Sein Huhn

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Als wir uns vor 1 1/2 Jahren auf dem Tiermarkt Hühner aussuchten, gab es ein Huhn, das meinem (jetzt) 5jährigen Sohn sofort auffiel und welches er unbedingt mit nach Hause nehmen wollte. Ein kleine Sperber-Henne, ganz jung und noch ohne Kamm. Dieses Huhn musste es sein, und kein anderes. Nun gut. Sie machte sich mit zwei weiteren Hühnern auf die Reise zu uns und wohnt seit dem in unserem Garten. Bei der Namensgebung seines Huhnes ließ mein Sohn zum Glück mit sich reden und wir überzeugten ihn, dass „Motorrad“ kein schöner Name für ein Huhn sei. Kurzum: sie bekam den Namen Tilla. Tilla ist heute zahm, lässt sich auf dem Arm herumtragen und sogar kuscheln. Und weil mein Sohn sein Huhn am liebsten mit ins Haus (und sicher auch mit ins Bett) nehmen würde zum Kuscheln, schenkte seine Patentante ihm zum Geburtstag ein Ebenbild von Tilla zum Kuscheln und Schmusen (im Haus).

Normalerweise stelle ich hier auf meinem Blog nur (DIY-) Projekte vor, die ich auch wirklich selber angefertigt habe und schmücke mich nicht mit fremden Federn (Entschuldigt bitte den doofen Wortwitz ;-)). In diesem Fall musste ich aber unbedingt eine Ausnahme machen, so klasse finde ich dieses Strickhuhn.

Die Anleitung zu dem Huhn stammt aus der Landlust und Ihr findet sie hier. Der Kamm und die Kehllappen sind entgegen der Anleitung jedoch gehäkelt, der obere Teil des Huhnes (ab der Fransenwolle) gestrickt. Der Körper ist zur Hälfte mit Kirschkernen und zu anderen Hälfte mit Füllwatte gefüllt.

 

Ich wünsche Euch einen (kreativen) Dienstag!

Liebe Grüße

Leni

 

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Bienenwachsduftkerzen

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November ist Kerzenzeit. Morgens am Frühstückstisch brennt bei uns bereits die erste Kerze und nachmittags, wenn es draußen diesig ist und zu dämmern beginnt, zünden wir wieder die Kerzen an. Kerzen geben einfach das Gefühl von Geborgenheit, sie lassen alles gleich viel sanfter und heimeliger erscheinen (oder sind einfach eine Zutat für „hygge“, wie man jetzt sagt ;-)). Seit wir jedes Jahr unseren Imker besuchen, sind uns die Bienenwachskerzen am liebsten. In unserer „Weihnachtswichtelwerkstatt“ (so nenne ich unser Adventsbasteln gerne) rollen wir die Bienenwachsplatten von der Imkerei zu Kerzen und auf dem Adventsbasar der Waldorfschule können die Kinder selber Bienenwachskerzen ziehen. Wer einmal Bienenwachskerzen (oder Bienenwachs überhaupt) kauft, wird feststellen, dass sie (zum Teil sehr viel) teurer sind als Kerzen aus Paraffin (Erdöl) oder Stearin (tierischen oder pflanzlichen Fetten). Das liegt zum einen daran, dass es ein Naturprodukt ist, zum anderen natürlich auch daran, dass das Angebot an Bienenwachs begrenzt ist. Ein Grund mehr, Kerzenreste nicht wegzuschmeißen, sondern sie zusammeln, einzuschmelzen und neue Kerzen daraus zu gießen.

Bienenwachskerzen haben einen ganz eigenen, angenehmen Duft. Für die Advents- und Weihnachtszeit gebe ich aber gerne noch ein paar Tropfen eines ätherischen Öls dazu. Das überdeckt den natürlichen Duft des Wachses nicht, sondern unterstützt ihn mit um eine leichte, fruchtige oder süßliche Nuance.

 

Was man für die Duftkerzen braucht:

  • Kerzenreste
  • Docht
  • zwei Töpfe für das Wasserbad
  • Gläser, z.B. Weckgläser oder Einmachgläser
  • Duftöl (z.B. Vanille oder Orange)
  • kleine Hölzchen (zum Beispiel Schaschlikspieße)

So geht´s:

Die Kerzenreste kommen (leicht zerkleinert) in das Wasserbad. Wenn der das Wachs anfängt zu schmelzen, kürzt man die Dochte auf die richtige Länge (bzw. ein wenig mehr) und klebt mit einem Spritzer flüssigem Bienenwachses das eine Ende des Dochtes in die Mitte des Glases (das funktioniert gut mit einem Hölzchen). Das andere Ende wickelt man um das Hölzchen, so bleibt der Docht straff und in der Mitte der Kerze. Ist das Bienenwachs flüssig, träufelt man das Duftöl hinein und gießt vorsichtig so viel Wachs in das Glas, das der Boden bedeckt ist und lässt es ein wenig abkühlen  (sonst löst sich der Docht wieder vom Boden des Glases ab). Danach füllt man das Glas bis zur gewünschten Menge. Ist das Wachs erkaltet, schneidet man den Docht auf die gewünschte Länge ab.

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Die Duftkerzen eignen sich übrigens auch prima als Geschenk. Einfach den Deckel aufsetzen (bei den Weckgläsern noch die Klammern dran klippen) – fertig!

Ich wünsche Euch einen schönen Dienstag!

Liebe Grüße

Leni

 

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Hagebuttenmarmelade

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Letztes Jahr im Herbst machten wir alle zusammen bei einer Wildkräuterführung mit (wer es nochmal nachlesen möchte, hier ist der Post). Neben den vielen Wildkräutern, deren Verwendung und Wirkung wir erklärt bekamen, beeindruckte mich der Geschmack der Hagebutte am meisten. Unsere Expertin in Sachen Wildpflanzen pflückte damals einige Hagebutten vom Strauch, überreichte sie uns, ließ uns die bereits weiche Früchte zwischen den Fingern aufdrücken und forderte uns auf das Mus, das aus den Hagebutten quoll, abzulutschen. Seit diesem Moment mag ich Hagebutten nicht nur als schöne Herbstdeko oder als Tee, sondern liebe sie auch als Aufstrich.

Hinter unserem Haus wachsen recht viele Hagebutten, die durch den ersten Frost, den wir hier schon hatten, bereits weich sind. Gestern gingen wir mit einem Korb (und Gartenhandschuhen) los und pflückten die roten Früchte. Von jedem Strauch nur eine Hand voll, der Rest ist den Tieren vorbehalten. Wieder zu Hause angekommen, wusch ich die Hagebutten und entfernte den Blütenansatz und die Stiele. Ein paar noch feste Hagebutten legte ich zum Trocknen für Tee beiseite, alle anderen kamen einen Topf und wurden aufgekocht. Anschließend passierte ich das Mus durch ein Sieb und kochte die jetzt kernfreie Masse abermals mit Gelierzucker auf.

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Ein (kleines) Glas Hagebuttenmarmelade. Mehr ist von den vielen Hagebutten nicht übrig geblieben. Aber: es war jede Mühe wert (finden übrigens auch meine Jungs) 🙂 !

Ich wünsche Euch einen schönen Sonntag!

Liebe Grüße

Leni

 

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Ein kleines Strickprojekt

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Mein (kleines) Lieblingsstrickprojekt gerade. Stulpen! So herrrlich einfach zustricken, wenn man ansonsten wenig Zeit zum Stricken findet (und man kann die Wollreste aufbrauchen). Nachdem die Jungs bereits eine (ordentliche) Auswahl an selbstgestrickten Mützen und Schals haben, fehlen eigentlich nur noch Stulpen und Pulswärmer. Und da meine Jungs es „schlicht“ mögen, stricke ich sie ohne Muster, Bommel oder anderen Verzierungen. Nur am oberen und unteren bekommen sie Bündchen, damit sie besser halten. Das erste paar Beinstulpen für meinen Kleinsten ist vor einer Woche fertig geworden, und seit dem müssen die „Tulpen“, wie er es ausspricht, immer mit.

 

Habt einen schönen Freitag!

Liebe Grüße

Leni

 

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Herbstschätze – und was man daraus machen kann!

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Kein Spaziergang, kein auch nur kurzer Gang nach draußen, ohne das Sammeln von Herbstschätzen. Die Kinder (und auch Erwachsene :-)) werden magisch angezogen von den glänzenden Kastanien, den herunterfallenden Nüssen, den bunten Blättern und leuchtend roten Hagebutten. Ob in den Hosentaschen, den Gummistiefel (wirklich) oder einem Korb –  wir bringen immer etwas mit nach Hause. Doch, was kann man eigentlich mit den gesammelten Schätzen machen?

Die schönsten Herbstschätze und was wir daraus machen:

  • bunte Blätter

An Ort und Stelle machen wir gerne Laubkronen aus den Blättern (funktioniert gut mit großen Ahorn- oder Platanenblättern). Möchte man die Blätter länger aufheben, muss man sie pressen, um ihre Farbe und Form zu erhalten. Das dauert allerdings (bis sie völlig durchgetrocknet sind) ein-, bis zwei Wochen. Sind die Blätter dann gepresst, kann man sie wunderbar in einer Leuchtbox wie hier austellen oder Tiere daraus basteln wie hier. Schneller geht es jedoch indem man die Blätter in einem Tauchbad in (Bienen-)Wachs konserviert (wie nehmen dafür geschmolzene Kerzenreste). Dann kann man die Blätter zu einer Girlande binden wie zum Beispiel hier.

 

  • Eicheln und Eichelhüte

Die Hütchen von den Eicheln haben es mir jedes Jahr besonders angetan. Die fehlende Eicheln werden einfach gefilzt, gehäkelt oder durch eine Murmel ersetzen und als Kette tragen. Oder, wenn man richtig viele Hütchen gesammelt hat, lassen sich mit den Hütchen ganze Bilder oder Bilderrahmen gestalten.

  • Stöcke und Äste

Die Stöcke und Äste (die bei uns nach jedem Spaziergang vor unserer Tür zu finden sind) trocknen wir zunächst einmal. Danach werden sie in kleinere Stücke zersägt (in Scheiben und Stücke). Aus ihnen lässt sich zum Beispiel ein Postkartenhalter machen (das geht übrigens auch mit einer Handsäge ;-)). Oder ein Diorama.

  • Lampionblumen

Leider findet man diese Herbstschönheiten nicht so einfach im Wald und auf der Wiese. Aber es lohnt sich ihnen einen kleinen Platz im Garten zu überlassen (gerne im Schatten). Sie sind äußerst genügsam und langlebig. Und mit ihren leuchtend orangefarbenen Lampions lassen sich schöne Gestecke und Kränze binden. Aber auch einfach auf den Jahreszeitentisch oder in einer Schale drappiert, bringen sie Herbstfarben ins Haus.

 

  • Ahornnasen

Sehr süß ist die Idee mit den Ahornnasen-Libellen. Man kann sie aber auch gut auffädeln und als Girlande aufhängen.

  • Haselnüsse

Frische Haselnüsse sollte man am besten trocknen lassen (ausgebreitet), sonst fangen sie an zu schimmeln (gilt genauso für Walnüsse und Kastanien). Die beste Verwendung für die Haselnüsse ist natürlich sie zu essen. Vielleicht geröstet für Nuss-Nougat-Creme?  Oder gemahlen für die Weihnachtsbäckerei? Wer dann noch ein paar Nüsse abzweigen kann, bastelt diese Haselnuss-Pfeifenreiniger-Eichhörnchen.

 

  • Hagebutten

Habt Ihr schon mal Hagebuttenmarmelade probiert? Göttlich. Finde ich. Da man sie häufig nur im Feinkostladen findet (zu entsprechenden Preisen), lohnt es sich sie selbst herzustellen. Ein praktisches Rezept gibt es hier. Und auch Hagebuttentee (kein Vergleich zum Schullandheimtee aus Kindertagen) lässt sich ganz einfach aus den roten Früchten machen. Ob mit oder ohne Kerne ist Geschmackssache (ich puhle sie immer raus), wichtig ist nur, dass man die Früchte gut durchtrocknen lässt (z.B. im Backofen).

  • Walnüsse

Auch hier lautet natürlich der Verwendungszweck: knacken und essen. Manchmal sitzen wir alle ganze Winterabende bei Kerzenschein zusammen am Tisch, erzählend und Nüsse knackend. Wenn man die Nüsse vorsichtig knackt, so dass man zwei halbe Nussschalen hat (das kann bei uns nur meine Mann), lassen sich niedliche Betten für Wichtelkinder oder Eulenhöhlen herstellen. Oder man füllt Bienenwachs in die Schalen und hat kleine (schwimmende) Kerzen.

 

 

  • Zapfen

Ob groß oder klein, länglich oder oval. Zapfen sehen an sich schon so herbstlich/winterlich aus. Wir lagern sie gerne in einem großen Korb oder verknoten sie zu einer Girlande. Hat man dazu noch ein paar Kerzenreste übrig, eignen sich die Kiefernzapfen auch gut als Kaminanzünder.

  • Bucheckern und Bucheckerhülsen
  • Erlenzapfen

Aus Zapfen, Eicheln, Nüssen und Stöcken lassen sich kleine Tiere (oder ein ganzes Tiergehege) und Männchen basteln, Kürbisse verzieren oder ganze Feen- und Wichtelhäuser einrichten.

 

  • Zieräpfel und kleine Äpfel

Wir haben gleich mehrere Zieräpfelbäumchen in unserem Garten. Nicht nur weil sie im Frühling so wunderbar duftend blühen oder man aus den Früchten (habe ich zumindest mal gelesen) Zierapfelgelee machen kann, sondern weil diese kleinen Äpfel bis in den Januar am Baum hängen bleiben und den Vögeln als Futter dienen. Ein paar Äpfelchen pflücken wir uns aber dennoch,  z.B. als Schmuck für Gestecke und Kränze.

  • Samenstände von Mohn, Clematis

Die wilden Clematis-Ranken findet man recht häufig am Wegesrand, oft verwoben mit Sträuchern. Ein einfache, wie zauberhafte Idee, ist daraus ein Windlicht zu machen. Sehr keck sehen dagegen kleine Gesichter auf den Samenständen des Mohns aus, die  Mohn-Blumenfrauen. Überhaupt sehen die Mohnkapseln außergewöhnlich aus, und machen sich hervorragend als Naturstempel.

  • Kastanien

Oh ja, um Kastanien kommt man im Herbst nicht drumherum. Der Glanz und die Haptik verleiten uns einfach dazu sie mitzunehmen. Bis sie ganze Körbe füllen. Leider verlieren sie aber auch schnell wieder ihren Glanz; nachhelfen kann man dann mit etwas Öl. Und will man nicht Horden von Kastanienmännchen auf dem Fensterbrett stehen haben, bleiben einem noch folgende Möglichkeiten: Mandalas legen (sehr entspannend), Kastanien-Raketen basteln, Kastanienketten auffädeln oder Waschmittel daraus machen (aus eigener Erfahrung muss ich aber leider sagen, dass die Kastanien keine Super-Flecken-Entfernungskraft haben, aber für leichten Schmutz durchaus brauchbar, kostenlos und öko). Und bevor die Kastanien zu schimmeln anfangen: Wildparks freuen sich in der Regel über (nicht schimmelige) Kastanien und Eicheln für die Tiere.

 

Vielleicht war ja die ein oder andere Idee für Euch dabei?

 

Liebe Grüße

Leni

 

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Selbstgemachte Salben für wilde Kinder

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Blaue Flecken, Kratzer, Schürfwunden, Brennesselquaddeln, Insektenstiche – gehören zu Kindern, die viel im Wald, auf den Wiesen, im Garten oder einfach „draußen“ sind natürlich dazu. Gut, wenn man schnelle Hilfe (und Trost) für alle Wehwehchen dabei hat. So sind in unserer Tasche neben Pflastern, Arnika Globuli und der Pinzette um Zecken zu entfernen, auch Ringelblumen-, und Spitzwegerichsalbe.

Die Ringelblumen säen wir jedes Jahr in unseren Garten aus und verwenden sie hauptsächlich für Tee und Ringelblumenöl. Die Inhaltsstoffe der Ringelblume wirken wundheilend und entzündungshemmend, weshalb sie sich für die Herstellung einer Salbe zur Behandlung von (kleinen) Wunden und Abschürfungen (aber auch rissiger Haut und Windeldermatitis) sehr gut eignet.

Der Spitzwegerich ist ein echtes Superkraut, das ein weit gefächertes Wirkungsspektrum besitzt. Als Tee oder Sirup eingenommen hilft er bei Husten-, Lungen-, und Bronchialleiden, äußerlich angewendet wirkt er antibakteriell und schmerzlindernd. Er stoppt sofort das Brennen nach einer Berührung mit einer Brennessel und das Jucken eines Mückenstiches. Und weil er an vielen Stellen in der Natur wild wächst, ist er schnell zu Hand und kann, leicht zerrieben, sofort genutzt werden. Noch besser ist es aber, ihn immer dabei zu haben – in Form einer Tinktur oder Salbe.

 

Das Rezept:

  • Spitzwegerich
  • Ringelblumenblüten
  • gutes Bio-Olivenöl
  • reines Bienenwachs
  • optional: Wollwachs (Lanolin)
  • ein ätherisches Öl (z.B. Lavendel)

Für den kalten Ölauszug: Den Spitzwegerich (trocken und leicht welk) zerkleinern, in ein Glas füllen und mit gutem Olivenöl auffüllen, bis alle Blätter bedeckt sind. Die Ringelblumenblüten (ich habe sie vorher getrocknet, das minimiert die Schimmelgefahr) ebenfalls in ein Glas füllen und mit Öl übergießen. Auf der Fensterbank dann die Gläser für ein paar Wochen stehen lassen (täglich schütteln). Der kalte Auszug ist schonender, aber auch zeitaufwendig und birgt die Gefahr, dass die Pflanzenteile anfangen zu schimmeln. Daher ist auch ein warmer Ölauszug möglich.

Für den warmen Ölauszug:

Ebenfalls die Blätter und Blüten in ein Glas füllen und mit Öl übergießen. Das Glas in ein heißes Wasserbad für 30- 60 Minuten stellen. Danach noch einmal 2-3 Tage an einem warmen Ort nachziehen lassen.

Das Öl wird dann durch ein Baumwolltuch (z.B. ein Moltontuch) abgeseiht, das bedeutet, man trennt jetzt gründlich die Pflanzenteile von dem Öl. Anschließend wiegt man das Öl und das Bienenwachs ab. Auf 100 ml Öl kommen ca. 15 gr (reiner) Bienenwachs. Öl und Bienenwachs werden dann im Wasserbad erwärmt, bis der Wachs flüssig geworden ist. Ich füge gerne noch etwas (ca. 3 Gramm) Wollwachs hinzu, der die Salbe etwas geschmeidiger macht. Allerdings verkürzt er auch die Haltbarkeit der Salbe. Unter Rühren lässt man das Gemisch wieder abkühlen und kann ganz zuletzt ein paar Tropfen von einem ätherischen Öl hinzufügen, bevor man es in Tiegel abfüllt und aushärten lässt. Die Tiegel, die nicht sofortigen Gebrauch bestimmt sind, werden beschriftet und dann kühl, trocken und dunkel gelagert und sind ca. 1 Jahr haltbar.

 

Bei uns sind diese kleinen Verletzungen an der Tagesordnung. Bei vier (lebhaften) Kindern gibt es immer irgendeine Schürfwunde oder Beule. Die Salben lindern den Schmerz der Verletzung und fördern die Wundheilung. Aber: Nichts geht über den Trost, die Berührung, das in-den-Arm-nehmen, beruhigende Worte. Mein Vater hat mir als Kind die Schmerzen immer „weggepustet“. Und ja, ich konnte tatsächlich den Schmerz wegfliegen sehen. Ich denke, es ist die Kraft des Glaubens, der Vorstellungskraft, der Liebe, die uns schnell wieder gesunden lässt.

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Die vielen, kleinen Narben und Blessuren erzählen von Abenteuern. Vom Leben. Bleibt wild Kinder, bleibt wild ♥!

Liebe Grüße

Leni

 

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Ährensonne

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Jedes Jahr im Frühling säe ich mit den Kindern ein paar Weizenkörner in einen Topf und stelle es ans Fenster, unser Ostergras. Nach Ostern pflanzen wir das Weizengras dann nach draußen, beobachten wie es wächst und im Juli/August sich die Ähren ausbilden.

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Ein paar (noch grüne) Ähren schneiden wir für unsere Ährensonne ab und legen die Stengel über Nacht ins Wasser, so kann man sie besser binden. Je älter, trockener und gelber die Ähren sind, desto schwieriger wird es sie für den Kranz zu biegen.

Außerdem benötigt man noch einen Gardinenring und eine Schere.

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Die Ähren werden nun wie folgt um den Gardinenring gebunden:

Die Ähre an den Ring legen, den Halm einmal durch den Ring stecken. Mit einer Hand die Ähre an den Ring drücken, mit der anderen Hand den Halm um den Ring legen und unterhalb der Ähre recht oder links vorbei führen und abermals (jetzt von hinten) durch den Ring stecken. Dann wir der Halm durch die entstandene Öffnung fest gezogen.

Den letzten Schritt zeige ich hier mal mit einer Lavendelblüte :

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Den Kranz kann man übrigens auch mit Lavendel binden, wobei der Lavendel (für mich) für den Sommer steht. Aber diese Tage Anfang September können manchmal beides sein:  Spätsommer oder Frühherbst! Wie man es betrachten möchte ;-).

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Sind die Ähren komplett einmal und den Ring gebunden (etwas 20-25 Ähren), kann man die Halme dann noch mit der Schere einkürzen.

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Die Ährensonne ist ein schöner Fenster-, oder Türschmuck. Wir stellen in unseren kleinen Kranz die Kerze für den (Jahreszeiten-) Tisch. Mittlerweile ist es wieder dunkel draußen, wenn wir morgens aufstehen, und deshalb haben wir heute morgen direkt mal die Kerze in der Ährensonne angezündet.

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Ich wünsche Euch einen schönen Dienstag!

Liebe Grüße

Leni

 

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Was wächst wo? Selbstgemachte Pflanzschilder!

Ich bin ein großer Fan von Pinterest. So viele tolle Ideen, Inspiration und wunderschöne Bilder auf einer Plattform – ich könnte (wenn ich Zeit hätte) stundenlang Pinnwände durchstöbern. Die Ideen, die mich am meisten begeistern, landen aber nicht nur auf meiner Pinterest-Pinnwand, sondern ausgedruckt in meinem, naja, sagen wir mal „Projektbuch“. Obwohl das Digitale so allgegenwärtig und auch praktisch, wie platzsparend ist – ich brauche etwas für die Hand. Etwas zum Anfassen. Vielleicht ist das der Tatsache geschuldet, dass ich nicht mit den neuen Medien aufgewachsen bin. Vielleicht bin ich einfach altmodisch. Aber für meine Termine habe ich ein Kalenderbuch. Für meine Fotos ein Album oder Fotobuch. Ein Journal mit einer To-Do-Liste und täglichen Gedanken. Sogar für jedes meiner Kinder schreibe ich Bücher in Briefform. Und ich habe eben jenes Buch, in das ich Dinge die mich inspirieren, einklebe und reinschreibe. Wie auch diese Haselnussrutenstecker, die ich bei Pinterest entdeckte und sie sich dann kurze Zeit später ausgedruckt in meinem Projektbuch wiederfanden. Nicht, dass ich nicht wüßte, was in meinem Garten wächst. Nur eben weiß ich oft nicht wo.
Wenn die Pflanzen groß sind, erkennt man eigentlich sofort, mit wem oder was man es zu tun hat. Habt ihr aber schon mal Kohl-Jungpflanzen gesehen? Ob Kohlrabi, Weißkohl, Wirsing oder Rosenkohl – die sehen sich alle sehr ähnlich. Zudem passiert es mir häufig, dass ich noch ein paar Samentütchen in der Tasche habe und mal schnell ein leere Stelle im Beet fülle. Und wenn dann nach Tagen (oder Wochen) endlich kleine grüne Blätter zusehen sind, habe ich schon wieder vergessen welche Samentüte ich denn dort ausgeleert hatte (ich habe auch schon mal übrig gebliebene Saatkartoffeln schnell im Garten verteilt und mich dann Wochen später gewundert, wo überall das Kartoffelkraut herauskam). Damit ist aber jetzt Schluss – die Beete sind jetzt beschildert 😉

Alles was man für die Stecken braucht sind Stöcke (entweder man hat sowieso immer Stöcke vor der Tür von Kindern, die von jedem Spaziergang welche mit nach Hause bringen oder schneidet sich Ruten von z.B. Haselnusssträuchern), ein Schnitz- oder Taschenmesser und einen Brandmalkolben (alternativ einen Permanentmarker). 

Bei dem heißen und sonnigen Wetter wächst und gedeiht im Froschhütten-Garten (und auch daheim) alles ganz wunderbar. Und zum Glück hatten wir immer mal auch Regen zwischen den Frühsommertagen. Wie sieht es bei Euch im Garten gerade aus?

Ich wünsche Euch einen schöne Dienstag!
Liebe Grüße
Leni

P.S.: Wenn Ihr mögt, schaut mal auf der Familienjahr-Pinnwand auf Pinterest vorbei!

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Ein neues altes TShirt

Nachdem es nun wirklich höchste Zeit wird (heute soll es bis 31 Grad (!) warm werden), die dicken Pullover und gefütterten Hosen wieder im Keller zu verstauen, haben meine Jungs und ich uns letzte Woche mal den T-Shirt-Bestand angeschaut. Viele Shirts sind nach dem zweiten und dritten Weiterreichen und dem (gefühlten) 150. Waschgang natürlich einfach unansehnlich geworden. Zugegeben, viele Shirts gefallen mir besser, wenn sie ein wenig verwaschen aussehen, andere hingegen verschwinden mit den Wintersachen und werden nur noch unter den Pullovern angezogen.
Für ein verblasstes gelbes Shirt, was mir in die Hände fiel, überlegte ich mir jedoch ein Upcycling. Textilfarbe und Stempel hatten wir noch von anderen Projekten im Haus – das „neue“ T-Shirt war schnell gemacht!

Gestempelt hat er es übrigens ganz alleine, sein neues Lieblingsshirt. Nur einen Kreis hatte ich ihm vorher als Orientierung aufgemalt.

So, und nun ab in den Garten, auf den Balkon, an den See, in den Wald, Park oder zur Eisdiele – der Sommer kommt!

Habt einen schöne Woche!
Liebe Grüße
Leni

P.S. : Schaut mal, wenn Ihr mögt, auf der Ideensammlung von EiNab (Einfach.Nachhaltig.Besser.Leben.) und Grünzeug vorbei – dort gibt es immer schöne Upcyclingsgeschichten, Rezepte und und grüne Tipps!


Gefilzte Bienen

Jetzt, wo bei uns im Garten die Kirsch- und Pflaumenbäume bereits in voller Blüte stehen (und es nicht mehr lange dauert, bis die Apfelbäume folgen), sehen wir wieder viele Honigbienen, Wildbienen und Hummeln. Wie wichtig diese Insekten für uns sind, sollten wir uns immer wieder bewusst machen: 80 Prozent der Obst- und Gemüsepflanzen, die auf Bestäubung angewiesen sind (z.B. Äpfel, aber auch Zucchini und Raps), hängen vom Bienenflug ab, sagt der Imkerbund (wow, sage ich).
Aber nicht nur, dass die Bienen für uns Menschen existenziell sind (denken wir nur mal an Einsteins Ausspruch*) und uns köstlichen Honig und duftenden Wachs liefern, sie sind auch einfach gern gesehene Frühlingsboten. Und nicht nur im Garten. Auch im Haus (aber nur in der gefilzten Version ;-)).
Die Bienen wurden alle von meinen (großen) Sohn gefilzt (er ist mittlerweile ein Profi darin), und so geht es:

Und weil meine kleineren Kinder auch mitmachen wollten, habe ich sie den Bienenkörper nass filzen lassen und die braunen Streifen, Augen und Flügel später selbst mit der Nadel darauf gefilzt.

Spannend und absolut empfehlenswert ist übrigens ein Besuch beim Imker für Kinder (und Erwachsene). Wir haben das Glück zwei Imker in unmittelbarer Nähe zu haben, die gerne ihr Wissen weitergeben und uns jedes Jahr einen Einblick in die faszinierende Welt der Bienen gewähren (demnächst zeige ich Euch mal ein paar Bilder).
Ein schönes Kinderbuch (zum Thema Bienen) ist  „Kleine Biene Sonnenstrahl“, ein empfehlenswertes Sachbuch zur Bienenhaltung mit Kindern ist „Mit Kindern im Bienengarten“.

Ich wünsche Euch einen sonnigen Dienstag!

Liebe Grüße
Leni

* Albert Einstein soll gesagt haben: „Wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben.”:

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