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Ein perfekter Wintertag

Heute taut der Schnee schon wieder. Doch gestern hatten wir einen richtig schönen Wintertag.
Mit Schlittenfahren und Schneeballschlacht…

…und warmen Waffeln mit Früchtequark. Ich habe schon viele Waffelrezepte ausprobiert. Dieses hier besticht durch die kleine Menge Zucker und den hohen Anteil an Vollkornmehl (ohne dass die Waffel nachher pappig schmeckt):

Für die Waffel nehmen wir:
250 gr. Dinkelvollkornmehl (wem das zuviel Vollkornmehl ist der kann auch einen Teil mit normalem Mehl ersetzen)
125 gr. geschmolzene Butter
250 ml Milch (oder noch besser: Buttermilch)
2-3 Eier
3 EL Zucker
optional 1 TL Backpulver

Die Waffeln reichen genau für 3 hungrige Kinder und 2 Erwachsene.

Für den Früchtequark nehmen wir :
250 gr. Quark
optional noch 100 gr. Joghurt
1 EL Honig
Früchte nach Belieben (ich greife gerne auf meine gefrorenen Johannis-, Him- und Heidelbeeren aus dem Garten zurück)

Anchließend wurde gespielt. Hoch im Kurs steht gerade „Mensch ärgere Dich nicht“. Diese Spielversion hier kommt ohne einen Augenwürfel aus, damit auch unser Zweijährige mitspielen kann 😉

Ich hoffe, Ihr hattet auch ein schönes Winterwochenende und ich wünsche Euch einen guten Start in die neue Woche!

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Selbstgemachte Weihnachtsgeschenke: Fenchelöl

Vor vier Jahren in eine kleine Ecke gepflanzt, überwuchert der Fenchel jedes Jahr alle anderen Kräuter. Bis vielleicht auf den Liebstöckel, mit dem er sich ab Juli ein Blütenduell liefert. Im September/Oktober ernten wir dann die Fencheldolden und trocknen sie kopfüber. Nach dem Trocknen streifen wir die Samen von den Dolden und lagern sie in Gläsern bis zu ihrem Einsatz als Tee, Bratengewürz, zur Kräutersalzmischung oder zur Fenchelöl- Herstellung.

Für das Öl braucht man:
5 EL Fenchelsamen auf 100 ml kaltgepressten Sonnenblumenöl
1 helles Schraubglas

Wie man es macht:
Fenchelsamen im Mörser ein wenig zerkleinern und zusammen mit dem Sonnenblumenöl in das Schraubglas geben (ein Trichter ist da hilfreich ;-)). Das Glas verschließen und für 3 Wochen ans Fenster stellen. Ab und zu schütteln, damit sich sie Wirkstoffe lösen. Nach 3 Wochen das Öl durch ein feines Sieb filtern. Fertig. Das Öl kühl und dunkel lagern. Ungefähr ein Jahr ist das Öl haltbar.

Wofür man es verwenden kann:
Als Massageöl bei Babys und Kindern (und Erwachsenen) schafft es Linderung bei Bauchschmerzen, Blähungen und Verstopfung. Auf Rücken und Brust aufgetragen, hilft es bei Husten.
Zur Aromatisierung von Suppen, Fischgerichten und Soßen.

Unser Öl muss noch eine Woche stehen, bevor wir es filtern können. Gerade noch rechtzeitig zum großen Fest 🙂

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Familienrezepte: Dampfnudeln mit Apfelkompott

„Gebt Eure besten Familienrezepte preis!“, so lautete der Aufruf von Tilli (von dem sehr lesenswerten Blog Mamitilli). Ja, gern!
Wir haben jede Woche einen Tag, an dem es ein süßes Mittagsgericht gibt. Meistens Pfannkuchen in allen (süßen) Variationen, aber auch Milchreis oder süßen Auflauf. Die lautesten Jubelschreibe kann man bei uns zu Hause aber vernehmen, wenn ich verkünde, dass es Dampfnudeln mit Apfelkompott gibt. Das Rezept für die Dampfnudeln hat übrigens echte Tradition. Meine Oma hat sie schon genau so gemacht als ich ein Kind war. Und der Apfelkompott passt hervorragend zum Apfelmonat September!

Für den Teig braucht man:

500 gr Mehl Typ 405  (ich nehme immer 400 gr normales Mehl und mische 100 gr Dinkelvollkornmehl darunter)
1/2 Würfel Hefe
2 Esslöffel Zucker
1/2 Esslöffel Vanillezucker
2 Eier
300 ml warme Milch

 Für den Kompott:

4-5 säuerliche Äpfel (z.B. Boskop)

Die Zutaten mit dem Knethaken des Handrührgeräts zu einem geschmeidigen Teig verrühren.

Ein Handtuch über die Schüssel legen und den Teig an einem warmen Ort (Zimmertemperatur reicht) etwa eine Stunde gehen lassen.

Darauf achten, dass Deine Kinder nicht zu viel vom Teig naschen 🙂
Zwischendurch die Äpfel schon einmal schälen und klein geschnitten in einen Topf geben.

Jetzt kommt das Ausbacken.
Währenddessen kann der Apfelkompott schon auf den Herd. Ein klein wenig Wasser mit hinein geben, Deckel auf den Topf und bei mittlerer bis kleiner Hitze ab und zu umrühren.
Für die Dampfnudel brauchen wir eine große Pfanne mit Deckel. In die Pfanne kommt Butter, Zucker und soviel Wasser, das der Boden der Pfanne leicht bedeckt ist. Dann teilen wir mit zwei Löffeln den Teig in kleine Portionen und geben ihn in die Pfanne, wenn das Wasser in der Pfanne kocht. Bei uns passen etwa 4 Dampfnudeln gleichzeitig hinein. Jetzt kommt Deckel drauf (wichtig) und die Hitze wird reduziert. Nach ein paar Minuten die Dampfnudel wenden. Das Wasser in der Pfanne sollte jetzt weniger geworden sein, die Dampfnudeln sollten größer geworden sein und der Karamellisierungsprozeß sollte jetzt beginnen (die Dampfnudeln bekommen braune Karamell-Flecken, siehe Foto unten).
Nach wenigen weiteren Minuten sind die Dampfnudeln fertig und die Ausback-Prozedur beginnt von vorne, bis der Teig aufgebraucht ist.
Auch der Apfelkompott sollte jetzt fertig sein (sind die Äpfel zu sauer, kann auch noch Zucker zugegeben werden).
Und Voilà!

Wer noch anderen Müttern in den Kochtopf schauen und sich herbstliche Gerichte für Montag bis Freitag zusammenstellen möchte – bitte sehr:

Mamitilli hat am Montag eine leckere rote Linsensuppe gekocht,
Elternutopia einen verganen Kuchen,
Glücksflügel ein Gugelhupfhähnchen mit herbstlichen Gemüse und Backofenkartoffeln
und Mamamagie kocht morgen eine schmackhafte Kürbissuppe

Viel Spaß beim Kochen ♥!

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Aus dem Beet auf den Teller: das Lieblings-Mais-Rezept meiner Kinder

Es geht nichts über frischen Mais. Nein, nicht der abgepackte, bereits gerupfte und leicht schimmelige Mais aus dem Supermarkt. Ich meine den ganz frischen Mais, der noch am selben Tag an einer Maispflanze hing und der so toll  riecht, wenn man ihn von den grünen Blättern befreit. Und noch viel besser schmeckt.
Unsere Mais-Pflanzen im Garten lassen sich noch Zeit. Ich denke, wir können dort mit den ersten Kolben in zwei oder drei Wochen rechnen. Aber auf dem Markt und unserem Selber-ernten-Lieblingsbiolandhof (Bilder gibt davon gibt es auf der Familienjahr-Facebookseite) findet man zur Zeit schon den frischen Mais, der dann sofort in unseren Korb wandert.

Zuhause angekommen, wird der Mais vom Grünzeug befreit (Achtung, jetzt Schnuppern!), kurz abgespült und in Scheiben geschnitten. Das ist vielleicht einbißchen beschwerlich, aber mit einem guten Messer oder einem starken Mann Arm kein Problem. Die Maisscheiben kommen mit Öl in eine Pfanne. Den Deckel nicht vergessen und ca. 3-4 Minuten bei mittlerer Hitze braten lassen. Dann die Scheiben wenden und mit Salz und Pfeffer würzen. Nach weiteren 3-4 Minuten den Deckel abheben und noch einmal eine Minute ziehen lassen. Fertig!

Der Mais ist in der Mitte gedämpft und an der Ober- und Unterseite schön knusprig.

Perfekt für kleine Hände! Und wenn man es lieber vornehm mag: mit der Gabel in den Strunk stechen und die Maiskörner abknabbern geht natürlich auch…;-)

Guten Appetit!

P.S.: Auch bei Heather Kitchen Blog darf man diese Woche wieder einen Blick in die Küche werfen. Also los!

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Aus dem Beet auf den Teller: Tomaten-Panzanella-Salat

Der August ist der Tomatenmonat. Wir ernten täglich gelbe, rote, rosafarbende oder gestreifte Tomaten. Der größte Teil der Ernte landet jedoch nicht auf dem Teller. Kein Wunder, denn die Pflänzchen, die wir im Frühjahr ausgesät und im Mai wohlbehütet ins Freie brachten, produzieren vornehmlich knatschsüße kleine Cocktail- oder Wildtomaten, die perfekt in Kindermünder passen. Manche Tomaten sind sogar nicht größer als Johannisbeeren.
Bleiben am Ende des Tages doch noch ein paar Tomaten übrig, werden sie immer gerne zu Tomaten-Panzanella-Salat verarbeitet. Und apropos übrig: der Salat ist eine geniale Möglichkeit altes, übrig gebliebenes Brot vor der Mülltonne zu bewahren 🙂

Das braucht man:
Tomaten
rote Zwiebel
altbackendes Brot
Parmesan (gehobelt)
Basilikum
Knoblauch
Essig/Öl/Salz/Pfeffer/Zucker
Mixer (oder Pürierstab)

So gehts:
Ungefähr 4 kleine Tomaten waschen und mit 1/4 roter Zwiebel, einer Knoblauchzehe, Basilikum, Öl, Essig, Salz, Pfeffer und Zucker in den Mixer geben und gut durchmixen.
Das Brot in Stücke schneiden und entweder im Ofen oder in der Pfanne mit ein wenig Öl warm machen.
Die restlichen Tomaten waschen und mit dem Brot, dem Parmesankäse und dem Dressing aus dem Mixer vermischen und ein paar Minuten ziehen lassen. Dann noch mit Blättern vom Basilikum (oder auch Rucola) garnieren. Fertig und lecker!

P.S. Wer noch anderen Menschen in die Töpfe schauen möchte, kann das gut bei Heather´s Kitchen Blog Hop!

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Endlose Tage & Sommerküche

Der Sommer macht alles so leicht. Schon früh am Morgen sammeln wir Picknickdecken, Proviant und Spielzeug ein und machen eine kleine Fahrradtour zum Rhein. Die Luft ist so frisch und die Temperaturen angenehm. Kaum angekommen und gut mit Sonnenschutz eingecremt, wollen die Jungs sofort alles ausziehen. Dann werden Sandburgen gebaut, Muscheln gesammelt (ja, die gibt es auch am Rhein) und Schiffe gezählt. Was gibt es Schöneres als Sand unter den Füßen zu spüren?
Nachmittags sind wir eingeladen auf ein Gartenfest. Jeder Gast bringt etwas Essen mit. Ich entscheide mich für meinen Lieblingskartoffelsalat (Rezept unten). Alle Kinder spielen zusammen, es gibt leckeres Essen und  kalte Getränke mit guten Freunden unter schattenspenden Kirschbäumen – manche Tage sollten endlos  sein.
Wir bleiben bis die Sonne untergeht. Zum Glück tut sie das jeden Tag einbißchen später.

Rezept:
Pellkartoffeln
Salatgurke
Kürbiskerne
Radieschen
grüner Spargel
Frühlingszwiebeln
Dill
Salz/Pfeffer/Olivenöl/ weißer Balsamico-Essig

Ich wünsche Euch einen entspannten Pfingst-Montag ♥

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Eine Kostprobe vom Sommer

25 Grad und Sonne.
Wir hatten am Sonntag Freunde zu Besuch und durften schon einmal so ein wenig den Sommer spüren. Mit T-Shirts und Gummistiefeln. Mit Lagerfeuer und Musik. Mit Sonnencreme und Zeckenschutz. Mit dem kühlenden Schatten der Bäume und dem Surren der Insekten. Mit erfrischender, selbstgemachter Limonade und frischen Erdbeeren.Und einer großen Anzahl von Kaulquappen im Bach (es scheint wohl ein froschreiches Jahr zu werden…).

Was zu einem Lagerfeuer nicht fehlen darf ist natürlich Stockbrot. Am liebsten mit Kräuterquark oder einem anderen Dip. Das einfachste Rezept:
1 kg Mehl
500 ml warmes Wasser
1 TL Salz
2 EL Pfanzenöl
2 Hefewürfel oder 2 Päckchen Trockenhefe
Alles durchmischen und den Teig mindesten eine Stunde gehen lassen. Dann nochmals durchkneten und Rollen formen und um die Stöcke wickeln.

Abends hörte ich meinen Großen im Bett schluchzen. Ging zu ihm ans Bett und fragte, was den los sei. Er antwortete, dass er einfach nur traurig sei, dass der schöne Tag jetzt zu Ende ist. Ich musste lächeln. Und versprach ihm, dass auf diesen Tag noch viele andere schöne Tage folgen werden. Ganz sicher.

Ich wünsche Euch eine tolle (sommerliche) Woche!

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Tanz in den Mai, Walpurgisnacht und Waldmeisterbowle

Jetzt heißt es Abschied nehmen vom launischen April und hineintanzen in den Mai. Der Mai ist einer meiner Lieblingsmonate. Ein Wonnemonat. So grün und weiß wie die Maiglöckchen, der Schneeball und der Waldmeister, die jetzt blühen. Und lecker. Den jetzt ist Hauptsaison für Spargel und Rhababer. Und die ersten Erdbeeren. Aber bevor der Mai beginnt, feiern wir noch die Walpurgisnacht, die Nacht vom 30. April auf den 1. Mai. Ein letztes Mal zeigen sich die Wintergeister und treiben ihr Unwesen in der Nacht bevor sie durch ein Hexenfeuer vertrieben werden.
Wir gehen am Abend spazieren mit den Kindern. Und folgen den Spuren der Geister und Hexen und den Kleinigkeiten (Murmeln und Süßigkeiten), die sie für uns hier und da hinterlassen haben.

Hier bei uns ist es Brauch, dass die jungen Männer in dieser Nacht den Mädchen geschmückte Birken vor das Fenster stellen. 

Das Schmücken der Birken haben wir uns in diesem Jahr abgeguckt  – und haben kurzerhand unseren Quittenbaum mit Stoffbändern versehen. Das ist in diesem Jahr unser großer „Maibaum“ um den herum getanzt wird.

Geschmückt wurde auch der „Kinder“-Maibaum, unsere Birke im Topf:

Wir haben Freunde eingeladen mit uns den ersten Maitag zufeiern. Mit Erdbeerkuchen und natürlich:
Waldmeisterbowle!

 Das Rezept ist ganz einfach.
1 Bund Waldmeister
1 Flasche kalter Weißwein (oder Apfelsaft)
1/2 Flasche Sekt (oder Mineralwasser)
250 gr. Erdbeeren
Minzeblätter und oder Zitronensaft/Zitronenscheiben

Man pflückt (oder kauft) am besten am Vorabend ein Sträußchen Waldmeister und läßt ihn nach dem Reinigen über Nacht liegen und welken, damit sich das Aroma entfalten kann.
Am nächsten Tag füllt man in ein großes Gefäß eine Flasche Weißwein (oder für die alkoholfreie Variante Apfelsaft), 250 gr. kleingeschnittene Erdbeeren und hängt den Bund Waldmeister an einem Faden zusammengebunden und mit den Stängel nach oben (wichtig, sonst wird die Bowle bitter) in das Gefäß.

Nach ca. einer Stunde kann der Waldmeister wieder entfernt werden und die Bowle mit einer halben Flasche Sekt (oder Mineralwasser) aufgefüllt werden. Zum Schluss noch ein paar Minzeblätter hinzugeben und – fertig!

Ich wünsche Euch einen schönen Maifeiertag!Originalbild anzeigen

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Parmesan-Cracker

Kindern ist es ja fast egal was sie backen. Plätzchen, Cracker, Knete. Hauptsache ausrollen und ausstechen. Da die Plätzchenzeit ja bekanntlicherweise vorbei ist, sind wir auf Cracker umgestiegen (Knete ist auch einfach nicht so lecker). Eins meiner Lieblingsrezepte folgt nach den Bilder:

Parmesan-Cracker:
200 gr. Mehl
100 gr. geriebenen Parmesan
1 Esslöffel Schmand
3 Esslöffel Ölivenöl
1/2 Teelöffel Salz
warmes Wasser

Alles zusammenkneten, ausrollen, ausstechen oder ausschneiden. Wer möchte kann vor dem Backofengang die Cracker noch mit Salz oder Knoblauchgranulat, Rosmarin, Mohn, Sesam oder mit was auch immer bestreuen.
Dann kommen die Cracker für 10-15 Minuten bei 180 Grad in den Backofen. Lecker! Und mit einem Dip noch leckerer!

Hier noch ein kleines Mini-Garten-Update: die Kresse ist bereit zur Ernte (man konnte ihr beim Wachsen förmlich zusehen) und auch ein paar Blumensamen und der Dill sind gekeimt.
Euch ein schönes Wochenende!