Äpfel filzen

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September ist Apfelzeit. Unsere Apfelwimpelkette flattert wieder im Baum und gerade erst am Wochenende waren wir (wie jedes Jahr) auf der Plantage zum Äpfel pflücken. Ein paar Tage zuvor habe ich mit allen Kindern im KiGa Äpfel gefilzt und weil die so schön geworden sind und ich so viele Anfragen für eine Anleitung danach hatte, habe ich mich zu Hause noch einmal mit meinem großen Sohn ans Werk gemacht, einen Apfel nachgefilzt, die Arbeitsschritte fotografiert und für Euch beschrieben. Los geht´s!

Man benötigt:

naturbelassene Rohwolle * Filzwolle, rot, gelb oder grün *braune Filzwolle für den Stiel* eine kleine Filzplatte in Grün für das Blatt* ein Stück  Kernseife * ein Handtuch * eine Schüssel warmes Wasser * Nadel (sehr lang) und braunen Faden

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1. Den Kern des Apfels bildet die naturbelassene Rohwolle. Sie ist günstiger im Preis als die gefärbte Filzwolle oder Märchenwolle. Ein Strang dieser Wolle wird im ersten Schritt ein wenig auseinander gezupft und zu einem Ball aufgerollt.

2. Um den weißen Rohwollball werden jetzt (möglichst straff) Stränge von farbiger Wolle gelegt. Nimmt man mehrere Farben oder melierte Wolle wirkt der Farbverlauf besonders natürlich.

3. Der Ball wird nun in die Schüssel mit warmen Wasser getaucht. Es fängt an zu blubbern, Blasen steigen nach oben, die Luft in dem Ball entweicht. Sind keine Blasen mehr zu sehen, wird der Ball herausgenommen und ganz sanft ausgedrückt. Jetzt werden die Hände eingeseift und das eigentliche Filzen beginnt.

4. Vorsichtigt wird die Wolle glatt gestrichen, von einer Hand zu anderen Hand gereicht, leicht gedrückt, gestreichelt, umfasst und gerieben. Erst ganz sanft, dann langsam mit mehr mit Druck. Immer wieder dabei die wollige Kugel befeuchten und die Hände einseifen.

5. Hat sich die Wolle verschoben, so dass noch weiße Stellen zu sehen sind, oder haben sich Falten oder Knubbel gebildet, so kann man jetzt noch einen kleinen Strang farbige Wolle auseinanderziehen und erneut um den Ball legen. Wieder vorsichtig und langsam in den Händen kneten und streicheln und dann das Tempo und die Intensität steigern.

6. Hat sich alles gut miteinander verbunden, kann man nun den Ball mit Druck auf der Handfläche über das Handtuch kreisen lassen. Der Ball schrumpft dadurch ein wenig ein und nimmt an Festigkeit zu.

7. Die einzelnen Arbeitschritte brauchen Geduld, aber am Ende hält man einen festen und gut verfilzten Ball in der Hand. Dieser wird jetzt mit klaren Wasser ausgewaschen,  so dass keine Seifenrückstände zurückbleiben. Man kann auch einen Schuß Essig ins Wasser geben, um die Seife zu neutralisieren. Den Ball vorsichtig ausdrücken und trocknen lassen.

8. Aus einem Strang brauner Filzwolle wird der Stiel des Apfels gefilzt. Die Wolle und die Hände befeuchten und einseifen, und erst vorsichtig, dann mit Druck gleichmässig über das Handtuch rollen lassen (wie man eine Schlange aus Knete oder Teig rollen würde). Hat sich alles gut verfilzt, kann der Stiel abgewaschen werden.

9. Aus einem Stück grünem Filz ein Blatt ausschneiden. Den Stiel auf die gewünschte Länge kürzen.

10. Noch hat der Ball keine Apfelform. Diese kommt erst mit dem letzten Schritt. Mit einer (über-)langen Nadel und braunen Garn wird der Stiel und das Blatt angenäht, in dem immer von oben durch den ganzen Apfel durch nach unten gestochen wird. Das ist (je nachdem wie fest der Apfel gefilzt wurde) leider ein wenig mühsam. Außerdem muss man darauf achten, den Faden immer möglichst fest zu ziehen, während man einige Stiche von oben nach unten und umgekehrt durch den Apfel durchführt, damit die Form schön herausgearbeitet wird. Der letzte Stich endet auf der unteren Seite, wo man mit ein einigen Stichen noch den Blütenansatz andeuten kann.

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Viel Freude beim Filzen!

Wenn noch etwas unklar ist, bitte einfach Fragen 😉

Liebe Grüße ♥

Leni


Kinder-Kleiderschrank-Frühjahrs-Check

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Der Frühjahrsputz steht bei uns an, das große „Reinemachen“ und Entrümpeln, was nicht nur den Räumen sehr gut tut, sondern, wenn wir ehrlich sind, auch unserer Seele. Am Wochenende waren die Kleiderschränke der Kinder dran. Das ist bei vier Kindern eine recht Zeit intensive Aufgabe, daher händigte ich an meine drei großen Jungs Checklisten aus (nachdem ich jedes Kind vermessen hatte), mit denen sie selbst die vorhandenen (und noch passenden) Kleidungsstücke zählen konnten.

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Natürlich klappte es dann doch nicht so einfach, wie ich mir das vorgestellt hat. Mal flossen Tränen über einen heiß geliebten, aber zu klein gewordenen Pullover, den nun der kleinere Bruder tragen darf, mal zählte ein Kind alle einzelnen Socken auf (statt paarweise), und fand dabei auch noch ein ganzes Einzel-Socken-Nest in seinem Kleiderschrank. Doch letztendlich konnte ich mir einen guten Überblick verschaffen, und werde dann einfach noch gezielt die Teile besorgen, die dem einen oder anderen Kind fehlen (das war auch schon mal anders, ähem).

Weil auf Instagram vielfach die Bitte kam, die Checkliste zur Verfügung zu stellen, habe ich sie in PDF konvertiert (so gut es ging) und hier zum runterladen bereit gestellt (keine Bange, ohne Blumengekritzel ;-)).

Als nächstes geht es mit dem Frühjahrsputz in den Kinderzimmern weiter – wenn man einmal dabei ist, geht es (fast) wie von selbst.

 

Liebe Grüße ♥

Leni

 


Hühner im Garten

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Fast drei Jahre haben wir jetzt unsere Hühner, und mir ist aufgefallen, dass ich noch gar nicht viel zu ihnen geschrieben habe. Auf Instagram habe ich neulich mal dazu aufgerufen, mir Fragen zu den Hühnern zu stellen, schließlich gibt es ja (glücklicherweise) immer mehr Familien, die sich überlegen Hühner in ihren Garten zu halten. Dass es so viele Fragen werden würden, und so viel Interesse an der Hühnerhaltung besteht, hätte ich dann doch nicht gedacht. Deshalb habe ich die Fragen mit herüber auf den Blog genommen, um sie alle und ausführlicher beantworten zu können und auch allen anderen Lesern nicht vorzuenthalten.

Mit drei Hühnern haben wir damals angefangen, und halten mittlerweile 6 Hühner in unserem Garten. Rosie, Priscilla, Frieda, Henni, Braunie und Ente heißen unsere Hennen, jeder aus unserer Familie hat eine eigene. Wir freuen uns über ihre Eier – sollten sie aber später mal keine Eier mehr legen, dürfen sie trotzdem bis an ihr Lebensende bei uns bleiben. Einen Hahn hätten wir zwar auch gerne, aber die Nachbarn ringsum fanden nur die Hühner akzeptabel, einen tagtäglichen Weckruf jedoch nicht, weshalb die Damen unter sich bleiben (müssen).

Braucht man einen Hahn?

Nein. Hennen legen auch ohne Hahn Eier und kommen (in kleinen Gruppen) auch prima ohne Hahn aus.

Kann ich einfach so Hühner halten?

Die Haltung von Hühnern ist selbst in Wohngebieten in der Regel erlaubt, bei Mietern ist das Einverständnis des Vermieters natürlich einzuholen. Ich glaube, wichtig ist es im Vorfeld die Nachbarn mit ins Boot zu holen – das kann Ärger jeglicher Art ersparen.

Muss ich Hühner irgendwo melden?

Bei uns in NRW muss man die Hühner der Tierseuchenkasse melden und zahlt (für 6 Hühner) 10 Euro im Jahr.

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Stinken Hühner?

Nein, eigentlich nicht. Es riecht nach Tier, ja, aber ich finde, die Kaninchen, die wir mal hatten rochen strenger.

Wieviel Zeit und Arbeitsaufwand nehmen Hühner in Anspruch?

Jeden Tag die Hühner morgens raus lassen und abends wieder in den Stall bringen, frisches Wasser, frisches Futter und den Stall grob ausmisten, zwei mal die Woche komplett ausmisten. Vielleicht 10-20 Minuten am Tag? Die meiste Zeit beschäftigen sich meine Jungs mit den Hühnern (das Ausmisten bleibt aber ehrlicherweise irgendwie immer an mir und meinem Mann hängen, ähem).

Wieviel Platz brauchen Hühner? Wie groß müssen Stall und Auslauf sein?

Nach EU-Bio-Verordnung teilen sich 6 Hennen einen Quadratmeter begehbare Fläche im Stallraum und vier Quadratmeter Auslauf pro Huhn ist vorgeschrieben. Größer ist natürlich immer schöner. Unser Stall ist vielleicht 2-2,5 Quadratmeter, der Auslauf ist etwa 60 Quadratmeter groß (auf dem Bild unten war er noch mit drei Hühnern wesentlich kleiner – und grüner). Außerdem dürfen die Hühner (wenn wir da sind) in den restlichen Garten.

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Stimmt es, dass man den ganzen Garten voll Hühnerkacke hat?

Ähm…ja! Hühner lassen alles fallen, wo sie gerade stehen und laufen. Barfuß durch den Garten gehen, führt also manchmal zu unangenehmen Überraschungen.

Wohin mit dem Hühnermist?

Wir packen ihn auf den Kompost. Das gibt einen richtig guten Dünger für die Pflanzen.

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Welches Futter füttert man Hühnern am besten?

Neben dem „normalen“ Hühnerfutter, bekommen unsere Hühner noch ein Ergänzungsfutter mit Austernschalen (Kalk) und Frischfutter (was gerade an Abfall aus der Küche anfällt, mal Reis oder Salatblätter, Nudeln oder kleinen Möhrenstücke). Aber am allerliebsten fressen sie Wassermelonen im Sommer, gekochte Kartoffeln und Spaghetti.

Machen Hühner viel kaputt im Garten?

Klares JA. Sie scharren den Rasen weg, die Blumenzwiebeln aus und picken Gemüse und Kräuter weg. Man muss also Hühner-Sperrzonen einrichten, wenn man auch noch einen Kohlrabi ernten will oder weiterhin Blumen im Garten schätzt. Aber dafür, das muss man ihnen lassen,  haben die Hühner diese fiesen, gefräßigen Nacktschnecken komplett vertrieben (oder besser verspeist?).

Kann man verschiedene Rassen zusammenhalten?

Wir haben einen Sperber, einen Marans, einen Königsberger, einen Araucaner, einen Sussex und ein schwedisches Blumenhuhn – und es klappt prima. Hühner sind zum Glück keine Rassisten.

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Werden Hühner zutraulich?

Absolut! Wenn man sich mit ihnen beschäftigt, werden sie sogar zum Teil sehr anhänglich. Bei einem Huhn muss ich immer die Tür vom Haus in den Garten schließen, sonst ist sie drinnen und läuft durch die Zimmer. Und alle Hühner haben einen unterschiedlichen Charakter. Bei uns gibt es die freche, die gemütliche, die Glucke (unsere Oberhenne), die scheue, die abenteuerlustige und die, die immer am schnellsten angerannt kommt, wenn man sie ruft.

Was macht man, wenn das Huhn krank wird?

Ich habe schon ein paar Mal gedacht, ein Huhn wäre krank. Zum Glück, war es dann nur in der Mauser oder ihm machte die Hitze im Sommer zu schaffen. Einmal jedoch lag eines unserer Hühner ganz plötzlich und ohne Vorwarnung tot im Garten. Wir wissen bis heute nicht wirklich, warum und woran es gestorben ist. Aber mit kranken Hühner würden wir (wie mit jedem anderen Tier auch) zum Tierarzt gehen. Auch wenn manche Menschen finden, dass die (vielleicht hohen) Tierarztkosten für ein krankes Huhn, das ja (in der Regel) einen sehr geringen Anschaffungspreis hatte und als Nutztier angesehen wird, in keinem Verhältnis stehen – wir sehen unsere Hühner als Haustiere an und würden, wenn sie (wirklich) mal krank sind, sofort einen Tierarzt aufsuchen.

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Ich hoffe, ich konnte denen, die sich für Hühner interessieren, einen kleinen Einblick geben. Wenn Ihr noch Fragen oder Anmerkungen habt, hinterlasst mir doch einfach einen Kommentar. Ich würde mich freuen.

 

Liebe Grüße ♥

Leni


6 Dinge

Februar

6 Dinge, die mich gerade glücklich machen:

1. Die ersten Schneeglöckchen. Denn sie kündigen (nach dem phänologischen Kalender) den Vorfrühling! Vor-Frühling! Da steckt schon Frühling drin ;-)!

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2. Ein zauberhafter Kinofilm (enthält unbezahlte, unbeauftragte Werbung). Alle zusammen haben wir uns am Wochenende einen Ausflug in den Norden Finnlands gemacht – so haben wir uns zumindest gefühlt, denn bei dem Film „Ailos Reise“ kommt man den Rentieren unglaublich nah und fängt bei den malerischen Schneelandschaften tatsächlich an zu frösteln, so eindrucksvoll sind die Bilder. Wir mussten ein wenig suchen, um den Film sehen zu können; er läuft wohl nur in ausgewählten Kinos. Aber wenn Ihr die Möglichkeit habt ihn zu sehen – unbedingt machen!

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3. Frühlingsputz. Das (Vor-)Frühlingslicht bringt es an den Tag: die Zimmer und Fenster haben dringend eine gründliche Reinigung nötig. Das nötige Reinigungsmittel habe ich schon angesetzt: aus (Weißwein-)Essig, Orangenschalen und Rosmarin lässt sich ein wirklich wirkungsvoller und umwelt- wie kinderverträglicher Reiniger herstellen (der auch noch toll duftet).

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4. Mit Kindern philosophieren. Kinder fragen ja Non-Stop am Tag. Also meine Kinder zumindest. Manchmal sind hochphilosophische Fragen in der Monatgsmorgenhektik, manchmal sind es Fragen, die ich schon gefühlt hundert Mal beantwortet habe, und manchmal erwischen mich Fragen völlig unerwartet und unvorbereitet, so dass ich über eine Antwort erst einmal nachdenken bzw. nachschlagen muss. Eine naturwissenschaftlich korrekte Antwort ist aber (bei Kindergartenkindern und I-Dötzchen) gar nicht nötig, habe ich gerade erst gelesen. Kinder würden durch Fragen versuchen ihren Platz in der Welt zu finden und Zusammenhänge zu verstehen. Und deshalb dürfe die Antwort gerne eine Einladung an das Kind sein, selbst ein wenig zu philosophieren. Weil dafür im Alltag aber oft wenig Zeit bleibt, hatte ich mir vorgenommen, die Fragen einfach zu notieren und abends oder am Wochenende eine kleine Philosophenrunde einzuführen. Gesagt, getan. Die Themen am Sonntagabend: Warum ertrinken Fische nicht? Und warum fressen manche Tiere Fleisch und andere nicht? Jedes Kind durfte erzählen, was es darüber dachte, dann wurde überlegt, ob die aufgestellten Thesen richtig sein könnten. Wir haben lange diskutiert, geredet, gelacht. Und ich bin mit der Erkenntnis ins Bett gegangen, das Kinder so herrlich frei sind in ihrem Denken.  Und das wir das jetzt jede Woche versuchen zu machen.

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5. Aussaat. Der Startschuss ist gefallen, die Gartensaison eröffnet! Gestern haben wir die allerersten Tomaten ausgesät. Wie auch letztes Jahr in Eierschalen, einfach weil es so gut funktioniert, quasi umsonst und nachhaltig ist. Und zu den Produzentinnen haben wir auch einen guten Draht!

6. Im Februar werden vielerorts die Bäume auf den Stadt- und Kommunalflächen zurück geschnitten, da ab März bis Ende September der Rückschnitt zum Schutz der (brütenden) Vögel verboten ist. Das ist eine gute Gelegenheit, sich ein paar abgeschnittene, umherliegende Zweige ins Haus zu holen und ins Wasser zu stellen. Im warmen Wohnraum gehen die Knospen rasch auf und zaubern das erste, frische Grün ins Haus. Gut eignen sich z.B. Kastanien und Walnusszweige.

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Ich wünsche Euch einen schönen Dienstag!

Liebe Grüße ♥

Leni

 

Verlinkt mit: 6 Dinge plus 6 Bilder = mein 12v12 ;-), Creadienstag


8 schöne Winterprojekte für Kinder

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Wenn ich an diese nass-kalten Tage, die der Winter (zumindest in unseren Breitengraden) mit sich bringt, denke, dann wünsche ich mir (ganz ehrlich) oft den Frühling herbei. Andererseits  – wann haben wir sonst im Jahr die Zeit so ausgiebig zu werkeln, zu basteln, zu malen und zu gestalten? Und deshalb stelle ich Euch heute meine 8 Lieblingsprojekte vor:

  1. Papierschneeflocken

So einfach gemacht, auch, oder besser ganz besonders für Kindergartenkinder. Eine schöne Anleitung dazu gibt es auf den tollen Blog „Lieblingsbande“, eine ganze Reihe Gestaltungsmöglichkeiten hier.

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2. Frostskulpturen

Der Frost verziert auf so wunderbare Weise Gräser und Bäume mit glitzernden Eiskristallen. Und wenn das Thermometer unter 0 Grad fällt, können wir mit Hilfe des Frostes auch kunstvolle Skulpturen und Windlichter erschaffen. Ein paar Exemplare vom letzten Jahr findet Ihr hier, tolle Ideen zum Beispiel hier.

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3. Frau Holle

Wenn Frau Holle, die „gute Mutter Erde“, ihre Kopfkissen ausschüttelt, fängt es bei uns zu schneien, das erzählte mir meine Großmutter als ich ein Kind war. Vielleicht gehört deshalb Frau Holle unbedingt auf unseren winterlichen Jahreszeitentisch. Besonders schön, finde ich diese beiden Ideen hier und hier. Aber bis wir die fertig haben (wenn überhaupt), lasse ich die Kinder einfach ein Bild von Frau Holle malen, während ich ihnen das Märchen dazu vorlese.

4. gefilzte Schneemänner

Zusammen (Nass-)Filzen ist eine besonders schöne Art der Beschäftigung, besonders im Winter. Das warme Wasser und die Haptik der Wolle, der Geruch von Seife und Schaf und das fast meditative Rollen und Drücken, Streicheln und Reiben regt die Sinneswahrnehmung an und fördert die Konzentration. Und selbst kleine Kinder (und kleine Hände) können aus (weißer) Wolle schon Bälle formen. Für den Schneemann werden sie nach dem Trocknen noch aufeinander gesetzt und mit einer Nadel zusammen filzt. Ebenso kommen die Augen, Knöpfe und die Nase auf die Wollkugeln. Am Ende wird noch der Hut festgeklebt und der Schneemann ist fertig. Bestechender Vorteil: er schmilzt nicht im Haus ;-)!

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5. Seifenblasen gefrieren lassen

Ich muss zugeben, bei uns hat das mit diesen gefrorenen, zauberhaften und fragilen Kunstwerken, die man zum Beispiel auf Instagram bewundern kann, nicht geklappt. Immer platzen die Seifenblasen, bevor sie gefrieren konnten. Aber vielleicht kommt es auch auf die Seifenblasenmischung an? Die einen empfehlen zum Beispiel Maissirup, die anderen Zucker mit in die Seifenblasenmischung zu geben. Ich glaube, wir probieren es das nächste Mal nach dieser Anleitung aus.

6. winterliche Windlichter

Habt Ihr noch ein paar große Gurkengläser, die eigentlich zum Altglas sollten, zu Hause? Hervorragend! Die lassen sich nämlich im Handumdrehen zu winterlichen Windlichtern umgestalten. Wir haben sie nach dieser Anleitung hier gebastelt, jedoch statt dem Schneespray weiße Deckfarbe aufgetupft.

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7. Diorama

Ich finde Dioramas so schön. Ich hebe schon immer kleine Holzverpackungskisten auf, für das nächste, bestimmt kommende Diorama-Projekt, das ich mit den Kindern umsetzten möchte. Zwei meiner winterlichen Favoriten findet Ihr hier und hier.

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8. Winterkranz

Wenn ich die gesammelten Kiefern-, und Lärchenzapfen, Birkenreisig Erlenzweige zu lange als Deko herumliegen lassen, gerät mein Mann in Versuchung sie als Kaminanzünder zu verwenden – um dem entgegen zu wirken, binde ich mit den Kindern geschwind ein paar Kränze. Die müssen nicht gleichmäßig rund sein (finde ich), und ohne Tannengrün, roten Beeren und goldenen Ornamenten wirken sie auch nicht mehr weihnachtlich. Und falls es kein Kranz sein soll – vielleicht mögt Ihr etwas Farbe in die Räume bringen! Wie bei diesem herrlichen Zapfenstrauss hier!

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Vielleicht war ja bei meinen Lieblingsprojekten auch etwas für Euch dabei?

Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende!

Liebe Grüße ♥

Leni

Verlinkt mit Caros Grünzeug.


Hallo Januar!

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Ich wünsche Euch ein frohes neues Jahr! Die ersten Tage im Januar fühlen sich immer so besonders an. So frei. So voller Möglichkeiten, voller Tatendrang und Inspiration. Eben weil in jedem Anfang ein Zauber innewohnt. Und so weiß wie der Schnee und die leeren Kalenderseiten, fühlt sich auch der Januar an. Weiß, die Nicht-Farbe, steht für die Möglichkeiten, die noch schlummern und sich erst im Laufe des Jahres zuerkennen geben. Und auch Janus, der römische Gott und Namensgeber für den ersten Monat im Jahr, steht für den Anfang (und das Ende), für Türen und Tore. Er wird mit zwei Gesichtern dargestellt, das eine Gesicht blickt nach vorne, das andere nach hinten. Und es ist genau diese Zeit, am Anfang des Januars, wo man das letzte Jahr noch in der Seele hat, aber der Kopf bereits durch eine neue Tür geschritten ist, oder?

Außerdem ist der Januar so zusagen der „Hochwinter“. Statistisch gesehen fällt jetzt der meiste Schnee (toi, toi, toi). Und wenn erst einmal die dicken Flocken fallen, hält uns nichts mehr im Haus: ob Schneemann bauen, rodeln, Tierspuren suchen, Schneeballschlacht oder vielleicht sogar ein Iglu gestalten – es gibt so viele Dinge zu tun.

Wir freuen uns im Januar auf:

  • noch eine Woche Ferien!
  • leere Kalenderseiten und die Vorfreude auf Feste, Feiern, Urlaub und Geburtstage in 2019.
  • noch 5 Rauhnächte. Zeit zum Räuchern, Träumen und in die Zukunft schauen.
  • den Dreikönigstag am 6.1., den wir mit einem Kuchen und einem König (für einen Tag) feiern!
  • Motivation. Die ist jetzt am größten – also schnell die wichtigen Dinge angehen.
  • die Stunde der Wintervögel (vom 4.-6.1.). Der Nabu ruft wieder dazu auf, eine Stunde lang sich auf die Lauer zu legen und zu notieren, welche und wieviele Vögel in dieser Zeit zu sehen sind. Das kann man entweder im eigenen Garten oder auch gemeinsam mit anderen Vogelfreunden an einem Treffpunkt machen. Weitere Informationen dazu gibt es hier.
  • natürlich auf den Schnee. Aber auch den Frost. Mit seiner Hilfe können wir zauberhafte Eisskulpturen herstellen.
  • auf die Gartenplanung. Jetzt, wo es ruhig geworden ist im Garten, haben wir Zeit das Saatgut zu sortieren und die Beete neu zu planen.
  • die Wintersonne. Sie bringt den Schnee zum Glitzern und erhellt unser Gemüt.
  • unsere jährliche Saatgut-Verlosung Ende Januar! Schaut vorbei und macht mit!
  • Zimtschnecken. Warmen Kakao. Bücher. Kaminfeuer. Strickzeug.
  • Hyazinthen, Amaryllis, Tulpen – alles, was jetzt schon einen Hauch Farbe und Frühling ins Haus zaubert.

Ich wünsche Euch ein wunderbares Jahr und würde mich freuen, wenn Ihr uns an dieser Stelle weiterhin durch unser Familienjahr begleitet!

Liebe Grüße ♥

Leni


Unsere Lieblingskinderbücher für Advent, Weihnachten und Winter

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(enthält jede Menge unbeauftragte Werbung)

Morgen ist der erste Dezember, der erste Tag im Advent. Für die Kinder fängt nun eine Zeit an, die sich für sie wie Kaugummi anfühlt: viel zu langsam vergehen die Tage bis Weihnachten. Für uns Erwachsene ist es genau umgekehrt. Ab jetzt ist der Terminkalender wieder voll mit Weihnachtsfeiern und Basteltagen, Bratapfelessen und letzte Gelegenheiten, Freunde noch einmal vor Weihnachten zu treffen. Aber für uns alle, Kinder wie Erwachsene, schwebt ab jetzt  diese schöne Zeit der Heimlichkeiten, der Gemütlichkeit, des adventlichen Zaubers wieder herein, die (bei uns) ausgelöst wird durch den Duft von frischem Tannengrün, Bienenwachskerzen und Plätzchen, dem Lauschen der Weihnachtslieder und dem Lesen unser Lieblingskinderbücher für den Winter, den Advent und Weihnachten.

Unsere Lieblingskinderbücher für den Advent, Weihnachten und Winter sind:

  • „Winter“ von Eva-Maria Ott-Heidmann. Ihre kleinen Pappbücher für die Jahreszeiten sind so stimmungsvoll.
  • „Familie Maus im Schnee“. Meine Kinder lieben die Geschichten rund um die Mäusefamilie. Noch bevor ich anfangen darf zu lesen, wird auf der ersten Seite bestimmt, wer welches Mäusekind ist. Immer.
  • „Stockmann“. Ich mag die Illustrationen von Axel Scheffler sehr. Die Geschichte vom Stockmann,  finde ich jetzt nicht so schön. Aber meine Kinder hören sie sehr gerne.
  • „Olles Reise zu König Winter“ von Elsa Beskow. Wunderschöne Bilder, eine zauberhafte Geschichte. König Winter und Mütterchen Tau stehen schon bald wieder auf unserem Jahreszeitentisch.
  • „Wichtelweihnacht im Winterwald“ ist ein Buch mit 25 Abschnitten (wir lesen sie immer in 24), für jeden Tag im Advent ein oder zwei Seiten. Wichtel sind hier bei allen Kindern sehr beliebt, egal wie grantig sie sind ;-).
  •  „Ein Märchen im Schnee“ von Loek Koopmans ist wieder eine Geschichte, die mir nicht so gefällt, den (kleinen) Kindern aber umso mehr.
  • „Was Marilenchen erlebte“ von Sybille von Olfers. Von der Erschafferin der „Wurzelkinder“, und ebenfalls ein zauberhaftes Buch für die Winterzeit.
  • „Weihnachten in Bullerbü“ und alle Weihnachtsgeschichten von Astrid Lindgren (die gibt es in einem Sammelband). Wunderbare Klassiker.
  •  „Tomte Tummetott“ ist auch ein Klassiker von Astrid Lindgren, zusammen mit „Tomte und der Fuchs“. Einfach schön. Absolut empfehlenswert ist übrigens auch der Film zu den Büchern, den wir jedes Jahr im Advent zusammen schauen.
  •  „Lieder zum Weihnachtsfest“ ist eine hübsch illustrierte Sammlung von klassischen Weihnachtsliedern. Was nicht heißt, dass man Weihnachtslieder nicht über das ganze Jahr verteilt singen KANN (machen meine Jungs immer gerne). Jetzt zum Advent sind sie aber doch am allerschönsten.
  • „Die drei Spatzen“ ist ein kleines Bilderbuch nach dem Gedicht von Christian Morgenstern und ich glaube, jedes meiner Kinder kann es mittlerweile auswendig ;-).
  • „Petterson kriegt Weihnachtsbesuch“ und „Morgen Findus wird´s was geben“. Entweder man mag Petterson, den grummeligen, erfindungsreichen, alten Mann und seine (kinderähnliche) Katze Findus, oder eben nicht. Ich mag ihn. Und meine Jungs hören am liebsten etwas über die 10 weißen Hennen (natürlich!).
  • „The shortest Day“ habe ich bisher leider nur auf Englisch gefunden, aber es ist das schönste Buch zur Wintersonnenwende, das ich kenne.

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Was sind Eure Winter- und Weihnachtskinderbuchfavoriten?

Habt eine kuschelige (Vorlese-)Zeit!

Liebe Grüße ♥

Leni

*Die Links sind alle Affiliate Links!

 


Hallo September!

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Die Kälte am Morgen, der Tau im Garten, auf den Wiesen und den Feldern, die immer früher einsetzende Dämmerung, die ersten fallenden Blätter – alle Weichen sind auf Herbst gestellt. Nach den vielen herrlichen, warmen, leichten und unbeschwerten Tagen und Wochen fällt es schwer den Sommer gehen zu lassen, gleichzeitig freue ich mich auf die farbliche Pracht und kulinarische Fülle des Herbstes. Der September macht uns den Übergang zwischen Sommer und Herbst ein wenig leichter. Die Tage sind noch warm, das Licht so schön golden, der Garten steht in voller Pracht. Wie könnte man da den September nicht mögen?

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Wir freuen uns im September auf:

* unser Apfelfest. Die Wimpelkette mit dem Apfeldruck hängt bald wieder im Kinderzimmer, der Duft von Apfelkuchen im ganzen Haus. Unser Apfelbauer lädt zur Selbsternte ein, genau so wie die Streuobstwiese hinter unserem Haus. Und sogar die kleinen Bäumchen, die wir letztes Jahr erst in den Garten gepflanzt haben, tragen jetzt (zusammen 7) rotbäckige Früchte. Wir freuen uns auf Apfelmus, Apfelsaft, Apfelstrudel.
* den Weltkindertag am 20. September. Auf Instagram zeigen viele Menschen auf der ganzen Welt, wie sie diesen Tag mit ihren Kindern feiern. So inspirierend.
* Drachen steigen lassen. Jedes Jahr wieder spannend. Welcher Drache wohl dieses Jahr am höchsten steigt (und wer lässt seinen Drachen aus Versehen los)?
* die ersten Walnüsse oder auch Schälnüsse genannt (die mag ich so gerne).
* Pilze. Bisher war es viel zu trocken bei uns für Pilze. Aber vielleicht wird der September ein guter Pilzmonat?
* Weinfeste. Vielleicht wird es kein gutes Pilzjahr – aber ein gutes Weinjahr ist es jetzt schon! Im September wird das hier in der Gegend gebührend gefeiert.
* neues Bastelmaterial, wie Kastanien, Eicheln und Bucheckern. Was man Schönes aus den Herbstschätzen machen kann, könnt Ihr hier nachlesen.
* Pflaumen /Zwetschgen, Birnen, Weintrauben, Haselnüsse, Quitten, rote Beete, Kartoffeln, die letzten Tomaten und noch vieles mehr.
* die Herbst-Tag-und-Nacht-Gleiche. Jetzt packen wir die Kerzen wieder aus (und der Bienenwachsduft kehrt zurück).
* die ersten bunten Blätter. Die schönsten nehmen wir mit nach Hause und pressen sie oder überziehen sie mit Bienenwachs um sie zu konservieren.
* die Kartoffelnachlese bei den Bauern.
* Das Michaelsfest. Am 29. September feiern wir „Michaeli“, mit kleinen Mutproben und einem Brot in Schwert- (oder Drachen-) Form.
* Herbstblumensträuße mit Dahlien, Ringelblumen, Astern, Sonnenblumen, Lampionblumen, und Zinnien.

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Der Sommer verabschiedet sich mit einem Farben- und Früchtefest. Und auch wenn jetzt der Schulalltag unseren Rhythmus wieder bestimmt, versuchen wir so viel Raum und Zeit wie möglich frei zu halten, um es mit allen Sinnen zu genießen.

Ich wünsche Euch einen wunderbaren September!

 

Liebe Grüße

Leni

 

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Caros Grünzeug

Unsere Lieblingsherbstkinderbücher

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Das Wochenende hat es deutlich gezeigt: der Herbst ist da! Die Blätter verfärben sich, die morgendliche Kälte sorgt dafür, dass meine Strickjacke wieder vor meinem Bett liegt, die ersten Herbstwinde sausen über das Land und ja, die ersten Äpfel sind schon reif. Und egal, was der Kalender sagt, wir haben am Samstag (also eine Woche vor dem ersten September) bereits unsere Herbstkinderbücher herausgeholt.

Das sind:  „Der Herbst steht auf der Leiter“, das meine großen Kinder auswendig mitsprechen können (und singen) können. „Herbst“ von Eva-Maria Ott-Heidmann, deren kleine Pappbücher eigentlich immer auf unserem Jahreszeitentisch stehen. Genau so ein Klassiker sind die „Wichtelkinder“, die nicht nur im Herbst bei uns im Bücherregal stehen, aber jetzt zur Pilzzeit noch mal an Bedeutung gewinnen (erinnert uns doch jeder Fliegenpilz im Wald an sie). Auch von Elsa Beskow ist „Lasse im Garten“, eins der schönsten Kinderbücher, die ich kenne (auch wenn bei uns im September keine Johannisbeeren mehr am Strauch hängen). Auch im Garten ist  „Familie Maus“  , und erzählt vom Kürbis – vom Kern bis zum herbstlichen Kürbisfest. Was für meine Kinder auf keinen Fall im Herbst fehlen darf ist der „Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland“. Die Illustration des wunderschönen Gedichts von Theodor Fontane finde ich, ehrlich gesagt, nicht so gelungen, meine Kinder aber lieben das Buch. Jetzt zur Pilz- und Eichel-, Kastanien-, Nüssezeit  lockt uns der Wald, und damit passt auch das Buch „Mein kleiner Wald“ wunderbar in unsere Herbstbücher -Auswahl, genauso wie „Zehn Blätter fliegen davon“, die beide besonders für kleine Kinder geeignet sind. Im September feiern wir jedes Jahr mit Freunden ein Apfelfest, gehen zusammen Äpfel pflücken, backen Apfelkuchen und spielen Apfelfangen. Da liegt es nahe auch die schöne Geschichte „der Apfelbaum“ von Mira Lobe zu hören. Und zu guter Letzt steht da noch das Buch „So schön ist der Herbst“ in unserem Regal, das in Reimform von einer Eichhörnchenfamilie erzählt.

Die Bücherlinks sind allesamt Affiliatelinks und somit Werbung. Mehr Infos dazu findet Ihr auf der Datenschutzseite.

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Am Sonntag, als der Wind so richtig pustete, packten wir unsere Drachen aus dem Keller und unter den Arm, stapften den Berg hinter unserem Haus hoch und genossen einer der vielen Freuden, die der Herbst mit sich bringt: Drachen steigen lassen.

Ich hoffe, Ihr hattet ein schönes Wochenende und wünsche Euch einen guten Start in die neue Woche!

 

Liebe Grüße

Leni

 

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Sternschnuppen-Nächte

Draußenschlafen

Wir hatten hier letzte Woche viele heiße Tage und tropische Nächte. So warm war es nachts, dass es uns allen schwer fiel zu schlafen (unser Schlafzimmer ist außerdem auch noch unter dem Dach). Also haben wir kurzerhand das Bettlager nach draußen auf die Terrasse verlegt. Hier geht stetig ein leichter Wind und es ist bedeutend kühler als im aufgeheizten Haus. Und: es war ein richtiges, kleines Abenteuer.

Statt der weißen, schnöden Schlafzimmerdecke, die wir sonst vor dem Einschlafen erblicken, schmückten nun unendlich viele funkelnde Sterne den Nachthimmel und ließen uns erahnen, wie klein wir eigentlich im Vergleich zum Universum sind.

Schon seit einiger Zeit habe ich die Stellarium App (unbezahlte, unbeauftragte Werbung) auf meinem Telefon. Das ist ein Planetarium, mit der Funktion Sternbezeichnungen, Sternbilder, Sternkonstellationen, Planeten und Satelliten für Deinen Standort anzuzeigen (auf dem Rechner ist die Anwendung kostenlos, als App leider nicht – aber es lohnt sich).  Und der Clou an der App ist, dass sich der Sternenhimmel immer wieder neu ausrichtet, je nachdem wohin ich mein Telefon halte. Außerdem kann man auch Planeten und Sterne heranzoomen. Mit Hilfe der App konnten wir die Sterne am Himmel zu Sternbildern zusammenfügen (und uns darüber wundern, was die Menschen damals am Himmel zu glauben sahen) und haben sogar Mars und Jupiter gefunden.

draußen schlafen

Jedes Jahr, um den 12. August herum, lohnt sich der Blick in den nächtlichen Himmel noch mehr. Man kann dann nämlich besonders viele Sternschnuppen sehen. Das sind die „Tränen des Laurentius“ oder auch Perseiden. Eigentlich sind die Sternschnuppen eine Staubspur, die ein Komet hinterlässt, und die jedes Jahr von der Erde gekreuzt wird. Sichtbar werden diese Staubteilchen als Sternschnuppen von Mitte Juli bis Ende August, doch jetzt, an diesem Wochenende, erreicht der Strom den Höhepunkt mit bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde. Der (vermeintliche) Ursprung der Sternschnuppen liegt im Sternbild Perseus (daher der Name Perseiden). Die Stellarium App braucht man übrigens nicht, um die Sternschnuppen zu finden. Es reicht, einfach in den (wolkenlosen) Nachthimmel zu blicken. Aber wer schon immer mal sein Tierkreiszeichen am Himmel erkennen wollte und wissen wollte, welche Satelliten über seinen Kopf kreisen – dem sei die App oder auch die Rechner-Version hiermit noch einmal empfohlen.

Wenn es das Wetter zu lässt, übernachten wir also am Wochenende wieder draußen. Und überlegen uns schon einmal, was man sich alles wünschen könnte 😉

Draußenschlafen

Ich wünsche Euch wunderbar sternenklare Wochenend-Sommernächte!

 

Liebe Grüße

Leni

 

 

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