Frohe Weihnachten!

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Die Wintersonnenwende liegt bereits hinter uns, der Tag, der schon vor vielen Jahrtausenden und in vielen verschiedenen Kulturen als Tag des wiederkommenden Lichts gefeiert wurde und auch heute noch wird. Denn, man muss sich bewusst machen, dass unser christliches Weihnachten auf das heidnischen Wintersonnenwendsfest gestülpt wurde, der Kern aber doch der gleiche geblieben ist: die Freude über die Wiedergeburt des Lichtes, Hoffnung und Neuanfang. In unser christlichen Kultur sind die kommenden Tage (und eigentlich ja auch schon der Dezember an sich) geprägt von der Ankunft Jesus Christi. Und man muss kein gläubiger Christ zu sein, um die Legende der Geburt Jesus zu erzählen und zu hören. Denn hier geht es um nichts Geringeres als um das Wunder der Geburt eines Kindes. Ein Kind, in dem die Hoffnung der Welt liegt, wie in jedem Neugeborenen. Ein Kind, dass von Engeln begleitet auf die Erde kommt und dort mit Liebe empfangen wird, so wie jedes Kind empfangen werden sollte. Liebe und Hoffnung.

In diesem Sinne, tauche ich jetzt ab in die Weihnachtsstimmung, die hier bei uns aus einer Mischung aus hibbeliger Vorfreude, sich wie Kaugummi ziehender Zeit gepaart mit plötzlich hier und da aufploppenden Stresses, funkelnden Augen und großen Erwartungen besteht. Und wir sehen uns (hoffentlich) nach Weihnachten oder spätestens im neuen Jahr mit neuen Geschichten, Bildern, Ideen und Projekten (es schwirren gerade so viele in meinem Kopf herum) wieder!

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An dieser Stelle möchte ich Euch noch einmal herzlich danken. Dafür, dass Ihr hier seid, Kommentare schreibt, Herzchen hinterlasst und mich jeden Tag aufs Neue inspiriert. Das bringt mir so viel Freude!

Ich wünsche Euch ein entspanntes, sinnliches, freudenreiches und wunderbares Weihnachtsfest im Kreise Eurer Lieben. Meine Gedanken und Gebete sind aber vor allen bei denen, die nicht so viel Glück haben. Ich wünsche Euch, dass auch Euch das Licht der Weihnacht erreicht und Euch Hoffnung und Liebe bringt ♥!

Eure Leni


Sankt Martin

Laterne

(Der Beitrag enthält unbezahlte, unbeauftragte Werbung)

Bei uns hat die Martinswoche begonnen und damit eine wunderbare Zeit, denn wir alle mögen die stimmungsvollen Tage um den Sankt Martinstag sehr. Die Natur zieht sich zurück, die bunten Blätter fallen zu Boden, das Licht schwindet. Wie beglückend ist es jetzt ein Licht in dunkler Nacht vor sich zu tragen, unter Gesang und Stille, durch die Straßen und über die Felder.

Laternen. Die Laternen werden bei uns bereits im Kindergarten und in der Schule gebastelt. Eine schöne und einfache Laterne, auch für Zuhause, ist die „Waldorf-Laterne“. Die Kinder malen mit Aquarellfarben auf rechteckiges (Aquarell-) Papier, das nach dem Trocknen mit ein wenig Öl (z.B. Babyöl) eingerieben und in „Käseschachteln“ eingeklebt wird. Mit Draht wird die Laterne dann an einen Stock befestigt. Möchte man auf die Käseschachteln verzichten, kann man mit der gleichen Technik auch eine Faltlaterne basteln. Eine anderes Modell ist die runde Laterne (ähnlich wie diese hier), die mit Hilfe eines Luftballons und Kleister hergestellt wird. Verziert mit Herbstlaub oder Sternen, wird sie ebenfalls mit Draht an einem Stock befestigt. Wir nehmen immer echte Kerzen, um die Laternen zu illuminieren. Dadurch leuchten die Laternen wunderbar warm und die Kinder gehen viel achtsamer mit ihnen um.

Weckmänner

Gebäck. Hier, in meiner Heimat, bekommt jedes Kind zu Sankt Martin einen Weckmann. Und der (warum auch immer), trägt immer eine Pfeife aus Ton. Mittlerweile haben wir eine ganz stattliche Tonpfeifensammlung, so dass wir gleich an mehreren Tagen Weckmänner backen und die Pfeifen immer wieder benutzen können. Ein Rezept für die Weckmänner findet ihr hier.

Es muss ja keine echte Gans zu Sankt Martin sein (ganz im Gegenteil) – diese Martinsgänse von Tanja retten (Gänse-)Leben und schmecken bestimmt total lecker!

Liedertext

Lieder. Es gibt richtig viele schöne Sankt Martins-, und Laternenlieder (hier im Rheinland sogar auf Kölsch). Neu entdeckt habe ich Eveline auf Youtube, die Herbstlieder wunderschön singt (auf deutsch, englisch und niederländisch). Bisher findet man sechs Lieder bei ihr – hoffentlich werden es noch mehr!

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Die Legende. Die Legende, des römischen Soldaten Martin, der seinen Mantel mit einem frierenden Bettler teilt, steht (neben dem Laternenlicht) im Mittelpunkt des Festes. Bei uns zu Hause stehen bereits seit einigen Tagen die beiden Protagonisten in Holz auf dem Jahreszeitentisch, zusammen mit diesem kleinen Martinsbüchlein. Beim, oder nach dem Lesen, spielen die Kinder immer gerne die Mantelszene mit den Figuren nach und verinnerlichen so das, was dieses Fest uns an Geisteshaltung mitgeben soll.

Helfen und Teilen. Nächstenliebe und Barmherzigkeit.

 

Ich wünsche Euch ein schönes Sankt Martins-, oder Laternenfest.

Liebe Grüße ♥

Leni


Hallo Oktober!

Oktober

Wenn das Jahr ein Musikstück wäre, wäre der September das Crescendo, das allmähliche Lauterwerden der Musik. Die ersten Blätter verfärben sich, das satte Grün des Frühlings und des Sommers weicht den Farben des Herbstes. Der Oktober aber ist der Höhepunkt des Stückes, laut, bunt und wild. Manche Bäume sehen aus als stünden sie in Flammen – so spektakulär ist ihr Laubwerk in rot, orange und gelb. Ebenso leuchten uns die Hagebutten, Vogelbeeren und Schlehen und Sanddorn entgegen. Die Herbstwinde rütteln an den Bäumen, lassen die Blätter wild durch Luft wehen und schmücken die Wege mit einem raschelnden Blätterteppich. Die Natur zündet ein letztes Feuerwerk ab, bevor im November die Töne wieder ruhiger werden.

Die kalten Temperaturen in der Nacht mahnen uns, dass der Winter naht. Wir machen es uns mit Kerzen und Decken gemütlich. Die milden Temperaturen am Tag schicken uns raus in die Natur. Vor allem in den Wald. Aber der Oktober hat noch so viel mehr zu bieten.

Wir freuen uns auf:

  • das Erntedankfest! Während Michaeli das Herbstfest ist, welches wir nur für uns in der Familie zelebrieren, feiern wir Entedank mit der Gemeinde und sogar dem ganzen Dorf.
  • den Tag der deutschen Einheit.
  • Kerzenlicht und Gemütlichkeit. Stricken und Lesen. Tee und Kakao.
  • Herbstmärkte. Schlösser, Parks und hübsche Altstädte bieten oft die Kulisse für Kunst-, Handwerks-, und Gartenmärkte im Herbst.
  • Herbstferien!
  • Kürbissuppe. In allen Variationen. Mal asiatisch angehaucht, mal scharf, mal pur.
  • Pilze. Hoffentlich. Endlich.
  • den Frühling. Denn jetzt kommen noch schnell die Zwiebeln der Frühlingsblüher in den Boden (wenn sie denn dort nicht schon sind).
  • Spaziergänge im Wald mit Blättergeraschel unter den Füßen.
  • Herbstschätze.
  • Astern und Dahlien.
  • Laubhaufenspringen.
  • auf das Knoblauchstecken. Für eine frühe und gute Knoblauch-Ernte im nächsten Jahr.
  • Unser kleines Kürbishaus.
  • Halloween/Samhain! Die gruseligste Nacht im Jahr. Wie und warum wir sie feiern, steht hier.

 

 

 

Ich wünsche Euch einen magischen Oktober!

Liebe Grüße ♥

Leni

 

Verlinkt mit Der Zitronenfalterin/Oktobermotto