Wie wir Michaeli feiern

Michaeli4

Mit der Herbst-Tag-und-Nacht-Gleiche beginnt für uns die Michaeli-Woche. Jetzt kommen neben den Herbstschätzen auch der Drache und der Ritter Georg auf den Jahreszeitentisch und die Kinder basteln sich Schwerter aus Holzbrettern oder Stöcken. Das Michaelsfest haben wir erst im Waldorfkindergarten kennengelernt und dann, einfach weil unsere Kinder es immer so toll fanden, nach der Kindergartenzeit der Schulkinder (sie gehen ja leider nicht auf eine Waldorfschule) mit in unser Familienjahr übernommen.

Michaelischwert3

Michaeli (29.9.) gehört neben Sankt Martin (11.11.) und Sankt Nikolaus (06.12.) zu den drei Festen, die bildhaft dazu beitragen sollen, uns auf Weihnachten vorzubereiten. Der Erzengel Michael ist es, der in der biblischen Darstellung den Teufel in Gestalt eines Drachens im Himmelreich besiegt. Der Legende nach besiegt der Ritter Georg hingegen einen Drachen auf der Erde und befreit damit eine Königstochter, die geopfert werden sollte. Beide Gestalten stehen bildhaft für Mut, Tapferkeit und Willenskraft, die sich gegen das Böse richtet. Mit dem Schwinden des Lichts und der Wärme (die Tag-und Nacht-Gleiche), schwinden auch die Lebenskräfte der Natur. Alle Zeichen stehen auf Rückzug, Vergänglichkeit und Ruhe und Abschied von der Fülle und der Leichtigkeit des Sommers. Mit der Herbstzeit beginnt die innere Einkehr, die Suche nach unserem inneren Licht (das an Weihnachten wiedergeboren wird). Wir kämpfen gegen die Schwere, die die Dunkelheit und Kälte mit sich bringt. Das Michaelsfest erinnert uns daran stark und mutig zu sein, unsere guten Kräfte zu wecken, uns unseren Aufgaben zu stellen und uns der Wahrheit verpflichtet zu fühlen.

michaelischwert1

Für die Kinder (besonders für meine Jungs) ist die Geschichte des Ritters Georg, der mutig mit seinem Schwert einen Drachen besiegt, natürlich sehr ansprechend. Wir lesen in dieser Woche meistens am Abend ein Märchen, eine Geschichte oder Sage rund um Ritter und /oder Drachen wie „Die Königstochter in der Flammenburg“ oder auch die „Siegfried“-Sage (ein wenig entschärft). Und manchmal erzählen sie sich selbst kleine Geschichten, die da dann von Jedi handeln (an Star Wars kommt anscheinend keiner vorbei), die gegen das Böse kämpfen. Aber auch mich, muss ich sagen, bestärken die Geschichten rund um Sankt Michael darin, mich gegen das zu stellen, was auf der Welt und um uns herum passiert. Lügen, Zerstörung, Gewalt und den unstillbaren Konsum.

Wenn es das Wetter (und der Terminkalender) zu lässt, gehen wir Drachen steigen lassen. Wir haben die Flugdrachen tatsächlich in Drachenform, so werden die Kinder im wahrsten Sinne des Wortes zu Drachenbändigern 😉 .

Drachensteigenlassen1

Unser Waffenarsenal, was Holzschwerter, Lanzen, Schilde und Bögen betrifft, ist nach den all den Jahren beträchtlich; dennoch macht es den Jungs immer noch Spaß neue Schwerter und Lanzen zu basteln, zu schnitzen und zu sägen. Und es ist so schön zu sehen, wie stolz sie sind, wenn sie dann ihr eigenes (oft noch recht krumm und schiefes) Schwert tragen. Auch eine kleine Mutprobe gehört zu Michaeli dazu. Mal ist es ein Sprung vom Baum auf Kissen und Laub, mal ein Kampf gegen den schwarzen Ritter (mein Mann).

Michaeli2

Das eigentliche „Fest“ ist das Abendessen, welches wir meistens am Samstag oder Sonntag um den 29. September herum gemeinsam zubereiten. Dafür backen wir ein Brot in Form eines Drachens (manchmal braucht man ein wenig Fantasie, um ihn zu erkennen), der mit Cashewkernen als Klauen und Mandel als Rückenschuppen bestückt wird. Dazu gibt es Drachenblutsuppe – eine einfache Tomatensuppe aus den letzten, aromatischenTomaten aus unseren Garten (oder gekauften Tomaten, wenn der Frost früher kam als gedacht). Schwierig ist es dann nur noch zu entscheiden oder zu losen, wer den (Brot-) Drachen dann als Erster anschneiden darf.

Michaeli

Feiert Ihr Michaeli? Und wenn ja, wie?

Ich wünsche Euch weiterhin wunderbare Herbsttage!

Liebe Grüße ♥

Leni


5 Dinge

Apfelernte5

5 Dinge, die mich gerade glücklich machen:

1.Äpfel. Der September steht bei uns im Zeichen des Apfels. Anfang des Monats hänge ich die Wimpelkette wieder auf, die meine Kinder mal vor Jahren mittels Apfeldruck verziert haben und stelle die gefilzten Äpfel auf den Jahreszeitentisch. Rot strahlen bereits die 7 Äpfel, die unsere letztes Jahr gepflanzten Jungbäume zusammen tragen – ganz wunderbar, aber bis wir tatsächlich mal (hoffentlich) körbeweise unsere eigenen Äpfel ernten können, pflücken wir wie jedes Jahr beim Bio-Bauern.

IMG_7410

Mit dem Traktor geht es auf die Plantage, mit der Schubkarre dann durch die Reihen der hohen Apfelbäume.

apfelernte

Apfelernte4

Apfelernte1

2. Stricken.

Den Sommer über habe ich die Stricknadeln ruhen lassen, doch mit dem Herbst und den tollen Inspirationen und Anleitungen vom Blog PetiteKnit (unbezahlte, unbeauftragte Werbung) mag ich gerade mein Strickzeug gar nicht aus der Hand geben. Ein Kinderpullover soll es werden. Zum Glück tragen meine Jungs gerne selbstgemachte Kleidung – einzige Einschränkung: sie darf nicht kratzen. Deshalb gehe ich bevorzugt in den Wollladen, der ein paar Dörfer weiter zu finden ist. Der hat zwar keine riesige Auswahl an Wolle, dafür aber sehr fachkundige Strickerinnen, die einem nicht nur bei der richtigen Wollauswahl, sondern auch bei den Strickanleitungen helfen (für mich super wichtig)  ;-).

Stricken

3. Kinder mit Kameras

Kaum zu glauben, aber vor zehn Jahren war die einzige Kamera, die ich mit auf Reisen nahm, noch eine Einweg-Kamera aus dem Drogeriemarkt. Dann folgte eine kleine (Achtung: Markennennung) Canon-Kamera, handlich für die Hosentasche und erst vor gut drei Jahren bekam ich zu Weihnachten (m)eine Spielgelreflexkamera geschenkt, mit der ich die meisten meiner Bilder mache. Aber auch  die Kameras am Telefon sind heute top, und da man das Smartphone ja auch schließlich ständig bei sich trägt, ist es soviel einfacher geworden Momente, Situationen und Dinge einzufangen. Das hat Vor- und Nachteile, wie wir alle wissen. Vor ein paar Tagen fiel mir dann aber meine alte Canon-Kamera wieder in die Hände, und ich gab sie (bestückt mit einer neuen Speicherkarte) meinen Kindern. Meine Kinder haben (noch?) kein Smartphone, weshalb sie fasziniert den Rest des Tages damit beschäftigt waren Fotos zu schießen und Filme zu drehen. Als ich abends die Bilder auf dem Laptop durchgesehen habe, war ich total überrascht. Gut, natürlich waren viele verwackelte, unscharfe Bodenfotos dabei, Füße, abgeschnittene Köpfe und Nasennahaufnahmen, aber auch richtig viele tolle Momentaufnahmen und witzige Kurzfilme aus einer ganz andere Perspektiven als meine üblichen Bilder. Und man kann die Freude und Begeisterung, die in jedem Bild steckt, förmlich sehen. Sehr inspirierend.

kindmitkamera

Walnusskorb

4. Schälnüsse

Wenn gerade erst die grüne, dicke Schale der Walnüsse aufgeplatzt ist, sind wir schon zur Stelle. Denn dann sind die Nüsse noch so frisch, dass sich die feine Haut, die sich um die Kerne befindet und später eintrocknet, noch abziehen lässt. Mit der noch frischen Haut schmecken die Nusskerne leicht bitter, hat man die Haut entfernt, entfaltet sich der volle Schälnussgeschmack. Einziger Nachteil: man bekommt unweigerlich gelb-braune Verfärbungen an den Händen („Du hast Nusshände!“, sagen meine Kinder dann).

walnuss

Aber wie bekommt man die Schälnüsse vom Baum? Ha, das ist der Teil, den meine Jungs am liebsten mögen. Entweder man schüttelt die Zweige und hofft, das meine keine Nuss auf den Kopf bekommt (ist das dann auch eine Kopfnuss?) oder man sucht sich einen dicken Stock und versucht damit die Nüsse heraus zu schlagen. So oder so macht es Spaß, wobei Jungs und Stöcke ja sowieso eine besondere Beziehung zu einander pflegen.

Nüsseundstöcke

nusseknacken

5. Neue Hühner

Über zwei Jahre haben wir nun unsere kleine Hühnertruppe und nun ist es passiert. Ein Huhn ist gestorben. Wir waren alle bestürzt, haben geweint, getrauert und das Huhn zu Grabe getragen. Woran unsere liebe Erika gestorben ist, wissen wir nicht. Sie lag einfach eines Morgens tot im Stall. Über den Tod unserer Henne bin ich natürlich nicht glücklich (schließlich wollte ich Euch ja von Dingen erzählen, die mich glücklich machen), aber Leid und Freud liegen oft auch nah beieinander. So sind wir immer noch ein wenig traurig, freuen uns aber sehr über zwei neue Hühner, die jetzt bei uns eingezogen sind: eine dicke, flauschige Sussex-Henne namens Prisilla und ein ganz junge, schwarze Araucaner-Henne namens Rosi (von ihr ein Bild zu machen ist schwierig, sie ist einfach zu schnell).

Prilla

Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende!

Liebe Grüße

Leni

 

Verlinkt mit ♥
12v12
Freitagslieblinge
Caros Grünzeug

Hallo September!

SAM_1849

Die Kälte am Morgen, der Tau im Garten, auf den Wiesen und den Feldern, die immer früher einsetzende Dämmerung, die ersten fallenden Blätter – alle Weichen sind auf Herbst gestellt. Nach den vielen herrlichen, warmen, leichten und unbeschwerten Tagen und Wochen fällt es schwer den Sommer gehen zu lassen, gleichzeitig freue ich mich auf die farbliche Pracht und kulinarische Fülle des Herbstes. Der September macht uns den Übergang zwischen Sommer und Herbst ein wenig leichter. Die Tage sind noch warm, das Licht so schön golden, der Garten steht in voller Pracht. Wie könnte man da den September nicht mögen?

IMG_7351

Wir freuen uns im September auf:

* unser Apfelfest. Die Wimpelkette mit dem Apfeldruck hängt bald wieder im Kinderzimmer, der Duft von Apfelkuchen im ganzen Haus. Unser Apfelbauer lädt zur Selbsternte ein, genau so wie die Streuobstwiese hinter unserem Haus. Und sogar die kleinen Bäumchen, die wir letztes Jahr erst in den Garten gepflanzt haben, tragen jetzt (zusammen 7) rotbäckige Früchte. Wir freuen uns auf Apfelmus, Apfelsaft, Apfelstrudel.
* den Weltkindertag am 20. September. Auf Instagram zeigen viele Menschen auf der ganzen Welt, wie sie diesen Tag mit ihren Kindern feiern. So inspirierend.
* Drachen steigen lassen. Jedes Jahr wieder spannend. Welcher Drache wohl dieses Jahr am höchsten steigt (und wer lässt seinen Drachen aus Versehen los)?
* die ersten Walnüsse oder auch Schälnüsse genannt (die mag ich so gerne).
* Pilze. Bisher war es viel zu trocken bei uns für Pilze. Aber vielleicht wird der September ein guter Pilzmonat?
* Weinfeste. Vielleicht wird es kein gutes Pilzjahr – aber ein gutes Weinjahr ist es jetzt schon! Im September wird das hier in der Gegend gebührend gefeiert.
* neues Bastelmaterial, wie Kastanien, Eicheln und Bucheckern. Was man Schönes aus den Herbstschätzen machen kann, könnt Ihr hier nachlesen.
* Pflaumen /Zwetschgen, Birnen, Weintrauben, Haselnüsse, Quitten, rote Beete, Kartoffeln, die letzten Tomaten und noch vieles mehr.
* die Herbst-Tag-und-Nacht-Gleiche. Jetzt packen wir die Kerzen wieder aus (und der Bienenwachsduft kehrt zurück).
* die ersten bunten Blätter. Die schönsten nehmen wir mit nach Hause und pressen sie oder überziehen sie mit Bienenwachs um sie zu konservieren.
* die Kartoffelnachlese bei den Bauern.
* Das Michaelsfest. Am 29. September feiern wir „Michaeli“, mit kleinen Mutproben und einem Brot in Schwert- (oder Drachen-) Form.
* Herbstblumensträuße mit Dahlien, Ringelblumen, Astern, Sonnenblumen, Lampionblumen, und Zinnien.

IMG_2248

IMG_9776

IMG_7470

Der Sommer verabschiedet sich mit einem Farben- und Früchtefest. Und auch wenn jetzt der Schulalltag unseren Rhythmus wieder bestimmt, versuchen wir so viel Raum und Zeit wie möglich frei zu halten, um es mit allen Sinnen zu genießen.

Ich wünsche Euch einen wunderbaren September!

 

Liebe Grüße

Leni

 

Verlinkt mit ♥
Caros Grünzeug

Johannisfest

Mittsommer2

Unser Wochenende stand im Zeichen der Sommersonnenwende. Der Jahreskreis ist nun zur Hälfte beschritten, die Sonne hat ihren höchsten Stand. Die längsten Tage und kürzesten Nächte im Jahr haben die Menschen schon vor Hunderten von Jahren zum Feiern angeregt. Mit dem 24. Juni legte die Kirche über die heidnischen Sommersonnenwendenfeste den Geburtstag des Täufers Johannes. Das Johannisfest liegt der „heiligen Nacht“, dem „Heiligabend“ am 24. Dezember, im Jahreskreislauf genau gegenüber.

Blumenkränze für die Kinder, Sonnenbrot, Lagerfeuer, Kräuterbuschen, Glühwürmschensuche und Johannisbeeren. Wir feiern jedes Jahr unser eigenes kleines Johannisfest und laden uns liebe Freunde dazu ein. Dieses Jahr mussten wir das Johanni-Feuer und die Glühwürmchensuche leider absagen, genauso wie das gemeinsame Essen im Garten (das Essen fand dann einfach im Haus statt) – der Regen machte uns einen Strich durch die Rechnung.

Johannisbeeren

Was aber auf jeden Fall blieb, war unsere traditionelle Johannisbeerenernte. Die schon dunkelroten, süßen Beeren, haben wir während einer Regenpause geerntet und zusammen verarbeitet.

Johannisbeerenpflücken

Fast 3 kg Johannisbeeren wanderten durch die Hände (und in die Münder) der Kinder. Den größten Teil kochten wir als Gelee ein. Mit dem süßen Duft dampfender Beeren in der Nase, erinnerten wir uns daran, wie viel Freude uns im Winter der Geschmack des Sommers in Form von Marmeladen und Gelees doch macht. Ach, wenn man doch den ganzen Sommer irgendwie konservieren könnte…

Johannisbeergelee

Der andere Teil der Johannisbeeren wanderte auf den Kuchen. Das Rezept dafür ist ganz einfach, die Kombination aus süßen Mandel und säuerlichen Beeren einfach mhhhh.

Johanisbeerkuchen

Für den Teig:
250gr Sahne
150 gr Zucker
1 EL (oder 1/2 Päckchen) Vanillezucker
300gr Mehl
4 Eier
1 Prise Salz
Zitronensaft
Alles verrühren, auf ein gefettetes Backblech streichen und bei 200 Grad Umluft 15 Minuten backen.
Für den Belag:
125 gr Butter
150 gr Zucker
1 El Vanillezucker (oder 1/2 Päckchen)
4 EL Milch
200 gr gehobelte Mandeln
200-300 gr Johannisbeeren
Belag auf den vorgebackenen Kuchenteig streichen, Johannisbeeren verteilen und abermals bei 200 Grad 10-15 Minuten im Ofen backen.

IMG_3573

Um die Sommersonnenwende herum ernten wir auch viele Kräuter aus dem Garten als Gewürzmittel, für  Teemischungen, Salben und Räucherbündel. In einem der nächsten Beiträge erzähle ich Euch mehr darüber :-).

Liebe Grüße

Leni

 

Wie andere Familien das Sommersonnenwen-Wochenende verbracht haben,
kann  man bei WiB nachlesen.

 


5 Dinge

Radieschen

5 Dinge, die mich gerade glücklich machen:

1.Die ersten Radieschen aus unserem Garten in diesem Jahr. Am schnellsten (und unglaublich platzsparend, da sie sich weniger in die Breite und mehr in die Höhe streckt) wächst tatsächlich die Sorte „French Breakfast“. Und sie schmeckt schön mild (gerade für Kinder).

IMG_2052

2. Geburtstage. Der Duft von Flieder aus dem Garten vermischt mit einer feinen Note Geburtstagskuchen- und Bienenwachskerzengeruch. So riechen bei uns die Geburtstage Ende April und Anfang Mai. Und immerhin dürfen wir gleich drei davon feiern! Wie liebe ich die strahlenden Augen der Geburtstagskinder am Morgen.

biene

2. Bienen. Unser Wildbienenhotel im Garten ist fast ausgebucht und auch die Honigbienen bestäuben hier fleissig unsere Obstbäume. Wie willkommen war da die Nachricht vom Wochenende, dass die EU drei bienenschädigende Neonicotinoide entgültig verboten hat. Ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.

IMG_1381

4. Kleine Bäume. Jedes Jahr im zeitigen Frühjahr stecken wir Apfel- und Zitronenkerne, Nüsse, Eicheln und Kastanien (also alle Schätze aus dem vergangenen Herbst) in die Erde und schauen mal was sich tut. Mal klappt es, mal nicht. Dieses Jahr haben wir nicht nur einen kleinen Apfelbaum (oben auf dem Bild) und eine Mini-Walnuss, sondern auch noch einen Pfirsichbäumchen, das (völlig wider erwartend) aus einem getrockneten Kern empor gestiegen ist. Jedes mal ein kleines Wunder.

Wiesenschaumkraut

5. Walpurgisnacht. Jetzt heißt es Abschied nehmen vom April, der uns so viele schöne Tage beschert hat. Aber bevor dem Mai die Bühne gehört, feiern wir noch den Übergang vom launischen in den wonnigen Monat. Am Abend gehen wir mit den Kindern spazieren und folgen den Spuren der Geister und Hexen und den Kleinigkeiten (Murmeln, Glitzersteinen und kleinen Süßigkeiten), die sie uns hinterlassen haben. Unser Weg führt dann weiter ins Dorf, wo das Mai-ansingen stattfinden und der Maibaum aufgestellt wird. Kleine Traditionen muss man pflegen 😉

 

Ich wünsche Euch einen guten Start in die neue Woche und einen schönen Maifeiertag!

Liebe Grüße

Leni

 

Verlinkt mit ♥
Wochenende in Bildern
Grünzeug

 


Unser Osterfest

IMG_8103

Wenn ich an Ostern denke, kommen mir als erstes Forsythien und Narzissen in den Sinn. Letztere standen noch vor ein paar Tagen in einer Vase auf dem Esstisch und verströmten einen dezenten Duft, der mich ganz unvermittelt an meine Kindheit erinnert. Daran wie ich als kleines Mädchen mit einem Osterkörbchen in der einen Hand und meiner Großmutter an der anderen Hand durch den Frühlingsgarten ging, auf der Suche nach Ostereiern. Das mag eine Erklärung dafür sein, warum ich das Osterfest so gerne mag, warum ich es mit meinen Kindern zelebriere – es erinnert mich an meine Kindheit. Aber nicht nur das. An Ostern feiern wir die Freude über das frische Grün, die bunten Blüten, das Vogelgezwitscher am Morgen und das Sonnenlicht, das Tag für Tag an Länge und Kraft gewinnt. Und: Ostern ist bei uns wunderbar ungezwungen. Ob mit Freunden oder der Familie.

IMG_1140 (2)

Die Vorfreude auf Ostern beginnt allerdings schon viel früher, mit den ersten Weidenkätzchen, den ersten Osterbüchern im Regal, dem Aussäen des Ostergrases und natürlich dem Eierfärben. Das ist Kindersache und gehört fest zur Ostertradition. Und da hier jedes Jahr aufs Neue so viele ausgepustete und bunt angemalte Eier produziert werden, wandert nach Ostern nur ein Ei pro Kind zurück in die Osterkiste. Und trotzdem ist unsere Sammlung schon beträchtlich: so viele mit Fingerfarbe angemalte, mit Serviettentechnik beklebte, mit Federn geschmückte und einfach Wasserfarben bekleckste Eier, die jedes Jahr den Osterstrauch schmücken.

Die hartgekochten Eier färben wir schon seit Jahren natürlich. Mit Rotkohl, roter Beete und Kurkuma. Noch natürlicher werden die grünen und schokobraunen Eier bei uns gefärbt – das erledigen unsere Hühner nämlich schon selber 😉

IMG_8099

In der Woche vor Ostern beginnt die Osterbäckerei. Aus Plätzchenteig stechen die Jungs österliche Motive aus und backen das Osterlamm. Während das Lamm unter strengster Beobachtung steht, und tatsächlich auch noch am Ostersonntag in einem Stück und ohne Knabberspuren auf dem Tisch steht, verschwinden die Osterkekse meist auf mysteriöser Weise vorher schon. Den Osterzopf hingegen backe ich erst am Ostermorgen, damit er ganz frisch und fluffig ist.

IMG_1217 (2)

Rund um die Osterzeit schauen wir immer gerne nach Tierkindern. Ein Nachbar von uns hält Ziegen, die im Frühling ihren Nachwuchs bekommen. Und auf den Wiesen hinter unserem Haus stehen öfters mal Schafe. Dieses Jahr hatten wir Glück und durften die Lämmchen bei ihren ersten Bocksprüngen bestaunen.

IMG_1240

Ihre Osternester gestalten die Kinder auch selbst. Mit Moos aus dem Garten, Weidenzweigen, Federn und anderen Naturfundstücken aus Wald und Wiese. Da hinein legt der „Osterhase“ dann seine Geschenke. Bei uns sind das an Ostern (lediglich) Süßigkeiten und etwas Selbstgemachtes (ein gestricktes Lamm o.ä.). Warum weniger zu Ostern mehr ist und was das Herz und die Seele von Kindern wirklich nährt, hat Sandras auf ihrem wunderbaren Blog zusammengefasst.

Die Eiersuche ist der Höhepunkt für die Kinder. Und manchmal ist der Osterhase so trickreich, dass er die Eier auch auf dem Baum versteckt. Was an Süßigkeiten gefunden wurde, darf selbstverständlich auch gegessen werden. An Ostern lassen wir Fünfe gerade sein.

IMG_1169

Was für mich Ostern auch so besonders macht, sind die kleinen Traditionen und Rituale, die sich nach und nach eingeschlichen haben oder die in unserer Familie schon lange einen Platz haben. Osterspiele zum Beispiel. Die lockern den Ostersonntags-Familien-Brunch mit den Großeltern, Tanten und Onkels, Cousins und Cousinen ungemein auf.

Da wäre einmal das Eier ditschen (oder dötschen oder dippen). Jeder bekommt ein hartgekochtes Ei und darf gegen einen anderen antreten. Dann werden die Eier an Spitze oder „Popo“ zusammen gehauen. Gewonnen hat derjenige, dessen Ei heil geblieben ist. Auch mit hartgekochten Eiern spielen wir Eier-Wett-Rollen (einen kleinen Hügel hinab) oder den Ei-Lauf (mit dem Ei auf einem Löffel). Und ganz ohne Ei das Eier-werfen. Hier kommen Tischtennisbälle zum Einsatz, die im Eierkarton landen müssen.

Am Abend treffen wir uns mit Freunden zum Osterfeuer. Jeder bringt etwas zu essen und zu trinken mit und die Kinder spielen einfach drumherum, bis sie müde sind und sich in Decken oder die Jacken der Eltern einkuscheln.

Am Ostermontag geht es zum Familiengottesdienst in die Kirche (der fängt zum Glück nicht ganz so früh an). Am Nachmittag machen wir einen Osterspaziergang mit Picknick (wenn das Wetter es zu lässt). Ganz unkompliziert und am liebsten an den Rheinstrand, mit einem Kuchen oder einer Quiche, etwas selbstgemachte Limo und einer Decke.

IMG_8359

Und wenn das Wetter nicht mitspielt? Der Osterhase hat auch schon einmal die Eier im Haus versteckt, das Osterfeuer am Abend haben wir in ein Sonnenaufgang-bewundern am Morgen umgewandelt und das Osterpicknick fand kurzerhand im Wohnzimmer statt. Denn das allerwichtigste an Ostern ist doch nur, dass wir alle zusammen sind.

IMG_1276

Verratet Ihr mir Eure Lieblingstradtion zu Ostern?

Ich wünsche Euch ein wunderbares, frohes Osterfest ♥

Liebe Grüße

Leni


Zwei schöne Bastelideen für Kinder zum Schneeglöckchenfest

IMG_0697IMG_0683

Im „Jahreszeitenbuch“ von Christiane Kutik gibt es eine Geschichte über ein Schneeglöckchen. Dieses war so neugierig und konnte es kaum erwarten endlich auszutreiben und seine Blumenfreunde wieder zutreffen. Als es sich aber nun durch eine Schneelücke nach oben hin aufmachte, musste es traurigerweise feststellen, dass es alleine dort über der Erde war. Da kam dem Schneeglöckchen der Wind zu Hilfe und ließ es erklingen. Und durch das Läuten des Schneeglöckchens wurden auch die anderen Blumen aufgeweckt.

Diese Geschichte ist, vor einigen Jahren schon, meinen Kindern im Gedächtnis geblieben und hat sie dazu angeregt, selber mit Glöckchen um den Hals im Garten die Blumen zu wecken, wenn sie sahen, dass die Schneeglöckchen anfingen zu blühen. Irgendwann bastelte ich ihnen aus Filz kleine Blütenketten mit einem Glöckchen im Innern und wir fingen an, das Aufblühen der Schneeglöckchen (meistens Anfang Februar), das Zeichen zum Beginn des Vorfrühlings, der Erneuerung der Natur, so auf unsere Art zu feiern und in das Lichtmess-Fest zu integrieren.

Und bei diesem Fest darf das Schneeglöckchen als Schmuck für unser Zuhause natürlich nicht fehlen. Daher begegnet es uns im Haus als von den Kindern gebastelte Figur auf dem Jahreszeitentisch, als gefilzte Blüte, gemalt und an der Wand – in Holzringen.

Für die Schneeglöckchen an der Wand braucht Ihr:

  • Gardinenringe aus Holz (gibt es im Baumarkt in verschiedenen Größen oder auch hier *)
  • Wolle + Häkelnadel
  • Draht + Floristenkreppband in grün
  • Filz in weiß und (dunkel-) grün
  • Bastelkleber, Schere

IMG_0685

Die Gardinenringe werden umhäkelt. Das geht wirklich ganz einfach – auch wenn man vorher noch nie eine Häkelnadel in der Hand hatte 😉

Zuerst macht man einen einfachen Knoten. Unter den Knoten durch schiebt man die Häkelnadel und holt sich den Faden (und hat somit eine Masche auf der Nadel). Den faden führt man jetzt durch den Ring und holt ihn durch die Masche (im Prinzip eine Luftmasche). Dann zieht man den Faden wieder durch den Ring auf die andere Seite und wiederholt das ganze. Entweder man umhäkelt so den ganzen Ring oder nur ein Stück. Übrigens: mit Moos statt Wolle, würde es bestimmt auch schön aussehen!

IMG_0663

Der Draht wird auf die richtige Länge geschnitten und dann mit dem Floristenkrepp umwickelt. Ein Stück Draht sind die Stiele für 2 Schneeglöckchen. Den Draht einfach biegen und durch die Wolle am Ring ziehen. Aus dem weißen Filz schneidet man die Blüte, die mit dem grünen Filz oben geschlossen wird und an den umwickelten Draht geklebt wird. Zuletzt fügt man noch die Blätter dazu -fertig!

IMG_0676

Für die Schneeglöckchenfiguren benötigt man:

  • eine Holzspielfigur (z.B. von Rayher oder auch hier *)
  • Filz in weiß und grün
  • Draht und Floristenkrepp
  • Bastelkleber, Schere

IMG_0657

Aus weißem Filz werden für die Figur das Kleid und die Blüten (2x) ausgeschnitten, aus dem grünen Filz das Mäntelchen und das Käppchen, so wie die Blüten, Kappe und Blätter für den Blumenstab. Die Blüten werden versetzt auf den Kopf geklebt, dann kommt das Käpplein darauf (man schneidet einen Kreis aus und dreht das ganze zu einem Hütchen).

IMG_2848

Wenn irgendetwas an den Anleitungen noch unverständlich ist – bitte einfach Fragen 🙂

Ich wünsche Euch einen schönen Dienstag!

Liebe Grüße

Leni

 

*der Link ist ein Amazon Partnerlink. Das bedeutet, dass Dich das Produkt, wenn Du es über den Link bestellst, nicht mehr kostet als ohne Bestellung über den Link. Ich bekomme lediglich ein paar Cent Provision. Wenn eine bestimmte Summe erreicht ist, bestelle ich von der Provision ein Buch, das ich wiederum hier auf dem Blog verlose (wie z.B. jetzt bald im Februar). Ich danke Dir ♥

 

Verlinkt mit ♥
Creadienstag
HoT
Dienstagdinge
Caros Grünzeug
Kampf den Februarblues

Frohe Weihnachten!

IMG_5378

Wir bringen noch schnell die letzten kleinen Aufmerksamkeiten den Nachbarn hinüber (selbstgerollte Bienenkerzen und Plätzchen), hängen die letzten Kugeln an den Weihnachtsbaum (der dieses Jahr von unserem Eifelgrundstück kommt) und lauschen der weihnachtlichen Musik. Und obwohl sich das jetzt so entspannt anhört – die Anspannung und Aufregung ist den Kindern anzumerken. Es ist nichts geringeres als die Vorfreude, die hier alle packt.

Eine kleine Weihnachtstradition bei uns ist es, den Tieren im Garten auch ein kleine Freude zubereiten, mit Äpfeln und Samen, Nüssen und Rosinen. Unsere kleine „Gartenweihnacht“ sozusagen.

Der Duft von Plätzchen und Orangen, kleine Hände die fleissig Sterne und Engel basteln, die schönen Weihnachts- und Winterbücher, die wir hier jeden Tag lesen – all diese Sinnensfreuden begleitet uns schon die ganze Adventszeit und finden nun in Weihnachten ihren Höhepunkt.

Ich wünsche Euch ein entspanntes, sinnliches, freudenreiches und wunderbares Weihnachtsfest im Kreise Eurer Lieben. Meine Gedanken und Gebete sind aber vor allen bei denen, die nicht so viel Glück haben. Ich wünsche Euch, dass Euch das Licht der Weihnacht erreicht und Euch Hoffnung und Liebe bringt.

********** Frohe Weihnachten! **********

Eure

Leni ♥

 


Der Adventswichtel und andere Vorbereitungen

IMG_0024

Der Advent naht mit großen Schritten (schon wieder so plötzlich, oder nicht?) – am Freitag ist bereits der erste Dezembertag. Zeit um den Adventskalender zu befüllen (aber noch nicht aufzuhängen; 2jährige sind einfach viel zu neugierig). Dieses  Jahr gibt es wieder eine Mischung aus Süßem und „Aktions“-Gutscheinen (also zum Beispiel Eislaufen gehen, Plätzchen backen, einen Weihnachtsmarkt besuchen, etc.) und zwei neuen Büchern (die sind auch bald in der neuen Bücherliste rechts dabei). Und: dieses Jahr haben wir einen Adventswichtel zu Besuch. Inspiriert durch die amerikanische, naja, Tradition, dem „Elf on the shelf“ zieht dieses Jahr ein Wichtel am ersten Dezember in unser Haus. Dieser Wichtel (der oben auf dem Bild zusehen ist und eher eine Waldorf-Ausgabe des Original-Wichtel ist) führt aber keine Liste darüber, wer nett ist oder immer sein Zimmer aufräumt und berichtet das dann dem Christkind, sondern begleitet uns einfach den Advent hindurch mit kleinen Rätseln und Aufgaben (zum Beispiel für die Nachbarn Plätzchen backen, jemandem ein Kompliment machen, etwas spenden, usw.). Und weil Wichtel von Natur aus gerne Schabernack machen, taucht unser Wichtel jeden Morgen woanders auf und verknotet mal die Schnürsenkel oder versteckt ein Adventskalendersäckchen. Die Jungs freuen sich schon sehr auf seine Ankunft und dürfen ihm dann auch einen Namen geben.

 

Durch die windigen Tagen vor dem Wochenende kamen viele Tannenzweige (und Bäume) runter – ein Spaziergang im Wald brachte uns somit den ersten adventlichen Schmuck (und Duft) ins Haus.

 

Und drei Dinge, die unweigerlich für uns zur Winter und Weihnachtszeit gehören, haben an diesem Wochenende auch schon Einzug gehalten: Zimtschnecken (das Rezept gibt es hier), das Waldschattenspiel (meine Jungs lieben es) und bunte Fenstersterne.

IMG_0031

Der kleine Wichtel darf sich bis Freitag noch in meinem Kleiderschrank ausruhen, dann ist sie wieder da. Die schöne Adventszeit.

 

Ich wünsche Euch einen guten Start in die Woche!

 

Liebe Grüße

Leni

 

Verlinkt mit ♥
Wochenende in Bildern
Montagsfreuden

Sankt Martin (mit Weckmannrezept)

IMG_9896

Wir feiern diese Woche Sankt Martin, mit all seinen Traditionen und Ritualen. Die übrigens hier im Rheinland doch ein wenig anders sind als im übrigen Teil der Republik. Nirgendwo sonst findet man Martinsvereine und Komitees, die die Martinszüge mit Fackeln und Laternen und einem Sankt Martin auf dem Pferd in jedem Stadtteil und jedem Dorf organisieren (im Rheinland nehmen wir Traditionen sehr ernst ;-)). Sogar eigene, kölsche Martinslieder haben wir hier. Der Martinszug endet schließlich an einem großen Feuer, an dem die „Mantelteilung“ nachgespielt wird. Dann gibt es für alle Kinder Weckmänner. Später ziehen die Kinder noch mit ihren Laternen von Haus zu Haus und singen Martinslieder gegen Süßigkeiten (das „Schnörzen“ oder „Gribschen“).

Ich kann mich noch erinnern, als ich mit meinem dritten Kind in der Rückbildungsgymnastik war (das erste Mal überhaupt, ähem) . Es war Anfang November und alle Frauen bastelten im Kurs Martinslaternen (anstatt Übungen zumachen). Unsere Kinder waren gerade mal sechs Monate alt und all diese frisch gebackenen Mütter wollten unbedingt Laternen basteln, um mit ihren Kindern mit auf den Zug zugehen. Mittlerweile ist es mein 7. Zugjahr, und weitere 7 werden noch folgen (ab der weiterführenden Schule gehen die Kinder eigentlich nicht mehr mit). Wir haben Züge erlebt, an denen es plötzlich zu regnen anfing und alle Eltern ihre mitgebrachten Plastiktüten auspackten und um die Laterne banden – nur wir nicht. Ich hatte nicht an eine Plastiktüte gedacht (geschweige denn das wir durchsichtige Tüten hätten) und unsere Laterne war innerhalb von Minuten ein matschiger Papphaufen (mit weinendem Kind daneben). Oder einen Zug ohne Kapelle (es war wie ein Totenmarsch). Und einen  Zug mit betrunkenen Sankt Martin. Aber ach, Martinszüge sind einfach irgendwie heimelig und erinnern mich an meine Kindheit.

IMG_1114 (2)

Was auch auf keinen Fall fehlen darf: Weckmänner! Man kann sie schon ab Mitte Oktober in jeder Bäckerei kaufen oder aber selbst backen (auch wenn ich zugeben muss, dass die Bäckereiweckmänner bei einem Schönheitswettbewerb besser abschneiden würden).

 

Für die Weckmänner nehme ich ein Hefeteig. Das Grundrezept ergibt so in etwa 5 große Weckmänner (oder 7 kleine). Man braucht:

  • 500 gr Mehl
  • 1 Würfel frische Hefe
  • 80 gr Zucker
  • 300 ml warme Milch
  • 100 weiche Butter
  • 2 Eier
  • Prise Salz
  • abgeriebene Zitrone
  • 1 EL Vanillezucker
  • Eigelb oder geschmolzene Butter zum Bestreichen

So geht´s:

Den Würfel Hefe in die warme Milch bröckeln. Mehl und Zucker in einer Schüssel geben und eine Mulde drücken. Hefe und Milch in die Mulde geben und ein paar Minuten stehen lassen. Dann die Eier, Butter und die Prise Salz dazu geben und verkneten. Abgedeckt 30 Minuten gehen lassen, bis sich der Teig verdoppelt hat. Und dann kann es losgehen. Wir haben eine kleinen Männchen-Ausstecher, man kann die Männchen aber auch freihändig gestalten. Traditionell bekommen sie noch Rosinenaugen (und Knöpfe) und natürlich die Tonpfeife. Bevor sie bei ca. 180 Grad Umluft (vorgeheizt) in den Ofen kommen, kann man sie noch mit Butter oder Eigelb einpinseln (dann werden sie schön braun).

 

IMG_1111 (2)

Feiert Ihr Sankt Martin? Und wen ja, wie?

Ich wünsche Euch einen schönen Dienstag und eine schöne Martinswoche!

 

Liebe Grüße

Leni

 

Verlinkt mit ♥
Le monde de Kitchi