Kinder-Kleiderschrank-Frühjahrs-Check

Frühjahrsputz (2)

Der Frühjahrsputz steht bei uns an, das große „Reinemachen“ und Entrümpeln, was nicht nur den Räumen sehr gut tut, sondern, wenn wir ehrlich sind, auch unserer Seele. Am Wochenende waren die Kleiderschränke der Kinder dran. Das ist bei vier Kindern eine recht Zeit intensive Aufgabe, daher händigte ich an meine drei großen Jungs Checklisten aus (nachdem ich jedes Kind vermessen hatte), mit denen sie selbst die vorhandenen (und noch passenden) Kleidungsstücke zählen konnten.

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Natürlich klappte es dann doch nicht so einfach, wie ich mir das vorgestellt hat. Mal flossen Tränen über einen heiß geliebten, aber zu klein gewordenen Pullover, den nun der kleinere Bruder tragen darf, mal zählte ein Kind alle einzelnen Socken auf (statt paarweise), und fand dabei auch noch ein ganzes Einzel-Socken-Nest in seinem Kleiderschrank. Doch letztendlich konnte ich mir einen guten Überblick verschaffen, und werde dann einfach noch gezielt die Teile besorgen, die dem einen oder anderen Kind fehlen (das war auch schon mal anders, ähem).

Weil auf Instagram vielfach die Bitte kam, die Checkliste zur Verfügung zu stellen, habe ich sie in PDF konvertiert (so gut es ging) und hier zum runterladen bereit gestellt (keine Bange, ohne Blumengekritzel ;-)).

Als nächstes geht es mit dem Frühjahrsputz in den Kinderzimmern weiter – wenn man einmal dabei ist, geht es (fast) wie von selbst.

 

Liebe Grüße ♥

Leni

 


Wettermännchen

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Eigentlich spricht man ja dem April eine gewisse Launigkeit zu, was das Wetter betrifft. „Der April macht was er will“, heißt es so schön. Doch dieses Jahr will wohl der März die Rolle des Unsteten übernehmen und hat sich die letzten Tagen richtig ins Zeug gelegt: kurze Regenschauer, gefolgt vom schönsten Sonnenschein, Sturmböen, Graupel, Regenbögen und Schnee. Und das alles binnen einer Stunde.

Das brachte uns auf die Idee uns mal wieder näher mit dem Wetter zu beschäftigen und Wetterwichtel zu basteln.

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Für die Wichtel benötigt man Holzspielfiguren (die findet man in zum Beispiel in Bastelgeschäften), Filz, Stickgarn, Sticknadel und Kleber. Jeder Wichtel bekommt ein Mäntelchen und einen Hut. Auf das Mäntelchen wird das jeweilige Wettersymbol gestickt und dann entweder auf den Holzkörper geklebt oder hinten mit einfachen Stichen geschlossen. Die Hüte sind alle ein wenig verschieden geworden – jedes Kind (und auch ich) hatte da seine ganz eigene Technik ;-).

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Meine großen Kinder finden es sehr spannend mehr über das Wetter und Wetterphänomene zu erfahren. Letztes Jahr habe ich mit ihnen eine kleine Messstation im Garten aufgebaut, bestehend aus einem Becher, mit dem man die gefallene Regenmenge messen kann, einem Thermometer, einem gebastelten Windrad und einem Barometer. Über einem Monat haben wir jeden Tag unsere Messungen und Beobachtungen in ein Wettertagebuch eingetragen. Wir haben uns vorgenommen dieses Jahr wieder zur gleichen Zeit die Wetterdaten aufzuschreiben, die Daten so vergleichen und auch den Zusammenhang von Vegetation und Wetter nachvollziehen zu können (dabei lerne ich als Hobbygärtnerin übrigens genau so viel wie sie).

Für meinen Dreijährigen sind jetzt die Wetterwichtel sozusagen der Einstieg ins Thema Wetter. Passend zum Wetter draußen, darf immer das Männchen mit dem dazugehörigen Symbol auf einem Holzklotz stehen. Vieler Erklärung bedarf es bei kleinen Kindern ja nicht – ganz im Gegenteil. Für ihn machen bei uns Frau Holle und Herr Petrus das Wetter. Und wenn man sich als Erwachsener auch noch mal auf die Welt der (kleinen) Kinder einlässt, hat man vielleicht das Glück auch wieder die Magie zu sehen, die in jeder Schneeflocke und jedem Regenbogen steckt. Oder wie John Ruskin einmal sagte: “ Sonnenschein ist köstlich, Regen erfrischend, Wind fordert heraus, Schnee macht fröhlich; im Grunde gibt es kein schlechtes Wetter, nur verschiedene Arten von gutem Wetter“.

Liebe Grüße ♥

Leni

 

Verlinkt mit dem Creadienstag


Mandarinenkisten-Garten

Mandarinenkistengarten

Eine kleine Tradition bei uns im Februar ist der Mini-Garten, den die Jungs jedes Jahr neu anlegen. Mal in einer alten Keksdose, mal in einer Mandarinenkiste, was eben gerade zur Hand ist. Die Mandarinenkisten (die ich ganz oft behalte, weil ich immer denke, dass man mit denen bestimmt noch irgendwas anfangen kann), muss man vorher noch mit ein wenig Folie auskleiden, damit durch die Ritzen weder Erde noch Wasser kommt. Und dann kann es losgehen. Ob Bauernfelder, Hühnerauslauf oder Schrebergarten – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, genauso wenig wie der Auswahl an Samen. Vielleicht ein paar Sonnenblumensamen, die vom Vogelfutter übrig sind, Kresse, Bohnen- oder Zitronenkerne, Getreide oder Blumensamen?

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Tag um Tag verändert sich der Garten, von ordentlich gepflegt zu ziemlich verwildert, er will gewässert und gepflegt werden – bis er dann so verfilzt ist, dass wir ihn auflösen müssen. Die Kresse kommt aufs Brot, die Bohnen (hier: dicke Bohnen, die schon früh raus dürfen) ins Beet, das Getreidegras zu den Hühnern und die Sonnenblumen (die man übrigens als Sprossen auch essen kann) dürfen in Töpfen weiterwachsen.

Und was drinnen im Kleinen so viel Spaß gemacht, geht jetzt im März auch draußen weiter: die Winterschläfer haben (zumindest bei uns – ich habe vor ein paar Tagen abends einen Dachs durch unsere Straße laufen sehen) schon ihr Quartier verlassen und das bedeutet, dass wir jetzt im Garten aufräumen und die Beete neu anlegen können!

 

Liebe Grüße ♥

Leni


Wachsen

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Im Januar halte ich tatsächlich noch meine Füße still, aber sobald das Kalenderblatt sich auf Februar wendet, kribbelt es in meinen Fingern. Das Saatgut ist sortiert, der Beetplan für dieses Jahr ist auch schon (fast) fertig. Die Saatgutkataloge flattern so langsam ins Haus und locken mit Altbewährtem und Neugezüchtetem, mit Raritäten und Kuriositäten. Seit Wochen schon sammele ich Eierschalen für die Aussaat und freue mich darüber, dass der Herr (oder Frau) Maulwurf endlich wieder aktiv ist und frische Hügel in unserem Garten hinterlässt. Vom gepflegten, englischen Rasen haben wir uns schon vor Jahren verabschiedet, Kinder und Hühner sei Dank, daher ärgern uns auch Erdansammlungen nicht im Geringsten. Ganz im Gegenteil. Die Maulswurfserde ist, gemischt mit Sand aus dem Sandkasten, meine liebste und zudem kostenlose Aussaaterde.

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Ich warte noch bis Mitte Februar bis die Tomatensamen in die Erde kommen, aber Schnittlauch, Kresse und Schnittknoblauch stehen bereits auf der Fensterbank und auch der Mini-Garten der Kinder wird bald angelegt (wenn ich nur die alte Keksdose, die wir immer verwendet haben wiederfinden würde) und dann wird auch der dicke Bohnen-Wettbewerb eröffnet (welche Bohne wächst am schnellsten?).

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Ihr seht, ich bin voller Vollfreude. Und nicht nur ich. Bei „Hej Hanse“ werden gerade Saatgutbänder gebastelt, die Hackbauern haben schon ausgesät und berichten von ihrer Pflanzenlampe, Uli von Lowredeyes hat noch Samenscheiben in petto und über die schönen Samentütchen von den Naturkindern freue ich mich jedes Jahr aufs Neue.

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Und noch etwas sehen wir gerne beim Wachsen zu. Den Frühlingszwiebelblumen. Hätte ich im Herbst daran gedacht, ein paar Blumenzwiebeln nicht in die Erde, sondern in einen Topf zu pflanzen, dann wäre mir der Gang ins Gartencenter erspart geblieben (und vor allem die Abteilung mit den Saatgut, die -löblich, löblich – jetzt auch Biosaatgut von meinen bevorzugten Saatguterzeugern führt). Aber sei es drum. Schnell umgetopf in ein Glas, können die Kinder nicht nur darüber staunen, wie schnell die Traubenhyazinthen ihre Blütenstengel nach oben schieben, sondern sehen auch die Entwicklung des Wurzelwerks unterhalb der Zwiebel. Aber am erstaunlichsten finde ich immer wieder, wie überhaupt aus so einer kleinen, unscheinbaren, fast vertrocknet wirkenden Traubenhyazinthenzwiebel so viel blühendes Leben wächst.

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Was darf bei Euch wachsen (außer Liebe) ?

Liebe Grüße ♥

Leni

 


Ein Bimmelbommelblumenstrauß

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Der Januar strahlte in einem reinen Weiß oder wahlweise auch (matschigem) Braun, im Februar brauche ich einfach wieder Farbe im Haus.

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Pompoms (oder Bimmelbommel, wie mein Kleinster sagt) sind so herrlich einfach zu machen, dass so gar kleine Kinder daran Freude haben. Und die Restwolle von verschiedensten Winterstrickprojekten ist damit dann auch endlich verarbeitet. Ich habe mir vor Jahren schon ein „professionelles“ Pompomset gekauft (was sich wirklich gelohnt hat), man kann die Pompoms aber auch mit Hilfe von Pappkreisen oder sogar einer Gabel basteln.

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Hat man genug Bommel beisammen, braucht man sie nur noch auf mit Flüssig- oder Heißkleber auf Stöcke zu kleben (wenn wir EINS immer auf Vorrat haben, dann Stöcke;-)).

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Bis zum Karneval (der dieses Jahr recht spät gefeiert wird) kommen nach und nach bunter Farbtupfer im Haus dazu, z.B. mit den Faltkreisen, Kreppblumen oder Hexentreppen. Das hebt die Laune. Besonders dann, wenn der Blick aus dem Fenster wieder einmal einen trüben, kalten und ungemütlichen Wintertag in Aussicht stellt.

Habt einen schönen Dienstag!

Liebe Grüße ♥

Leni

 

Verlinkt mit Creadienstag, HoT

 


Theater der Schatten

schattentheater2Wie heißt es so schön? „Wenn das Leben Dir Zitronen schenkt, mach Limonade daraus“! Und wenn der Winter Dir das Tageslicht nimmt, nutze die Dunkelheit doch einfach für ein Schattentheater!

Man mag sich nur vorstellen, wie unsere weit entfernten Vorfahren früher in ihren Höhlen um das Feuer herum saßen und mit ihren Händen Schatten auf die kargen Höhlenwände fallen ließen, um sich zu gegenseitig zu unterhalten. Oder wie künstlerisch und poetisch das Schattentheater der Chinesen vor vielen hundert Jahren gewesen sein muss. So oder so, hat das geheimnisvolle Zusammenspiel von Licht und Schatten Menschen seit jeher in seinen Bann gezogen. Und ob einfache Schattenbilder oder stimmungsvolle Inszenierung, hier wird der Fantasie freien Lauf gelassen, man taucht ab in eine einzigartige, kreative Welt, die irgendwie unheimlich und archaisch, aber auch magisch und wunderbar zu gleich ist.

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Man braucht:

schwarzen Fotokarton

Schaschlikspieße oder andere Holzstäbe

Schere, Bleistift, Kleber, Tesafilm

eine Lichtquelle (z.B. die Schreibtischlampe)

weißes Bettlaken oder ein anderes weißes Stück Stoff

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Manchmal braucht es nur einen kleinen Anstoß, und schon sind Kinder Feuer und Flamme für eine Idee. So war es mit dem Schattentheater. Meine drei großen Jungs haben sich eine Geschichte ausgesucht (toll sind z.B. Märchen) und dann zusammen die Figuren aufgemalt und ausgeschnitten. Einer hatte die Rolle des Erzählers, die beiden anderen bewegten die Figuren – und mein Kleinster erfreute sich an der Vorstellung. Praktischerweise haben wir eine Art Holzhäuschen im Spielzimmer mit einem Fenster, das sie perfekte Bühne für das Theater lieferte. Man kann aber zum Beispiel auch einfach ein Laken zwischen einen Türrahmen hängen und den unteren Teil mit einer Wolldecke abteilen oder aus einem großen Karton eine Bühne ausschneiden.

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„Lucem demonstrat umbra“, sagt der Lateiner („erst der Schatten zeigt das Licht“), und damit wünsche ich Euch einen schönen Dienstag!

Liebe Grüße ♥

Leni

 

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8 schöne Winterprojekte für Kinder

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Wenn ich an diese nass-kalten Tage, die der Winter (zumindest in unseren Breitengraden) mit sich bringt, denke, dann wünsche ich mir (ganz ehrlich) oft den Frühling herbei. Andererseits  – wann haben wir sonst im Jahr die Zeit so ausgiebig zu werkeln, zu basteln, zu malen und zu gestalten? Und deshalb stelle ich Euch heute meine 8 Lieblingsprojekte vor:

  1. Papierschneeflocken

So einfach gemacht, auch, oder besser ganz besonders für Kindergartenkinder. Eine schöne Anleitung dazu gibt es auf den tollen Blog „Lieblingsbande“, eine ganze Reihe Gestaltungsmöglichkeiten hier.

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2. Frostskulpturen

Der Frost verziert auf so wunderbare Weise Gräser und Bäume mit glitzernden Eiskristallen. Und wenn das Thermometer unter 0 Grad fällt, können wir mit Hilfe des Frostes auch kunstvolle Skulpturen und Windlichter erschaffen. Ein paar Exemplare vom letzten Jahr findet Ihr hier, tolle Ideen zum Beispiel hier.

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3. Frau Holle

Wenn Frau Holle, die „gute Mutter Erde“, ihre Kopfkissen ausschüttelt, fängt es bei uns zu schneien, das erzählte mir meine Großmutter als ich ein Kind war. Vielleicht gehört deshalb Frau Holle unbedingt auf unseren winterlichen Jahreszeitentisch. Besonders schön, finde ich diese beiden Ideen hier und hier. Aber bis wir die fertig haben (wenn überhaupt), lasse ich die Kinder einfach ein Bild von Frau Holle malen, während ich ihnen das Märchen dazu vorlese.

4. gefilzte Schneemänner

Zusammen (Nass-)Filzen ist eine besonders schöne Art der Beschäftigung, besonders im Winter. Das warme Wasser und die Haptik der Wolle, der Geruch von Seife und Schaf und das fast meditative Rollen und Drücken, Streicheln und Reiben regt die Sinneswahrnehmung an und fördert die Konzentration. Und selbst kleine Kinder (und kleine Hände) können aus (weißer) Wolle schon Bälle formen. Für den Schneemann werden sie nach dem Trocknen noch aufeinander gesetzt und mit einer Nadel zusammen filzt. Ebenso kommen die Augen, Knöpfe und die Nase auf die Wollkugeln. Am Ende wird noch der Hut festgeklebt und der Schneemann ist fertig. Bestechender Vorteil: er schmilzt nicht im Haus ;-)!

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5. Seifenblasen gefrieren lassen

Ich muss zugeben, bei uns hat das mit diesen gefrorenen, zauberhaften und fragilen Kunstwerken, die man zum Beispiel auf Instagram bewundern kann, nicht geklappt. Immer platzen die Seifenblasen, bevor sie gefrieren konnten. Aber vielleicht kommt es auch auf die Seifenblasenmischung an? Die einen empfehlen zum Beispiel Maissirup, die anderen Zucker mit in die Seifenblasenmischung zu geben. Ich glaube, wir probieren es das nächste Mal nach dieser Anleitung aus.

6. winterliche Windlichter

Habt Ihr noch ein paar große Gurkengläser, die eigentlich zum Altglas sollten, zu Hause? Hervorragend! Die lassen sich nämlich im Handumdrehen zu winterlichen Windlichtern umgestalten. Wir haben sie nach dieser Anleitung hier gebastelt, jedoch statt dem Schneespray weiße Deckfarbe aufgetupft.

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7. Diorama

Ich finde Dioramas so schön. Ich hebe schon immer kleine Holzverpackungskisten auf, für das nächste, bestimmt kommende Diorama-Projekt, das ich mit den Kindern umsetzten möchte. Zwei meiner winterlichen Favoriten findet Ihr hier und hier.

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8. Winterkranz

Wenn ich die gesammelten Kiefern-, und Lärchenzapfen, Birkenreisig Erlenzweige zu lange als Deko herumliegen lassen, gerät mein Mann in Versuchung sie als Kaminanzünder zu verwenden – um dem entgegen zu wirken, binde ich mit den Kindern geschwind ein paar Kränze. Die müssen nicht gleichmäßig rund sein (finde ich), und ohne Tannengrün, roten Beeren und goldenen Ornamenten wirken sie auch nicht mehr weihnachtlich. Und falls es kein Kranz sein soll – vielleicht mögt Ihr etwas Farbe in die Räume bringen! Wie bei diesem herrlichen Zapfenstrauss hier!

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Vielleicht war ja bei meinen Lieblingsprojekten auch etwas für Euch dabei?

Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende!

Liebe Grüße ♥

Leni

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Das Wochenende der Heimlichkeiten

Zaubernuss

Das erste Adventswochenende war voller Heimlichkeiten.

Heimlich habe ich 26 Zaubernüsse für die Adventssäckchen der Klasse meines Sohnes hergestellt. Zaubernüsse, sind ausgehöhlte, vergoldete Walnüssen, die einen kleinen Schatz oder ein Rätsel beherbergen. Man knackt die Walnüsse so, dass zwei Hälften übrig bleiben (mein Mann ist mittlerweile Profi), holt das Innere vorsichtig heraus (ich sammele es immer zum Knabbern oder über den Salat in einem Glas) und vergoldet die Hälften. Dann legt man zum Beispiel einen kleinen Edelstein, einen Zettel mit einem Rätsel, Mini-Muscheln, Murmel oder was einem gefällt und die richtige Größe hat hinein, und klebt die Hälften wieder zusammen (und spielt manchmal ungewollt eine Runde Nuss-Memory). Zusammen mit einem Schokoladennikolaus, einer Mandarine, Erdnüssen (dort versteckt sich auch immer ein kleiner Nikolaus, wußtet Ihr das?) und ein Bienenwachsteelicht, habe ich die Zaubernüsse in kleine Säckchen gepackt, die dann zu Nikolaus an die Kinder verteilt werden. Ich habe noch kein Kind gesehen, was sich dem Zauber der goldenen Nuss entziehen kann – das ist dann auch der Grund, warum ich hier zu Hause heimlich am Abend basteln musste :-).

Adventskalender

Dann denke ich mir ja noch jeden Tag eine Geschichte für unseren Adventswichtel Rudi aus (auf Instagram könnt ihr seine kleinen Abenteuer sehen). Der Kleinste hat Rudi nach seiner Ankunft am Samstag so sehr ins Herz geschlossen, dass er ihn fast den ganzen Tag mit sich herum getragen hat. Abends, wenn die Kinder schlafen verstecke ich Rudi und hinterlasse entweder kleine Hinweise oder eine Sternenspur. Wenn sie ihn finden, hat er zur Belohnung das Adventskalender-Säckchen bei sich, in dem sich mal etwas Süßes oder ein Gutschein für eine Adventsaktivität befindet (morgen verzieren wir zum Beispiel ein Lebkuchenhaus). Ich komme mir manchmal schon selbst vor wie ein Wichtel, der bei Kerzenschein große und kleine Geheimnisse ausheckt.

Tomte

Auch „heimlich“ zum ersten Dezember habe ich unsere Adventsspirale wieder aufgestellt. Jeden Tag wandert das kleine Licht ein Stück, vorbei an den Tannenzweigen, Tomte, den Kirschzweigen der heiligen Barbara, Sankt Nikolaus, den Walnusskerzen für den Lucia-Tag, den Waldtieren und später Maria und Josef. Dabei ist mir aufgefallen, wie wichtig es ist auch als Erwachsener mit den tiefen, geistigen Bildern verbunden zu sein, hinter dem, was den Zauber des Advents ausmacht. Das ist mir am Anfang nicht leicht gefallen. Viele Traditionen und Bräuche aus meiner eigenen Kindheit musste ich erst wieder erwecken und neue für mich erfinden. Schauen, was zu mir, zu uns passt. Was ich authentisch vor meinen Kindern vertreten kann. Was „hinter“ dem Brauchtum steht, was es mir selbst bedeutet und wie es mich selbst erleuchten kann. Vielleicht es deshalb „unser Advent“ ein wenig eigen. Oder anders. Und ändert sich auch mal von Jahr zu Jahr. Die Hauptsache ist, dass es das ist, was uns zum Strahlen bringt und uns innere Wärme zaubert.

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Ich hoffe, Ihr hattet ein schönes erstes Adventswochenende und wünsche Euch einen guten Start in die neue Woche!

Liebe Grüße ♥

Leni

 

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Ein novemberischer Tannenwald für den Jahreszeitentisch

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Die Martinswoche ist nun vorbei, Sankt Martin mit Pferd, der Bettler und die Gänse sind wieder von den Jahreszeitentischen verschwunden. Für die Advents- und Weihnachtsdekoration ist es noch zu früh (finde ich; wir fangen immer erst nach dem Totensonntag an den Adentsglanz ins Haus zu bringen) und somit füllt die „Lücke“ ein kleiner Tannenwald aus gehäkelten Bäumen und Hagebutten aus dem Garten. Die Tannenbäumchen sind schnell gemacht, wenn man einmal den Dreh heraus hat (keine Angst, man muss kein Häkelprofi sein ;-)), und können in vielen Farbvariationen und mit immer wieder neuen Stickereien ganz unterschiedlicher Akzente im Tannenwald setzen.

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Man braucht:

* Wolle in Tannengrün oder Winterweiß plus entsprechende Häkelnadel

* Filzwolle in grün oder weiß zum Füllen

* Aststücke 5 – 10 cm lang

* Stickgarn oder goldene Schnur plus Sticknadel

So geht es:

(LM= Luftmaschen, Stb= großes Stäbchen)

  1. 4 LM zum Ring mit einer Kettmasche schließen.
  2. 3 LM mit einem Stb in den Ring + 2 weitere Stb in den Ring + 1 LM + 4 Stb in den Ring
  3. wenden, 3 LM und ein Stb in das erste Stäbchen der ersten Runde häkeln, dann in jedes weitere Stb der Vorrunde 1 Stb (3) bis zur Mitte. In die Mitte (kleiner Ring) kommen 2 Stb + 1 LM + 2 Stb. Dann wieder 1 Stb in jedes Vorrundenstäbchen, in die letzte Masche kommen 2 Stb ( also insgesamt 5 Stb).
  4. wenden. 3 LM +1 Stb in die erste Masche, danach 1 Stb in jedes Vorrundenstäbchen bis zur Mitte. Wieder 2 Stb + 1 LM +1 Stb in den mittleren kleinen Ring. Danach weiter 1 Stb pro Masche und in die letzte Masche zwei Stb (insgesamt 8 Stb).
  5. wenden und wieder genauso häkeln wie vorher beschrieben, 1 LM + x Stb – 2 Stb + 1 LM + 2 Stb in den Ring – x Stb zurück + 2 Stb in die letzte Masche (insgesamt also 11 Stb).
  6. Den Faden abschneiden und verknoten.
  7. Mit dem neuen Faden in die 10. Masche 3 LM + 1 Stb häkeln, bis zur Mitte wieder in jede Masche ein Stb, in die Mitte wieder 2 Stb + 1 Fm +2 Stb. Zurück die gleiche Anzahl Stb (insgesamt 6 pro Seite), in die letzte Masche 2 Stb.
  8. wenden und wie unter 4. beschrieben fortfahren (insgesamt 9 Stb pro Seite).
  9. Den Faden abschneiden und verknoten.
  10. Mit dem neuen Faden in die 8. Masche 3 LM + 1Stb häkeln, dann weitermachen wie unter 7 (insgesamt 7 Stb pro Seite).
  11. Den Faden abschneiden und verknoten.

Die erste Seite ist fertig! Für den Tannenbaum braucht man jetzt noch eine Seite, dann kann man sie besticken und (oder direkt) zusammenhäkeln (z. b. mit Wolle in einem anderen Farbton). Ein Stück muss unten frei bleiben, damit man die Bäumchen noch befüllen und mit einem Aststück als Stamm versehen kann. Steht das Bäumchen nicht von alleine, kann man eine es mit Heißkleber auf eine kleine Astscheibe kleben.

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Nach und nach und Tag für Tag wird der Tannenwald bei uns schon größer (und heimeliger): durch Waldbewohner, Zapfen, Moos und andere kleine Schätze, die die Kinder hinzufügen.

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Liebe Grüße ♥

Leni

P.S.: Falls bei der Anleitung irgendetwas unklar ist, einfach fragen :-)!

P.P.S.: Die Tannenbäumen eignen sich auch prima als kleines Weichnachtsgeschenk!

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und dem Creadienstag.

 

 


Teezeit

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Als erstes mal ein Geständnis: ich trinke keine Kaffee. Ich weiß, ich bin da in der Minderheit, und der stetig steigenden Anzahl an Coffeeshops zufolge, werden wir (Nicht-Kaffeetrinker) auch immer weniger. Ich mochte übrigens auch noch nie Kaffee. Weder mit Milch, noch mit Zucker, noch mit beiden. Weder bei Müdigkeit, bei Stress oder in geselliger Runde. Aber Tee. Ja, Tee trinke ich hin und wieder gerne. Nicht täglich mehrere Tassen. Aber wie heimelig ist es doch, mit einer Tasse Tee in der Hand auf dem Sofa zu sitzen und zu lesen, während es draußen kalt ist und der Regen an die Scheibe prasselt. Als ich ein Kind war, hatten wir immer Teedosen mit herrlich duftenden Teemischungen in der Küche stehen. Mittlerweile ist meine „das-muss-ich-nicht-kaufen-sondern-kann-es-selber-machen“- Vorliebe auch beim Tee angekommen und so experimentiere ich seit zwei Jahren an meinen eigenen Teemischungen mit Kräutern, Blättern und Früchten aus dem Garten.

Sommerblumen

Und das mache ich so: zu den ein bis zwei Hauptkräutern (die für den Anlass, die Beschwerde oder die Wirkung entscheidend sind) gebe ich für den Geschmack ein paar Lieblingskräuter dazu und fülle mit Beerenblättern oder Blumenblüten (Rose, Malve) auf. Unten habe ich die Kräuter aufgelistet, die ich immer wieder für verschiedene Mischungen nehme. Die Auflistung ist so zu verstehen, dass nicht alle Kräuter und Früchte auf einmal in den Tee kommen (müssen), sondern immer nur ein oder zwei Komponenten je Kategorie.

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Meine Favoriten sind:

Erkältungstee

Hauptkräuter: Salbei, Oregano, Thymian, Holunderblüten

Geschmackskräuter:  Zitronenmelisse, Kamille, Zitronenverbene

Füllkräuter: Brombeer,- oder Himbeerblätter, Kamille

Magen/Darmtee 

Hauptkräuter: Fenchel, Anis, Dill (Samen)

Geschmackskräuter: Apfelstücke

Füllkräuter: Rosen,- oder Malvenblüten

Wintertee         

Hauptkräuter: Ringelblumenblüten, Melisse, Ananassalbei,

Geschmackskräuter: Zimt, Vanille, Hagebutte, Orangenschalen

Füllkräuter: Kornblumen, Erdbeerblätter

Frühlingstee    

Hauptkräuter: Minze, Hibiskus, Apfel

Geschmackskräuter: Waldmeister (nur in kleinen Mengen), Erdbeeren

Füllkräuter: Gänseblümchen, Frauenmantel

Kindertee          

Hauptkräuter:   Apfelstücke, Hagebutte, Hibiskus, Pfefferminze 

Füllkräuter: Brombeer-, Himbeerblätter, bunte Blüten

Teezeit

Was ist Euer Lieblingstee?

Liebe Grüße ♥

Leni

 

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