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Staunen. Erforschen. Lernen. Schmetterlinge und Marienkäfer aufziehen.

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Ich glaube, in einem anderen Leben wäre ich Biologielehrerin geworden. Hätte es niemals die Anwaltsserie „Ally McBeal“ gegeben und wäre da nicht mein Hang zur Rechthaberei – ja, ich glaube, dann würde ich mich heute vielleicht nicht mit Rechtsnormen auskennen, sondern vor Kindern in einer Klasse stehen und etwas über die Photosynthese erzählen. Oder so. Was ich eigentlich damit sagen will, ist, dass es mir Spaß macht meinen Kindern Kreisläufe in der Natur näher zu bringen. Ich staune immer noch genauso wie sie über die Schönheit und die Wunder in der Natur. Ich bin immer noch neugierig. Ich lerne immer dazu. Und ich erfreue mich an der Existenz jedes Lebewesens (vielleicht Steckmücken ausgenommen).

Jedes Jahr, versuchen meine Kinder und ich, wenn sich die Gelegenheit dazu ergibt, den Lebens-, und Entwicklungszyklus verschiedener Tiere mitzuerleben. Zum Beispiel wenn die Kaulquappen im Seitenarm des Baches sich in Frösche verwandeln oder die Amseln direkt unter dem Balkon nisten und uns so einen Einblick in ihr Nest gewähren.

Das ist natürlich vergleichsweise einfach, wenn man einen eigenen Garten hat und das Naturschutzgebiet hinter dem Haus liegt. Es gibt aber auch zwei Tierarten, die bei Kindern einen dicken Stein im Brett haben und die man recht einfach und ohne Garten oder spezielle Vorkenntnisse bei ihrer Entwicklung beobachten kann!

Schmetterlinge.

Wenn man wissen will, wie die „Raupe Nimmersatt“ zu ihrem Namen kam, dann kann man entweder auf Raupensuche gehen oder sich Raupen im Internet bestellen. Jeder Schmetterlingsart hat besondere Nahrungsvorlieben, so findet man beispielsweise den Kohlweißling (allein schon dem Namen nach) auf den Pflanzen der Kohlfamilie (bei uns immer gerne auf dem Weißkohl und dem Brokkoli). Die Brennessel als Futterpflanze bevorzugen gleich mehrere Arten, unter anderem der kleine Fuchs, das Tagpfauenauge und das Landkärtchen. Begibt man sich bei diesen Pflanzen auf die Suche, wird man oft fündig. Dann braucht man neben den Raupen eigentlich nur ein oder besser mehrere Gläser (z.B. Einmachgläser) mit Luftlöchern im Deckel und Raupenfutter (das ist die Pflanze auf der die Raupe gesessen und gefressen hat).  Sobald die Blätter abgenagt sind, wird frisches Futter eingestellt. Das ist so etwa jeden zweiten Tag notwendig. Am besten hält man sich ein zweites Glas, wie oben bereits beschrieben, bereit und tauscht dieses mit dem jeweils vorher verwendeten. So kann man den Futterwechsel völlig problemlos außerhalb des Zuchtbehälters vorbereiten und das zuvor benutzte Glas gut reinigen (fast genau so viel wie die Raupe vorne frisst, kommt hinten auch wieder heraus).  Je nachdem wie groß die Raupen beim Einsammeln oder beim Kauf waren, werden diese sich schon nach wenigen Tagen verpuppen oder bis zu 2-3 Wochen enorm viel fressen und wachsen. Für die Verpuppung brauchen die Raupen ein Ästchen im Glas. Wenn sich alle Raupen zur Verpuppung zurückgezogen haben, sind Futterbeschaffung und Futtertausch erledigt und die Puppen ziehen in ein größeres Behältnis um. Bestellt man im Internet ein Schmetterlingsanzuchtsset, befindet sich dort so eine mit Netz bespannte Rolle, die ein wenig an die Ikea-Spielzeugaufbewahrung „Fängst“ erinnert. Wir hatten die Puppen immer in einer Anzuchtshaube für Gemüse untergebracht (und alle Luftlöcher geöffnet). Die Verwandlung von Puppe in Schmetterling dauert etwa 8-12 Tage, je nach Art. Man muss also den Zuchtbehälter stets im Auge behalten (was die Kinder aber sowieso machen), denn, wie gesagt, schon nach gut einer Woche können die ersten Schmetterlinge schlüpfen. Sobald sich ein Schmetterling aus der Puppe zwängt, ist erst einmal Ruhe angesagt. Die Falter sind in diesem Stadium am empfindlichsten gegen Störungen, die Flügel noch nicht fähig zum Fliegen. Nach ein paar Stunden kann man die Schmetterlinge, so fern das Wetter dafür geeignet ist, in die Freiheit entlassen (bei uns immer mit den Worten „habt ein tolles Leben“ :-)).

Eine Schmetterlingsanzuchtsset mit Anleitung und fünf Raupen kann man unter anderen hier bestellen.

Marienkäfer.

Den Liebling unter den Käfern (vielleicht vom im Rheinland äußerst raren Maikäfer mal abgesehen) kann man auch ohne Probleme aufziehen. Entweder man hat von Läusen befallen Pflanzen an denen früher oder später Marienkäfer auftauchen und sich vermehren oder aber man bestellt die Larven über das Internet. Denn Marienkäfer sind nicht nur als Glücksbringer bekannt, sondern auch als Nützling im Garten und werden speziell für den privaten und gewerblichen Pflanzenanbau gezüchtet (Marienkäfer fressen wohl bis zu 50 (!) Blattläuse am Tag). Spannend zu sehen ist für die Kinder, dass die Larven sich auf ihrem Weg zum fertigen Käfer drei- bis viermal häuten und ihr Erscheinungsbild wechseln bis sie sich verpuppen. In unserem Garten hatten wir die letzten Jahre fast ausschließlich den asiatischen Marienkäfer; lässt man sich Larven schicken, bekommt man (in der Regel) die des einheimischen 2-Punkt-Marienkäfers geliefert, die sich dann sofort an die Arbeit machen und direkt zu den Blattläusen gesetzt werden. Möchte man aber die Larven im Haus aufziehen, empfiehlt sich ein Marienkäfer-Aufzuchtsset. Ein besonders kindgerechtes habe ich zum Beispiel hier gesehen.

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Für meine Kinder war es immer sehr spannend (und für mich ebenfalls) die Tiere hautnah zu beobachten und sie haben sehr schnell die Verantwortung für die kleinen Wesen übernommen. Der Abschied, die Entlassung in die Freiheit fiel ihnen nicht immer leicht, aber ich war ehrlich gesagt immer froh, die „Haustiere“ nur auf Zeit zu haben.

Welche Tiere habt Ihr schon einmal von der Kinderstube an begleitet? Und habt Ihr schon einmal Erfahrung mit den Aufzuchtssets gemacht?

Liebe Grüße ♥

Leni

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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5 Dinge

HochbeetSalat

5 Dinge, die mich gerade glücklich machen:

1.Salat. Ich liebe Blattsalate. Und wer dabei an lieblose Lollo Rosso – Tellerdekoration oder in Plastik eingepackten Supermarkt-Kopfsalat denkt und sich gerade schüttelt, dem sei gesagt: Salat kann so viel mehr sein. Über die Jahre hinweg habe ich einige Blattsalate probiert und immer wieder neu zusammengestellt, bis es passte – im Beet, wie auf dem Teller. Knackiger Romana, Laibacher Eis und Batavia, würzige Ruccola, milder Goldforellenkopfsalat und Hirschzunge. Dazu ein paar Radieschen, Schnittlauch, Dill oder Wildkräuter und Himbeeressig – fertig ist der Frühlingssalat.

Salat

Viele Salate, die Köpfe bilden kann man übrigens ebenso wie Pflücksalat behandeln. Ich nehme hier und da ein paar (äußere) Blätter weg und mische so die einzelnen Sorten für meine Salatschüssel.

Jahreszeitentischmai

2. Jahreszeitentische. An andere Stelle habe ich schon einmal erzählt, dass wir eigentlich keinen „klassischen“ Jahreszeitentisch haben, sondern jedes Kind hat in seinem Zimmer eine Stelle, um Fundstücke und andere Sachen dem Monat entsprechend zu dekorieren. Während das bei den beiden größeren Kindern hauptsächlich Steine und Kuriositäten sind (zum Beispiel letztens ein plattgefahrener Frosch – bäh, den habe ich sofort wieder entfernt), sind es bei den beiden jüngeren Jungs auch Püppchen, Karten, Zwerge und Bilder. Bei dem einen Kind ist der Jahreszeitenplatz die Fensterbank, beim anderen die Kommodenfläche, beim dritten Kind das Spielhaus. Für eben jenes habe ich Anfang Mai zusammen mit den zwei kleineren Kindern einen Mini-Maibaum gebastelt.

Mit Buchs und Draht habe ich einen kleinen Kranz gebunden, den die Kinder mit Krepppapierstreifen bestückt haben. Die Stange des Maibaums ist ein Papierstrohhalm, den ich oben kreuzförmig eingeschnitten habe.

Es ist so schön zu sehen, wie fantasievoll die Kinder ihre Tische schmücken, damit spielen und ständig neue Dinge ergänzen. Die gefilzten Bienen sind noch vom letzten Jahr, die Maiglöckchen aus unserem Garten und die blauen Bilder sind Solardrucke.

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3. Pusteblumen. Die Löwenzahnwiese hat sich nun in ein Pusteblumenmeer verwandelt und lädt ein sich etwas zu wünschen. Und wenn einem gerade nichts einfällt, kann man die Samenstände ja auch einfach so lange in einem Wunschglas sammeln.

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4. Unser Garten zu Gast bei „Was für mich“! Claudias Blog ist immer eine Inspiration für mich, ihre Fotos und Geschichten sind immer so stimmungsvoll. Umso mehr habe ich mich darüber gefreut, unseren Garten und Tipps für Neugärtner dort wiederzufinden (juhu).

Radieschen3

5. Holunderblüten. Der Holunder steht seit gestern in Blüte und das bedeutet, es gibt endlich Nachschub an Holünderblütensirup. Der ist nämlich wiederum die Hauptzutat in meinem Lieblingssommerdrink, dem Hugo. Die lauen Sommernächte dürfen jetzt kommen. Cin – Cin!

Holunder

Was macht Euch gerade glücklich?

Ich wünsche Euch ein sonniges Wochenende!

Liebe Grüße

Leni

 

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12v12
Freitagslieblinge
Grünzeug
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5 Dinge

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5 Dinge, die mich gerade glücklich machen:

  1. Die Hände in der Erde haben.

Temperaturen um 15 Grad, Sonnenschein und Regen. Perfekt für Gartenarbeit am Wochenende.

Nicht nur unsere Hühner lieben den Kompost (wegen den Würmern) – es gibt keinen besseren und günstigeren Dünger.  Jetzt im Frühjahr bringen wir ihn auf die Beete, unter die Sträucher und Obstbäume aus.

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Auch die Hochbeete haben wir wieder mit Kompost aufgefüllt (letztes Jahr haben wir sie neu geschichtet – sie sacken innerhalb eines Jahres ein ganzes Stück ab). Und die ersten Hochbeetbewohner durften auch schon einziehen.

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2. Der Sonnenschein bringt es wortwörtlich ans Tageslicht: der Frühjahrsputz ist nötig.

Das ist irgendwie ein natürlicher Drang im Frühling, alles wieder frisch, sauber und geordneter zu haben, oder? Und wenn man einmal anfängt, machen alle Kinder von ganz alleine und mit größtem Vergnügen mit. Regelmäßig setzte ich (Bio) Orangenschalen (von unseren Smoothies) in Essig  an – ein Spitzenallzweckreiniger. Und mit Zeitungspapier bekommt man tatsächlich die Fenster streifenfrei sauber. Was man sonst noch alles kostengünstig und ökologisch selber an Reinigungsmitteln herstellen kann, habe ich hier gefunden.

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3. Wenn Du etwas Schönes liest, erzähle es weiter.

Bei unserem Frühlingsputz habe ich die „Floh“- Beilage „Hallo Welt“ (eine Kinderzeitschrift) zwischen den Sofakissen gefunden und dort einen Artikel über Ollie und Harry gelesen. Ollie und Harry sind zwei Jungs aus Schottland, 8 und 5 Jahre alt und haben ganz besondere Wochenenden. Sie versuchen nach und nach ihre To Do-Liste abzuarbeiten auf der (mittlerweile) 500 verschiedene, große und kleine Abenteuer stehen, die die Jungs zusammen mit ihren Eltern erleben wollen bevor sie 18 Jahre alt sind. Angefangen von im Wald übernachten und Gold aus einem Bach sieben über einen Tag wie Menschen aus der Steinzeit leben bis zu einem Ausflug ins Weltall. Letzteres geht nicht? Doch! Statt selbst in den Weltraum zufliegen, hat die Familie einfach zwei Legomännchen mit einem Ballon ins All geschickt (und ein Video davon gedreht, schaut mal hier).

Warum ich die Gschichte über Olli und Harry so schön finde? Weil sie mich motiviert. Inspiriert. Weil ich auch einen To Do-Liste habe (Überraschung, bei meinem Listenfaible;-)) mit Dingen, die ich in meinem Leben noch tun möchte und erleben will. Mit den Menschen, die ich liebe. Und diese, besagte Liste liegt einfach irgendwo in einer Kiste herum. Und egal ob geschrieben oder im Kopf, ich glaube, jeder hat irgendwie so eine Liste. Mal kürzer, mal länger. So viel, was man auf die lange Bank schiebt. Zeit, es anzupacken! Also habe ich mich mit den Jungs am Wochenende zusammengesetzt und unsere gemeinsame Abenteuer-Liste (allerdings vorerst mal nur mit 20 Punkten) geschrieben und an den Kühlschrank gepinnt. Es kann losgehen!

Von der Liste der Fergusons haben wir uns einiges abgeguckt – schaut sie Euch doch auch mal (hier) an :-).

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4. Weidenkätzchen und Frühlingsdeko.

Unser (sehr entfernter) Nachbar hatte vor zwei Wochen seine Weiden beschnitten und die Weidenkätzchenzweige an die Straße gestellt. Jetzt stehen sie in unserer Vase. Erst recht nackig (wenn Weidenkätzchen überhaupt nackig sein können) und jetzt geschmückt mit kleinen gefilzten Blütenanhängern.

 

Die sind übrigens ganz schnell gemacht und auch für kleine Kinderhände kein Problem. Man braucht nur Murmeln, Filzwolle, Seife und (sehr) warmes Wasser zum Filzen und später eine Garnschnur zum Aufhängen. Die Filzwolle wird um die Murmel gelegt und mit Wasser und Seife erst vorsichtig, später dann mit Kraft in den Händen (und auf einer rauen Unterlage, wie einem Handtuch) immer wieder gerollt, geknetet, gerieben und geformt, bis die fluffige Wolle ein fester Ball geworden ist. Dann wird die Kugel unter klaren, warmen Wasser ausgewaschen und getrocknet. Am nächsten Tag schneidet man die trockene Kugel kreuzförmig ein und holt die Murmel heraus. Mit einem Schnur, die man mit der Nadel durch den Filz zieht, kann man die Blume nun aufhängen.

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Ich habe die Blüten noch mit einer Holzperle verziert. Man kann aber zum Beispiel auch ein kleines Glöckchen in die Blume einnähen.

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5.   Der Bärlauch sprießt. Aus einem kleinen Pflänzchen, dass ich vor vielen Jahren unter die Hortensien setzte, ist ein kleiner Bärlauchteppich geworden, der jedes Jahr noch größer wird.

 

Die Blätter riechen herrlich frisch und angenehm nach Knoblauch und verfeinern bei uns gerade Quark, Dip und Butter. Und das Beste: ich muss dafür nur in den Garten gehen.

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Was macht Euch gerade glücklich?

Ich wünsche Euch einen guten Start in die neue Woche!

Liebe Grüße

Leni

 

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WiB
12v12
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Gefilze Schneemänner

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Jedes meiner Kinder hat einen Platz in seinem Zimmer, an dem sich sein eigener kleiner Jahreszeitentisch befindet. Eine Kommode, ein Stück Fensterbank, ein Regal, das mit farbigen Tüchern (als Untergrund), Fundstücken aus der Natur, Blumen, Holzfiguren, Karten, Püppchen und vielem mehr je nach Jahreszeit und Fest gestaltet wird. Als alle Kinder sich noch ein Kinderzimmer teilten, stand auch dort der Jahreszeitentisch. Jetzt, wo jedes Kind ein eigenes Zimmer hat, und wir in unserem Wohnzimmer auch keine passende Stelle gefunden haben, sind es eben vier kleine Jahreszeitentische geworden. Die großen Figuren, wie König Winter oder Mutter Erde wandern von einem Zimmer zum anderen; ansonsten sind die Tische ganz unterschiedlich, ganz nach dem Geschmack des Kindes eingerichtet. Jetzt im Winter glitzern vor allem die Geoden und Steine von den Tischen und in den Vasen stehen Zweige von der Haselnuss, die hier und da schon angefangen haben zu blühen (sehr zum Leid aller Heuschnupfengeplagten, ich weiß) . Und seit unserem (schneereichen) Wochenende haben außerdem gefilzte Schneemänner dort Platz genommen.

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Wir hatten im Sommer einen Sack Rohwolle bekommen, selber gewaschen (eine Heidenarbeit – aber den Kindern hat es Spass gemacht) und verschiedene Dinge daraus gemacht. Einen kleines Rest hatten wir jetzt davon noch übrig, gerade so viel, dass die Jungs ein paar Bälle nass filzen konnten. Meine zwei großen Jungs setzten dann die Bälle mit Hilfe der Filznadel zu einem Schneemann zusammen, filzten noch mit schwarzer Filzwolle Knöpfe und mit gelber und roter Wolle die Nase darauf, klebten dem Schneemann eine Eichelkappe als Hut auf und Erlenzapfen als Arme. Zuletzt bekam er noch einen kleinen Schal – dann durfte er (oder besser gesagt dann durften sie) in der Winterlandschaft Platz nehmen.

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Ich wünsche Euch einen (kreativen) Dienstag!

Liebe Grüße

Leni

 

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HoT
Dienstagsdinge
Caros Grünzeug

 

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Der Adventswichtel und andere Vorbereitungen

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Der Advent naht mit großen Schritten (schon wieder so plötzlich, oder nicht?) – am Freitag ist bereits der erste Dezembertag. Zeit um den Adventskalender zu befüllen (aber noch nicht aufzuhängen; 2jährige sind einfach viel zu neugierig). Dieses  Jahr gibt es wieder eine Mischung aus Süßem und „Aktions“-Gutscheinen (also zum Beispiel Eislaufen gehen, Plätzchen backen, einen Weihnachtsmarkt besuchen, etc.) und zwei neuen Büchern (die sind auch bald in der neuen Bücherliste rechts dabei). Und: dieses Jahr haben wir einen Adventswichtel zu Besuch. Inspiriert durch die amerikanische, naja, Tradition, dem „Elf on the shelf“ zieht dieses Jahr ein Wichtel am ersten Dezember in unser Haus. Dieser Wichtel (der oben auf dem Bild zusehen ist und eher eine Waldorf-Ausgabe des Original-Wichtel ist) führt aber keine Liste darüber, wer nett ist oder immer sein Zimmer aufräumt und berichtet das dann dem Christkind, sondern begleitet uns einfach den Advent hindurch mit kleinen Rätseln und Aufgaben (zum Beispiel für die Nachbarn Plätzchen backen, jemandem ein Kompliment machen, etwas spenden, usw.). Und weil Wichtel von Natur aus gerne Schabernack machen, taucht unser Wichtel jeden Morgen woanders auf und verknotet mal die Schnürsenkel oder versteckt ein Adventskalendersäckchen. Die Jungs freuen sich schon sehr auf seine Ankunft und dürfen ihm dann auch einen Namen geben.

 

Durch die windigen Tagen vor dem Wochenende kamen viele Tannenzweige (und Bäume) runter – ein Spaziergang im Wald brachte uns somit den ersten adventlichen Schmuck (und Duft) ins Haus.

 

Und drei Dinge, die unweigerlich für uns zur Winter und Weihnachtszeit gehören, haben an diesem Wochenende auch schon Einzug gehalten: Zimtschnecken (das Rezept gibt es hier), das Waldschattenspiel (meine Jungs lieben es) und bunte Fenstersterne.

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Der kleine Wichtel darf sich bis Freitag noch in meinem Kleiderschrank ausruhen, dann ist sie wieder da. Die schöne Adventszeit.

 

Ich wünsche Euch einen guten Start in die Woche!

 

Liebe Grüße

Leni

 

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Montagsfreuden
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Lieblings-Spielzeug

IMG_9946Mitte, Ende November. Es ist immer noch Herbst, aber der Übergang zum Winter, dem Advent, der Weihnachtszeit ist schon spürbar. Diese Zeit, diese letzten Tage im November, sind so angenehm ruhig. Alles läuft ein wenig langsamer und man kann sich auf das besinnen, was einem im Advent und in der Weihnachtszeit wichtig ist, um was es eigentlich geht. Nein, das sind nicht die Geschenke. Trotzdem machen wir uns so viele Gedanken darüber, wem wir mit was eine Freude machen können. Und das gehört auch einfach dazu, denn natürlich wäre Weihnachten ohne Geschenke kein „richtiges“ Weihnachten. Genauso wie sich der Beschenkte über ein tolles Geschenk freut, ist es für den Schenkenden beglückend zu sehen, dass er jemandem eine Freude gemacht hat. Doch was macht ein tolles Geschenk aus? Für uns Erwachsene mag die Antwort darauf recht, nun ja, individuell ausfallen. In der Regel wissen wir ja was wir uns wünschen und können unseren Wunsch äußern. Bei (kleinen) Kindern ist es etwas anderes. Das, was sie sich gerade im Moment wünschen (wenn sie sich überhaupt dahingehend äußern können), kann morgen wieder etwas anderes sein. Aber Geschenke wie Spielzeug sollten Kindern möglichst lange (oder nachhaltig) Freude bereiten. Gerade Eltern von kleinen Kindern stellen sich oft die Frage, was für Spielzeug sich für die Kleinen den besonders eignet. Jetzt, da mein viertes Kind aus dem Babyalter raus ist (seufz) und (oft) wunderbar mit den anderen Kindern mitspielt, kann ich tatsächlich sagen, es gibt einiges, mit dem meine Kinder eine lange Zeit gespielt haben und mit dem sie immer noch gerne spielen. Spielzeug, das die Fantasie anregt, zum Rollenspiel einlädt. Eins davon ist der Kaufladen und die Kinderküche.

Gefunden haben wir unseren Kaufladen damals in den Kleinanzeigen, als wir eigentlich einen gebrauchten Fahrradanhänger suchten. Er ist nicht besonders groß, nicht originell oder gar selbstgebaut, aber, mein Gott, ich weiß nicht wieviel imaginäres Geld ich dort schon gegen gefilzte Äpfel oder gestrickte Kürbisse eintauschen musste. Direkt neben dem Kaufladen steht die Kinderküche, mittlerweile schon die zweite, nachdem das Vorgängermodell (Marke Eigenbau) eine Matschküche (der Renner: Küche + Matsch) wurde. Wie und aus was man alles Kinderküchen bauen kann (sogar aus einem Stuhl!), kann man übrigens immer wieder staunend auf Pinterest bewundern.

Im Kaufladen und der Küche wird tatsächlich das Leben nachgeahmt. Wenn alle meine vier Kinder zusammen spielen, eröffnen sie wieder „ihr“ Restaurant. Die Schulkinder schreiben die Speisekarte, der Kellner nimmt die Bestellung auf, der Küchenchef kauft die Lebensmittel im Kaufladen und der Koch bereitet die Speisen zu. Gast, ist der, der gerade zur Verfügung steht (meistens der Opa). Oder sie veranstalten ein Picknick und bereiten einen Korb mit Essen und Trinken vor.

Die Utensilien der Küche und des Kaufladens sind peu à peu dazu gekommen. Mal habe ich ein paar Äpfel und Birnen genäht, mal Kürbisse gestrickt oder Porree gefilzt. Zu Weihnachten oder zum Geburtstag kamen dann ein Rührgerät und eine Kasse aus Holz dazu und jede Menge Holz-Klett-Gemüse. Im Frühling haben wir Holz-Eier für den Kaufladen bemalt, im Herbst kleine (recht bruchsichere) Fläschchen mit selbst gemalten Traubensaft- und Apfelsaft-Etiketten beklebt, und im Advent stehen Bienenwachskerzen und Nüsse zum Verkauf im Kinderkaufladenregal.

Es ist immer wieder eine Freude Kindern beim Spielen zu zusehen. Wie sie alles um sich herum vergessen, sich ganz dem Spiel widmen. Und wie phantasiereich sie doch sind. Eigentlich bräuchten sie wohl gar keinen Kaufladen um „Kaufladen“ zu spielen. Sondern nur ein paar Stühle und Tücher. Aber stellen wir uns doch nur einmal vor, unsere Kinder würden einen Stuhl und ein Tuch als Geschenk unter dem Tannenbaum auspacken. Nein, lieber nicht ;-).

 

Was sind Eure Spielzeugfavoriten?

Liebe Grüße ♥

Leni