. Dafür schwirren jetzt sehr viel mehr Kohlweißlinge durch die Luft als vor unserem Urlaub ;-).

Und Mirabellen. Letztes Jahr trug unser Baum nicht eine einzige Frucht – dieses Jahr hängt er proppenvoll. Neben Kuchen und Kompott fehlt mir einfach die Zeit zur Verarbeitung (die Tomaten hängen ebenfalls in der Warteschleife), so dass ich wohl einen Teil einfrieren muss. Dachte ich. Bis meine Jungs eine Geschäftsidee hatten…

Mirabellen1

Aus einer alten Weinkiste und Kantholz bauten sie sich einen Mirabellen-Verkaufsstand!

obststandbauen

obstand

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Mit dem selbstgebauten Stand, den Mirabellen in Pappschachteln und viel Geduld setzten sie sich vor unser Haus auf die Straße und warteten auf Kundschaft (hier kommt nicht oft jemand vorbei). Und tatsächlich: ein paar Schachteln wurden sie los, wenn auch mehr verschenkt als verkauft. Aber es machte ihnen viel Spaß und zur Belohnung gab es dann warmen Mirabellenkuchen (mit Schlagsahne, yumyum).

Mirabellenkuchen

Neben dem Obst und Gemüse freue ich mich auch gerade sehr über die Blumen, Kräuter und die ersten Samen. Die Zinnien und Ringelblumen blühen unermüdlich und in immer neuen Farbvariationen. Damit ich für das nächste Jahr genügend Saatgut habe, sammele ich jetzt schon die trockenen Schoten von den Wicken, Radieschen und den Bohnen, den Samen von Dill und Fenchel, Kapuzinerkresse und Rucola und vielem mehr ein. Die Kräuter bündele ich zum Trocknen oder lege sie ausgebreitet auf ein Küchentuch. Bei den sommerlich-trockenen Wetter dauert es nur wenige Tage bis sie durchgetrocknet sind.

Sommerblumen

Zinnie1

Kräuter

Der August gehört definitiv dem Garten. So viel was abgeerntet und verarbeitet werden will (oder einfach direkt gegessen wird). So viel was gerade heranreift. Habe ich Euch schon von den Brombeeren erzählt oder den jetzt schon reifen Trauben (viel zu früh)? Ach, ich könnte hier noch so viel schreiben – aber die Küche wartet auf mich. Oder genauer gesagt, die Tomaten wollen zu Soße und Ketchup verarbeitet werden. Und dann ist heute auch wieder eine Sternschnuppen-Nacht. Das wird ein langer Abend…:-)

Ich wünsche Euch einen schönen Sonntagabend!

 

Liebe Grüße

Leni

 

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12v12
WIB
Gartenglück

Ferientagebücher für Schweden

ferientagebuch1

(Beitrag enthält unbezahlte, ehrliche Werbung)

Wenn ich an die Ferien aus meinen Kindertagen denke, dann fällt mir als erstes Italien ein. Viele Jahre sind wir dort jeden Sommer hingefahren. Eine gefühlt endlos lange Fahrt war das damals in unserem weißen VW Passat, mit dem Gummi-Geruch der rot-blauen Luftmatratze im Kofferraum, ohne Klimaanlage, aber mit Sonnencremeduft auf der Haut. Als ich älter war, ging es jedes Jahr auf einen Reiterhof in den Westerwald. Erst ohne, später sogar mit eigenem Pferd. Das Leben kann eben doch ein Ponyhof sein. Zumindest für eine oder zwei Wochen. Der Abschied davon fiel immer schwer, doch es blieben viele, lange Brieffreundschaften und Erinnerungen an Abenteuern, Nachtwanderungen und Lagerfeuern (neben Pferdebissen und Blasen an den Fingern, weil die Reithandschuhe schon am ersten Tag verschwunden waren). Ja, Ferien sind die tollste Zeit im Jahr. Ich könnte Euch nicht mehr sagen, wie meine Religionslehrerin in der Grundschule hieß, oder der Erdkundelehrer auf dem Gymnasium, aber mein allererstes Pflegepferd im Urlaub war ein kleiner, rotzfrecher Schimmel namens Nero.

Für uns geht es dieses Jahr mit Freunden und zwei Wohnmobilen durch Südschweden. Und damit diese Zeit auch wirklich „unvergessen“ bleibt, gibt es dieses Jahr wieder Ferientagebücher für die Jungs.

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Hier werden Fotos eingeklebt, Bilder gemalt, Eintrittskarten und Souvenirs gesammelt. Und schon einmal vorab notiert, was auf jeden Fall mit muss. Fehlt eigentlich nur noch die Zahnbürste…

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Was auch auf jeden Fall mit muss, sind natürlich Bücher. Wenn wir nun bald ins Land der wilden Blaubeeren aufbrechen, darf „Lasse im Blaubeerland“ nicht fehlen. Genauso wenig wie die tollen Geschichten von Astrid Lindgren.

lasseimblaubeerland

So hip wie in diesem Buch wird es irgendwie nicht aussehen, wenn wir unterwegs sind, aber die Rezepte sind einfach toll (ich sag nur Popcorn über dem Lagerfeuer).

outdoorbuch

Für uns alle ist es das erste Mal, dass wir mit einem Wohnmobil unterwegs sein werden. Und das erste Mal in Schweden. Auf unsere Tourplanung steht das Wikingermuseum in Malmö, Vimmerby, Stockholm und Göteburg. Wenn Ihr noch Tipps habt für uns Camping-Frischlinge und Schweden-Ersttouristen, dann bitte immer her damit!

Liebe Grüße ♥

Leni


Kräuterzeit

Kräuterbündel

Auf der einen Seite genießen wir die Fülle des Sommers, die bunten Blumen, das reichliche Angebot an Obst und Gemüse, die vielen verschiedenen Kräuter, auf der anderen Seite müssen wir jetzt schon ein wenig an den Winter denken. Das erinnert mich an die Maus Frederick von Leo Lionni (muss ich das jetzt als Werbung kennzeichnen? – also gut: Werbung, unbezahlt), die, während alle anderen Mäuse Essen für den Winter horten, Farben und Erinnerungen sammelt. Vielleicht ist gut, sich einen Vorrat von beidem anzulegen. Und vor allem auch an Kräutern.

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Überall bei uns verteilt hängen und trocknen gerade Kräuter. Für meinen Gewürzschrank – z.B. Liebstöckl (für Wintersuppen), Rosmarin, Bohnenkraut, Thymian, Oregano (Pizza), Minze und Salbei, Estragon im Essig.  Für meine Teemischungen – z.B. Ringelblumen, Malven, Kornblumen, Beerenblätter, Zitronenverbene, Minze, Fenchel, Frauenmantel.

Da es gerade jetzt im Sommer so viele Kräuter sind, die ich konservieren möchte, habe ich mir aus Stöcken (wenn wir eins durch die Jungs immer im Garten haben, dann sind das Stöcke) und Haken zum Eindrehen mehr Platz zum Trocken von Kräutern geschaffen.

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Für Ölauszüge, Salben und Tinkturen – z.B. Johanniskraut, Ringelblumen, Spitzwegerich.

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Und für Räucherbündel. Das mache ich allerdings zum allerersten Mal. Aus dem Garten und von der Wiese hinter unserem Haus habe ich mir eine Königskerze, Beifuß, Rosmarin und Salbei besorgt und mit Naturfaserschnur zu länglichen Bündeln zusammengeschnürt (mit ein wenig Übung sehen sie vielleicht bald noch besser aus).

Räuchersticks

Nun trocknen die Bündel hängend, werden danach bis zum Winter aufgehoben und dann zur Reinigung zwischen den Jahren oder zum Jahresanfang geräuchert. Ich bin gespannt!

Kräuterstrauß

Wenn man einmal in die Welt der Kräuter, ihre Heilwirkungen und ihren Geschmack eingetaucht ist, kommt man aus dem Staunen (und dem Sammeln) kaum wieder heraus. Zumindest geht mir das  so. Denn nicht nur unsere Gemüsebeete werden jedes Jahr größer, auch die Kräuter bekommen jedes Jahr mehr Platz.

Ich wünsche Euch ein traumhaftes Sommerwochenende!

Liebe Grüße

Leni

 

 

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Schmetterlinge aus Seidenpapier

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Ja, wir sind im Schmetterlingsfieber. Die Raupen sitzen bereits auf unserem Kohl im Garten und mümmeln sich fleißig immer dicker und neben den Kohlweißlingen, Zitronenfaltern, Tagpfauenaugen, Landkärtchen und Schwalbenschwänze (wir freuen uns so sie wieder zu sehen) fliegen nun auch noch ein paar knallbunte Schmetterlinge aus Seidenpapier im Garten umher.

 

Sie sind ganz schnell gemacht und mit etwas Hilfe auch für kleinere Kinder eine einfache, sommerliche Bastelei (nicht nur für Regentage). Man braucht:

Seidenpapier in verschiedenen Farben, bunte Pfeifenreiniger, ein Stück festes Papier oder Karton, Stift, Schere, Bindfaden zum Aufhängen.

Wie es geht:

Aus dem festen Papier eine ovale Schablone anfertigen (ein wenig länger als ein Osterei) und als Vorlage für die Schmetterlingsflügel nutzen. Für einen Schmetterling jeweils 2 Flügel aus Seidenpapier ausschneiden und übereinander legen. Aus einem Pfeifenreiniger zwei gleich lange Stücke schneiden (man braucht für einen  Schmetterling nur einen halben Pfeifenreiniger). Das eine Stück zur Hälfte nehmen und an der Bruchkante verzwirbeln (das wird das Hinterteil vom Schmetterling). Nun die beiden Stücke Seidenpapier wie ein Fächer in der Mitte zusammenfalten und zwischen den Pfeifenreiniger schieben. Die vorderen Enden des Pfeifenreinigers wiederum in einander verdrehen und die beiden Enden als Fühler verbiegen. Zum Schluss den Bindfaden doppelt nehmen, um Vorder- und Hinterteil legen und dann aufhängen.

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Ob im Garten, am Fenster oder von der Decke: sobald der ein Windzug kommt, fangen die Schmetterlinge an zu fliegen!

Ich wünsche Euch einen schönen Dienstag!

Liebe Grüße

Leni

P.S.: Kleiner Upcycling-Tipp: wenn Ihr noch das Papier von neuen Schuhe aus dem Schukarton habt, könnt Ihr auch das verwenden. Da es meistens weiß ist, einfach ein paar bunte Muster auf malen!

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