Gänseblümchensalbe

Gänseblümchensalbe

Wenn 15 Gänseblümchen unter einem Fuß passen ist es Frühling – und die beste Zeit  Gänseblümchensalbe herzustellen! Was nach einem Balsam für süße, niedliche und sanfte Kinder anhört, ist in Wirklichkeit etwas für die ganz Wilden: Gänseblümchen stehen in Sachen Heilwirkung gegen Stöße, Prellungen und Blutergüsse der Arnkia (wer kennt sie nicht, die Arnika-Globuli?) in nichts nach und bilden somit eine gute Grundlage für eine Salbe gegen blaue Flecken. Während die Arnika-Pflanze jedoch bei uns in Deutschland (und auch in einigen anderen Ländern) auf der roten Liste der bedrohten Pflanzenarten steht, wächst das Gänseblümchen ganz ungeniert auf (fast) jedem Rasen.

Gänseblümchen

Was man braucht:

  • 2 – 3 Hände voll Gänseblümchen
  • 100 ml gutes Olivenöl
  • 15 gr Bienenwachs
  • 3 gr Lanolin (Wollwachs)
  • wenn man möchte, noch ein paar Tropfen eines ätherischen Öls (Lavendel, Orange, oä.)

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Wie man es macht:

Zuerst stellt man einen Ölauszug her. Das kann man auf zwei Wegen machen:

Für den kalten Ölauszug:

Die Gänseblümchenköpfe ein paar Tage trocknen lassen und dann in ein Glas legen und mit gutem Olivenöl auffüllen, bis alles bedeckt ist.  Auf der Fensterbank dann die Gläser für ca. 4 Wochen stehen lassen (täglich schütteln). Der kalte Auszug ist schonender, aber auch zeitaufwendig und birgt die Gefahr, dass die Pflanzenteile anfangen zu schimmeln.

Für den warmen Ölauszug:

Die Gänseblümchenköpfe liegen lassen, bis alle möglicherweise mit eingesammelten Tierchen fliehen konnten. Dann die Gänseblümchen in ein Glas füllen und mit Öl übergießen. Das Glas in ein heißes Wasserbad für 60 – 90 Minuten (bei 40 – 80 Gard) stellen. Danach noch einmal 2-3 Tage verschlossen nachziehen lassen.

Das Öl, nach dem Kalt-, oder Warmauszug,  wird dann durch ein Baumwolltuch (z.B. ein Moltontuch) abgeseiht, das bedeutet, man trennt jetzt gründlich die Pflanzenteile von dem Öl. Anschließend wiegt man das Öl und das Bienenwachs ab. Auf 100 ml Öl kommen ca. 15 gr (reiner) Bienenwachs. Öl und Bienenwachs werden dann im Wasserbad erwärmt, bis der Wachs flüssig geworden ist. Ich füge gerne noch etwas (ca. 3 Gramm) Wollwachs hinzu, der die Salbe etwas geschmeidiger macht. Allerdings verkürzt er auch die Haltbarkeit der Salbe. Unter Rühren lässt man das Gemisch wieder abkühlen und kann ganz zuletzt ein paar Tropfen von einem ätherischen Öl hinzufügen, bevor man es in Tiegel abfüllt und aushärten lässt. Die Tiegel, die nicht sofortigen Gebrauch bestimmt sind, werden beschriftet und dann kühl, trocken und dunkel gelagert und sind ca. 1 Jahr haltbar.

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Anwendung:

Die Gänseblümchensalbe wird äußerlich angewendet bei blauen Flecken, Quetschungen und Prellungen.

Gänseblümchensalbe1

Neben der Gänseblümchensalbe gehört zu unserem Salbentrio für wilde Kinder auch noch die Spitzwegerichsalbe bei Brennesselquaddeln, Insektenstiche und Wunden und die Ringelblumensalbe für Schürfwunden und rissige Haut. Beide Rezepte gibt es hier.

So, wir sind gerüstet – für die kurze-Hosen-draußen-Abenteuer-Erlebnistage!

Liebe Grüße

Leni

 

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5 Dinge

HochbeetSalat

5 Dinge, die mich gerade glücklich machen:

1.Salat. Ich liebe Blattsalate. Und wer dabei an lieblose Lollo Rosso – Tellerdekoration oder in Plastik eingepackten Supermarkt-Kopfsalat denkt und sich gerade schüttelt, dem sei gesagt: Salat kann so viel mehr sein. Über die Jahre hinweg habe ich einige Blattsalate probiert und immer wieder neu zusammengestellt, bis es passte – im Beet, wie auf dem Teller. Knackiger Romana, Laibacher Eis und Batavia, würzige Ruccola, milder Goldforellenkopfsalat und Hirschzunge. Dazu ein paar Radieschen, Schnittlauch, Dill oder Wildkräuter und Himbeeressig – fertig ist der Frühlingssalat.

Salat

Viele Salate, die Köpfe bilden kann man übrigens ebenso wie Pflücksalat behandeln. Ich nehme hier und da ein paar (äußere) Blätter weg und mische so die einzelnen Sorten für meine Salatschüssel.

Jahreszeitentischmai

2. Jahreszeitentische. An andere Stelle habe ich schon einmal erzählt, dass wir eigentlich keinen „klassischen“ Jahreszeitentisch haben, sondern jedes Kind hat in seinem Zimmer eine Stelle, um Fundstücke und andere Sachen dem Monat entsprechend zu dekorieren. Während das bei den beiden größeren Kindern hauptsächlich Steine und Kuriositäten sind (zum Beispiel letztens ein plattgefahrener Frosch – bäh, den habe ich sofort wieder entfernt), sind es bei den beiden jüngeren Jungs auch Püppchen, Karten, Zwerge und Bilder. Bei dem einen Kind ist der Jahreszeitenplatz die Fensterbank, beim anderen die Kommodenfläche, beim dritten Kind das Spielhaus. Für eben jenes habe ich Anfang Mai zusammen mit den zwei kleineren Kindern einen Mini-Maibaum gebastelt.

Mit Buchs und Draht habe ich einen kleinen Kranz gebunden, den die Kinder mit Krepppapierstreifen bestückt haben. Die Stange des Maibaums ist ein Papierstrohhalm, den ich oben kreuzförmig eingeschnitten habe.

Es ist so schön zu sehen, wie fantasievoll die Kinder ihre Tische schmücken, damit spielen und ständig neue Dinge ergänzen. Die gefilzten Bienen sind noch vom letzten Jahr, die Maiglöckchen aus unserem Garten und die blauen Bilder sind Solardrucke.

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3. Pusteblumen. Die Löwenzahnwiese hat sich nun in ein Pusteblumenmeer verwandelt und lädt ein sich etwas zu wünschen. Und wenn einem gerade nichts einfällt, kann man die Samenstände ja auch einfach so lange in einem Wunschglas sammeln.

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4. Unser Garten zu Gast bei „Was für mich“! Claudias Blog ist immer eine Inspiration für mich, ihre Fotos und Geschichten sind immer so stimmungsvoll. Umso mehr habe ich mich darüber gefreut, unseren Garten und Tipps für Neugärtner dort wiederzufinden (juhu).

Radieschen3

5. Holunderblüten. Der Holunder steht seit gestern in Blüte und das bedeutet, es gibt endlich Nachschub an Holünderblütensirup. Der ist nämlich wiederum die Hauptzutat in meinem Lieblingssommerdrink, dem Hugo. Die lauen Sommernächte dürfen jetzt kommen. Cin – Cin!

Holunder

Was macht Euch gerade glücklich?

Ich wünsche Euch ein sonniges Wochenende!

Liebe Grüße

Leni

 

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12v12
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Sonnenpower

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Eigentlich sind ja diese herrlichen Maitage mit hochsommerlichen Temperaturen kindertechnisch gesehen Selbstläufer. Die Tür zum Garten steht den ganzen Tag offen, der Wasserschlauch liegt angeschlossen an den Wasserhahn außen am Haus. Mehr braucht es nicht, damit (meine) Kinder über Stunden beschäftigt sind. Aber Sonne und Wasser können noch mehr: nämlich ganz wunderbare Kunstwerke hervorbringen (neben Regenbögen)!

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Das Solarpapier kenne ich noch aus meiner Kindheit; es war bei mir aber schon in Vergessenheit geraten. Umso mehr habe ich mich darüber gefreut, es zufällig in einem kleinen Laden im Dorf gefunden zu haben (man bekommt es aber auch z.B. hier*).

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Ich weiß gar nicht, wer mehr Spaß daran hatte, die Jungs oder ich (wahrscheinlich ich), aber auf jeden Fall waren wir alle sehr experimentierfreudig: von allerlei Blüten und Blättern, über Bausteine, Münzen und Figuren bis hin zu ausgestanzten Papiersternen und auf Folie aufgebrachten Schriftzügen – all das haben wir mit Sonnenkraft aufs Papier gebracht.

Der Sonnendruck funktioniert ganz einfach: man nimmt ein Stück Solarfotopapier aus der schwarzen Folie, legt es mit der blauen Seite nach oben auf ein Stück Pappe oder ein Buch, bestückt es mit Gegenständen, die ihre Kontur hinterlassen sollen und legt es für ein paar Minuten in die Sonne. Das Papier verfärbt sich währenddessen weiß, die Bereiche die abgedeckt sind, bleiben blau. Danach folgt ein Bad (ohne die Gegenstände) in Leitungswasser, um das Foto zu entwickeln. In dieser Zeit, ebenfalls ein paar Minuten, verfärbt sich das Papier satt blau und die Abdrücke bleiben als weiße Schatten zurück. Allerdings sind die scherenschnitthaften Bilder nicht immer ganz scharf, sondern die harten Kanten verschwimmen und geben den Bildern eine wunderbare Aura.

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Es scheint verzaubert zu sein, das Papier. Doch was passiert wirklich? Das Papier wurde mit Ammoniumeisen(III)-citrat und rotem Blutlaugensalz (Kaliumferricyanid), dass in Wasser gelöst wurde behandelt. Unter UV-Licht kommt eine Redox-Reaktion in Gang, nach der das Eisen(II)-Ion mit dem Blutlaugensalz zum Berliner Blau reagiert, einem lichtbeständigen Eisen-Blaupigment. Das sagt zumindest der Chemiker aus unserem Freundeskreis. Für alle, die das jetzt nicht verstanden haben (mir eingeschlossen), bleibt es einfach magisches Papier ;-)!

Ich wünsche Euch noch viele sonnige Tage in dieser Woche!

Liebe Grüße

Leni

 

*das ist ein Amazon Partnerlink
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5 Dinge

Radieschen

5 Dinge, die mich gerade glücklich machen:

1.Die ersten Radieschen aus unserem Garten in diesem Jahr. Am schnellsten (und unglaublich platzsparend, da sie sich weniger in die Breite und mehr in die Höhe streckt) wächst tatsächlich die Sorte „French Breakfast“. Und sie schmeckt schön mild (gerade für Kinder).

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2. Geburtstage. Der Duft von Flieder aus dem Garten vermischt mit einer feinen Note Geburtstagskuchen- und Bienenwachskerzengeruch. So riechen bei uns die Geburtstage Ende April und Anfang Mai. Und immerhin dürfen wir gleich drei davon feiern! Wie liebe ich die strahlenden Augen der Geburtstagskinder am Morgen.

biene

2. Bienen. Unser Wildbienenhotel im Garten ist fast ausgebucht und auch die Honigbienen bestäuben hier fleissig unsere Obstbäume. Wie willkommen war da die Nachricht vom Wochenende, dass die EU drei bienenschädigende Neonicotinoide entgültig verboten hat. Ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.

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4. Kleine Bäume. Jedes Jahr im zeitigen Frühjahr stecken wir Apfel- und Zitronenkerne, Nüsse, Eicheln und Kastanien (also alle Schätze aus dem vergangenen Herbst) in die Erde und schauen mal was sich tut. Mal klappt es, mal nicht. Dieses Jahr haben wir nicht nur einen kleinen Apfelbaum (oben auf dem Bild) und eine Mini-Walnuss, sondern auch noch einen Pfirsichbäumchen, das (völlig wider erwartend) aus einem getrockneten Kern empor gestiegen ist. Jedes mal ein kleines Wunder.

Wiesenschaumkraut

5. Walpurgisnacht. Jetzt heißt es Abschied nehmen vom April, der uns so viele schöne Tage beschert hat. Aber bevor dem Mai die Bühne gehört, feiern wir noch den Übergang vom launischen in den wonnigen Monat. Am Abend gehen wir mit den Kindern spazieren und folgen den Spuren der Geister und Hexen und den Kleinigkeiten (Murmeln, Glitzersteinen und kleinen Süßigkeiten), die sie uns hinterlassen haben. Unser Weg führt dann weiter ins Dorf, wo das Mai-ansingen stattfinden und der Maibaum aufgestellt wird. Kleine Traditionen muss man pflegen 😉

 

Ich wünsche Euch einen guten Start in die neue Woche und einen schönen Maifeiertag!

Liebe Grüße

Leni

 

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Blumenwiesenkränze aus Transparentpapier

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Ich glaube, nun ist es wirklich offiziell (im Rheinland): der Frühling ist da! Ob nun Vorfrühling (phänologisch betrachtet) oder meteorologischer Frühling – Hauptsache ist doch, dass es jetzt wieder bunter, fröhlicher und frischer wird. In der Natur, im Garten und Zuhause.

Auf der Suche nach Frühlingstransparenten für die Fenster bin ich auf ein Bild von einem Blütenkranz gestoßen, leider jedoch ohne Anleitung. Also habe ich kurzerhand mit meinem großen Sohn hin und her gebastelt und gefaltet, bis ich wir ein (für uns) zufriedenstellendes Ergebnis hatte. Auf Instagram lud ich ein Bild von unserer Blumenwiesenblütenkranzbastelei hoch und kurze Zeit später fragten schon ganz viele liebe Leute nach einer Anleitung (leider musste ich sie erst einmal vertrösten).  Aber jetzt, nachdem wir die Blumenwiesenkränze in allen erdenklichen Größen gebastelt haben (und sie wahrscheinlich auch im Schlaf schon falten können), kann ich eine Anleitung dazu präsentieren:

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Ihr braucht:

8 Quadrate grünes Tranparentpapier (wenn ihr mögt 4 x helles grün und 4x dunkles grün)

8 Quadrate buntes Transparentpapier z.B. gelb, orange, rot und rosa

–> auch wenn das auf dem Foto anders aus sieht: alle Quadrate sind gleich groß (hier 15×15 cm)

1 Papierkleber

 

1. Teil Blätterkranz (und 1. Teil der Blüte):

  1. Das Quadrat zum Dreieck falten und die Kante mit dem Fingernagel nachziehen
  2. Wieder öffnen und gegenüberliegende Seite zum Dreieck falten und nachziehen
  3. Wieder öffnen. Jetzt müsste ein Kreuz zusehen sein.
  4.  Blatt umdrehen. Die Mitte des Kreuzes zeigt nach oben.
  5. Wenn man das Blatt jetzt anhebt, lassen sich die Seiten schon fast von alleine nach innen klappen, so dass wieder ein Dreieck entsteht, bei dem zwei Flügel des Quadrates jetzt innen liegen.

 

2. Teil Bätterkranz:

  1. Die Spitze des Dreiecks zeigt nach oben. Der rechte, obere Flügel wird nach links geklappt und leicht versetzt zu dem linken Flügel gefaltet.
  2. Der zweiten rechte Flügel wird jetzt auch links geklappt und noch ein Stück versetzt über den vorigen Flügel rübergefaltet.
  3. Mit dem Fingernagel über die Faltstelle drüber streichen, damit alles an Ort und Stelle bleibt.
  4. Weitere Blätterteile falten. Der hintere (nicht-zackige) Teil wird mit Kleber bestrichen und mit dem (zackigen) Teil des nächsten Blattes zusammengeklebt. Das macht man achtmal, bis ein Kranz entstanden ist.

 

Für die Blüten:

  1. Wir falten das Quadrat wie im ersten Teil für die Blätter. Ausgangspunkt ist dann das Dreieck mit jeweils zwei Flügeln pro Seite und einer Spitze.
  2. Die Spitze zeigt nach oben. Der obere, rechte Flügel wird zur Spitze geklappt und gefaltet.
  3. Der linke, obere Flügel wird zur Spitze geklappt und gefaltet.
  4. Der rechte (untere) Flügel wird leicht versetzt zur Spitze geklappt. Das Gleiche mit dem linken (unteren ) Flügel machen.
  5. Die Blüte ist fertig.
  6. Die Blüte wird, nachdem der Blätterkranz fertig ist, zwischen die Blätter geklebt. Wir haben die Stelle zwischen dem ersten und dem zweiten Zacken genommen.

 

Ob für das Fenster, die Wand oder als vielleicht für den Tisch mit einem Teelichtglas in der Mitte – wenn man einmal den Dreh raus hat, falten sich die Blumenwiesenkränze fast von selbst :-). Wenn irgendetwas unklar sein sollte – bitte einfach fragen!

 

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Blumenwiesenkränze

Ich wünsche Euch einen schönen Dienstag!

Liebe Grüße

Leni

 

 

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Eiskunst für den Garten

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Sonnige Tage, frostige Nächte – davon hatten wir jetzt viele. In der letzten Nacht sogar – 8 Grad (für das Rheinland arktische Verhältnisse). Sehr zum Leid der Hühner, die jetzt im Stall noch näher aneinander rücken müssen, aber auch sehr zur Freude der Kinder, da sich jetzt wunderbar Eiskunstwerke herstellen lassen.

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Man braucht dafür nur viele kleine und große Gefäße, je nachdem wie groß die Werke werden sollen. Wir haben Eimer und Töpfe, Sandförmchen und eine Backform genutzt. Die werden mit Wasser gefüllt. Mit Regenwasser, destilliertem Wasser oder aber abgekochtem Wasser ist das Eis übrigens nachher klarer als mit Leitungswasser. Für die Dekoration haben wir einfach alles genommen, was so im Garten zu finden war: Rosmarin, Hagebutten, Farn und Schneeglöckchen, Blätter und Moos. Für die kleinen Eisbilder haben wir außerdem noch Schnüre mit ins Wasser gegeben, damit wir sie in den Bäumen aufhängen konnten und dann alles über Nacht draußen stehen gelassen.

Um das Eis aus den Töpfen wieder herauszubekommen, haben wir Wasser im Wasserkocher heiß gemacht und dann im Garten von außen über die Gefäße geschüttet. Danach ließ sich das Eis ganz einfach raus klopfen. Hat man übrigens noch ein paar Pappteller zu Hause, kann man auch damit schöne, runde Eisbilder zaubern, die sich noch einfacher später lösen lassen (habe ich letztens auf Instagram gesehen ;-)).

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Tagsüber fällt die Wintersonne auf das Eis und bringt es zum Strahlen – und abends sorgen Kerzen für die Illumination.

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Ich wünsche Euch einen schönen (frostigen) Sonntag!

Liebe Grüße

Leni

 

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Tomatenanzucht in Eierschalen

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Ich weiß gar nicht, wen ich jedes Jahr mehr vertrösten muss, die Kinder oder mich. Wir würden alle am liebsten schon im Januar mit der Tomatenanzucht beginnen – aber, wir starten hier erst nach Karneval. So ist die Regel. Meine Regel. Wie gut, dass Karneval dieses Jahr recht früh gefeiert wurde!

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Es gibt mittlerweile so viele Möglichkeiten der Anzucht, von Quelltöpfchen über Zeitungspapierpotts, von (wiederbenutzbaren) Plastikbechern bis ausgehöhlten Zitronen. Bei uns aber haben sich Eierschalen bewährt. Unsere Hühner als treue Lieferanten bieten uns sogar farblich unterschiedliche Anzuchtstöpfchen, so dass wir die einzelnen Tomatensorten besser unterscheiden können :-). Nichtsdestotrotz beschrifte ich die Schalen außen auch noch einmal bevor sie auf die Fensterbank kommen.

Wir lieben vor allem die Tomatensorten mit kleinen und vielen Früchten, wie Wildtomaten oder Massenträger, die meist auch sehr gut ohne Gewächshaus oder Regenschutz auskommen.

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Sobald die Tomaten gekeimt sind, stelle ich sie dann kühler, bevor sie (ab einer gewissen Größe) einen richtigen Topf mit gedüngter Erde bekommen.

Übrigens ziehen wir auch viele andere Pflanzen in den Eierschalen vor, hier seht Ihr kleine (Feld-)Salatpflänzchen aus dem letzten Jahr:

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Seid Ihr schon in die Gartensaisson gestartet?

Ich wünsche Euch eine Woche!

Liebe Grüße

Leni

 

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Freutag
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Kunterbunte Faltkreise

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Karneval steht kurz vor der Tür, die Kostüme für die Jungs sind (fast) fertig. Fehlt nur noch etwas frische und bunte Deko für unsere Räume. Auf Pinterest habe ich eine Anleitung für „Watercolour Paper Pinwheels“ gefunden, die nicht nur Farbe an die Wände zaubern, sondern auch ganz leicht (auch für kleine Kinder) zu machen sind.

Wir haben uns heute direkt an die Arbeit gemacht. Während draußen noch ein paar zarte Schneeflocken fielen, wurde es auf unserem Tisch bunt…

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…und wenig später dann auch an der Wand!

So, ich setzte mich jetzt noch eine Runde an die Nähmaschine (am Donnerstag ist immerhin schon Weiberfastnacht hier im Rheinland) – und wünsche Euch einen schöne Woche!

Liebe Grüße

Leni

 

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Zwei schöne Bastelideen für Kinder zum Schneeglöckchenfest

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Im „Jahreszeitenbuch“ von Christiane Kutik gibt es eine Geschichte über ein Schneeglöckchen. Dieses war so neugierig und konnte es kaum erwarten endlich auszutreiben und seine Blumenfreunde wieder zutreffen. Als es sich aber nun durch eine Schneelücke nach oben hin aufmachte, musste es traurigerweise feststellen, dass es alleine dort über der Erde war. Da kam dem Schneeglöckchen der Wind zu Hilfe und ließ es erklingen. Und durch das Läuten des Schneeglöckchens wurden auch die anderen Blumen aufgeweckt.

Diese Geschichte ist, vor einigen Jahren schon, meinen Kindern im Gedächtnis geblieben und hat sie dazu angeregt, selber mit Glöckchen um den Hals im Garten die Blumen zu wecken, wenn sie sahen, dass die Schneeglöckchen anfingen zu blühen. Irgendwann bastelte ich ihnen aus Filz kleine Blütenketten mit einem Glöckchen im Innern und wir fingen an, das Aufblühen der Schneeglöckchen (meistens Anfang Februar), das Zeichen zum Beginn des Vorfrühlings, der Erneuerung der Natur, so auf unsere Art zu feiern und in das Lichtmess-Fest zu integrieren.

Und bei diesem Fest darf das Schneeglöckchen als Schmuck für unser Zuhause natürlich nicht fehlen. Daher begegnet es uns im Haus als von den Kindern gebastelte Figur auf dem Jahreszeitentisch, als gefilzte Blüte, gemalt und an der Wand – in Holzringen.

Für die Schneeglöckchen an der Wand braucht Ihr:

  • Gardinenringe aus Holz (gibt es im Baumarkt in verschiedenen Größen oder auch hier *)
  • Wolle + Häkelnadel
  • Draht + Floristenkreppband in grün
  • Filz in weiß und (dunkel-) grün
  • Bastelkleber, Schere

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Die Gardinenringe werden umhäkelt. Das geht wirklich ganz einfach – auch wenn man vorher noch nie eine Häkelnadel in der Hand hatte 😉

Zuerst macht man einen einfachen Knoten. Unter den Knoten durch schiebt man die Häkelnadel und holt sich den Faden (und hat somit eine Masche auf der Nadel). Den faden führt man jetzt durch den Ring und holt ihn durch die Masche (im Prinzip eine Luftmasche). Dann zieht man den Faden wieder durch den Ring auf die andere Seite und wiederholt das ganze. Entweder man umhäkelt so den ganzen Ring oder nur ein Stück. Übrigens: mit Moos statt Wolle, würde es bestimmt auch schön aussehen!

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Der Draht wird auf die richtige Länge geschnitten und dann mit dem Floristenkrepp umwickelt. Ein Stück Draht sind die Stiele für 2 Schneeglöckchen. Den Draht einfach biegen und durch die Wolle am Ring ziehen. Aus dem weißen Filz schneidet man die Blüte, die mit dem grünen Filz oben geschlossen wird und an den umwickelten Draht geklebt wird. Zuletzt fügt man noch die Blätter dazu -fertig!

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Für die Schneeglöckchenfiguren benötigt man:

  • eine Holzspielfigur (z.B. von Rayher oder auch hier *)
  • Filz in weiß und grün
  • Draht und Floristenkrepp
  • Bastelkleber, Schere

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Aus weißem Filz werden für die Figur das Kleid und die Blüten (2x) ausgeschnitten, aus dem grünen Filz das Mäntelchen und das Käppchen, so wie die Blüten, Kappe und Blätter für den Blumenstab. Die Blüten werden versetzt auf den Kopf geklebt, dann kommt das Käpplein darauf (man schneidet einen Kreis aus und dreht das ganze zu einem Hütchen).

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Wenn irgendetwas an den Anleitungen noch unverständlich ist – bitte einfach Fragen 🙂

Ich wünsche Euch einen schönen Dienstag!

Liebe Grüße

Leni

 

*der Link ist ein Amazon Partnerlink. Das bedeutet, dass Dich das Produkt, wenn Du es über den Link bestellst, nicht mehr kostet als ohne Bestellung über den Link. Ich bekomme lediglich ein paar Cent Provision. Wenn eine bestimmte Summe erreicht ist, bestelle ich von der Provision ein Buch, das ich wiederum hier auf dem Blog verlose (wie z.B. jetzt bald im Februar). Ich danke Dir ♥

 

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Kampf den Februarblues

Gefilze Schneemänner

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Jedes meiner Kinder hat einen Platz in seinem Zimmer, an dem sich sein eigener kleiner Jahreszeitentisch befindet. Eine Kommode, ein Stück Fensterbank, ein Regal, das mit farbigen Tüchern (als Untergrund), Fundstücken aus der Natur, Blumen, Holzfiguren, Karten, Püppchen und vielem mehr je nach Jahreszeit und Fest gestaltet wird. Als alle Kinder sich noch ein Kinderzimmer teilten, stand auch dort der Jahreszeitentisch. Jetzt, wo jedes Kind ein eigenes Zimmer hat, und wir in unserem Wohnzimmer auch keine passende Stelle gefunden haben, sind es eben vier kleine Jahreszeitentische geworden. Die großen Figuren, wie König Winter oder Mutter Erde wandern von einem Zimmer zum anderen; ansonsten sind die Tische ganz unterschiedlich, ganz nach dem Geschmack des Kindes eingerichtet. Jetzt im Winter glitzern vor allem die Geoden und Steine von den Tischen und in den Vasen stehen Zweige von der Haselnuss, die hier und da schon angefangen haben zu blühen (sehr zum Leid aller Heuschnupfengeplagten, ich weiß) . Und seit unserem (schneereichen) Wochenende haben außerdem gefilzte Schneemänner dort Platz genommen.

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Wir hatten im Sommer einen Sack Rohwolle bekommen, selber gewaschen (eine Heidenarbeit – aber den Kindern hat es Spass gemacht) und verschiedene Dinge daraus gemacht. Einen kleines Rest hatten wir jetzt davon noch übrig, gerade so viel, dass die Jungs ein paar Bälle nass filzen konnten. Meine zwei großen Jungs setzten dann die Bälle mit Hilfe der Filznadel zu einem Schneemann zusammen, filzten noch mit schwarzer Filzwolle Knöpfe und mit gelber und roter Wolle die Nase darauf, klebten dem Schneemann eine Eichelkappe als Hut auf und Erlenzapfen als Arme. Zuletzt bekam er noch einen kleinen Schal – dann durfte er (oder besser gesagt dann durften sie) in der Winterlandschaft Platz nehmen.

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Ich wünsche Euch einen (kreativen) Dienstag!

Liebe Grüße

Leni

 

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