Brotboxen-Mantra und poppige Power-Muffins

Brotboxenmantra

Drei Schulkinder haben wir jetzt. Auch mein wildester, kleiner Kerl sitzt jetzt am Vormittag in seiner Klasse und lernt Lesen, Schreiben und Rechnen. So unterschiedlich wie die Kinder sind, so leicht oder schwer fällt ihnen auch der Schulalltag. Das frühe Aufstehen, für den einen überhaupt kein Problem, für den anderen jeden Tag eine Überwindung, egal wie früh man am Vorabend ins Bett gegangen ist. Das Lerntempo in der Schule, das soziale Gefüge, die Hausaufgaben und vieles mehr, nehmen meine Kinder ganz unterschiedlich wahr. Wenn ich dann merke, dass es für eins meiner Kinder ein „schwerer“ Tag wird, stecke ich in seine Brotbox ein kleines Kärtchen. Für die Kinder, die schon lesen können, mit einem lieben Satz auf der einen und einem kleinen Rätsel oder einer Aufmunterung auf der anderen Seite (geschrieben mit Bleistift, damit ich immer wieder etwas Neues darauf schreiben kann), für meinen Erstklässler mit Symbolen und Bildern.

Angefangen hatte ich damit vor zwei Jahren, nur mit einem kleinen Zettelchen in der Brotbox, als mein ältester Sohn sein erstes Referat halten sollte und ganz aufgeregt war. Weil er sich so riesig darüber gefreut hatte, schrieb ich ihm immer wieder mal kleine Nachrichten und Rätsel (er knobelt so gerne und irgendwann lösten auch seine Mitschüler die kleinen Rätsel begeistert mit). Und auch bei meinen anderen Kindern merke ich, dass es ihnen hilft, liebe und aufbauende Worte immer wieder zu lesen und auch so ein bißchen zu einem Mantra werden zu lassen, gerade wenn sie sich im Schulalltag mal verlassen oder gestresst fühlen.

Brotboxen (2)

Den längsten Tag haben an unserer Schule alle Kinder mittwochs mit 5 bzw. 6 Schulstunden.  Damit meinen Jungs der Tag nicht zu lang wird, bekommen sie dann immer Obst-Nuss-Muffins in die Brotbox. Die lassen sich prima schon am Dienstagabend vorbereiten, schmecken wirklich lecker (auch wenn nicht so schön wie „richtige“ Muffins aussehen, sagt mein Sohn ;-)) und liefern einiges an Energie.

Knusprige Muffins:

6 große oder 10 kleine Muffins:

60 gr Mehl (Dinkel-, oder Weizenvollkornmehl)

50 gr gemahlene Haselnüsse

20 gr Rohrohrzucker oder Honig

25 gr Amarant Pops

1 großes oder zwei kleine Eier

50 gr Rapsöl

1 Prise Salz

1 Prise Zimt oder Vanille

150 gr Obst (z.B. Blaubeeren oder Äpfel oder Pfirsiche oder Obstsalat)

Zubereitung:

Alle Zutaten bis auf die Amarant Pops und das Obst verrühren. Obst klein schneiden (die Beeren nicht) oder zusammen mit den Amarant Pops unter die Teigmasse geben. In kleine Portionen auf das Backblech oder in Muffinförmchen geben und bei 180 Grad Umluft 20 (kleine Portion) oder 30 Minuten backen.

Herbstmood

Liebe Grüße

Leni

 

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Creadienstag
HoT

Lagerfeuer-Waffeln

Lagerfeuerwaffel1

Dank dem Ende der Sommerferien, dem Schulbeginn und der Einschulung unseres dritten Schulkindes, war die letzte Woche hier sehr trubelig. Wieder in den Schulalltagsrhythmus kommen, ein Einschulungsfest ausrichten und all die anderen Dinge organisieren, die sich den Sommer über angesammelt haben und gerne zur Seite geschoben worden („es ist ja schließlich Sommer, den muss man genießen“)  – sagen wir so: ich habe mich sehr auf ein ruhiges, geselliges Wochenende gefreut. Auf Freunde, Zeit in der Natur verbringen, fröhliche Kinder, Ungezwungenheit und ganz wenig Küchenzauber. Auf Sommervergnügen und Herbstgenuss. Auf Lagerfeuer und Waffeln.

Lagerfeuer1

Lagerfeuerwaffel

Wir haben über die Jahre eine große Liebe zum Lagerfeuer entwickelt. Als wärmende Quelle der Gemütlichkeit, Abenteuer für die Kinder und archaische Form der Essenszubereitung. Und man kann so viel mehr auf dem Feuer zubereiten als Würstchen auf dem Stock oder Marshmallows. Zum Beispiel Kartoffeln (im Lehmmantel). Oder Popcorn. Oder Suppe. Oder eben Waffeln. Dazu benötigt man nur ein Waffeleisen speziell fürs Lagerfeuer (ist nicht so teuer wie es sich anhört) und ein Rezept für einen richtig guten Waffelteig. Letzteres bekommt Ihr von mir ;-)!

Waffelteig

Rezept für Waffeln (ca. 10 Stück):

500 gr Mehl (ich mische ganz gerne Vollkorn- und Weizenmehl)

250 gr weiche Butter

200 gr Zucker

5 Eier

3 TL  oder 1 Päckchen Vanillezucker

500 ml Milch

Lagerfeuerwaffel2

Es ist übrigens immer gut, ein paar Waffeln mehr einzukalkulieren. Schnell lässt man (oder Mann) das Waffeleisen zu lange im Feuer und dann gibt es statt caramellfarbener, fluffiger Waffel, angebrannte Frisbeescheibe (die tatsächlich erstaunlich gut fliegt, ähem).

Zu den Waffeln schmeckt (passend zum September) Apfelmus ganz wunderbar oder Pflaumenkompott (das man am Lagerfeuer ganz ohne Wespenärger genießen kann).

So. Entspannt, mit den schönen Erinnerungen vom Wochenende, rauchiger Kleidung in der Waschtonne und einen vollen Terminkalender (so viele Elternabende) starten wir hier morgen in die neue Woche – und Euch wünsche ich einen schönen Sonntagabend!

 

Liebe Grüße

Leni

 

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WiB
Sonntagsglück
Caros Grünzeug

Mhh, Radieschenschoten! Plus zwei leckere Varianten sie zu essen.

Rattenschwanzradieschen

Wir haben im Frühjahr wirklich viele Radieschen in diesem Jahr geerntet. Milde, scharfe, weiße, senfgelbe, violette, rosa-weiße, dicke runde und längliche. Auch bei den Radieschen findet man eine große Vielfalt, wenn man danach sucht (und gerne Radieschen isst ;-). Als aber der Mai mit seinen wunderschönen und heißen Tagen ins Land zog, konzentrierten sich die Radieschen nicht mehr auf die Knollenbildung, sondern fingen an Blütenstengel gen Himmel zu schieben. Damit ist das Radieschen an sich futsch, schließlich befindet sich in der Erde jetzt keine saftige Knolle, sondern nur eine holzige Wurzel. Aber: es gibt drei Gründe die Radieschenpflanze jetzt trotzdem im Beet stehen zu lassen.

1. Die schönen weißen und rosa farbenden Radieschenblüten sind überaus beliebt bei Bienen, Schmetterlingen und anderen Insekten.

2. Lässt man die Pflanze sich versamen, hat man direkt Saatgut für das nächste Jahr.

3. Radieschenschoten sind super lecker! Sobald die Blüten verblüht sind, wachsen an deren Stelle grüne Schoten. Diese sind erst lang und dünn, bevor sie später knubbelig werden. Und genau dann, wenn sie nicht mehr ganz dünn, aber auch noch nicht knubbelig und gelb sind, dann schmecken sie richtig knackig. Wonach? Na, nach Radieschen!

Wir verwenden sie einmal roh im Salat, zum Snacken für zwischendurch oder kurz angedünstet. Und das sind meine zwei Lieblingsrezepte mit Radieschenschoten:

Bulgursalat mit Radieschenschoten

Bulgursalat

Den Bulgur nach Packungsanweisung zu bereiten, den Spargel blanchieren, das übrige Gemüse klein schneiden. Für das Dressing 3 EL Öl (ich nehme gerne Raps-, oder Olivenöl) mit 2 EL Weißweinessig, 1 TL Senf, Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker verrühren und abschmecken. Ich nehme den Salat gerne im Glas mit zum Picknicken oder gebe ihn meinen Mann mit für die Mittagspause. Dafür fülle ich unten das Dressing rein und schichte dann angefangen mit dem Bulgur die Zutaten in das Glas. Kurz vorm Verzehr einfach das Glas schütteln und den Salat dadurch vermischen.

SalatimGlas

Reispfanne mit Radieschenschoten

Reispfannezutaten

Den Reis nach Packungsangabe zubereiten. Alle anderen Zutaten in einer Pfanne mit Olivenöl und ein wenig Wasser andünsten. Mit dem garen Reis die Pfanne auffüllen und mit Salz, Pfeffer und (wer mag) ein wenig Soja-Sauce abschmecken.

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Beide Gerichte sind vegan und genauso wie sie sind super lecker. Zum Bulgursalat passen aber auch prima ein paar Fetawürfel und in die Reispfanne gebe ich gerne noch ein Ei dazu (wenn wir gerade eins da haben ;-)).

Radieschenblüten

Also: nicht mehr ärgern über im Beet vergessene oder plötzlich geschossene Radieschen, sondern sich einfach Radieschenschoten knabbern 🙂

 

Liebe Grüße

Leni

 

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Gartenglück

 


Unser Lieblingsgetränk im Frühling: Rhabarberschorle!

Rhabarberschorle

Das ist er wieder – der Rhabarber! Er gehört bei uns mit zum Frühling wie der Spargel, der Bärlauch und die ersten Erdbeeren. Ich freue mich schon im März über die ersten roten Knospen, die sich durch den kalten Boden schieben, immer dann wenn ich denke, dass der Rhabarber es diesen Winter nicht geschafft hat und erfroren ist (ein wenig Stroh schützt ihn aber vor dem strengen Frost). Mittlerweile haben wir 5 Rhabarberpflanzen im Garten, die jedes Jahr üppiger wachsen und genügend Stangen bilden, um uns mit Kompott, Kuchenbelag und Saft zu versorgen.

rharbarber

Und gerade der Rhabarbersaft, bzw, die Schorle, die wir daraus machen, ist bei meinen Jungs heiß begehrt (allein schon wegen der tollen Farbe). Das Rezept dafür ist ganz einfach:

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Für 2 Liter Saft drehe ich 4 – 5 Stangen aus, schneide die Blätter ab, wasche sie und schneide sie in Stücke. Zusammen mit 1, 5 l Wasser und 200 Gramm Zucker (wer es süßer mag, nimmt mehr Zucker) kommen sie in einen Topf und dürfen nach dem Aufkochen noch 15 Minuten weiterköcheln. Danach den Saft abseihen (durch ein Sieb oder Mulltuch) und in saubere Flaschen abfüllen. Fertig!

Rhabarberschorle1

Der Saft hält sich im Kühlschrank ungefähr 2 Tage und schmeckt als Schorle mit Mineralwasser gemischt absolut erfrischend und leicht herb-säuerlich.

saft

Diese Apriltage gerade sind wirklich traumhaft. Es duftet nach Frühling und fühlt sich an wie Frühsommer. Die frisch gewaschene Wäsche weht im Wind, unsere Hühner nehmen ein Sonnenbad und die Kinder laufen barfuß durch den Garten. Und mir bleibt nur eins übrig: genießen!

Ich wünsche Euch ein wunderbar entspanntes Wochenende!

Liebe Grüße

Leni

 

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Freutag
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Im Frühlingswald plus selbstgemachte Kräuterbutter

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Heute haben wir den Kindergarten (für meinen kleinen „Großen“) mal ausfallen lassen (schade, dass das mit der Schule nicht geht) und haben die Buschwindröschen im Wald besucht. Elfengleich recken sie Köpfe aus dem Grün und schmücken den noch kahlen Wald in frischem Frühlingsgrün. Die Jungs bemühten sich auf keines drauf zu treten (bei diesen riesigen Blütenteppichen eine echte Kunst).

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Aber nicht nur die Buschwindröschen breiten sich um diese Zeit im Wald aus, sondern auch der Bärlauch. Und da mittlerweile auch einige andere Kräuter in unserem Garten den Ruf des Frühlings gehört haben und innerhalb von Tagen neu gesprossen sind, habe ich heute direkt mal Kräuterbutter gemacht.

Neben dem Bärlauch nehme ich gerne Schnittlauch, wenige Blätter Sauerampfer, Pimpinelle, Dill und (der war allerdings gekauft) und Schnittknoblauch. Aber butterkompatibel sind auch noch ganz viele andere Frühlingsgesellen. Letztes Jahr haben die Kinder mal eine Blümchenbutter gemacht mit Löwenzahnblüten und Gänseblümchen (auch sehr lecker).

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Für die Kräuterbutter die Butter in Würfel schneiden und bei Zimmertemperatur weich werden lassen. Die Kräuter (gegebenenfalls) waschen, abtrocknen und fein hacken. Zusammen mit Salz und Pfeffer mit der Butter vermengen.

Frühlingskräuterbutter2

Ich mache immer gleich zwei Portionen (500 Gramm Butter), fülle sie dann in Gläser ab und friere einen Teil für den Sommer ein.

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Wenn man die Gläser mit einem Etikett versieht, hat man außerdem ein kulinarisches Mitbringsel für Freunde. Zusammen mit einem Bund frischer Frühlingskräuter toppt es garantiert jeden Blumenstrauß ;-).

 

Liebe Grüße

Leni

 

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Aus dem Garten auf den Tisch: Wintersalat mit Orangendressing

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Wer bei Wintersalat nur an Feldsalat, Endivie oder Radiccio denkt, dem sei gesagt, es wächst gerade schon oder noch viel mehr im Garten, was sich prima für einen winterlichen Salat eignet :-).

Wobei ich gestehen muss, dass der Feldsalat schon mein Lieblingssalat im Winter ist. Nein, nicht der zarte, kleine Treibhaussalat, sondern diese knackigen, tiefgrünen, duftenden, in Rosetten wachsenden Blätter, die diesen richtigen Feldsalatgeschmack besitzen. Aber auch der Postelein (oder Winterportulak) ist ein richtiges Wintergewächs und darf mit in die Salatschüssel, genauso wie der Spinat, dessen junge Blätter ganz wunderbar roh schmecken. Der Mangold steht bei mir an einer recht geschützten Stelle, weshalb er dem Frost und Schnee gut trotzen kann und ein paar junge, bunte Blätter zum Salat beisteuert, ebenso wie der Fenchel, der im Sommer geschossen war, im Beet bleiben durften (da er wunderhübsche Schwalbenschwanzraupen beherbergte) und jetzt neu austreibt. Und dann wäre da auch noch der Blattsenf. Bei mir wachsen mehrere Sorten, u.a. eine japanische Sorte mit Blättern, die dem Friseesalat ähneln („Mizuna“ heißt sie). Ich hatte den Blattsenf im Spätsommer ausgesät und jetzt im Februar kann man hier und da immer noch ein paar Blätter ernten.

Das Dressing für den Salat ist ganz leicht gemacht. Man braucht:

  • Orangensaft einer Orange
  • eine halbe, ganz fein geschnittene rote Zwiebel
  • 6 EL Olivenöl (alternativ Rapsöl)
  • 3 EL Balsamico – Essig
  • 1 TL (recht flüssigen) Honig (alternativ zwei Prisen Zucker)
  • 1 TL Senf
  • Salz und Pfeffer

Alles wird miteinander gut verrührt und über den Salat gegeben. Gut schmecken dazu auch noch Walnusskerne (und Ziegenkäse)!

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Ich freue mich, wenn schon bald aus dem Wintersalat ein Frühlingssalat wird; der Sauerampfer, Kerbel, Rucola und all die anderen Kräuter aus den Boden schießen. Aber nun erst einmal: Guten Appetit!

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Liebe Grüße

Leni

 

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Mein Erkältungsbalsam

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Nachdem wir so viele schöne Tage im Schnee hatten, hat uns seit dieser Woche nicht nur wieder der Alltag fest im Griff (sollte es nicht anders herum sein?), sondern auch eine Erkältung. Schniefende Nasen, Husten und Heiserkeit. Als ich klein war, gab es in solchen Fällen abends vor dem Schlafengehen Wick Vaporup auf die Brust und den Rücken. Kennt Ihr diese weiße Erkältungssalbe? Wenn ich die auf der Haut spürte (es wurde erst einbisschen warm, dann kalt, dann prickelnd), meine Nase nach ein paar Mal einatmen frei wurde und meine Eltern mir beim Einreiben sagten, dass ich morgen bestimmt schon wieder gesund sei, dachte ich immer, das wäre eine Zaubersalbe. Heute weiß ich, dass es Kampher, Eukalyptusöl und Menthol waren, die diesen Effekt auf Haut und Nase haben – und stelle einfach meinen ganz eigenen („Zauber-„) Erkältungsbalsam her.

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Man braucht:

  • 1/4 Tasse (etwa 70 ml oder 75 gr) gutes (extra virgin) Olivenöl
  • 2 Teelöffel (7 gr) Bienenwachs
  • 20Tropfen Pfefferminzöl (schmerzstillend, desinfizierend)
  • 10 Tropfen Rosmarin-Kampferöl (gibt es zum Beispiel von Pimavera als Kombination)  – alternativ: 10 Tropfen Eukalyptus (wirkt desinfizierend und schleimlösend) oder 5 Tropfen Kampfer (schleimlösend) oder 10 Rosmarin (antibakteriell, antiviral, krampflösend)
  • Tiegel zum Abfüllen (am besten dunkles Glas)

Wie es geht:

Olivenöl und Bienenwachs im Wasserbad langsam erwärmen, bis sich die Wachsplättchen aufgelöst haben. Die Mischung abkühlen lassen und dann die Tropfen der ätherischen Öle dazu geben und in die Tiegel abfüllen.

Jetzt hat man ein geschmeidiges Erkältungsbalsam, das sich gut verreiben lässt, Dank dem Pfefferminzöl diese wohltuende kalte, leicht prickelnde Gefühl auf der Haut hinterlässt und mit Hilfe von Kampfer und Rosmarinöl die Atemwege befreit und die Erkältung löst. Und das ohne irgendeinen ungewollten Zusatz.

Das Erkältungsbalsam hält sich mindestens 6 Monate (eher mehr) und wird vor dem Schlafengehen auf die Brust (und wer möchte auch auf den Rücken) aufgetragen. Allein das Auftragen des Balsams – und die damit verbundenen Berührungen und der Duft – lassen meine Kinder immer sofort entspannen.

ACHTUNG: Auf keinen Fall für Kinder unter 3 Jahren geeignet, besser erst bei Kindern ab 5 Jahren verwenden.  Der Kontakt mit selbst so verdünnten ätherischen Ölen kann bei Kindern (und Erwachsenen) mit sehr empfindlicher Haut Hautreizungen hervorrufen. Also besser erst an einer kleinen Stelle testen, bevor man große Hautflächen einreibt (die Warnhinweise findet man übrigens auch auf jedem industriell hergestellten Erkältungsbalsam).

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Der Winter und die Erkältungszeit bleiben uns wohl noch mindestens bis zum März erhalten – um so wichtiger ist es da das Immunsystem zu stärken, die wenigen Sonnenstrahlen zu genießen, die Winterfreuden zu nutzen und auf den kommenden Frühling hoffen!

 

Liebe Grüße

Leni

 

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Caros Grünzeug

 

 


Dinge, die nur im Winter schmecken

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Ich finde, es gibt so ein paar Dinge, die schmecken noch besser, wenn es draußen richtig kalt ist oder noch besser: wenn es schneit. Glühwein zum Beispiel. Oder Linseneintopf. Oder Zimtschnecken (besonders wenn sie noch warm sind). Und: Christstollen. Vor ein paar Jahren habe ich ein wunderbares Rezept für Mini-Christstollen gefunden, es ein wenig abgeändert (mehr Marzipan, weniger Orangeat, kein Rum) und seit dem steht es (neben den obligatorischen Plätzchen)  auf unser Winter-Weihnacht-To-Do-Liste ganz weit oben.

 

Zutaten:

  • 275 gr Mehl
  • 100 gr. gehackte Mandeln
  • 125 gr Butter für den Teig , 50 gr Butter zum Einpinseln
  • 30 gr. frische Hefe
  • 60 ml Milch
  • 80 gr. Korinthen (oder Rosinen)
  • 1 Bio-Orange
  • 50 gr. Zucker
  • 30 gr. Orangeat
  • 80 gr. Marzipan
  • 1 Vanilleschote
  • Prise Salz
  • Puderzucker zum Bestäuben

So geht´s:

  1. Die Orange auspressen. Korinthen (oder Rosinen) in Orangensaft einweichen.
  2. Mandeln in der Pfanne kurz anrösten.
  3. Milch erwärmen, Schale der Orange fein abreiben, Vanillemark der Schote herauskratzen (die Schote kann man danach noch zum Aromatisieren von Zucker verwenden).
  4. Das Mehl in eine Schüssel geben, eine Mulde reindrücken und mit Milch, kleingebröselter Hefe (noch besser: die Hefe in der warmen Milch auflösen), Zucker, Orangenschalen und Vanillemark auffüllen. Mit etwas Mehl vom Rand verrühren und zugedeckt 15 Minuten gehen lassen.
  5. Dann die restlichen Zutaten hinzufügen (weiche Butter, geröstete Mandeln, Orangeat, eingeweichte Rosinen, zerkleinertes (gezupftes) Marzipan) und zu einem Teig verkneten und nochmals 30 Minuten gehen lassen.
  6. Den Ofen auf ca. 190 Grad (Umluft) vorheizen. Den Teig in kleine Portionen abteilen und Kugeln oder Mini-Stollen daraus formen. Entweder direkt auf das Backblech setzen oder in Muffinförmchen legen und für 10-15 Minuten in den Backofen schieben.
  7. Den fertigen Stollen mit flüssiger Butter bepinseln und mit Puderzucker bestreuen. Fertig!

Die kleinen Stollen schmecken nach ein paar Tagen (und Wochen) sogar noch besser. Und machen sich auch neben Plätzchen als Geschenk ganz prima.

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Habt ein schönes Wochenende!

Liebe Grüße

Leni