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5 Dinge

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5 Dinge, die mich gerade glücklich machen:

  1. Die Hände in der Erde haben.

Temperaturen um 15 Grad, Sonnenschein und Regen. Perfekt für Gartenarbeit am Wochenende.

Nicht nur unsere Hühner lieben den Kompost (wegen den Würmern) – es gibt keinen besseren und günstigeren Dünger.  Jetzt im Frühjahr bringen wir ihn auf die Beete, unter die Sträucher und Obstbäume aus.

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Auch die Hochbeete haben wir wieder mit Kompost aufgefüllt (letztes Jahr haben wir sie neu geschichtet – sie sacken innerhalb eines Jahres ein ganzes Stück ab). Und die ersten Hochbeetbewohner durften auch schon einziehen.

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2. Der Sonnenschein bringt es wortwörtlich ans Tageslicht: der Frühjahrsputz ist nötig.

Das ist irgendwie ein natürlicher Drang im Frühling, alles wieder frisch, sauber und geordneter zu haben, oder? Und wenn man einmal anfängt, machen alle Kinder von ganz alleine und mit größtem Vergnügen mit. Regelmäßig setzte ich (Bio) Orangenschalen (von unseren Smoothies) in Essig  an – ein Spitzenallzweckreiniger. Und mit Zeitungspapier bekommt man tatsächlich die Fenster streifenfrei sauber. Was man sonst noch alles kostengünstig und ökologisch selber an Reinigungsmitteln herstellen kann, habe ich hier gefunden.

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3. Wenn Du etwas Schönes liest, erzähle es weiter.

Bei unserem Frühlingsputz habe ich die „Floh“- Beilage „Hallo Welt“ (eine Kinderzeitschrift) zwischen den Sofakissen gefunden und dort einen Artikel über Ollie und Harry gelesen. Ollie und Harry sind zwei Jungs aus Schottland, 8 und 5 Jahre alt und haben ganz besondere Wochenenden. Sie versuchen nach und nach ihre To Do-Liste abzuarbeiten auf der (mittlerweile) 500 verschiedene, große und kleine Abenteuer stehen, die die Jungs zusammen mit ihren Eltern erleben wollen bevor sie 18 Jahre alt sind. Angefangen von im Wald übernachten und Gold aus einem Bach sieben über einen Tag wie Menschen aus der Steinzeit leben bis zu einem Ausflug ins Weltall. Letzteres geht nicht? Doch! Statt selbst in den Weltraum zufliegen, hat die Familie einfach zwei Legomännchen mit einem Ballon ins All geschickt (und ein Video davon gedreht, schaut mal hier).

Warum ich die Gschichte über Olli und Harry so schön finde? Weil sie mich motiviert. Inspiriert. Weil ich auch einen To Do-Liste habe (Überraschung, bei meinem Listenfaible;-)) mit Dingen, die ich in meinem Leben noch tun möchte und erleben will. Mit den Menschen, die ich liebe. Und diese, besagte Liste liegt einfach irgendwo in einer Kiste herum. Und egal ob geschrieben oder im Kopf, ich glaube, jeder hat irgendwie so eine Liste. Mal kürzer, mal länger. So viel, was man auf die lange Bank schiebt. Zeit, es anzupacken! Also habe ich mich mit den Jungs am Wochenende zusammengesetzt und unsere gemeinsame Abenteuer-Liste (allerdings vorerst mal nur mit 20 Punkten) geschrieben und an den Kühlschrank gepinnt. Es kann losgehen!

Von der Liste der Fergusons haben wir uns einiges abgeguckt – schaut sie Euch doch auch mal (hier) an :-).

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4. Weidenkätzchen und Frühlingsdeko.

Unser (sehr entfernter) Nachbar hatte vor zwei Wochen seine Weiden beschnitten und die Weidenkätzchenzweige an die Straße gestellt. Jetzt stehen sie in unserer Vase. Erst recht nackig (wenn Weidenkätzchen überhaupt nackig sein können) und jetzt geschmückt mit kleinen gefilzten Blütenanhängern.

 

Die sind übrigens ganz schnell gemacht und auch für kleine Kinderhände kein Problem. Man braucht nur Murmeln, Filzwolle, Seife und (sehr) warmes Wasser zum Filzen und später eine Garnschnur zum Aufhängen. Die Filzwolle wird um die Murmel gelegt und mit Wasser und Seife erst vorsichtig, später dann mit Kraft in den Händen (und auf einer rauen Unterlage, wie einem Handtuch) immer wieder gerollt, geknetet, gerieben und geformt, bis die fluffige Wolle ein fester Ball geworden ist. Dann wird die Kugel unter klaren, warmen Wasser ausgewaschen und getrocknet. Am nächsten Tag schneidet man die trockene Kugel kreuzförmig ein und holt die Murmel heraus. Mit einem Schnur, die man mit der Nadel durch den Filz zieht, kann man die Blume nun aufhängen.

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Ich habe die Blüten noch mit einer Holzperle verziert. Man kann aber zum Beispiel auch ein kleines Glöckchen in die Blume einnähen.

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5.   Der Bärlauch sprießt. Aus einem kleinen Pflänzchen, dass ich vor vielen Jahren unter die Hortensien setzte, ist ein kleiner Bärlauchteppich geworden, der jedes Jahr noch größer wird.

 

Die Blätter riechen herrlich frisch und angenehm nach Knoblauch und verfeinern bei uns gerade Quark, Dip und Butter. Und das Beste: ich muss dafür nur in den Garten gehen.

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Was macht Euch gerade glücklich?

Ich wünsche Euch einen guten Start in die neue Woche!

Liebe Grüße

Leni

 

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WiB
12v12
creadienstag
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Eiskunst für den Garten

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Sonnige Tage, frostige Nächte – davon hatten wir jetzt viele. In der letzten Nacht sogar – 8 Grad (für das Rheinland arktische Verhältnisse). Sehr zum Leid der Hühner, die jetzt im Stall noch näher aneinander rücken müssen, aber auch sehr zur Freude der Kinder, da sich jetzt wunderbar Eiskunstwerke herstellen lassen.

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Man braucht dafür nur viele kleine und große Gefäße, je nachdem wie groß die Werke werden sollen. Wir haben Eimer und Töpfe, Sandförmchen und eine Backform genutzt. Die werden mit Wasser gefüllt. Mit Regenwasser, destilliertem Wasser oder aber abgekochtem Wasser ist das Eis übrigens nachher klarer als mit Leitungswasser. Für die Dekoration haben wir einfach alles genommen, was so im Garten zu finden war: Rosmarin, Hagebutten, Farn und Schneeglöckchen, Blätter und Moos. Für die kleinen Eisbilder haben wir außerdem noch Schnüre mit ins Wasser gegeben, damit wir sie in den Bäumen aufhängen konnten und dann alles über Nacht draußen stehen gelassen.

Um das Eis aus den Töpfen wieder herauszubekommen, haben wir Wasser im Wasserkocher heiß gemacht und dann im Garten von außen über die Gefäße geschüttet. Danach ließ sich das Eis ganz einfach raus klopfen. Hat man übrigens noch ein paar Pappteller zu Hause, kann man auch damit schöne, runde Eisbilder zaubern, die sich noch einfacher später lösen lassen (habe ich letztens auf Instagram gesehen ;-)).

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Tagsüber fällt die Wintersonne auf das Eis und bringt es zum Strahlen – und abends sorgen Kerzen für die Illumination.

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Ich wünsche Euch einen schönen (frostigen) Sonntag!

Liebe Grüße

Leni

 

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Sonntagsfreuden
WiB
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Saatgutfestival + Verlosung

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Das Interesse am eigenen Anbau von Obst- und Gemüse, an der Landwirtschaft und an unseren Lebensmitteln im Allgemeinen wird beständig größer. Und damit auch die Erkenntnis, dass das, was wir im Supermarkt oder Marktstand an Gemüse kaufen können, nur ein verschwindend kleiner Teil der Vielfalt ist, die tatsächlich an Nutzpflanzen existiert. Denn ob rosa Kartoffeln, purpurne Bohnen, geringelte Beete, Erdbeeren mit Walderdbeerenaroma oder Urmöhren – in den Genuss all dieser Varietäten und Raritäten kommt man (in der Regel) nur, wenn man sie selber anbaut.

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Sobald man sich für ein eigenes Gartenprojekt entschieden hat, stellt sich die Frage nach dem Saatgut. Im Gartencenter wird man schnell fündig, mit etwas mehr Mühe auch bei Saatgutherstellern im Internet. Aber das ist so ein bißchen wie früher in den Musikgeschäften. Mainstream-Platten und CDs bekam man dort immer zu kaufen, aber die wirklichen Schätze, die wirklich tollen Platten, nach denen musste man schon mal länger suchen und man fand sie dann meistens auf dem Flohmarkt. Mit Saatgut verhält es sich ähnlich. Gemüseraritäten, die genau in deiner Region gut wachsen und von dem du selber wieder Saatgut gewinnen kannst, findest du (zum Tausch oder für kleines Geld) vor allem auf regionalen Saatgutbörsen, wie z.B. den Saatgutfestivals. Und oben drauf, viele Gärtner, Landwirte und Aktivisten, die mit großem Wissen und viel Leidenschaft über ihre Pflanzen und Kräuter, Autarkie, Naturschutz, die Sicherung von Biodiversität und Naturkreisläufen, (Saatgut-)Politik und den freien Zugang zu Saatgut referieren und diskutieren.

 

 

Letztes Wochenende besuchten wir das Saatgutfestival in Bonn. Die letzten Jahren pilgerten wie nach Düsseldorf, auf das dortigen Festival – Bonn liegt da für uns deutlich näher (und steht Düsseldorf fast in nichts nach). Ins Gespräch kam ich mit vielen Personen. Über Freilandtomaten, „freie“ Tomaten“ (mit der unglaublich engagierten  Dorothea Wamper vom VEN),  Kartoffel- und Knoblauchraritäten, Heilkräutern aus aller Welt und Schafen (ob drei bis vier Schafe in unserem Garten noch Platz hätten?). Mit nach Hause habe ich einige Samentütchen (nach Tomaten und Radieschen sind Bohnen meine heimlichen Lieblinge), Kartoffeln, Kräuter und die Erkenntnis genommen, dass hier etwas im Umbruch ist, dass hier eine (kleine) Revolution im Gange ist, die immer mehr Anhänger findet und die von Jedermann unterstützt werden kann!

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Passend dazu verlose ich heute für Euch eins meiner Lieblingsgartenbücher, das „Große Buch der Selbstversorgung“ von Dick & James Strawbridge. Das Werk ist sehr umfassend, von Energiegewinnung über Nutztierhaltung, von der Herstellung von Naturkosmetik und Putzmitteln bis zum Bier brauen. Aber selbst wenn man gar nicht so weit autark leben kann oder möchte, dieses Buch ist auch ein hervorragender Ratgeber für den Anbau von Obst, Gemüse und Kräutern und der Verarbeitung und Konservierung dieser.

Ihr könnt ein Exemplar des Buches gewinnen! Dafür müsst Ihr nur hier, unter diesem Post, einen Kommentar (und eventuell eine E-Mail-Adresse, damit ich Euch im Falle des Gewinns auch kontaktieren kann) bis zum 4. 3. 2018 hinterlassen. Das Los entscheidet. Für das Teilen des Beitrages auf Instagram oder Facebook gibt es ein zusätzliches Los, genauso wie für das Folgen von „Familienjahr“ über Instagram, Facebook oder direkt über E-Mail/Wordpress, so dass ihr letztendlich mit 3 Losen in den Glückstopf springen könnt.

Ich wünsche Euch viel Glück!!

Liebe Grüße

Leni ♥

P.S.: Weitere Termine für Saatgutfestivals und -börsen findet Ihr hier.

 

 

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Die Verlosung ist beendet! Gewonnen hat Sophia – Herzlichen Glückwunsch!

Vielen lieben Dank für die Teilnahme ♥

 

 

 

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Unser Keksdosen-Hühnergarten

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Alles beginnt mit einem Korn. Immer wieder aufs Neue. Und weil das nicht nur unglaublich faszinierend ist zu sehen wie aus einer kleinen Bohne eine meterhohe Pflanze heranwächst oder aus einem unscheinbaren Apfelkern gar ein ganzer Baum, sondern den Kindern es auch einfach viel Spaß macht ihren eigenen Miniaturgarten immer wieder neu zu gestalten, haben wir auch dieses Jahr im Februar den Start in die Gartensaison ein wenig vorgezogen (im wahrsten Sinne des Wortes ;-)).

 

Wir haben dieses Jahr wieder die ausrangierte Keksdose genommen, mit Aussaaterde gefüllt und kleine Beete angelegt. Dann kamen 3 Puffbohnenkerne, Kapuzinerkressesamen, Apfelkerne, Weizen und Kressesamen in und auf die Erde und wurden ordentlich nass gemacht. Und natürlich Hühner! Die waren aber schon nach kurzer Zeit kaum noch zusehen, denn Kresse und Weizengras schossen schon bald in die Höhe, gefolgt von den Puffbohnen und der Kapuzinerkresse.

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Am Wochenende (nach 1 1/2 Wochen) war unser Keksdosengarten so verfilzt, dass wir ihn auflösen mussten. Die Kresse kam als Topping auf die Kartoffelsuppe, die Puffbohnen nach draußen ins Beet (sie kommen gut mit Kälte klar), die Kapuzinerkresse in einen Topf ebenso wie der gekeimte Apfelkern. Und das Weizengras, ja das durften unsere „richtigen“ Hühner verspeisen (und sie haben nicht einen Fitzel übrig gelassen).

 

Jetzt, wo die Kiste wieder leer ist, können wir erneut einen kleinen Garten anlegen. Vielleicht einen Schrebergarten mit Minigewächshaus. Oder einen Acker mit Mini-Traktor. Oder einen Wichtelgarten mit einer kleinen Höhle.

Unseren Mini-Garten vom letzten Jahr mit mehr Ideen für die Bepflanzung gibt es übrigens hier zusehen!

 

Ich wünsche Euch einen schönen Dienstag!

Liebe Grüße

Leni

 

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Tomatenanzucht in Eierschalen

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Ich weiß gar nicht, wen ich jedes Jahr mehr vertrösten muss, die Kinder oder mich. Wir würden alle am liebsten schon im Januar mit der Tomatenanzucht beginnen – aber, wir starten hier erst nach Karneval. So ist die Regel. Meine Regel. Wie gut, dass Karneval dieses Jahr recht früh gefeiert wurde!

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Es gibt mittlerweile so viele Möglichkeiten der Anzucht, von Quelltöpfchen über Zeitungspapierpotts, von (wiederbenutzbaren) Plastikbechern bis ausgehöhlten Zitronen. Bei uns aber haben sich Eierschalen bewährt. Unsere Hühner als treue Lieferanten bieten uns sogar farblich unterschiedliche Anzuchtstöpfchen, so dass wir die einzelnen Tomatensorten besser unterscheiden können :-). Nichtsdestotrotz beschrifte ich die Schalen außen auch noch einmal bevor sie auf die Fensterbank kommen.

Wir lieben vor allem die Tomatensorten mit kleinen und vielen Früchten, wie Wildtomaten oder Massenträger, die meist auch sehr gut ohne Gewächshaus oder Regenschutz auskommen.

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Sobald die Tomaten gekeimt sind, stelle ich sie dann kühler, bevor sie (ab einer gewissen Größe) einen richtigen Topf mit gedüngter Erde bekommen.

Übrigens ziehen wir auch viele andere Pflanzen in den Eierschalen vor, hier seht Ihr kleine (Feld-)Salatpflänzchen aus dem letzten Jahr:

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Seid Ihr schon in die Gartensaisson gestartet?

Ich wünsche Euch eine Woche!

Liebe Grüße

Leni

 

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Aus dem Garten auf den Tisch: Wintersalat mit Orangendressing

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Wer bei Wintersalat nur an Feldsalat, Endivie oder Radiccio denkt, dem sei gesagt, es wächst gerade schon oder noch viel mehr im Garten, was sich prima für einen winterlichen Salat eignet :-).

Wobei ich gestehen muss, dass der Feldsalat schon mein Lieblingssalat im Winter ist. Nein, nicht der zarte, kleine Treibhaussalat, sondern diese knackigen, tiefgrünen, duftenden, in Rosetten wachsenden Blätter, die diesen richtigen Feldsalatgeschmack besitzen. Aber auch der Postelein (oder Winterportulak) ist ein richtiges Wintergewächs und darf mit in die Salatschüssel, genauso wie der Spinat, dessen junge Blätter ganz wunderbar roh schmecken. Der Mangold steht bei mir an einer recht geschützten Stelle, weshalb er dem Frost und Schnee gut trotzen kann und ein paar junge, bunte Blätter zum Salat beisteuert, ebenso wie der Fenchel, der im Sommer geschossen war, im Beet bleiben durften (da er wunderhübsche Schwalbenschwanzraupen beherbergte) und jetzt neu austreibt. Und dann wäre da auch noch der Blattsenf. Bei mir wachsen mehrere Sorten, u.a. eine japanische Sorte mit Blättern, die dem Friseesalat ähneln („Mizuna“ heißt sie). Ich hatte den Blattsenf im Spätsommer ausgesät und jetzt im Februar kann man hier und da immer noch ein paar Blätter ernten.

Das Dressing für den Salat ist ganz leicht gemacht. Man braucht:

  • Orangensaft einer Orange
  • eine halbe, ganz fein geschnittene rote Zwiebel
  • 6 EL Olivenöl (alternativ Rapsöl)
  • 3 EL Balsamico – Essig
  • 1 TL (recht flüssigen) Honig (alternativ zwei Prisen Zucker)
  • 1 TL Senf
  • Salz und Pfeffer

Alles wird miteinander gut verrührt und über den Salat gegeben. Gut schmecken dazu auch noch Walnusskerne (und Ziegenkäse)!

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Ich freue mich, wenn schon bald aus dem Wintersalat ein Frühlingssalat wird; der Sauerampfer, Kerbel, Rucola und all die anderen Kräuter aus den Boden schießen. Aber nun erst einmal: Guten Appetit!

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Liebe Grüße

Leni

 

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Januar im Garten plus Verlosung

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Die Schneeglöckchen recken schon ihre Stängel aus der Erde und der Duftschneeball verströmt gerade schon den ersten Duft vom Frühling. Kein Wunder also, dass ich (gedanklich) schon mitten in der neuen Gartensaison bin und gerade mit Vorliebe Gartenbücher wälze. Vor einer Woche lag bei uns dann der erste Saatgutkatalog im Briefkasten und erinnerte mich daran, dass es Zeit wird mein Saatgut zu sortieren, alles was im Sommer und Herbst bis jetzt lose und unbeschriftet in Tütchen und Gläsern (und Hosentaschen, ähem) steckt zu beschriften und neu zu ordnen.

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Wovon habe ich ausreichend dieses Jahr (Tomaten!) und was muss ich nachbestellen? Was will ich dieses Jahr wohin pflanzen? Seit ein paar Jahren führe ich ein Garten(tage)buch, in dem ich Aussaattermine, Anbaupläne, Sorten und Erträge, Schädlinge, Düngergaben und eine Klimatabelle eintrage – ich kann das jedem Gärtner nur empfehlen; es erleichtert die Planung ungemein.

Letztes Jahr habe ich an dieser Stelle ein kleines Samenpaket verlost  – und es hat mir eine große Freude bereitet! Es war nicht nur schön, all die lieben und interessanten Kommentare dazu zu lesen, ich habe von den Gewinnern des Saatgutes ein paar Monate später auch Bilder von den angebauten Radieschen, Tomaten und der Kapuzinerkresse zugeschickt bekommen (und mich so gefreut)!

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Viele, die letztes Jahr mitgemacht hatten, schrieben, dass sie sozusagen „Gartenanfänger“ seien, gerade einen Garten oder eine Parzelle im Schrebergarten erworben/gepachtet hätten. Deshalb habe ich mir für dieses Jahr überlegt, nicht nur Samen, sondern auch noch ein Gartenbuch dazu zuverlosen! In dem Gartenbuch findet alles wissenswerte zum Thema Gartengestaltung, Pflanzenprofile, Bodenpflege und (was ich richtig klasse finde) einen Arbeitskalender für jeden Monat.

 

Ihr könnt das Gartenbuch „Gartenjahr“ vom GU Verlag gewinnen plus ein Saatgutpaket, bestehend aus folgenden Samen von:

1. bunten Radieschen (rote, gelbe, violette, weiße und weiß-rote)
2. Kapuzinerkresse in unterschiedlichen Variationen
3. unserer Lieblings-Tomatensorte (leider namenlos, aber es ist eine kompakt wachsende Sorte mit kleinen, süßen Früchten),
die alle mit viel Liebe in unserem (ökologisch) bewirtschaften Garten gewachsen sind ♥!

Radieschen, Kapuzinerkresse und Tomaten gedeihen im Garten (die Tomaten auch ohne Regenschutz) oder auf dem Balkon und sind so pflegeleicht, das sie ganz hervorragend von und mit Kindern gepflanzt und gepflegt werden können.

Wenn Ihr mitmachen möchtet, hinterlasst doch einfach hier auf dem Blog, auf Facebook oder Instagram bis zum 26.02.2018 einen Kommentar und (falls Ihr anonym schreibt) eine Emailadresse, damit ich Euch im Falle des Gewinns auch benachrichtigen kann.

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Übrigens habe ich mir auch gerade die Termine für die Saatgutbörsen und -festivals dieses Jahr in meinen Terminplaner eingetragen (viele Termine findet man z.B. unter http://www.nutzpflanzenvielfalt.de) und bin erfreut darüber, dass jedes Jahr mehr Veranstaltungen dieser Art dazu kommen. Das zeigt doch, dass das Interesse am Garten, am eigenen Gemüse- und Obstanbau und an (Heil-)Kräutern weiterhin steigt. Wie wunderbar!

 

Liebe Grüße ♥

Leni

 

 

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Im Garten Anfang Dezember

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Mit dem ersten Dezember kam der Schnee. Dicke Flocken fielen (zur Freude aller hier) aus den Wolken und zauberten aus dem Garten eine wunderbare Schneelandschaft.

Am Samstag stellten wir Vogelfutter-Küchlein her aus Kokosfett und einer Vogelfutter-Mischung (die Anleitung von vorletztem Jahr findet Ihr hier ). Mittlerweile füttern wir die Vögel das ganze Jahr über, bzw. lassen die Samenstände von Sonnenblumen, Brokkoli, Radieschen und anderen Pflanzen für die Vögel einfach stehen. Letztens erst machte der Bericht eines Ornithologen in den Medien die Runde, der das Füttern der Vögel im Garten für unbedingt notwendig hält. Und nicht nur im Winter oder erst dann wenn Schnee liegt, da die Gartenvögel sonst einfach nicht genug Nahrung finden würden um sich und ihre Brut zu ernähren. Wir machen die Vogelfutterküchlein (oder die gefüllten Tannenzapfen) daher auch gerne auf Vorrat und als kleine Mitbringsel oder Geschenke, wenn wir irgendwo eingeladen sind.

Der Schnee lässt die Welt so wunderbar zur Ruhe kommen. Und auch unseren Garten. Alle Geräusche werden gedämpft, die Tiere ziehen sich zurück in ihren Winterschlaf, das Unkraut ist erst einmal verschwunden (was ein Glück). Das letzte Gemüse im Beet, der Kohl, Sellerie, Feldsalat, Spinat und Poree halten tapfer der weißen Bedeckung stand und dürfen nach und nach den Weg in unsere Küche antreten (gestern gab es Linsensuppe, mhh).

Die Jungs haben gestern bereits nach einem passenden Tannenbaum für Weihnachten gesucht. Auf unserem Grundstück stehen viele junge Fichten und große Tannen. Und auch die kleinen Tannenbäume der Kinder haben wir (fast) jedes Jahr erfolgreich wieder in den Boden eingepflanzt. Ich denke, nächstes Wochenende schlagen wir dann auch schon unseren Weihnachtsbaum.

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Heute haben wir uns erst einmal etwas anderes in Haus geholt. Unser Adventswichtel (die Kinder haben ihm den Namen „Rudi“ gegeben) hat heute morgen schon zwei Obstbaumzweige hereingeholt, denn heute ist Barbara-Tag!

Ich hoffe, Ihr hattet ein wunderbares (verschneites) Wochenende und wünsche Euch einen schönen Montag!

 

Liebe Grüße ♥

Leni

 

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Wochenende in Bildern
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Im Garten Anfang November

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Wir sind dieses Jahr wirklich gesegnet mit einem milden, sonnigen Herbst. Selbst der November, der sonst so trübe, dunkle Monat, schenkt uns zu Beginn so viele schöne Tage. Keine Spur von Novemberblues. Und wo lässt sich die Zeit gerade besser verbringen als draußen, im Wald, in der Natur (die kuscheligen, regnerischen Tage auf dem Sofa können noch warten ;-)). Dieses Wochenende, das letzte Herbstferienwochenende, haben wir größenteils im Garten verbracht.

 

 

Über die Hälfte der Beete sind jetzt leer, abgeerntet. Und damit die Erde und ihre Bewohner vor Trockenheit und Frost geschützt sind, decken wir die Beete mit Laub ab. Dafür befreiten wir (oder besser gesagt meine fleissigen Helfer) die Rasenflächen und Wege von den Blättern und verteilten sie (etwa 5 cm) locker über den Boden der Beete. Das übrige Laub sammelten wir (nach einer ausgiebigen Laubschlacht natürlich) in einer geschützen Ecke im Garten für die Igel. Bis auf Eichenlaub, das zu viele Gerbstoffe enthält, eignen sich übrigens meines Wissens alles Laub zum Abdecken der Erde. Und das Ergebnis im Frühling ist verblüffend: unter den schon fast zersetzten Blättern konnten die Mikroorganismen und Kleinstlebewesen ungestört während des Winters aktiv bleiben. Schiebt man im Frühjahr das Laub zur Seite, findet man feinkrümelige, gut riechende, dunkle Erde darunter. Oder es ist eben nicht verblüffend, würde mein Bekannter jetzt sagen, ein Permakulturexperte, der selber ein großes Stück Land (als Schaugarten seines Permakulturvereins) pflegt. Denn alle Böden, auf denen Pflanzen und Bäume (in der freien Natur) wachsen, sind stetig bedeckt. Das ist der biologische Kreislauf.

 

 

Was sich gerade in meiner Küche stapelt, ist der Kohl (wer hätte gedacht, dass die Raupen soviel übrig lassen?). Weißkohl und Rotkohl. Letzteren friere ich gekocht ein oder lasse ihn (genauso wie den Weißkohl) in Gläsern fermentieren (wenn es was geworden ist, stelle ich Euch mein Rezept dafür mal ein). Vom Grünkohl zupfe ich immer nur die unteren Blätter ab, z.B. für Smoothies, so kann man ihn fast den ganzen Winter über wachsen lassen. Ansonsten ernten wir gerade den ersten Feldsalat (juhuu), weiterhin Spinat (auch immer gerne für Smoothies) und die letzten Möhren (nein, die sind nicht verkrüppelt, sondern das sind runde Möhren der Sorte „Pariser Markt“). Und dazu jede Menge Samen. Radieschen, Blumenkohl und Brokkoli, Ringelblumen, Buschbohnen und Sonnenblumenkerne (die können sich die Vögel im Winter aus den Samenständen picken).

 

 

Jetzt ist der Garten fertig für die Winterruhe (der Frost wird sicherlich nicht lange auf sich warten lassen). Das Gartenjahr neigt sich dem Ende.

Ich wünsche Euch einen schönen Sonntagabend!

Liebe Grüße

Leni

 

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Geborgen Wachsen
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Im Garten Anfang Oktober

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Die letzten Wocen waren (relativ) warm und regenreich, und boten damit nicht nur ein ideales Wetter für Pilze, sondern auch für die letzten Bewohner der Gartenbeete. Jeder warme Tag mahnte mich daran, die Beete weiter aufzuräumen, die Beerensträucher zurückzuschneiden und zu düngen, den Knoblauch endlich zu stecken und die Salate und Bohnen abzuernten, bevor der erste Frost kommt.

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Wieviel Knoblauch man über das Jahr braucht, wieviele Zehen (oder Knollen) man also im Herbst in die Erde versenkt, damit man immer ausreichend davon in der Küche hat, ist ein Erfahrungswert. In den ersten Jahren hatten wir so viel Knoblauch – wir hätten die ganze Straße damit versorgen können (okay, das ist vielleicht übertrieben, aber es war viel). In den letzten Jahren reichte die Ernte nur für 2 Monate. Mittlerweile stecken wir im Herbst Zehen von drei Knollen in die Beete,verteilen noch einmal 2- 3 Knollen zwischen den Erdbeerreihen und pflanzen noch einmal ein paar Zehen im Frühjahr zwischen den ersten Salat – und haben (wenn alles gut läuft) genau die richtige Menge für unseren Bedarf. Wir pflanzen übrigens keine Saatknollen, sondern Knoblauch vom Markt. Der stammt zwar oft aus Frankreich oder Spanien, aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass er auch mit unserem Klima gut zurecht kommt, wenn man ihn im Spätherbst mit einer Mulchschicht (zum Beispiel aus Laub) zudeckt.

 

Jetzt, wo die Nächte schon richtig kalt sind, und ich morgens und abends gerne mit einer Tasse Tee in der Hand am Tisch sitze, pflücke ich noch schnell die letzten Kräuter und Blätter aus dem Garten. Himbeerblätter, Melisse, Salbei, Tymian, Zitronenverbene, aber auch Hagebutten und Ringelblumen. Denn diese kalten Nächte erinnern mich auch immer daran, dass der Frost all das bald wieder vergehen lässt. Also, rasch an die Arbeit!

 

 

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Wie sieht es in Eurem Garten, auf Eurem Balkon aus? Wenn Ihr auch Fotos oder Geschichten aus Eurem Garten sammelt, teilt sie doch mit mir/uns. Hinterlasst einfach einen Link zu Eurem Blog/ zu Eurer Seite in den Kommentaren, so dass wir auch einen Blick in Euren Garten werfen können. Oder habt Ihr Tipps oder Erfahrungen zu einem Gemüse (Obst, Kraut, Nützling, Schädling, etc) oder ein Rezept? Immer her damit 😉

 

Liebe Grüße

Leni