Ferientagebücher für Schweden

ferientagebuch1

(Beitrag enthält unbezahlte, ehrliche Werbung)

Wenn ich an die Ferien aus meinen Kindertagen denke, dann fällt mir als erstes Italien ein. Viele Jahre sind wir dort jeden Sommer hingefahren. Eine gefühlt endlos lange Fahrt war das damals in unserem weißen VW Passat, mit dem Gummi-Geruch der rot-blauen Luftmatratze im Kofferraum, ohne Klimaanlage, aber mit Sonnencremeduft auf der Haut. Als ich älter war, ging es jedes Jahr auf einen Reiterhof in den Westerwald. Erst ohne, später sogar mit eigenem Pferd. Das Leben kann eben doch ein Ponyhof sein. Zumindest für eine oder zwei Wochen. Der Abschied davon fiel immer schwer, doch es blieben viele, lange Brieffreundschaften und Erinnerungen an Abenteuern, Nachtwanderungen und Lagerfeuern (neben Pferdebissen und Blasen an den Fingern, weil die Reithandschuhe schon am ersten Tag verschwunden waren). Ja, Ferien sind die tollste Zeit im Jahr. Ich könnte Euch nicht mehr sagen, wie meine Religionslehrerin in der Grundschule hieß, oder der Erdkundelehrer auf dem Gymnasium, aber mein allererstes Pflegepferd im Urlaub war ein kleiner, rotzfrecher Schimmel namens Nero.

Für uns geht es dieses Jahr mit Freunden und zwei Wohnmobilen durch Südschweden. Und damit diese Zeit auch wirklich „unvergessen“ bleibt, gibt es dieses Jahr wieder Ferientagebücher für die Jungs.

ferientagebuch5ferientagebuch2

Hier werden Fotos eingeklebt, Bilder gemalt, Eintrittskarten und Souvenirs gesammelt. Und schon einmal vorab notiert, was auf jeden Fall mit muss. Fehlt eigentlich nur noch die Zahnbürste…

ferientagebuch4

Was auch auf jeden Fall mit muss, sind natürlich Bücher. Wenn wir nun bald ins Land der wilden Blaubeeren aufbrechen, darf „Lasse im Blaubeerland“ nicht fehlen. Genauso wenig wie die tollen Geschichten von Astrid Lindgren.

lasseimblaubeerland

So hip wie in diesem Buch wird es irgendwie nicht aussehen, wenn wir unterwegs sind, aber die Rezepte sind einfach toll (ich sag nur Popcorn über dem Lagerfeuer).

outdoorbuch

Für uns alle ist es das erste Mal, dass wir mit einem Wohnmobil unterwegs sein werden. Und das erste Mal in Schweden. Auf unsere Tourplanung steht das Wikingermuseum in Malmö, Vimmerby, Stockholm und Göteburg. Wenn Ihr noch Tipps habt für uns Camping-Frischlinge und Schweden-Ersttouristen, dann bitte immer her damit!

Liebe Grüße ♥

Leni


Kräuterzeit

Kräuterbündel

Auf der einen Seite genießen wir die Fülle des Sommers, die bunten Blumen, das reichliche Angebot an Obst und Gemüse, die vielen verschiedenen Kräuter, auf der anderen Seite müssen wir jetzt schon ein wenig an den Winter denken. Das erinnert mich an die Maus Frederick von Leo Lionni (muss ich das jetzt als Werbung kennzeichnen? – also gut: Werbung, unbezahlt), die, während alle anderen Mäuse Essen für den Winter horten, Farben und Erinnerungen sammelt. Vielleicht ist gut, sich einen Vorrat von beidem anzulegen. Und vor allem auch an Kräutern.

IMG_0886

Überall bei uns verteilt hängen und trocknen gerade Kräuter. Für meinen Gewürzschrank – z.B. Liebstöckl (für Wintersuppen), Rosmarin, Bohnenkraut, Thymian, Oregano (Pizza), Minze und Salbei, Estragon im Essig.  Für meine Teemischungen – z.B. Ringelblumen, Malven, Kornblumen, Beerenblätter, Zitronenverbene, Minze, Fenchel, Frauenmantel.

Da es gerade jetzt im Sommer so viele Kräuter sind, die ich konservieren möchte, habe ich mir aus Stöcken (wenn wir eins durch die Jungs immer im Garten haben, dann sind das Stöcke) und Haken zum Eindrehen mehr Platz zum Trocken von Kräutern geschaffen.

IMG_8612

Für Ölauszüge, Salben und Tinkturen – z.B. Johanniskraut, Ringelblumen, Spitzwegerich.

Räuchersticks1

Und für Räucherbündel. Das mache ich allerdings zum allerersten Mal. Aus dem Garten und von der Wiese hinter unserem Haus habe ich mir eine Königskerze, Beifuß, Rosmarin und Salbei besorgt und mit Naturfaserschnur zu länglichen Bündeln zusammengeschnürt (mit ein wenig Übung sehen sie vielleicht bald noch besser aus).

Räuchersticks

Nun trocknen die Bündel hängend, werden danach bis zum Winter aufgehoben und dann zur Reinigung zwischen den Jahren oder zum Jahresanfang geräuchert. Ich bin gespannt!

Kräuterstrauß

Wenn man einmal in die Welt der Kräuter, ihre Heilwirkungen und ihren Geschmack eingetaucht ist, kommt man aus dem Staunen (und dem Sammeln) kaum wieder heraus. Zumindest geht mir das  so. Denn nicht nur unsere Gemüsebeete werden jedes Jahr größer, auch die Kräuter bekommen jedes Jahr mehr Platz.

Ich wünsche Euch ein traumhaftes Sommerwochenende!

Liebe Grüße

Leni

 

 

Verlinkt mit ♥
Caros Grünzeug

Schmetterlinge aus Seidenpapier

IMG_3279

Ja, wir sind im Schmetterlingsfieber. Die Raupen sitzen bereits auf unserem Kohl im Garten und mümmeln sich fleißig immer dicker und neben den Kohlweißlingen, Zitronenfaltern, Tagpfauenaugen, Landkärtchen und Schwalbenschwänze (wir freuen uns so sie wieder zu sehen) fliegen nun auch noch ein paar knallbunte Schmetterlinge aus Seidenpapier im Garten umher.

 

Sie sind ganz schnell gemacht und mit etwas Hilfe auch für kleinere Kinder eine einfache, sommerliche Bastelei (nicht nur für Regentage). Man braucht:

Seidenpapier in verschiedenen Farben, bunte Pfeifenreiniger, ein Stück festes Papier oder Karton, Stift, Schere, Bindfaden zum Aufhängen.

Wie es geht:

Aus dem festen Papier eine ovale Schablone anfertigen (ein wenig länger als ein Osterei) und als Vorlage für die Schmetterlingsflügel nutzen. Für einen Schmetterling jeweils 2 Flügel aus Seidenpapier ausschneiden und übereinander legen. Aus einem Pfeifenreiniger zwei gleich lange Stücke schneiden (man braucht für einen  Schmetterling nur einen halben Pfeifenreiniger). Das eine Stück zur Hälfte nehmen und an der Bruchkante verzwirbeln (das wird das Hinterteil vom Schmetterling). Nun die beiden Stücke Seidenpapier wie ein Fächer in der Mitte zusammenfalten und zwischen den Pfeifenreiniger schieben. Die vorderen Enden des Pfeifenreinigers wiederum in einander verdrehen und die beiden Enden als Fühler verbiegen. Zum Schluss den Bindfaden doppelt nehmen, um Vorder- und Hinterteil legen und dann aufhängen.

IMG_3281

Ob im Garten, am Fenster oder von der Decke: sobald der ein Windzug kommt, fangen die Schmetterlinge an zu fliegen!

Ich wünsche Euch einen schönen Dienstag!

Liebe Grüße

Leni

P.S.: Kleiner Upcycling-Tipp: wenn Ihr noch das Papier von neuen Schuhe aus dem Schukarton habt, könnt Ihr auch das verwenden. Da es meistens weiß ist, einfach ein paar bunte Muster auf malen!

Verlinkt mit ♥
creadienstag
HoT
Dienstagsdinge

Staunen. Erforschen. Lernen. Schmetterlinge und Marienkäfer aufziehen.

IMG_9261

Ich glaube, in einem anderen Leben wäre ich Biologielehrerin geworden. Hätte es niemals die Anwaltsserie „Ally McBeal“ gegeben und wäre da nicht mein Hang zur Rechthaberei – ja, ich glaube, dann würde ich mich heute vielleicht nicht mit Rechtsnormen auskennen, sondern vor Kindern in einer Klasse stehen und etwas über die Photosynthese erzählen. Oder so. Was ich eigentlich damit sagen will, ist, dass es mir Spaß macht meinen Kindern Kreisläufe in der Natur näher zu bringen. Ich staune immer noch genauso wie sie über die Schönheit und die Wunder in der Natur. Ich bin immer noch neugierig. Ich lerne immer dazu. Und ich erfreue mich an der Existenz jedes Lebewesens (vielleicht Steckmücken ausgenommen).

Jedes Jahr, versuchen meine Kinder und ich, wenn sich die Gelegenheit dazu ergibt, den Lebens-, und Entwicklungszyklus verschiedener Tiere mitzuerleben. Zum Beispiel wenn die Kaulquappen im Seitenarm des Baches sich in Frösche verwandeln oder die Amseln direkt unter dem Balkon nisten und uns so einen Einblick in ihr Nest gewähren.

Das ist natürlich vergleichsweise einfach, wenn man einen eigenen Garten hat und das Naturschutzgebiet hinter dem Haus liegt. Es gibt aber auch zwei Tierarten, die bei Kindern einen dicken Stein im Brett haben und die man recht einfach und ohne Garten oder spezielle Vorkenntnisse bei ihrer Entwicklung beobachten kann!

Schmetterlinge.

Wenn man wissen will, wie die „Raupe Nimmersatt“ zu ihrem Namen kam, dann kann man entweder auf Raupensuche gehen oder sich Raupen im Internet bestellen. Jeder Schmetterlingsart hat besondere Nahrungsvorlieben, so findet man beispielsweise den Kohlweißling (allein schon dem Namen nach) auf den Pflanzen der Kohlfamilie (bei uns immer gerne auf dem Weißkohl und dem Brokkoli). Die Brennessel als Futterpflanze bevorzugen gleich mehrere Arten, unter anderem der kleine Fuchs, das Tagpfauenauge und das Landkärtchen. Begibt man sich bei diesen Pflanzen auf die Suche, wird man oft fündig. Dann braucht man neben den Raupen eigentlich nur ein oder besser mehrere Gläser (z.B. Einmachgläser) mit Luftlöchern im Deckel und Raupenfutter (das ist die Pflanze auf der die Raupe gesessen und gefressen hat).  Sobald die Blätter abgenagt sind, wird frisches Futter eingestellt. Das ist so etwa jeden zweiten Tag notwendig. Am besten hält man sich ein zweites Glas, wie oben bereits beschrieben, bereit und tauscht dieses mit dem jeweils vorher verwendeten. So kann man den Futterwechsel völlig problemlos außerhalb des Zuchtbehälters vorbereiten und das zuvor benutzte Glas gut reinigen (fast genau so viel wie die Raupe vorne frisst, kommt hinten auch wieder heraus).  Je nachdem wie groß die Raupen beim Einsammeln oder beim Kauf waren, werden diese sich schon nach wenigen Tagen verpuppen oder bis zu 2-3 Wochen enorm viel fressen und wachsen. Für die Verpuppung brauchen die Raupen ein Ästchen im Glas. Wenn sich alle Raupen zur Verpuppung zurückgezogen haben, sind Futterbeschaffung und Futtertausch erledigt und die Puppen ziehen in ein größeres Behältnis um. Bestellt man im Internet ein Schmetterlingsanzuchtsset, befindet sich dort so eine mit Netz bespannte Rolle, die ein wenig an die Ikea-Spielzeugaufbewahrung „Fängst“ erinnert. Wir hatten die Puppen immer in einer Anzuchtshaube für Gemüse untergebracht (und alle Luftlöcher geöffnet). Die Verwandlung von Puppe in Schmetterling dauert etwa 8-12 Tage, je nach Art. Man muss also den Zuchtbehälter stets im Auge behalten (was die Kinder aber sowieso machen), denn, wie gesagt, schon nach gut einer Woche können die ersten Schmetterlinge schlüpfen. Sobald sich ein Schmetterling aus der Puppe zwängt, ist erst einmal Ruhe angesagt. Die Falter sind in diesem Stadium am empfindlichsten gegen Störungen, die Flügel noch nicht fähig zum Fliegen. Nach ein paar Stunden kann man die Schmetterlinge, so fern das Wetter dafür geeignet ist, in die Freiheit entlassen (bei uns immer mit den Worten „habt ein tolles Leben“ :-)).

Eine Schmetterlingsanzuchtsset mit Anleitung und fünf Raupen kann man unter anderen hier bestellen.

Marienkäfer.

Den Liebling unter den Käfern (vielleicht vom im Rheinland äußerst raren Maikäfer mal abgesehen) kann man auch ohne Probleme aufziehen. Entweder man hat von Läusen befallen Pflanzen an denen früher oder später Marienkäfer auftauchen und sich vermehren oder aber man bestellt die Larven über das Internet. Denn Marienkäfer sind nicht nur als Glücksbringer bekannt, sondern auch als Nützling im Garten und werden speziell für den privaten und gewerblichen Pflanzenanbau gezüchtet (Marienkäfer fressen wohl bis zu 50 (!) Blattläuse am Tag). Spannend zu sehen ist für die Kinder, dass die Larven sich auf ihrem Weg zum fertigen Käfer drei- bis viermal häuten und ihr Erscheinungsbild wechseln bis sie sich verpuppen. In unserem Garten hatten wir die letzten Jahre fast ausschließlich den asiatischen Marienkäfer; lässt man sich Larven schicken, bekommt man (in der Regel) die des einheimischen 2-Punkt-Marienkäfers geliefert, die sich dann sofort an die Arbeit machen und direkt zu den Blattläusen gesetzt werden. Möchte man aber die Larven im Haus aufziehen, empfiehlt sich ein Marienkäfer-Aufzuchtsset. Ein besonders kindgerechtes habe ich zum Beispiel hier gesehen.

IMG_8142 (3)

Für meine Kinder war es immer sehr spannend (und für mich ebenfalls) die Tiere hautnah zu beobachten und sie haben sehr schnell die Verantwortung für die kleinen Wesen übernommen. Der Abschied, die Entlassung in die Freiheit fiel ihnen nicht immer leicht, aber ich war ehrlich gesagt immer froh, die „Haustiere“ nur auf Zeit zu haben.

Welche Tiere habt Ihr schon einmal von der Kinderstube an begleitet? Und habt Ihr schon einmal Erfahrung mit den Aufzuchtssets gemacht?

Liebe Grüße ♥

Leni

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Gänseblümchensalbe

Gänseblümchensalbe

Wenn 15 Gänseblümchen unter einem Fuß passen ist es Frühling – und die beste Zeit  Gänseblümchensalbe herzustellen! Was nach einem Balsam für süße, niedliche und sanfte Kinder anhört, ist in Wirklichkeit etwas für die ganz Wilden: Gänseblümchen stehen in Sachen Heilwirkung gegen Stöße, Prellungen und Blutergüsse der Arnkia (wer kennt sie nicht, die Arnika-Globuli?) in nichts nach und bilden somit eine gute Grundlage für eine Salbe gegen blaue Flecken. Während die Arnika-Pflanze jedoch bei uns in Deutschland (und auch in einigen anderen Ländern) auf der roten Liste der bedrohten Pflanzenarten steht, wächst das Gänseblümchen ganz ungeniert auf (fast) jedem Rasen.

Gänseblümchen

Was man braucht:

  • 2 – 3 Hände voll Gänseblümchen
  • 100 ml gutes Olivenöl
  • 15 gr Bienenwachs
  • 3 gr Lanolin (Wollwachs)
  • wenn man möchte, noch ein paar Tropfen eines ätherischen Öls (Lavendel, Orange, oä.)

IMG_2614

Wie man es macht:

Zuerst stellt man einen Ölauszug her. Das kann man auf zwei Wegen machen:

Für den kalten Ölauszug:

Die Gänseblümchenköpfe ein paar Tage trocknen lassen und dann in ein Glas legen und mit gutem Olivenöl auffüllen, bis alles bedeckt ist.  Auf der Fensterbank dann die Gläser für ca. 4 Wochen stehen lassen (täglich schütteln). Der kalte Auszug ist schonender, aber auch zeitaufwendig und birgt die Gefahr, dass die Pflanzenteile anfangen zu schimmeln.

Für den warmen Ölauszug:

Die Gänseblümchenköpfe liegen lassen, bis alle möglicherweise mit eingesammelten Tierchen fliehen konnten. Dann die Gänseblümchen in ein Glas füllen und mit Öl übergießen. Das Glas in ein heißes Wasserbad für 60 – 90 Minuten (bei 40 – 80 Gard) stellen. Danach noch einmal 2-3 Tage verschlossen nachziehen lassen.

Das Öl, nach dem Kalt-, oder Warmauszug,  wird dann durch ein Baumwolltuch (z.B. ein Moltontuch) abgeseiht, das bedeutet, man trennt jetzt gründlich die Pflanzenteile von dem Öl. Anschließend wiegt man das Öl und das Bienenwachs ab. Auf 100 ml Öl kommen ca. 15 gr (reiner) Bienenwachs. Öl und Bienenwachs werden dann im Wasserbad erwärmt, bis der Wachs flüssig geworden ist. Ich füge gerne noch etwas (ca. 3 Gramm) Wollwachs hinzu, der die Salbe etwas geschmeidiger macht. Allerdings verkürzt er auch die Haltbarkeit der Salbe. Unter Rühren lässt man das Gemisch wieder abkühlen und kann ganz zuletzt ein paar Tropfen von einem ätherischen Öl hinzufügen, bevor man es in Tiegel abfüllt und aushärten lässt. Die Tiegel, die nicht sofortigen Gebrauch bestimmt sind, werden beschriftet und dann kühl, trocken und dunkel gelagert und sind ca. 1 Jahr haltbar.

IMG_2617

Anwendung:

Die Gänseblümchensalbe wird äußerlich angewendet bei blauen Flecken, Quetschungen und Prellungen.

Gänseblümchensalbe1

Neben der Gänseblümchensalbe gehört zu unserem Salbentrio für wilde Kinder auch noch die Spitzwegerichsalbe bei Brennesselquaddeln, Insektenstiche und Wunden und die Ringelblumensalbe für Schürfwunden und rissige Haut. Beide Rezepte gibt es hier.

So, wir sind gerüstet – für die kurze-Hosen-draußen-Abenteuer-Erlebnistage!

Liebe Grüße

Leni

 

Verlinkt mit ♥
Grünzeug
EiNab

 

 


5 Dinge

HochbeetSalat

5 Dinge, die mich gerade glücklich machen:

1.Salat. Ich liebe Blattsalate. Und wer dabei an lieblose Lollo Rosso – Tellerdekoration oder in Plastik eingepackten Supermarkt-Kopfsalat denkt und sich gerade schüttelt, dem sei gesagt: Salat kann so viel mehr sein. Über die Jahre hinweg habe ich einige Blattsalate probiert und immer wieder neu zusammengestellt, bis es passte – im Beet, wie auf dem Teller. Knackiger Romana, Laibacher Eis und Batavia, würzige Ruccola, milder Goldforellenkopfsalat und Hirschzunge. Dazu ein paar Radieschen, Schnittlauch, Dill oder Wildkräuter und Himbeeressig – fertig ist der Frühlingssalat.

Salat

Viele Salate, die Köpfe bilden kann man übrigens ebenso wie Pflücksalat behandeln. Ich nehme hier und da ein paar (äußere) Blätter weg und mische so die einzelnen Sorten für meine Salatschüssel.

Jahreszeitentischmai

2. Jahreszeitentische. An andere Stelle habe ich schon einmal erzählt, dass wir eigentlich keinen „klassischen“ Jahreszeitentisch haben, sondern jedes Kind hat in seinem Zimmer eine Stelle, um Fundstücke und andere Sachen dem Monat entsprechend zu dekorieren. Während das bei den beiden größeren Kindern hauptsächlich Steine und Kuriositäten sind (zum Beispiel letztens ein plattgefahrener Frosch – bäh, den habe ich sofort wieder entfernt), sind es bei den beiden jüngeren Jungs auch Püppchen, Karten, Zwerge und Bilder. Bei dem einen Kind ist der Jahreszeitenplatz die Fensterbank, beim anderen die Kommodenfläche, beim dritten Kind das Spielhaus. Für eben jenes habe ich Anfang Mai zusammen mit den zwei kleineren Kindern einen Mini-Maibaum gebastelt.

Mit Buchs und Draht habe ich einen kleinen Kranz gebunden, den die Kinder mit Krepppapierstreifen bestückt haben. Die Stange des Maibaums ist ein Papierstrohhalm, den ich oben kreuzförmig eingeschnitten habe.

Es ist so schön zu sehen, wie fantasievoll die Kinder ihre Tische schmücken, damit spielen und ständig neue Dinge ergänzen. Die gefilzten Bienen sind noch vom letzten Jahr, die Maiglöckchen aus unserem Garten und die blauen Bilder sind Solardrucke.

pusteblume3

3. Pusteblumen. Die Löwenzahnwiese hat sich nun in ein Pusteblumenmeer verwandelt und lädt ein sich etwas zu wünschen. Und wenn einem gerade nichts einfällt, kann man die Samenstände ja auch einfach so lange in einem Wunschglas sammeln.

pusteblume2

4. Unser Garten zu Gast bei „Was für mich“! Claudias Blog ist immer eine Inspiration für mich, ihre Fotos und Geschichten sind immer so stimmungsvoll. Umso mehr habe ich mich darüber gefreut, unseren Garten und Tipps für Neugärtner dort wiederzufinden (juhu).

Radieschen3

5. Holunderblüten. Der Holunder steht seit gestern in Blüte und das bedeutet, es gibt endlich Nachschub an Holünderblütensirup. Der ist nämlich wiederum die Hauptzutat in meinem Lieblingssommerdrink, dem Hugo. Die lauen Sommernächte dürfen jetzt kommen. Cin – Cin!

Holunder

Was macht Euch gerade glücklich?

Ich wünsche Euch ein sonniges Wochenende!

Liebe Grüße

Leni

 

Verlinkt mit ♥
12v12
Freitagslieblinge
Grünzeug
Wochenende in Bildern

Sonnenpower

solardruck

Eigentlich sind ja diese herrlichen Maitage mit hochsommerlichen Temperaturen kindertechnisch gesehen Selbstläufer. Die Tür zum Garten steht den ganzen Tag offen, der Wasserschlauch liegt angeschlossen an den Wasserhahn außen am Haus. Mehr braucht es nicht, damit (meine) Kinder über Stunden beschäftigt sind. Aber Sonne und Wasser können noch mehr: nämlich ganz wunderbare Kunstwerke hervorbringen (neben Regenbögen)!

solardruck2

Das Solarpapier kenne ich noch aus meiner Kindheit; es war bei mir aber schon in Vergessenheit geraten. Umso mehr habe ich mich darüber gefreut, es zufällig in einem kleinen Laden im Dorf gefunden zu haben (man bekommt es aber auch z.B. hier*).

solardruck6

Ich weiß gar nicht, wer mehr Spaß daran hatte, die Jungs oder ich (wahrscheinlich ich), aber auf jeden Fall waren wir alle sehr experimentierfreudig: von allerlei Blüten und Blättern, über Bausteine, Münzen und Figuren bis hin zu ausgestanzten Papiersternen und auf Folie aufgebrachten Schriftzügen – all das haben wir mit Sonnenkraft aufs Papier gebracht.

Der Sonnendruck funktioniert ganz einfach: man nimmt ein Stück Solarfotopapier aus der schwarzen Folie, legt es mit der blauen Seite nach oben auf ein Stück Pappe oder ein Buch, bestückt es mit Gegenständen, die ihre Kontur hinterlassen sollen und legt es für ein paar Minuten in die Sonne. Das Papier verfärbt sich währenddessen weiß, die Bereiche die abgedeckt sind, bleiben blau. Danach folgt ein Bad (ohne die Gegenstände) in Leitungswasser, um das Foto zu entwickeln. In dieser Zeit, ebenfalls ein paar Minuten, verfärbt sich das Papier satt blau und die Abdrücke bleiben als weiße Schatten zurück. Allerdings sind die scherenschnitthaften Bilder nicht immer ganz scharf, sondern die harten Kanten verschwimmen und geben den Bildern eine wunderbare Aura.

solardruck4

Es scheint verzaubert zu sein, das Papier. Doch was passiert wirklich? Das Papier wurde mit Ammoniumeisen(III)-citrat und rotem Blutlaugensalz (Kaliumferricyanid), dass in Wasser gelöst wurde behandelt. Unter UV-Licht kommt eine Redox-Reaktion in Gang, nach der das Eisen(II)-Ion mit dem Blutlaugensalz zum Berliner Blau reagiert, einem lichtbeständigen Eisen-Blaupigment. Das sagt zumindest der Chemiker aus unserem Freundeskreis. Für alle, die das jetzt nicht verstanden haben (mir eingeschlossen), bleibt es einfach magisches Papier ;-)!

Ich wünsche Euch noch viele sonnige Tage in dieser Woche!

Liebe Grüße

Leni

 

*das ist ein Amazon Partnerlink
Verlinkt mit ♥
Creadienstag

5 Dinge

Radieschen

5 Dinge, die mich gerade glücklich machen:

1.Die ersten Radieschen aus unserem Garten in diesem Jahr. Am schnellsten (und unglaublich platzsparend, da sie sich weniger in die Breite und mehr in die Höhe streckt) wächst tatsächlich die Sorte „French Breakfast“. Und sie schmeckt schön mild (gerade für Kinder).

IMG_2052

2. Geburtstage. Der Duft von Flieder aus dem Garten vermischt mit einer feinen Note Geburtstagskuchen- und Bienenwachskerzengeruch. So riechen bei uns die Geburtstage Ende April und Anfang Mai. Und immerhin dürfen wir gleich drei davon feiern! Wie liebe ich die strahlenden Augen der Geburtstagskinder am Morgen.

biene

2. Bienen. Unser Wildbienenhotel im Garten ist fast ausgebucht und auch die Honigbienen bestäuben hier fleissig unsere Obstbäume. Wie willkommen war da die Nachricht vom Wochenende, dass die EU drei bienenschädigende Neonicotinoide entgültig verboten hat. Ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.

IMG_1381

4. Kleine Bäume. Jedes Jahr im zeitigen Frühjahr stecken wir Apfel- und Zitronenkerne, Nüsse, Eicheln und Kastanien (also alle Schätze aus dem vergangenen Herbst) in die Erde und schauen mal was sich tut. Mal klappt es, mal nicht. Dieses Jahr haben wir nicht nur einen kleinen Apfelbaum (oben auf dem Bild) und eine Mini-Walnuss, sondern auch noch einen Pfirsichbäumchen, das (völlig wider erwartend) aus einem getrockneten Kern empor gestiegen ist. Jedes mal ein kleines Wunder.

Wiesenschaumkraut

5. Walpurgisnacht. Jetzt heißt es Abschied nehmen vom April, der uns so viele schöne Tage beschert hat. Aber bevor dem Mai die Bühne gehört, feiern wir noch den Übergang vom launischen in den wonnigen Monat. Am Abend gehen wir mit den Kindern spazieren und folgen den Spuren der Geister und Hexen und den Kleinigkeiten (Murmeln, Glitzersteinen und kleinen Süßigkeiten), die sie uns hinterlassen haben. Unser Weg führt dann weiter ins Dorf, wo das Mai-ansingen stattfinden und der Maibaum aufgestellt wird. Kleine Traditionen muss man pflegen 😉

 

Ich wünsche Euch einen guten Start in die neue Woche und einen schönen Maifeiertag!

Liebe Grüße

Leni

 

Verlinkt mit ♥
Wochenende in Bildern
Grünzeug

 


Blumenwiesenkränze aus Transparentpapier

IMG_1046

Ich glaube, nun ist es wirklich offiziell (im Rheinland): der Frühling ist da! Ob nun Vorfrühling (phänologisch betrachtet) oder meteorologischer Frühling – Hauptsache ist doch, dass es jetzt wieder bunter, fröhlicher und frischer wird. In der Natur, im Garten und Zuhause.

Auf der Suche nach Frühlingstransparenten für die Fenster bin ich auf ein Bild von einem Blütenkranz gestoßen, leider jedoch ohne Anleitung. Also habe ich kurzerhand mit meinem großen Sohn hin und her gebastelt und gefaltet, bis ich wir ein (für uns) zufriedenstellendes Ergebnis hatte. Auf Instagram lud ich ein Bild von unserer Blumenwiesenblütenkranzbastelei hoch und kurze Zeit später fragten schon ganz viele liebe Leute nach einer Anleitung (leider musste ich sie erst einmal vertrösten).  Aber jetzt, nachdem wir die Blumenwiesenkränze in allen erdenklichen Größen gebastelt haben (und sie wahrscheinlich auch im Schlaf schon falten können), kann ich eine Anleitung dazu präsentieren:

IMG_0955

Ihr braucht:

8 Quadrate grünes Tranparentpapier (wenn ihr mögt 4 x helles grün und 4x dunkles grün)

8 Quadrate buntes Transparentpapier z.B. gelb, orange, rot und rosa

–> auch wenn das auf dem Foto anders aus sieht: alle Quadrate sind gleich groß (hier 15×15 cm)

1 Papierkleber

 

1. Teil Blätterkranz (und 1. Teil der Blüte):

  1. Das Quadrat zum Dreieck falten und die Kante mit dem Fingernagel nachziehen
  2. Wieder öffnen und gegenüberliegende Seite zum Dreieck falten und nachziehen
  3. Wieder öffnen. Jetzt müsste ein Kreuz zusehen sein.
  4.  Blatt umdrehen. Die Mitte des Kreuzes zeigt nach oben.
  5. Wenn man das Blatt jetzt anhebt, lassen sich die Seiten schon fast von alleine nach innen klappen, so dass wieder ein Dreieck entsteht, bei dem zwei Flügel des Quadrates jetzt innen liegen.

 

2. Teil Bätterkranz:

  1. Die Spitze des Dreiecks zeigt nach oben. Der rechte, obere Flügel wird nach links geklappt und leicht versetzt zu dem linken Flügel gefaltet.
  2. Der zweiten rechte Flügel wird jetzt auch links geklappt und noch ein Stück versetzt über den vorigen Flügel rübergefaltet.
  3. Mit dem Fingernagel über die Faltstelle drüber streichen, damit alles an Ort und Stelle bleibt.
  4. Weitere Blätterteile falten. Der hintere (nicht-zackige) Teil wird mit Kleber bestrichen und mit dem (zackigen) Teil des nächsten Blattes zusammengeklebt. Das macht man achtmal, bis ein Kranz entstanden ist.

 

Für die Blüten:

  1. Wir falten das Quadrat wie im ersten Teil für die Blätter. Ausgangspunkt ist dann das Dreieck mit jeweils zwei Flügeln pro Seite und einer Spitze.
  2. Die Spitze zeigt nach oben. Der obere, rechte Flügel wird zur Spitze geklappt und gefaltet.
  3. Der linke, obere Flügel wird zur Spitze geklappt und gefaltet.
  4. Der rechte (untere) Flügel wird leicht versetzt zur Spitze geklappt. Das Gleiche mit dem linken (unteren ) Flügel machen.
  5. Die Blüte ist fertig.
  6. Die Blüte wird, nachdem der Blätterkranz fertig ist, zwischen die Blätter geklebt. Wir haben die Stelle zwischen dem ersten und dem zweiten Zacken genommen.

 

Ob für das Fenster, die Wand oder als vielleicht für den Tisch mit einem Teelichtglas in der Mitte – wenn man einmal den Dreh raus hat, falten sich die Blumenwiesenkränze fast von selbst :-). Wenn irgendetwas unklar sein sollte – bitte einfach fragen!

 

IMG_3269 (2)

Blumenwiesenkränze

Ich wünsche Euch einen schönen Dienstag!

Liebe Grüße

Leni

 

 

Verlinkt mit ♥
Creadienstag
HoT
Dienstagsdinge
Grünzeug

 


Eiskunst für den Garten

IMG_0910

Sonnige Tage, frostige Nächte – davon hatten wir jetzt viele. In der letzten Nacht sogar – 8 Grad (für das Rheinland arktische Verhältnisse). Sehr zum Leid der Hühner, die jetzt im Stall noch näher aneinander rücken müssen, aber auch sehr zur Freude der Kinder, da sich jetzt wunderbar Eiskunstwerke herstellen lassen.

IMG_3227

Man braucht dafür nur viele kleine und große Gefäße, je nachdem wie groß die Werke werden sollen. Wir haben Eimer und Töpfe, Sandförmchen und eine Backform genutzt. Die werden mit Wasser gefüllt. Mit Regenwasser, destilliertem Wasser oder aber abgekochtem Wasser ist das Eis übrigens nachher klarer als mit Leitungswasser. Für die Dekoration haben wir einfach alles genommen, was so im Garten zu finden war: Rosmarin, Hagebutten, Farn und Schneeglöckchen, Blätter und Moos. Für die kleinen Eisbilder haben wir außerdem noch Schnüre mit ins Wasser gegeben, damit wir sie in den Bäumen aufhängen konnten und dann alles über Nacht draußen stehen gelassen.

Um das Eis aus den Töpfen wieder herauszubekommen, haben wir Wasser im Wasserkocher heiß gemacht und dann im Garten von außen über die Gefäße geschüttet. Danach ließ sich das Eis ganz einfach raus klopfen. Hat man übrigens noch ein paar Pappteller zu Hause, kann man auch damit schöne, runde Eisbilder zaubern, die sich noch einfacher später lösen lassen (habe ich letztens auf Instagram gesehen ;-)).

IMG_3243 (2)

Tagsüber fällt die Wintersonne auf das Eis und bringt es zum Strahlen – und abends sorgen Kerzen für die Illumination.

IMG_0924

Ich wünsche Euch einen schönen (frostigen) Sonntag!

Liebe Grüße

Leni

 

Verlinkt mit ♥
Sonntagsfreuden
WiB