Hühner im Garten

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Fast drei Jahre haben wir jetzt unsere Hühner, und mir ist aufgefallen, dass ich noch gar nicht viel zu ihnen geschrieben habe. Auf Instagram habe ich neulich mal dazu aufgerufen, mir Fragen zu den Hühnern zu stellen, schließlich gibt es ja (glücklicherweise) immer mehr Familien, die sich überlegen Hühner in ihren Garten zu halten. Dass es so viele Fragen werden würden, und so viel Interesse an der Hühnerhaltung besteht, hätte ich dann doch nicht gedacht. Deshalb habe ich die Fragen mit herüber auf den Blog genommen, um sie alle und ausführlicher beantworten zu können und auch allen anderen Lesern nicht vorzuenthalten.

Mit drei Hühnern haben wir damals angefangen, und halten mittlerweile 6 Hühner in unserem Garten. Rosie, Priscilla, Frieda, Henni, Braunie und Ente heißen unsere Hennen, jeder aus unserer Familie hat eine eigene. Wir freuen uns über ihre Eier – sollten sie aber später mal keine Eier mehr legen, dürfen sie trotzdem bis an ihr Lebensende bei uns bleiben. Einen Hahn hätten wir zwar auch gerne, aber die Nachbarn ringsum fanden nur die Hühner akzeptabel, einen tagtäglichen Weckruf jedoch nicht, weshalb die Damen unter sich bleiben (müssen).

Braucht man einen Hahn?

Nein. Hennen legen auch ohne Hahn Eier und kommen (in kleinen Gruppen) auch prima ohne Hahn aus.

Kann ich einfach so Hühner halten?

Die Haltung von Hühnern ist selbst in Wohngebieten in der Regel erlaubt, bei Mietern ist das Einverständnis des Vermieters natürlich einzuholen. Ich glaube, wichtig ist es im Vorfeld die Nachbarn mit ins Boot zu holen – das kann Ärger jeglicher Art ersparen.

Muss ich Hühner irgendwo melden?

Bei uns in NRW muss man die Hühner der Tierseuchenkasse melden und zahlt (für 6 Hühner) 10 Euro im Jahr.

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Stinken Hühner?

Nein, eigentlich nicht. Es riecht nach Tier, ja, aber ich finde, die Kaninchen, die wir mal hatten rochen strenger.

Wieviel Zeit und Arbeitsaufwand nehmen Hühner in Anspruch?

Jeden Tag die Hühner morgens raus lassen und abends wieder in den Stall bringen, frisches Wasser, frisches Futter und den Stall grob ausmisten, zwei mal die Woche komplett ausmisten. Vielleicht 10-20 Minuten am Tag? Die meiste Zeit beschäftigen sich meine Jungs mit den Hühnern (das Ausmisten bleibt aber ehrlicherweise irgendwie immer an mir und meinem Mann hängen, ähem).

Wieviel Platz brauchen Hühner? Wie groß müssen Stall und Auslauf sein?

Nach EU-Bio-Verordnung teilen sich 6 Hennen einen Quadratmeter begehbare Fläche im Stallraum und vier Quadratmeter Auslauf pro Huhn ist vorgeschrieben. Größer ist natürlich immer schöner. Unser Stall ist vielleicht 2-2,5 Quadratmeter, der Auslauf ist etwa 60 Quadratmeter groß (auf dem Bild unten war er noch mit drei Hühnern wesentlich kleiner – und grüner). Außerdem dürfen die Hühner (wenn wir da sind) in den restlichen Garten.

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Stimmt es, dass man den ganzen Garten voll Hühnerkacke hat?

Ähm…ja! Hühner lassen alles fallen, wo sie gerade stehen und laufen. Barfuß durch den Garten gehen, führt also manchmal zu unangenehmen Überraschungen.

Wohin mit dem Hühnermist?

Wir packen ihn auf den Kompost. Das gibt einen richtig guten Dünger für die Pflanzen.

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Welches Futter füttert man Hühnern am besten?

Neben dem „normalen“ Hühnerfutter, bekommen unsere Hühner noch ein Ergänzungsfutter mit Austernschalen (Kalk) und Frischfutter (was gerade an Abfall aus der Küche anfällt, mal Reis oder Salatblätter, Nudeln oder kleinen Möhrenstücke). Aber am allerliebsten fressen sie Wassermelonen im Sommer, gekochte Kartoffeln und Spaghetti.

Machen Hühner viel kaputt im Garten?

Klares JA. Sie scharren den Rasen weg, die Blumenzwiebeln aus und picken Gemüse und Kräuter weg. Man muss also Hühner-Sperrzonen einrichten, wenn man auch noch einen Kohlrabi ernten will oder weiterhin Blumen im Garten schätzt. Aber dafür, das muss man ihnen lassen,  haben die Hühner diese fiesen, gefräßigen Nacktschnecken komplett vertrieben (oder besser verspeist?).

Kann man verschiedene Rassen zusammenhalten?

Wir haben einen Sperber, einen Marans, einen Königsberger, einen Araucaner, einen Sussex und ein schwedisches Blumenhuhn – und es klappt prima. Hühner sind zum Glück keine Rassisten.

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Werden Hühner zutraulich?

Absolut! Wenn man sich mit ihnen beschäftigt, werden sie sogar zum Teil sehr anhänglich. Bei einem Huhn muss ich immer die Tür vom Haus in den Garten schließen, sonst ist sie drinnen und läuft durch die Zimmer. Und alle Hühner haben einen unterschiedlichen Charakter. Bei uns gibt es die freche, die gemütliche, die Glucke (unsere Oberhenne), die scheue, die abenteuerlustige und die, die immer am schnellsten angerannt kommt, wenn man sie ruft.

Was macht man, wenn das Huhn krank wird?

Ich habe schon ein paar Mal gedacht, ein Huhn wäre krank. Zum Glück, war es dann nur in der Mauser oder ihm machte die Hitze im Sommer zu schaffen. Einmal jedoch lag eines unserer Hühner ganz plötzlich und ohne Vorwarnung tot im Garten. Wir wissen bis heute nicht wirklich, warum und woran es gestorben ist. Aber mit kranken Hühner würden wir (wie mit jedem anderen Tier auch) zum Tierarzt gehen. Auch wenn manche Menschen finden, dass die (vielleicht hohen) Tierarztkosten für ein krankes Huhn, das ja (in der Regel) einen sehr geringen Anschaffungspreis hatte und als Nutztier angesehen wird, in keinem Verhältnis stehen – wir sehen unsere Hühner als Haustiere an und würden, wenn sie (wirklich) mal krank sind, sofort einen Tierarzt aufsuchen.

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Ich hoffe, ich konnte denen, die sich für Hühner interessieren, einen kleinen Einblick geben. Wenn Ihr noch Fragen oder Anmerkungen habt, hinterlasst mir doch einfach einen Kommentar. Ich würde mich freuen.

 

Liebe Grüße ♥

Leni


Hallo März!

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Der März holt das zurück, was der Winter durch Kälte und Dunkelheit zurückgehalten hat: neues Leben erwacht. Der Garten kommt zur neuer Farbe durch Krokusse, Forsythien, Traubenhyazinthen und vielen anderen Frühjahrsblühern, die Tiere kommen aus ihren Winterquartieren und die Vögel erfreuen uns wieder mit morgendlichem Gezwitscher. Mancher Anblick schien fast vergessen nach einem ganzen Jahr. Die Tür zum Garten steht bei uns jetzt tagsüber wieder offen, die frische Luft ist berauschend, und die Kinder verlegen ihren Spielplatz jetzt immer öfter von drinnen nach draußen. Die dicken Winterjacken kommen zurück in den Kleiderschrank. Alles fühlt sich jetzt leichter an. Auch in der Küche. Vergessen sind die kräftigen Wintersuppen, die uns so schön von innen gewärmt haben. Wir lieben jetzt das frische Grün der Kräuter.

Der März steht für Erneuerung. Nicht nur in der Natur. Auch in der Familie. Manchmal sind es nur kleine, banalen Dingen die erneuert werden müssen, wie die Bücher im Regal (tschüß Winterbücher und hallo Frühlingsbücher) oder das Morgenritual, das im März schon mit Sonnenlicht beginnen kann. Manchmal sind es aber große Pläne, Entscheidungen und Vorhaben, die sich mit dem Schwung des Frühlings erst ergeben.

Der März hat viele Gesichter. Einmal gibt er sanft preis, was in der Erde und in den Bäumen geschlummert hat, schenkt uns die ersten warmen Tage und mehr Licht. Seine Farben sind gelb und grün. Gelb wie die Forythien, Schlüsselblumen, Huflattich, die Narzissen und die frisch geschlüpften Hühnerküken und grün wie das frische Gras und Kraut. Aber dann kann der März auch toben, stürmen, kalt und nass sein. „Märzbiesen“, so heißen bei uns die kalten, windigen Regenschauer, die zwar nur von kurzer Dauer sind, aber Dich trotzdem bis auf die Haut nass machen können und oft auch mit Graupel daherkommen. Aber ob Frost oder Schneeflocken: ER ist nicht aufzuhalten. Der Frühling kommt – und zwar im März!

 

Wir freuen uns im März auf:

  • die restlichen Karnevalstage! Der März beginnt mit närrischen Treiben.
  • die ersten Kräuter und besonders auf den Bärlauch. Bärlauchquark und Kräuterbutter. Es lohnt sich jetzt außerdem auf Wildkräuterwanderung zu gehen!
  • die Frühlingsblumen. Krokusse, Anemonen, Narzissen, Forsythien, Schlüsselblumen uns so viele mehr.
  •  Spaziergänge im Wald. Jetzt kann man die Bäume glucksen hören. Wirklich. Wenn man sein Ohr (oder ein Stethoskop) an den Baumstamm legt, hört man jetzt ein Rauschen und Glucksen. Das sind die Baumsäfte. Einfach mal ausprobieren!
  •  den Frühjahrsputz. Zeit sich von unnötigen Dingen zu befreien und das Sonnenlicht mit sauberen Fenstern zu begrüßen.
  •  die Aussaat von Salat, Kohlrabi, Spinat, Radieschen und Möhren.
  •  das Verstauen der Winterjacken, Mützen und Handschuhe.
  •  die Rückkehr der Zugvögel. Und die Vogelkonzerte am Morgen.
  •  den Garten. Die frische Luft. Das erste Grün.
  •  die Vorbereitungen für Ostern (auch wenn das Osterfest erst im April ist): das Säen des Ostergrases, das Auspusten der Eier, das Basteln der Deko.
  •  die Rückkehr unserer Lieblings-Frühjahrsbücher ins Bücherregal.
  •  Fahrrad fahren. Mit Sonne im Gesicht, den Duft von Frühlingsblumen in der Nase. Herrlich!

 

Ich wünsche Euch einen wunderbaren März!

Liebe Grüße ♥

Leni

 

Verlinkt mit dem Freutag.

 

 


Unsere grüne Fensterbank – Sprossenanzucht

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Jetzt, wo der Frühling vor der Tür steht, dreht sich alles um Wachstum. In der Natur, in unserem Körper, in unseren Köpfen. Das Thema ist latent immer allgegenwärtig. Manchmal kann man das Wachstum sehen, an der Kleidung, die den Kindern zu klein geworden ist über den Winter, oder in der Natur, wo die ersten Frühlingsblüher ihre Köpfe aus der Erde (oder mancherorts auch noch den Schnee) stecken. Doch manchmal geschieht es im Verborgenen, in den Gedanken, den Ideen. Ich finde es schön, das große Thema des Vorfrühlings auch den Kindern zu verdeutlichen. Die ersten Tomatensamen sind zwar schon in der Erde, brauchen aber gefühlt ewig, bis sie endlich keimen. Viele schneller geht es mit Sprossen. Klassisch, weil sie einfach und schmackhaft ist, ist die Kresse, die ohne Erde und großem Aufwand auf Watte wächst. Entdeckt habe ich aber für mich die Keimschale. Sie besteht aus einem Glas und einer Art Siebeinsatz, auf der die Samen gestreut werden. Das Glas wird bis zum Sieb mit Wasser gefüllt, so dass die Samen mit dem Wasser in Kontakt kommen. Und schon am nächsten Tag sind die ersten Samen gekeimt.

 

Auf der einen Hälfte ließen wir Radieschen wachsen, auf der anderen Alfalfa, die sich miteinander ein Wettwachsen lieferten. Die frisch gekeimten Radieschensprossen schmecken nussig, mild und passen wunderbar zu Salaten, die ein paar Tage weiter gewachsen Sprossen bilden lange Wurzeln und strecken ihr Grün in die Höhe, so dass sie wie Kresse einfach abgeschnitten werden zum Verzehr. Jetzt haben sie eine leicht scharfe, senfige Note und verleihen Gerichten aller Art oder Butterbroten eine tolle Würze. Die Alfalfasprossen sind nach ca. 7 Tagen (und erst dann) fertig zum Verzehr und sind genauso wie die anderen Sprossen und Keimlinge reich an Vitaminen, Mineralstoffen, Enzymen und Antioxidantien.

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Die Sprossen kommen übrigens ohne Erde aus, da die Samen einen Energiespeicher mit den wichtigsten Inhaltsstoffen, aus denen die wachsende Sprosse zehren kann, besitzen. Erst wenn die Pflanze größer wird, benötigt sie mehr Nährstoffe.

Neben Kresse, Radieschen und Alfalfa, eignen sich noch zur Sprossenzucht Getreidesorten wie Dinkel, Kamut und Roggen, aber auch Bockshornkleesamen, Brokkolisamen, Erbsen, Kichererbsen, Kürbissamen, Linsen, Mungbohnen, Rettich, Roggen, Rucola, Senf (gelb), und Sonnenblumenkerne.

Liebe Grüße

Leni

 

Verlinkt mit Caros Grünzeug und dem Freutag

 


6 Dinge

Februar

6 Dinge, die mich gerade glücklich machen:

1. Die ersten Schneeglöckchen. Denn sie kündigen (nach dem phänologischen Kalender) den Vorfrühling! Vor-Frühling! Da steckt schon Frühling drin ;-)!

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2. Ein zauberhafter Kinofilm (enthält unbezahlte, unbeauftragte Werbung). Alle zusammen haben wir uns am Wochenende einen Ausflug in den Norden Finnlands gemacht – so haben wir uns zumindest gefühlt, denn bei dem Film „Ailos Reise“ kommt man den Rentieren unglaublich nah und fängt bei den malerischen Schneelandschaften tatsächlich an zu frösteln, so eindrucksvoll sind die Bilder. Wir mussten ein wenig suchen, um den Film sehen zu können; er läuft wohl nur in ausgewählten Kinos. Aber wenn Ihr die Möglichkeit habt ihn zu sehen – unbedingt machen!

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3. Frühlingsputz. Das (Vor-)Frühlingslicht bringt es an den Tag: die Zimmer und Fenster haben dringend eine gründliche Reinigung nötig. Das nötige Reinigungsmittel habe ich schon angesetzt: aus (Weißwein-)Essig, Orangenschalen und Rosmarin lässt sich ein wirklich wirkungsvoller und umwelt- wie kinderverträglicher Reiniger herstellen (der auch noch toll duftet).

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4. Mit Kindern philosophieren. Kinder fragen ja Non-Stop am Tag. Also meine Kinder zumindest. Manchmal sind hochphilosophische Fragen in der Monatgsmorgenhektik, manchmal sind es Fragen, die ich schon gefühlt hundert Mal beantwortet habe, und manchmal erwischen mich Fragen völlig unerwartet und unvorbereitet, so dass ich über eine Antwort erst einmal nachdenken bzw. nachschlagen muss. Eine naturwissenschaftlich korrekte Antwort ist aber (bei Kindergartenkindern und I-Dötzchen) gar nicht nötig, habe ich gerade erst gelesen. Kinder würden durch Fragen versuchen ihren Platz in der Welt zu finden und Zusammenhänge zu verstehen. Und deshalb dürfe die Antwort gerne eine Einladung an das Kind sein, selbst ein wenig zu philosophieren. Weil dafür im Alltag aber oft wenig Zeit bleibt, hatte ich mir vorgenommen, die Fragen einfach zu notieren und abends oder am Wochenende eine kleine Philosophenrunde einzuführen. Gesagt, getan. Die Themen am Sonntagabend: Warum ertrinken Fische nicht? Und warum fressen manche Tiere Fleisch und andere nicht? Jedes Kind durfte erzählen, was es darüber dachte, dann wurde überlegt, ob die aufgestellten Thesen richtig sein könnten. Wir haben lange diskutiert, geredet, gelacht. Und ich bin mit der Erkenntnis ins Bett gegangen, das Kinder so herrlich frei sind in ihrem Denken.  Und das wir das jetzt jede Woche versuchen zu machen.

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5. Aussaat. Der Startschuss ist gefallen, die Gartensaison eröffnet! Gestern haben wir die allerersten Tomaten ausgesät. Wie auch letztes Jahr in Eierschalen, einfach weil es so gut funktioniert, quasi umsonst und nachhaltig ist. Und zu den Produzentinnen haben wir auch einen guten Draht!

6. Im Februar werden vielerorts die Bäume auf den Stadt- und Kommunalflächen zurück geschnitten, da ab März bis Ende September der Rückschnitt zum Schutz der (brütenden) Vögel verboten ist. Das ist eine gute Gelegenheit, sich ein paar abgeschnittene, umherliegende Zweige ins Haus zu holen und ins Wasser zu stellen. Im warmen Wohnraum gehen die Knospen rasch auf und zaubern das erste, frische Grün ins Haus. Gut eignen sich z.B. Kastanien und Walnusszweige.

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Ich wünsche Euch einen schönen Dienstag!

Liebe Grüße ♥

Leni

 

Verlinkt mit: 6 Dinge plus 6 Bilder = mein 12v12 ;-), Creadienstag


Wachsen

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Im Januar halte ich tatsächlich noch meine Füße still, aber sobald das Kalenderblatt sich auf Februar wendet, kribbelt es in meinen Fingern. Das Saatgut ist sortiert, der Beetplan für dieses Jahr ist auch schon (fast) fertig. Die Saatgutkataloge flattern so langsam ins Haus und locken mit Altbewährtem und Neugezüchtetem, mit Raritäten und Kuriositäten. Seit Wochen schon sammele ich Eierschalen für die Aussaat und freue mich darüber, dass der Herr (oder Frau) Maulwurf endlich wieder aktiv ist und frische Hügel in unserem Garten hinterlässt. Vom gepflegten, englischen Rasen haben wir uns schon vor Jahren verabschiedet, Kinder und Hühner sei Dank, daher ärgern uns auch Erdansammlungen nicht im Geringsten. Ganz im Gegenteil. Die Maulswurfserde ist, gemischt mit Sand aus dem Sandkasten, meine liebste und zudem kostenlose Aussaaterde.

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Ich warte noch bis Mitte Februar bis die Tomatensamen in die Erde kommen, aber Schnittlauch, Kresse und Schnittknoblauch stehen bereits auf der Fensterbank und auch der Mini-Garten der Kinder wird bald angelegt (wenn ich nur die alte Keksdose, die wir immer verwendet haben wiederfinden würde) und dann wird auch der dicke Bohnen-Wettbewerb eröffnet (welche Bohne wächst am schnellsten?).

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Ihr seht, ich bin voller Vollfreude. Und nicht nur ich. Bei „Hej Hanse“ werden gerade Saatgutbänder gebastelt, die Hackbauern haben schon ausgesät und berichten von ihrer Pflanzenlampe, Uli von Lowredeyes hat noch Samenscheiben in petto und über die schönen Samentütchen von den Naturkindern freue ich mich jedes Jahr aufs Neue.

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Und noch etwas sehen wir gerne beim Wachsen zu. Den Frühlingszwiebelblumen. Hätte ich im Herbst daran gedacht, ein paar Blumenzwiebeln nicht in die Erde, sondern in einen Topf zu pflanzen, dann wäre mir der Gang ins Gartencenter erspart geblieben (und vor allem die Abteilung mit den Saatgut, die -löblich, löblich – jetzt auch Biosaatgut von meinen bevorzugten Saatguterzeugern führt). Aber sei es drum. Schnell umgetopf in ein Glas, können die Kinder nicht nur darüber staunen, wie schnell die Traubenhyazinthen ihre Blütenstengel nach oben schieben, sondern sehen auch die Entwicklung des Wurzelwerks unterhalb der Zwiebel. Aber am erstaunlichsten finde ich immer wieder, wie überhaupt aus so einer kleinen, unscheinbaren, fast vertrocknet wirkenden Traubenhyazinthenzwiebel so viel blühendes Leben wächst.

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Was darf bei Euch wachsen (außer Liebe) ?

Liebe Grüße ♥

Leni

 


Ein Bimmelbommelblumenstrauß

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Der Januar strahlte in einem reinen Weiß oder wahlweise auch (matschigem) Braun, im Februar brauche ich einfach wieder Farbe im Haus.

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Pompoms (oder Bimmelbommel, wie mein Kleinster sagt) sind so herrlich einfach zu machen, dass so gar kleine Kinder daran Freude haben. Und die Restwolle von verschiedensten Winterstrickprojekten ist damit dann auch endlich verarbeitet. Ich habe mir vor Jahren schon ein „professionelles“ Pompomset gekauft (was sich wirklich gelohnt hat), man kann die Pompoms aber auch mit Hilfe von Pappkreisen oder sogar einer Gabel basteln.

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Hat man genug Bommel beisammen, braucht man sie nur noch auf mit Flüssig- oder Heißkleber auf Stöcke zu kleben (wenn wir EINS immer auf Vorrat haben, dann Stöcke;-)).

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Bis zum Karneval (der dieses Jahr recht spät gefeiert wird) kommen nach und nach bunter Farbtupfer im Haus dazu, z.B. mit den Faltkreisen, Kreppblumen oder Hexentreppen. Das hebt die Laune. Besonders dann, wenn der Blick aus dem Fenster wieder einmal einen trüben, kalten und ungemütlichen Wintertag in Aussicht stellt.

Habt einen schönen Dienstag!

Liebe Grüße ♥

Leni

 

Verlinkt mit Creadienstag, HoT

 


Hallo Februar!

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Draußen liegt immer noch der Schnee, der gestern in zarten Flocken von Himmel fiel. Scheinbar hat sich zwischen dem Januar und dem Februar nichts verändert. Und doch. Kleine grüne Stengel gucken hier und da aus der Erde (und dem Schnee) und kündigen an, was bevor steht: der Vorfrühling kommt! Darauf freuen wir uns mit einem kleinen Fest morgen, Lichtmess oder wie es bei uns heißt, das Schneeglöckchenfest. Februar. Sein Name ist wohl abgeleitet von dem lateinischen Wort „februare“ = reinigen. Da muss ich sofort an Mütterchen Tau denken, die Figur aus „Olle reist zu König Winter“ von Elsa Beskow, die mit ihrem Besen den Schnee tauen lässt und die Erde auf die Ankunft es Frühlings vorbereitet. „Ihr Besen wirbelte das welke Laub vom Vorjahr auf, und alle Leute bekamen Schnupfen“, so heißt es dort. Und nicht nur die Natur sieht nach dem Schnee irgendwie unaufgeräumt aus. Jetzt, wo an Lichtmess die Tage wieder länger werden, und die Sonne an Kraft gewinnt, tut es uns gut uns selbst und unser Zuhause „zu reinigen“; sei es durch Fasten (oder den Verzicht auf Alkohol, Fleisch, Zucker, etc.), Räuchern oder einem Frühlingsputz. Und auch die Natur stellt uns im Februar die ersten Kräuter für eine Reinigung von innen zur Verfügung: zum Beispiel den Bärlauch, mit seiner Blut reinigenden Wirkung, der jetzt bereits Mitte/ Ende des Monats aus dem Boden schießt.

Und ja, der Februar ist ein Schnupfenmonat. Die vielen kalten Tage haben unser Immunsystem ganz schön gefordert. Vielleicht kommt sein Name ja auch von dem lateinischen Wort für „Fieber“= febris? Aber ob reinigend oder fiebrig, der Februar hält noch eine ganze Menge mehr für uns bereit.

Wir freuen uns im Februar auf:

  • Lichtmess oder Imbolc. Licht und Erneuerung.
  • Schneeglöckchen, Winterlinge und Krokusse.
  • Karneval! Die fünfte Jahreszeit im Rheinland, die der Februar sich dieses Jahr mit dem März teilt. Alles steht Kopf und der Winter darf jetzt bitte endlich gehen.
  • reichlich Schmalzgebäck. Ob Mutzen oder Berliner, Krapfen oder Quarkbällchen – lecker sind sie alle.
  • die ersten Kräuter. Neben dem Bärlauch kommt bei uns im Garten auch schon der Schnittlauch und Fenchel durch die Erde. Kresse, Dill und Kerbel haben jetzt einen Platz an der Fensterbank.
  • Valentinstag ♥!
  • sind die Samen schon sortiert, kann es Ende Februar mit der Aussaat von Tomaten und Paprika losgehen. Und auch dicke Bohnen dürfen schon in die Erde.
  • Frühling im Haus. Jetzt hole ich mir gerne schon die ersten Tulpen oder duftende Hyazinthen herein.
  • Farbtupfer. Die Dekoration und der Jahreszeitentisch werden jetzt wieder bunter. Ob Kreppblumen, Faltkreise oder Pompomblumen – farbenfrohe Basteleien bringen gute Laune.
  • Wintergemüse und winterliche Suppen mit frischen Kräutern von der Fensterbank oder aus dem Garten.

 

Ich wünsche Euch einen wunderbaren Februar! Und bleibt gesund 😉

Liebe Grüße

Leni


Theater der Schatten

schattentheater2Wie heißt es so schön? „Wenn das Leben Dir Zitronen schenkt, mach Limonade daraus“! Und wenn der Winter Dir das Tageslicht nimmt, nutze die Dunkelheit doch einfach für ein Schattentheater!

Man mag sich nur vorstellen, wie unsere weit entfernten Vorfahren früher in ihren Höhlen um das Feuer herum saßen und mit ihren Händen Schatten auf die kargen Höhlenwände fallen ließen, um sich zu gegenseitig zu unterhalten. Oder wie künstlerisch und poetisch das Schattentheater der Chinesen vor vielen hundert Jahren gewesen sein muss. So oder so, hat das geheimnisvolle Zusammenspiel von Licht und Schatten Menschen seit jeher in seinen Bann gezogen. Und ob einfache Schattenbilder oder stimmungsvolle Inszenierung, hier wird der Fantasie freien Lauf gelassen, man taucht ab in eine einzigartige, kreative Welt, die irgendwie unheimlich und archaisch, aber auch magisch und wunderbar zu gleich ist.

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Man braucht:

schwarzen Fotokarton

Schaschlikspieße oder andere Holzstäbe

Schere, Bleistift, Kleber, Tesafilm

eine Lichtquelle (z.B. die Schreibtischlampe)

weißes Bettlaken oder ein anderes weißes Stück Stoff

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Manchmal braucht es nur einen kleinen Anstoß, und schon sind Kinder Feuer und Flamme für eine Idee. So war es mit dem Schattentheater. Meine drei großen Jungs haben sich eine Geschichte ausgesucht (toll sind z.B. Märchen) und dann zusammen die Figuren aufgemalt und ausgeschnitten. Einer hatte die Rolle des Erzählers, die beiden anderen bewegten die Figuren – und mein Kleinster erfreute sich an der Vorstellung. Praktischerweise haben wir eine Art Holzhäuschen im Spielzimmer mit einem Fenster, das sie perfekte Bühne für das Theater lieferte. Man kann aber zum Beispiel auch einfach ein Laken zwischen einen Türrahmen hängen und den unteren Teil mit einer Wolldecke abteilen oder aus einem großen Karton eine Bühne ausschneiden.

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„Lucem demonstrat umbra“, sagt der Lateiner („erst der Schatten zeigt das Licht“), und damit wünsche ich Euch einen schönen Dienstag!

Liebe Grüße ♥

Leni

 

Verlinkt mit Creadienstag und Caros Grünzeug.


8 schöne Winterprojekte für Kinder

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Wenn ich an diese nass-kalten Tage, die der Winter (zumindest in unseren Breitengraden) mit sich bringt, denke, dann wünsche ich mir (ganz ehrlich) oft den Frühling herbei. Andererseits  – wann haben wir sonst im Jahr die Zeit so ausgiebig zu werkeln, zu basteln, zu malen und zu gestalten? Und deshalb stelle ich Euch heute meine 8 Lieblingsprojekte vor:

  1. Papierschneeflocken

So einfach gemacht, auch, oder besser ganz besonders für Kindergartenkinder. Eine schöne Anleitung dazu gibt es auf den tollen Blog „Lieblingsbande“, eine ganze Reihe Gestaltungsmöglichkeiten hier.

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2. Frostskulpturen

Der Frost verziert auf so wunderbare Weise Gräser und Bäume mit glitzernden Eiskristallen. Und wenn das Thermometer unter 0 Grad fällt, können wir mit Hilfe des Frostes auch kunstvolle Skulpturen und Windlichter erschaffen. Ein paar Exemplare vom letzten Jahr findet Ihr hier, tolle Ideen zum Beispiel hier.

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3. Frau Holle

Wenn Frau Holle, die „gute Mutter Erde“, ihre Kopfkissen ausschüttelt, fängt es bei uns zu schneien, das erzählte mir meine Großmutter als ich ein Kind war. Vielleicht gehört deshalb Frau Holle unbedingt auf unseren winterlichen Jahreszeitentisch. Besonders schön, finde ich diese beiden Ideen hier und hier. Aber bis wir die fertig haben (wenn überhaupt), lasse ich die Kinder einfach ein Bild von Frau Holle malen, während ich ihnen das Märchen dazu vorlese.

4. gefilzte Schneemänner

Zusammen (Nass-)Filzen ist eine besonders schöne Art der Beschäftigung, besonders im Winter. Das warme Wasser und die Haptik der Wolle, der Geruch von Seife und Schaf und das fast meditative Rollen und Drücken, Streicheln und Reiben regt die Sinneswahrnehmung an und fördert die Konzentration. Und selbst kleine Kinder (und kleine Hände) können aus (weißer) Wolle schon Bälle formen. Für den Schneemann werden sie nach dem Trocknen noch aufeinander gesetzt und mit einer Nadel zusammen filzt. Ebenso kommen die Augen, Knöpfe und die Nase auf die Wollkugeln. Am Ende wird noch der Hut festgeklebt und der Schneemann ist fertig. Bestechender Vorteil: er schmilzt nicht im Haus ;-)!

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5. Seifenblasen gefrieren lassen

Ich muss zugeben, bei uns hat das mit diesen gefrorenen, zauberhaften und fragilen Kunstwerken, die man zum Beispiel auf Instagram bewundern kann, nicht geklappt. Immer platzen die Seifenblasen, bevor sie gefrieren konnten. Aber vielleicht kommt es auch auf die Seifenblasenmischung an? Die einen empfehlen zum Beispiel Maissirup, die anderen Zucker mit in die Seifenblasenmischung zu geben. Ich glaube, wir probieren es das nächste Mal nach dieser Anleitung aus.

6. winterliche Windlichter

Habt Ihr noch ein paar große Gurkengläser, die eigentlich zum Altglas sollten, zu Hause? Hervorragend! Die lassen sich nämlich im Handumdrehen zu winterlichen Windlichtern umgestalten. Wir haben sie nach dieser Anleitung hier gebastelt, jedoch statt dem Schneespray weiße Deckfarbe aufgetupft.

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7. Diorama

Ich finde Dioramas so schön. Ich hebe schon immer kleine Holzverpackungskisten auf, für das nächste, bestimmt kommende Diorama-Projekt, das ich mit den Kindern umsetzten möchte. Zwei meiner winterlichen Favoriten findet Ihr hier und hier.

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8. Winterkranz

Wenn ich die gesammelten Kiefern-, und Lärchenzapfen, Birkenreisig Erlenzweige zu lange als Deko herumliegen lassen, gerät mein Mann in Versuchung sie als Kaminanzünder zu verwenden – um dem entgegen zu wirken, binde ich mit den Kindern geschwind ein paar Kränze. Die müssen nicht gleichmäßig rund sein (finde ich), und ohne Tannengrün, roten Beeren und goldenen Ornamenten wirken sie auch nicht mehr weihnachtlich. Und falls es kein Kranz sein soll – vielleicht mögt Ihr etwas Farbe in die Räume bringen! Wie bei diesem herrlichen Zapfenstrauss hier!

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Vielleicht war ja bei meinen Lieblingsprojekten auch etwas für Euch dabei?

Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende!

Liebe Grüße ♥

Leni

Verlinkt mit Caros Grünzeug.


Dreikönigskuchen

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Waren das aufregende Wochen! Der weihnachtliche Zauber, die Zeit der Heimlichkeiten, des Glitzers und des Lichts. Gefeiert haben wir, gut gegessen und mit der Familie Zeit verbracht. Die Rauhnächte verschafften uns die Zeit, das alte Jahr würdig zu verabschieden und Pläne für das bereits auf der Schwelle stehende Jahr zu machen, das mit einem großen Knall plötzlich da war und jetzt immer noch so ruhig und unbeschrieben vor uns liegt. Und mit dem 6. Januar, dem Tag der drei heiligen Könige, endet nicht nur der Weg der Weisen zum Jesuskind, auch die Rauhnächte enden hier.

Sie waren nicht zu dritt, sie waren keine Könige und man kennt auch nicht ihren Namen – und doch hat sich das Brauchtum und die damit verbundene Symbolik der drei Könige aus dem Morgenland bis heute erhalten. Neben den Sternsingern gehört der Dreikönigskuchen, der in England als „King’s Cake“, in Frankreich als „Galette des Rois“ und in Spanien und Mexico als „Roscón de Reyes“ bekannt ist, zu den bekanntesten Traditionen, den der Tag der heiligen drei Könige mit sich bringt. Während die Rezepturen des Dreikönigskuchen durchaus unterschiedlich sind, haben alle Kuchen dennoch eine Gemeinsamkeit: es wird eine Münze, Bohne oder Porzellanfigur eingebacken, die denjenigen, der sie findet, für einen Tag zum Familienkönig macht. Ich weiß noch, wie vor einigen Jahren Freunde aus Frankreich uns vom „Bohnenkönig“ erzählt haben –  mir hat diese Tradition so gut gefallen, dass es seit dem auch bei uns am Tag der heiligen drei Könige (manchmal auch am darauf folgenden Sonntag, da der Dreikönigstag bei uns kein Feiertag ist) einen Königskuchen gibt, allerdings mit einer darin versteckten Mandel. Wer sie findet, darf sich die goldene Krone aufsetzen, ist der König oder in meinem Fall die Königin (was leider noch nie vor kam) für diesen Tag und darf ein Spiel bestimmen, das wir dann alle zusammen spielen.

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Für den Dreikönigskuchen nehme ich einen einfachen, süßen Hefeteig:

  • 500 gr Mehl (ich nehme immer gerne zumindest eine Hälfte Vollkornmehl)
  • 1/2  Würfel Hefe
  • 3 Esslöffel Honig (oder Zucker)
  • 1 Prise Salz
  • 60 gr weiche Butter
  • 225 ml warme Milch (je höher der Anteil an Vollkornmehl ist, desto mehr Flüssigkeit benötigt man)
  • 1 Ei
  • eine Mandel

Die Zutaten zu einem Teig verkneten und mindestens eine halbe Stunde gehen lassen. Wenn der Kuchen schon (wie bei uns) zum Frühstück auf den Tisch kommen soll, empfiehlt es sich den Teig über Nacht im Kühlschrank gehen zu lassen. Danach den Teig nochmals durchkneten, zu einer großer und 8 kleineren Kugeln formen, die Mandel in eine der (kleinen) Kugel verstecken und auf dem Backblech in Form einer Blume arrangieren. Wenn man möchte, kann man den Kuchen noch mit einem verquirlten Ei bestreichen  – ich lasse ihn gerne pur und bestäube ihn nach dem Backen mit Puderzucker. Die Backzeit beträgt 20-30 Minuten bei 180 Grad Umluft (vorgeheizt).

Ich gebe extra wenig Zucker in den Teig, weil die Kinder ihr Stück Kuchen gerne mit Butter und Marmelade essen.

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Eine Krone für den König ist schnell gebastelt. Zum Beispiel aus der restlichen Goldfolie, die noch von Weihnachten herum liegt. Oder goldfarbenen Tonpapier. Etwas anspruchsvoller, aber dafür jedes Jahr wiederverwendbar, ist eine Krone aus Filz oder ein gehäkeltes Krönchen.

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Der Dreikönigstag verabschiedet (für uns) die wunderbare Weihnachtszeit, und mit dem 6. Januar enden (meistens) für uns auch die Weihnachtsferien. Am Morgen, wenn alle Kinder wach sind, und die drei Könige die Krippe erreicht haben, darf sich reihum jeder ein Stück des Kuchens aussuchen. Derjenige, der die Mandel in seinem Stück entdeckt, bekommt die goldene Krone und den Umhang. Auch wenn die Kinder, die die Mandel nicht gefunden haben, im ersten Moment enttäuscht sind – eigentlich freuen sich kurz danach alle darauf, zusammen ein Spiel zu spielen, den restlichen Kuchen zu essen und den letzten Ferientag zu genießen.

Ich wünsche Euch einen schönen Dreikönigstag!

Liebe Grüße ♥

Leni