Im Garten Anfang Juli

bunteKartoffeln

Herzliche Grüße aus dem Garten! Das Wochenende haben wir größtenteils dort verbracht. So viel was wir im April und Mai in die Erde gebracht haben, belohnt uns jetzt mit reichlicher Ernte (und das obwohl der Juni so trocken war) und will entweder sofort gegessen oder eingelagert, eingekocht und eingelegt werden.

einlegen

Während die Jungs draußen damit beschäftigt waren die Beete (und sich selber) ordentlich zu wässern, habe ich einen Teil der Gartenschätze in die Gläser gebracht. Für die Einlegegurken, die bunten Beete und vieles andere mehr (z.B. Bohnen, Zwiebeln, Blumenkohl) habe ich ein ganz einfaches (Mixed-Pickles-) Rezept:

1 l Wasser, 1/2 l Essig, 4 EL Zucker, 2 EL Salz und Gewürze (z.B. Senfkörner, Dillblüten, Pfeffer, Nelken) nach Geschmack. Den Essigsud aufkochen, Gläser sterilisieren, Gemüse und Gewürze in die Gläser schichten, Sud heiß darüber geben, Deckel draufdrehen und die Gläser stürzen.

einlegegurken1

Ich liebe den Anblick des sich füllenden Vorratsregals. Auch wenn es für uns heute vielleicht keine so große Bedeutung mehr hat Vorräte für den Winter anzulegen, da uns zu jeder Zeit Lebensmittel zur Verfügung stehen, so löst dieses halbvolle Vorratsregal in mir doch ein Gefühl der Zufriedenheit und der Sicherheit aus. Vielleicht steckt in uns doch noch viel von unseren Vorfahren (oder vielleicht ein animalischer Eichhörnchen Instinkt?).

gurkensalat

Alles, was bereits an Einlegegurken zu groß geworden war (unter den Gurkenblättern verstecken sich die Früchte nur zu gerne) und nicht mehr in Gläser passte, habe ich zu einem Gurkensalat verarbeitet. Mit Joghurt, Dill und Borretsch – so herrlich erfrischend.

tomatenhand

Was nun (sehr zur Freude der Kinder) auch endlich reif geworden ist, sind die Tomaten. Vor einer Woche dachte ich noch, sie werden nie reif. So lange hingen sie grün (oder dunkel lila) an den Pflanzen. Doch dann schimmerte plötzlich bei den ersten Früchten die Farbe durch und es ging ruppdiwupp.

Selten schafft es übrigens eine von den kleinen Tomaten in die Küche – gerade die Wildtomaten und die Kirschtomaten sind so süß und aromatisch, dass sie von der Hand direkt in den Mund wandern. Und das muss auch so sein, finde ich. Tomatensoße und Sugo lassen sich eh viel besser aus den dicken Strauch- und Fleischtomaten herstellen.

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Bei Erbsen kann man den richtigen Zeitpunkt für die Ernte sehr leicht erkennen (die Erbsen zeichnen sich unter Schote dann ein wenig ab). Den richtigen Zeitpunkt um (Früh-)Kartoffeln zu ernten, kann ich mir nie merken. Muss das Kraut gelb sein? Oder reicht es, wenn die Blüten verwelkt sind? Oder muss die Pflanze noch blühen? So kommt es, dass wir jedes Jahr spätestens Anfang Juli anfangen ein paar Kartoffeln auszugraben, um nach zu schauen, ob sie schon groß genug sind (Geduld ist nicht so unsere Stärke). Sind die Jungs dann einmal in Goldgräberstimmung gekommen, ist es immer schwer sie zu bremsen. So auch dieses Wochenende. Ist es doch fast wie Magie, dass an der Stelle, an der wir die eine Kartoffel im Frühjahr vergraben haben, im Juli plötzlich 5 oder 8 Kartoffeln liegen, und darauf warten wie ein Schatz aus der Erde gehoben zu werden.

Kartoffelernte

So viel mehr könnte ich Euch noch aus dem Garten erzählen und zeigen. An jeder Stelle poppt gerade irgendetwas auf oder hoch. Blumen, Bohnen, Zucchini. Oder ist von heute auf morgen verschwunden. So wie mein Knoblauch. Dort wo er gestanden hat, sind jetzt nur noch Löcher (ich habe sehr stark Familie Wühlmaus in Verdacht). Die Jungs werden sich sicher auf die Lauer legen…

Wie sieht es bei Euch gerade im Garten aus? Ich würde mich sehr über Eure Berichte und Geschichten freuen. Oder habt Ihr einen Blog? Dann hinterlasst doch einfach einen Link in den Kommentaren, so dass wir alle vorbei schauen können :-)!

 

Liebe Grüße

Leni

 

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Sonntagsglück
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Kräuterzeit

Kräuterbündel

Auf der einen Seite genießen wir die Fülle des Sommers, die bunten Blumen, das reichliche Angebot an Obst und Gemüse, die vielen verschiedenen Kräuter, auf der anderen Seite müssen wir jetzt schon ein wenig an den Winter denken. Das erinnert mich an die Maus Frederick von Leo Lionni (muss ich das jetzt als Werbung kennzeichnen? – also gut: Werbung, unbezahlt), die, während alle anderen Mäuse Essen für den Winter horten, Farben und Erinnerungen sammelt. Vielleicht ist gut, sich einen Vorrat von beidem anzulegen. Und vor allem auch an Kräutern.

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Überall bei uns verteilt hängen und trocknen gerade Kräuter. Für meinen Gewürzschrank – z.B. Liebstöckl (für Wintersuppen), Rosmarin, Bohnenkraut, Thymian, Oregano (Pizza), Minze und Salbei, Estragon im Essig.  Für meine Teemischungen – z.B. Ringelblumen, Malven, Kornblumen, Beerenblätter, Zitronenverbene, Minze, Fenchel, Frauenmantel.

Da es gerade jetzt im Sommer so viele Kräuter sind, die ich konservieren möchte, habe ich mir aus Stöcken (wenn wir eins durch die Jungs immer im Garten haben, dann sind das Stöcke) und Haken zum Eindrehen mehr Platz zum Trocken von Kräutern geschaffen.

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Für Ölauszüge, Salben und Tinkturen – z.B. Johanniskraut, Ringelblumen, Spitzwegerich.

Räuchersticks1

Und für Räucherbündel. Das mache ich allerdings zum allerersten Mal. Aus dem Garten und von der Wiese hinter unserem Haus habe ich mir eine Königskerze, Beifuß, Rosmarin und Salbei besorgt und mit Naturfaserschnur zu länglichen Bündeln zusammengeschnürt (mit ein wenig Übung sehen sie vielleicht bald noch besser aus).

Räuchersticks

Nun trocknen die Bündel hängend, werden danach bis zum Winter aufgehoben und dann zur Reinigung zwischen den Jahren oder zum Jahresanfang geräuchert. Ich bin gespannt!

Kräuterstrauß

Wenn man einmal in die Welt der Kräuter, ihre Heilwirkungen und ihren Geschmack eingetaucht ist, kommt man aus dem Staunen (und dem Sammeln) kaum wieder heraus. Zumindest geht mir das  so. Denn nicht nur unsere Gemüsebeete werden jedes Jahr größer, auch die Kräuter bekommen jedes Jahr mehr Platz.

Ich wünsche Euch ein traumhaftes Sommerwochenende!

Liebe Grüße

Leni

 

 

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Johannisfest

Mittsommer2

Unser Wochenende stand im Zeichen der Sommersonnenwende. Der Jahreskreis ist nun zur Hälfte beschritten, die Sonne hat ihren höchsten Stand. Die längsten Tage und kürzesten Nächte im Jahr haben die Menschen schon vor Hunderten von Jahren zum Feiern angeregt. Mit dem 24. Juni legte die Kirche über die heidnischen Sommersonnenwendenfeste den Geburtstag des Täufers Johannes. Das Johannisfest liegt der „heiligen Nacht“, dem „Heiligabend“ am 24. Dezember, im Jahreskreislauf genau gegenüber.

Blumenkränze für die Kinder, Sonnenbrot, Lagerfeuer, Kräuterbuschen, Glühwürmschensuche und Johannisbeeren. Wir feiern jedes Jahr unser eigenes kleines Johannisfest und laden uns liebe Freunde dazu ein. Dieses Jahr mussten wir das Johanni-Feuer und die Glühwürmchensuche leider absagen, genauso wie das gemeinsame Essen im Garten (das Essen fand dann einfach im Haus statt) – der Regen machte uns einen Strich durch die Rechnung.

Johannisbeeren

Was aber auf jeden Fall blieb, war unsere traditionelle Johannisbeerenernte. Die schon dunkelroten, süßen Beeren, haben wir während einer Regenpause geerntet und zusammen verarbeitet.

Johannisbeerenpflücken

Fast 3 kg Johannisbeeren wanderten durch die Hände (und in die Münder) der Kinder. Den größten Teil kochten wir als Gelee ein. Mit dem süßen Duft dampfender Beeren in der Nase, erinnerten wir uns daran, wie viel Freude uns im Winter der Geschmack des Sommers in Form von Marmeladen und Gelees doch macht. Ach, wenn man doch den ganzen Sommer irgendwie konservieren könnte…

Johannisbeergelee

Der andere Teil der Johannisbeeren wanderte auf den Kuchen. Das Rezept dafür ist ganz einfach, die Kombination aus süßen Mandel und säuerlichen Beeren einfach mhhhh.

Johanisbeerkuchen

Für den Teig:
250gr Sahne
150 gr Zucker
1 EL (oder 1/2 Päckchen) Vanillezucker
300gr Mehl
4 Eier
1 Prise Salz
Zitronensaft
Alles verrühren, auf ein gefettetes Backblech streichen und bei 200 Grad Umluft 15 Minuten backen.
Für den Belag:
125 gr Butter
150 gr Zucker
1 El Vanillezucker (oder 1/2 Päckchen)
4 EL Milch
200 gr gehobelte Mandeln
200-300 gr Johannisbeeren
Belag auf den vorgebackenen Kuchenteig streichen, Johannisbeeren verteilen und abermals bei 200 Grad 10-15 Minuten im Ofen backen.

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Um die Sommersonnenwende herum ernten wir auch viele Kräuter aus dem Garten als Gewürzmittel, für  Teemischungen, Salben und Räucherbündel. In einem der nächsten Beiträge erzähle ich Euch mehr darüber :-).

Liebe Grüße

Leni

 

Wie andere Familien das Sommersonnenwen-Wochenende verbracht haben,
kann  man bei WiB nachlesen.

 


Mhh, Radieschenschoten! Plus zwei leckere Varianten sie zu essen.

Rattenschwanzradieschen

Wir haben im Frühjahr wirklich viele Radieschen in diesem Jahr geerntet. Milde, scharfe, weiße, senfgelbe, violette, rosa-weiße, dicke runde und längliche. Auch bei den Radieschen findet man eine große Vielfalt, wenn man danach sucht (und gerne Radieschen isst ;-). Als aber der Mai mit seinen wunderschönen und heißen Tagen ins Land zog, konzentrierten sich die Radieschen nicht mehr auf die Knollenbildung, sondern fingen an Blütenstengel gen Himmel zu schieben. Damit ist das Radieschen an sich futsch, schließlich befindet sich in der Erde jetzt keine saftige Knolle, sondern nur eine holzige Wurzel. Aber: es gibt drei Gründe die Radieschenpflanze jetzt trotzdem im Beet stehen zu lassen.

1. Die schönen weißen und rosa farbenden Radieschenblüten sind überaus beliebt bei Bienen, Schmetterlingen und anderen Insekten.

2. Lässt man die Pflanze sich versamen, hat man direkt Saatgut für das nächste Jahr.

3. Radieschenschoten sind super lecker! Sobald die Blüten verblüht sind, wachsen an deren Stelle grüne Schoten. Diese sind erst lang und dünn, bevor sie später knubbelig werden. Und genau dann, wenn sie nicht mehr ganz dünn, aber auch noch nicht knubbelig und gelb sind, dann schmecken sie richtig knackig. Wonach? Na, nach Radieschen!

Wir verwenden sie einmal roh im Salat, zum Snacken für zwischendurch oder kurz angedünstet. Und das sind meine zwei Lieblingsrezepte mit Radieschenschoten:

Bulgursalat mit Radieschenschoten

Bulgursalat

Den Bulgur nach Packungsanweisung zu bereiten, den Spargel blanchieren, das übrige Gemüse klein schneiden. Für das Dressing 3 EL Öl (ich nehme gerne Raps-, oder Olivenöl) mit 2 EL Weißweinessig, 1 TL Senf, Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker verrühren und abschmecken. Ich nehme den Salat gerne im Glas mit zum Picknicken oder gebe ihn meinen Mann mit für die Mittagspause. Dafür fülle ich unten das Dressing rein und schichte dann angefangen mit dem Bulgur die Zutaten in das Glas. Kurz vorm Verzehr einfach das Glas schütteln und den Salat dadurch vermischen.

SalatimGlas

Reispfanne mit Radieschenschoten

Reispfannezutaten

Den Reis nach Packungsangabe zubereiten. Alle anderen Zutaten in einer Pfanne mit Olivenöl und ein wenig Wasser andünsten. Mit dem garen Reis die Pfanne auffüllen und mit Salz, Pfeffer und (wer mag) ein wenig Soja-Sauce abschmecken.

Reispfanne1

Beide Gerichte sind vegan und genauso wie sie sind super lecker. Zum Bulgursalat passen aber auch prima ein paar Fetawürfel und in die Reispfanne gebe ich gerne noch ein Ei dazu (wenn wir gerade eins da haben ;-)).

Radieschenblüten

Also: nicht mehr ärgern über im Beet vergessene oder plötzlich geschossene Radieschen, sondern sich einfach Radieschenschoten knabbern 🙂

 

Liebe Grüße

Leni

 

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Im Garten Ende Mai

hochbeetgießen

Nachdem wir hier die Pfingstferien sehr genossen haben, viele Ausflüge und Touren gemacht haben und irgendwie ständig beschäftigt waren, komme ich erst heute dazu, Euch mal wieder etwas aus unserem Garten zu berichten. Getan hat sich in den letzten Wochen hier sehr viel – aber schaut selbst!

Kirschen

Den Kirschbaum haben wir vor 9 Jahren gepflanzt, und dieses Jahr trägt er das erste Mal üppigst Früchte (die Jahre davor waren es gerade mal 3 Kirschen). Reif sind sie noch nicht, auch wenn sie jetzt schon sehr appetitlich aussehen. Ob sie in drei bis vier Wochen (dann, wenn sie hoffentlich köstlich schmecken) auch noch am Baum hängen, ist mehr als fraglich. Nicht nur die Vögel lauern schon, auch meine Jungs stibitzen immer wieder welche voller Ungeduld.

Kartoffelacker

Dem Kartoffelkraut kann man beim Wachsen förmlich zu schauen. Genauso wie den Bohnen, von denen wir heute erst die letzten Pflanzen in die Erde gebracht haben. Ich ziehe sie übrigens immer vor, um ihnen einen Vorsprung zu verschaffen und sie so vor den Vögeln und den Schnecken zu schützen und häufele sie beim Einpflanzen ein wenig an, damit sie ihren Weg nach oben zur Rankhilfe direkt finden. Und anhäufeln muss man wiederum auch wieder die Kartoffeln, sobald das Kraut sich mehr als ca. 10 cm zeigt, um die Knollenbildung (hallo leckere Früh-Kartoffel!) zu fördern.

bohnen

Nach den Radieschen und den Salaten, sind jetzt auch die Kohlrabi fällig. Wir ernten jetzt schon täglich ein bis zwei Exemplare, auch wenn sie noch recht klein sind, weil wir den Platz für die Nachsaat von Salaten und roter Beete brauchen. Begeistert bin ich jedes Jahr aufs Neue von der Farbe der violetten Sorten. So schön! Und fast Ton in Ton mit den Blüten des Rhododendron, der jetzt alles gibt und den Hummeln und Bienen ein Festbankett bietet.

Kohlrabi

Ja, alles wächst und blüht gerade im Garten, summt und brummt und lädt dazu ein zu zugucken und zu staunen, zu verweilen und einfach zu genießen. Den Duft der Pfingstrosen zum Beispiel. Oder den Fenchel, frisch aus dem Beet. Den genießen allerdings nicht nur wir, sondern auch die Wühlmäuse. Aber, ach, leben und leben lassen.

imgras

Und weil der Mai sich gerade sehr sommerlich gibt, machen wir das, was ich so sehr am Sommer liebe: so lange und so viel draußen sein, wie es nur geht. Sonnenstrahlen im Gesicht, laue Luft auf der Haut und mit Freunden unter freiem Himmel zusammen essen. Liebe Mai (und auch Juni), mach bitte so weiter!

Terrassenparty

Ich wünsche Euch einen schönen Sonntagabend und einen guten Start in die neue Woche!

Liebe Grüße

Leni

 

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Gänseblümchensalbe

Gänseblümchensalbe

Wenn 15 Gänseblümchen unter einem Fuß passen ist es Frühling – und die beste Zeit  Gänseblümchensalbe herzustellen! Was nach einem Balsam für süße, niedliche und sanfte Kinder anhört, ist in Wirklichkeit etwas für die ganz Wilden: Gänseblümchen stehen in Sachen Heilwirkung gegen Stöße, Prellungen und Blutergüsse der Arnkia (wer kennt sie nicht, die Arnika-Globuli?) in nichts nach und bilden somit eine gute Grundlage für eine Salbe gegen blaue Flecken. Während die Arnika-Pflanze jedoch bei uns in Deutschland (und auch in einigen anderen Ländern) auf der roten Liste der bedrohten Pflanzenarten steht, wächst das Gänseblümchen ganz ungeniert auf (fast) jedem Rasen.

Gänseblümchen

Was man braucht:

  • 2 – 3 Hände voll Gänseblümchen
  • 100 ml gutes Olivenöl
  • 15 gr Bienenwachs
  • 3 gr Lanolin (Wollwachs)
  • wenn man möchte, noch ein paar Tropfen eines ätherischen Öls (Lavendel, Orange, oä.)

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Wie man es macht:

Zuerst stellt man einen Ölauszug her. Das kann man auf zwei Wegen machen:

Für den kalten Ölauszug:

Die Gänseblümchenköpfe ein paar Tage trocknen lassen und dann in ein Glas legen und mit gutem Olivenöl auffüllen, bis alles bedeckt ist.  Auf der Fensterbank dann die Gläser für ca. 4 Wochen stehen lassen (täglich schütteln). Der kalte Auszug ist schonender, aber auch zeitaufwendig und birgt die Gefahr, dass die Pflanzenteile anfangen zu schimmeln.

Für den warmen Ölauszug:

Die Gänseblümchenköpfe liegen lassen, bis alle möglicherweise mit eingesammelten Tierchen fliehen konnten. Dann die Gänseblümchen in ein Glas füllen und mit Öl übergießen. Das Glas in ein heißes Wasserbad für 60 – 90 Minuten (bei 40 – 80 Gard) stellen. Danach noch einmal 2-3 Tage verschlossen nachziehen lassen.

Das Öl, nach dem Kalt-, oder Warmauszug,  wird dann durch ein Baumwolltuch (z.B. ein Moltontuch) abgeseiht. Das bedeutet, man trennt jetzt gründlich die Pflanzenteile von dem Öl. Anschließend wiegt man das Öl und das Bienenwachs ab. Auf 100 ml Öl kommen ca. 15 gr (reiner) Bienenwachs. Öl und Bienenwachs werden dann im Wasserbad erwärmt, bis der Wachs flüssig geworden ist. Ich füge gerne noch etwas (ca. 3 Gramm) Wollwachs hinzu, der die Salbe etwas geschmeidiger macht. Allerdings verkürzt er auch die Haltbarkeit der Salbe. Unter Rühren lässt man das Gemisch wieder abkühlen und kann ganz zuletzt ein paar Tropfen von einem ätherischen Öl hinzufügen, bevor man es in Tiegel abfüllt und aushärten lässt. Die Tiegel, die nicht sofortigen Gebrauch bestimmt sind, werden beschriftet und dann kühl, trocken und dunkel gelagert und sind ca. 1 Jahr haltbar.

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Anwendung:

Die Gänseblümchensalbe wird äußerlich angewendet bei blauen Flecken, Quetschungen und Prellungen.

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Neben der Gänseblümchensalbe gehört zu unserem Salbentrio für wilde Kinder auch noch die Spitzwegerichsalbe bei Brennesselquaddeln, Insektenstiche und Wunden und die Ringelblumensalbe für Schürfwunden und rissige Haut. Beide Rezepte gibt es hier.

So, wir sind gerüstet – für die kurze-Hosen-draußen-Abenteuer-Erlebnistage!

Liebe Grüße

Leni

 

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EiNab

 

 


5 Dinge

HochbeetSalat

5 Dinge, die mich gerade glücklich machen:

1.Salat. Ich liebe Blattsalate. Und wer dabei an lieblose Lollo Rosso – Tellerdekoration oder in Plastik eingepackten Supermarkt-Kopfsalat denkt und sich gerade schüttelt, dem sei gesagt: Salat kann so viel mehr sein. Über die Jahre hinweg habe ich einige Blattsalate probiert und immer wieder neu zusammengestellt, bis es passte – im Beet, wie auf dem Teller. Knackiger Romana, Laibacher Eis und Batavia, würzige Ruccola, milder Goldforellenkopfsalat und Hirschzunge. Dazu ein paar Radieschen, Schnittlauch, Dill oder Wildkräuter und Himbeeressig – fertig ist der Frühlingssalat.

Salat

Viele Salate, die Köpfe bilden kann man übrigens ebenso wie Pflücksalat behandeln. Ich nehme hier und da ein paar (äußere) Blätter weg und mische so die einzelnen Sorten für meine Salatschüssel.

Jahreszeitentischmai

2. Jahreszeitentische. An andere Stelle habe ich schon einmal erzählt, dass wir eigentlich keinen „klassischen“ Jahreszeitentisch haben, sondern jedes Kind hat in seinem Zimmer eine Stelle, um Fundstücke und andere Sachen dem Monat entsprechend zu dekorieren. Während das bei den beiden größeren Kindern hauptsächlich Steine und Kuriositäten sind (zum Beispiel letztens ein plattgefahrener Frosch – bäh, den habe ich sofort wieder entfernt), sind es bei den beiden jüngeren Jungs auch Püppchen, Karten, Zwerge und Bilder. Bei dem einen Kind ist der Jahreszeitenplatz die Fensterbank, beim anderen die Kommodenfläche, beim dritten Kind das Spielhaus. Für eben jenes habe ich Anfang Mai zusammen mit den zwei kleineren Kindern einen Mini-Maibaum gebastelt.

Mit Buchs und Draht habe ich einen kleinen Kranz gebunden, den die Kinder mit Krepppapierstreifen bestückt haben. Die Stange des Maibaums ist ein Papierstrohhalm, den ich oben kreuzförmig eingeschnitten habe.

Es ist so schön zu sehen, wie fantasievoll die Kinder ihre Tische schmücken, damit spielen und ständig neue Dinge ergänzen. Die gefilzten Bienen sind noch vom letzten Jahr, die Maiglöckchen aus unserem Garten und die blauen Bilder sind Solardrucke.

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3. Pusteblumen. Die Löwenzahnwiese hat sich nun in ein Pusteblumenmeer verwandelt und lädt ein sich etwas zu wünschen. Und wenn einem gerade nichts einfällt, kann man die Samenstände ja auch einfach so lange in einem Wunschglas sammeln.

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4. Unser Garten zu Gast bei „Was für mich“! Claudias Blog ist immer eine Inspiration für mich, ihre Fotos und Geschichten sind immer so stimmungsvoll. Umso mehr habe ich mich darüber gefreut, unseren Garten und Tipps für Neugärtner dort wiederzufinden (juhu).

Radieschen3

5. Holunderblüten. Der Holunder steht seit gestern in Blüte und das bedeutet, es gibt endlich Nachschub an Holünderblütensirup. Der ist nämlich wiederum die Hauptzutat in meinem Lieblingssommerdrink, dem Hugo. Die lauen Sommernächte dürfen jetzt kommen. Cin – Cin!

Holunder

Was macht Euch gerade glücklich?

Ich wünsche Euch ein sonniges Wochenende!

Liebe Grüße

Leni

 

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12v12
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Unser Lieblingsgetränk im Frühling: Rhabarberschorle!

Rhabarberschorle

Das ist er wieder – der Rhabarber! Er gehört bei uns mit zum Frühling wie der Spargel, der Bärlauch und die ersten Erdbeeren. Ich freue mich schon im März über die ersten roten Knospen, die sich durch den kalten Boden schieben, immer dann wenn ich denke, dass der Rhabarber es diesen Winter nicht geschafft hat und erfroren ist (ein wenig Stroh schützt ihn aber vor dem strengen Frost). Mittlerweile haben wir 5 Rhabarberpflanzen im Garten, die jedes Jahr üppiger wachsen und genügend Stangen bilden, um uns mit Kompott, Kuchenbelag und Saft zu versorgen.

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Und gerade der Rhabarbersaft, bzw, die Schorle, die wir daraus machen, ist bei meinen Jungs heiß begehrt (allein schon wegen der tollen Farbe). Das Rezept dafür ist ganz einfach:

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Für 2 Liter Saft drehe ich 4 – 5 Stangen aus, schneide die Blätter ab, wasche sie und schneide sie in Stücke. Zusammen mit 1, 5 l Wasser und 200 Gramm Zucker (wer es süßer mag, nimmt mehr Zucker) kommen sie in einen Topf und dürfen nach dem Aufkochen noch 15 Minuten weiterköcheln. Danach den Saft abseihen (durch ein Sieb oder Mulltuch) und in saubere Flaschen abfüllen. Fertig!

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Der Saft hält sich im Kühlschrank ungefähr 2 Tage und schmeckt als Schorle mit Mineralwasser gemischt absolut erfrischend und leicht herb-säuerlich.

saft

Diese Apriltage gerade sind wirklich traumhaft. Es duftet nach Frühling und fühlt sich an wie Frühsommer. Die frisch gewaschene Wäsche weht im Wind, unsere Hühner nehmen ein Sonnenbad und die Kinder laufen barfuß durch den Garten. Und mir bleibt nur eins übrig: genießen!

Ich wünsche Euch ein wunderbar entspanntes Wochenende!

Liebe Grüße

Leni

 

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Freutag
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10 Tipps für ein erfolgreiches Gärtnern mit Kindern

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Der Frühling ist da, und damit beginnt die Gartensaison. Und Gärtnern liegt voll im Trend: Schrebergärten sind gefragt wie nie, Hochbeete boomen und jedes Jahr stehen noch mehr neue Saatgut- und Pflanzenmärkte in den Veranstaltungskalendern der Städte und Gemeinden. Wie wunderbar! Toll ist auch, dass besonders viele Familien den Anbau von eigenem Obst und Gemüse für sich entdecken, denn gerade Kindern profitieren sehr vom Gärtnern.

Als ich mit meinen Kindern angefangen haben unseren Ziergarten in einen essbaren Garten umzuwandeln, wußte ich nicht viel über den Anbau, die Pflege und Ernte von Nutzpflanzen. Und ich glaube, viele Eltern sind in der gleichen Situation wie ich damals. Wie soll man sich den richtigen Umgang mit den Pflanzen erlernen und zur gleichen Zeit den Kindern etwas darüber beibringen und sie inspirieren? Damit das Gartenerlebnis für Kinder (UND für die Eltern) nicht in Frustration oder Ärger endet, habe ich meine Erfahrungen zusammengeschrieben, die ich über die Jahre gemacht habe. Hier sind meine 10 Tipps für ein erfolgreiches Gärtnern mit Kindern:

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  1. Geduld haben. Kinder, gerade wenn sie noch kleiner sind, sind keine wirkliche Hilfe im Garten. Die Gartenarbeit dauert mit ihnen doppelt so lange und sie rupfen mit ziemlicher Treffsicherheit eher junges Gemüse aus als Unkraut. Also bloß nicht zu viel erwarten. Wenn sie nach einiger Zeit schon nicht mehr quer über die Beete laufen, hat man viel erreicht ;-).

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2. Wenn es möglich ist, gib dem Kind ein eigenes Stück Beet, um das es sich ganz alleine kümmert und das es nach seinen Vorstellungen bepflanzen kann. Das motiviert und lehrt es gleichzeitig Verantwortung zu übernehmen (aber unbedingt Punkt 4 durchlesen). Wenn man keinen Garten oder keinen ausreichenden Platz hat, reicht aber auch ein eigener großer Kübel, eine Kiste oder eine ausrangierte Wanne.

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3. Pflanzen wählen, die recht anspruchslos sind, schnell wachsen und zeitig reif werden. Neben den Kräutern und Blumen (Punkt 7), sind das hier unsere Favoriten:

  • Radieschen. Wachsen schnell, überall (auch in Kisten und Kübeln) und schmecken lecker auf dem Brot oder im Salat. Für Kinder gibt es leckere, milde Sorten (z.B. „Riesenbutter“).
  • Ruccola und Schnittsalate. Man kann sie auch prima im Balkonkasten anbauen und immer die Menge ernten, die man gerade braucht. Die Vielfalt unter den Salaten ist riesig und mittlerweile gibt es verschieden Schnittsalate bereits bunt gemischt auf Saatbändern. Der Ruccola ist mehrjährig und schmeckt (dank seiner Senföle) ein wenig nussiger und schärfer. Milder ist da die Salatrauke.
  • Erdbeeren. Wenn man sie in Beet setzt, verbreiten sie sich in windeseile durch Ableger. Daher pflanzen wir sie auch lieber in eine Wanne oder in Töpfe. Tolle Sorten gibt es auch für Balkonampeln. Reife Früchte sieht man bei uns jedoch nicht so oft an den Pflanzen – sobald eine Erdbeere auch nur den Hauch von Röte besitzt, wird sie von meinen Kindern auch schon verspeist 😉
  • Tomaten. Hat man nicht den Platz mehrere Sorten anzubauen oder fehlt ein Regenschutz, empfiehlt es sich Wildtomaten (z.B. „rote Murmel“, „red Currant“) oder Massenträger (z.B. „gelbe Million“) oder spezielle Balkonsorte („Balkonstar“, Tumbling Tom“) zu nehmen. Sie sind sehr robust und produzieren enorm viele und süße Tomaten.
  • Kohlrabi. Besonders schön sind die violetten Sorten.
  • Erbsen und Bohnen. Leicht anzubauen, brauchen allerdings eine Rankhilfe und sind roh giftig (Bohnen). Erbsen, Buschbohnen, Stangenbohnen und Puffbohnen punkten zudem mit ihren schönen Blüten. Und junge, frisch gepflückte Erbsen schmecken zuckersüß.
  • Kartoffeln. Sind schon irgendwie märchenhaft. Man gräbt ein Loch, legt eine Kartoffel rein und schüttet das Loch wieder zu. Und simsalabim: ein paar Monate später gräbt man erneut und findet (je nach Sorte) 10-15 Kartoffeln vor. Probieren sollte man auf jeden Fall mal ein paar außergewöhnliche Kartoffeln, wie Hörnchenkartoffel oder blaue/rote Sorten. Hat man kein Beet, reichen den Kartoffeln auch eine Kiste, Sack oder Kartoffelturm.
  • Zucchini. Brauchen ein wenig Platz (wobei ein großer Topf auch geht), sind anspruchslos und sehr ergiebig. Nicht umsonst spricht man von der „Zucchini-Schwemme“ ;-).

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4. Eine (unsichtbare) helfende Hand. Kinder haben oft ganz unterschiedliches Interesse am Garten und der Natur. Während das eine Kind sich leidenschaftlich um die Pflanzen kümmert, sucht das andere Kind lieber nach dem längsten Regenwurm in der Erde oder sammelt Schnecken. Damit aber das „Kinderbeet“ ein Erfolg für jedes Kind wird, sollte man als Eltern ab und zu mal eingreifen und ohne viel Aufsehen schnell etwas Unkraut wegrupfen oder eine Pflanze vor dem Verdursten retten ;-).

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5. Wer mitmachen will, ist herzlich willkommen. Aber es ist auch okay, wenn die Kinder nicht wollen. Denn manchmal gibt es viel spannendere Dinge im Garten zu tun als Knoblauch zu stecken oder Bohnenrankhilfen zu bauen – wenn zum Beispiel die Beerdigung einer toten Hummel ansteht oder sich ein neues Matschloch aufgetan hat. Alles hat seine Zeit. Umgekehrt muss man aber auch die Kinder oft zur Geduld anhalten. Vom Samenkorn bis zum reifen, verzehrfertigen Obst oder Gemüse dauert es nun mal auch seine Zeit.

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6. Kleine Lehrstunden einbauen. Warum sind Marienkäfer Nützlinge? Warum stehen Möhren und Zwiebeln gerne nebeneinander? Warum brauchen einige Pflanzen viel Wasser und andere nicht? Und wer frisst eigentlich immer die rote Beete von unten an? Bei der Gartenarbeit kann man mit Kindern zusammen staunen und kommt ganz selbstverständlich ins Gespräch. Das wiederum lässt sich prima dafür nutzen, Zusammenhänge in der Natur, Kreisläufe und Abläufe zu erklären oder noch besser, gemeinsam mit dem Kind Erklärungen zu finden.

Bei kleinen Kindern reichen allein schon die Sinneseindrücke. Der Geruch von nasser Erde, die pelzige Schote einer Puffbohne, das Zwitschern der Vögel, der Geschmack von süßen Tomaten direkt vom Strauch und der Anblick all der Farben von Blumen, Blüten und Knospen – all das trägt dazu bei, die Natur erfahrbar zu machen.

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7. Blumen und Kräuter nicht vergessen. Mein Fünfjähriger liebt Blumen und stellt im Sommer immer neue Blumenstrauss-Kreationen zusammen. Schöne und recht anspruchslose einjährige Blume sind unter anderen Wicken, Zinnien, Löwenmäulchen und Sonnenblumen. Letzteren kann man beim Wachsen fast zu sehen. Und wie toll ist es, wenn aus so einem kleinen Sonnenblumenkern nach und nach eine Pflanze heranwächst, die einen um einen halben Meter überragt! Unbedingt sollte man auch einen Platz für Ringelblumen finden. Die sind echte Tausendsassa. Wir nehmen sie für Salbe, Öl und für den Tee. Aber auch Kräuter sollten nicht fehlen. Gerade Minze (für Getränke und Quark), Schnittlauch, Garten- und Kapuzinerkresse, Borretsch, Dill, Basilikum und Oregano (für die Pizza) lassen sich gut hier und da dazwischen pflanzen und stehen in Sachen Blüte den Blumen in nichts nach.

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8. Pflanzenschilder anbringen. Wo haben wir die Radieschen ausgesät und ist das dort Unkraut oder Salat? Abhilfe schaffen Beschriftungen (und schmücken die noch kahlen Töpfe und Beete). Wir haben letztes Jahr diese hier gebastelt, für kleine Kinder, die noch nicht lesen können, bieten sich bebilderte Pflanzenschilder an, wie zum Beispiel diese hier oder hier.

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9. Die richtigen Gartengeräte wählen. Kleine Hände brauchen Gartengeräte in ihrer Größe. Also kleine Schaufeln, Spaten und Harken – damit fällt die Gartenarbeit viel leichter. Wachsen Brennesseln oder andere Pflanzen, die Hautreaktionen hervorrufen können in den Beeten, sind Gartenhandschuhe in Kindergröße wichtig. Nicht unbedingt nötig, aber trotzdem eine gute Anschaffung: eine kleine Schubkarre.

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10. Ein Gartentagebuch anlegen. Notiert wird, was wann wohin gepflanzt wurde, wann es geerntet wurde, wie es geschmeckt hat. So hat man einen Überblick darüber, welche Sorten ein Erfolg waren und nächstes Jahr wieder dort wachsen dürfen und was vielleicht einen anderen Standort braucht oder ganz rausfliegt. Meine Kinder malen außerdem gerne die Tiere auf die Seiten, die sie im Garten entdeckt haben oder kleben gepresste Blumen, Kräuter und Blätter und Fotos rein. Mit den größeren Kindern führe ich jedes Jahr eine Tabelle, in die sie Wetterdaten eintragen. Eine kleine „Wetterstation“ dafür, bestehend aus einem Messbecher für Regen und einem Thermometer, ist schnell im Garten aufgebaut.

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Will man Kinder etwas über die Natur und unser Essen beibringen, schafft man das nicht mit einer CD über Vogelstimmen, einem Film über Insekten oder Schautafeln zum gesunden Essen. Um etwas tatsächlich zu begreifen, muss man es „Greifen“ können; es muss mit allen Sinnen aufgenommen werden – es muss erlebt werden. Wie aus einem kleinen Korn eine riesige Kürbispflanze wird oder aus einer unscheinbaren Raupe ein bunter Schmetterling. Staunen, erforschen, erklären. Und die positiven Effekte, die das Gärtnern mit Kindern mich sich bringen, gehen weit über das bloße Lernen hinaus. Was in der Wissenschaft immer wieder durch neue Studien belegt wird, kann man als Eltern recht schnell erkennen: Gärtnern stärkt das Selbstbewusstein, die Selbstdiziplin und die Selbstständigkeit von Kindern und wirkt sich positiv auf ihr Wohlbefinden aus. Und zu guter Letzt erleben die Kinder die Natur und den Anbau des eigenen Essens als etwas Positives, etwas Schönes. So entsteht eine gefühlsmäßige Verbundenheit mit all dem, was gepflegt und erhalten werden möchte. Oder anders (und einfacher) ausgedrückt: was man liebt, das schützt man.

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Und jetzt ran an die Töpfe und Beete!         Gärtnernmit Kindern

Liebe Grüße ♥

Leni

 

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Aus dem Garten auf den Tisch: Wintersalat mit Orangendressing

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Wer bei Wintersalat nur an Feldsalat, Endivie oder Radiccio denkt, dem sei gesagt, es wächst gerade schon oder noch viel mehr im Garten, was sich prima für einen winterlichen Salat eignet :-).

Wobei ich gestehen muss, dass der Feldsalat schon mein Lieblingssalat im Winter ist. Nein, nicht der zarte, kleine Treibhaussalat, sondern diese knackigen, tiefgrünen, duftenden, in Rosetten wachsenden Blätter, die diesen richtigen Feldsalatgeschmack besitzen. Aber auch der Postelein (oder Winterportulak) ist ein richtiges Wintergewächs und darf mit in die Salatschüssel, genauso wie der Spinat, dessen junge Blätter ganz wunderbar roh schmecken. Der Mangold steht bei mir an einer recht geschützten Stelle, weshalb er dem Frost und Schnee gut trotzen kann und ein paar junge, bunte Blätter zum Salat beisteuert, ebenso wie der Fenchel, der im Sommer geschossen war, im Beet bleiben durften (da er wunderhübsche Schwalbenschwanzraupen beherbergte) und jetzt neu austreibt. Und dann wäre da auch noch der Blattsenf. Bei mir wachsen mehrere Sorten, u.a. eine japanische Sorte mit Blättern, die dem Friseesalat ähneln („Mizuna“ heißt sie). Ich hatte den Blattsenf im Spätsommer ausgesät und jetzt im Februar kann man hier und da immer noch ein paar Blätter ernten.

Das Dressing für den Salat ist ganz leicht gemacht. Man braucht:

  • Orangensaft einer Orange
  • eine halbe, ganz fein geschnittene rote Zwiebel
  • 6 EL Olivenöl (alternativ Rapsöl)
  • 3 EL Balsamico – Essig
  • 1 TL (recht flüssigen) Honig (alternativ zwei Prisen Zucker)
  • 1 TL Senf
  • Salz und Pfeffer

Alles wird miteinander gut verrührt und über den Salat gegeben. Gut schmecken dazu auch noch Walnusskerne (und Ziegenkäse)!

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Ich freue mich, wenn schon bald aus dem Wintersalat ein Frühlingssalat wird; der Sauerampfer, Kerbel, Rucola und all die anderen Kräuter aus den Boden schießen. Aber nun erst einmal: Guten Appetit!

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Liebe Grüße

Leni

 

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