Brotboxen-Mantra und poppige Power-Muffins

Brotboxenmantra

Drei Schulkinder haben wir jetzt. Auch mein wildester, kleiner Kerl sitzt jetzt am Vormittag in seiner Klasse und lernt Lesen, Schreiben und Rechnen. So unterschiedlich wie die Kinder sind, so leicht oder schwer fällt ihnen auch der Schulalltag. Das frühe Aufstehen, für den einen überhaupt kein Problem, für den anderen jeden Tag eine Überwindung, egal wie früh man am Vorabend ins Bett gegangen ist. Das Lerntempo in der Schule, das soziale Gefüge, die Hausaufgaben und vieles mehr, nehmen meine Kinder ganz unterschiedlich wahr. Wenn ich dann merke, dass es für eins meiner Kinder ein „schwerer“ Tag wird, stecke ich in seine Brotbox ein kleines Kärtchen. Für die Kinder, die schon lesen können, mit einem lieben Satz auf der einen und einem kleinen Rätsel oder einer Aufmunterung auf der anderen Seite (geschrieben mit Bleistift, damit ich immer wieder etwas Neues darauf schreiben kann), für meinen Erstklässler mit Symbolen und Bildern.

Angefangen hatte ich damit vor zwei Jahren, nur mit einem kleinen Zettelchen in der Brotbox, als mein ältester Sohn sein erstes Referat halten sollte und ganz aufgeregt war. Weil er sich so riesig darüber gefreut hatte, schrieb ich ihm immer wieder mal kleine Nachrichten und Rätsel (er knobelt so gerne und irgendwann lösten auch seine Mitschüler die kleinen Rätsel begeistert mit). Und auch bei meinen anderen Kindern merke ich, dass es ihnen hilft, liebe und aufbauende Worte immer wieder zu lesen und auch so ein bißchen zu einem Mantra werden zu lassen, gerade wenn sie sich im Schulalltag mal verlassen oder gestresst fühlen.

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Den längsten Tag haben an unserer Schule alle Kinder mittwochs mit 5 bzw. 6 Schulstunden.  Damit meinen Jungs der Tag nicht zu lang wird, bekommen sie dann immer Obst-Nuss-Muffins in die Brotbox. Die lassen sich prima schon am Dienstagabend vorbereiten, schmecken wirklich lecker (auch wenn nicht so schön wie „richtige“ Muffins aussehen, sagt mein Sohn ;-)) und liefern einiges an Energie.

Knusprige Muffins:

6 große oder 10 kleine Muffins:

60 gr Mehl (Dinkel-, oder Weizenvollkornmehl)

50 gr gemahlene Haselnüsse

20 gr Rohrohrzucker oder Honig

25 gr Amarant Pops

1 großes oder zwei kleine Eier

50 gr Rapsöl

1 Prise Salz

1 Prise Zimt oder Vanille

150 gr Obst (z.B. Blaubeeren oder Äpfel oder Pfirsiche oder Obstsalat)

Zubereitung:

Alle Zutaten bis auf die Amarant Pops und das Obst verrühren. Obst klein schneiden (die Beeren nicht) oder zusammen mit den Amarant Pops unter die Teigmasse geben. In kleine Portionen auf das Backblech oder in Muffinförmchen geben und bei 180 Grad Umluft 20 (kleine Portion) oder 30 Minuten backen.

Herbstmood

Liebe Grüße

Leni

 

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HoT

Sternschnuppen-Nächte

Draußenschlafen

Wir hatten hier letzte Woche viele heiße Tage und tropische Nächte. So warm war es nachts, dass es uns allen schwer fiel zu schlafen (unser Schlafzimmer ist außerdem auch noch unter dem Dach). Also haben wir kurzerhand das Bettlager nach draußen auf die Terrasse verlegt. Hier geht stetig ein leichter Wind und es ist bedeutend kühler als im aufgeheizten Haus. Und: es war ein richtiges, kleines Abenteuer.

Statt der weißen, schnöden Schlafzimmerdecke, die wir sonst vor dem Einschlafen erblicken, schmückten nun unendlich viele funkelnde Sterne den Nachthimmel und ließen uns erahnen, wie klein wir eigentlich im Vergleich zum Universum sind.

Schon seit einiger Zeit habe ich die Stellarium App (unbezahlte, unbeauftragte Werbung) auf meinem Telefon. Das ist ein Planetarium, mit der Funktion Sternbezeichnungen, Sternbilder, Sternkonstellationen, Planeten und Satelliten für Deinen Standort anzuzeigen (auf dem Rechner ist die Anwendung kostenlos, als App leider nicht – aber es lohnt sich).  Und der Clou an der App ist, dass sich der Sternenhimmel immer wieder neu ausrichtet, je nachdem wohin ich mein Telefon halte. Außerdem kann man auch Planeten und Sterne heranzoomen. Mit Hilfe der App konnten wir die Sterne am Himmel zu Sternbildern zusammenfügen (und uns darüber wundern, was die Menschen damals am Himmel zu glauben sahen) und haben sogar Mars und Jupiter gefunden.

draußen schlafen

Jedes Jahr, um den 12. August herum, lohnt sich der Blick in den nächtlichen Himmel noch mehr. Man kann dann nämlich besonders viele Sternschnuppen sehen. Das sind die „Tränen des Laurentius“ oder auch Perseiden. Eigentlich sind die Sternschnuppen eine Staubspur, die ein Komet hinterlässt, und die jedes Jahr von der Erde gekreuzt wird. Sichtbar werden diese Staubteilchen als Sternschnuppen von Mitte Juli bis Ende August, doch jetzt, an diesem Wochenende, erreicht der Strom den Höhepunkt mit bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde. Der (vermeintliche) Ursprung der Sternschnuppen liegt im Sternbild Perseus (daher der Name Perseiden). Die Stellarium App braucht man übrigens nicht, um die Sternschnuppen zu finden. Es reicht, einfach in den (wolkenlosen) Nachthimmel zu blicken. Aber wer schon immer mal sein Tierkreiszeichen am Himmel erkennen wollte und wissen wollte, welche Satelliten über seinen Kopf kreisen – dem sei die App oder auch die Rechner-Version hiermit noch einmal empfohlen.

Wenn es das Wetter zu lässt, übernachten wir also am Wochenende wieder draußen. Und überlegen uns schon einmal, was man sich alles wünschen könnte 😉

Draußenschlafen

Ich wünsche Euch wunderbar sternenklare Wochenend-Sommernächte!

 

Liebe Grüße

Leni

 

 

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Samstagsplausch

 

 


Ferientagebücher für Schweden

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(Beitrag enthält unbezahlte, ehrliche Werbung)

Wenn ich an die Ferien aus meinen Kindertagen denke, dann fällt mir als erstes Italien ein. Viele Jahre sind wir dort jeden Sommer hingefahren. Eine gefühlt endlos lange Fahrt war das damals in unserem weißen VW Passat, mit dem Gummi-Geruch der rot-blauen Luftmatratze im Kofferraum, ohne Klimaanlage, aber mit Sonnencremeduft auf der Haut. Als ich älter war, ging es jedes Jahr auf einen Reiterhof in den Westerwald. Erst ohne, später sogar mit eigenem Pferd. Das Leben kann eben doch ein Ponyhof sein. Zumindest für eine oder zwei Wochen. Der Abschied davon fiel immer schwer, doch es blieben viele, lange Brieffreundschaften und Erinnerungen an Abenteuern, Nachtwanderungen und Lagerfeuern (neben Pferdebissen und Blasen an den Fingern, weil die Reithandschuhe schon am ersten Tag verschwunden waren). Ja, Ferien sind die tollste Zeit im Jahr. Ich könnte Euch nicht mehr sagen, wie meine Religionslehrerin in der Grundschule hieß, oder der Erdkundelehrer auf dem Gymnasium, aber mein allererstes Pflegepferd im Urlaub war ein kleiner, rotzfrecher Schimmel namens Nero.

Für uns geht es dieses Jahr mit Freunden und zwei Wohnmobilen durch Südschweden. Und damit diese Zeit auch wirklich „unvergessen“ bleibt, gibt es dieses Jahr wieder Ferientagebücher für die Jungs.

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Hier werden Fotos eingeklebt, Bilder gemalt, Eintrittskarten und Souvenirs gesammelt. Und schon einmal vorab notiert, was auf jeden Fall mit muss. Fehlt eigentlich nur noch die Zahnbürste…

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Was auch auf jeden Fall mit muss, sind natürlich Bücher. Wenn wir nun bald ins Land der wilden Blaubeeren aufbrechen, darf „Lasse im Blaubeerland“ nicht fehlen. Genauso wenig wie die tollen Geschichten von Astrid Lindgren.

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So hip wie in diesem Buch wird es irgendwie nicht aussehen, wenn wir unterwegs sind, aber die Rezepte sind einfach toll (ich sag nur Popcorn über dem Lagerfeuer).

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Für uns alle ist es das erste Mal, dass wir mit einem Wohnmobil unterwegs sein werden. Und das erste Mal in Schweden. Auf unsere Tourplanung steht das Wikingermuseum in Malmö, Vimmerby, Stockholm und Göteburg. Wenn Ihr noch Tipps habt für uns Camping-Frischlinge und Schweden-Ersttouristen, dann bitte immer her damit!

Liebe Grüße ♥

Leni


Staunen. Erforschen. Lernen. Schmetterlinge und Marienkäfer aufziehen.

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Ich glaube, in einem anderen Leben wäre ich Biologielehrerin geworden. Hätte es niemals die Anwaltsserie „Ally McBeal“ gegeben und wäre da nicht mein Hang zur Rechthaberei – ja, ich glaube, dann würde ich mich heute vielleicht nicht mit Rechtsnormen auskennen, sondern vor Kindern in einer Klasse stehen und etwas über die Photosynthese erzählen. Oder so. Was ich eigentlich damit sagen will, ist, dass es mir Spaß macht meinen Kindern Kreisläufe in der Natur näher zu bringen. Ich staune immer noch genauso wie sie über die Schönheit und die Wunder in der Natur. Ich bin immer noch neugierig. Ich lerne immer dazu. Und ich erfreue mich an der Existenz jedes Lebewesens (vielleicht Steckmücken ausgenommen).

Jedes Jahr, versuchen meine Kinder und ich, wenn sich die Gelegenheit dazu ergibt, den Lebens-, und Entwicklungszyklus verschiedener Tiere mitzuerleben. Zum Beispiel wenn die Kaulquappen im Seitenarm des Baches sich in Frösche verwandeln oder die Amseln direkt unter dem Balkon nisten und uns so einen Einblick in ihr Nest gewähren.

Das ist natürlich vergleichsweise einfach, wenn man einen eigenen Garten hat und das Naturschutzgebiet hinter dem Haus liegt. Es gibt aber auch zwei Tierarten, die bei Kindern einen dicken Stein im Brett haben und die man recht einfach und ohne Garten oder spezielle Vorkenntnisse bei ihrer Entwicklung beobachten kann!

Schmetterlinge.

Wenn man wissen will, wie die „Raupe Nimmersatt“ zu ihrem Namen kam, dann kann man entweder auf Raupensuche gehen oder sich Raupen im Internet bestellen. Jeder Schmetterlingsart hat besondere Nahrungsvorlieben, so findet man beispielsweise den Kohlweißling (allein schon dem Namen nach) auf den Pflanzen der Kohlfamilie (bei uns immer gerne auf dem Weißkohl und dem Brokkoli). Die Brennessel als Futterpflanze bevorzugen gleich mehrere Arten, unter anderem der kleine Fuchs, das Tagpfauenauge und das Landkärtchen. Begibt man sich bei diesen Pflanzen auf die Suche, wird man oft fündig. Dann braucht man neben den Raupen eigentlich nur ein oder besser mehrere Gläser (z.B. Einmachgläser) mit Luftlöchern im Deckel und Raupenfutter (das ist die Pflanze auf der die Raupe gesessen und gefressen hat).  Sobald die Blätter abgenagt sind, wird frisches Futter eingestellt. Das ist so etwa jeden zweiten Tag notwendig. Am besten hält man sich ein zweites Glas, wie oben bereits beschrieben, bereit und tauscht dieses mit dem jeweils vorher verwendeten. So kann man den Futterwechsel völlig problemlos außerhalb des Zuchtbehälters vorbereiten und das zuvor benutzte Glas gut reinigen (fast genau so viel wie die Raupe vorne frisst, kommt hinten auch wieder heraus).  Je nachdem wie groß die Raupen beim Einsammeln oder beim Kauf waren, werden diese sich schon nach wenigen Tagen verpuppen oder bis zu 2-3 Wochen enorm viel fressen und wachsen. Für die Verpuppung brauchen die Raupen ein Ästchen im Glas. Wenn sich alle Raupen zur Verpuppung zurückgezogen haben, sind Futterbeschaffung und Futtertausch erledigt und die Puppen ziehen in ein größeres Behältnis um. Bestellt man im Internet ein Schmetterlingsanzuchtsset, befindet sich dort so eine mit Netz bespannte Rolle, die ein wenig an die Ikea-Spielzeugaufbewahrung „Fängst“ erinnert. Wir hatten die Puppen immer in einer Anzuchtshaube für Gemüse untergebracht (und alle Luftlöcher geöffnet). Die Verwandlung von Puppe in Schmetterling dauert etwa 8-12 Tage, je nach Art. Man muss also den Zuchtbehälter stets im Auge behalten (was die Kinder aber sowieso machen), denn, wie gesagt, schon nach gut einer Woche können die ersten Schmetterlinge schlüpfen. Sobald sich ein Schmetterling aus der Puppe zwängt, ist erst einmal Ruhe angesagt. Die Falter sind in diesem Stadium am empfindlichsten gegen Störungen, die Flügel noch nicht fähig zum Fliegen. Nach ein paar Stunden kann man die Schmetterlinge, so fern das Wetter dafür geeignet ist, in die Freiheit entlassen (bei uns immer mit den Worten „habt ein tolles Leben“ :-)).

Eine Schmetterlingsanzuchtsset mit Anleitung und fünf Raupen kann man unter anderen hier bestellen.

Marienkäfer.

Den Liebling unter den Käfern (vielleicht vom im Rheinland äußerst raren Maikäfer mal abgesehen) kann man auch ohne Probleme aufziehen. Entweder man hat von Läusen befallen Pflanzen an denen früher oder später Marienkäfer auftauchen und sich vermehren oder aber man bestellt die Larven über das Internet. Denn Marienkäfer sind nicht nur als Glücksbringer bekannt, sondern auch als Nützling im Garten und werden speziell für den privaten und gewerblichen Pflanzenanbau gezüchtet (Marienkäfer fressen wohl bis zu 50 (!) Blattläuse am Tag). Spannend zu sehen ist für die Kinder, dass die Larven sich auf ihrem Weg zum fertigen Käfer drei- bis viermal häuten und ihr Erscheinungsbild wechseln bis sie sich verpuppen. In unserem Garten hatten wir die letzten Jahre fast ausschließlich den asiatischen Marienkäfer; lässt man sich Larven schicken, bekommt man (in der Regel) die des einheimischen 2-Punkt-Marienkäfers geliefert, die sich dann sofort an die Arbeit machen und direkt zu den Blattläusen gesetzt werden. Möchte man aber die Larven im Haus aufziehen, empfiehlt sich ein Marienkäfer-Aufzuchtsset. Ein besonders kindgerechtes habe ich zum Beispiel hier gesehen.

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Für meine Kinder war es immer sehr spannend (und für mich ebenfalls) die Tiere hautnah zu beobachten und sie haben sehr schnell die Verantwortung für die kleinen Wesen übernommen. Der Abschied, die Entlassung in die Freiheit fiel ihnen nicht immer leicht, aber ich war ehrlich gesagt immer froh, die „Haustiere“ nur auf Zeit zu haben.

Welche Tiere habt Ihr schon einmal von der Kinderstube an begleitet? Und habt Ihr schon einmal Erfahrung mit den Aufzuchtssets gemacht?

Liebe Grüße ♥

Leni

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Sonnenpower

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Eigentlich sind ja diese herrlichen Maitage mit hochsommerlichen Temperaturen kindertechnisch gesehen Selbstläufer. Die Tür zum Garten steht den ganzen Tag offen, der Wasserschlauch liegt angeschlossen an den Wasserhahn außen am Haus. Mehr braucht es nicht, damit (meine) Kinder über Stunden beschäftigt sind. Aber Sonne und Wasser können noch mehr: nämlich ganz wunderbare Kunstwerke hervorbringen (neben Regenbögen)!

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Das Solarpapier kenne ich noch aus meiner Kindheit; es war bei mir aber schon in Vergessenheit geraten. Umso mehr habe ich mich darüber gefreut, es zufällig in einem kleinen Laden im Dorf gefunden zu haben (man bekommt es aber auch z.B. hier*).

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Ich weiß gar nicht, wer mehr Spaß daran hatte, die Jungs oder ich (wahrscheinlich ich), aber auf jeden Fall waren wir alle sehr experimentierfreudig: von allerlei Blüten und Blättern, über Bausteine, Münzen und Figuren bis hin zu ausgestanzten Papiersternen und auf Folie aufgebrachten Schriftzügen – all das haben wir mit Sonnenkraft aufs Papier gebracht.

Der Sonnendruck funktioniert ganz einfach: man nimmt ein Stück Solarfotopapier aus der schwarzen Folie, legt es mit der blauen Seite nach oben auf ein Stück Pappe oder ein Buch, bestückt es mit Gegenständen, die ihre Kontur hinterlassen sollen und legt es für ein paar Minuten in die Sonne. Das Papier verfärbt sich währenddessen weiß, die Bereiche die abgedeckt sind, bleiben blau. Danach folgt ein Bad (ohne die Gegenstände) in Leitungswasser, um das Foto zu entwickeln. In dieser Zeit, ebenfalls ein paar Minuten, verfärbt sich das Papier satt blau und die Abdrücke bleiben als weiße Schatten zurück. Allerdings sind die scherenschnitthaften Bilder nicht immer ganz scharf, sondern die harten Kanten verschwimmen und geben den Bildern eine wunderbare Aura.

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Es scheint verzaubert zu sein, das Papier. Doch was passiert wirklich? Das Papier wurde mit Ammoniumeisen(III)-citrat und rotem Blutlaugensalz (Kaliumferricyanid), dass in Wasser gelöst wurde behandelt. Unter UV-Licht kommt eine Redox-Reaktion in Gang, nach der das Eisen(II)-Ion mit dem Blutlaugensalz zum Berliner Blau reagiert, einem lichtbeständigen Eisen-Blaupigment. Das sagt zumindest der Chemiker aus unserem Freundeskreis. Für alle, die das jetzt nicht verstanden haben (mir eingeschlossen), bleibt es einfach magisches Papier ;-)!

Ich wünsche Euch noch viele sonnige Tage in dieser Woche!

Liebe Grüße

Leni

 

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10 Tipps für ein erfolgreiches Gärtnern mit Kindern

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Der Frühling ist da, und damit beginnt die Gartensaison. Und Gärtnern liegt voll im Trend: Schrebergärten sind gefragt wie nie, Hochbeete boomen und jedes Jahr stehen noch mehr neue Saatgut- und Pflanzenmärkte in den Veranstaltungskalendern der Städte und Gemeinden. Wie wunderbar! Toll ist auch, dass besonders viele Familien den Anbau von eigenem Obst und Gemüse für sich entdecken, denn gerade Kindern profitieren sehr vom Gärtnern.

Als ich mit meinen Kindern angefangen haben unseren Ziergarten in einen essbaren Garten umzuwandeln, wußte ich nicht viel über den Anbau, die Pflege und Ernte von Nutzpflanzen. Und ich glaube, viele Eltern sind in der gleichen Situation wie ich damals. Wie soll man sich den richtigen Umgang mit den Pflanzen erlernen und zur gleichen Zeit den Kindern etwas darüber beibringen und sie inspirieren? Damit das Gartenerlebnis für Kinder (UND für die Eltern) nicht in Frustration oder Ärger endet, habe ich meine Erfahrungen zusammengeschrieben, die ich über die Jahre gemacht habe. Hier sind meine 10 Tipps für ein erfolgreiches Gärtnern mit Kindern:

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  1. Geduld haben. Kinder, gerade wenn sie noch kleiner sind, sind keine wirkliche Hilfe im Garten. Die Gartenarbeit dauert mit ihnen doppelt so lange und sie rupfen mit ziemlicher Treffsicherheit eher junges Gemüse aus als Unkraut. Also bloß nicht zu viel erwarten. Wenn sie nach einiger Zeit schon nicht mehr quer über die Beete laufen, hat man viel erreicht ;-).

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2. Wenn es möglich ist, gib dem Kind ein eigenes Stück Beet, um das es sich ganz alleine kümmert und das es nach seinen Vorstellungen bepflanzen kann. Das motiviert und lehrt es gleichzeitig Verantwortung zu übernehmen (aber unbedingt Punkt 4 durchlesen). Wenn man keinen Garten oder keinen ausreichenden Platz hat, reicht aber auch ein eigener großer Kübel, eine Kiste oder eine ausrangierte Wanne.

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3. Pflanzen wählen, die recht anspruchslos sind, schnell wachsen und zeitig reif werden. Neben den Kräutern und Blumen (Punkt 7), sind das hier unsere Favoriten:

  • Radieschen. Wachsen schnell, überall (auch in Kisten und Kübeln) und schmecken lecker auf dem Brot oder im Salat. Für Kinder gibt es leckere, milde Sorten (z.B. „Riesenbutter“).
  • Ruccola und Schnittsalate. Man kann sie auch prima im Balkonkasten anbauen und immer die Menge ernten, die man gerade braucht. Die Vielfalt unter den Salaten ist riesig und mittlerweile gibt es verschieden Schnittsalate bereits bunt gemischt auf Saatbändern. Der Ruccola ist mehrjährig und schmeckt (dank seiner Senföle) ein wenig nussiger und schärfer. Milder ist da die Salatrauke.
  • Erdbeeren. Wenn man sie in Beet setzt, verbreiten sie sich in windeseile durch Ableger. Daher pflanzen wir sie auch lieber in eine Wanne oder in Töpfe. Tolle Sorten gibt es auch für Balkonampeln. Reife Früchte sieht man bei uns jedoch nicht so oft an den Pflanzen – sobald eine Erdbeere auch nur den Hauch von Röte besitzt, wird sie von meinen Kindern auch schon verspeist 😉
  • Tomaten. Hat man nicht den Platz mehrere Sorten anzubauen oder fehlt ein Regenschutz, empfiehlt es sich Wildtomaten (z.B. „rote Murmel“, „red Currant“) oder Massenträger (z.B. „gelbe Million“) oder spezielle Balkonsorte („Balkonstar“, Tumbling Tom“) zu nehmen. Sie sind sehr robust und produzieren enorm viele und süße Tomaten.
  • Kohlrabi. Besonders schön sind die violetten Sorten.
  • Erbsen und Bohnen. Leicht anzubauen, brauchen allerdings eine Rankhilfe und sind roh giftig (Bohnen). Erbsen, Buschbohnen, Stangenbohnen und Puffbohnen punkten zudem mit ihren schönen Blüten. Und junge, frisch gepflückte Erbsen schmecken zuckersüß.
  • Kartoffeln. Sind schon irgendwie märchenhaft. Man gräbt ein Loch, legt eine Kartoffel rein und schüttet das Loch wieder zu. Und simsalabim: ein paar Monate später gräbt man erneut und findet (je nach Sorte) 10-15 Kartoffeln vor. Probieren sollte man auf jeden Fall mal ein paar außergewöhnliche Kartoffeln, wie Hörnchenkartoffel oder blaue/rote Sorten. Hat man kein Beet, reichen den Kartoffeln auch eine Kiste, Sack oder Kartoffelturm.
  • Zucchini. Brauchen ein wenig Platz (wobei ein großer Topf auch geht), sind anspruchslos und sehr ergiebig. Nicht umsonst spricht man von der „Zucchini-Schwemme“ ;-).

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4. Eine (unsichtbare) helfende Hand. Kinder haben oft ganz unterschiedliches Interesse am Garten und der Natur. Während das eine Kind sich leidenschaftlich um die Pflanzen kümmert, sucht das andere Kind lieber nach dem längsten Regenwurm in der Erde oder sammelt Schnecken. Damit aber das „Kinderbeet“ ein Erfolg für jedes Kind wird, sollte man als Eltern ab und zu mal eingreifen und ohne viel Aufsehen schnell etwas Unkraut wegrupfen oder eine Pflanze vor dem Verdursten retten ;-).

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5. Wer mitmachen will, ist herzlich willkommen. Aber es ist auch okay, wenn die Kinder nicht wollen. Denn manchmal gibt es viel spannendere Dinge im Garten zu tun als Knoblauch zu stecken oder Bohnenrankhilfen zu bauen – wenn zum Beispiel die Beerdigung einer toten Hummel ansteht oder sich ein neues Matschloch aufgetan hat. Alles hat seine Zeit. Umgekehrt muss man aber auch die Kinder oft zur Geduld anhalten. Vom Samenkorn bis zum reifen, verzehrfertigen Obst oder Gemüse dauert es nun mal auch seine Zeit.

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6. Kleine Lehrstunden einbauen. Warum sind Marienkäfer Nützlinge? Warum stehen Möhren und Zwiebeln gerne nebeneinander? Warum brauchen einige Pflanzen viel Wasser und andere nicht? Und wer frisst eigentlich immer die rote Beete von unten an? Bei der Gartenarbeit kann man mit Kindern zusammen staunen und kommt ganz selbstverständlich ins Gespräch. Das wiederum lässt sich prima dafür nutzen, Zusammenhänge in der Natur, Kreisläufe und Abläufe zu erklären oder noch besser, gemeinsam mit dem Kind Erklärungen zu finden.

Bei kleinen Kindern reichen allein schon die Sinneseindrücke. Der Geruch von nasser Erde, die pelzige Schote einer Puffbohne, das Zwitschern der Vögel, der Geschmack von süßen Tomaten direkt vom Strauch und der Anblick all der Farben von Blumen, Blüten und Knospen – all das trägt dazu bei, die Natur erfahrbar zu machen.

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7. Blumen und Kräuter nicht vergessen. Mein Fünfjähriger liebt Blumen und stellt im Sommer immer neue Blumenstrauss-Kreationen zusammen. Schöne und recht anspruchslose einjährige Blume sind unter anderen Wicken, Zinnien, Löwenmäulchen und Sonnenblumen. Letzteren kann man beim Wachsen fast zu sehen. Und wie toll ist es, wenn aus so einem kleinen Sonnenblumenkern nach und nach eine Pflanze heranwächst, die einen um einen halben Meter überragt! Unbedingt sollte man auch einen Platz für Ringelblumen finden. Die sind echte Tausendsassa. Wir nehmen sie für Salbe, Öl und für den Tee. Aber auch Kräuter sollten nicht fehlen. Gerade Minze (für Getränke und Quark), Schnittlauch, Garten- und Kapuzinerkresse, Borretsch, Dill, Basilikum und Oregano (für die Pizza) lassen sich gut hier und da dazwischen pflanzen und stehen in Sachen Blüte den Blumen in nichts nach.

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8. Pflanzenschilder anbringen. Wo haben wir die Radieschen ausgesät und ist das dort Unkraut oder Salat? Abhilfe schaffen Beschriftungen (und schmücken die noch kahlen Töpfe und Beete). Wir haben letztes Jahr diese hier gebastelt, für kleine Kinder, die noch nicht lesen können, bieten sich bebilderte Pflanzenschilder an, wie zum Beispiel diese hier oder hier.

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9. Die richtigen Gartengeräte wählen. Kleine Hände brauchen Gartengeräte in ihrer Größe. Also kleine Schaufeln, Spaten und Harken – damit fällt die Gartenarbeit viel leichter. Wachsen Brennesseln oder andere Pflanzen, die Hautreaktionen hervorrufen können in den Beeten, sind Gartenhandschuhe in Kindergröße wichtig. Nicht unbedingt nötig, aber trotzdem eine gute Anschaffung: eine kleine Schubkarre.

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10. Ein Gartentagebuch anlegen. Notiert wird, was wann wohin gepflanzt wurde, wann es geerntet wurde, wie es geschmeckt hat. So hat man einen Überblick darüber, welche Sorten ein Erfolg waren und nächstes Jahr wieder dort wachsen dürfen und was vielleicht einen anderen Standort braucht oder ganz rausfliegt. Meine Kinder malen außerdem gerne die Tiere auf die Seiten, die sie im Garten entdeckt haben oder kleben gepresste Blumen, Kräuter und Blätter und Fotos rein. Mit den größeren Kindern führe ich jedes Jahr eine Tabelle, in die sie Wetterdaten eintragen. Eine kleine „Wetterstation“ dafür, bestehend aus einem Messbecher für Regen und einem Thermometer, ist schnell im Garten aufgebaut.

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Will man Kinder etwas über die Natur und unser Essen beibringen, schafft man das nicht mit einer CD über Vogelstimmen, einem Film über Insekten oder Schautafeln zum gesunden Essen. Um etwas tatsächlich zu begreifen, muss man es „Greifen“ können; es muss mit allen Sinnen aufgenommen werden – es muss erlebt werden. Wie aus einem kleinen Korn eine riesige Kürbispflanze wird oder aus einer unscheinbaren Raupe ein bunter Schmetterling. Staunen, erforschen, erklären. Und die positiven Effekte, die das Gärtnern mit Kindern mich sich bringen, gehen weit über das bloße Lernen hinaus. Was in der Wissenschaft immer wieder durch neue Studien belegt wird, kann man als Eltern recht schnell erkennen: Gärtnern stärkt das Selbstbewusstein, die Selbstdiziplin und die Selbstständigkeit von Kindern und wirkt sich positiv auf ihr Wohlbefinden aus. Und zu guter Letzt erleben die Kinder die Natur und den Anbau des eigenen Essens als etwas Positives, etwas Schönes. So entsteht eine gefühlsmäßige Verbundenheit mit all dem, was gepflegt und erhalten werden möchte. Oder anders (und einfacher) ausgedrückt: was man liebt, das schützt man.

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Und jetzt ran an die Töpfe und Beete!         Gärtnernmit Kindern

Liebe Grüße ♥

Leni

 

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Unser Keksdosen-Hühnergarten

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Alles beginnt mit einem Korn. Immer wieder aufs Neue. Und weil das nicht nur unglaublich faszinierend ist zu sehen wie aus einer kleinen Bohne eine meterhohe Pflanze heranwächst oder aus einem unscheinbaren Apfelkern gar ein ganzer Baum, sondern den Kindern es auch einfach viel Spaß macht ihren eigenen Miniaturgarten immer wieder neu zu gestalten, haben wir auch dieses Jahr im Februar den Start in die Gartensaison ein wenig vorgezogen (im wahrsten Sinne des Wortes ;-)).

 

Wir haben dieses Jahr wieder die ausrangierte Keksdose genommen, mit Aussaaterde gefüllt und kleine Beete angelegt. Dann kamen 3 Puffbohnenkerne, Kapuzinerkressesamen, Apfelkerne, Weizen und Kressesamen in und auf die Erde und wurden ordentlich nass gemacht. Und natürlich Hühner! Die waren aber schon nach kurzer Zeit kaum noch zusehen, denn Kresse und Weizengras schossen schon bald in die Höhe, gefolgt von den Puffbohnen und der Kapuzinerkresse.

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Am Wochenende (nach 1 1/2 Wochen) war unser Keksdosengarten so verfilzt, dass wir ihn auflösen mussten. Die Kresse kam als Topping auf die Kartoffelsuppe, die Puffbohnen nach draußen ins Beet (sie kommen gut mit Kälte klar), die Kapuzinerkresse in einen Topf ebenso wie der gekeimte Apfelkern. Und das Weizengras, ja das durften unsere „richtigen“ Hühner verspeisen (und sie haben nicht einen Fitzel übrig gelassen).

 

Jetzt, wo die Kiste wieder leer ist, können wir erneut einen kleinen Garten anlegen. Vielleicht einen Schrebergarten mit Minigewächshaus. Oder einen Acker mit Mini-Traktor. Oder einen Wichtelgarten mit einer kleinen Höhle.

Unseren Mini-Garten vom letzten Jahr mit mehr Ideen für die Bepflanzung gibt es übrigens hier zusehen!

 

Ich wünsche Euch einen schönen Dienstag!

Liebe Grüße

Leni

 

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Im Botanischen Garten (+ Gewinner der Gartenbuch- und Saatgutverlosung)

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Wenn der Winter wieder lauwarm und nass daherkommt, machen wir einen Abstecher in tropische Gefilden, zu Palmen und Farnen, Orchideen und Kakteen. Die sind nämlich gar nicht so weit weg – jedenfalls dann, wenn man dem botanischen Garten einen Besuch abstattet.

Nirgendwo sonst kann man so viel Pflanzenvielfalt auf einem Fleck sehen (übrigens: nur ein Prozent der Pflanzenvielfalt unserer Erde wächst in Deutschland, 90 Prozent dagegen in den Tropen), erfährt so viel über das Ökosystem und lernt die Pflanzenwelt als unermessbaren Schatz für die menschliche Existenz kennen (für meine Kinder und mich steht da der Kakaobaum sicherlich ganz weit oben ;-)).

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Während die feuchte, warme Luft, die in den Gewächshäusern vorherrscht, der süßliche Duft einiger Blütenpflanzen und die imposanten Blattformationen die Sinne anregen, ist das Interesse meiner Jungs an einer Pflanzengattung besonders groß. Karnivoren, oder auch „fleischfressende Pflanzen“. Etwas enttäuschend sehen sie dann doch aus, die Karnivoren, finden meine Kinder. Sie sind weder riesig, noch haben sie eine Zunge oder spitze Zähne. Umso erstaunlicher, dass sie Einzeller und Insekten bis hin zu Fröschen und kleinen Säugetieren fangen und verdauen können.

Aber nicht nur diese Pflanzen besitzen aussergewöhnliche Eigenschaften, auch der Titanwurz und die Victoria-Seerose, die beide hier im botanischen Garten in Bonn zu bestaunen sind, besitzen solche. Leider konnten sie uns diese heute nicht zeigen (sie sind beide nicht in der Blütezeit) – aber wir sind bald wieder da. Denn sobald es Frühling ist, lohnt es sich auch das Außengelände mit seinen vielen Frühlingsblühern zu besuchen.

Falls ihr auch mal Lust habt für ein paar Stunden in ein anderes (Pflanzen-) Reich abzutauchen (der Eintritt ist übrigens oft kostenlos), hier findet Ihr eine Übersicht über alle botanischen Gärten in Deutschland.

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Und dann durfte ich dieses Wochenende auch noch einen Gewinner für die Gartenbuch- und Saatgutverlosung bestimmen. Ich habe so sehr über die vielen Kommentare hier auf dem Blog, bei Instagram und bei Facebook gefreut und es ist mir wahnsinnig schwer gefallen nur einen Gewinner auszulosen (ich hätte es jedem vom Euch wirklich so gegönnt).

Hier nun aber zu dem Gewinner (der durch den Zufallsgenerator gezogen worden ist). Herzlichen Glückwunsch liebe Nicole/paulemari! Ich habe Dir eine Nachricht geschickt.

Und für alle die jetzt enttäuscht seufzen: im Februar verlose ich ein weiteres tolles Gartenbuch!! Ich hoffe, Ihr seid dann wieder mit dabei!

 

Ich wünsche Euch noch einen schönen Sonntag!

Liebe Grüße

Leni

 

 

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Lieblings-Spielzeug

IMG_9946Mitte, Ende November. Es ist immer noch Herbst, aber der Übergang zum Winter, dem Advent, der Weihnachtszeit ist schon spürbar. Diese Zeit, diese letzten Tage im November, sind so angenehm ruhig. Alles läuft ein wenig langsamer und man kann sich auf das besinnen, was einem im Advent und in der Weihnachtszeit wichtig ist, um was es eigentlich geht. Nein, das sind nicht die Geschenke. Trotzdem machen wir uns so viele Gedanken darüber, wem wir mit was eine Freude machen können. Und das gehört auch einfach dazu, denn natürlich wäre Weihnachten ohne Geschenke kein „richtiges“ Weihnachten. Genauso wie sich der Beschenkte über ein tolles Geschenk freut, ist es für den Schenkenden beglückend zu sehen, dass er jemandem eine Freude gemacht hat. Doch was macht ein tolles Geschenk aus? Für uns Erwachsene mag die Antwort darauf recht, nun ja, individuell ausfallen. In der Regel wissen wir ja was wir uns wünschen und können unseren Wunsch äußern. Bei (kleinen) Kindern ist es etwas anderes. Das, was sie sich gerade im Moment wünschen (wenn sie sich überhaupt dahingehend äußern können), kann morgen wieder etwas anderes sein. Aber Geschenke wie Spielzeug sollten Kindern möglichst lange (oder nachhaltig) Freude bereiten. Gerade Eltern von kleinen Kindern stellen sich oft die Frage, was für Spielzeug sich für die Kleinen den besonders eignet. Jetzt, da mein viertes Kind aus dem Babyalter raus ist (seufz) und (oft) wunderbar mit den anderen Kindern mitspielt, kann ich tatsächlich sagen, es gibt einiges, mit dem meine Kinder eine lange Zeit gespielt haben und mit dem sie immer noch gerne spielen. Spielzeug, das die Fantasie anregt, zum Rollenspiel einlädt. Eins davon ist der Kaufladen und die Kinderküche.

Gefunden haben wir unseren Kaufladen damals in den Kleinanzeigen, als wir eigentlich einen gebrauchten Fahrradanhänger suchten. Er ist nicht besonders groß, nicht originell oder gar selbstgebaut, aber, mein Gott, ich weiß nicht wieviel imaginäres Geld ich dort schon gegen gefilzte Äpfel oder gestrickte Kürbisse eintauschen musste. Direkt neben dem Kaufladen steht die Kinderküche, mittlerweile schon die zweite, nachdem das Vorgängermodell (Marke Eigenbau) eine Matschküche (der Renner: Küche + Matsch) wurde. Wie und aus was man alles Kinderküchen bauen kann (sogar aus einem Stuhl!), kann man übrigens immer wieder staunend auf Pinterest bewundern.

Im Kaufladen und der Küche wird tatsächlich das Leben nachgeahmt. Wenn alle meine vier Kinder zusammen spielen, eröffnen sie wieder „ihr“ Restaurant. Die Schulkinder schreiben die Speisekarte, der Kellner nimmt die Bestellung auf, der Küchenchef kauft die Lebensmittel im Kaufladen und der Koch bereitet die Speisen zu. Gast, ist der, der gerade zur Verfügung steht (meistens der Opa). Oder sie veranstalten ein Picknick und bereiten einen Korb mit Essen und Trinken vor.

Die Utensilien der Küche und des Kaufladens sind peu à peu dazu gekommen. Mal habe ich ein paar Äpfel und Birnen genäht, mal Kürbisse gestrickt oder Porree gefilzt. Zu Weihnachten oder zum Geburtstag kamen dann ein Rührgerät und eine Kasse aus Holz dazu und jede Menge Holz-Klett-Gemüse. Im Frühling haben wir Holz-Eier für den Kaufladen bemalt, im Herbst kleine (recht bruchsichere) Fläschchen mit selbst gemalten Traubensaft- und Apfelsaft-Etiketten beklebt, und im Advent stehen Bienenwachskerzen und Nüsse zum Verkauf im Kinderkaufladenregal.

Es ist immer wieder eine Freude Kindern beim Spielen zu zusehen. Wie sie alles um sich herum vergessen, sich ganz dem Spiel widmen. Und wie phantasiereich sie doch sind. Eigentlich bräuchten sie wohl gar keinen Kaufladen um „Kaufladen“ zu spielen. Sondern nur ein paar Stühle und Tücher. Aber stellen wir uns doch nur einmal vor, unsere Kinder würden einen Stuhl und ein Tuch als Geschenk unter dem Tannenbaum auspacken. Nein, lieber nicht ;-).

 

Was sind Eure Spielzeugfavoriten?

Liebe Grüße ♥

Leni

 

 

 

 

 

 

 


Unser Mini-Garten

Jedes Jahr zur Aussaat-Zeit im Februar dürfen die Kinder ihren eigenen kleinen Garten erschaffen.
Ob in einer Mandarinenkiste, einem Blumentopfuntersetzer oder (wie in diesem Jahr) in einer ausrangierten Keksdose – Aussaaterde rein, Beete anlegen, Samen ausbringen und dann einfach abwarten und staunen.
Bewährt haben sich für den Mini-Garten vor allem die sehr schnell keimende Kresse. Und Bohnen. Die Vielfalt an Bohnen ist groß und man kann ihnen beim Wachsen fast zusehen. Die dicken Saubohnen (oder auch Puffbohnen genannt) kann man außerdem später als Jungpflanzen direkt ins Beet pflanzen; sie vertragen einige Minusgrade. Außerdem nehmen wir alles was gerade greifbar ist für den kleinen Garten: Sonnenblumenkerne (die vom Vogelfutter übrig geblieben sind), Blumensamen (die sich immer in irgendeiner Jackentasche noch befinden) und Apfel- oder Zitruskerne. Die Apfelkerne brauchen etwas länger zum Keimen, aber ist es nicht unglaublich, wenn man sich vorstellt, dass aus einem so kleinen Kern (theoretisch) ein riesiger Apfelbaum wachsen kann?

In unseren Mini-Garten musste natürlich auch noch ein Huhn (sonst wäre es nicht authentisch) und eine Vogelscheuche.

Nach zwei Tagen war die Kresse bereits gekeimt, nach fünf Tagen streckten die Blumen und Bohnen ihre grünen Triebe nach oben.

Erfahrungsgemäß verwandelt sich das Gärtchen nach 10 Tagen in einen Urwald. Dann landet die Kresse auf dem Butterbrot (es sei denn man lässt sie wachsen und blühen – muss man mal probiert haben), die Bohnen im Beet und die Sonnenblumen bekommen eigene Töpfe und werden etwas kühler gestellt. Und wenn die Kinder mögen, gestalten wir einen neuen kleinen Garten. Oder machen einen Bohnen-Wettrennen (welche Bohne wächst am schnellsten und am höchsten?).

Ich wünsche Euch einen schönen (Grünzeug-) Freitag!

Liebe Grüße
Leni

P.S. Mini-Garten und Superbohne findet man auch in den Lieblingsbüchern meiner Kindheit: „Linneas Jahrbuch“ und „Die schnellste Bohne der Stadt“ !