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Alaaf! Teil 2

Zwei Züge später und um rund 6 Beutel Kamelle und Gemüse reicher, haben wir Karneval überstanden (ich weiß, morgen ist erst der Veilchendienstag – aber wir sind durch). Und es war richtig schön!
Gestern waren wir bei Freunden eingeladen, deren Haus direkt an der Zugstrecke liegt. Das heißt (neben sehr netten Leuten, Essen und Trinken) vor allem eine Toilette. Bei drei kleinen Kindern und 90 Minuten Karnevalsumzug unglaublich vorteilhaft. Und ich mag diese kleinen Dorf- oder Veedelszüge am allerliebsten. Dort drängelt niemand, die Kinder sehen alles und die Züge sind nicht zu lang. Und es ist jedes Jahr wieder aussergewöhnlich. Die Wagen, die Musik, die Kostüme und die Kamelle – Hut ab vor den Menschen die dort mitgehen, sich so lange vorbereitet haben und so viel gute Stimmung verbreiten.

Meine Kinder fanden es natürlich grandios. Traktoren, Musik, Verkleidung und Süßigkeiten, was will man mehr?!
Ich wünsche Euch eine katerfreie Woche!

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Alaaf!

Endlich eine neue Jahreszeit! Weg mit der Winterdeko, den Tannenzapfen und Sternen. Der Frühling ist da. Zumindest fast überall, denn hier im Rheinland haben wir gerade die fünfte Jahreszeit : Karneval!
Karneval ist nicht nur die Verabschiedung (oder Austreibung) des Winters. An Karneval steht die Welt Kopf, alles ist verkehrt herum. Es ist die letzte große Feier vor der langen Fastenzeit. Der Start des Straßenkarnevals war der Donnerstag, Weiberfastnacht. Da gab es bei uns im Kindergarten eine richtig tolle Karnevalsparty. Mit Kostümen (Bauer und Polizist), Büffet und sogar einer Tanzgruppe.
Bis zum Aschermittwoch hat hier jedes Stadtviertel und jedes Dorf seinen eigenen Karnevalsumzug, den Veedelszoch. Prächtige Wagen, gezogen von Traktoren, Spielkapellen und Tanzgruppen fahren und gehen durch die Straße und werfen Kamelle (und manchmal auch Gemüse). Für die Kinder ist das ein riesiger Spaß. Unser Kindergarten und die Grundschule gehen mit den Kindern und Eltern auch jedes Jahr auf dem Zug des Stadtviertels mit. Als Drachen verkleidet durften die Jungs Süßigkeiten werfen.

Morgen und Rosenmontag gehen wir Kamelle fangen – dann zeige ich Euch mehr Bilder!
Euch ein schönes Wochendende und ein dreifaches Alaaf!!

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Bring it on 2014

Ich wünsche Euch allen ein frohes neues Jahr! Mit allem drin was Ihr Euch wünscht. Und noch viel mehr! Mehr Veränderung, Verbesserung und Fortschritt. Oder soll alles beim Alten bleiben?! 
Also bei uns ist Tatendrang zu spüren. Die Kinder wollen die Kinderzimmer neu gestalten, die selbst gebastelten Kalender mit Terminen füllen,  mein Mann möchte das Bad endlich renovieren und ich mehr Platz im Garten schaffen für Gemüse. Und überhaupt: wie wäre es mit einem Hausputz? Jetzt sofort und alles auf einmal. Oder aber – wir machen uns es einfach nochmal gemütlich. Wir haben ja schließlich noch ein ganzes Jahr Zeit….

Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende https://i0.wp.com/familienjahr.com/wp-content/uploads/2014/01/5d43a-kleines25252520schwarzes25252520herz25255b125255d.jpg?w=980&ssl=1

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St. Martin, Schnörzen und wohin mit den Süßigkeiten?

So, der St. Martinszug (im strömenden Regen) und das Martinssingen in unserer Straße sind jetzt vorüber.Geschafft. Viel Vorbereitung, Vorfreude, Hektik und Nostalgie. Ja, genau. Nostalgie. Ich erinnerte mich an meine Martinsumzüge als Kind. Das Bestaunen des Pferdes von St. Martin (Mädchen halt – bei Jungs ist es das Bestaunen der Feuerwehr), die Kapelle, die Laternen im Dunkeln und das Martinsfeuer.

Ein schönes Brauchtum. Außer vielleicht man ist schon zum 13. Mal mit seinen Kindern dabei, wie eine Freundin von mir (4 Kinder mit großem Abstand). Und sie hat noch mindestens 5 Umzüge vor sich.
Bei mir war es erst der zweite Umzug. Und das zweite Mal im Regen.Grmpf.Aber zumindest habe ich dazu gelernt: während letztes Jahr unsere Laternen innerhalb von 3 Minuten zu Papiermatsche wurden, hielten sie in Plastiktüten umwickelt diesmal bis zum Martinssingen.

Zum Martinssingen hatten wir dann besseres Wetter und zogen mit Laternen, Fackeln und Beutel bestückt von Haus zu Haus. In unserer Straße sind die Bewohner altersmäßig sehr heterogen; wir haben (mittlerweile) viele Familien, aber auch viele alleinstehende alte Menschen und auch viele Ehepaare, deren Kinder schon ausgezogen sind. Das ist natürlich eine Win-Win-Situation für das Schnörzen. Die älteren Bewohner freuen sich auf die singenden Kinder und die Kinder auf die Süßigkeiten der spendablen “Omis”. Und danach gab es noch Glühwein und Kakao für alle.

Eingeführt haben wir das Schnörzen auf unserer Straße letztes Jahr. Eine Freundin aus Düsseldorf erzählte mir, dass sie in Ihrer Straße jedes Jahr zu einem festen Termin “Gribschen”, und das jedes Haus etwas dazu gibt und jedes Jahr ein Anderer nach dem Singen zu Glühwein und Würstchen einläd. Und das haben wir dann einfach hierhin übernommen (bis auf die Würstchen, die sind in Düsseldorf geblieben).
Und bei uns im Rheinland sagt man: Beim ersten Mal haben wir es ausprobiert, beim zweiten Mal ist es schon Tradition und beim dritten Mal ist es dann schon Brauchtum.

Das war unsere Ausbeute: 

Doch was machen mit all dem Süßkram? Bis unsere Kinder in das erinnerungsfähige Alter kamen wurden geschenktbekommende Süßigkeiten sowieso konfisziert. Und bei Kind Nr. 3 (18 Monate) funktioniert das. Aus den Augen – aus dem Sinn. Und morgen ist der Süßkram vergessen. Ab ca. drei Jahren klappt das leider nicht mehr. Daher bieten wir den Kindern einen Deal an:

Einen kleinen Teil der Süßigkeiten dürfen die Kinder behalten. Die kommen in ein Glas und sind zur freien Verfügung (bei Kind 1 ist das Glas dann am nächsten Tag leer, Kind 2 braucht dafür bis nächstes Jahr). Der Rest wird eingetauscht. Zum Beispiel gegen einen Wunschnachmittag (meistens Schwimmbad) oder gegen ein Buch oder ein Hörspiel.

Und was passiert mit den Süßigkeiten? Ein Teil wird recycelt und wandert in den Adventskalender. Der Rest wird fachgerecht entsorgt. Das machen dann mein Mann und ich. Abends, wenn die Kinder schlafen. Vor dem Fernseher…

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Zeit für : :

Vorbereitungen

 

 Gleich zwei Feste erwarten uns in der nächsten Zeit: Halloween, dieses wunderbare keltische/heidnische Fest und St. Martin, das Fest der Nächstenliebe, der Weckmänner und der Süßigkeiten.

Halloween feiern? Wir sind doch nicht in Amerika. Richtig. Aber: die Idee, ein Fest für die Toten zu feiern ist ja gar nicht so fremd. Nur das wir in unserer Kultur den Tod meist tabuisieren, während andere Kulturen den Tod nicht fürchten, sondern ihn bewusst als Teil des Lebens einbinden. So feiern z. B. die Mexikaner ihren Dia des los Muertos, ein sehr buntes und fröhliches Fest zur Ehren der Toten.
Wir hingegen kennen Allerheiligen und Allerseelen als Feiertage für die Toten. Gefeiert wird an diesen Tagen aber nicht wirklich. Schade eigentlich, ist das doch eine gute Gelegenheit für Kinder sich auch mit dem Thema Tod und Leben, Familie, Verwandtschaft und Ahnen auseinander zusetzen. Und das ist der Grund für mich Halloween zu feiern. Den Tag vor Allerheiligen (All Hallows Eve). Mit Knochen und Skeletten, mit Spinnen und Grabsteinen. Um den Tod mit Ironie zu begegnen. Und um Ihn zu feiern. Freunde und/oder Familie einladen, zusammen kochen, verkleiden, spielen.
Das einzige, was wir auslassen, ist “trick or treat”, also das Süßigkeiten sammeln bei Nachbarn. Das ist dem “Schnörzen” zu St. Martin zu ähnlich (und würde wahrscheinlich den älteren Nachbarn in unserer Straße verschrecken).

So, das heißt jetzt in erster Linie für uns eine Menge Vorbereitung. Für Halloween möchten sich die Kinder verkleiden, der Kürbis, das Leitmotiv für Halloween, muss geschnitzt werden, und Deko muss her. Gefragte Farben: Schwarz wie der Tot und Pink wie …die Hölle? Naja, jeder stellt sich die ja anders vor. Und das Menü für die Gäste muss zusammengestellt werden. Irgendjemand eine Idee außer Kürbis?

 

 

 Und da wären noch die Laternen für den St. Martinsumzug vom Kindergarten. Und das Martinssingen in unserer Straße muss auch noch organisiert werden…

Ich bin dann mal weg… und halte Euch auf dem Laufenden 🙂

Lieben Gruß

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Erntedank

                                                       Erntedank

Das Erntedankfest ist eins meiner Lieblingsfeste im Jahr. Dieses Fest ist jedoch, auch gerade für (Stadt-)Kinder schwer nachzuvollziehen. Denn die Abhängigkeit von der Natur haben wir hier in Deutschland sicherlich verloren: Saisonales Obst und Gemüse findet man im Supermarkt das ganze Jahr hindurch. Wann für welches Obst und Gemüse die Erntezeit anfängt oder endet, wissen viele nicht. Auch schlechte Erntejahre stellen für uns keine existentiellen Bedrohung dar. Dadurch hat natürlich das Erntedankfest auch an Bedeutung verloren. Ein Fest, das in fast allen Kulturen und Religionen gefeiert wird und eine so lange Tradition hat. Die Griechen feierten Opferfeste für ihre Göttin Demeter, die Römer für Ceres. Im dritten Jahrhundert n. Chr. entstand dann das christliche Erntedankfest. Gefeiert wird (außer in unserer Gemeinde, fragt mich nicht warum), am ersten Sonntag im Oktober. Geschmückt und dekoriert wird mit Früchten, Getreide und Blumen und auch gerne mit selbstgebackenen Brot.

Ich finde es wichtig, meinen Kindern begreiflich zumachen, dass das, was wir für selbstverständlich nehmen – jeden Tag genug zu essen zu haben – keine Selbstverständlichkeit ist. In dem Moment, in dem wir innehalten und uns auf Dankbarkeit und Demut besinnen, machen wir uns klar, wie glücklich wir uns eigentlich schätzen können.

Wir beginnen den Tag mit dem Frühstück am geschmückten Tisch. Ich schmücke den Tisch immer gerne mit den Äpfeln und Nüssen, die wir kurz zuvor geerntet haben, mit den Quitten aus unserem Garten (die riechen so herrlich) und einem Blumenstrauß aus Dahlien, Astern und Hortensien. Zum Frühstück gibt es selbstgebackenes Brot oder auch gerne selbstgemachte Rosinenbrötchen (falls hier jemand übrigens ein gutes Rezept hat – bitte raus damit).

Danach geht es zum Erntedankgottesdienst, der von unserer Kirche jetzt schon zum dritten Mal, bei immer gutem Wetter, unter freiem Himmel, einen Sonntag früher stattfindet.

Ein wunderschöner Familiengottesdienst mit Blasmusik, einer Kinderaufführung und einer herrlichen Umgebung.

Die letzten Jahre kochte ich immer für unsere Familie ein Vegetarisches Menü zum Mittagessen nach dem Gottesdienst, bestehend aus Kartoffelcremesuppe als Vorspeise, Tagliatelle mit Pilzen und Salat als Hauptgericht, und zum Nachtisch Himbeermascarponecreme.

Doch dieses Jahr ließen wir das Fest mit Freunden auf einem Weingut ausklingen….
Cin Cin!!