Herbstblätter und Quitten

fallenderblätter

War das nicht ein herrliches Herbstwochenende? Wir konnten uns kaum an den herrlichen Herbstfarben satt sehen. Daher konnten wir eigentlich nur eins machen, eine Wanderung durch den Herbstwald. Wandern mit Kindern ist ja immer so Ding. Entweder sie finden Stöcke, Pilze, gefährliche Abhänge oder Wurzeln zum Klettern, dann ist alles prima und sie schaffen 6 bis 8 km oder Gemurre oder aber der Wanderweg führt über breite asphaltierte Strassen oder kinderwagentaugliche Wege und man kann (im besten Fall) übel gelaunte Kinder hinter sich her ziehen. Will sagen: die Auswahl des Wanderwegs will gut durchdacht sein!

Essigbäume

Noch ein Tipp. Immer einen Beutel (oder ein Körbchen) mitnehmen. Wir kommen nie, aber auch wirklich nie ohne Herbstschätze aus dem Wald wieder. Und mit piksigen Bucheckerschalen oder einigen Zapfen in den Hosentaschen lässt es sich nicht mehr ganz so gut wandern (autsch).

itsme

Mein liebstes Sammelobjekt sind gerade bunte Blätter. An denen kann ich nur schwer vorbei gehen. Letztes Jahr haben wir die Blätter in Wachs konserviert, dieses Jahr presse ich sie einfach in der Blumenpresse. Die ersten fertigen Blätter hat mein Sechsjähriger mit Nadel, Faden und seinem Lieblingsstock zu einem kleinem Mobile verarbeitet (und ist super stolz darüber. Und ich erst ;-)).

Blätter-Mobile

Das zweite Vorhaben an diesem Wochenende war die Quitten endlich zu verarbeiten. Mehrer Körbe voller zitronengelben, wohlriechenden Früchten warteten schon ungeduldig darauf entsaftet zu werden. Eigentlich kann man Quitten recht lange lagern. Da aber die Jungs fürs Ernten zuständig waren, und sie die Früchte mehr runtergeschüttelt haben als gepflückt (geht ja schließlich auch schneller, meinten sie), dachte ich mir, dass eine zügige Weiterverarbeitung wohl sinnvoll wäre.

Quitten

Die beste (und einzige?) Methode den Quitten ihren leckeren Saft zu entlocken ist das Entsaften im Dampfkochtopf. Denn obwohl die Quitten den Äpfeln ähnlich sehen – sie sind ganz das Gegenteil, nämlich knüppelhart.

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Quitte

Alle Quitten haben wir dieses Wochenende noch nicht geschafft zu entsaften (immerhin wollten diese ungewöhnlich warmen und sonnigen Oktobertagen genossen werden) – aber immerhin können wir einige Gläser mit dem glibberigen und absolut köstlichen Quittengold jetzt für den Winter einlagern.

Quittengelee

Wie war Euer Wochenende?

Liebe Grüße

Leni

P.S.: Liebe Gesa, das Quittengelee geht diese Woche noch auf die Reise ;-)!

P.P.S.: Mehr Wochenenden gibt es bei WiB nachzulesen.


Herbstkönig

Blätterkrone6

Ich liebe diese Herbstfarben. Den Nebel am Morgen. Das Rascheln der Blätter unter den Füßen. Die schönsten Herbstblätter nehmen wir mit nach Hause, pressen sie in der Blumenpresse oder konservieren sie in flüssigem Wachs. Für Girlanden und Mobiles, Bilder und einfach so zum Basteln. Aus den großen Ahornblättern machen wir jedoch etwas besonderes: Blätterkronen.

Dafür falten wir das Ahornblatt und entfernen den Stengel. Diesen benutzen wir dann als Verbindung zweier Blätter miteinander, in dem wir den Stengel durch beide Blätter zweimal stecken. Eine ähnliche Anleitung für die Blätterkrone  habe ich auch hier gefunden.

Blätterkrone3

Wir haben hier gleich zwei Herbstkönige gekrönt – vielleicht kommt ja noch der ein oder andere dazu ;-)!

Liebe Grüße

Leni

 

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Brotboxen-Mantra und poppige Power-Muffins

Brotboxenmantra

Drei Schulkinder haben wir jetzt. Auch mein wildester, kleiner Kerl sitzt jetzt am Vormittag in seiner Klasse und lernt Lesen, Schreiben und Rechnen. So unterschiedlich wie die Kinder sind, so leicht oder schwer fällt ihnen auch der Schulalltag. Das frühe Aufstehen, für den einen überhaupt kein Problem, für den anderen jeden Tag eine Überwindung, egal wie früh man am Vorabend ins Bett gegangen ist. Das Lerntempo in der Schule, das soziale Gefüge, die Hausaufgaben und vieles mehr, nehmen meine Kinder ganz unterschiedlich wahr. Wenn ich dann merke, dass es für eins meiner Kinder ein „schwerer“ Tag wird, stecke ich in seine Brotbox ein kleines Kärtchen. Für die Kinder, die schon lesen können, mit einem lieben Satz auf der einen und einem kleinen Rätsel oder einer Aufmunterung auf der anderen Seite (geschrieben mit Bleistift, damit ich immer wieder etwas Neues darauf schreiben kann), für meinen Erstklässler mit Symbolen und Bildern.

Angefangen hatte ich damit vor zwei Jahren, nur mit einem kleinen Zettelchen in der Brotbox, als mein ältester Sohn sein erstes Referat halten sollte und ganz aufgeregt war. Weil er sich so riesig darüber gefreut hatte, schrieb ich ihm immer wieder mal kleine Nachrichten und Rätsel (er knobelt so gerne und irgendwann lösten auch seine Mitschüler die kleinen Rätsel begeistert mit). Und auch bei meinen anderen Kindern merke ich, dass es ihnen hilft, liebe und aufbauende Worte immer wieder zu lesen und auch so ein bißchen zu einem Mantra werden zu lassen, gerade wenn sie sich im Schulalltag mal verlassen oder gestresst fühlen.

Brotboxen (2)

Den längsten Tag haben an unserer Schule alle Kinder mittwochs mit 5 bzw. 6 Schulstunden.  Damit meinen Jungs der Tag nicht zu lang wird, bekommen sie dann immer Obst-Nuss-Muffins in die Brotbox. Die lassen sich prima schon am Dienstagabend vorbereiten, schmecken wirklich lecker (auch wenn nicht so schön wie „richtige“ Muffins aussehen, sagt mein Sohn ;-)) und liefern einiges an Energie.

Knusprige Muffins:

6 große oder 10 kleine Muffins:

60 gr Mehl (Dinkel-, oder Weizenvollkornmehl)

50 gr gemahlene Haselnüsse

20 gr Rohrohrzucker oder Honig

25 gr Amarant Pops

1 großes oder zwei kleine Eier

50 gr Rapsöl

1 Prise Salz

1 Prise Zimt oder Vanille

150 gr Obst (z.B. Blaubeeren oder Äpfel oder Pfirsiche oder Obstsalat)

Zubereitung:

Alle Zutaten bis auf die Amarant Pops und das Obst verrühren. Obst klein schneiden (die Beeren nicht) oder zusammen mit den Amarant Pops unter die Teigmasse geben. In kleine Portionen auf das Backblech oder in Muffinförmchen geben und bei 180 Grad Umluft 20 (kleine Portion) oder 30 Minuten backen.

Herbstmood

Liebe Grüße

Leni

 

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5 Dinge

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5 Dinge, die mich gerade glücklich machen:

1.Äpfel. Der September steht bei uns im Zeichen des Apfels. Anfang des Monats hänge ich die Wimpelkette wieder auf, die meine Kinder mal vor Jahren mittels Apfeldruck verziert haben und stelle die gefilzten Äpfel auf den Jahreszeitentisch. Rot strahlen bereits die 7 Äpfel, die unsere letztes Jahr gepflanzten Jungbäume zusammen tragen – ganz wunderbar, aber bis wir tatsächlich mal (hoffentlich) körbeweise unsere eigenen Äpfel ernten können, pflücken wir wie jedes Jahr beim Bio-Bauern.

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Mit dem Traktor geht es auf die Plantage, mit der Schubkarre dann durch die Reihen der hohen Apfelbäume.

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2. Stricken.

Den Sommer über habe ich die Stricknadeln ruhen lassen, doch mit dem Herbst und den tollen Inspirationen und Anleitungen vom Blog PetiteKnit (unbezahlte, unbeauftragte Werbung) mag ich gerade mein Strickzeug gar nicht aus der Hand geben. Ein Kinderpullover soll es werden. Zum Glück tragen meine Jungs gerne selbstgemachte Kleidung – einzige Einschränkung: sie darf nicht kratzen. Deshalb gehe ich bevorzugt in den Wollladen, der ein paar Dörfer weiter zu finden ist. Der hat zwar keine riesige Auswahl an Wolle, dafür aber sehr fachkundige Strickerinnen, die einem nicht nur bei der richtigen Wollauswahl, sondern auch bei den Strickanleitungen helfen (für mich super wichtig)  ;-).

Stricken

3. Kinder mit Kameras

Kaum zu glauben, aber vor zehn Jahren war die einzige Kamera, die ich mit auf Reisen nahm, noch eine Einweg-Kamera aus dem Drogeriemarkt. Dann folgte eine kleine (Achtung: Markennennung) Canon-Kamera, handlich für die Hosentasche und erst vor gut drei Jahren bekam ich zu Weihnachten (m)eine Spielgelreflexkamera geschenkt, mit der ich die meisten meiner Bilder mache. Aber auch  die Kameras am Telefon sind heute top, und da man das Smartphone ja auch schließlich ständig bei sich trägt, ist es soviel einfacher geworden Momente, Situationen und Dinge einzufangen. Das hat Vor- und Nachteile, wie wir alle wissen. Vor ein paar Tagen fiel mir dann aber meine alte Canon-Kamera wieder in die Hände, und ich gab sie (bestückt mit einer neuen Speicherkarte) meinen Kindern. Meine Kinder haben (noch?) kein Smartphone, weshalb sie fasziniert den Rest des Tages damit beschäftigt waren Fotos zu schießen und Filme zu drehen. Als ich abends die Bilder auf dem Laptop durchgesehen habe, war ich total überrascht. Gut, natürlich waren viele verwackelte, unscharfe Bodenfotos dabei, Füße, abgeschnittene Köpfe und Nasennahaufnahmen, aber auch richtig viele tolle Momentaufnahmen und witzige Kurzfilme aus einer ganz andere Perspektiven als meine üblichen Bilder. Und man kann die Freude und Begeisterung, die in jedem Bild steckt, förmlich sehen. Sehr inspirierend.

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4. Schälnüsse

Wenn gerade erst die grüne, dicke Schale der Walnüsse aufgeplatzt ist, sind wir schon zur Stelle. Denn dann sind die Nüsse noch so frisch, dass sich die feine Haut, die sich um die Kerne befindet und später eintrocknet, noch abziehen lässt. Mit der noch frischen Haut schmecken die Nusskerne leicht bitter, hat man die Haut entfernt, entfaltet sich der volle Schälnussgeschmack. Einziger Nachteil: man bekommt unweigerlich gelb-braune Verfärbungen an den Händen („Du hast Nusshände!“, sagen meine Kinder dann).

walnuss

Aber wie bekommt man die Schälnüsse vom Baum? Ha, das ist der Teil, den meine Jungs am liebsten mögen. Entweder man schüttelt die Zweige und hofft, das meine keine Nuss auf den Kopf bekommt (ist das dann auch eine Kopfnuss?) oder man sucht sich einen dicken Stock und versucht damit die Nüsse heraus zu schlagen. So oder so macht es Spaß, wobei Jungs und Stöcke ja sowieso eine besondere Beziehung zu einander pflegen.

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5. Neue Hühner

Über zwei Jahre haben wir nun unsere kleine Hühnertruppe und nun ist es passiert. Ein Huhn ist gestorben. Wir waren alle bestürzt, haben geweint, getrauert und das Huhn zu Grabe getragen. Woran unsere liebe Erika gestorben ist, wissen wir nicht. Sie lag einfach eines Morgens tot im Stall. Über den Tod unserer Henne bin ich natürlich nicht glücklich (schließlich wollte ich Euch ja von Dingen erzählen, die mich glücklich machen), aber Leid und Freud liegen oft auch nah beieinander. So sind wir immer noch ein wenig traurig, freuen uns aber sehr über zwei neue Hühner, die jetzt bei uns eingezogen sind: eine dicke, flauschige Sussex-Henne namens Prisilla und ein ganz junge, schwarze Araucaner-Henne namens Rosi (von ihr ein Bild zu machen ist schwierig, sie ist einfach zu schnell).

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Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende!

Liebe Grüße

Leni

 

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12v12
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Ferientagebücher für Schweden

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(Beitrag enthält unbezahlte, ehrliche Werbung)

Wenn ich an die Ferien aus meinen Kindertagen denke, dann fällt mir als erstes Italien ein. Viele Jahre sind wir dort jeden Sommer hingefahren. Eine gefühlt endlos lange Fahrt war das damals in unserem weißen VW Passat, mit dem Gummi-Geruch der rot-blauen Luftmatratze im Kofferraum, ohne Klimaanlage, aber mit Sonnencremeduft auf der Haut. Als ich älter war, ging es jedes Jahr auf einen Reiterhof in den Westerwald. Erst ohne, später sogar mit eigenem Pferd. Das Leben kann eben doch ein Ponyhof sein. Zumindest für eine oder zwei Wochen. Der Abschied davon fiel immer schwer, doch es blieben viele, lange Brieffreundschaften und Erinnerungen an Abenteuern, Nachtwanderungen und Lagerfeuern (neben Pferdebissen und Blasen an den Fingern, weil die Reithandschuhe schon am ersten Tag verschwunden waren). Ja, Ferien sind die tollste Zeit im Jahr. Ich könnte Euch nicht mehr sagen, wie meine Religionslehrerin in der Grundschule hieß, oder der Erdkundelehrer auf dem Gymnasium, aber mein allererstes Pflegepferd im Urlaub war ein kleiner, rotzfrecher Schimmel namens Nero.

Für uns geht es dieses Jahr mit Freunden und zwei Wohnmobilen durch Südschweden. Und damit diese Zeit auch wirklich „unvergessen“ bleibt, gibt es dieses Jahr wieder Ferientagebücher für die Jungs.

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Hier werden Fotos eingeklebt, Bilder gemalt, Eintrittskarten und Souvenirs gesammelt. Und schon einmal vorab notiert, was auf jeden Fall mit muss. Fehlt eigentlich nur noch die Zahnbürste…

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Was auch auf jeden Fall mit muss, sind natürlich Bücher. Wenn wir nun bald ins Land der wilden Blaubeeren aufbrechen, darf „Lasse im Blaubeerland“ nicht fehlen. Genauso wenig wie die tollen Geschichten von Astrid Lindgren.

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So hip wie in diesem Buch wird es irgendwie nicht aussehen, wenn wir unterwegs sind, aber die Rezepte sind einfach toll (ich sag nur Popcorn über dem Lagerfeuer).

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Für uns alle ist es das erste Mal, dass wir mit einem Wohnmobil unterwegs sein werden. Und das erste Mal in Schweden. Auf unsere Tourplanung steht das Wikingermuseum in Malmö, Vimmerby, Stockholm und Göteburg. Wenn Ihr noch Tipps habt für uns Camping-Frischlinge und Schweden-Ersttouristen, dann bitte immer her damit!

Liebe Grüße ♥

Leni


Schmetterlinge aus Seidenpapier

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Ja, wir sind im Schmetterlingsfieber. Die Raupen sitzen bereits auf unserem Kohl im Garten und mümmeln sich fleißig immer dicker und neben den Kohlweißlingen, Zitronenfaltern, Tagpfauenaugen, Landkärtchen und Schwalbenschwänze (wir freuen uns so sie wieder zu sehen) fliegen nun auch noch ein paar knallbunte Schmetterlinge aus Seidenpapier im Garten umher.

 

Sie sind ganz schnell gemacht und mit etwas Hilfe auch für kleinere Kinder eine einfache, sommerliche Bastelei (nicht nur für Regentage). Man braucht:

Seidenpapier in verschiedenen Farben, bunte Pfeifenreiniger, ein Stück festes Papier oder Karton, Stift, Schere, Bindfaden zum Aufhängen.

Wie es geht:

Aus dem festen Papier eine ovale Schablone anfertigen (ein wenig länger als ein Osterei) und als Vorlage für die Schmetterlingsflügel nutzen. Für einen Schmetterling jeweils 2 Flügel aus Seidenpapier ausschneiden und übereinander legen. Aus einem Pfeifenreiniger zwei gleich lange Stücke schneiden (man braucht für einen  Schmetterling nur einen halben Pfeifenreiniger). Das eine Stück zur Hälfte nehmen und an der Bruchkante verzwirbeln (das wird das Hinterteil vom Schmetterling). Nun die beiden Stücke Seidenpapier wie ein Fächer in der Mitte zusammenfalten und zwischen den Pfeifenreiniger schieben. Die vorderen Enden des Pfeifenreinigers wiederum in einander verdrehen und die beiden Enden als Fühler verbiegen. Zum Schluss den Bindfaden doppelt nehmen, um Vorder- und Hinterteil legen und dann aufhängen.

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Ob im Garten, am Fenster oder von der Decke: sobald der ein Windzug kommt, fangen die Schmetterlinge an zu fliegen!

Ich wünsche Euch einen schönen Dienstag!

Liebe Grüße

Leni

P.S.: Kleiner Upcycling-Tipp: wenn Ihr noch das Papier von neuen Schuhe aus dem Schukarton habt, könnt Ihr auch das verwenden. Da es meistens weiß ist, einfach ein paar bunte Muster auf malen!

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Dienstagsdinge

5 Dinge

HochbeetSalat

5 Dinge, die mich gerade glücklich machen:

1.Salat. Ich liebe Blattsalate. Und wer dabei an lieblose Lollo Rosso – Tellerdekoration oder in Plastik eingepackten Supermarkt-Kopfsalat denkt und sich gerade schüttelt, dem sei gesagt: Salat kann so viel mehr sein. Über die Jahre hinweg habe ich einige Blattsalate probiert und immer wieder neu zusammengestellt, bis es passte – im Beet, wie auf dem Teller. Knackiger Romana, Laibacher Eis und Batavia, würzige Ruccola, milder Goldforellenkopfsalat und Hirschzunge. Dazu ein paar Radieschen, Schnittlauch, Dill oder Wildkräuter und Himbeeressig – fertig ist der Frühlingssalat.

Salat

Viele Salate, die Köpfe bilden kann man übrigens ebenso wie Pflücksalat behandeln. Ich nehme hier und da ein paar (äußere) Blätter weg und mische so die einzelnen Sorten für meine Salatschüssel.

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2. Jahreszeitentische. An andere Stelle habe ich schon einmal erzählt, dass wir eigentlich keinen „klassischen“ Jahreszeitentisch haben, sondern jedes Kind hat in seinem Zimmer eine Stelle, um Fundstücke und andere Sachen dem Monat entsprechend zu dekorieren. Während das bei den beiden größeren Kindern hauptsächlich Steine und Kuriositäten sind (zum Beispiel letztens ein plattgefahrener Frosch – bäh, den habe ich sofort wieder entfernt), sind es bei den beiden jüngeren Jungs auch Püppchen, Karten, Zwerge und Bilder. Bei dem einen Kind ist der Jahreszeitenplatz die Fensterbank, beim anderen die Kommodenfläche, beim dritten Kind das Spielhaus. Für eben jenes habe ich Anfang Mai zusammen mit den zwei kleineren Kindern einen Mini-Maibaum gebastelt.

Mit Buchs und Draht habe ich einen kleinen Kranz gebunden, den die Kinder mit Krepppapierstreifen bestückt haben. Die Stange des Maibaums ist ein Papierstrohhalm, den ich oben kreuzförmig eingeschnitten habe.

Es ist so schön zu sehen, wie fantasievoll die Kinder ihre Tische schmücken, damit spielen und ständig neue Dinge ergänzen. Die gefilzten Bienen sind noch vom letzten Jahr, die Maiglöckchen aus unserem Garten und die blauen Bilder sind Solardrucke.

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3. Pusteblumen. Die Löwenzahnwiese hat sich nun in ein Pusteblumenmeer verwandelt und lädt ein sich etwas zu wünschen. Und wenn einem gerade nichts einfällt, kann man die Samenstände ja auch einfach so lange in einem Wunschglas sammeln.

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4. Unser Garten zu Gast bei „Was für mich“! Claudias Blog ist immer eine Inspiration für mich, ihre Fotos und Geschichten sind immer so stimmungsvoll. Umso mehr habe ich mich darüber gefreut, unseren Garten und Tipps für Neugärtner dort wiederzufinden (juhu).

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5. Holunderblüten. Der Holunder steht seit gestern in Blüte und das bedeutet, es gibt endlich Nachschub an Holünderblütensirup. Der ist nämlich wiederum die Hauptzutat in meinem Lieblingssommerdrink, dem Hugo. Die lauen Sommernächte dürfen jetzt kommen. Cin – Cin!

Holunder

Was macht Euch gerade glücklich?

Ich wünsche Euch ein sonniges Wochenende!

Liebe Grüße

Leni

 

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Grünzeug
Wochenende in Bildern

Sonnenpower

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Eigentlich sind ja diese herrlichen Maitage mit hochsommerlichen Temperaturen kindertechnisch gesehen Selbstläufer. Die Tür zum Garten steht den ganzen Tag offen, der Wasserschlauch liegt angeschlossen an den Wasserhahn außen am Haus. Mehr braucht es nicht, damit (meine) Kinder über Stunden beschäftigt sind. Aber Sonne und Wasser können noch mehr: nämlich ganz wunderbare Kunstwerke hervorbringen (neben Regenbögen)!

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Das Solarpapier kenne ich noch aus meiner Kindheit; es war bei mir aber schon in Vergessenheit geraten. Umso mehr habe ich mich darüber gefreut, es zufällig in einem kleinen Laden im Dorf gefunden zu haben (man bekommt es aber auch z.B. hier*).

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Ich weiß gar nicht, wer mehr Spaß daran hatte, die Jungs oder ich (wahrscheinlich ich), aber auf jeden Fall waren wir alle sehr experimentierfreudig: von allerlei Blüten und Blättern, über Bausteine, Münzen und Figuren bis hin zu ausgestanzten Papiersternen und auf Folie aufgebrachten Schriftzügen – all das haben wir mit Sonnenkraft aufs Papier gebracht.

Der Sonnendruck funktioniert ganz einfach: man nimmt ein Stück Solarfotopapier aus der schwarzen Folie, legt es mit der blauen Seite nach oben auf ein Stück Pappe oder ein Buch, bestückt es mit Gegenständen, die ihre Kontur hinterlassen sollen und legt es für ein paar Minuten in die Sonne. Das Papier verfärbt sich währenddessen weiß, die Bereiche die abgedeckt sind, bleiben blau. Danach folgt ein Bad (ohne die Gegenstände) in Leitungswasser, um das Foto zu entwickeln. In dieser Zeit, ebenfalls ein paar Minuten, verfärbt sich das Papier satt blau und die Abdrücke bleiben als weiße Schatten zurück. Allerdings sind die scherenschnitthaften Bilder nicht immer ganz scharf, sondern die harten Kanten verschwimmen und geben den Bildern eine wunderbare Aura.

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Es scheint verzaubert zu sein, das Papier. Doch was passiert wirklich? Das Papier wurde mit Ammoniumeisen(III)-citrat und rotem Blutlaugensalz (Kaliumferricyanid), dass in Wasser gelöst wurde behandelt. Unter UV-Licht kommt eine Redox-Reaktion in Gang, nach der das Eisen(II)-Ion mit dem Blutlaugensalz zum Berliner Blau reagiert, einem lichtbeständigen Eisen-Blaupigment. Das sagt zumindest der Chemiker aus unserem Freundeskreis. Für alle, die das jetzt nicht verstanden haben (mir eingeschlossen), bleibt es einfach magisches Papier ;-)!

Ich wünsche Euch noch viele sonnige Tage in dieser Woche!

Liebe Grüße

Leni

 

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5 Dinge

Radieschen

5 Dinge, die mich gerade glücklich machen:

1.Die ersten Radieschen aus unserem Garten in diesem Jahr. Am schnellsten (und unglaublich platzsparend, da sie sich weniger in die Breite und mehr in die Höhe streckt) wächst tatsächlich die Sorte „French Breakfast“. Und sie schmeckt schön mild (gerade für Kinder).

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2. Geburtstage. Der Duft von Flieder aus dem Garten vermischt mit einer feinen Note Geburtstagskuchen- und Bienenwachskerzengeruch. So riechen bei uns die Geburtstage Ende April und Anfang Mai. Und immerhin dürfen wir gleich drei davon feiern! Wie liebe ich die strahlenden Augen der Geburtstagskinder am Morgen.

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2. Bienen. Unser Wildbienenhotel im Garten ist fast ausgebucht und auch die Honigbienen bestäuben hier fleissig unsere Obstbäume. Wie willkommen war da die Nachricht vom Wochenende, dass die EU drei bienenschädigende Neonicotinoide entgültig verboten hat. Ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.

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4. Kleine Bäume. Jedes Jahr im zeitigen Frühjahr stecken wir Apfel- und Zitronenkerne, Nüsse, Eicheln und Kastanien (also alle Schätze aus dem vergangenen Herbst) in die Erde und schauen mal was sich tut. Mal klappt es, mal nicht. Dieses Jahr haben wir nicht nur einen kleinen Apfelbaum (oben auf dem Bild) und eine Mini-Walnuss, sondern auch noch einen Pfirsichbäumchen, das (völlig wider erwartend) aus einem getrockneten Kern empor gestiegen ist. Jedes mal ein kleines Wunder.

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5. Walpurgisnacht. Jetzt heißt es Abschied nehmen vom April, der uns so viele schöne Tage beschert hat. Aber bevor dem Mai die Bühne gehört, feiern wir noch den Übergang vom launischen in den wonnigen Monat. Am Abend gehen wir mit den Kindern spazieren und folgen den Spuren der Geister und Hexen und den Kleinigkeiten (Murmeln, Glitzersteinen und kleinen Süßigkeiten), die sie uns hinterlassen haben. Unser Weg führt dann weiter ins Dorf, wo das Mai-ansingen stattfinden und der Maibaum aufgestellt wird. Kleine Traditionen muss man pflegen 😉

 

Ich wünsche Euch einen guten Start in die neue Woche und einen schönen Maifeiertag!

Liebe Grüße

Leni

 

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Unser Osterfest

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Wenn ich an Ostern denke, kommen mir als erstes Forsythien und Narzissen in den Sinn. Letztere standen noch vor ein paar Tagen in einer Vase auf dem Esstisch und verströmten einen dezenten Duft, der mich ganz unvermittelt an meine Kindheit erinnert. Daran wie ich als kleines Mädchen mit einem Osterkörbchen in der einen Hand und meiner Großmutter an der anderen Hand durch den Frühlingsgarten ging, auf der Suche nach Ostereiern. Das mag eine Erklärung dafür sein, warum ich das Osterfest so gerne mag, warum ich es mit meinen Kindern zelebriere – es erinnert mich an meine Kindheit. Aber nicht nur das. An Ostern feiern wir die Freude über das frische Grün, die bunten Blüten, das Vogelgezwitscher am Morgen und das Sonnenlicht, das Tag für Tag an Länge und Kraft gewinnt. Und: Ostern ist bei uns wunderbar ungezwungen. Ob mit Freunden oder der Familie.

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Die Vorfreude auf Ostern beginnt allerdings schon viel früher, mit den ersten Weidenkätzchen, den ersten Osterbüchern im Regal, dem Aussäen des Ostergrases und natürlich dem Eierfärben. Das ist Kindersache und gehört fest zur Ostertradition. Und da hier jedes Jahr aufs Neue so viele ausgepustete und bunt angemalte Eier produziert werden, wandert nach Ostern nur ein Ei pro Kind zurück in die Osterkiste. Und trotzdem ist unsere Sammlung schon beträchtlich: so viele mit Fingerfarbe angemalte, mit Serviettentechnik beklebte, mit Federn geschmückte und einfach Wasserfarben bekleckste Eier, die jedes Jahr den Osterstrauch schmücken.

Die hartgekochten Eier färben wir schon seit Jahren natürlich. Mit Rotkohl, roter Beete und Kurkuma. Noch natürlicher werden die grünen und schokobraunen Eier bei uns gefärbt – das erledigen unsere Hühner nämlich schon selber 😉

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In der Woche vor Ostern beginnt die Osterbäckerei. Aus Plätzchenteig stechen die Jungs österliche Motive aus und backen das Osterlamm. Während das Lamm unter strengster Beobachtung steht, und tatsächlich auch noch am Ostersonntag in einem Stück und ohne Knabberspuren auf dem Tisch steht, verschwinden die Osterkekse meist auf mysteriöser Weise vorher schon. Den Osterzopf hingegen backe ich erst am Ostermorgen, damit er ganz frisch und fluffig ist.

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Rund um die Osterzeit schauen wir immer gerne nach Tierkindern. Ein Nachbar von uns hält Ziegen, die im Frühling ihren Nachwuchs bekommen. Und auf den Wiesen hinter unserem Haus stehen öfters mal Schafe. Dieses Jahr hatten wir Glück und durften die Lämmchen bei ihren ersten Bocksprüngen bestaunen.

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Ihre Osternester gestalten die Kinder auch selbst. Mit Moos aus dem Garten, Weidenzweigen, Federn und anderen Naturfundstücken aus Wald und Wiese. Da hinein legt der „Osterhase“ dann seine Geschenke. Bei uns sind das an Ostern (lediglich) Süßigkeiten und etwas Selbstgemachtes (ein gestricktes Lamm o.ä.). Warum weniger zu Ostern mehr ist und was das Herz und die Seele von Kindern wirklich nährt, hat Sandras auf ihrem wunderbaren Blog zusammengefasst.

Die Eiersuche ist der Höhepunkt für die Kinder. Und manchmal ist der Osterhase so trickreich, dass er die Eier auch auf dem Baum versteckt. Was an Süßigkeiten gefunden wurde, darf selbstverständlich auch gegessen werden. An Ostern lassen wir Fünfe gerade sein.

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Was für mich Ostern auch so besonders macht, sind die kleinen Traditionen und Rituale, die sich nach und nach eingeschlichen haben oder die in unserer Familie schon lange einen Platz haben. Osterspiele zum Beispiel. Die lockern den Ostersonntags-Familien-Brunch mit den Großeltern, Tanten und Onkels, Cousins und Cousinen ungemein auf.

Da wäre einmal das Eier ditschen (oder dötschen oder dippen). Jeder bekommt ein hartgekochtes Ei und darf gegen einen anderen antreten. Dann werden die Eier an Spitze oder „Popo“ zusammen gehauen. Gewonnen hat derjenige, dessen Ei heil geblieben ist. Auch mit hartgekochten Eiern spielen wir Eier-Wett-Rollen (einen kleinen Hügel hinab) oder den Ei-Lauf (mit dem Ei auf einem Löffel). Und ganz ohne Ei das Eier-werfen. Hier kommen Tischtennisbälle zum Einsatz, die im Eierkarton landen müssen.

Am Abend treffen wir uns mit Freunden zum Osterfeuer. Jeder bringt etwas zu essen und zu trinken mit und die Kinder spielen einfach drumherum, bis sie müde sind und sich in Decken oder die Jacken der Eltern einkuscheln.

Am Ostermontag geht es zum Familiengottesdienst in die Kirche (der fängt zum Glück nicht ganz so früh an). Am Nachmittag machen wir einen Osterspaziergang mit Picknick (wenn das Wetter es zu lässt). Ganz unkompliziert und am liebsten an den Rheinstrand, mit einem Kuchen oder einer Quiche, etwas selbstgemachte Limo und einer Decke.

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Und wenn das Wetter nicht mitspielt? Der Osterhase hat auch schon einmal die Eier im Haus versteckt, das Osterfeuer am Abend haben wir in ein Sonnenaufgang-bewundern am Morgen umgewandelt und das Osterpicknick fand kurzerhand im Wohnzimmer statt. Denn das allerwichtigste an Ostern ist doch nur, dass wir alle zusammen sind.

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Verratet Ihr mir Eure Lieblingstradtion zu Ostern?

Ich wünsche Euch ein wunderbares, frohes Osterfest ♥

Liebe Grüße

Leni