Im Frühlingswald plus selbstgemachte Kräuterbutter

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Heute haben wir den Kindergarten (für meinen kleinen „Großen“) mal ausfallen lassen (schade, dass das mit der Schule nicht geht) und haben die Buschwindröschen im Wald besucht. Elfengleich recken sie Köpfe aus dem Grün und schmücken den noch kahlen Wald in frischem Frühlingsgrün. Die Jungs bemühten sich auf keines drauf zu treten (bei diesen riesigen Blütenteppichen eine echte Kunst).

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Aber nicht nur die Buschwindröschen breiten sich um diese Zeit im Wald aus, sondern auch der Bärlauch. Und da mittlerweile auch einige andere Kräuter in unserem Garten den Ruf des Frühlings gehört haben und innerhalb von Tagen neu gesprossen sind, habe ich heute direkt mal Kräuterbutter gemacht.

Neben dem Bärlauch nehme ich gerne Schnittlauch, wenige Blätter Sauerampfer, Pimpinelle, Dill und (der war allerdings gekauft) und Schnittknoblauch. Aber butterkompatibel sind auch noch ganz viele andere Frühlingsgesellen. Letztes Jahr haben die Kinder mal eine Blümchenbutter gemacht mit Löwenzahnblüten und Gänseblümchen (auch sehr lecker).

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Für die Kräuterbutter die Butter in Würfel schneiden und bei Zimmertemperatur weich werden lassen. Die Kräuter (gegebenenfalls) waschen, abtrocknen und fein hacken. Zusammen mit Salz und Pfeffer mit der Butter vermengen.

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Ich mache immer gleich zwei Portionen (500 Gramm Butter), fülle sie dann in Gläser ab und friere einen Teil für den Sommer ein.

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Wenn man die Gläser mit einem Etikett versieht, hat man außerdem ein kulinarisches Mitbringsel für Freunde. Zusammen mit einem Bund frischer Frühlingskräuter toppt es garantiert jeden Blumenstrauß ;-).

 

Liebe Grüße

Leni

 

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Im Eifel-Garten plus eins der leckeresten Bärlauchrezepte!

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Auch in der Eifel ist an diesem Wochenende der Frühling angekommen. Die Jungs hatten Freunde eingeladen mit in unseren Eifelgarten zukommen. Während die „großen“ Kinder den Wald erkundeten, hatte ich zwei kleine Helfer im Gemüsegarten (hilfreiche Tipps zum Gärtnern mit Kindern gibt es übrigens hier). Die Beete, auf denen im Winter noch Grünkohl, Rosenkohl und Feldsalat gestanden hatten mussten jetzt wieder für die neuen Pflanzen hergerichtet werden.

Das Gewächshaus brauchte neue Erde (und saubere Scheiben), bevor die ersten Gurkenjungpflanzen einziehen durften. Und auch der Kohlrabi und der Salat haben bereits einen Platz im Beet bekommen. Noch sehen die Pflanzen recht kümmerlich aus, aber in ein paar Wochen können wir wahrscheinlich schon die ersten Knollen und Blätter ernten.

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Mit leeren Händen mussten wir aber trotzdem nicht nach Hause gehen. Der Bärlauch sprießt und ziert den Wald mit einem grünen Teppich. Einen Korb voll haben wir mitgenommen, einmal für Kräuterbutter und zum anderen für  eins der leckersten Bärlauch-Gerichte, die ich kenne: Bärlauch-Quinoa-Puffer!

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Die Puffer sind wirklich ganz einfach und schnell zubereitet und schmecken auch Kindern (wichtig ;-)). Der Rotkohl gibt dem ganzen Gericht eine herrliche Farbe, aber ehrlicherweise wollte keins der Kinder auch nur ein Fitzelchen davon auf seinem Teller haben. Banausen.

Hier kommt das Rezept:

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Bärlauch-Quinoa-Puffer (für 3 Personen und 6 Kinder)

  • 150 gr Quinoa
  • 180 gr Feta (bei uns ist das eine Packung)
  • 1 Bund Bärlauch
  • 3 Eier
  • Rotkohl
  • Joghurt
  • Zitronensaft
  • Salz/Pfeffer

Den Quinoa nach Packungsanleitung kochen und in einer Schüssel mit dem zerkleinerten Feta, dem in kleinen Streifen geschnittenen Bärlauch und drei Eiern vermengen. Salzen und Pfeffern. In einer Pfanne Öl heiss werden lassen und die zu kleinen Küchlein geformte Quinoa-Masse hineingeben. Nach ca. drei Minuten von beiden Seiten ausbraten. Derweil den Rotkohl in dünne Scheiben schneiden und mit Salz und Zitronensaft einmal durchkneten. Den Joghurt in eine kleine Schüssel geben und mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken. Alles zusammen auf einem Teller anrichten. Guten Appetit!

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Es tut so gut, die warmen Sonnenstrahlen endlich wieder auf der Haut zu spüren. Ich hoffe, Ihr habt die Frühlingssonne an diesem Wochenende auch genießen können!

Liebe Grüße

Leni

 

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5 Dinge

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5 Dinge, die mich gerade glücklich machen:

  1. Die Hände in der Erde haben.

Temperaturen um 15 Grad, Sonnenschein und Regen. Perfekt für Gartenarbeit am Wochenende.

Nicht nur unsere Hühner lieben den Kompost (wegen den Würmern) – es gibt keinen besseren und günstigeren Dünger.  Jetzt im Frühjahr bringen wir ihn auf die Beete, unter die Sträucher und Obstbäume aus.

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Auch die Hochbeete haben wir wieder mit Kompost aufgefüllt (letztes Jahr haben wir sie neu geschichtet – sie sacken innerhalb eines Jahres ein ganzes Stück ab). Und die ersten Hochbeetbewohner durften auch schon einziehen.

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2. Der Sonnenschein bringt es wortwörtlich ans Tageslicht: der Frühjahrsputz ist nötig.

Das ist irgendwie ein natürlicher Drang im Frühling, alles wieder frisch, sauber und geordneter zu haben, oder? Und wenn man einmal anfängt, machen alle Kinder von ganz alleine und mit größtem Vergnügen mit. Regelmäßig setzte ich (Bio) Orangenschalen (von unseren Smoothies) in Essig  an – ein Spitzenallzweckreiniger. Und mit Zeitungspapier bekommt man tatsächlich die Fenster streifenfrei sauber. Was man sonst noch alles kostengünstig und ökologisch selber an Reinigungsmitteln herstellen kann, habe ich hier gefunden.

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3. Wenn Du etwas Schönes liest, erzähle es weiter.

Bei unserem Frühlingsputz habe ich die „Floh“- Beilage „Hallo Welt“ (eine Kinderzeitschrift) zwischen den Sofakissen gefunden und dort einen Artikel über Ollie und Harry gelesen. Ollie und Harry sind zwei Jungs aus Schottland, 8 und 5 Jahre alt und haben ganz besondere Wochenenden. Sie versuchen nach und nach ihre To Do-Liste abzuarbeiten auf der (mittlerweile) 500 verschiedene, große und kleine Abenteuer stehen, die die Jungs zusammen mit ihren Eltern erleben wollen bevor sie 18 Jahre alt sind. Angefangen von im Wald übernachten und Gold aus einem Bach sieben über einen Tag wie Menschen aus der Steinzeit leben bis zu einem Ausflug ins Weltall. Letzteres geht nicht? Doch! Statt selbst in den Weltraum zufliegen, hat die Familie einfach zwei Legomännchen mit einem Ballon ins All geschickt (und ein Video davon gedreht, schaut mal hier).

Warum ich die Gschichte über Olli und Harry so schön finde? Weil sie mich motiviert. Inspiriert. Weil ich auch einen To Do-Liste habe (Überraschung, bei meinem Listenfaible;-)) mit Dingen, die ich in meinem Leben noch tun möchte und erleben will. Mit den Menschen, die ich liebe. Und diese, besagte Liste liegt einfach irgendwo in einer Kiste herum. Und egal ob geschrieben oder im Kopf, ich glaube, jeder hat irgendwie so eine Liste. Mal kürzer, mal länger. So viel, was man auf die lange Bank schiebt. Zeit, es anzupacken! Also habe ich mich mit den Jungs am Wochenende zusammengesetzt und unsere gemeinsame Abenteuer-Liste (allerdings vorerst mal nur mit 20 Punkten) geschrieben und an den Kühlschrank gepinnt. Es kann losgehen!

Von der Liste der Fergusons haben wir uns einiges abgeguckt – schaut sie Euch doch auch mal (hier) an :-).

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4. Weidenkätzchen und Frühlingsdeko.

Unser (sehr entfernter) Nachbar hatte vor zwei Wochen seine Weiden beschnitten und die Weidenkätzchenzweige an die Straße gestellt. Jetzt stehen sie in unserer Vase. Erst recht nackig (wenn Weidenkätzchen überhaupt nackig sein können) und jetzt geschmückt mit kleinen gefilzten Blütenanhängern.

 

Die sind übrigens ganz schnell gemacht und auch für kleine Kinderhände kein Problem. Man braucht nur Murmeln, Filzwolle, Seife und (sehr) warmes Wasser zum Filzen und später eine Garnschnur zum Aufhängen. Die Filzwolle wird um die Murmel gelegt und mit Wasser und Seife erst vorsichtig, später dann mit Kraft in den Händen (und auf einer rauen Unterlage, wie einem Handtuch) immer wieder gerollt, geknetet, gerieben und geformt, bis die fluffige Wolle ein fester Ball geworden ist. Dann wird die Kugel unter klaren, warmen Wasser ausgewaschen und getrocknet. Am nächsten Tag schneidet man die trockene Kugel kreuzförmig ein und holt die Murmel heraus. Mit einem Schnur, die man mit der Nadel durch den Filz zieht, kann man die Blume nun aufhängen.

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Ich habe die Blüten noch mit einer Holzperle verziert. Man kann aber zum Beispiel auch ein kleines Glöckchen in die Blume einnähen.

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5.   Der Bärlauch sprießt. Aus einem kleinen Pflänzchen, dass ich vor vielen Jahren unter die Hortensien setzte, ist ein kleiner Bärlauchteppich geworden, der jedes Jahr noch größer wird.

 

Die Blätter riechen herrlich frisch und angenehm nach Knoblauch und verfeinern bei uns gerade Quark, Dip und Butter. Und das Beste: ich muss dafür nur in den Garten gehen.

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Was macht Euch gerade glücklich?

Ich wünsche Euch einen guten Start in die neue Woche!

Liebe Grüße

Leni

 

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