Unsere grüne Fensterbank – Sprossenanzucht

Sprossen

Jetzt, wo der Frühling vor der Tür steht, dreht sich alles um Wachstum. In der Natur, in unserem Körper, in unseren Köpfen. Das Thema ist latent immer allgegenwärtig. Manchmal kann man das Wachstum sehen, an der Kleidung, die den Kindern zu klein geworden ist über den Winter, oder in der Natur, wo die ersten Frühlingsblüher ihre Köpfe aus der Erde (oder mancherorts auch noch den Schnee) stecken. Doch manchmal geschieht es im Verborgenen, in den Gedanken, den Ideen. Ich finde es schön, das große Thema des Vorfrühlings auch den Kindern zu verdeutlichen. Die ersten Tomatensamen sind zwar schon in der Erde, brauchen aber gefühlt ewig, bis sie endlich keimen. Viele schneller geht es mit Sprossen. Klassisch, weil sie einfach und schmackhaft ist, ist die Kresse, die ohne Erde und großem Aufwand auf Watte wächst. Entdeckt habe ich aber für mich die Keimschale. Sie besteht aus einem Glas und einer Art Siebeinsatz, auf der die Samen gestreut werden. Das Glas wird bis zum Sieb mit Wasser gefüllt, so dass die Samen mit dem Wasser in Kontakt kommen. Und schon am nächsten Tag sind die ersten Samen gekeimt.

 

Auf der einen Hälfte ließen wir Radieschen wachsen, auf der anderen Alfalfa, die sich miteinander ein Wettwachsen lieferten. Die frisch gekeimten Radieschensprossen schmecken nussig, mild und passen wunderbar zu Salaten, die ein paar Tage weiter gewachsen Sprossen bilden lange Wurzeln und strecken ihr Grün in die Höhe, so dass sie wie Kresse einfach abgeschnitten werden zum Verzehr. Jetzt haben sie eine leicht scharfe, senfige Note und verleihen Gerichten aller Art oder Butterbroten eine tolle Würze. Die Alfalfasprossen sind nach ca. 7 Tagen (und erst dann) fertig zum Verzehr und sind genauso wie die anderen Sprossen und Keimlinge reich an Vitaminen, Mineralstoffen, Enzymen und Antioxidantien.

Sprossenbowl

Die Sprossen kommen übrigens ohne Erde aus, da die Samen einen Energiespeicher mit den wichtigsten Inhaltsstoffen, aus denen die wachsende Sprosse zehren kann, besitzen. Erst wenn die Pflanze größer wird, benötigt sie mehr Nährstoffe.

Neben Kresse, Radieschen und Alfalfa, eignen sich noch zur Sprossenzucht Getreidesorten wie Dinkel, Kamut und Roggen, aber auch Bockshornkleesamen, Brokkolisamen, Erbsen, Kichererbsen, Kürbissamen, Linsen, Mungbohnen, Rettich, Roggen, Rucola, Senf (gelb), und Sonnenblumenkerne.

Liebe Grüße

Leni

 

Verlinkt mit Caros Grünzeug und dem Freutag

 

2 Gedanken zu “Unsere grüne Fensterbank – Sprossenanzucht

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