Im Garten Anfang November

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Wir sind dieses Jahr wirklich gesegnet mit einem milden, sonnigen Herbst. Selbst der November, der sonst so trübe, dunkle Monat, schenkt uns zu Beginn so viele schöne Tage. Keine Spur von Novemberblues. Und wo lässt sich die Zeit gerade besser verbringen als draußen, im Wald, in der Natur (die kuscheligen, regnerischen Tage auf dem Sofa können noch warten ;-)). Dieses Wochenende, das letzte Herbstferienwochenende, haben wir größenteils im Garten verbracht.

 

 

Über die Hälfte der Beete sind jetzt leer, abgeerntet. Und damit die Erde und ihre Bewohner vor Trockenheit und Frost geschützt sind, decken wir die Beete mit Laub ab. Dafür befreiten wir (oder besser gesagt meine fleissigen Helfer) die Rasenflächen und Wege von den Blättern und verteilten sie (etwa 5 cm) locker über den Boden der Beete. Das übrige Laub sammelten wir (nach einer ausgiebigen Laubschlacht natürlich) in einer geschützen Ecke im Garten für die Igel. Bis auf Eichenlaub, das zu viele Gerbstoffe enthält, eignen sich übrigens meines Wissens alles Laub zum Abdecken der Erde. Und das Ergebnis im Frühling ist verblüffend: unter den schon fast zersetzten Blättern konnten die Mikroorganismen und Kleinstlebewesen ungestört während des Winters aktiv bleiben. Schiebt man im Frühjahr das Laub zur Seite, findet man feinkrümelige, gut riechende, dunkle Erde darunter. Oder es ist eben nicht verblüffend, würde mein Bekannter jetzt sagen, ein Permakulturexperte, der selber ein großes Stück Land (als Schaugarten seines Permakulturvereins) pflegt. Denn alle Böden, auf denen Pflanzen und Bäume (in der freien Natur) wachsen, sind stetig bedeckt. Das ist der biologische Kreislauf.

 

 

Was sich gerade in meiner Küche stapelt, ist der Kohl (wer hätte gedacht, dass die Raupen soviel übrig lassen?). Weißkohl und Rotkohl. Letzteren friere ich gekocht ein oder lasse ihn (genauso wie den Weißkohl) in Gläsern fermentieren (wenn es was geworden ist, stelle ich Euch mein Rezept dafür mal ein). Vom Grünkohl zupfe ich immer nur die unteren Blätter ab, z.B. für Smoothies, so kann man ihn fast den ganzen Winter über wachsen lassen. Ansonsten ernten wir gerade den ersten Feldsalat (juhuu), weiterhin Spinat (auch immer gerne für Smoothies) und die letzten Möhren (nein, die sind nicht verkrüppelt, sondern das sind runde Möhren der Sorte „Pariser Markt“). Und dazu jede Menge Samen. Radieschen, Blumenkohl und Brokkoli, Ringelblumen, Buschbohnen und Sonnenblumenkerne (die können sich die Vögel im Winter aus den Samenständen picken).

 

 

Jetzt ist der Garten fertig für die Winterruhe (der Frost wird sicherlich nicht lange auf sich warten lassen). Das Gartenjahr neigt sich dem Ende.

Ich wünsche Euch einen schönen Sonntagabend!

Liebe Grüße

Leni

 

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Geborgen Wachsen
Karminrot

6 Gedanken zu “Im Garten Anfang November

  1. Liebe Leni, vielen Dank für deinen Gartenrundgang, so inspirierend und schön! Wir sind auch grosse Mulchfans und mein Mann macht mehrmals pro Woche mit den Kindern einen Abendspaziergang in den nahen Wald, um den Veloanhänger mit Laub zu füllen. Durch dich habe ich übrigens auch den Garten dokumentiert. Es ist auch für sich selbst schön, zurück zu blicken und den Lauf des Gartens über die Jahreszeiten festzuhalten, finde ich. Liebe Grüsse, Tina

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  2. So ein Garten ist was tolles, auch ich erinnere mich daran wir ich immer mit meinem Opa in seine Garten fuhr und er mir verschiedene Dinge gezeigt hat und ich alles probieren konnte. So eine schöne Kindheit und man lernt so viel, weiss wo die Dinge herkommen und lernt sie mehr zu schätzen. Glückliche Kindheit.
    Liebe grüße
    Saskia

    Gefällt 1 Person

  3. Wir lassen immer kleine Laubhaufen in den Ecken und hatten ja auch schon oft Gastigel hier.
    Leider finden sich in unserem Garten gerade besonders viele Eichenblätter von der Allee vorm Haus. Ich hole zum Bedecken der Pflanzen immer Reisig aus dem Wald. Das erste Foto ist besonders schön.
    Liebe Grüße

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