Veröffentlicht am 1 Kommentar

Mandarinenkisten-Garten

Mandarinenkistengarten

Eine kleine Tradition bei uns im Februar ist der Mini-Garten, den die Jungs jedes Jahr neu anlegen. Mal in einer alten Keksdose, mal in einer Mandarinenkiste, was eben gerade zur Hand ist. Die Mandarinenkisten (die ich ganz oft behalte, weil ich immer denke, dass man mit denen bestimmt noch irgendwas anfangen kann), muss man vorher noch mit ein wenig Folie auskleiden, damit durch die Ritzen weder Erde noch Wasser kommt. Und dann kann es losgehen. Ob Bauernfelder, Hühnerauslauf oder Schrebergarten – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, genauso wenig wie der Auswahl an Samen. Vielleicht ein paar Sonnenblumensamen, die vom Vogelfutter übrig sind, Kresse, Bohnen- oder Zitronenkerne, Getreide oder Blumensamen?

minigartenwp

Tag um Tag verändert sich der Garten, von ordentlich gepflegt zu ziemlich verwildert, er will gewässert und gepflegt werden – bis er dann so verfilzt ist, dass wir ihn auflösen müssen. Die Kresse kommt aufs Brot, die Bohnen (hier: dicke Bohnen, die schon früh raus dürfen) ins Beet, das Getreidegras zu den Hühnern und die Sonnenblumen (die man übrigens als Sprossen auch essen kann) dürfen in Töpfen weiterwachsen.

Und was drinnen im Kleinen so viel Spaß gemacht, geht jetzt im März auch draußen weiter: die Winterschläfer haben (zumindest bei uns – ich habe vor ein paar Tagen abends einen Dachs durch unsere Straße laufen sehen) schon ihr Quartier verlassen und das bedeutet, dass wir jetzt im Garten aufräumen und die Beete neu anlegen können!

 

Liebe Grüße ♥

Leni

Veröffentlicht am 1 Kommentar

Wachsen

IMG_1373

Im Januar halte ich tatsächlich noch meine Füße still, aber sobald das Kalenderblatt sich auf Februar wendet, kribbelt es in meinen Fingern. Das Saatgut ist sortiert, der Beetplan für dieses Jahr ist auch schon (fast) fertig. Die Saatgutkataloge flattern so langsam ins Haus und locken mit Altbewährtem und Neugezüchtetem, mit Raritäten und Kuriositäten. Seit Wochen schon sammele ich Eierschalen für die Aussaat und freue mich darüber, dass der Herr (oder Frau) Maulwurf endlich wieder aktiv ist und frische Hügel in unserem Garten hinterlässt. Vom gepflegten, englischen Rasen haben wir uns schon vor Jahren verabschiedet, Kinder und Hühner sei Dank, daher ärgern uns auch Erdansammlungen nicht im Geringsten. Ganz im Gegenteil. Die Maulswurfserde ist, gemischt mit Sand aus dem Sandkasten, meine liebste und zudem kostenlose Aussaaterde.

IMG_0820

Ich warte noch bis Mitte Februar bis die Tomatensamen in die Erde kommen, aber Schnittlauch, Kresse und Schnittknoblauch stehen bereits auf der Fensterbank und auch der Mini-Garten der Kinder wird bald angelegt (wenn ich nur die alte Keksdose, die wir immer verwendet haben wiederfinden würde) und dann wird auch der dicke Bohnen-Wettbewerb eröffnet (welche Bohne wächst am schnellsten?).

IMG_7938

Ihr seht, ich bin voller Vollfreude. Und nicht nur ich. Bei „Hej Hanse“ werden gerade Saatgutbänder gebastelt, die Hackbauern haben schon ausgesät und berichten von ihrer Pflanzenlampe, Uli von Lowredeyes hat noch Samenscheiben in petto und über die schönen Samentütchen von den Naturkindern freue ich mich jedes Jahr aufs Neue.

Tontöpfe

Und noch etwas sehen wir gerne beim Wachsen zu. Den Frühlingszwiebelblumen. Hätte ich im Herbst daran gedacht, ein paar Blumenzwiebeln nicht in die Erde, sondern in einen Topf zu pflanzen, dann wäre mir der Gang ins Gartencenter erspart geblieben (und vor allem die Abteilung mit den Saatgut, die -löblich, löblich – jetzt auch Biosaatgut von meinen bevorzugten Saatguterzeugern führt). Aber sei es drum. Schnell umgetopf in ein Glas, können die Kinder nicht nur darüber staunen, wie schnell die Traubenhyazinthen ihre Blütenstengel nach oben schieben, sondern sehen auch die Entwicklung des Wurzelwerks unterhalb der Zwiebel. Aber am erstaunlichsten finde ich immer wieder, wie überhaupt aus so einer kleinen, unscheinbaren, fast vertrocknet wirkenden Traubenhyazinthenzwiebel so viel blühendes Leben wächst.

Frühlingsblüher

Was darf bei Euch wachsen (außer Liebe) ?

Liebe Grüße ♥

Leni

 

Veröffentlicht am Schreib einen Kommentar

Ein Bimmelbommelblumenstrauß

Bimmelbommel1

Der Januar strahlte in einem reinen Weiß oder wahlweise auch (matschigem) Braun, im Februar brauche ich einfach wieder Farbe im Haus.

Bimmelbommelmaking1Bimmelbommelmaking

Pompoms (oder Bimmelbommel, wie mein Kleinster sagt) sind so herrlich einfach zu machen, dass so gar kleine Kinder daran Freude haben. Und die Restwolle von verschiedensten Winterstrickprojekten ist damit dann auch endlich verarbeitet. Ich habe mir vor Jahren schon ein „professionelles“ Pompomset gekauft (was sich wirklich gelohnt hat), man kann die Pompoms aber auch mit Hilfe von Pappkreisen oder sogar einer Gabel basteln.

Bimmelbommelmaking2

Hat man genug Bommel beisammen, braucht man sie nur noch auf mit Flüssig- oder Heißkleber auf Stöcke zu kleben (wenn wir EINS immer auf Vorrat haben, dann Stöcke;-)).

Bimmelbommel2

Bis zum Karneval (der dieses Jahr recht spät gefeiert wird) kommen nach und nach bunter Farbtupfer im Haus dazu, z.B. mit den Faltkreisen, Kreppblumen oder Hexentreppen. Das hebt die Laune. Besonders dann, wenn der Blick aus dem Fenster wieder einmal einen trüben, kalten und ungemütlichen Wintertag in Aussicht stellt.

Habt einen schönen Dienstag!

Liebe Grüße ♥

Leni

 

Verlinkt mit Creadienstag, HoT

 

Veröffentlicht am 7 Kommentare

Theater der Schatten

schattentheater2Wie heißt es so schön? „Wenn das Leben Dir Zitronen schenkt, mach Limonade daraus“! Und wenn der Winter Dir das Tageslicht nimmt, nutze die Dunkelheit doch einfach für ein Schattentheater!

Man mag sich nur vorstellen, wie unsere weit entfernten Vorfahren früher in ihren Höhlen um das Feuer herum saßen und mit ihren Händen Schatten auf die kargen Höhlenwände fallen ließen, um sich zu gegenseitig zu unterhalten. Oder wie künstlerisch und poetisch das Schattentheater der Chinesen vor vielen hundert Jahren gewesen sein muss. So oder so, hat das geheimnisvolle Zusammenspiel von Licht und Schatten Menschen seit jeher in seinen Bann gezogen. Und ob einfache Schattenbilder oder stimmungsvolle Inszenierung, hier wird der Fantasie freien Lauf gelassen, man taucht ab in eine einzigartige, kreative Welt, die irgendwie unheimlich und archaisch, aber auch magisch und wunderbar zu gleich ist.

schattentheater3

Man braucht:

schwarzen Fotokarton

Schaschlikspieße oder andere Holzstäbe

Schere, Bleistift, Kleber, Tesafilm

eine Lichtquelle (z.B. die Schreibtischlampe)

weißes Bettlaken oder ein anderes weißes Stück Stoff

schattentheater4

Manchmal braucht es nur einen kleinen Anstoß, und schon sind Kinder Feuer und Flamme für eine Idee. So war es mit dem Schattentheater. Meine drei großen Jungs haben sich eine Geschichte ausgesucht (toll sind z.B. Märchen) und dann zusammen die Figuren aufgemalt und ausgeschnitten. Einer hatte die Rolle des Erzählers, die beiden anderen bewegten die Figuren – und mein Kleinster erfreute sich an der Vorstellung. Praktischerweise haben wir eine Art Holzhäuschen im Spielzimmer mit einem Fenster, das sie perfekte Bühne für das Theater lieferte. Man kann aber zum Beispiel auch einfach ein Laken zwischen einen Türrahmen hängen und den unteren Teil mit einer Wolldecke abteilen oder aus einem großen Karton eine Bühne ausschneiden.

schattentheater1

„Lucem demonstrat umbra“, sagt der Lateiner („erst der Schatten zeigt das Licht“), und damit wünsche ich Euch einen schönen Dienstag!

Liebe Grüße ♥

Leni

 

Verlinkt mit Creadienstag und Caros Grünzeug.

Veröffentlicht am 2 Kommentare

8 schöne Winterprojekte für Kinder

IMG_0017

Wenn ich an diese nass-kalten Tage, die der Winter (zumindest in unseren Breitengraden) mit sich bringt, denke, dann wünsche ich mir (ganz ehrlich) oft den Frühling herbei. Andererseits  – wann haben wir sonst im Jahr die Zeit so ausgiebig zu werkeln, zu basteln, zu malen und zu gestalten? Und deshalb stelle ich Euch heute meine 8 Lieblingsprojekte vor:

  1. Papierschneeflocken

So einfach gemacht, auch, oder besser ganz besonders für Kindergartenkinder. Eine schöne Anleitung dazu gibt es auf den tollen Blog „Lieblingsbande“, eine ganze Reihe Gestaltungsmöglichkeiten hier.

img_0447 (2)

2. Frostskulpturen

Der Frost verziert auf so wunderbare Weise Gräser und Bäume mit glitzernden Eiskristallen. Und wenn das Thermometer unter 0 Grad fällt, können wir mit Hilfe des Frostes auch kunstvolle Skulpturen und Windlichter erschaffen. Ein paar Exemplare vom letzten Jahr findet Ihr hier, tolle Ideen zum Beispiel hier.

IMG_0906

3. Frau Holle

Wenn Frau Holle, die „gute Mutter Erde“, ihre Kopfkissen ausschüttelt, fängt es bei uns zu schneien, das erzählte mir meine Großmutter als ich ein Kind war. Vielleicht gehört deshalb Frau Holle unbedingt auf unseren winterlichen Jahreszeitentisch. Besonders schön, finde ich diese beiden Ideen hier und hier. Aber bis wir die fertig haben (wenn überhaupt), lasse ich die Kinder einfach ein Bild von Frau Holle malen, während ich ihnen das Märchen dazu vorlese.

4. gefilzte Schneemänner

Zusammen (Nass-)Filzen ist eine besonders schöne Art der Beschäftigung, besonders im Winter. Das warme Wasser und die Haptik der Wolle, der Geruch von Seife und Schaf und das fast meditative Rollen und Drücken, Streicheln und Reiben regt die Sinneswahrnehmung an und fördert die Konzentration. Und selbst kleine Kinder (und kleine Hände) können aus (weißer) Wolle schon Bälle formen. Für den Schneemann werden sie nach dem Trocknen noch aufeinander gesetzt und mit einer Nadel zusammen filzt. Ebenso kommen die Augen, Knöpfe und die Nase auf die Wollkugeln. Am Ende wird noch der Hut festgeklebt und der Schneemann ist fertig. Bestechender Vorteil: er schmilzt nicht im Haus ;-)!

img_0590

5. Seifenblasen gefrieren lassen

Ich muss zugeben, bei uns hat das mit diesen gefrorenen, zauberhaften und fragilen Kunstwerken, die man zum Beispiel auf Instagram bewundern kann, nicht geklappt. Immer platzen die Seifenblasen, bevor sie gefrieren konnten. Aber vielleicht kommt es auch auf die Seifenblasenmischung an? Die einen empfehlen zum Beispiel Maissirup, die anderen Zucker mit in die Seifenblasenmischung zu geben. Ich glaube, wir probieren es das nächste Mal nach dieser Anleitung aus.

6. winterliche Windlichter

Habt Ihr noch ein paar große Gurkengläser, die eigentlich zum Altglas sollten, zu Hause? Hervorragend! Die lassen sich nämlich im Handumdrehen zu winterlichen Windlichtern umgestalten. Wir haben sie nach dieser Anleitung hier gebastelt, jedoch statt dem Schneespray weiße Deckfarbe aufgetupft.

winterwindlicht1

7. Diorama

Ich finde Dioramas so schön. Ich hebe schon immer kleine Holzverpackungskisten auf, für das nächste, bestimmt kommende Diorama-Projekt, das ich mit den Kindern umsetzten möchte. Zwei meiner winterlichen Favoriten findet Ihr hier und hier.

winterkranz

8. Winterkranz

Wenn ich die gesammelten Kiefern-, und Lärchenzapfen, Birkenreisig Erlenzweige zu lange als Deko herumliegen lassen, gerät mein Mann in Versuchung sie als Kaminanzünder zu verwenden – um dem entgegen zu wirken, binde ich mit den Kindern geschwind ein paar Kränze. Die müssen nicht gleichmäßig rund sein (finde ich), und ohne Tannengrün, roten Beeren und goldenen Ornamenten wirken sie auch nicht mehr weihnachtlich. Und falls es kein Kranz sein soll – vielleicht mögt Ihr etwas Farbe in die Räume bringen! Wie bei diesem herrlichen Zapfenstrauss hier!

winterlicht2

 

Vielleicht war ja bei meinen Lieblingsprojekten auch etwas für Euch dabei?

Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende!

Liebe Grüße ♥

Leni

Verlinkt mit Caros Grünzeug.

Veröffentlicht am 1 Kommentar

Das Wochenende der Heimlichkeiten

Zaubernuss

Das erste Adventswochenende war voller Heimlichkeiten.

Heimlich habe ich 26 Zaubernüsse für die Adventssäckchen der Klasse meines Sohnes hergestellt. Zaubernüsse, sind ausgehöhlte, vergoldete Walnüssen, die einen kleinen Schatz oder ein Rätsel beherbergen. Man knackt die Walnüsse so, dass zwei Hälften übrig bleiben (mein Mann ist mittlerweile Profi), holt das Innere vorsichtig heraus (ich sammele es immer zum Knabbern oder über den Salat in einem Glas) und vergoldet die Hälften. Dann legt man zum Beispiel einen kleinen Edelstein, einen Zettel mit einem Rätsel, Mini-Muscheln, Murmel oder was einem gefällt und die richtige Größe hat hinein, und klebt die Hälften wieder zusammen (und spielt manchmal ungewollt eine Runde Nuss-Memory). Zusammen mit einem Schokoladennikolaus, einer Mandarine, Erdnüssen (dort versteckt sich auch immer ein kleiner Nikolaus, wußtet Ihr das?) und ein Bienenwachsteelicht, habe ich die Zaubernüsse in kleine Säckchen gepackt, die dann zu Nikolaus an die Kinder verteilt werden. Ich habe noch kein Kind gesehen, was sich dem Zauber der goldenen Nuss entziehen kann – das ist dann auch der Grund, warum ich hier zu Hause heimlich am Abend basteln musste :-).

Adventskalender

Dann denke ich mir ja noch jeden Tag eine Geschichte für unseren Adventswichtel Rudi aus (auf Instagram könnt ihr seine kleinen Abenteuer sehen). Der Kleinste hat Rudi nach seiner Ankunft am Samstag so sehr ins Herz geschlossen, dass er ihn fast den ganzen Tag mit sich herum getragen hat. Abends, wenn die Kinder schlafen verstecke ich Rudi und hinterlasse entweder kleine Hinweise oder eine Sternenspur. Wenn sie ihn finden, hat er zur Belohnung das Adventskalender-Säckchen bei sich, in dem sich mal etwas Süßes oder ein Gutschein für eine Adventsaktivität befindet (morgen verzieren wir zum Beispiel ein Lebkuchenhaus). Ich komme mir manchmal schon selbst vor wie ein Wichtel, der bei Kerzenschein große und kleine Geheimnisse ausheckt.

Tomte

Auch „heimlich“ zum ersten Dezember habe ich unsere Adventsspirale wieder aufgestellt. Jeden Tag wandert das kleine Licht ein Stück, vorbei an den Tannenzweigen, Tomte, den Kirschzweigen der heiligen Barbara, Sankt Nikolaus, den Walnusskerzen für den Lucia-Tag, den Waldtieren und später Maria und Josef. Dabei ist mir aufgefallen, wie wichtig es ist auch als Erwachsener mit den tiefen, geistigen Bildern verbunden zu sein, hinter dem, was den Zauber des Advents ausmacht. Das ist mir am Anfang nicht leicht gefallen. Viele Traditionen und Bräuche aus meiner eigenen Kindheit musste ich erst wieder erwecken und neue für mich erfinden. Schauen, was zu mir, zu uns passt. Was ich authentisch vor meinen Kindern vertreten kann. Was „hinter“ dem Brauchtum steht, was es mir selbst bedeutet und wie es mich selbst erleuchten kann. Vielleicht es deshalb „unser Advent“ ein wenig eigen. Oder anders. Und ändert sich auch mal von Jahr zu Jahr. Die Hauptsache ist, dass es das ist, was uns zum Strahlen bringt und uns innere Wärme zaubert.

Rudisankunft

Ich hoffe, Ihr hattet ein schönes erstes Adventswochenende und wünsche Euch einen guten Start in die neue Woche!

Liebe Grüße ♥

Leni

 

Verlinkt mit Wochenende in Bildern

Veröffentlicht am 6 Kommentare

Ein novemberischer Tannenwald für den Jahreszeitentisch

gehäkeltetannenbäume

Die Martinswoche ist nun vorbei, Sankt Martin mit Pferd, der Bettler und die Gänse sind wieder von den Jahreszeitentischen verschwunden. Für die Advents- und Weihnachtsdekoration ist es noch zu früh (finde ich; wir fangen immer erst nach dem Totensonntag an den Adentsglanz ins Haus zu bringen) und somit füllt die „Lücke“ ein kleiner Tannenwald aus gehäkelten Bäumen und Hagebutten aus dem Garten. Die Tannenbäumchen sind schnell gemacht, wenn man einmal den Dreh heraus hat (keine Angst, man muss kein Häkelprofi sein ;-)), und können in vielen Farbvariationen und mit immer wieder neuen Stickereien ganz unterschiedlicher Akzente im Tannenwald setzen.

gehäkeltetannenbäume2

Man braucht:

* Wolle in Tannengrün oder Winterweiß plus entsprechende Häkelnadel

* Filzwolle in grün oder weiß zum Füllen

* Aststücke 5 – 10 cm lang

* Stickgarn oder goldene Schnur plus Sticknadel

So geht es:

(LM= Luftmaschen, Stb= großes Stäbchen)

  1. 4 LM zum Ring mit einer Kettmasche schließen.
  2. 3 LM mit einem Stb in den Ring + 2 weitere Stb in den Ring + 1 LM + 4 Stb in den Ring
  3. wenden, 3 LM und ein Stb in das erste Stäbchen der ersten Runde häkeln, dann in jedes weitere Stb der Vorrunde 1 Stb (3) bis zur Mitte. In die Mitte (kleiner Ring) kommen 2 Stb + 1 LM + 2 Stb. Dann wieder 1 Stb in jedes Vorrundenstäbchen, in die letzte Masche kommen 2 Stb ( also insgesamt 5 Stb).
  4. wenden. 3 LM +1 Stb in die erste Masche, danach 1 Stb in jedes Vorrundenstäbchen bis zur Mitte. Wieder 2 Stb + 1 LM +1 Stb in den mittleren kleinen Ring. Danach weiter 1 Stb pro Masche und in die letzte Masche zwei Stb (insgesamt 8 Stb).
  5. wenden und wieder genauso häkeln wie vorher beschrieben, 1 LM + x Stb – 2 Stb + 1 LM + 2 Stb in den Ring – x Stb zurück + 2 Stb in die letzte Masche (insgesamt also 11 Stb).
  6. Den Faden abschneiden und verknoten.
  7. Mit dem neuen Faden in die 10. Masche 3 LM + 1 Stb häkeln, bis zur Mitte wieder in jede Masche ein Stb, in die Mitte wieder 2 Stb + 1 Fm +2 Stb. Zurück die gleiche Anzahl Stb (insgesamt 6 pro Seite), in die letzte Masche 2 Stb.
  8. wenden und wie unter 4. beschrieben fortfahren (insgesamt 9 Stb pro Seite).
  9. Den Faden abschneiden und verknoten.
  10. Mit dem neuen Faden in die 8. Masche 3 LM + 1Stb häkeln, dann weitermachen wie unter 7 (insgesamt 7 Stb pro Seite).
  11. Den Faden abschneiden und verknoten.

Die erste Seite ist fertig! Für den Tannenbaum braucht man jetzt noch eine Seite, dann kann man sie besticken und (oder direkt) zusammenhäkeln (z. b. mit Wolle in einem anderen Farbton). Ein Stück muss unten frei bleiben, damit man die Bäumchen noch befüllen und mit einem Aststück als Stamm versehen kann. Steht das Bäumchen nicht von alleine, kann man eine es mit Heißkleber auf eine kleine Astscheibe kleben.

gehäkeltetannbäume1

Nach und nach und Tag für Tag wird der Tannenwald bei uns schon größer (und heimeliger): durch Waldbewohner, Zapfen, Moos und andere kleine Schätze, die die Kinder hinzufügen.

gehäkeltetannenbäume4

Liebe Grüße ♥

Leni

P.S.: Falls bei der Anleitung irgendetwas unklar ist, einfach fragen :-)!

P.P.S.: Die Tannenbäumen eignen sich auch prima als kleines Weichnachtsgeschenk!

Verlinkt mit Caros Grünzeug

und dem Creadienstag.

 

 

Veröffentlicht am 11 Kommentare

Teezeit

Teekräuter3

Als erstes mal ein Geständnis: ich trinke keine Kaffee. Ich weiß, ich bin da in der Minderheit, und der stetig steigenden Anzahl an Coffeeshops zufolge, werden wir (Nicht-Kaffeetrinker) auch immer weniger. Ich mochte übrigens auch noch nie Kaffee. Weder mit Milch, noch mit Zucker, noch mit beiden. Weder bei Müdigkeit, bei Stress oder in geselliger Runde. Aber Tee. Ja, Tee trinke ich hin und wieder gerne. Nicht täglich mehrere Tassen. Aber wie heimelig ist es doch, mit einer Tasse Tee in der Hand auf dem Sofa zu sitzen und zu lesen, während es draußen kalt ist und der Regen an die Scheibe prasselt. Als ich ein Kind war, hatten wir immer Teedosen mit herrlich duftenden Teemischungen in der Küche stehen. Mittlerweile ist meine „das-muss-ich-nicht-kaufen-sondern-kann-es-selber-machen“- Vorliebe auch beim Tee angekommen und so experimentiere ich seit zwei Jahren an meinen eigenen Teemischungen mit Kräutern, Blättern und Früchten aus dem Garten.

Sommerblumen

Und das mache ich so: zu den ein bis zwei Hauptkräutern (die für den Anlass, die Beschwerde oder die Wirkung entscheidend sind) gebe ich für den Geschmack ein paar Lieblingskräuter dazu und fülle mit Beerenblättern oder Blumenblüten (Rose, Malve) auf. Unten habe ich die Kräuter aufgelistet, die ich immer wieder für verschiedene Mischungen nehme. Die Auflistung ist so zu verstehen, dass nicht alle Kräuter und Früchte auf einmal in den Tee kommen (müssen), sondern immer nur ein oder zwei Komponenten je Kategorie.

Teekräuter (2)

Meine Favoriten sind:

Erkältungstee

Hauptkräuter: Salbei, Oregano, Thymian, Holunderblüten

Geschmackskräuter:  Zitronenmelisse, Kamille, Zitronenverbene

Füllkräuter: Brombeer,- oder Himbeerblätter, Kamille

Magen/Darmtee 

Hauptkräuter: Fenchel, Anis, Dill (Samen)

Geschmackskräuter: Apfelstücke

Füllkräuter: Rosen,- oder Malvenblüten

Wintertee         

Hauptkräuter: Ringelblumenblüten, Melisse, Ananassalbei,

Geschmackskräuter: Zimt, Vanille, Hagebutte, Orangenschalen

Füllkräuter: Kornblumen, Erdbeerblätter

Frühlingstee    

Hauptkräuter: Minze, Hibiskus, Apfel

Geschmackskräuter: Waldmeister (nur in kleinen Mengen), Erdbeeren

Füllkräuter: Gänseblümchen, Frauenmantel

Kindertee          

Hauptkräuter:   Apfelstücke, Hagebutte, Hibiskus, Pfefferminze 

Füllkräuter: Brombeer-, Himbeerblätter, bunte Blüten

Teezeit

Was ist Euer Lieblingstee?

Liebe Grüße ♥

Leni

 

Verlinkt mit Caros Grünzeug!

 

 

 

 

Veröffentlicht am Schreib einen Kommentar

Letzte Vorbereitungen für Halloween

Kürbislaterne

Wie jedes Jahr, haben wir auch dieses Jahr wieder alle zusammen ein kleines Kürbishaus gestaltet. Jetzt, wo nach der Zeitumstellung die Dunkelheit früher in den Tag hereinbricht, steht er, illuminiert von einem Teelicht, draußen vor dem Fenster. So heimelig.

Wichtelhaus

Meinen beiden großen Kinder sind morgen zu Halloweenpartys eingeladen, aber ich hoffe doch sehr, dass danach noch ein bißchen Zeit für unser kleines Samhainfest bleibt.

Um die Beutel für die Partygeschenke der Feierlichkeit anzupassen (wir verpacken ja nicht so gerne in Geschenkpapier), haben wir einfach ein paar Jack O´Laterns auf die Beutel gestempelt.

Kürbisstempel

Das ging ganz einfach – als Stempel haben wir einen halben Apfel genommen, den wir mit dem Messer Augen, Nase und das gruseligen Grinsen eingeschnitzt haben. Danach haben wir mit Stofffarbe erst in Orange den Kürbis gedruckt, und dann später mit brauner Farbe noch freihändig den Stiel aufgemalt. Nach dem Bügeln ist die Farbe fixiert und jetzt sind die Beutel fertig für ihren Einsatz morgen.

Und natürlich darf das Original nicht fehlen. Was wäre Halloween ohne die Kürbislaterne?!

Jackolatern

Ich wünsche Euch ein gruseliges Halloween und einen magischen Samhain!

Liebe Grüße

Leni

 

Verlinkt mit ♥ Creadienstag

Veröffentlicht am 1 Kommentar

Das große Werkbuch für Kinder (Werbung)

Promo

Wir bekommen nicht oft Pakete. Umso aufregender ist es, wenn mal eins auf unserer Fußmatte liegt. „Tut mir leid, Jungs, das ist für mich“, musste ich meine Kinder enttäuschen als das sehnlichst erwartete Buchpaket vom Haupt Verlag bei unserer Rückkehr nach Hause vor der Tür lag, und ich es schon ausgepackt hatte, noch bevor wir wirklich im Haus waren. „Aber das ist gar nicht für dich“, empörte sich mein Ältester, „da steht drauf, dass es für Kinder ist!“. Und grinsend meinte er dann „also bekommen wir es!“, und zog mit dem Buch in der Hand und seinen Brüder im Schlepptau ab in den Garten.

Promo1

Nach einiger Zeit kamen sie dann zurück ins Haus und verkündeten, dass sie unbedingt Töpfern wollten und fragten, ob wir jetzt bitte Ton besorgen könnten. Und außerdem bräuchten sie Holz. Und so eine große Batterie. Und Pappe. Die sei doch im Keller, oder? Ein wenig perplex nickte ich, als sie mir das Buch zurückgaben und ich kurz danach Trippelschritte auf der Kellertreppe vernahm. Jetzt war ich neugierig. Neugierig auf das Buch, dass sie so in Tatendrang versetzt hatte.

 

„Das grosse Werkbuch für Kinder“ von Claudia Huboi & Claudia Scholl ist eine Sammlung von Grundwissen über die verschiedensten Materialien und der zugehörigen Techniken, mit denen Kinder aus Grundstoffen ihre eigenen Projekte umsetzen können. Dazu kommen noch jeweils 3 bis 7 einfache bis knifflige DIY-Ideen zu jedem Material, an denen noch einmal gezeigt wird, wie die verschiedenen Methoden zur Gestaltung angewendet werden. Aber vor allem macht dieses Buch eins: Lust selber kreativ zu werden!

 

Wir entschieden uns dann zuerst einmal tatsächlich fürs Töpfern (dem Gebiet in der weiten Gestaltungslandschaft, auf dem ich so ziemlich am ahnungslosesten bin). Dank der Materialkunde im Buch konnten wir uns im Bastelladen ziemlich sicher bewegen und den richtigen (der zig verschiedenen) Ton-Sorten auf Anhieb finden. Erst ärgerte ich mich ein wenig darüber, dass der Ton nur in 10 kg-Säcken verkauft wurde (was sollte ich nur mit den ganzen Ton anfangen?), später war ich darüber sehr froh – wir sind nämlich gerade so damit ausgekommen. Töpfern macht süchtig.

Den Ton, den wir verwendet haben, nennt man Aufbauton. Er wird später im Brennofen bei ca. 900 – 1100 Grad gebrannt (Schrühbrand) und kann danach noch glasiert und ein zweites Mal gebrannt werden (Glasurbrand). Als Werkzeuge nahmen wir das, was in unserer Küche vorhanden war: ein Nudelholz zum Ausrollen des Ton, Messer, Gabel und Löffel zum Aushöhlen der Figuren (das geht natürlich professioneller mit richtigen Tonwerkzeugen). Und ganz wichtig: eine Unterlage für den Tisch, an der der Ton nicht kleben bleibt. Wir haben dafür (übrigens für alle Bastelarbeiten) eine Wachstischdecke, die zwar nicht besonders hübsch ist, aber schon seit Jahren ihren Zweck bestens erfüllt.

Töpfern6

Bei der Herstellung der Schüsseln, Tassen, Vasen, Igel, Fische, Kerzenhalter, dem Schneemann und der Bilder haben wir uns an die Techniken gehalten, die in dem Buch beschrieben sind – und es hat wunderbar geklappt. Dazu haben wir selbst auch ein wenig experimentiert. Zum Beispiel mit der Kartoffelpresse, für die Stacheln der Igel, oder mit Plätzchenausstecher für die Kerzenständer.

Töpfern

Die fertigen Kunstwerke haben wir wieder zurück in die Bastelladen gebracht; neben dem Verkauf von Ton bieten sie auch einen Brennservice und die Lasur für kleines Geld an.

Töpfern4

Das Töpfern hat den Kindern so viel Spaß gemacht, dass wir uns vorgenommen haben, einen Töpferkurs zusammen zu besuchen und die Techniken zu verfeinern und auszuweiten. Und ich glaube, genau das ist es auch, was das große Handwerkbuch als umfangreiches Nachschlagewerk ausmacht. Es ermöglicht Kindern den leichten Einstieg in die Welt des kreativen Gestaltens. Es gibt Mut sich an Projekte heran zu trauen. Es beschreibt genau, welches für Material und Werkzeug benötigt wird, wie es funktioniert und was auch mögliche Gefahren sein können (z.B. in Hinsicht auf die Benutzung eines Cutters).

Töpfern5

Und falls Ihr jetzt Interesse am Werkbuch habt, könnt Ihr Euer Glück hier versuchen:

Der Haupt-Verlag verlost 10 Exemplare des Handwerkbuches!

Mehr Projekte aus dem Buch und Rezensionen findet Ihr auf den teilnehmenden Blogs der Blogtour:

Werkbuch-für-Kinder-BlogtourBanner

Diese Buchvorstellung entstand in freundlicher Zusammenarbeit mit dem Haupt Verlag im Rahmen der Blogtour. Das Buch durfte ich behalten. Die Worte und Ansichten im Beitrag sind meine eigenen.

Liebe Grüße ♥

Leni