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Kräuterzeit

Kräuterbündel

Auf der einen Seite genießen wir die Fülle des Sommers, die bunten Blumen, das reichliche Angebot an Obst und Gemüse, die vielen verschiedenen Kräuter, auf der anderen Seite müssen wir jetzt schon ein wenig an den Winter denken. Das erinnert mich an die Maus Frederick von Leo Lionni (muss ich das jetzt als Werbung kennzeichnen? – also gut: Werbung, unbezahlt), die, während alle anderen Mäuse Essen für den Winter horten, Farben und Erinnerungen sammelt. Vielleicht ist gut, sich einen Vorrat von beidem anzulegen. Und vor allem auch an Kräutern.

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Überall bei uns verteilt hängen und trocknen gerade Kräuter. Für meinen Gewürzschrank – z.B. Liebstöckl (für Wintersuppen), Rosmarin, Bohnenkraut, Thymian, Oregano (Pizza), Minze und Salbei, Estragon im Essig.  Für meine Teemischungen – z.B. Ringelblumen, Malven, Kornblumen, Beerenblätter, Zitronenverbene, Minze, Fenchel, Frauenmantel.

Da es gerade jetzt im Sommer so viele Kräuter sind, die ich konservieren möchte, habe ich mir aus Stöcken (wenn wir eins durch die Jungs immer im Garten haben, dann sind das Stöcke) und Haken zum Eindrehen mehr Platz zum Trocken von Kräutern geschaffen.

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Für Ölauszüge, Salben und Tinkturen – z.B. Johanniskraut, Ringelblumen, Spitzwegerich.

Räuchersticks1

Und für Räucherbündel. Das mache ich allerdings zum allerersten Mal. Aus dem Garten und von der Wiese hinter unserem Haus habe ich mir eine Königskerze, Beifuß, Rosmarin und Salbei besorgt und mit Naturfaserschnur zu länglichen Bündeln zusammengeschnürt (mit ein wenig Übung sehen sie vielleicht bald noch besser aus).

Räuchersticks

Nun trocknen die Bündel hängend, werden danach bis zum Winter aufgehoben und dann zur Reinigung zwischen den Jahren oder zum Jahresanfang geräuchert. Ich bin gespannt!

Kräuterstrauß

Wenn man einmal in die Welt der Kräuter, ihre Heilwirkungen und ihren Geschmack eingetaucht ist, kommt man aus dem Staunen (und dem Sammeln) kaum wieder heraus. Zumindest geht mir das  so. Denn nicht nur unsere Gemüsebeete werden jedes Jahr größer, auch die Kräuter bekommen jedes Jahr mehr Platz.

Ich wünsche Euch ein traumhaftes Sommerwochenende!

Liebe Grüße

Leni

 

 

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Johannisfest

Mittsommer2

Unser Wochenende stand im Zeichen der Sommersonnenwende. Der Jahreskreis ist nun zur Hälfte beschritten, die Sonne hat ihren höchsten Stand. Die längsten Tage und kürzesten Nächte im Jahr haben die Menschen schon vor Hunderten von Jahren zum Feiern angeregt. Mit dem 24. Juni legte die Kirche über die heidnischen Sommersonnenwendenfeste den Geburtstag des Täufers Johannes. Das Johannisfest liegt der „heiligen Nacht“, dem „Heiligabend“ am 24. Dezember, im Jahreskreislauf genau gegenüber.

Blumenkränze für die Kinder, Sonnenbrot, Lagerfeuer, Kräuterbuschen, Glühwürmschensuche und Johannisbeeren. Wir feiern jedes Jahr unser eigenes kleines Johannisfest und laden uns liebe Freunde dazu ein. Dieses Jahr mussten wir das Johanni-Feuer und die Glühwürmchensuche leider absagen, genauso wie das gemeinsame Essen im Garten (das Essen fand dann einfach im Haus statt) – der Regen machte uns einen Strich durch die Rechnung.

Johannisbeeren

Was aber auf jeden Fall blieb, war unsere traditionelle Johannisbeerenernte. Die schon dunkelroten, süßen Beeren, haben wir während einer Regenpause geerntet und zusammen verarbeitet.

Johannisbeerenpflücken

Fast 3 kg Johannisbeeren wanderten durch die Hände (und in die Münder) der Kinder. Den größten Teil kochten wir als Gelee ein. Mit dem süßen Duft dampfender Beeren in der Nase, erinnerten wir uns daran, wie viel Freude uns im Winter der Geschmack des Sommers in Form von Marmeladen und Gelees doch macht. Ach, wenn man doch den ganzen Sommer irgendwie konservieren könnte…

Johannisbeergelee

Der andere Teil der Johannisbeeren wanderte auf den Kuchen. Das Rezept dafür ist ganz einfach, die Kombination aus süßen Mandel und säuerlichen Beeren einfach mhhhh.

Johanisbeerkuchen

Für den Teig:
250gr Sahne
150 gr Zucker
1 EL (oder 1/2 Päckchen) Vanillezucker
300gr Mehl
4 Eier
1 Prise Salz
Zitronensaft
Alles verrühren, auf ein gefettetes Backblech streichen und bei 200 Grad Umluft 15 Minuten backen.
Für den Belag:
125 gr Butter
150 gr Zucker
1 El Vanillezucker (oder 1/2 Päckchen)
4 EL Milch
200 gr gehobelte Mandeln
200-300 gr Johannisbeeren
Belag auf den vorgebackenen Kuchenteig streichen, Johannisbeeren verteilen und abermals bei 200 Grad 10-15 Minuten im Ofen backen.

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Um die Sommersonnenwende herum ernten wir auch viele Kräuter aus dem Garten als Gewürzmittel, für  Teemischungen, Salben und Räucherbündel. In einem der nächsten Beiträge erzähle ich Euch mehr darüber :-).

Liebe Grüße

Leni

 

Wie andere Familien das Sommersonnenwen-Wochenende verbracht haben,
kann  man bei WiB nachlesen.

 

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Mhh, Radieschenschoten! Plus zwei leckere Varianten sie zu essen.

Rattenschwanzradieschen

Wir haben im Frühjahr wirklich viele Radieschen in diesem Jahr geerntet. Milde, scharfe, weiße, senfgelbe, violette, rosa-weiße, dicke runde und längliche. Auch bei den Radieschen findet man eine große Vielfalt, wenn man danach sucht (und gerne Radieschen isst ;-). Als aber der Mai mit seinen wunderschönen und heißen Tagen ins Land zog, konzentrierten sich die Radieschen nicht mehr auf die Knollenbildung, sondern fingen an Blütenstengel gen Himmel zu schieben. Damit ist das Radieschen an sich futsch, schließlich befindet sich in der Erde jetzt keine saftige Knolle, sondern nur eine holzige Wurzel. Aber: es gibt drei Gründe die Radieschenpflanze jetzt trotzdem im Beet stehen zu lassen.

1. Die schönen weißen und rosa farbenden Radieschenblüten sind überaus beliebt bei Bienen, Schmetterlingen und anderen Insekten.

2. Lässt man die Pflanze sich versamen, hat man direkt Saatgut für das nächste Jahr.

3. Radieschenschoten sind super lecker! Sobald die Blüten verblüht sind, wachsen an deren Stelle grüne Schoten. Diese sind erst lang und dünn, bevor sie später knubbelig werden. Und genau dann, wenn sie nicht mehr ganz dünn, aber auch noch nicht knubbelig und gelb sind, dann schmecken sie richtig knackig. Wonach? Na, nach Radieschen!

Wir verwenden sie einmal roh im Salat, zum Snacken für zwischendurch oder kurz angedünstet. Und das sind meine zwei Lieblingsrezepte mit Radieschenschoten:

Bulgursalat mit Radieschenschoten

Bulgursalat

Den Bulgur nach Packungsanweisung zu bereiten, den Spargel blanchieren, das übrige Gemüse klein schneiden. Für das Dressing 3 EL Öl (ich nehme gerne Raps-, oder Olivenöl) mit 2 EL Weißweinessig, 1 TL Senf, Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker verrühren und abschmecken. Ich nehme den Salat gerne im Glas mit zum Picknicken oder gebe ihn meinen Mann mit für die Mittagspause. Dafür fülle ich unten das Dressing rein und schichte dann angefangen mit dem Bulgur die Zutaten in das Glas. Kurz vorm Verzehr einfach das Glas schütteln und den Salat dadurch vermischen.

SalatimGlas

Reispfanne mit Radieschenschoten

Reispfannezutaten

Den Reis nach Packungsangabe zubereiten. Alle anderen Zutaten in einer Pfanne mit Olivenöl und ein wenig Wasser andünsten. Mit dem garen Reis die Pfanne auffüllen und mit Salz, Pfeffer und (wer mag) ein wenig Soja-Sauce abschmecken.

Reispfanne1

Beide Gerichte sind vegan und genauso wie sie sind super lecker. Zum Bulgursalat passen aber auch prima ein paar Fetawürfel und in die Reispfanne gebe ich gerne noch ein Ei dazu (wenn wir gerade eins da haben ;-)).

Radieschenblüten

Also: nicht mehr ärgern über im Beet vergessene oder plötzlich geschossene Radieschen, sondern sich einfach Radieschenschoten knabbern 🙂

 

Liebe Grüße

Leni

 

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Im Garten Ende Mai

hochbeetgießen

Nachdem wir hier die Pfingstferien sehr genossen haben, viele Ausflüge und Touren gemacht haben und irgendwie ständig beschäftigt waren, komme ich erst heute dazu, Euch mal wieder etwas aus unserem Garten zu berichten. Getan hat sich in den letzten Wochen hier sehr viel – aber schaut selbst!

Kirschen

Den Kirschbaum haben wir vor 9 Jahren gepflanzt, und dieses Jahr trägt er das erste Mal üppigst Früchte (die Jahre davor waren es gerade mal 3 Kirschen). Reif sind sie noch nicht, auch wenn sie jetzt schon sehr appetitlich aussehen. Ob sie in drei bis vier Wochen (dann, wenn sie hoffentlich köstlich schmecken) auch noch am Baum hängen, ist mehr als fraglich. Nicht nur die Vögel lauern schon, auch meine Jungs stibitzen immer wieder welche voller Ungeduld.

Kartoffelacker

Dem Kartoffelkraut kann man beim Wachsen förmlich zu schauen. Genauso wie den Bohnen, von denen wir heute erst die letzten Pflanzen in die Erde gebracht haben. Ich ziehe sie übrigens immer vor, um ihnen einen Vorsprung zu verschaffen und sie so vor den Vögeln und den Schnecken zu schützen und häufele sie beim Einpflanzen ein wenig an, damit sie ihren Weg nach oben zur Rankhilfe direkt finden. Und anhäufeln muss man wiederum auch wieder die Kartoffeln, sobald das Kraut sich mehr als ca. 10 cm zeigt, um die Knollenbildung (hallo leckere Früh-Kartoffel!) zu fördern.

bohnen

Nach den Radieschen und den Salaten, sind jetzt auch die Kohlrabi fällig. Wir ernten jetzt schon täglich ein bis zwei Exemplare, auch wenn sie noch recht klein sind, weil wir den Platz für die Nachsaat von Salaten und roter Beete brauchen. Begeistert bin ich jedes Jahr aufs Neue von der Farbe der violetten Sorten. So schön! Und fast Ton in Ton mit den Blüten des Rhododendron, der jetzt alles gibt und den Hummeln und Bienen ein Festbankett bietet.

Kohlrabi

Ja, alles wächst und blüht gerade im Garten, summt und brummt und lädt dazu ein zu zugucken und zu staunen, zu verweilen und einfach zu genießen. Den Duft der Pfingstrosen zum Beispiel. Oder den Fenchel, frisch aus dem Beet. Den genießen allerdings nicht nur wir, sondern auch die Wühlmäuse. Aber, ach, leben und leben lassen.

imgras

Und weil der Mai sich gerade sehr sommerlich gibt, machen wir das, was ich so sehr am Sommer liebe: so lange und so viel draußen sein, wie es nur geht. Sonnenstrahlen im Gesicht, laue Luft auf der Haut und mit Freunden unter freiem Himmel zusammen essen. Liebe Mai (und auch Juni), mach bitte so weiter!

Terrassenparty

Ich wünsche Euch einen schönen Sonntagabend und einen guten Start in die neue Woche!

Liebe Grüße

Leni

 

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5 Dinge

HochbeetSalat

5 Dinge, die mich gerade glücklich machen:

1.Salat. Ich liebe Blattsalate. Und wer dabei an lieblose Lollo Rosso – Tellerdekoration oder in Plastik eingepackten Supermarkt-Kopfsalat denkt und sich gerade schüttelt, dem sei gesagt: Salat kann so viel mehr sein. Über die Jahre hinweg habe ich einige Blattsalate probiert und immer wieder neu zusammengestellt, bis es passte – im Beet, wie auf dem Teller. Knackiger Romana, Laibacher Eis und Batavia, würzige Ruccola, milder Goldforellenkopfsalat und Hirschzunge. Dazu ein paar Radieschen, Schnittlauch, Dill oder Wildkräuter und Himbeeressig – fertig ist der Frühlingssalat.

Salat

Viele Salate, die Köpfe bilden kann man übrigens ebenso wie Pflücksalat behandeln. Ich nehme hier und da ein paar (äußere) Blätter weg und mische so die einzelnen Sorten für meine Salatschüssel.

Jahreszeitentischmai

2. Jahreszeitentische. An andere Stelle habe ich schon einmal erzählt, dass wir eigentlich keinen „klassischen“ Jahreszeitentisch haben, sondern jedes Kind hat in seinem Zimmer eine Stelle, um Fundstücke und andere Sachen dem Monat entsprechend zu dekorieren. Während das bei den beiden größeren Kindern hauptsächlich Steine und Kuriositäten sind (zum Beispiel letztens ein plattgefahrener Frosch – bäh, den habe ich sofort wieder entfernt), sind es bei den beiden jüngeren Jungs auch Püppchen, Karten, Zwerge und Bilder. Bei dem einen Kind ist der Jahreszeitenplatz die Fensterbank, beim anderen die Kommodenfläche, beim dritten Kind das Spielhaus. Für eben jenes habe ich Anfang Mai zusammen mit den zwei kleineren Kindern einen Mini-Maibaum gebastelt.

Mit Buchs und Draht habe ich einen kleinen Kranz gebunden, den die Kinder mit Krepppapierstreifen bestückt haben. Die Stange des Maibaums ist ein Papierstrohhalm, den ich oben kreuzförmig eingeschnitten habe.

Es ist so schön zu sehen, wie fantasievoll die Kinder ihre Tische schmücken, damit spielen und ständig neue Dinge ergänzen. Die gefilzten Bienen sind noch vom letzten Jahr, die Maiglöckchen aus unserem Garten und die blauen Bilder sind Solardrucke.

pusteblume3

3. Pusteblumen. Die Löwenzahnwiese hat sich nun in ein Pusteblumenmeer verwandelt und lädt ein sich etwas zu wünschen. Und wenn einem gerade nichts einfällt, kann man die Samenstände ja auch einfach so lange in einem Wunschglas sammeln.

pusteblume2

4. Unser Garten zu Gast bei „Was für mich“! Claudias Blog ist immer eine Inspiration für mich, ihre Fotos und Geschichten sind immer so stimmungsvoll. Umso mehr habe ich mich darüber gefreut, unseren Garten und Tipps für Neugärtner dort wiederzufinden (juhu).

Radieschen3

5. Holunderblüten. Der Holunder steht seit gestern in Blüte und das bedeutet, es gibt endlich Nachschub an Holünderblütensirup. Der ist nämlich wiederum die Hauptzutat in meinem Lieblingssommerdrink, dem Hugo. Die lauen Sommernächte dürfen jetzt kommen. Cin – Cin!

Holunder

Was macht Euch gerade glücklich?

Ich wünsche Euch ein sonniges Wochenende!

Liebe Grüße

Leni

 

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Kartoffeln setzen (dieses Jahr in Unterhose)

Garten

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Kartoffeln anbauen ist irgendwie magisch. Man steckt eine Kartoffel im Frühling in die Erde und – simsalabim – holt im Sommer/Herbst ganze Hände voll wieder heraus. Vielleicht sind deshalb auch meine Kinder immer gleich so Feuer und Flamme, wenn es wie jetzt im April wieder los geht mit den Kartoffeln. Und eigentlich sogar schon früher, denn „La Ratte“, „Rosa Tannenzapfen“, „Blauer Schwede“, Mayan Twilight“, „Vitelotte“ und „Charlotte“ liegen bereits seit drei Wochen zum Keimen in ihren Kisten. Falls Ihr Euch gerade wundert, warum wir die Kartoffeln schon im April in die Erde bringen und nicht noch die Eisheiligen abwarten: Unser Grundstück liegt in einem kleinen Kessel, umgeben von Wald. Selbst wenn es im Mai noch einmal kalt wird (was in den letzten Jahren hier nicht der Fall war), so muss es wirklich richtig, richtig kalt sein, bevor der Frost unseren Garten erreicht. Für diesen Fall halten wir immer ein Vlies bereit, was aber, wie schon gesagt, in den letzten Jahren nie zum Einsatz gekommen ist.

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Am Morgen gingen wir den Beinwell einsammeln, der rund um unser Grundstück in rauhen Mengen wächst. Den Beinwell legen wir immer zusammen mit den Kartoffeln in die Erde; er dient als Dünger, aber vor allem soll er den Kartoffelkäfer fern halten (bis jetzt hatten wir noch nicht einen Käfer auf dem Kartoffellaub – toi, toi, toi).

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Die Beete hatten wir letzte Woche schon vorbereitet. Da, wo letztes Jahr noch Kohlrabi, Salate, Erbsen und Blumen wuchsen, dürfen dieses Jahr die Kartoffeln blühen. Und Freunde haben wir uns dieses Jahr auch wieder eingeladen. Allerdings stand bei diesem herrlichen, heißen Aprilwetter nicht die Arbeit im Garten im Vordergrund, sondern der Spaß, der wiederum mit reichlich Wasser verbunden war.

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Und so kam es auch, dass die Kinder dieses Jahr die Kartoffeln in Unterhosen in die Erde gebracht haben ;-). Wenn ich so auf die Fotos, der letzten Jahre zurückblicke, in denen wir Mitte April immer in dicken Westen und langen Hosen im Garten standen, wird dieses Jahr uns sicher alle ganz besonders in Erinnerung bleiben.

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Drei Kisten mit vorgekeimten Kartoffeln versenkten wir in drei Beete. Und nachdem die Kartoffeln mit Erde bedeckt worden waren, wurde gewässert. Wer mehr Wasser abbekommen hat, die Beete oder die Kinder vermag ich allerdings nicht zu sagen.

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Ich hoffe, Ihr habt ein ebenso so sonniges wie schönes Wochenende hinter Euch und wünsche Euch einen guten Start in die neue Woche!

Liebe Grüße

Leni

 

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Unser Lieblingsgetränk im Frühling: Rhabarberschorle!

Rhabarberschorle

Das ist er wieder – der Rhabarber! Er gehört bei uns mit zum Frühling wie der Spargel, der Bärlauch und die ersten Erdbeeren. Ich freue mich schon im März über die ersten roten Knospen, die sich durch den kalten Boden schieben, immer dann wenn ich denke, dass der Rhabarber es diesen Winter nicht geschafft hat und erfroren ist (ein wenig Stroh schützt ihn aber vor dem strengen Frost). Mittlerweile haben wir 5 Rhabarberpflanzen im Garten, die jedes Jahr üppiger wachsen und genügend Stangen bilden, um uns mit Kompott, Kuchenbelag und Saft zu versorgen.

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Und gerade der Rhabarbersaft, bzw, die Schorle, die wir daraus machen, ist bei meinen Jungs heiß begehrt (allein schon wegen der tollen Farbe). Das Rezept dafür ist ganz einfach:

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Für 2 Liter Saft drehe ich 4 – 5 Stangen aus, schneide die Blätter ab, wasche sie und schneide sie in Stücke. Zusammen mit 1, 5 l Wasser und 200 Gramm Zucker (wer es süßer mag, nimmt mehr Zucker) kommen sie in einen Topf und dürfen nach dem Aufkochen noch 15 Minuten weiterköcheln. Danach den Saft abseihen (durch ein Sieb oder Mulltuch) und in saubere Flaschen abfüllen. Fertig!

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Der Saft hält sich im Kühlschrank ungefähr 2 Tage und schmeckt als Schorle mit Mineralwasser gemischt absolut erfrischend und leicht herb-säuerlich.

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Diese Apriltage gerade sind wirklich traumhaft. Es duftet nach Frühling und fühlt sich an wie Frühsommer. Die frisch gewaschene Wäsche weht im Wind, unsere Hühner nehmen ein Sonnenbad und die Kinder laufen barfuß durch den Garten. Und mir bleibt nur eins übrig: genießen!

Ich wünsche Euch ein wunderbar entspanntes Wochenende!

Liebe Grüße

Leni

 

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10 Tipps für ein erfolgreiches Gärtnern mit Kindern

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Der Frühling ist da, und damit beginnt die Gartensaison. Und Gärtnern liegt voll im Trend: Schrebergärten sind gefragt wie nie, Hochbeete boomen und jedes Jahr stehen noch mehr neue Saatgut- und Pflanzenmärkte in den Veranstaltungskalendern der Städte und Gemeinden. Wie wunderbar! Toll ist auch, dass besonders viele Familien den Anbau von eigenem Obst und Gemüse für sich entdecken, denn gerade Kindern profitieren sehr vom Gärtnern.

Als ich mit meinen Kindern angefangen haben unseren Ziergarten in einen essbaren Garten umzuwandeln, wußte ich nicht viel über den Anbau, die Pflege und Ernte von Nutzpflanzen. Und ich glaube, viele Eltern sind in der gleichen Situation wie ich damals. Wie soll man sich den richtigen Umgang mit den Pflanzen erlernen und zur gleichen Zeit den Kindern etwas darüber beibringen und sie inspirieren? Damit das Gartenerlebnis für Kinder (UND für die Eltern) nicht in Frustration oder Ärger endet, habe ich meine Erfahrungen zusammengeschrieben, die ich über die Jahre gemacht habe. Hier sind meine 10 Tipps für ein erfolgreiches Gärtnern mit Kindern:

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  1. Geduld haben. Kinder, gerade wenn sie noch kleiner sind, sind keine wirkliche Hilfe im Garten. Die Gartenarbeit dauert mit ihnen doppelt so lange und sie rupfen mit ziemlicher Treffsicherheit eher junges Gemüse aus als Unkraut. Also bloß nicht zu viel erwarten. Wenn sie nach einiger Zeit schon nicht mehr quer über die Beete laufen, hat man viel erreicht ;-).

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2. Wenn es möglich ist, gib dem Kind ein eigenes Stück Beet, um das es sich ganz alleine kümmert und das es nach seinen Vorstellungen bepflanzen kann. Das motiviert und lehrt es gleichzeitig Verantwortung zu übernehmen (aber unbedingt Punkt 4 durchlesen). Wenn man keinen Garten oder keinen ausreichenden Platz hat, reicht aber auch ein eigener großer Kübel, eine Kiste oder eine ausrangierte Wanne.

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3. Pflanzen wählen, die recht anspruchslos sind, schnell wachsen und zeitig reif werden. Neben den Kräutern und Blumen (Punkt 7), sind das hier unsere Favoriten:

  • Radieschen. Wachsen schnell, überall (auch in Kisten und Kübeln) und schmecken lecker auf dem Brot oder im Salat. Für Kinder gibt es leckere, milde Sorten (z.B. „Riesenbutter“).
  • Ruccola und Schnittsalate. Man kann sie auch prima im Balkonkasten anbauen und immer die Menge ernten, die man gerade braucht. Die Vielfalt unter den Salaten ist riesig und mittlerweile gibt es verschieden Schnittsalate bereits bunt gemischt auf Saatbändern. Der Ruccola ist mehrjährig und schmeckt (dank seiner Senföle) ein wenig nussiger und schärfer. Milder ist da die Salatrauke.
  • Erdbeeren. Wenn man sie in Beet setzt, verbreiten sie sich in windeseile durch Ableger. Daher pflanzen wir sie auch lieber in eine Wanne oder in Töpfe. Tolle Sorten gibt es auch für Balkonampeln. Reife Früchte sieht man bei uns jedoch nicht so oft an den Pflanzen – sobald eine Erdbeere auch nur den Hauch von Röte besitzt, wird sie von meinen Kindern auch schon verspeist 😉
  • Tomaten. Hat man nicht den Platz mehrere Sorten anzubauen oder fehlt ein Regenschutz, empfiehlt es sich Wildtomaten (z.B. „rote Murmel“, „red Currant“) oder Massenträger (z.B. „gelbe Million“) oder spezielle Balkonsorte („Balkonstar“, Tumbling Tom“) zu nehmen. Sie sind sehr robust und produzieren enorm viele und süße Tomaten.
  • Kohlrabi. Besonders schön sind die violetten Sorten.
  • Erbsen und Bohnen. Leicht anzubauen, brauchen allerdings eine Rankhilfe und sind roh giftig (Bohnen). Erbsen, Buschbohnen, Stangenbohnen und Puffbohnen punkten zudem mit ihren schönen Blüten. Und junge, frisch gepflückte Erbsen schmecken zuckersüß.
  • Kartoffeln. Sind schon irgendwie märchenhaft. Man gräbt ein Loch, legt eine Kartoffel rein und schüttet das Loch wieder zu. Und simsalabim: ein paar Monate später gräbt man erneut und findet (je nach Sorte) 10-15 Kartoffeln vor. Probieren sollte man auf jeden Fall mal ein paar außergewöhnliche Kartoffeln, wie Hörnchenkartoffel oder blaue/rote Sorten. Hat man kein Beet, reichen den Kartoffeln auch eine Kiste, Sack oder Kartoffelturm.
  • Zucchini. Brauchen ein wenig Platz (wobei ein großer Topf auch geht), sind anspruchslos und sehr ergiebig. Nicht umsonst spricht man von der „Zucchini-Schwemme“ ;-).

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4. Eine (unsichtbare) helfende Hand. Kinder haben oft ganz unterschiedliches Interesse am Garten und der Natur. Während das eine Kind sich leidenschaftlich um die Pflanzen kümmert, sucht das andere Kind lieber nach dem längsten Regenwurm in der Erde oder sammelt Schnecken. Damit aber das „Kinderbeet“ ein Erfolg für jedes Kind wird, sollte man als Eltern ab und zu mal eingreifen und ohne viel Aufsehen schnell etwas Unkraut wegrupfen oder eine Pflanze vor dem Verdursten retten ;-).

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5. Wer mitmachen will, ist herzlich willkommen. Aber es ist auch okay, wenn die Kinder nicht wollen. Denn manchmal gibt es viel spannendere Dinge im Garten zu tun als Knoblauch zu stecken oder Bohnenrankhilfen zu bauen – wenn zum Beispiel die Beerdigung einer toten Hummel ansteht oder sich ein neues Matschloch aufgetan hat. Alles hat seine Zeit. Umgekehrt muss man aber auch die Kinder oft zur Geduld anhalten. Vom Samenkorn bis zum reifen, verzehrfertigen Obst oder Gemüse dauert es nun mal auch seine Zeit.

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6. Kleine Lehrstunden einbauen. Warum sind Marienkäfer Nützlinge? Warum stehen Möhren und Zwiebeln gerne nebeneinander? Warum brauchen einige Pflanzen viel Wasser und andere nicht? Und wer frisst eigentlich immer die rote Beete von unten an? Bei der Gartenarbeit kann man mit Kindern zusammen staunen und kommt ganz selbstverständlich ins Gespräch. Das wiederum lässt sich prima dafür nutzen, Zusammenhänge in der Natur, Kreisläufe und Abläufe zu erklären oder noch besser, gemeinsam mit dem Kind Erklärungen zu finden.

Bei kleinen Kindern reichen allein schon die Sinneseindrücke. Der Geruch von nasser Erde, die pelzige Schote einer Puffbohne, das Zwitschern der Vögel, der Geschmack von süßen Tomaten direkt vom Strauch und der Anblick all der Farben von Blumen, Blüten und Knospen – all das trägt dazu bei, die Natur erfahrbar zu machen.

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7. Blumen und Kräuter nicht vergessen. Mein Fünfjähriger liebt Blumen und stellt im Sommer immer neue Blumenstrauss-Kreationen zusammen. Schöne und recht anspruchslose einjährige Blume sind unter anderen Wicken, Zinnien, Löwenmäulchen und Sonnenblumen. Letzteren kann man beim Wachsen fast zu sehen. Und wie toll ist es, wenn aus so einem kleinen Sonnenblumenkern nach und nach eine Pflanze heranwächst, die einen um einen halben Meter überragt! Unbedingt sollte man auch einen Platz für Ringelblumen finden. Die sind echte Tausendsassa. Wir nehmen sie für Salbe, Öl und für den Tee. Aber auch Kräuter sollten nicht fehlen. Gerade Minze (für Getränke und Quark), Schnittlauch, Garten- und Kapuzinerkresse, Borretsch, Dill, Basilikum und Oregano (für die Pizza) lassen sich gut hier und da dazwischen pflanzen und stehen in Sachen Blüte den Blumen in nichts nach.

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8. Pflanzenschilder anbringen. Wo haben wir die Radieschen ausgesät und ist das dort Unkraut oder Salat? Abhilfe schaffen Beschriftungen (und schmücken die noch kahlen Töpfe und Beete). Wir haben letztes Jahr diese hier gebastelt, für kleine Kinder, die noch nicht lesen können, bieten sich bebilderte Pflanzenschilder an, wie zum Beispiel diese hier oder hier.

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9. Die richtigen Gartengeräte wählen. Kleine Hände brauchen Gartengeräte in ihrer Größe. Also kleine Schaufeln, Spaten und Harken – damit fällt die Gartenarbeit viel leichter. Wachsen Brennesseln oder andere Pflanzen, die Hautreaktionen hervorrufen können in den Beeten, sind Gartenhandschuhe in Kindergröße wichtig. Nicht unbedingt nötig, aber trotzdem eine gute Anschaffung: eine kleine Schubkarre.

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10. Ein Gartentagebuch anlegen. Notiert wird, was wann wohin gepflanzt wurde, wann es geerntet wurde, wie es geschmeckt hat. So hat man einen Überblick darüber, welche Sorten ein Erfolg waren und nächstes Jahr wieder dort wachsen dürfen und was vielleicht einen anderen Standort braucht oder ganz rausfliegt. Meine Kinder malen außerdem gerne die Tiere auf die Seiten, die sie im Garten entdeckt haben oder kleben gepresste Blumen, Kräuter und Blätter und Fotos rein. Mit den größeren Kindern führe ich jedes Jahr eine Tabelle, in die sie Wetterdaten eintragen. Eine kleine „Wetterstation“ dafür, bestehend aus einem Messbecher für Regen und einem Thermometer, ist schnell im Garten aufgebaut.

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Will man Kinder etwas über die Natur und unser Essen beibringen, schafft man das nicht mit einer CD über Vogelstimmen, einem Film über Insekten oder Schautafeln zum gesunden Essen. Um etwas tatsächlich zu begreifen, muss man es „Greifen“ können; es muss mit allen Sinnen aufgenommen werden – es muss erlebt werden. Wie aus einem kleinen Korn eine riesige Kürbispflanze wird oder aus einer unscheinbaren Raupe ein bunter Schmetterling. Staunen, erforschen, erklären. Und die positiven Effekte, die das Gärtnern mit Kindern mich sich bringen, gehen weit über das bloße Lernen hinaus. Was in der Wissenschaft immer wieder durch neue Studien belegt wird, kann man als Eltern recht schnell erkennen: Gärtnern stärkt das Selbstbewusstein, die Selbstdiziplin und die Selbstständigkeit von Kindern und wirkt sich positiv auf ihr Wohlbefinden aus. Und zu guter Letzt erleben die Kinder die Natur und den Anbau des eigenen Essens als etwas Positives, etwas Schönes. So entsteht eine gefühlsmäßige Verbundenheit mit all dem, was gepflegt und erhalten werden möchte. Oder anders (und einfacher) ausgedrückt: was man liebt, das schützt man.

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Und jetzt ran an die Töpfe und Beete!         Gärtnernmit Kindern

Liebe Grüße ♥

Leni

 

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Im Eifel-Garten plus eins der leckeresten Bärlauchrezepte!

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Auch in der Eifel ist an diesem Wochenende der Frühling angekommen. Die Jungs hatten Freunde eingeladen mit in unseren Eifelgarten zukommen. Während die „großen“ Kinder den Wald erkundeten, hatte ich zwei kleine Helfer im Gemüsegarten (hilfreiche Tipps zum Gärtnern mit Kindern gibt es übrigens hier). Die Beete, auf denen im Winter noch Grünkohl, Rosenkohl und Feldsalat gestanden hatten mussten jetzt wieder für die neuen Pflanzen hergerichtet werden.

Das Gewächshaus brauchte neue Erde (und saubere Scheiben), bevor die ersten Gurkenjungpflanzen einziehen durften. Und auch der Kohlrabi und der Salat haben bereits einen Platz im Beet bekommen. Noch sehen die Pflanzen recht kümmerlich aus, aber in ein paar Wochen können wir wahrscheinlich schon die ersten Knollen und Blätter ernten.

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Mit leeren Händen mussten wir aber trotzdem nicht nach Hause gehen. Der Bärlauch sprießt und ziert den Wald mit einem grünen Teppich. Einen Korb voll haben wir mitgenommen, einmal für Kräuterbutter und zum anderen für  eins der leckersten Bärlauch-Gerichte, die ich kenne: Bärlauch-Quinoa-Puffer!

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Die Puffer sind wirklich ganz einfach und schnell zubereitet und schmecken auch Kindern (wichtig ;-)). Der Rotkohl gibt dem ganzen Gericht eine herrliche Farbe, aber ehrlicherweise wollte keins der Kinder auch nur ein Fitzelchen davon auf seinem Teller haben. Banausen.

Hier kommt das Rezept:

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Bärlauch-Quinoa-Puffer (für 3 Personen und 6 Kinder)

  • 150 gr Quinoa
  • 180 gr Feta (bei uns ist das eine Packung)
  • 1 Bund Bärlauch
  • 3 Eier
  • Rotkohl
  • Joghurt
  • Zitronensaft
  • Salz/Pfeffer

Den Quinoa nach Packungsanleitung kochen und in einer Schüssel mit dem zerkleinerten Feta, dem in kleinen Streifen geschnittenen Bärlauch und drei Eiern vermengen. Salzen und Pfeffern. In einer Pfanne Öl heiss werden lassen und die zu kleinen Küchlein geformte Quinoa-Masse hineingeben. Nach ca. drei Minuten von beiden Seiten ausbraten. Derweil den Rotkohl in dünne Scheiben schneiden und mit Salz und Zitronensaft einmal durchkneten. Den Joghurt in eine kleine Schüssel geben und mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken. Alles zusammen auf einem Teller anrichten. Guten Appetit!

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Es tut so gut, die warmen Sonnenstrahlen endlich wieder auf der Haut zu spüren. Ich hoffe, Ihr habt die Frühlingssonne an diesem Wochenende auch genießen können!

Liebe Grüße

Leni

 

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Im Garten Ende März

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Ah, Wärme und Sonnenstrahlen haben uns an diesem Wochenende wieder zur Gartenarbeit gelockt. Nachdem die WetterApp für die nächsten 10 Tage keinen Frost mehr verspricht, durften endlich die Radieschensamen und die Salat- und Kohlrabijungpflanzen raus in die Erde.

Schon vor ein paar Wochen hatten wir die ersten Pflänzchen im Haus vorgezogen – und ziehen immer noch weitere im Abstand von jeweils zwei Wochen. Diese hier auf dem Bild sind von der letzten Aussaat (rechts die Kohlrabi, links der Salat). Mittlerweile sind unsere Fensterbänke fast alle mit Pflanzkästen belegt, in denen die Tomaten, Gurken, Kürbisse, diverse Kohlsorten, Kräuter und einjährige Blumen vom Samenkorn zu kleinen Pflänzchen heranwachsen. Und damit alle die besten Bedingungen bekommen, trage ich die Kästen mit den Jungpflanzen tagsüber raus in den Garten und am Abend wieder ins Haus (mein Mann hält mich wahrscheinlich für übergeschnappt, ständig die Pflanzen von A nach B und von drinnen nach draußen zu schleppen, aber ohne Frühbeet oder geeignetes Gewächshaus, ist das der beste und günstigste Weg). So bekommen sie mehr Licht und gleichzeitig weniger Wärme, was sie zu kompakten und robusten Pflanzen wachsen lässt.

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Viel zu entdecken gibt sonst zur Zeit noch nicht im Garten, außer dem Bärlauchteppich unter den Hortensien, der so wunderbar duftet, wenn die Hühner durch laufen und diese kleinen Farbtuper: der Rharbarber steht in den Startlöchern.

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Die Jungs haben unterdessen schon einmal die Sträucher mit Ostereiern geschmückt, ihr Holzschiff sauber gemacht und sich einen Platz für ihr Apfelbäumchen gesucht. Der Apfelkern, den wir im Februar in einen Topf gepflanzt hatten, ist sehr schnell gekeimt und in kurzer Zeit zu einem Mini-Baum herangewachsen. Bis der irgendwann mal Äpfel tragen wird (wenn er es denn überhaupt macht), werden viele, viele Jahre vergehen. Aber man pflanzt ja schließlich die Bäume nicht für sich selbst, sondern für seine Kinder und Enkelkinder. Ein kleines Versprechen für die Zukunft sozusagen.

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Was macht Euer Garten und Eure grünen Projekte?

Ich wünsche Euch einen guten Start in die Karwoche!

Liebe Grüße

Leni

 

 

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