Selbstgemachte Salben für wilde Kinder

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Blaue Flecken, Kratzer, Schürfwunden, Brennesselquaddeln, Insektenstiche – gehören zu Kindern, die viel im Wald, auf den Wiesen, im Garten oder einfach „draußen“ sind natürlich dazu. Gut, wenn man schnelle Hilfe (und Trost) für alle Wehwehchen dabei hat. So sind in unserer Tasche neben Pflastern, Arnika Globuli und der Pinzette um Zecken zu entfernen, auch Ringelblumen-, und Spitzwegerichsalbe.

Die Ringelblumen säen wir jedes Jahr in unseren Garten aus und verwenden sie hauptsächlich für Tee und Ringelblumenöl. Die Inhaltsstoffe der Ringelblume wirken wundheilend und entzündungshemmend, weshalb sie sich für die Herstellung einer Salbe zur Behandlung von (kleinen) Wunden und Abschürfungen (aber auch rissiger Haut und Windeldermatitis) sehr gut eignet.

Der Spitzwegerich ist ein echtes Superkraut, das ein weit gefächertes Wirkungsspektrum besitzt. Als Tee oder Sirup eingenommen hilft er bei Husten-, Lungen-, und Bronchialleiden, äußerlich angewendet wirkt er antibakteriell und schmerzlindernd. Er stoppt sofort das Brennen nach einer Berührung mit einer Brennessel und das Jucken eines Mückenstiches. Und weil er an vielen Stellen in der Natur wild wächst, ist er schnell zu Hand und kann, leicht zerrieben, sofort genutzt werden. Noch besser ist es aber, ihn immer dabei zu haben – in Form einer Tinktur oder Salbe.

 

Das Rezept:

  • Spitzwegerich
  • Ringelblumenblüten
  • gutes Bio-Olivenöl
  • reines Bienenwachs
  • optional: Wollwachs (Lanolin)
  • ein ätherisches Öl (z.B. Lavendel)

Für den kalten Ölauszug: Den Spitzwegerich (trocken und leicht welk) zerkleinern, in ein Glas füllen und mit gutem Olivenöl auffüllen, bis alle Blätter bedeckt sind. Die Ringelblumenblüten (ich habe sie vorher getrocknet, das minimiert die Schimmelgefahr) ebenfalls in ein Glas füllen und mit Öl übergießen. Auf der Fensterbank dann die Gläser für ein paar Wochen stehen lassen (täglich schütteln). Der kalte Auszug ist schonender, aber auch zeitaufwendig und birgt die Gefahr, dass die Pflanzenteile anfangen zu schimmeln. Daher ist auch ein warmer Ölauszug möglich.

Für den warmen Ölauszug:

Ebenfalls die Blätter und Blüten in ein Glas füllen und mit Öl übergießen. Das Glas in ein heißes Wasserbad für 30- 60 Minuten stellen. Danach noch einmal 2-3 Tage an einem warmen Ort nachziehen lassen.

Das Öl wird dann durch ein Baumwolltuch (z.B. ein Moltontuch) abgeseiht, das bedeutet, man trennt jetzt gründlich die Pflanzenteile von dem Öl. Anschließend wiegt man das Öl und das Bienenwachs ab. Auf 100 ml Öl kommen ca. 15 gr (reiner) Bienenwachs. Öl und Bienenwachs werden dann im Wasserbad erwärmt, bis der Wachs flüssig geworden ist. Ich füge gerne noch etwas (ca. 3 Gramm) Wollwachs hinzu, der die Salbe etwas geschmeidiger macht. Allerdings verkürzt er auch die Haltbarkeit der Salbe. Unter Rühren lässt man das Gemisch wieder abkühlen und kann ganz zuletzt ein paar Tropfen von einem ätherischen Öl hinzufügen, bevor man es in Tiegel abfüllt und aushärten lässt. Die Tiegel, die nicht sofortigen Gebrauch bestimmt sind, werden beschriftet und dann kühl, trocken und dunkel gelagert und sind ca. 1 Jahr haltbar.

 

Bei uns sind diese kleinen Verletzungen an der Tagesordnung. Bei vier (lebhaften) Kindern gibt es immer irgendeine Schürfwunde oder Beule. Die Salben lindern den Schmerz der Verletzung und fördern die Wundheilung. Aber: Nichts geht über den Trost, die Berührung, das in-den-Arm-nehmen, beruhigende Worte. Mein Vater hat mir als Kind die Schmerzen immer „weggepustet“. Und ja, ich konnte tatsächlich den Schmerz wegfliegen sehen. Ich denke, es ist die Kraft des Glaubens, der Vorstellungskraft, der Liebe, die uns schnell wieder gesunden lässt.

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Die vielen, kleinen Narben und Blessuren erzählen von Abenteuern. Vom Leben. Bleibt wild Kinder, bleibt wild ♥!

Liebe Grüße

Leni

 

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Creadienstag
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HoT

 

 


Herbst-To-Do-Liste

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Jackentaschen voller Kastanien, jeden Tag mehr bunte Blätter an den Bäumen, Nebel und Kälte am Morgen, sanftes, goldenes Licht am Nachmittag, rotbäckige Äpfel an den Bäumen und der würzig-erdige Geruch des Bodens – der Herbst ist über das Land gezogen. Und das nicht erst seit heute. Aber da heute der Herbst erst offiziell (astronomisch) mit der Tag-und-Nacht-Gleiche beginnt, kommt auch erst heute unsere To-Do-Liste für den Herbst raus. Und hier ist sie, zum Ausdrucken, Abhaken, Ergänzen 🙂

Dinge, die wir im Herbst machen wollen:

  • Apfelpflücken gehen
  • in den Blätterregen stellen (oder in einen Laubhaufen springen) und die schönsten Herbstblätter mit nach Hause nehmen
  • Drachen steigen lassen
  • ein Lagerfeuer machen
  • Pilze sammeln gehen
  • eine Laubkrone basteln
  • Dahlien und Astern für die Vase abschneiden
  • noch schnell ein paar Kräuter, Blumen und Blätter aus dem Garten für Tee trocknen (z.B.: Salbei, Zitronenmelisse, Ringelblumen, Hagebutten, Thymian)
  • Blumenzwiebeln für den nächsten Frühling einpflanzen
  • einen Platz für Igel im Garten einrichten (oder ein Igelhaus bauen)
  • Sankt Michael feiern (Michaelsfest) mit Brot und Ritterspielen (und Prinzessin)
  • Kastanien, Eicheln, Bucheckern, Nüsse und all die anderen Herbstschätze sammeln
  • Erntedank feiern und Freunde zum Essen einladen
  • einen Herbstkranz binden und an die Tür hängen
  • im Morgennebel spazieren gehen
  • einen Wildpark besuchen (und dir übrig gebliebene Kastanien und Eicheln als Futter mitnehmen)
  • Apfelkuchen backen
  • die Urlaubsfotos und Erinnerungsstücke sortieren
  • Kerzen selber ziehen oder rollen

 

  • ein Kürbisfeld besuchen und den dicksten Kürbis finden
  • eine Kürbislaterne schnitzen (Jack O´Lantern)
  • Halloween feiern und sich verkleiden
  • unter Decken eingekuschelt Gruselgeschichten erzählen
  • an Allerheiligen den Toten gedenken
  • Kürbissuppe kochen
  • ein Maislabyrinth besuchen (und sich darin verlieren)
  • einen Schal stricken
  • Laternen basteln
  • Sankt Martin feiern (und vorher noch mal die Lieder üben)

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Dieser Sommer war bei uns dieses Jahr tatsächlich mit einem Mal zuende. Quasi über Nacht hat der Herbst den Sommer abgelöst (mit viel Regen und Kälte). Doch ich glaube, die schönen Herbsttage liegen noch vor uns. Die warmen, goldenen Tage, die die Blätter an den Bäumen so strahlen lassen und die Welt in einen wunderbaren Glanz tauchen.

Ich wünsche Euch herrliche Herbsttage!

Liebe Grüße

Leni

 

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Freutag

Der perfekte Pflaumenkuchen

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Der Spätsommer zeigt sich gerade von seiner schönsten Seite. Die warmen Temperaturen, das sanfte Licht, die ersten bunten Blätter – der Sommer klingt sanft aus. Nur wenige Zwetschgen hängen dieses Jahr an den betagten Bäumen auf den Pferdeweiden, aber es reicht gerade für ein Blech Zwetschgenkuchen. Manche Früchte sind bereits am Stiel ein wenig eingeschrumpelt, lassen sich leicht öffnen,bestechen durch ihre dunkelgelbe Fleischfarbe und einem unglaublich süßen Geschmack (und werden natürlich an Ort und Stelle gegessen).

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Die noch etwas festeren Früchte mit grün-gelben Fruchtfleisch eignen sich sehr gut zum Backen. Ich liebe den klassischen Zwetschgendatschi, der aus Hefeteig gemacht wird. Dazu Sahne und den Geruch von Filterkaffee – eine wunderbare Kindheitserinnerung.

Das Rezept:

  • 500 gr Mehl
  • 1 Würfel Hefe
  • 250 ml warme Milch
  • 60 gr Zucker
  • 2 Eier
  • 150 gr weiche Butter
  • 1 Prise Salz
  • Zimtzucker zum Bestreuen oder Schlagsahne
  • etwa 2,5 Kilo Zwetschgen

So geht´s:

Den Würfel Hefe in die warme Milch bröckeln. Mehl und Zucker in einer Schüssel geben und eine Mulde drücken. Hefe und Milch in die Mulde geben und ein paar Minuten stehen lassen. Dann die Eier, Butter und die Prise Salz dazu geben und verkneten. Abgedeckt 30 Minuten gehen lassen, bis sich der Teig verdoppelt hat. In der Zeit die Zwetschgen entkernen und einschneiden (nachdem ich mir mal einen Zwetschgenkern unter den Fingernagel gerammt habe, ein Teil von dem Kern stecken geblieben ist und sich entzündet hat, benutze ich übrigens einen Zwetschgen-Entkerner).

Den Teig nochmals durchkneten und dann auf das Backblech ausrollen, mit den Zwetschgen belegen und bei Umluft 180 Grad 30-40 Minuten backen.

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Hefezöpfe, Dampfnudeln, Zimtschnecken – ich mag den Hefeteig. Kenne aber auch viele Hobbybäcker, die mit der Hefe ungern backen aus Angst, der Teig würde nicht aufgehen. Daher hier noch schnell ein paar Tipps zum Hefeteig:

  • Kneten, kneten, kneten. Am besten von Hand.
  • Den Hefeteig mit einem (sauberen) Geschirrhandtuch abdecken, damit er genügend Sauerstoff bekommt.
  • Den Teig an einem warmen Ort (neben der Heizung oder bei 40 Grad im Backofen) ruhen lassen.
  • Milch (oder Wasser) sollten lauwarm sein (auf keinen Fall zu heiß oder kochend), alle anderen Zutaten sollten Zimmertemperatur haben.
  • Den Teig nicht zu lange gehen lassen. Hat er sich verdoppelt, ist er fertig.
  • Ich arbeite lieber mit frischer Hefe. Sollte man aber nur Trockenhefe zur Hand haben, gilt: ein Beutel Trockenhefe entspricht einem halben Würfel frischer Hefe.

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Genießt die Pflaumen- und Zwetschgenzeit 🙂

Liebe Grüße

Leni


In der Schultüte

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Die Sommerferien sind fast vorbei. Am Mittwoch beginnt die Schule wieder und am Donnerstag wird mein zweites Kind eingeschult. Wieder ein Kind ein Stück loslassen (seufz). Mein schulreifer Sohn hingegen fiebert seit dem Anfang der Ferien auf diesen Tag, auf diesen neuen Abschnitt in seinem Leben hin.  Vor allem, da der Schulranzen und die Schultüte auf seinem Schrank ihn immer wieder daran erinnern. Was sich am Donnerstag alles in der Schultüte befindet, weiß er natürlich noch nicht. Ich hatte mir schon vor den Ferien ein paar Dinge überlegt, die ich in seine Schultüte packen könnte, und die hier gerne mal teile:

1.  ein eigenes ABC-Buch. Das hat mein großer Sohn schon zur Einschulung bekommen. Und er nimmt es immer noch gerne und oft in die Hand. Es ist ein Fotobuch, in dem jedem Buchstaben ein Begriff und das jeweilige Foto (das einen persönlichen Bezug hat) zugeordnet ist. Den Beitrag zum ABC-Buch findet ihr hier.

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2.  ein Mut-Kissen. Das Kissen ist mit Kräutern gefüllt, die der Entspannung beitragen (wie zum Beispiel Lavendel und Hopfen). Wenn das Kind aufgeregt ist (gerade bei den vielen Eindrücken in der ersten Zeit), kann es das Kissen drücken und daran riechen. Die Idee und auch die fertigen Kissen stammen von der lieben Caro von den Naturkindern und sind hier zu finden.

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Foto: Naturkinder

3.  eine Armbanduhr. Schon fast ein Klassiker. Wobei die wenigsten Kinder damit etwas in der ersten Klasse anfangen können (das war jedenfalls meine Erfahrung). Aber geliebt und getragen wird sie trotzdem und motiviert natürlich dazu, das Lesen der Uhrzeit zu lernen.

4.  Stifte und ein Rollmäppchen. Wenn man das handwerkliche Geschick dafür besitzt (sprich: wenn man nähen kann :-)), ist es nicht schwer ein Rollmäppchen selber zu machen. Eine Anleitung gibt es (u.a.) hier. Schöne Bienenwachsmalstifte (mit und ohne Box) gibt es zum Beispiel hier und hier.

5.  ein Taschen-, oder Schnitzmesser. Vielleicht sogar mit Gravur.

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6. ein Freundebuch. Hat und braucht (fast) jedes Kind. Wenn dann der Sohn sich in das siebte Käpt´n-Sharky-Freundebuch (oder Elsa-Freundebuch) und das zehnte Superheldenbuch eintragen soll, weiß man ein individuelleres Freundebuch zu schätzen. Besonders schöne Bücher gibt es (wie ich finde) über Dawanda.

7. ein Abo für eine Kinderzeitschrift. Empfehlen kann ich die „Flohkiste“ und „Vorhang auf“. Die „Flohkiste“ hatte ich schon als Kind im Briefkasten und dank der Brieffreundschaftsseite (die es heute leider nicht mehr gibt) auch meine erste Brieffreundin. Die Zeitschrift ist absolut werbefrei, kommt 14-tägig und orientiert sich an den Lerninhalten der 1. und 2. Klasse der Grundschule. „Vorhang auf“ erscheint hingegen nur viermal im Jahr – aber jedes Heft ist tiefgründig und einzigartig. Die Rätsel, Geschichten und Märchen, Rezepte und Lieder, Bilder und Bastelbögen regen die Fantasie auf eine ganz besondere Art und Weise an.

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8. Süßigkeiten. Nicht umsonst heißt die Schultüte auch „Zuckertüte“ :-)!

 

Was war oder kommt noch in die Schultüte Eurer Kinder?

 

Liebe Grüße ♥

Leni

 


School´s out/ Sommerferien To-Do-Liste

Sechs Wochen Sommerferien liegen jetzt vor uns! Und natürlich darf sie auch in diesem Jahr nicht fehlen, unsere Sommerferien-To-Do-Liste (wo wäre ich nur ohne meine Listen ;-)).
Hier, bitte schön, zum Audrucken, an den Kühlschrank pappen, ergänzen, durchstreichen, inspirieren lassen und abhaken:

* Im See/ Meer schwimmen gehen
* Eis selber machen
* Blaubeeren pflücken

* Flaschenpost verschicken
* Glühwürmchen suchen

* einen Flohmarkt besuchen oder auf einem Flohmarkt verkaufen
* Zelten (wenn auch nur im Garten oder auf dem Balkon)
* eine Pyjama-Party schmeißen
* durch den Rasensprenger laufen
* selbstgemachte Limonade trinken
* ein Open-Air Film/Theater/Konzert besuchen
* früh aufwachen um den Sonnenaufgang zu sehen
* Sterne gucken (läßt sich gut mit dem vorigen Punkt verbinden)
* einen Kuchen für die Nachbarn backen (da sie dieses Jahr wieder auf unsere Hühner aufpassen müssen während wir im Urlaub sind, backen wir lieber gleich zwei Kuchen ;-))
* Steine sammeln und anmalen
* wilder Brombeeren pflücken und daraus Gelee oder Marmelade machen
* eine (Nacht-)Wanderung machen
* einen Wassermelonenkerne-Weitspuck-Wettbewerb veranstalten (alternativ: Kirschkerne. Aber Achtung: die können aus Versehen auch schon eingeatmet werden, also nur mit größeren Kindern machen)
* besondere Spielplätze besuchen (z.B. einen Wasserspielplatz)
* ein Outdoor-Spiel lernen (Federball, Cricket, Kubb, Corn Hole, etc.)
* eine Fahrradtour machen
* Kirschen pflücken
* die Bücherei besuchen
* einen Familien-Spiele-Abend machen
* einen Verwandten besuchen
* Muscheln sammeln (oder andere Sommerschätze)
* ein Sommertagebuch gestalten
* Sommerblumen pflücken
* eine Sandburg bauen
* ein Gewitter beobachten
* ein Picknick machen
* an einem Lagerfeuer sitzen

Ich wünsche Euch eine entspannte, leichte, großartige, abenteuerreiche, wunderbare Familienzeit!

Liebe Grüße
Leni

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und dem Blogsommer 


Hallo August!

 Hallo August! Herzlich willkommen! Du bist einer meiner Lieblingsmonate. Während der Juni leicht und rosa war und der Juli flirrend und blau, bist Du gelassener, entspannter und strahlst so schön in violett. Violett wie der Lavendel, die ersten Zwetschgen und die heranreifenden, roten Trauben in den Weinbergen. Und die Feigen aus meinen Kindheitserinnerungen an Italienurlaube.
Jetzt, wo Du da bist, freuen wir uns auf
* den ersten Geburtstag unseres Frühchens. Dem kleinen großen Wunder.
*  besonders viele Sternschnuppen. Man nennt sie auch „Tränen des Laurentius“, nach dem römischen Märtyrer, der am 10. August Namenstag hat. Es lohnt sich also jetzt lange aufzubleiben. Oder eine Sternwarte oder ein Planetarium zu besuchen. Wir haben hier in der Stadt eine kleine (Schul-)Sternwarte, der wir jedes Jahr im August einen Besuch abstatten. Einen Blick durch ein Teleskop in den Himmel zu werfen ist einfach großartig. Für Kinder ist aber auch ein Planetarium ein tolles Erlebnis (ein Verzeichnis aller Sternwarten und Planetarien findet Ihr hier).
*  die Tomaten, die Pflaumen und Zwetschgen und die ersten Äpfel. Am liebsten sind mir die Klaräpfel, mit denen kann man super backen oder sie zu Apfelkompott verarbeiten.
* Sonnenblumen, Dahlien und Gladiolen.
*eine Nachtwanderung. Die Nächte sind noch immer so schön lau, die Sonne geht früher unter. Mit einer Taschenlampe und Verpflegung im Gepäck geht es auf Entdeckungsreise.
* weitere fröhliche Sommertage am Wasser. Und in den Bergen. Eine Woche Urlaub in Bayern wartet noch auf uns.
* Sommersteinpilze. Lecker.
* Brombeeren, die wir zu Gelee und Eis verarbeiten.

Ich wünsche Euch noch wunderschöne Ferientage (jetzt wo alle Schulkinder in Deutschland frei haben) und herrlichen August!
Liebe Grüße
Leni

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Sonjas Monatsmotto


School´s out/Sommer To-Do-Liste

Heute ist der letzte Schultag (und Kindergartentag) bei uns und höchste Zeit für unsere traditionelle (im Rheinland hat alles was man zum dritten Mal macht schon Tradition) Sommer To-Do-Liste. Für meinen großen Sohn sind es die ersten Schulferien; für meine zwei Kindergartenkinder ein größerer Abschied. Sie wechseln den Kindergarten nach den Ferien und besuchen dann einen Waldorf-Kindergarten. Auf die Ferien freuen sich hier alle und viele Pläne sind schon geschmiedet worden. So haben wir uns darauf geeinigt, dass wir an einem Tag in der Woche einen größeren Ausflug machen. Einen Tag verbringen wir immer zu Hause, einen Tag hier in der Umgebung. Ein Tag in der Woche wird unser „kreativer Tag“. Aber nun zu unserer Liste.

Los geht´s:

* Im See/ Meer schwimmen gehen
* Eis selbst machen
* Blaubeeren pflücken
* eine Wasserbomben Schlacht machen
* Flaschenpost verschicken (die letzten zwei Jahre kam leider nie etwas zurück…)
* Glühwürmchen finden
* einen Flohmarkt besuchen oder auf einem Flohmarkt verkaufen
* Zelten (wenn auch nur im Garten)
* eine Pyjama-Party schmeißen
* durch den Rasensprenger laufen (immer wieder gerne)
* selbstgemachte Limonade trinken
* ein Open-Air Film/Theater/Konzert besuchen
* früh aufwachen um den Sonnenaufgang zu sehen
* Sterne gucken (läßt sich gut mit dem vorigen Punkt verbinden)
* einen Kuchen für die Nachbarn backen (da sie dieses Jahr auf unsere Hühner aufpassen müssen während wir im Urlaub sind, backen wir lieber gleich zwei Kuchen ;-))
* Steine sammeln und anmalen
* Schwimmen lernen (zwei Kinder können nach den Ferien dann hoffentlich schwimmen)
* eine Wanderung machen
* einen Wassermelonenkerne-Weitspuck-Wettbewerb veranstalten (alternativ: Kirschkerne)
* 10 verschieden Spielplätze besuchen
* ein Outdoor-Spiel lernen (Federball, Cricket, Kubb, Corn Hole, etc)
* eine Fahrradtour machen
* Kirschen pflücken
* die Bücherei besuchen
* Mini Golf spielen
* einen Film-Abend machen
* ein Plantschbecken aufpusten
* einen Freizeitpark besuchen

Ich lasse dann jetzt schon mal Alice Cooper laufen und wünsche Euch (die Ihr auch heute oder bald in die Ferien startet und bereits gestartet seit) eine tolle Sommerferienzeit!

Liebe Grüße
Leni

P.S.: die Listen aus den letzten Jahren findet Ihr hier und hier


Juli. Juli!

Der Juli strahlt in blau. Er hat die meisten Sonnenstunden im Jahr (statistisch gesehen), ist der Monat des Hochsommers (phänologisch gesehen), der Monat in dem alle Schulkinder in Deutschland Ferien haben (wenn auch nur 3 Tage im Juli, wie Baden-Württemberg) und lädt  geradewegs dazu ein, Zeit am und im Wasser zu verbringen. Ob Meer, Badesee, Fluss, Bach, Pool, Plantschbecken, Rasensprenger oder Badewanne, Hauptsache kühles Nass!

Wir freuen uns im Juli auf:

* den Ferienanfang (hier in NRW ist der letzte Schultag schon in einer Woche)
* Hortensien, sie stehen jetzt in voller Blüte. Meine Lieblingsblumen.
* Hühner. Der Stall steht bereits und wartet auf seine gefiederten Mieter (wir sind schon richtig aufgeregt – bald erzähle ich Euch mehr)
* Gemüse in Hülle und Fülle. Brokkoli, Bohnen, Gurken, die ersten Tomaten und nach wie vor Salat.
* die Kartoffelernte. Die Frühkartoffeln sind jetzt reif.
* lange, milde Nächte
* Picknick am Wasser
* Bootsfahrten
* Beeren. Zu den Erdbeeren, Himbeeren und den letzten Johannisbeeren gesellen sich jetzt die Heidelbeeren.
* Zelten (wenn auch nur im Garten)
* selbstgemachtes Eis
* die ersten Sommerfreuden für unser Baby. Planschen, im Sand graben und im Schatten der Bäume schlafen.
* die Ferien. Freie Tage und viel Zeit zusammen.

Auf was freut Ihr Euch im Juli?

Liebe Grüße
Leni

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Ökologisch Gärtnern gegen Schädlinge

Wenn man sein eigenes Obst und Gemüse anbaut (oder natürlich auch wenn man einen Ziergarten hat), lernt man sehr schnell die verschiedensten Schädlinge kennen. Schnecken, die jede Jungpflanze mit Blatt und Stiel verspeisen, Käfer, die auf alle Arten von Gemüse und Obst fliegen,  Blattläuse, Schildläuse, Möhren-, Kohl- und Zwiebelfliegen, Motten, Milben, Flöhe, Würmer und Raupen (und sicher auch noch eine Menge mehr). In der konventionellen Landwirtschaft (und leider auch bei vielen Gartenbesitzern) sind chemische Bekämpfungsmittel die erste Wahl. Sie sind bequem und zuverlässig. Wer jedoch seinen Garten als geschlossenes Ökosystem betrachtet, den großen Zusammenhang seines Tuns mit dem Lebewesen im Garten erkennt und Verantwortung für die Natur, Umwelt und seine Kinder übernimmt, der kommt nicht daran vorbei seinen Garten ökologisch, biologisch oder bio-dynamisch zu pflegen und zu bewirtschaften. Und das bedeutet, auf synthetische und chemische Pflanzenschutzmittel zu verzichten und stattdessen auf die Widerstandskraft der Pflanzen, Nützlinge, Fruchtfolge, Mischkultur und biologische Mittel zu setzen.

Natürlich bleibt man trotzdem nicht von Schädlingen verschont. Diese „Kerlchen“ durfte ich bereits kennenlernen und so gehe ich mit ihnen um:

Blattläuse. Erst sieht man sie nur vereinzelnd. Wenige Tage später sitzen riesige Kolonien, gerne auch bewacht von Ameisen) auf den Stielen, Zweigen und Blättern.
Wenn ich sie rechtzeitig entdecke, spritze ich sie mit Wasser ab oder setzte einen Brennessel-Kaltauszug auf. Ich schneide frische, nicht blühende Brennessel klein, gebe sie in einen Eimer und bedecke sie mit Wasser (Verhältnis 1 kg Brennessel auf 10 l Wasser). Nach einem Tag seihe ich das Wasser wieder ab und fülle es in eine Sprühflasche. Nun besprühe ich die mit Blattläusen befallenen Teile der Pflanzen und Bäume damit. Die Kieselsäure aus den Brennesseln bringt die Blattläuse nicht um, aber vertreibt sie. Den Rest erledigen dann die Nützlinge, wie zum Beispiel der Marienkäfer.
Sitzen die Blattläuse allerdings schon in mehreren Reihen aufeinander auf den Pflanzenteilen, befülle ich die Sprühflasche mit einer Mischung aus Rapsöl und Wasser, schüttele alles gut durch und besprühe die Pflanze. Das Rapsöl verklebt die Blattläuse und wäscht sie beim nächsten Regen ab.

Der Himbeerkäfer legt seine Eier in die Himbeerblüte der Sommerhimbeeren ab. Die Larven findet man dann in den reifen Früchten. Zwei Jahre hintereinander hatten wir fast keine Himbeere ohne Larve (sehen aus wie Maden) im Garten. Einziger Trost waren uns die Herbsthimbeeren, die durch ihre späte Blütezeit vom Käfer verschont bleiben. Man kann eine Folie oder eine Plane unter die Himbeersträucher auslegen, die verhindern soll, dass sich der Himbeerkäfer in die Erde eingräbt (um dort zu überwintern) oder im Frühjahr wieder aus der Erde wieder herauskommt. Schafft es dann aber doch irgendein Käfer, hat man im nächsten Jahr wieder ungenießbare Himbeeren. Daher haben wir uns für eine radikale Maßnahme entschieden. Wir schnitten alle Himbeeren ab und verzichteten ein Jahr auf die Früchte. So unterbrachen wir den Himbeerkäfer-Generationenzyklus und haben seit dem (toi, toi, toi) wieder Larvenfreie Früchte.

Schnecken sind im immer ein großes Thema. Auf unserem Eifelgrundstück leben so viele Frösche, Kröten und Igel, die die Schnecken in Schach halten. Aber in unserem Hausgarten fehlen einfach die Gegenspieler der Schnecken.
Ich sammele die Schnecken regelmäßig ab und versuche die Jungpflanzen in PET-Flaschen zu schützen. Was man nicht vermeiden kann, mit dem muss man sich arrangieren. So lege ich hier und dort welke Salatblätter für die Schnecken aus, in der Hoffnung, dass sie meine „Opfergabe“ annehmen und die Gemüsepflanzen dann verschonen.

Die Raupen des Kohlweißling sitzen mit Vorliebe auf meinem Brokkoli und dem Rotkohl. Vermeiden kann man das, indem man frühzeitig Netze über die Pflanzen spannt. Da meine Kinder sich aber so sehr über die Raupen (und die Schmetterlinge) freuen, überlasse ich ihnen gerne einige Pflanze.

Die Beete in unserem Garten sind mit Buchs bepflanzt. In diesem Jahr habe ich den Buchsbaumzünsler kennengelernt. Er ist ein Neozoon, ein Kleinschmetterling, der im asiatischen Raum beheimatet ist und hier hin eingeschleppt wurde. Seine Raupen fressen die Buchsbäume kahl (woraufhin der Buchs eingeht) und haben hier in unseren Breitengraden keine natürlichen Fressfeinde (den Vögeln scheinen die Raupen nicht zu schmecken…). Das Absammeln der Raupen ist bei der Menge an Buchs, die wir im Garten haben, recht mühsam. Eine Freundin empfahl mir das Absaugen der Raupen und Eier mit einem Staubsauger. Zum Glück hatten wir noch einen alten Staubsauger, der dafür in Frage kam. Und auch wenn es erst ein wenig seltsam anmutete, meine Buchshecken abzusaugen, der Erfolg sprach für sich. Leider bedeutet der einmalige Erfolg nicht, dass der Zünsler nicht wieder kommt. Bis zu 4 Generationen (!) können in einem Jahr heranwachsen.

Möhren sind jedes Jahr (neben Gurken und Tomaten) DAS Lieblingsgemüse meiner Kinder. Daher ist mir auch die Möhrenfliege bekannt. Überall kann man lesen, dass man am besten Möhren und Zwiebel in einer Mischkultur setzt, um die Möhrenfliege (die vom Geruch angezogen wird) fern zu halten. Meine Möhrenfliegen wissen das anscheinend aber nicht.
Im Hochbeet habe ich noch keine einzige madige Möhre gehabt (vielleicht fliegen Möhrenfliegen nicht so hoch?), am Boden schlagen sie jedoch gerne zu. Hilfreich ist hier zum einen die Fruchtfolge. Die Möhren jedes Jahr in ein anderes Beet zu pflanzen macht es den Fliegen ein kleines bißchen schwerer sich an meine Möhren zu vergreifen. Und zum anderen Knoblauch-Brühe. Manchmal jedenfalls.

Ich weiß wie frustrierend es ist, wenn man den Boden vorbereitet, das Saatgut sorgfältig auswählt, Jungpflanzen vorzieht oder direkt in das Beet sät, die Pflänzchen hegt und pflegt, und dann am Ende einen großen Teil (oder im schlimmsten Fall) alles an Schädlinge verliert. Andererseits spielt jedes noch so kleine Tier ein wichtige Rolle im Lebensgeflecht der Natur. Daran sollt man immer denken, bevor man zu radikaleren Methoden gegen Schädlinge greift.

Ich bin sehr gespannt, was Eurer Tipp gegen Schädlinge im Garten ist! Schreibt gerne in den Kommentaren eure Erfahrungen und Anregungen.
Und habt ein schönes Wochenende!

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EiNab
Grünzeug


Foodsharing

Letztes Jahr auf dem Saatgutfestival in Düsseldorf (für Interssierte: am Samstag findet das Saatgutfestival 2016 in Düsseldorf wieder statt) war auf dem Schulgeländer des Veranstaltungsortes ein kleine Stand aufgebaut. Er wäre mir gar nicht groß aufgefallen, wären meine Kinder mir nicht strahlend mit einer Banane in der Hand von diesem Stand entgegengekommen. Es war der Stand der Organisation „Foodsharing“ (der die Bananen austeilte). Diese Organisation setzt sich gegen die Verschwendung von Lebensmitteln ein und bemüht sich um Aufmerksamkeit für einen nachhaltigen Umgang mit Lebensmitteln. Und jeder kann mithelfen. Entweder als sogenannter Foodsaver, der übriggebliebene Lebensmittel von Supermärkten, Restaurants und ähnlichen Betrieben abholt und weiterverteilt oder als Essensretter im eigenen Haushalt.
Angemeldet auf der Foodsharing Internetseite habe ich mich schon am nächsten Tag und kurz darauf gab ich dann auch schon den ersten Essenskorb (so heißen die Lebensmittelabgaben) auf. Enthalten waren fälschlich eingekaufte Lebensmittel (passiert wenn man Kinder lossschickt :-)) und Mitbringsel von Gästen, die bei uns keinen großen Anklang fanden. Allesamt zum Wegwerfen viel zu schade. Kurz nachdem mein Essenskorb online war, meldeten sich die ersten Interessenten. Abgeholt hat das erste Lebensmittelsammelsorium übrigens am Ende eine sehr nette Studentin.
Mittlerweile nutze ich die Plattform regelmäßig. Wenn zum Beispiel im Beet wieder eine Zucchini- oder Tomatenschwemme herrscht oder wir vor dem Urlaub noch (verderbliche) Lebensmittel über haben. Und empfehlen kann ich es wirklich Jedem.

Ideen und Projekte für ein nachhaltiges und umweltbewußtes Leben gibt es zum Glück immer mehr.
Auf dem neu gegründeten Blog Einfachnachhaltigbesserleben  ,kurz EiNab, findet Ihr viele Beiträge und Informationen dazu. Vorbeischauen lohnt sich. Und natürlich auch bei Foodsharing!

Liebe Grüße
Leni